Dieses Blog durchsuchen

Samstag, 14. Januar 2017

Update

14.01.17 Neue Reviews

Schulmädchen-Report, 2. Teil
Battles Without Honor and Humanity
Bad Lieutenant

Bad Lieutenant Review




Bad Lieutenant

Story:

Ein drogen- und wettsüchtiger Cop (Harvey Keitel) verpfuscht sein Leben und versucht trotzdem die Vergewaltigung an einer Nonne aufzuklären - weil ein hohes Preisgeld dafür gezahlt würde und er unbedingt Geld braucht…

Meine Meinung:

Bad Lieutenant gilt als einer der besten wenn nicht gar besten Film von Regisseur Abel Ferrara. Ich fand den Film gut, aber nicht unbedingt besser als z.B. The Driller Killer und/oder Die Frau mit der 45er Magnum. Die beiden erwähnten Filme sind Frühwerke von Ferrara und hatten sicherlich weniger Budget und keinen Star à la Harvey Keitel (der wie Robert De Niro aussieht, was mich mehr als einmal erschrocken hat) an Bord aber passen ansonsten von der billigen Machart her, den düsteren, hoffnungslosen Szenen, Inhalten wie Gewalt, Vergewaltigungen, Sex, Drogen(rausche) perfekt zu Bad Lieutenant. Wem seine Frühwerke gefallen haben, der wird auch Bad Lieutenant mögen. Umgekehrt muss es nicht der Fall sein, falls man Low-Budget Werke nicht mag.

Zudem hat der Film ein wenig an The Taxi Driver erinnert (New York als Schauplatz, ernste Story, kein Happy End etc.).

Die trostlosen Szenen waren stimmig, die Drogenrausche realistisch (nehme ich einfach Mal an) und Harvey Keitel hat sehr gut gespielt (einfach die De Niro Ähnlichkeit mochte ich nicht). Jedoch hätte ich mir teilweise noch mehr Szenen des «Bad Lieutenant» im Dienst versprochen (so wie die Fake Blowjob Szene mit den zwei Mädels) – da gab es doch etwas zu wenig für diesen Filmtitel und teilweise war der Film zu stark auf die Drogenszenen fokussiert.

Alles in allem aber ein waschechter Abel Ferrara Film den ich Fans des Regisseurs nur empfehlen kann!

Infos:

O: Bad Lieutenant

USA 1992

R:  Abel Ferrara

D:  Harvey Keitel

Laufzeit der dt. DVD: Ca. 92 Min.

Gesehen am: 11.01.17

Fassungen: Mir lag die dt. DVD vor = Wendecover, O-Ton, dt. UT, Uncut, gute Bildqualität.

Battles Without Honour and Humanity Review






Battles Without Honour and Humanity

Story:

Japan nach Ende des 2. Weltkriegs: Es herrscht Chaos und Yakuza Banden treiben ihr Unwesen und bekämpfen sich gegenseitig, werden von Politikern angeworben um die Konkurrenz auszuschalten etc.

Der ehemalige Soldat Shozo Hirono (Bunta Sugawara) wird im Gefängnis nach einer Blutsbrüderschaft in die Welt der Yakuza geboren. Nach der Entlassung heuert er der neu formierten Yakuza Gang der Yamamori Familie an. Shozo zeigt sich loyal, steigt die Karriereleiter hoch, steht für die Familie und den Boss ein, und wandert erneut ins Gefängnis um die Gang und den Boss zu schützen.

Nasch seiner Freilassung herrschen zwischen den Clans Krieg. Eigeninteressen und Intrigen bestimmen das Bild. Shozo muss bald merken, dass er für seinen Boss, zudem er immer loyal war, nur eine Marionette darstellt. Am Ende wendet sich Shozo vom Boss ab…

Meine Meinung:

Der erste Teil der epischen Battles Without Honor Reihe (quasi 500 Min. die in fünf Filme unterteilt wurden) von Meister-Regisseur Kinji Fukasaku (Battle Royale) hat das Gesicht des japanisches Yakuza Film und allgemein des Gangster Filmes geprägt und verändert.

Waren es bis dato heldenhafte (Ronin) Geschichten, so zeigt der Film ein ganz anderes Bild: Chaos und Gewalt herrschen nach dem 2. Weltkrieg auf Japans Strassen. Jeder schaut für sich, es wird ermordet und erpresst, Geld zählt mehr als jede Wertschätzung und Loyalität, man wechseln so oft die Seiten wie man die Unterwäsche wechselt. Worte und Versprechen zählen nichts mehr.

Kinji Fukasaku zeichnet ein düsteres Bild und orientiert sich dabei am Realismus (viele Recherchen über echte Yakuzas wurden gemacht etc.). Der erste Teil ist spannend, toll gefilmt, actionreich und sehr blutig und vor allem eines: extrem fesselnd! Man muss gut aufpassen, da sehr viele Nebenplots, sehr viele Clans, sehr vieler Figuren. Es war jedoch einfacher als erwartet, so dass ich mich sehr gut unterhalten fühlte! Der Film endet offen und ich bin schon sehr gespannt wie es in Teil zwei weitergeht!

