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Mittwoch, 24. Juli 2019

Update

Neue Reviews

 

 

- Body Melt

- The Wrath

- The One (komplett überarbeitet)

- The Story of Woo Viet

The Story of Woo Viet Review




The Story of Woo Viet

Story:

Flüchtlinge aus Vietnam, Woo Viet (u.a. Chow Yun-Fat) und Sum Ching (Cherie Chung), werden zu kriminellen Machenschaften gezwungen. Sum wird zur Prostitution genötigt. Woo Viet (Chow Yun-Fat) willigt schliesslich ein, zusammen mit anderen Gangstern (u.a. Lo Lieh) als Auftragskiller zu arbeiten, damit er Sum freikaufen kann…

Meine Meinung:

The Story of Woo Viet ist ein Action-Drama mit einem jungen Chow Yun-Fat in der Hauptrolle und gleichzeitig ein Anfang 80er Jahre New Wave Film aus Hong Kong von dem weiblichen Regisseur Ann Hui (ihr Boat People liegt noch ungesehen rum). Chow Yun-Fat hingegen wurde vor allem später Dank seinen John Woo Klassikern zur Legende des HK-Kinos. Dabei spielte Chow Yun-Fat schon vor A Better Tomorrow in einer nicht kleinen Anzahl von Filmen mit. Und auch vor The Story of Woo Viet war er schon in einer grossen Zahl von Filmen zu sehen.

Beispiele: Hot Blood (liegt noch ungesehen rum), The Head Hunter (auch mit Vietnam Thematik), Postman Strikes Back (starker Film von Ronny Yu), Hong Kong 1941 (Japanische Besetzung), The Occupant (Geister-Grusel-Komödie), A Hearty Response (Drama, welches auch Flüchtlinge zum Inhalt hat) oder 100 Ways to Murder Your Wife (Komödie).

The Story of Woo Viet hat einen ähnlichen Charakter und Atmosphäre vorzuweisen wie andere Filme aus dieser Zeit (z.B. Dangerous Encounter - 1st Kind, Cops and Robbers, 0.38, The Bomb-Shell) und nur alleine das überzeugt mich schon fast. Zusammen mit den starken Leistungen der Darsteller (nebst Chow Yun-Fat überzeugt vor allem Shaw Brothers Legende Lo Lieh und alle anderen Bösewichte), der dramatischen, interessanten und spannenden Story und der starken Regiearbeit von Ann Hui kann ich den Film allen HK-Filmfans der damaligen zeit nur empfehlen!

Infos:

O: Woo yuet dik goo si

HK 1981

R: Ann Hui

D: Chow Yun-Fat, Cherie Chung, Lo Lieh, Cora Miao, Gam Biu

Laufzeit der HK VCD: 88:09 Min.

Gesehen am: 21.05.19

Fassungen: Mir lag die HK VCD von Pearl City vor = gute bis durchschnittliche (Nachtszenen) Bildqualität, Uncut, O-Ton, keine Subs. Als ich die VCD kaufte, sprach der Verkäufer von englischen Subs. Englische Subs soll u.a. die LD aus HK haben. Ob es eine DVD gibt, ist mir nicht bekannt. Eine dt. Fassung gibt es nicht (Stand: Mai 2019). Nachtrag 24.07.19: Ist in HK inzwischen mit englische Subs auf Blu-Ray rausgekommen!

The One Review




The One

Story:

Es existieren mehrere Paralleluniversen. Es ist verboten, sich in diesen hin- und her zu bewegen. Doch genau das tut der ehemalige Agent und jetzt Mörder und Kriminelle Gabriel Yulaw (Jet Li). Sein Ziel: Sein Ich in jedem Universum töten. Mit jedem Tod seiner «Kopie» wird er schneller, intelligenter, stärker. Er will all seine Ichs töten und zum «The One» werden. 123 Morde hat Gabriel bereits verübt. Nun wartet sein letztes Opfer auf ihn: Gabe (Jet Li). Gabriel auf den Fersen, um ihn aufzuhalten: zwei Agenten (Delroy Lindo, Jason Statham)…

Meine Meinung:

Auf Jet Li (The Bodyguard From Beijing) wurde ich in Jugendjahren, noch während meiner Schulzeit durch Filme wie Black Mask (Starlight VHS), Kiss of the Dragon (Kinobesuch mit Eltern), Lethal Weapon 4 (sein US-Debüt, guckten wir auch im Schulunterricht vor dem Ferienbeginn) und eben auch The One aufmerksam (bei US-DVD Release). Erst danach folgten die Klassiker aus China/HK (Fist of Legend, The Shaolin Temple…) und weitere Werke aus Frankreich (Danny the Dog) oder den USA (Romeo Must Die).

