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Donnerstag, 23. Juli 2026

Za Karate 3

Za Karate 3

Story:

Tadashi Yamashita (Tadashi Yamashita) wird erneut zur Zielscheibe diverser Kämpfer (u.a. Donnie Williams) plus einen chinesischen Meister (Masafumi Suzuki) und dessen Tochter (Yoko Horikoshi)…

Meine Meinung:

Za Karate 3 ist der Abschluss und letzte Teil der Za Karate Reihe (Za Karate 1 + 2). Erneut führte Yukio Noda Regie und mit Tadashi Yamashita kehrte als Held der Stunde aus den Vorgängern zurück (inklusive Tadashis Meister, seinem Sidekick und auch dessen Kollegin). Ansonsten bleibt fast alles beim Alten: dünner Plot, diverse (z.T.) ausländische Kämpfer, die Tadashi Yamashita an den Kragen wollen, viel Overacting und Kampfszenen.

Dennoch vermag Za Karate 3 die Klasse und Qualität der beiden Vorgänger nicht zu erreichen. Trotz der kurzen Laufzeit von 86 Minuten gibt es einige lahme Hänger, irgendwie fehlt es dem Film im Gegensatz zu den Vorgängern am gewissen Etwas und das Budget schien ggf. auch kleiner, da kaum mehr blutige Make-Up Effekte zu sehen. Und am schlimmsten waren leider einige der Bösewichte. Die haben es zwar körperlich drauf d.h. die überzeugen zwar in den Kampfszenen, aber ihr Schauspiel ist peinlich, lachhaft, einfach schlecht. Das betrifft 2-3 der Bösewichte.

Leider sind davon auch der Finalendgegner und Hauptbösewicht betroffen. Donnie Williams (Battle Creek Brawl, Enter the Dragon) spielt diesen. Er spielt «Black Wolf» und seine Grimassen und seine zappelige Art und Weise sind mir von der ersten Szene mit ihm auf den Sack gegangen. Er hat mich genervt und ich habe mich für ihn fremdgeschämt. Schade. Da bot der 2. Teil mit Bolo Yeung einen deutlich besseren und charismatischen Bösewicht. Die Kampfszenen im Film sind ansonsten solide, Tadashi Yamashita macht das erneut sehr gut und die Settings für den Finalkampf sind toll anzusehen.

Fazit: Schwächster der drei Za Karate Filme!

Infos:

O: Za karate 3: Denkô sekka

Japan 1975

R: Yukio Noda

D: Tadashi Yamashita, Masafumi Suzuki, Yoko Horikoshi, Donnie Williams

Laufzeit der US-Blu: Ca. 86 Min.

Gesehen am: 23.07.26

Fassungen: Siehe Za Karate 2.

Sonntag, 14. Juni 2026

Za Karate 2

Za Karate 2

Story:

Tadashi (Tadashi Yamashita) will ein gestohlenes Schwert zurückholen. Doch die Bösewichte hetzen unzählige Killer (u.a. Gerald Carsons, Jerry Samson, Milan van Okan, Bolo Yeung, Tsutomu Harada, Toshio Tomogane) auf den blinden Tadashi und selbst sein Meister (Masafumi Suzuk) gerät in Gefahr, getötet zu werden…

Meine Meinung:

Za Karte 2 hat extrem viel Spass gemacht. Wer den ersten Film Za Karate bereits mochte, sollte sich auch unbedingt die Fortsetzung ansehen. Aus dem ersten Film kehren nebst Tadashi Yamashita, der nun mit der Tatsache, dass er blind ist, zu kämpfen hat, auch folgendes Trio zurück: Masafumi Suzuk, Shingo Yamashiro, Shinobu Suzuki. Die spielen u.a. die weibliche Rolle, den Meister und den Sidekick. Neu dazu, und das ist das Einzige, was ich etwas störend und unpassend fand, waren einige Kinder, wobei von denen vor allem Kenichi Ageo diverse Szenen bekommen hat. Ich habe nichts gegen eine Schar Kinder in einem Kaiju à la Gamera, aber bitte nicht in einem blutigen und überdrehten Toei-Karate-Action-Trash-Fest.

Ohne Kinderrollen wäre der Film ein Kracher geworden. Aber auch so macht der Film verdammt viel Spass. Der Film hat eine angenehm kurze Laufzeit von nur 86 Minuten. Es geht von Anfang an die Post ab und es gibt unzählige unterschiedliche Kämpfer mit unterschiedlichen Waffen. Diese sind herrlich überzeichnet und das Trash-Faktor macht viel Spass (die Frisur des Deutschen und ein Hakenkreuz darf dabei natürlich auch nicht fehlen). Die Kämpfe waren blutiger, als ich das erwartet hätte. Vor allem die Geheimtechnik der zehn Finger sorgte für zwei ungeheuer blutige Momente, die sich nicht hinter The Street Fighter und Co. zu verstecken brauchen.

Tadashi Yamashita gibt erneut eine starke Performance ab. Dieser hat eigentlich absoluten Kultcharakter. Er versteht es perfekt, den blinden Kämpfer zu mimen. Er überzeugt sowohl in Hand zu Hand Kämpfen inklusive des Einsatzes von diversen Waffen. Die drei Namen aus dem Vorgänger (Sidekick, Frau, Meister) treten etwas kürzer. Die Mehrheit der Szenen beinhaltet die schrillen Bösewichte und Kämpfer, die Tadashi an den Kragen wollen. Bolo Yeung (Bruce, Hong Kong Master, The Kung Fu Cook, Deadly Chase for Justice) ist dabei der stärkste der Bösewichte. Der Film ist toll gefilmt und von den Settings deutlich abwechslungsreicher als sein Vorgänger.

Fazit: Stark, aber lässt die Erwartungen für den dritten und letzten Teil der Reihe klar anwachsen!

Gefolgt von: Za Karate 3

Infos:

O: Za karate 2

Japan 1974

R: Yukio Noda

D: Tadashi Yamashita, Gerald Carsons, Jerry Samson, Milan van Okan, Bolo Yeung, Tsutomu Harada, Toshio Tomogane, Masafumi Suzuk, Shingo Yamashiro, Shinobu Suzuki, Kenichi Ageo

Laufzeit der US-Blu: Ca. 86 Min.

Gesehen am: 14.06.26

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von Severin Films = Uncut, O-Ton, englische Subs (wohl die weltweit erste offizielle Vö mit englischen Subs), hervorragende Bild- und Tonqualität. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Juni 2026).