Was die Figuren angeht muss man sich vor allem zwei Figuren merken, die zentral sind: Hauptfigur ist sicherlich Shozo Hirono, genial gespielt von Bunta Sugawara und sicherlich fast die einzige Figur, die einem irgendwie sympathisch ist, die man trotz Gangsterdasein als «Held» betiteln könnte. Und daneben noch der Boss der Yamamori Familie! Alle anderen Figuren sind böse gesagt «nebensächlich», wo viele auch sterben werden und oder die Seiten wechseln oder andere verraten und Shozo Hirono und das Yamamori Oberhaupt sind Opfer, Auftraggeber und/oder ausführende Werkzeuge. 

Wenn man sich als Zuschauer auf diese beiden Figuren fokussiert, klappt es mit der Unterhaltung wunderbar. Viele der anderen Figuren sterben wirklich kurze oder lange Zeit nach ihrer Einführung, so dass es nicht allzu schlimm ist, wenn man ein Name nicht sofort einem Storytwist zuordnen kann.

Fazit: Prägender und wegweisender Gangster/Yakuza Klassiker, den Fans des japanischen Kinos nicht entgehen lassen sollten! 

Gefolgt von:  Hiroshima Death Match

Infos:

O: Jingi naki tatakai

Japan 1973

R:  Kinji Fukasaku

D:  Bunta Sugawara, Hiroki Matsukata, Tatsuo Umemiya, Tsunehiko Watase

Laufzeit der UK Blu: Ca. 99 Min.

Gesehen am: 11.01.17

Fassungen: Die UK Box mit allen fünf Teilen und der «zusammengefassten Fassung» ist zu empfehlen. Die Fassungen sind alle Uncut, im O-Ton mit englischen UT, exklusiven Extras, Bildqualität ist der Hammer und das ganze kommt auf Blu Ray und DVD daher inklusive einem sehr stabilen, starken Schuber bzw. Box und einem Booklet mit Film/Yakuza Infos (sehr lohnenswert, 152 Seiten lang). Die ultimative Fassung zu den Filmen, besser geht nicht! Zumindest Teil eins (also den hier besprochenen Film) gibt es auch in Deutschland Uncut, im O-Ton und mit dt. UT auf DVD.

Schulmädchen-Report, 2. Teil - Was Eltern den Schlaf raubt Review





Schulmädchen-Report, 2. Teil - Was Eltern den Schlaf raubt

Inhalt inklusive meiner Meinung:

Nach dem grossen Erfolg von Teil eins war eine Fortsetzung (von vielen) schnell beschlossene Sache. Am Konzept ändert man wenig: Angebliche Doku zur Aufklärung, angeblich sozialkritisch, angeblich echte TV Interviews diesmal auf Berlins Strassen. Angeblich echte Fälle die à la Episoden erzählt werden.

Der Film ist, wie schon Teil eins, kurzweilig und amüsant. Jedoch nicht wirklich erotisch und/oder schockierend. Dazu ist die Fake Doku zu unfreiwillig komisch, auch wenn sie teilweise versucht, ernst zu sein und Themen wie Suizid, Prostitution und Drogen in den Inhalt packt!

Doch da nicht echt, Dialoge teilweise schön peinlich, alles gestellt ist und einige der aktuellen Schulmädchen klar älter aussehen, prassen diese Themen am Zuschauer ab, der dafür nur ein müdes Lächeln entwickelt.

Paar Längen gibt es auch, jedoch auch viel Humor und einen netten Titel- und Endsong, der das ganze schon eher Richtung Komödie presst – flott und komisch und trotzdem wird auf viel nackte Haut nicht verzichtet!

Wem Teil eins zusagte kann sich Teil zwei gut ansehen, auch wenn die weiteren Fortsetzungen besser sein sollen!

Fazit: Deutsche Trash Filmgeschichte par excellence! 

Gefolgt von: Schulmädchen-Report, 3. Teil - Was Eltern nicht mal ahnen

Infos:

O: Schulmädchen-Report, 2. Teil - Was Eltern den Schlaf raubt

D 1971

R:  Ernst Hofbauer

D:  Friedrich von Thun, Christine Snyder, Rosl Mayr, Karin Götz, Hans Heiking

Laufzeit der dt. DVD: 85:20 Min.

Gesehen am: 10.01.17

Fassungen: Siehe Teil eins (Schulmädchen-Report - Was Elternnicht für möglich halten) mit der Ausnahme, dass Teil zwei leicht zensiert ist (Dialog mit Brust, Vergewaltigung). Die Info von Kinowelt, dass alle Teile in der ungeprüften DVD Box Uncut sind ist somit FALSCH!