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Montag, 3. September 2018

Update

Neuer Neukauf und neue Reviews

 

 

- Neuer Neukauf



- Das weisse Drachenschwert

- Shaolin Vs. Lama (komplett überarbeitet)

- Der Todeskuss des Paten

- Schramm

- Karate for Life

- Bad Cat (Archiv Review leicht angepasst)


Bad Cat Review

NIFFF 2016 Spezial


Bad Cat

Story:

Kater Sheros Leben ändert sich schlagartig, als: sein Sohn auftaucht, er sich in eine neu hergezogene Katze verliebt, er von seinem Zuhause verstossen und von einem Zombie gejagt wird...

Meine Meinung:

Bad Cat, ein türkischer Animationsfilm und scheinbar eine Verfilmung eines gleichnamigen türkischen Comics, war besser als erwartet und bot für am NIFFF prima Unterhaltung! Der Film ist toll animiert, legt von Beginn an ein hohes Tempo fest welches er gut bis zu seinem Ende halten kann.

Der Film ist kurzweilig und unterhaltsam. Vor allem aber auch derber als ich dachte (Aussprache, Gags, Zombie in der Hauptgeschichte, sehr schwarzer und makabrer Humor) und das Publikum am NIFFF hatte sichtlich seinen Spass an dem Film. Zwar sitzt nicht jeder Spruch / Gag / Verweis, aber im Grossen und Ganzen sorgen Shero und seine Freunde doch für viele Lacher und eine gute Unterhaltung.

Man darf einfach keine Realität in der Geschichte erwarten (z.B.: das Zombie kommt immer wieder um Shero zu töten), dann wird man gut unterhalten. Der Film war wirklich lustig und unterhaltsam. Perfektes Kino für am ersten NIFFF Tag, aber jetzt nicht zwingend ein Film welchen ich mir zwecks persönlichem Geschmack in die Sammlung stellen müsste.

Aber noch mal: klar besser als erwartet und vor allem eins: bietet wirklich eine gute Unterhaltung!

Infos:

O: Kötü Kedi Serafetti

Türkei 2016

R: Ayse Ünal, Mehmet Kurtulus

D: -

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 84 Min.

Gesehen am: NIFFF 2016 (Juli)

Fassungen: Habe den Film am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) 2016 gesehen in Türkisch mit u.a. englischen UT. Es gibt noch keine dt. Fassung (Stand: Sept 2018).

Karate for Life Review



Karate for Life

Story:

Masutatsu (Sonny Chiba) soll mit anderen Kämpfern im Ring gegen ausländischer Kämpfer verlieren – verfälschte Kämpfe. Doch das lässt Masutatsu nicht auf sich sitzen – er gewinnt die Kämpfe und zieht den Zorn der Hintermänner auf sich, welche ihn jagen. Er entkommt – doch die Gegner finden Druckmittel, um Masutatsu und Co. aus der Reserve zu locken…

Meine Meinung:

Karate for Life ist der dritte Teil der Geschichte um Sonny Chibas (The Executioner II: Karate Inferno) Real-Life Meister Masutatsu nach den Filmen Karate Bullfighter und Karate Bearfighter (beide von 1975). Wie schon dort verkörpert Sonny Chiba seinen Meister persönlich.

Im Vergleich zu den ersten zwei Filmen ist Karate for Life leicht schwächer, was an Längen im Mittelteil liegt. Da kommt es quasi zu einer Liebesgeschichte, Dramatik und viele Kinder kommen vor – nicht das, was ich in einem Sonny Chiba Film eigentlich sehen will.

Doch die Szenen sind verschmerzbar. Von der Stimmung her (Nachkriegszeit, amerikanische GIs in Japan stationiert etc.) erinnert der Film von einzelnen Szenen her an Kinji Fukasaku Battles Without Honour and Humanity. Sonny Chiba wie auch die anderen Darsteller machen ihre Sache sehr gut, auch wenn hier und da Overacting zum Einsatz kommt.

Die Action ist sehr gut und abwechslungsreich (Verfolgungsjagd, Folterszene mit Strom, Ringkämpfe, Karatekämpfe, Kämpfe mit oder ohne Waffen, im Finale wird’s auch ziemlich blutig) so dass der schwache Mittelteil bestens kompensiert wird.

Fazit: Kann man sich als Sonny Chiba Fan ansehen ohne gross enttäuscht zu werden!