Freitag, 1. Mai 2026

Za Karate

Za Karate

Story:

Bronson Lee (Tadashi Yamashita), Amerikaner japanischer Abstammung, macht es sich zum Ziel, in Japan ein Kampfturnier zu gewinnen und World Karate Champion zu werden. Doch Gangster machen ihm dabei das Leben schwer…

Meine Meinung:

Nach dem Erfolg von The Street Fighter mit Sonny Chiba (Karate for Life, 13 Steps of Maki, Yakuza Wolf 2) drehte Toei die Za Karate Reihe, die es, wie auch The Street Fighter, auf drei Teile brachte. In diesem Erstlingswerk, dem einzigen der Reihe, der es auch ins Ausland geschafft hat (mehr davon unter Fassungen), führte Yukio Noda (Soul of Chiba) Regie. Er inszenierte auch gleich die zwei Fortsetzungen und sein bekanntester Film dürfte Der Tiger von Osaka sein.

Der Film wartet mit Tadashi Yamashita als Hauptdarsteller und Held auf. Er wurde in Japan geboren, wuchs später in Okinawa auf ehe der sein Leben später in den USA verbrachte. Daher wird er auch im Film als Amerikaner japanischer Abstammung angesehen, der extra nach Japan geht, um den Wettbewerb zu gewinnen. Tadashi Yamashita ist dabei eine Art Kreuzung zwischen Bruce Lee (Schreie, an die Nase fassen), Sonny Chiba (Karatetalent) und Charles Bronson (Schnauz). Das ist auch der Grund, warum der Film in den USA als Bronson Lee Champion vermarktet wurde.

Zu Gute kommt Tadashi Yamashita, dass er auch im echten Leben ein Martial Artist ist. Er ist ein Karatekämpfer, was ihm im Film mehr als deutlich anzusehen ist. Zwar ist der Film nicht so effektiv und blutig wie z.B. The Street Fighter (was nicht bedeuten soll, dass mit Blut gespart wird), aber dafür war Za Karate fast noch unterhaltsamer und kurzweiliger als das «grössere Vorbild». Der Film ist mit seinen ca. 86 Minuten und dem simplen Plot einfach spassig und abwechslungsreich anzusehen. Tadashi Yamashita gibt einen wunderbaren Lead ab, die anderen Kämpfer sind allesamt hübsch überzeichnet und die Nebenfiguren bringen Herz und Humor in den Film.

Fazit: Super spassig und unterhaltsam. Gespannt auf die Fortsetzungen!

Gefolgt von: Za Karate 2

Infos:

O: Za Karate

Japan 1974

R: Yukio Noda

D: Tadashi Yamashita, Chong Men-Jo, Dale Ferguson, Steve Fisher, Yôko Horikoshi

Laufzeit der US-Blu: Ca. 86 Min.

Gesehen am: 01.05.26

Fassungen: Gesehen via The Bronson Lee Za Karate Collection von Severin Films (US-Blu-Ray) = Alle drei Teile in einer Collection mit Schuber. Region-A. Der erste Teil liegt erstmals, wie auch beide Fortsetzungen, in Japanisch mit englischen Subs vor. Die veränderte/in Gewalt zensierte US-Fassung von Za Karate (Bronson Lee Champion) liegt zudem ebenfalls restauriert vor (79 Minuten, Englischer Dub). Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Mai 2026). Als Extras gibt es u.a. Interviews mit Tadashi Yamashita. Dieses lohnt sich und läuft ca. 29 Minuten. 

Freitag, 20. Februar 2026

Prince of Space

 

Prince of Space

Story:

Ein Alien namens Ambassador Phantom (Joji Oka) warnt die Menschheit via Botschaft vor, dass sein Auftauchen bald bevorsteht. Ambassador Phantom will ein wichtiges Dokument in seinen Besitz bringen. Als das Raumschiff landet, hat die örtliche Polizei keine Chance. Plötzlich taucht ein unbekannter Held (Tatsuo Umemiya) auf, der den Kampf gegen das Alien aufnimmt…

Meine Meinung:

Aka Planet Prince. Erst nach der Sichtung las ich, dass es sich bei Prince of Space um den ersten von Toei produzierten Spielfilm handelt, der den gleichen Namen trägt, wie die 49 Episoden lange TV-Serie, auf der der Film basiert. Leider liegt im Set von Shout Factory (= Classic Tokusatsu Collection) nur der erste Film vor, was etwas schade ist. Die TV-Serie interessiert mich und landet auf der Wunschliste. Mal schauen ob es davon eine Komplette-LD-Box oder eine Gesamtbox auf DVD oder Blu-Ray gibt. Ich sah zumindest Bilder, die Monster beinhalten, welche so im Film nicht vorgekommen sind. Auch das Outfit der Figuren (des Helden oder des Hauptbösewichts) soll für den Film leicht verändert worden sein.

Um ehrlich zu sein habe ich von Prince of Space nicht viel erwartet, nachdem mir der letzte Film aus dem Set, den ich sah (Invasion of the Neptune Men), nicht wirklich sonderlich gut gefallen hat. Ich wurde jedoch gut und kurzweilig unterhalten. Das lag sicher auch an der kurzen Laufzeit von nur 57 Minuten. Aber ich fand, dass der Film nur wenig Längen hatte. Die Kinder kommen gar nicht so oft vor und nerven wenig. Die s/w-Bilder machten optisch einiges her und mit simplen Kameraeinstellungen wirkten die Effekte aufwändiger, als sie vielleicht waren. Auch die Tongeräusche knallen schön rein und ich hatte an den Effekten, Raumschiffen und Kämpfen zwischen dem Helden und dem Alien Freude.

Tatsuo Umemiya spielt den Helden solide. Er war in unzähligen Filmen zu sehen. Vor allem die Filme mit Kinji Fukasaku scheinen es ihm angetan zu haben. So wirkte er z.B. in Yakuza Graveyard, Cops vs. Thugs, Graveyard of Honor oder Battles Without Honor and Humanity: Proxy War mit. Joji Oka spielt den Bösewicht und auch er macht seine Sache solide. Ansonsten gibt es keine grösseren Hauptfiguren. Der Plot schreitet zielstrebig seinem zum Teil offenen Ende entgegen. Die Musik passt. Der Film wurde für ein kindliches Publikum entwickelt. Dementsprechend fällt die Musik aus und der Film ist auch harmlos. Die Effekte haben jedoch Charme.

Fazit: Fans von jap. Sci-Fi Serien und Filmen können einen Blick riskieren!  

Gefolgt von: Planet Prince - The Terrifying Spaceship

Infos:

O: Yusei oji

Japan 1959

R: Eijirō Wakabayashi

D: Tatsuo Umemiya, Ushio Skashi, Joji Oka, Hiroko Mine, Takashi Kanda

Laufzeit der US-Blu: Ca. 57 Min.