The One habe ich seit Jugendjahren nicht mehr gesehen und bereits vor der Neusichtung wusste ich, dass der Film nach aktuellen Massstäben (mein veränderter Filmgeschmack) aus der Sammlung fliegen würde – und so ist es – The One ist nicht mehr Teil meiner Filmsammlung. The One ist ein Mix aus Sience Fiction und Action und stammt von Regisseur James Wong, der diverse Akte-X Folgen und zwei Final Destination Filme (Teile 1 und 3) in Szene gesetzt hat.

Im Vergleich mit den anderen US-Jet Li Filmen (Romeo Must Die und Born 2 Die) nervt hier allerdings kein Hip-Hop und keine Rapper im Film – ein grosses Plus. Aber die Action ist halt einfach nicht gut in Szene gesetzt und der Film absolut nichts Spezielles. Viele unwirkliche Moves und zu viele billige CGI The Matrix Spielereien – schade, da somit Jet Li sein echtes Können zu 95% im Film gar nie zeigen kann/darf.

Jet Li überzeugt zum Teil nicht durch sein Schauspiel und viele der Figuren sind nicht der Rede wert (seine Cop Kollegen, seine Filmfrau). Echte Dramatik kommt nie auf – das Schicksal der Figuren ist einem egal. Der Film macht aber nicht alles falsch: obwohl die Action nicht gut ist, gibt es davon jede Menge zu sehen und The One ist definitiv eines nicht: Langweilig! Es ist fast immer was los, Längen sind Fehlanzeige und man wird kurzweilig und abwechslungsreich unterhalten.

Man muss sich einfach darauf einstellen, dann kann man den Blöd- und Schwachsinn sogar hier und da irgendwie geniessen. Technisch (die ganzen Zukunfts-Gimmicks) ist der Film auch gut gemacht, immerhin ein Kommerzschund-Produkt – wäre auch komisch, wenn dem nicht so gewesen wäre.

Ausserdem mag ich Jet Li und auch Jason Statham (The Meg) sehe ich gerne, der danach noch öfters mit Jet Li zusammengearbeitet hat (War, The Expendables). Delroy Lindo, Jason Stathams Filmpartner, hat mir auch gut gefallen. Er spielte auch schon mit Jet Li zusammen (Romeo Must Die). Die wichtigsten Figuren überzeugen in ihren Rollen.

Fazit: Nur für Jet Li und Jason Statham Fans interessant – jedoch nur für Mainstream-Fans zu empfehlen! Ich bleibe bei den Luc Besson und HK Filmen von Jet Li! Denke, auch andere US-Filme mit Jet Li werden in Zukunft aus der Sammlung fliegen…

Infos:

O: The One

USA 2001

R: James Wong

D: Jet Li, Delroy Lindo, Jason Statham, Carla Gugino, James Morrison, Richard Steinmetz

Laufzeit der US-DVD: 87:10 Min.

Gesehen am: Jugendjahren / Review überarbeitet am: 20.05.19

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Columbia vor = Uncut, auch für heutige Verhältnisse noch eine ausgezeichnete Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs, Uncut. Gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray (auch Deutschland). Lächerliche Randnotiz: der harmlose, blutleere Film (PG-13 Rating) ist in Deutschland (!!!) ab 18 Jahren freigegeben! Die 16er Fassung ist zensiert…Eigentlich müsste der Film Uncut eine FSK12 erhalten nach heutigen Massstäben…

The Wrath Review





The Wrath

Story:

Korea während der Joseon Ära:

Mehrere Söhne der Shin Familie sterben unter mysteriösen Umständen. Ok Bun (Son Na Eun) war eine der Ehefrauen, jetzt Witwe, hat auch damit zu tun. Ein Priester (Lee Tae Ri) entdeckt, dass es rächende Geister sind, welche hinter der Shin Familie her sind…

Meine Meinung:

Nur gekauft, da ich vor kurzem das Original, einen seltenen, stimmungsvollen und sehenswerten 80er Jahre Gruselfilm (1986) sah = Cry of a Woman. Zufällig erfuhr ich beim Schreiben des Reviews, dass es ein Remake gab – The Wrath. Mir war von vorne rein klar, dass das Remake gegen das stimmungsvolle Original keine Chance haben wird. Trotzdem wollte ich den Film sehen und kaufte billig die DVD in meinem Südkorea-Urlaub.

Und wie erwartet: The Wrath kommt nicht an Cry of a Woman heran. Zum einmaligen Schauen ist der Film aber absolut okay. The Wrath ging, was man im Vergleich zu anderen, neuen Produktionen aus Südkorea nicht sagen kann, unter, was Meldungen im Internet ausserhalb Koreas angehen. Über den Film wird in Foren oder Social Media nicht gross berichtet.

Obwohl technisch gut gemacht, handelt es sich nicht um einen Blockbuster. Das Ganze könnte auch gut eine Direct to Video Produktion sein. An der Story hat man nicht sonderlich viel verändert und es gibt ein bisschen mehr Blut zu sehen als im Original. Dafür fehlt es an Atmosphäre und Stimmung, man setzt zu stark auf vorhersehbare Jump-Cuts und Kamerafahrten / Einstellungen à la US-Vorbilder wie The Conjuring, Insidious und Co.