Infos:

O: Karate baka ichidai

Japan 1977

R: Kazuhiko Yamaguchi

D: Sonny Chiba, Kazuhiko Yamaguchi, Yoko Natsuki, Hideo Murota, Masashi Nakada, Kohjiro Hongo

Laufzeit der US-DVD: 90:01 Min.

Gesehen am: 27.06.18

Fassungen: Mir lag die US DVD von Adness vor = Uncut, O-Ton mit eng. Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Es gibt keine dt. Fassung (Stand: Juni 2018).

Schramm Review



Schramm

Story:

Lothar Schramm (Florian Koerner von Gustorf), ein Serienkiller («Lipstick Killer»), liegt sterbend in seiner Wohnung. Während dem Weg ins Nirvana kehren wichtige Erinnerungen vor dem geistigen Auge Lothars zurück und bieten einen Einblick in das Leben und die Denkweise des kranken Killers…

Meine Meinung:

An Jörg Buttgereit, einem Berliner Regisseur (plus Filmkritiker, Hörspiel/Theater-Regisseur und grosser Kaiju Fan), schneiden sich die Geister! Underground-Arthouse Kino mit künstlerischen Attributen für die Einen (vor allem im Ausland wird Buttgereit so gesehen), selbstverliebter Amateur-Schund für die Anderen.

Auf alle Fälle hat sich Buttgereit in der Szene, die er filmisch (erster Film in Spielfilmlänge) 1987 mit dem kontroversen Nekromantik startete, einen Namen gemacht (im Gegensatz zu Kollegen wie Andreas Schnaas, Timo Rose und Co.), der bis heute anhält. Nekromantik – durch diesen Titel wurde ich in der Jugendzeit auf Buttgereit aufmerksam – es war die Zeit, in der man sich vor allem alle bekannten Horrorklassiker anschaute – da war es nur eine Frage der Zeit, bis auf man diesen Titel stiess. Nekromantik habe ich seit 10-15 Jahren nicht mehr gesehen, habe diesen aber, im Gegensatz zu Teil zwei (viele Längen), als sehr gut in Erinnerung. Der steht auch heute noch in der Sammlung. Wird bald Zeit für eine Neusichtung…

Der Todesking, erst vor kurzem gesehen, fand ich nicht uninteressant. So wären seine wichtigsten Filme durch. Seine ganzen Kurzfilme, ich bin ehrlich, interessieren mich nicht die Bohne. Interessant ist vielleicht noch German Angst, ein Episodenfilm bestehend aus drei Geschichten und eine stammt auch von Jörg Buttgereit. Im Vergleich zu Der Todesking hat mir Schramm besser gefallen.

Die Gründe: kürzere Laufzeit, dementsprechend keine Längen, kunstvoll angehaucht, überzeugend gespielt, schön morbide Stimmung und Atmosphäre (die Zahnarzt-Szene war klasse), hier und da kommt sogar etwas Cronenberg Stimmung auf (das Vagina Monster) und wie schon in Nekromantik und Der Todesking empfand ich den Soundtrack als sehr passend und gut. Inhaltlich ist der Film, trotz kunstvollem Touch, eher 08/15 aber immerhin überzeugt der männliche Hauptdarsteller im Grossen und Ganzen (jedoch nicht in allen Szenen).

Fazit: Nebst Nekromantik der beste Film von Jörg Buttgereit und daher dessen Fans oder jenen, die es noch werden wollen, zu empfehlen.

Infos:

Deutschland 1993

R: Jörg Buttgereit

D: Micha Brendel, Carolina Harnisch, Volker Hauptvogel, Gerd Horvath, Florian Koerner von Gustorf

Laufzeit der US-DVD: 65:27 Min.

Gesehen am: 23.06.18

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Barrel Entertainment vor = Uncut, gute Bild- und Tonqualität, Deutscher O-Ton, englische, nicht feste Subs, diverses an Bonusmaterial. Gibt es auch in Deutschland Uncut auf DVD. Soll von Arrow Video (England) auf Blu Ray erscheinen (offizielle Ankündigung und Vö Datum sind noch ausstehend).