Gesehen am: 20.02.26

Fassungen: Bei der US-Blu-Ray namens Prince of Space handelt es sich lediglich um den ersten von Toei produzierten Spielfilm, der auf der gleichnamigen 49 Episoden langen TV-Serie basiert. Die Blu-Ray stammt von Shout Factory und wurde in der Classic Tokusatsu Collection veröffentlicht. Im Gegensatz zu früheren US-Releases (z.B. die Dark Sky Films Version) handelt es sich um die echte japanische Fassung = Uncut, jap. O-Ton, englische Subs. Die Bild- und Tonqualität sind sehr gut. Der 2. Spielfilm scheint es ausserhalb Japans mit englischen Subs nicht zu geben. Schade. Mal schauen, in welcher Form die TV-Serie veröffentlicht wurde. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Feb. 2026).

Dienstag, 20. Januar 2026

Japan Organised Crime Boss

Japanuary 2026

Japan Organised Crime Boss

Story:

Kôji Tsuruta (Tetsuo Tsukamoto) wird nach acht Jahren Gefängnis entlassen. Das Yakuza-Mitglied findet sich mitten in einem Yakuza-Krieg wieder. Zwei Banden kämpfen um die Vorherrschaft in Yokohama. Als Kôjis Boss ermordet wird, tritt er in dessen Fussstapfen und nimmt den Kampf auf…

Meine Meinung:

Japan Organised Crime Boss ist ein weiterer Yakuza-Film von Kinji Fukasaku (Wolves, Pigs and Men, Yakuza Graveyard, Hokuriku Proxy War). Die Ende der 60er Jahre Produktion hat mir sehr gut gefallen. Inhaltlich hat mich der Streifen an Kinji Fukasakus Film-Reihen Battles Without Honor and Humanity sowie New Battles Without Honor and Humanity erinnert. Japan Organised Crime Boss geht es ernster, dramatischer und ruhiger an, als andere Yakuza-Filme des Regisseurs.

Der Film hat einen simplen Plot, der mir jedoch, auch aufgrund der tollen Figurenzeichnung und der Dramatik, gut gefallen hat. Dazu passt dann auch das nihilistische, aber für Kinji Fukasaku typische und wenig überraschende Ende. Tetsuo Tsukamoto gibt einen wunderbaren Lead ab. Er, der noch an Ideale, Ehre und Ehrenkodexe denkt, sieht sich Mitten in einem Yakuza-Krieg wieder, der seine Opfer fordert. Stark gespielt. Auch der restliche Cast um Ryōhei Uchida, Bunta Sugawara und Tomisaburō Wakayama überzeugt. Der Film ist toll besetzt.

Bunta Sugawara (Street Mobster, Cops Vs. Thugs), oft im Yakuza-Kino von Kinji Fukasaku Zuhause, ist diesmal nur in einer kleinen Nebenrolle zu sehen. Ryōhei Uchida (Bakeneko: A Vengeful Spirit, Yakuza Wolf 2, Samurai Wolf), der Tetsuo Tsukamoto Blutsbruder spielt, macht das sehr gut. Ihm zur Seite steht der durchgehallte Yakuza-Boss Miyahara, gespielt vom grossartigen und wandelbaren Tomisaburô Wakayama (Sympathy for the Underdog). Spielte Tomisaburô Wakayama in Sympathy for the Underdog einen einarmigen, so spielt er hier einen drogensüchtigen Boss. Ein einarmiger kommt im Plot von Japan Organised Crime Boss dennoch auch zum Zuge. Die Action-Szenen sind blutig anzusehen und der Film ist optisch allgemein wunderschön anzusehen (vor allem die Sequenzen im Regen).

Fazit: Für Kinji Fukasaku und Yakuza-Fans Pflichtprogramm!

Infos:

O: Nihon boryoku-dan: Kumicho

Japan 1969

R: Kinji Fukasaku

D: Tetsuo Tsukamoto, Bunta Sugawara, Ryôhei Uchida, Noboru Ando, Tomisaburô Wakayama

Laufzeit der UK-Blu: 96:17 Min.

Gesehen am: Jan. 2026

Fassungen: Mir lag die UK-Blu von Radiance vor = Wendecover, Booklet, Uncut Fassung, O-Ton, Englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Es gibt ein Extra, indem Kinji Fukasaku über sein Leben erzählt. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2025).

Donnerstag, 8. Januar 2026

Yakuza Wolf 2

 
Japanuary 2026

Yakuza Wolf 2

Story:

Ein Waffenhändler (Sonny Chiba) wird verraten und wandert ins Gefängnis. Zusammen mit einem anderen Insassen (Tatsuya Fuji) gelingt ihm die Flucht aus dem Gefängnis. Er tut sich mit anderen Gangstern zusammen und plant, sich an seinem früheren Boss (Mikio Narita) für den Verrat zu rächen…

Meine Meinung:

Yakuza Wolf 2 hat nichts mit dem 1. Teil zu tun. Yakuza Wolf 2 erzählt eine eigene, neue Geschichte und wartet mit neuen Figuren auf. War ich vom ersten Film etwas enttäuscht, so muss ich sagen, dass auch der 2. Teil kein Kracher ist. Aber enttäuscht war ich nicht. Der Film ist in einer Collection (The Sonny Chiba Collection von Shout Factory) gut aufgehoben. Der Film ist solide und kurzweilig, aber halt einfach nichts Besonderes.

Der Film ist etwas zu lustig und zu harmlos. Leider fungieren auch einige der Helden viel zu naiv (z.B. erschiessen die Bösewichte nicht, da unbewaffnet und lassen sich dann von den Bösewichten abknallen) und es war schade, dass z.B. Tatsuya Fuji stirbt. Da hätte es in Sonny Chibas Gang andere Gewischter gehabt, welche weniger charismatisch waren als der Schnauzer. Sonny Chiba (The Executioner II: Karate Inferno) selbst macht das hingegen sehr souverän und Reiko Ike (Cops vs. Thugs), Star aus Sex and Fury und Female Yakuza Tale (wohl beides ihre besten Arbeiten), darf hier mit ihren Reizen spielen (jedoch nur in einer kleineren Nebenrolle).

