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Mittwoch, 1. Mai 2019

The Meg Review




The Meg

Story:

Ein Megalodon, eine eigentlich ausgestorbene Hai-Art, taucht auf und beginnt, die Anzahl Menschen drastisch zu reduzieren. Ein Wissenschaftler Team (u.a. Jason Statham, Bingbing Li, Robert Taylor, Page Kennedy) versucht das Monster unschädlich zu machen…

Meine Meinung:

Weiterer Kommerzschund, den ich zum Zeittotschlagen während eines langen Fluges (10+ Stunden) sah und somit ein Review zu The Meg spendieren kann – ansonsten hätte ich mir diesen Film nie angesehen. The Meg war wirklich okay und viel besser als erwartet – wobei ich sagen muss, dass ich mit NULL Erwartungen an den Film ging. Der Film zeigt den wachsenden Einfluss von China – denn es handelt sich bei The Meg um eine chinesisch-amerikanische Co.-Produktion, wobei der Film fast schon chinesischer wirkt als amerikanisch – ich denke, dass wird in Zukunft zunehmen. Die Chinesen werden bestimmen, wo es langgeht. Im Moment sind es ehemalige Stars, welche nach China gehen (Bruce Willis, Adrien Brody, Renny Harlin, Mike Tyson, Steven Seagal…). Filme haben von Geldern und Produzenten aus China auch schon profitiert (Hardcore Henry z.B.).

Auch The Meg, der die typischen Elemente und Klischees des Tierhorrorfilm bietet, wartet meist mit sehr guten und aufwändigen Effekten auf. Der Hai ist zu 95% natürlich nur ein CGI Fisch – aber muss sagen, gute Effekte. Und andere Effekte gibt es auch zu sehen (toter Hai auf dem Schiff, abgetrenntes Bein, Wal mit Wunden…) und auch die ganzen Unterwasser-Szenen, vor allem zu Beginn, wo der unbekannte Meeresraum durchsucht wird, war sehr gut getrickst und bot wirklich Spannung und Stimmung.

Was The Meg weiterhin gut zu stehen kommt ist die Tatsache, dass der Film ironisch, lustig und nicht ernstzunehmend ist - und dies auch zu keiner Sekunde sein will. So stört man sich weniger an der Figurenzeichnung, gängigen Klischees, bescheuerten und unangebrachten Dialogen und Handlungen der Figuren. Ausserdem ist der Film einfach unterhaltsam und es ist fast immer was los. Langweilig wird es selten.

Dazu kommt, dass ich Jason Statham eigentlich mag, auch wenn er mir zuletzt in zu vielen kommerziellen und/oder billigen Actionfilmen mitwirkte. Aber er hat schon gute Filme gemacht, die mir zusagen = Bube, Dame, König, grAs, Snatch - Schweine und Diamanten, The Transporter 1 & 2, Crank 1 & 2, War, Bank Job, Death Race, The Expendables 1 & 2 (da beginnt er langsam zu nerven) und zuletzt in der Actionkomödie Spy - Susan Cooper Undercover (er parodiert sich quasi selbst – geil!).

Er und die Chinesin Bingbing Li, die 2. grosse Hauptrolle im Film, geben zudem ein süsses Liebespaar ab. Sie spielte in HK, China und US-Produktionen – ich habe allerdings nur 1-2 Titel, in welcher sie gelistet wird, in der Sammlung und kann mich an keinen Film/Szene mit ihr erinnern. Muss aber nichts heissen…

Die anderen Figuren kann man in die Tonne treten – ein Klischee nach dem anderen. Der Film ist kein Highlight und nichts für die Sammlung, dass man schon fast R-Rating Gore und Blut im Film hatte und zuletzt zernierte, glaube ich nicht. Ammenmärchen, Werbung, Marketing, Aufmerksamkeit erregen. Ist auch gelungen, denn darüber wurde in Filmforen debattiert. Ziemlicher Schwachsinn…

Fazit: The Meg ist weniger übel als befürchtet und stellt einen unterhaltsamen Edel-Trash-Tierhorror-Streifen mit starken Computereffekten und einem sympathischen Duo (Statham und Bingbing Li) dar, die den Film praktisch alleine tragen (und vor der Versenkung retten). Kann man schauen – aber nichts für die Sammlung! Was Haie und Horror angeht empfehle ich die Jaws Reihe!

Infos:

O: The Meg

China, USA 2018

R: Jon Turteltaub

D: Jason Statham, Bingbing Li, Robert Taylor, Page Kennedy

Laufzeit der Originalversion: Ca. 113 Min.

Gesehen am: Ende März 2019

Fassungen: Ich sah den Film Uncut, im O-Ton und mit englischen Subs im Flugzeug (Flug Südkorea – Deutschland). In D von Warner auf DVD und Blu-Ray veröffentlicht worden (diverse Sprachen und Subs). O-Ton in Englisch/Mandarin.

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