Der Todeskuss des Paten Review




Der Todeskuss des Paten

Story:

Don Angelino Ferrante (Arthur Kennedy) und dessen Familie stehen auf der Abschussliste: als erster wird Ferrantes Sohn Stefano (Joshua Sinclair) ermordet aufgefunden. Er wollte auf einen Deal, in welchem es um den Verkauf von einem Stück Land ging, nicht eingehen. Drahtzieher und Täterschaft ist Gaspare Ardizzone (John Saxon). Dieser geht aggressiv gegen die Clans vor und hält nichts von Regeln und Ehrenkodexen…

Meine Meinung:

Der Todeskuss des Paten ist kein Kracher des Ital. Gangsterfilmes. Regisseur Vittorio Schiraldi sagt mir auch nichts und weitere Filme von ihm kenne ich nicht. Der Film, der scheinbar vom grossen amerikanischen Der Pate, den ich allerdings gar nicht mochte, was auch für die Fortsetzungen gilt, beeinflusst wurde (Der Pate kam 1972 und Der Todeskuss des Paten 1973), ist daher im Vergleich zu seinen filmischen Kollegen wie Der Berserker, Die Viper, Tote Zeugen singen nicht, Die Rache des Paten oder Blutiger Freitag nur reine Durchschnittsware für den Fan des Genres, aber kein Highlight, Kracher oder ein unbedingter Must See Titel. Und gewisse Inhalte (Junge Gangster, die sich nicht an die Regeln halten, kennt man im Kino zu genüge, z.B. aus Im Jahr des Drachen).

Da der Film von Der Pate beeinflusst wurde, krankt der Film auch an den gleichen Nachteilen: zu wenig Action, zu viele Längen. Das ist das Hauptproblem des Filmes, der phasenweise auch zu Amerikanisch wirkt. Ansonsten kann ich dem Film nichts Negatives unterstellen. Technisch ist der Streifen einwandfrei in Szene gesetzt, die Actionszenen, wenn sie dann Mal kommen (vor allem im letzten Viertel des Filmes schlagen diese zu), machen Laune und sind zum Teil herrlich fies und blutig in Szene gesetzt und zum Teil auch sehr dramatisch (die Frau, die ertränkt wird, war originell gefilmt).

Desweitern positiv sind die Darsteller. Es ist ein Mix aus Ital. und amerikanischen Darstellern. Alle agieren sie gut und glaubhaft. Arthur Kennedy war auch öfters im Ital. Kino zu sehen (z.B. in dem grossartigen Zombiefilm Let Sleeping Corpses Lie) und begeistert hat mich John Saxon (A Nightmare on Elm Street) – er spielt den bösen Gangster der keinen Respekt vor Regeln innerhalb der Gemeinde hat – sein Ziel ist es, aufzusteigen und dafür ist ihm jede Methode und jedes Mittel recht. Er hat mir sehr gut gefallen – ein starkes Plus im Film. Wie auch Arthur Kennedy sah man John Saxon oft im Ital. Kino (A Special Cop in Action, The .44 Specialist, Die Gewalt bin ich, Asphalt-Kannibalen oder in Dario Argentos Tenebre).

Fazit: Dank den starken Leistungen der Darsteller, allen voran John Saxon als Bösewicht und dem steigenden Actionanteil im letzten Viertel, in der Sammlung bleibend!

Infos:

O: Baciamo le mani

Italien 1973

R: Vittorio Schiraldi

D: Arthur Kennedy, John Saxon, Agostina Belli, Pino Colizzi, Spiros Focás

Laufzeit der jap. VHS: Ca. 98 Min.

Gesehen am: 23.06.18

Fassungen: Mir lag das VHS aus Japan von Columbia vor = Uncut, englischer Ton (würde sagen O-Ton da viele amerikanische Schauspieler), jap. Subs, solide Bildqualität. In Deutschland nur auf VHS und ca. 16 Minuten zensiert zu bekommen. Es scheint keine DVD zu geben (Stand: Juni 2018). Der jap. Trailer zu The New Godfathers aus dem VHS ist absolut Klasse (und hat eine deutlich bessere und vor allem farbigere Bildqualität als das holländische VHS)! Das VHS habe ich sehr günstig von einem Finnländer über Facebook gekauft.

Shaolin Vs. Lama Review



Shaolin Vs. Lama

Story:

Seit fünf Jahren sucht Kämpfer Sun Yi Ting (Alexander Lo Rei) nach einem Gegner, der besser als er selbst ist. Diesen hätte er gerne zum Meister. Er trifft auf einen Shaolin Mönch und dessen Meister. Doch dieser weigert sich, Sun zu unterrichten. Erst als ein ehemaliger Schüler des Meisters, Golden Wheel Lama (Chen Shan), auftaucht und Unruhe stiftet, wird Sun vom Shaolin Meister im Kampf geschult…

Meine Meinung:

Als ich Shaolin Vs. Lama vor ca. zehn Jahren das erste Mal sah, kannte ich mich in dem Genre deutlich weniger gut aus. Ich hätte wohlmöglich nicht Mal den Unterscheid zwischen Mandarin und Kantonesisch bemerkt und/oder die Unterscheide von einem HK- zu einer taiwanesischen Produktion festgestellt.