Der Film ist anspruchslos unterhaltsam und dank der kurzen Laufzeit von nur knapp 85 Min. schnell vorbei. Der Plot ist dabei nur Mittel zum Zweck. Es gibt zwar viel Action, aber leider war der Film in der Hinsicht sehr harmlos und praktisch unblutig. Es wird zwar viel geschossen oder Figuren auch abgestochen (mit diversen Waffen und Gimmicks wie Messern, einer Hakenhand und Co.) aber blutig wird es dabei nicht. Das ist schon etwas schade und schmälert z.B. das actiongeladene Finale. Auch die finale Konfrontation zwischen Sonny Chiba und seinem Gegner Mikio Narita (Female Prisoner #701 Scorpion: Beast Stable, Hanzo the Razor 3: Who's Got the Gold?) war viel zu schnell vorbei.

Fazit: Kein Must See Titel und nur für Hardcore Sonny Chiba Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Ôkami yakuza: Tomurai wa ore ga dasu

Japan 1972

R: Buichi Saitô

D: Sonny Chiba, Tatsuya Fuji, Tsunehiko Watase, Shinzō Hotta, Reiko Ike, Mikio Narita, Asao Uchida, Ryōhei Uchida

Laufzeit der US-Blu: Ca. 85 Min.

Gesehen am: Jan. 2026

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von Shout Factory (The Sonny Chiba Collection) vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2026).

Mittwoch, 7. Januar 2026

Love & Crime

Japanuary 2026

Love & Crime

Story:

Ein Forensiker (Teruo Yoshida) untersucht den Leichnam seiner Frau. Danach erzählt er dem Zuschauer vier True-Crime Vorfälle, die Japan erschüttert haben und in deren Zentrum Frauen standen:

The Toyokaku Inn Incident:

1957: Kunie Munakata (Rika Fujie) will um jeden Preis ein Hotel besitzen, koste es was es wolle. Sie stellt sogar ihren Liebhaber (Takashi Fujiki) ein, um ihrem Ziel näher zu kommen. Dafür geht sie auch über Leichen…

The Abe Sada Incident:

Teruo Yoshida führt mit Sada Abe, die ihrem Lover den Penis abschnitt, auf einer Brücke in Tokyo ein Interview. Danach erzählt der Film zwei kurze Geschichten über zwei Männer (Toru Yuri und Akira Oizumi), die von ihren Frauen (Asano Kanamori) die Penisse abgeschnitten bekommen haben.

The Kodaira Incident:

Während dem 2. Weltkrieg geht ein Vergewaltiger und Serienmörder (Asao Koike) um…

Oden Takahashi:

1879: Takahashi Oden (Teruko Yumi) wird für einen Mord zum Tod durch Enthauptung verurteilt…

Meine Meinung:

Als ich den Film im Nov. 2006 sah, vor 20 Jahren, lag mir nur eine Japanisch gesprochene Fassung ohne (englische) Untertitel vor. Für den Inhalt von Love & Crime, der eine Rahmenhandlung und dazu vier True Crime Verfilmungen erzählt, sind verständliche Untertitel wichtig. Ansonsten ist das Sehvergnügen definitiv eingeschränkt und wirr. Erst 88 Films haben dem Film im Januar 2025 eine offizielle Vö mit englischen Untertiteln spendiert.

Der Film von Teruo Ishii (Yakuza Law, Bohachi Bushido: Code of the Forgotten Eight, Japanese Hell) gehört zur Tokugawa-Reihe. Ich würde meinen, dass der Film zusammen mit Yakuza Law, ebenfalls ein Episodenfilm, zu den weniger sehenswerten Beiträgen in der Reihe gehört. Der Film kommt nur knapp in die Sammlung. Im Vergleich zu anderen Beiträgen der Reihe (Shoguns Joy of Torture, Oxen Split Torturing) geht es in Love & Crime harmloser zu. Inhaltlich geht es um Frauen, die Opfer begehen oder zu Opfern werden.

Der Einstieg in den Film war etwas «cheesy», mit dem «Pathologen», dem plötzlich seine eigene Frau auf dem Seziertisch liegt und der danach anhand True Crime Fällen herausfinden will, wie es so weit kommen konnte. Die erste Episode war fast die beste. Solider Mix aus etwas Sex, Sleaze, blutigen Momenten und optisch gelungenen Szenen (wie sie ihren Lover am Ende absticht und das Feuer). Danach wird es bizarr, als der Film die echte Abe Sada präsentiert und sie einige Dinge erzählt. Danach folgen zwei Kurzgeschichten über Männer, die von ihren Frauen entmannt werden.

The Kodaira Incident, die Episode die nur in s/w gefilmt wurde, erinnert leicht an den Shaw Brothers Film The Criminals 5 – The Teenager’s Nightmare und dessen zweite Episode The Teenager’s Nightmare. Dreckig und schmuddelig geht es zu, wenn der Vergewaltiger am Ende das junge Mädchen tötet. Das ist inhaltlich vielleicht die härteste Episode. Die letzte war eher kurz, aber gefiel vor allem optisch. Und es gab einige tolle Make-Up Effekte (das entstellte Gesicht). Die Enthauptung vor verschneiter Kulisse und in Zeitlupe wurde optisch wunderschön inszeniert. Das können die Japaner einfach.

Fazit: Wer keine Ansprüche hat und True Crime Inhalte mit etwas Sex, Blut und Sleaze mag, kann einen Blick riskieren.

Gefolgt von: Orgies of Edo

Infos:

O: Meiji · Taishô · Shôwa: Ryôki onna hanzaishi

Japan 1969

R: Teruo Ishii

D: Rika Fujie, Takashi Fujiki, Teruo Yoshida, Toru Yuri, Akira Oizumi, Abe Sada, Asano Kanamori, Asao Koike, Teruko Yumi

Laufzeit der UK-Blu-Ray: 92:18 Min.

Gesehen am: Nov. 2006 / Neusichtung: Jan. 2026

Fassungen: Ich sah den Film vor 20 Jahren als japanische DVD ohne verständliche Untertitel. Später kamen die Franzosen mit ihrer Vö = noch immer (für mich) ohne verständliche Untertitel. Erst 88 Films schaffte mit ihrer UK-Blu-Ray Vö Abhilfe. Für die Neusichtung lag die UK-Blu Ray vor = Wendecover, Booklet, DVD & Blu-Ray zum Film, O-Ton, englische Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität sowie Uncut. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2026).

Freitag, 2. Januar 2026

The Great Chase

 
Japanuary 2026

The Great Chase

Story:

Die Rennfahrerin Shinobu Yashiro (Etsuko Shihomi) arbeitet für den japanischen Geheimdienst. Nun arbeitet sie an einem Fall, der Drogenschmuggel beinhaltet. Und die Täter sollen auch für den Mord an ihrem Vater verantwortlich sein…

Meine Meinung:

The Great Chase ist 70er Jahre Exploitation von Toei von Norifumi Suzuki, der einige beachtliche Filme realisiert hat (School of the Holy Beast, Star of David: Beauty Hunting, Sex & Fury). Ich hatte vielleicht etwas zu viel und/oder falsche Erwartungen, so dass ich mir am Ende mehr vom Film versprochen hätte. Aufgrund Etsuko Shihomi (Soul of Bruce Lee, Message from Space, The Executioner II: Karate Inferno) als Hauptfigur wird The Great Chase natürlich oft mit ihren Sister Street Fighter vergleichen und auch in die gleiche Kerbe geworfen.

