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Mittwoch, 1. November 2017

Halloween II Review



Halloween II

Story:

Nach Halloween geht es wie folgt weiter:

Michael Myers (Tyler Mane) Leiche wurde nie gefunden. Laurie (Scout Taylor-Compton) geht in die Therapie, um das Vergangene zu bewältigen. Sie wohnt bei Sheriff Lee Brackett (Brad Dourif) und dessen Tochter und Freundin Annie (Danielle Harris). Auch Annie hat mit der Vergangenheit zu kämpfen (Mordattentat von Michael Myers in Teil eins überlebt). Derweil sahnt Dr. Loomis (Malcolm McDowell) mit Büchern, Live Events und TV Auftritten ab. Nichtsdestotrotz taucht Michael Myers pünktlich zu Halloween wieder auf, um Laurie diesmal endgültig zu töten…

Meine Meinung:

Nach dem Erfolg von Rob Zombies mit seinem Halloween Remake war ein 2. Teil schnell beschlossene Sache. Man gewährte Zombie noch mehr Freiheiten und viele Darsteller auf Teil eins kehrten zurück (Tyler Mane, Danielle Harris, Brad Dourif, Scout Taylor-Compton, Malcolm McDowell, Sheri Moon Zombie).

Gute Voraussetzungen sollte man meinen. Doch Zombie drückte dem Film, mehr noch als in Teil eins, seinen Stempel auf. Der Film ist inhaltlich auch nicht an den Original Halloween II angelegt und kommt wie ein typischer Rob Zombie daher. Und das brachte nach einem starken Filmbeginn auch einige negative Punkte mit sich.

Phasenweise gibt es Längen und das Finale war schwach. Eine echte Spannung ist nicht vorhanden und das Halloween Theme von Carpenter ist kaum mehr auszumachen. Michael Myers gerät teilweise nur Nebenfigur und sieht lächerlich aus (Landstreicher mit Vollbart) – Ausnahme in seinen Tötungsszenen, wenn er die Maske anzieht. Dann geht es kompromisslos zu.
Lauries Figur fand ich schon im ersten Film nicht wirklich toll, vor allem auch unsympathisch. Ihr Wandel vom braven Mädchen zum Psycho-Wrack à la Rob Zombies ist mehr als unglaubwürdig und vor allem nervend – ebenso der Wandel von Dr. Sam Loomis. Seine Figur ist kaum wiederzuerkennen und eigentlich hätte es ihn gar nicht gebraucht, da er inhaltlich kaum was zum Verlauf der Story beiträgt (im Finale gerät er eher zufällig als geplant an Michael Myers). Auch er: sehr unsympathisch.

Die restlichen Figuren sind sonst okay (Danielle Harris, Brad Dourif) während Sheri Moon Zombie nur noch in surrealen Traumbildern / Settings vorkommt. Alle anderen Nebenfiguren sind vor allem potenzielle Opfer für Myers und durch und durch dem Rob Zombie Universum entsprungen (viele Rednecks).

Gut fand ich die düstere Seite des Filmes. Halloween II sieht man sein Budget nicht an. Der Film wirkt nicht wie eine Hochglanzproduktion, obwohl von einem grossen Studio stammend. Der Film wirkt düster, dunkel, bedrohlich, surreal (wie schon erwähnt die Traumsequenzen). Letzter haben mir sehr zugesagt. Zudem wirkt Michael Myers, zumindest wenn er die Maske trägt, sehr unheimlich und abgrundtief böse. Der Film hat einen hohen Bodycount und die Gewalt ist brutal, roh, humorlos und schmerzhaft. Durch schnelle Schnitte und das Vermeiden von Close-Ups ist das ganze zwar nicht explizit, verliert aber durch seine Intensität nicht an seiner Wirkung. Der Film wirkt daher um einiges deftiger und härter als Teil eins und somit ist es nicht überraschend, dass Halloween II in Deutschland nur zensiert verfügbar ist.

Fazit: Wer Teil eins mochte kann Teil zwei gut ansehen. Rob Zombies Interpretation ist aber mehr denn je eine Sache für sich die nicht gefallen muss. Mir gefiel Halloween persönlich besser, aber den 2. Film kann man sich trotzdem gut ansehen.

Infos:

O: Halloween II

USA 2009

R: Rob Zombie

D: Tyler Mane, Scout Taylor-Compton, Danielle Harris, Brad Dourif, Malcolm McDowell, Sheri Moon Zombie

Laufzeit der US Blu: 119:05 Min.

Gesehen am: Januar 2010 / Überarbeitet am: 30.10.17

Fassungen: Siehe Halloween! In Deutschland jedoch nur zensiert zu haben – wer Film Uncut und in deutscher Sprache haben möchte muss zur Blu Ray aus Österreich greifen (Label: Illusions).

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