Auch Star Alexander Lo Rei kannte ich damals noch nicht und Medien wie LD oder VHS sammelte ich noch nicht. Alexander Lo Rei, Taiwanese und Kämpfer (gewann Ende der 70er Jahre in Taiwan den Finalkampf in einem Taekwondo Turnier), ist in meinen Augen ein grosser Star des taiwanesischen Kinos, gerade was die ganzen 80er Jahre Ninja Filme angeht, ist er sinnbildlich für dessen Qualität. Was das Kino aus Taiwan angeht kommen mir nebst Alexander Lo Rei noch Namen wie Ulysses Au-Yeung Jun (The Nude Body Case in Tokyo), Elsa Yang (The Challenge of the Lady Ninja), Chan Sing (Who Knows About Me), Pearl Cheung Ling (Wolf Devil Woman), King Hu (A Touch of Zen) oder Lam Siu-Lau (The Child of Peach) in den Sinn, wobei auch die Alexander Lo Rei und Lam Siu-Lau Zusammenarbeiten nicht uninteressant sind (Magic Warriors, The Magic Amethyst, Emergency Police Lady oder Kung Fu Student) sowie Anfang der 90er Jahre Triaden/Actionfilme im modernen Setting (Revanchist, Bloody Brothers, Yellow Rain, Life Is a Bet).

Alexander Lo Rei, der auch heute noch im Filmgeschäft tätig ist, zwischenzeitlich auch als Action-Choreograph und Regisseur arbeitete, ist aber sicherlich am bekanntesten für seine ganzen Ninja- und Shaolin Filme Mitte der 80er Jahre. Da gab es viele Titel und Alternativtitel, so dass es manchmal nicht leichtfällt, die Filme zu unterscheiden. Da wären Titel wie Shaolin Temple Against Lama (Highlight – steht noch als HK LD auf meiner Wunschliste da ich eine Mandarin Fassung möchte), Shaolin Chastity Kung Fu (sehr gut, auch hier liegt mir leider keine O-Ton Fassung vor), Ninja Kids (steht auf Wunschliste), Shaolin Vs. Ninja (habe ich als sehr gut in Erinnerung, schaute ich aber zu der Zeit, als mir Lo Rei noch kein Begriff war, ggf. muss ein Upgrade her, auch die Fassung betreffend), The Super Ninja (macht viel Spass), Ninja Vs Shaolin Guards (Highlight), Ninja Hunter (Highlight), Secret of Ninja (bei uns bekannt als Mafia Vs. Ninja = Highlight), Ninja in USA (lahmer Beginn, dann wird es besser, steht noch als HK LD auf der Wunschliste), Ninja - The Final Duel (auf hkmdb auch als «Mafia vs Ninja» gelistet…) oder Ninja, the Battalion (Durchschnitt, da Flickwerk aus diversen Filmen zusammengestellt).

Shaolin Vs. Lama gehört auch in die Kategorie Highlight! Der Film ist ein echter Knaller. Es gibt sicherlich alle fünf bis zehn Minuten Kampf- oder Trainingsszenen zu sehen, die vor allem bodenständig und realistisch choreographiert wurden. Trotz wenig Budget überzeugt der Old School Kung Fu Film (oder Wald-und-Wiesen Klopper) durch spektakuläre, qualitativ hochwertige Actionszenen, die jeden Martial Arts Film Fan zufriedenstellen dürfte. Alexander Lo Rei gibt in den Kampfszenen alles und sein Talent und Kampfkönnen sieht man ihm in jeder Szene an. Charismatischer Held, den er verkörpert. Auch die anderen Figuren (Shaolin Meister und sein Schüler) überzeugen – auch in den Kampfszenen. Der Bösewicht des Filmes ist ebenso überzeugend wie herrlich fies und nicht weniger charismatisch als Alexander Lo Rei: Chen Shan spielt den Bösewicht und das Finale toppt dann nochmals alles davor Gezeigte in Sachen Kämpfe und Choreographie. Chen Shan war mir bis vor kurzem kein Begriff, doch habe ich schon etliche Filme gesehen, in denen er mitwirkte. Bewusst aufgefallen ist er mir erst in dem CAT. III Film No Guilty (auch mit Alexander Lo Rei), in welchem er einen nekrophilen Frauenmörder und Sohn von Ku Feng spielt, auf dessen Spur die Polizei kommt inklusive einiger toller Kampfszenen (vor allem im Finale).