Ich muss jedoch sagen, dass mir die Sister Street Fighter Filme (vor allem die ersten drei Filme der Reihe) im Vergleich doch eine ganze Stufe besser gefallen haben als The Great Chase. Auch 13 Steps of Maki mit Etsuko Shihomi war nochmals ein anders Kaliber. Daher war ich von The Great Chase etwas enttäuscht. Der Gewalt- und Blutlevel ist viel kleiner, der Film ist gar zu lustig und die Mehrheit der ganzen Verkleidungsszenen von Etsuko Shihomi gefielen mir nicht, da die Gangster dabei einfach viel zu naiv agiert haben. Der Einsatz von Saxophon-Musik entsprach auch nicht meinem musikalischen Geschmack.

Einzelne der Kritikpunkte könnten bei einer zukünftigen Zweitsichtung mit angepassten Erwartungen in der Zukunft weniger stark ins Gewicht fallen (Kleine Blutmenge, der Humor). Der knapp 80minütige Film ist nämlich zu keiner Sekunde langweilig und versucht, viel zu bieten. Das «Highlight» ist sicher der als Bär verkleidete Bösewicht, dem eine Kollegin von Etsuko Shihomi zum Opfer fällt und welche vor den Augen ihres gefesselten Bruders vergewaltigt wird. Das ist sozusagen die einzige fiese Szene des ganzen Filmes. Mit dem «Bär» liess sich jedoch auch auf dem Filmplakat wunderbar werben!

Fazit: Erreicht nicht die Qualität und Klasse von The Sister Street Fighter oder 13 Steps of Maki, aber es wird noch immer gute und kurzweilige Karate-Action mit Bond-Motiven geboten, um unterhalten zu können!

Infos:

O: Karei-naru tsuiseki

Japan 1975

R: Noribumi Suzuki

D: Etsuko Shihomi, Bin Amatsu, Mach Fumiake, Eiji Gô

Laufzeit der US-Blu: Ca. 83 Min.

Gesehen am: Jan. 2026

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von Neon Eagle vor = Schuber, Booklet, Wendecover, weltweite Blu-Ray Premiere, wohl auch die erste Vö mit englischen Subs (Japanischer Ton), Uncut, exzellente Bild- und Tonqualität. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2026).

Mittwoch, 7. Mai 2025

Eight Men to Kill

Eight Men to Kill

Story:

Geheimagent Shikoro Ichibei (Tomisaburô Wakayama) wird beauftragt, eine gestohlene Ladung Gold zu finden…

Meine Meinung:

Eight Men to Kill ist nach Ling Fung - Das glorreiche Schwert und The Fort of Death der dritte und letzte Teil der japanischen «The Bounty Hunter Trilogy» mit Superstar Tomisaburô Wakayama (Samurai Reincarnation, New Battles Without Honor and Humanity 1, Okami - Das Schwert der Rache) in der Hauptrolle. Im Gegensatz zum Vorgänger führte wieder The Street Fighter Regisseur Shigehiro Ozawa (Sister Street Fighter: Fifth Level Fist) Regie. Das zahlte sich aus. Der Film ist dem lahmen Vorgänger überlegen.

Nach dem zweiten Teil hatte ich schon leichte Bedenken und Befürchtungen, dass sich auch die nächste Fortsetzung als «Miss» darstellen würde. Zum Glück war das nicht der Fall. Der Plot ist sehr simpel und im Grossen und Ganzen ist der Film unterhaltsam. Etwas, was ich sehr mochte, waren die vielen Italo-Western Vibes. Die waren ziemlich cool. Zudem macht Tomisaburô Wakayama als Antiheld, wie schon in den Vorgängern, eine starke Figur. Sehr überzeugend. Sowohl in den Action-Momenten, wie auch schauspielerisch.

Auch der restliche Cast ist gelungen. Die Action-Szenen bestehen aus wenigen Shoot-Outs (relativ unblutig und nicht wirklich effektiv) und wenigen Schwertkampfszenen. Diese sind sehr blutig geraten. Das gefiel mir auch. Der Film wartet zudem mit einem Schuss Sex, nackter Haut und Sleaze auf. Es gibt eine Kampfszene, die fast eine nackte Frau beinhaltet. Das erinnerte an Filme wie Ninja: The Final Duel und Co. und machte die Szene definitiv sehenswerter. Etwas, was leicht enttäuschend war, war das Finale. Das war, bis vielleicht auf die Szene mit dem Jungen, doch etwas schwach und unspektakulär.

Fazit: Sehenswerter Abschluss der Bounty Hunter Reihe!

Infos:

O: Shokin kubi: Isshun hachi-nin giri

Japan 1972

R: Shigehiro Ozawa

D: Tomisaburô Wakayama, Sayoko Katô, Minoru Ôki, Shigeru Amachi, Maki Kawamura, Tatsuo Endô, Toshihaki Minami, Kenji Imai

Laufzeit der UK-Blu: 88:02 Min.

Gesehen am: 16.02.25

Fassungen: Gesehen via The Bounty Hunter Trilogy (UK-Blu-Ray von Radiance Films) = Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs vorhanden. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Feb. 2025).

Samstag, 12. Oktober 2024

A Haunted Turkish Bathhouse

Horroktober 2024

A Haunted Turkish Bathhouse

Story:

Japan, Tokyo:

Die Politik/Regierung verbietet im Jahr 1958 die Prostitution. Ein Bordellbesitzer Ehepaar ändert ihr Geschäftsmodell. Offiziell sind sie nun kein Bordell mehr, sondern ein türkisches Badehaus. Jede Angestellte kann dort Kunden massieren und natürlich dennoch dem horizontalen Gewerbe nachgehen. Alle Prostituierten sind voller Elan bei der neuen Geschäftsidee dabei, nur Yukino (Naomi Tani) nutzt die Gesetzesänderung, um der Branche der Rücken zu kehren. Doch ihr Ehemann (Hideo Murota), der bei Gangstern Schulden und in Wahrheit mit der Bordellbesitzerin (Tomoko Mayama) eine Affäre pflegt, plagen Schulden. So schickt er Yukino zum Geldverdienen ins türkische Badehaus. Da schwanger wird sie von ihrem Ehemann so lange verprügelt, bis sie stirbt. Im Badehaus wird sie eingemauert. Später muss auch der Ehemann der Bordellbesitzerin dran glauben. Kompliziert wird es, als Yukinos Schwester (Misa Ohara) im Anwesen auftaucht und es Yukinos Ehemann auf die nun vaterlose Tochter (Terumi Azuma) des ehemaligen Bordellbesitzers abgesehen hat. Da taucht auf einmal ein Katzen-Geist auf. Die Zeit der Rache ist gekommen…