Auffallend war, zumindest für meinen Geschmack, dass sich der Film sehr stark am Evil Dead Remake orientiert hat – das gilt für den Vorspann (die Kamerafahrten könnten direkt von Sam Raimis Original The Evil Dead stammen), Titeleinblendung, teilweise die Musik und vereinzelt auch andere Szenen. Das wirkte auf mich arg billig – so als ob in Südkorea niemand The Evil Dead oder das Remake dazu kennen würde…

Die mir unbekannten Darsteller haben im Grossen und Ganzen gut agiert. Auf Klamauk jeder Art wurde verzichtet, Requisiten und Kostüme sind schick, dafür wechseln die Settings kaum und ein-zwei CGI Effekte sind billig geraten.

Fazit: Nur für Fans des südkoreanischen Kinos, die möglichst alles aus dem Land sehen wollten, zu empfehlen. Das Remake bleibt im Gegensatz zum Original nicht in der Sammlung…

Infos:

O: Yeo-gok-seong

Südkorea 2018

R: Young-sun Yoo

D: Hong-il Choi, Young hee Seo, Na-Eun Son

Laufzeit der südkoreanischen DVD: Ca. 99 Min.

Gesehen am: 20.05.19

Fassungen: Mir lag die DVD aus Südkorea von R’s Company vor = erstklassige Bild- und Tonqualität, O-Ton, keine Subs, Uncut. Es gibt keine dt. Fassung (Stand: Mai 2019). Wer englische Subs möchte, muss zur DVD aus Taiwan oder DVD oder Blu-Ray aus Hong Kong greifen.

Body Melt Review




Body Melt

Story:

Einwohner einer Kleinstadt werden für Tests missbraucht, mit unangenehmen Folgen (Halluzinationen, Körper verflüssigen sich etc.)…

Meine Meinung:

Body Melt stand lange auf meiner Wunschliste. Mir war wenig über den Film bekannt. Ich wusste, dass es ein Film aus Australien ist, Horror-Genre und dass es Melt-Szenen geben muss (ein-zwei bekannte Bilder zum Film sah ich öfters in Magazinen, Büchern, Covern, im Internet).

Zum Glück habe ich gewartet – denn erst vor kurzem wiederfuhr es dem Film an würdigen Fassungen, die keine Wünsche offenlassen (mehr dazu unter Fassungen). Der Film selbst bleibt nach der Erstsichtung knapp in der Sammlung. Gerne möchte ich dem Film in Zukunft nochmal eine Chance geben.

Body Melt ist ein sonderbarer Film, dessen Nichtgefallen ich auch nachvollziehen kann. Es handelt sich um eine Groteske, aber auch sozialkritische schwarzhumorige Fun-Splatter Komödie aus Australien inklusive derben Humors à la Troma und Backwood und Hillbilly-Inhalten. Einzelne Szenen erinnerten mich leicht an den spanischen Film Aktion Mutante.

Das ist schon eine krude, oft unpassende und nicht leicht zu verdauende Mischung – vor allem im Zusammenhang mit dem Techno-Sound (den ich für sehr unstimmig hielt im Zusammenhang mit den Bildern), den Redneck-Szenen und der relativ lahmen ersten Filmhälfte. Der Film bleibt seiner Linie aber treu – die Macher ziehen ihr Ding voll durch – egal was die Zuschauer davon halten mögen und das fand ich auf der anderen Seite wieder sehr sympathisch.

Den Film gerettet haben dann vor allem die actiongeladene 2. Hälfte mit weniger Längen, politisch unkorrektem Humor (gegen Schwangere, gegen Kinder etc.) und dem vermehrten Auftreten von Spezialeffekten. Diese sollen, angeblich, von den Effekte-Spezialisten stammen, welche schon in Peter Jacksons Braindead wundervolle Effekte auf die Leinwand gezaubert haben. Die Anzahl und Qualität ist trotz allem nicht mit Braindead vergleichbar und sonderlich viele Schmelz-Szenen gibt es, trotz Filmtitel, gar nicht. Diesbezüglich darf man keinen zweiten Street Trash erwarten.

Fazit: Für Fans von skurrilen Fun-Splatter-Filmen die Troma Humor mögen, zu empfehlen! Allen anderen empfehle ich gleich Street Trash!

Infos:

O: Body Melt

Australien 1993

R: Philip Brophy

D: Gerard Kennedy, Andrew Daddo, Ian Smith, Regina Gaigalas, Vincent Gil, Neil Foley

Laufzeit der UK Blu: Ca. 83 Min.

Gesehen am: 20.05.19

Fassungen: Mir lag die UK Blu Ray von 88 Films vor = Schuber, Booklet, Uncut, O-Ton und englische Subs, neues Master (erstklassige Bild- und Tonqualität). In Deutschland nur mit altem Master auf DVD zu haben (Uncut). Viele Extras (Interviews, Audiokommentare etc.) vorhanden.