Chen Shan gab der Homepage kungfukingdom.com ein Interview und endlich erfährt man mehr von ihm: in Korea geboren, guckte als Kind mit Schulfreunden The One-Armed Swordsman und Golden Swallow.

Zitat aus dem Interview:

«Since Jimmy Wang’s movie was such a big hit, the following movies by Pei-Pei Cheng and Lisa Chiao Chiao were popular too, but Jimmy Wang was still the biggest hero for the boys. David Chiang, Lung Ti and Kuan-tai Chen later all made some good movies, but we still loved Jimmy Wang. When I was in my second year of high school however, everything changed as Bruce Lee came up, then everyone in school was imitating him!»

Quelle:
http://kungfukingdom.com/interview-with-chang-shan/

Grossartig und nachvollziehbar! Weitere Infos aus dem Interview: 1978 gewann er ein Turnier («Second World Kung Fu Tournament») und kam dadurch zum Film (wie so viele andere auch: Chen Kuan-Tai, Alexander Lo Rei etc.), in Shaolin Vs. Lama brach er den Finger und drehten weiter (deshalb kämpft er am Ende in einigen Szenen nur mit einer Hand), während den Dreharbeiten zum grossartigen Shaolin Temple Strikes Back (auch hier spielt er den Bösewicht) verliess er das Set für vier Tage und flog nach Südkorea und zwang so die Produktion für vier Tage zum Stillstand, in Of Cooks and Kung Fu stand der Held nach einem Schlag von Chen Shan für zehn Minuten nicht mehr auf, in Kickboxer beeindrucke er Yuen Biao so sehr, dass die einzige gedrehte Kampfszene im Film blieb obwohl er keine grosse Rolle spielte.

Das bei der Vielzahl an Action- und Trainingsszenen die Story relativ dünn angehaucht ist, ist nicht überraschend und auch nicht störend. Solche Filme schaut sich der Fan auch nicht wegen eines originellen Drehbuchs (sofern es für Shaolin Vs. Lama überhaupt eines gab) an, sondern wegen der tollen Action, und davon gibt es im Film reichlich, wenn Held/»Shaolin» (Alexander Lo Rei) Vs. Bösewicht/»Lama» (Chen Shan) kämpfen!

Fazit: Klare Empfehlung für alle Old School Kung Fu Fans! Highlight in der Karriere von Alexander Lo Rei und Chen Shan!

Infos:

O: Shao Lin Dou La Ma

Taiwan 1983

R: Lee Tso-Nam

D: Alexander Lo Rei, Chen Shan, Wong Chi-Sang, Sun Jung-Chi, William Yen, Chang Chi-Ping

Laufzeit der UK DVD: 90:25 Min.

Erstsichtung: Juni 2009 / Review überarbeitet: 21.06.18

Fassungen: Auf der Suche nach einer O-Ton Fassung in Mandarin wurde ich zwei Mal enttäuscht: die Thai. DVD (Shop Angabe beim Ton = Chinese = noch nicht sicher ob es Mandarin ist, könnte auch Kantonesisch sein) war defekt und ist out of Stock und das US-VHS von Tai Seng (soll in Kantonesisch sein) wurde nicht geliefert sondern stattdessen das US-VHS von ace = nur Englisch Dubbed = kann ich genauso gut bei der UK DVD von RBF oder US-DVD von Videoasia bleiben (US DVD wird wegen anderen Filmen in der Box behalten). Eine dt. Fassung gibt es nicht und eine HK VCD oder LD sind mir nicht bekannt (Stand: Juni 2018). Nachtrag 02.09.18: In Fankreisen macht nun eine Fan Version als Download die Runde. Facts: 

- Widescreen 16:9 Präsenation im Seitenverhältnis von 2:35.1 
- Farbkorrigiert (Master)
- Ungeschnitten (aber enthält nicht die exklusiven Szenen der Korea Fassung
- 93 Min.
- Bonus: US und Korea Trailer, Slideshow, längerer Vorspann/Credtis, Extra-
  Szenen
- Mandarin/Englisch mit englischen Subs
- Master wurde aus drei verschiedenen Mastern zusammengestellt
- Drei Min. länger als die regulären Fassungen auf DVD
- Eine eigene Cover-Art Kreation kann zusammen mit dem Download für fünf 
  Doller erworben werden

Projektarbeit von meinem Südkorea-Dealer, dem kanadischen Künstler Mathieu St-Pierre.