Meine Meinung:

A Haunted Turkish Bathhouse ist sehenswerte und wilde Exploitation-Unterhaltung der Toei-Studios von Wolf Guy Regisseur Kazuhiko Yamaguchi (Sister Street Fighter, Karate for Life, Delinquent Girl Boss: Worthless to Confess) und mit dem Nikkatsu-Erotik-Star Naomi Tani (Flower & Snake, In den Krallen der Yakuza, Madame O) in der Hauptrolle. Dass der Film mit solchen Zutaten erfolgreich sein würde, versteht sich von selbst. Schön zu sehen, dass Nikkatsu Darsteller auch in anderen Filmstudios Filme drehen gehen durften.

Es ist eine kleine Schade, dass solche Perlen dem westlichen Publikum vorenthalten werden. Es ist schön, wenn sich unabhängige Labels solchen Streifen annehmen, um sie auch einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. A Haunted Turkish Bathhouse hat wirklich Spass gemacht. Und was ich nicht wusste, ist die Tatsache, dass es eine Cat-Ghost-Film ist. Davon gab es in Japan einige. Und auch andere asiatische Länder (Südkorea) haben Filme mit rächenden Katzen Geistern in die Kinos gebracht. Man denke da nur an Titel wie The Ghost Cat and the Mysterious Shamisen, Black Cat Mansion, A Remodelled Beauty, A Bloodthirsty Killer oder Kuroneko, nur um paar wenige Titel zu nennen.

A Haunted Turkish Bathhouse bietet Gangster, Intrigen, nackte Haut, Katzen-Geister, Rache-Geschichten, Morde, Folter, Bluteffekte und Affären inklusive unpassenden Klamauk (leider in 2-3 der Nacktszenen, so dass diese weder ästhetisch noch erotisch wirken). Der Film wirkt hier und da fast überladen, was ihn aber auf der anderen Seite auch kurzweilig und abwechslungsreich macht (bei einer angenehm kurzen Laufzeit von nur 80 Minuten). Langweilig wird es nie. Das Katzen-Make-Up ist toll und auch wenn sich die Effekte mehrheitlich auf etwas rote Farbe beschränken, gibt es dennoch den ein oder anderen tollen Bluteffekt zu sehen (Katze, die enthauptet wird).

Naomi Tani hat ihre Sache ordentlich gemacht. Sowohl als Mensch, wie auch später als rächender Geist. Etwas nackte Haut darf sie auch präsentieren. Ihre Folter-Szenen gehen Richtung Bondage und sind im Gegensatz zu späteren Nacktszenen anderer Figuren ästhetisch in Szene gesetzt. Andere Stars wie Tomoko Mayama (Ling Fung - Das glorreiche Schwert, Okami – Das Schwert der Rache), Terumi Azuma (auch ein Nikkatsu-Erotik-Star) oder Hideo Murota (Samurai Reincarnation, Sister Street Fighter: Hanging by a Thread, Yakuza Wolf: I Perform Murder) machen ihre Sache ordentlich. Leicht schade ist es, dass Terumi Azuma keine der Prostituierten spielt und somit kaum nackt zu sehen ist.

Fazit: Für Fans der wilden Toei 70er Jahre Produktionen à la Wolf Guy, Curse of the Dog God und Co. uneingeschränkt zu empfehlen!

Infos:

O: Bakeneko Toruko furo

Japan 1975

R: Kazuhiko Yamaguchi

D: Naomi Tani, Hideo Murota, Tomoko Mayama, Misa Ohara, Terumi Azuma

Laufzeit der US-Blu-Ray: 80:37 Min.

Gesehen am: Okt. 2024

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von Mondo Macabro vor = O-Ton, englische Subs (weltweit erste Fassung mit englischen Subs), Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Okt. 2024).

Freitag, 13. September 2024

The Execution Game

The Execution Game

Story:

Narumi (Yûsaku Matsuda) wird von einer Frau verraten, entführt und gefoltert. Für die Täter muss Narumi nun einen Job übernehmen: er soll einen Profikiller, der wie Narumi selbst bekannt und gefürchtet ist, eliminieren…

Meine Meinung:

Der dritte Teil der «Game Trilogy» ist der beste Teil der Reihe und schlägt die Vorgänger The Most Dangerous Game und The Killing Game. Nur dem dritten Teil verdanken es die Vorgänger, in die Sammlung aufgenommen zu werden (da alle drei Filme auf zwei Discs in einem Set). Ansonsten hätte ich die ersten zwei Teile entsorgt/verkauft. Obwohl Regie (Tôru Murakawa) und Hauptstar (Yûsaku Matsuda) in allen drei Filmen gleich und Tôru Murakawa die gleiche Figur spielend, war der dritte Teil eine positive Überraschung.

Der Film wirkt irgendwie aufwändiger und vor allem künstlerisch anspruchsvoller. Mehr Richtung Arthouse und gehobene Klasse. Zuweilen fühlte ich mich gar an die sehenswerten Filme von Seijun Suzuki (Teenage Yakuza, Yumeji, Tokyo Drifter) oder Joe Shishido (Danger Pays, Branded to Kill, Youth of the Beast, Detective Bureau 2-3: Go to Hell Bastards!) und Co. erinnert. Zudem wurde ich erst hier mit Yûsaku Matsuda als Antiheld warm. Das hätte ich, um ehrlich zu sein, nicht erwartet.

Yûsaku Matsuda spielt zwar immer die gleiche Figur, aber die Geschichten der Vorgänger sind unzusammenhängend. Es spielt also keine Rolle, ob Vorgänger ausgelassen werden und/oder in welcher Reihenfolge die Filme geschaut werden. Im 1. Film wurde Yûsaku Matsuda als frauenfeindliches Ekel dargestellt. Im 2. Film als versifft wirkender Kleinganove mit mehr Glück als Verstand. Erst in The Execution Game gefiel er mir. Hier wirkt er wie eine mystische Figur und deutlich interessanter und charismatischer als in den Vorgängern. Auch die Nebenfiguren sind interessant gewählt.

Fazit: Wer die Gangster-Filme von Seijun Suzuki mag, kann einen Blick riskieren!

Infos:

O: Shokei yugi

Japan 1979

R: Tôru Murakawa

D: Yûsaku Matsuda, Aiko Morishita, Yoshirô Aoki, Lily, Ryûji Katagiri, Kei Satô

Laufzeit der UK-Blu-Ray: 100:10 Min.

Gesehen am: 27.06.24

Fassungen: Siehe The Most Dangerous Game.

Dienstag, 10. September 2024

The Killing Game

The Killing Game

Story:

Profikiller Narumi (Yûsaku Matsuda) taucht nach fünf Jahren Pause wieder auf. Er wird von zwei verfeindeten Yakuza Bossen angeheuert, den jeweils anderen zu töten. Und dann sind da noch zwei Frauen (Kaori Takeda, Yutaka Nakajima), die Narumi in der Vergangenheit bei einem Job verschont hatte und/oder dessen Angehörige durch die Hand Narumis starben…

Meine Meinung:

Wie schon der Vorgänger (The Most Dangerous Game) gefiel mir leider auch der 2. Teil der «Game Trilogy» mit Yûsaku Matsuda (Kagero-za) nicht. Der dazumal grosse Star, der Ende der 80er an Blasenkrebs starb, spielt in einem Film von Tōru Murakawa (der alle drei Filme realisierte) erneut die Hauptrolle als Killer Narumi. Leider ist der Plot relativ dünn. Es gibt wenig Action und dementsprechend viele Längen.

Der Film ist harmloser als der Vorgänger. Obwohl Yûsaku Matsuda erneut sehr cool wirkt, werde ich mit ihm einfach nicht warm. Ich fand seine Figur wenig interessant und weder charismatisch noch sympathisch. Einzelne Elemente, die wir zu sehen bekommen, wirken wie klägliche Kopien von Yakuza Filmen von Kinji Fukasaku, ohne dessen Qualität auch nur annährend erreichen zu können. Das Auftauchen von Sidekicks und Humor, empfand ich als unpassend. 

Ansonsten war der Cast solide. Die Gangster-Bosse und auch die Frauen haben gut gespielt. Ein weiteres Manko ist der Einsatz der Musik: ich bin kein Fan von Jazz-Musik und davon gibt es jede Menge im Film. Was die wenigen Actionszenen angehen, haben nur zwei überzeugt. Der Rest war belanglos.

Fazit: Ich denke, da habe ich mir nach der Yokai Monsters Collection einen weiteren Arrow Video Blindkauf getätigt, der sich nicht gelohnt hat…

Gefolgt von: The Execution Game

Infos:

O: Satsujin yugi

Japan 1978

R: Tôru Murakawa

D: Yûsaku Matsuda, Kei Satô, Yutaka Nakajima, Kenji Imai, Kaori Takeda, Kôjirô Kusanagi

Laufzeit der UK-Blu-Ray: 91:49 Min.

Gesehen am: 18.06.24

Fassungen: Siehe The Most Dangerous Game = alle drei Teile in einer Box von Arrow Video, Uncut, O-Ton, englische Subs, Schuber, Booklet, O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Juni 2024).

Mittwoch, 10. Januar 2024

New Battles Without Honor and Humanity

Japanuary 2024

New Battles Without Honor and Humanity

Story:

1950 Hiroshima, Stadt Kure:

Yakuza Makio Miyoshi (Bunta Sugawara) versucht einen rivalisierenden Yakuza-Boss zu töten und wandert dafür für acht Jahre ins Gefängnis. Als Miyoshi entlassen wird stellt er fest, dass die Gang gewachsen und zu Wohlstand gekommen ist. Zudem findet er in einer Hostess (Reiko Ike) eine Frau fürs Leben. Auf der anderen Seite herrscht zwischen Miyoshis Boss Yamamori (Nobuo Kaneko) und seinem «Bruder» Aoki (Tomisaburô Wakayama) böses Blut. Als Miyoshi vom Boss aufgefordert wird, Aoki zu töten, gerät er in die Fronten eines Yakuza-Kriegs…

Meine Meinung:

Nach dem Erfolg seiner Battles Without Honor and Humanity-Reihe wurde Regisseur Kinji Fukasaku (Battle Royale, Crest of Betrayal, Message from Space) beauftragt, eine neue, jedoch unabhängige Reihe zu produzieren. Deren Start machte 1974 New Battles Without Honor and Humanity. Etliche Namen aus der Original-Reihe sind wieder mit dabei, jedoch spielen sie neue Charaktere und die Reihe kann unabhängig und losgelöst von den «Vorgängern» geschaut werden.

Star des Filmes ist Bunta Sugawara (Street Mobster, Cops Vs. Thugs, Exzesse im Folterkeller). Er gerät zwischen den Konflikt seines Bosses und seines «Bruders», mit dem er aufgrund eines Blutschwures «verbunden ist». Und diesen Schwur soll er nun brechen, seinen «Bruder» hintergehen und ihn ermorden? Darum geht es in New Battles Without Honor and Humanity. Der Plot ist zunächst leicht unübersichtlich, da episodenhaft.

Aus dem Thema und den Differenzen zwischen dem Boss und Miyoshis Bruder wird aber nicht lange zugewartet - die von Bunta Sugawara gespielte Figur wird darauf schon, als er im Gefängnis sitzt, konfrontiert. Die Differenzen zwischen den Parteien werden in vielen Situationen und Begegnungen spannend dargestellt. Oft kam ich mit wie in einem ruhigen, dialoglastigen James Bond Film vor, in welchem Bond bereits vor dem Finale dem Bösewicht gegenübersteht.

Der Film bietet sehr wenig Action und Gewalt. Der Film legt mehr Wert auf den Verlauf der Handlung und wie die Figuren agieren und reagieren. Sehr ruhig, sehr dialoglastig. Das dürfte nicht allen gefallen. Die Sichtung der Original-Battles Without Honor and Humanity-Filme ist schon paar Jahre her. Ich würde aber meinen, dass diese actionreicher gewesen sind. 

Bunta Sugawara und der restliche Cast machen ihre Sache aber gut und man ist dennoch gefesselt vom Inhalt. Als Fan will man schliesslich wissen, wie Bunta Sugawara am Ende entscheiden wird und wie er «den Job» angehen wird. Für Spannung ist also, wenig Action hin oder her, gesorgt. Musik aus der Original-Reihe findet erneut Verwendung und die Kameraführung ist, typisch für den Regisseur, ruhig (Dialoge) oder hektisch (Actionszenen).

Fazit: Gespannt auf die Fortsetzungen!