Das weisse Drachenschwert Review



Das weisse Drachenschwert

Story:

Liu Lan (Liu Xiao-Hong), auf der Suche nach dem weissen Drachenschwert, welches einst ihrem Vater gehörte, will damit die Geschichte verändern und die Rebellen mobilisieren, die tyrannische Regierung zu stoppen. Doch Feinde und Verräter lauten an allen Ecken und Kanten…

Meine Meinung:

Das weisse Drachenschwert ist eine seltene Festlandproduktion aus China. Während die heutigen Produktionen aus China ungeniessbar sind (Propaganda, miese CGI Effekte, zu viel Drama, 08/15 Inhalte, zu sehr an Hollywood erinnernd, paar AltStars mit vielen wenig charismatischen China-Darstellern...) sind die Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre Festland-Produktionen nicht uninteressant. Ich kenne jedoch nur vereinzelt 2-3 Titel und kann mich nur an einen namentlich erinnern (Lost Town - Das Duell der Schwertkämpfer).

Das weisse Drachenschwert wurde dem deutschen Fan nun Dank Schröder Media wieder schmackhaft gemacht. Wie dazumal ist der Film toll synchronisiert und liegt nur in deutscher Sprache vor. Die Story ist man als HK Filmfan schon gewöhnt – grössere Überraschungen bleiben aus. Das soll aber nicht gross bemängelt werden.

Der Film hat, wie andere Festland-Produktionen auch, Nachteile gegenüber den HK Martial Ars Filmen aus dieser Zeit: weniger Budget, keine wirklichen Stars, langsame Kampfszenen die zum Teil noch schlampig geschnitten sind, um das teilweise Nichtkönnen zu kaschieren. Die Darsteller wirken zwar bemüht, aber teilweise auch verkrampft, was ihr Schauspielkönnen angeht. Charisma sieht auch anders aus…

Die Kampfszenen wirken dadurch aber relativ realistisch und optisch eine Abwechslung bietend zu den HK-Filmen. Weiterhin positiv anzumerken nebst der bereits erwähnten, großartigen Sprachfassung sind die Drehorte in China – wunderschöne Aufnahmen aus dem Land werden dem Zuschauer präsentiert und gut in die Handlung, die im klassischen Setting spielt, eingeflochten (z.B. die enge Schlucht am Ende im Finale).

Fazit: kann man sich gut ansehen, aber im Vergleich zu den ersten Titeln, die Schröder Media in der Asia Line veröffentlicht hat, nahm die Qualität zuletzt ein bisschen ab. Trotzdem darf man gespannt sein, was noch alles in der Reihe erscheinen wird!

Infos:

O: Bai Long Jian

China 1987

R: Tian Jinfu

D: Liu Xiachong, Ji Qilin, Ma Zheng, Wang Shuqin

Laufzeit der dt. DVD: Ca. 88 Min.

Gesehen am: 18.06.18

Fassungen: Mir lag die dt. DVD von Schröder Media vor (Asia Line Vol. 13) = Wendecover, Uncut Fassung (Langfassung als Bonus) in Deutsch. Ehemals zensierte Szenen haben eine deutlich schlechtere Bildqualität. Die dt. Synchronisation ist gelungen. O-Ton mit Subs Fassungen (oder ohne) sind mir nicht bekannt (Stand: Juni 2018).

Neukauf










Kickboxer - Die Abrechnung
Dt. DVD. Abarbeitung meiner Wunschliste. 

Bloody Bloody Bible Camp
Slasher und Hommage an die 80er Jahre Slasher mit viel viel Sex und Blut. Kam zuerst im teuren Mediabook raus - nun regulär und Uncut für ca. 10 Fr. zu bekommen. Mit Reggie Bannister (Das Böse Reihe), Ron Jeremy (Ex-Porno Star der in vielen Troma Filmen mitwirkte) und Tim Sullivan (Regisseur von 2001 Maniacs). 

Mohawk
Dt. DVD. Abarbeitung meiner Wunschliste.