Gefolgt von: The Boss's Head

Infos:

O: Shin jingi naki tatakai

Japan 1974

R: Kinji Fukasaku

D: Bunta Sugawara, Hiroki Matsukata, Nobuo Kaneko, Tomisaburô Wakayama, Tsunehiko Watase

Laufzeit der US-Blu: Ca. 98 Min.

Gesehen am: Jan. 2024

Fassungen: Mir lag die Box von Arrow Video aus den USA (es gibt auch eine UK-Ausgabe) vor = Alle drei Teile Uncut, restauriert, im O-Ton und mit englischen Subs. Waren die ersten legalen Fassungen mit englischen Subs nebst der UK-Box. Booklet (58 Seiten) und stabile Box runden die Vö ab. Die Filme habe alle auch ein Wendecover. Es gibt keine deutschen Fassungen (Stand: Jan. 2024). 

Dienstag, 9. Januar 2024

Yakuza Wolf: I Perform Murder

Japanuary 2024

Yakuza Wolf: I Perform Murder

Story:

Gosuke Himuro (Sonny Chiba) hegt einen Groll gegen die Yakuza. Diese sind für den Tod seines Vaters und die Tatsache, dass seine Schwester als Prostituierte arbeitet, verantwortlich. Also hegt Gosuke einen Plan aus, um sich zu rächen…

Meine Meinung:

Diese 1972er Toei-Produktion mit Sonny Chiba (Soul of Bruce Lee, The Street Fighter, Samurai Reincarnation) gab es bisher nur in Japan d.h. eine Fassung mit englischen Untertiteln war bis vor kurzem offiziell nicht erhältlich. Ich überflog als Vorbereitung nur ein Review und die Bilder, die ans Italo-Western Genre erinnerten, erweckten mein Interesse und machten Lust auf mehr. Vielleicht erwartete ich dementsprechend auch zu viel, denn ich fand Yakuza Wolf: I Perform Murder, den ersten Teil eines Zweiteilers, relativ lahm und durchschnittlich. Sogar von einer kleinen Enttäuschung, kann die Rede sein.

Regisseur Ryûichi Takamori, der schon öfters mit Sonny Chiba zusammenarbeitete, schickt diesen als Antihelden und japanischen «Franco Nero» ins Rennen. Die Einstellungen erinnern oft ans Italo-Western Genre und im Finale gibt es dann fast eine 1:1 Szene, die aus Django stammt. Sei es die Wahl der Waffe oder die Tatsache, dass die Hände von Sonny Chiba verkrüppelt sind. Nett, aber eigentlich nichts Besonderes. Sonny Chiba ist solide, souverän. Es gibt ein-zwei surreale und psychedelische Momente, die mir, wie auch die Italo-Western Vibes, gefallen haben.

Wo der Film schwächelt ist die Mangel an Action, der uninteressante Plot, die unübersichtliche, verwackelte Kamera, die Harmlosigkeit (viele unblutige Action-Szenen und Shoot-Outs) und das sichtbar geringe Budget. Ich denke, auch deshalb gab es wenig Action, Effekte und die Wackel-Kamera sollte als Ablenkung und Stilmittel eingesetzt werden. Jedoch hat diese in den wenig effektiven Actionszenen mehr genervt, als irgendwas Anderes. Die restlichen Darsteller waren wenig interessant. Fans von schmuddeligen Nackt-Szenen kommen in ein-zwei Szenen auf ihre Kosten.

Fazit: Mein Tipp: Erwartungen anpassen!

Gefolgt von: Yakuza Wolf 2 Extend My Condolences

Infos:

O: Ôkami yakuza: Koroshi wa ore ga yaru

Japan 1972

R: Ryûichi Takamori

D: Sonny Chiba, Makoto Satô, Rokkô Toura, Kôji Nanbara, Hideo Murota, Yayoi Watanabe

Laufzeit der US-Blu: Ca. 87 Min.

Gesehen am: Jan. 2024

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray Box genannt The Sonny Chiba Collection vor. Folgende Filme sind enthalten: Yakuza Wolf - I Perform Murder, Yakuza Wolf 2 - Extend My Condolences, Bodyguard Kiba, Bodyguard Kiba 2, Shogun's Shadow, Samurai Reincarnation und Swords of Vengeance. Alle Uncut, im O-Ton und mit jap. Subs. Etwas dunkle Bildqualität., abgesehen davon sehr gute Qualität., O-Ton und englische Subs vorhanden. Den Film gab es zuvor offiziell nicht ausserhalb Japans mit englischen Subs. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2024). Soll im Feb. 2024 in England von Eureka auf Blu-Ray erscheinen.

Montag, 8. Januar 2024

Female Prisoner #701 Scorpion: Grudge Song

Japanuary 2024

Female Prisoner #701 Scorpion: Grudge Song

Story:

Nami (Meiko Kaji) ist erneut auf der Flucht. Sie trifft auf einen ehemaligen Klassenkameraden (Masakazu Tamura) und findet heraus, dass beide einen korrupten Cop als Feind haben. Doch als sie bei einem Versuch, durch die schwangere Ehefrau des Cops an diesen zu gelangen und die Frau stirbt, eskaliert die Situation…

Meine Meinung:

Nach den ersten drei Teilen hatte Regisseur Shunya Ito (Curse of the Dog God) keine Lust mehr auf eine Fortsetzung, wofür er bei Toei auch abgestraft wurde, ehe er dann aus der Versenkung geholt wurde, um Curse of the Dog God zu drehen (laut dem Interview auf der Curse of the Dog God-Disc). Dass Können von Shunya Ito wird deutlich, denn ohne sein Mittun verliert die Fortsetzung im Vergleich zu den drei ersten Female Prisoner #701 viel Klasse und Qualität.

Der neue Regisseur kann zwar auch solide bis sehenswerte Produktionen vorweisen (Massacre Gun, Retaliation, Savage Wolf Pack, Assault! Jack the Ripper), aber es gelingt ihm nicht, die mystische Aura der Vorgänger Filme aufrechtzuerhalten. Der Plot ist nach einem tollen Start (Verfolgungsjagd) lahm. Es wird zu viel Zeit mit dem ehemaligen Bekannten von Nami vergeudet. Dieser wird solide von Masakazu Tamura dargestellt. Aber im Grunde eine relativ uninteressante Figur, der zu viel Screentime geschenkt wird.

Nami, erneut stark aber sehr wortkarg von Meiko Kaji verkörpert, gerät dadurch oft in den Hintergrund. Erst nachdem sie Schwangere Frau des bösen Cops stirbt, nimmt der Film langsam Fahrt auf. Richtig toll wird der Film aber selten und dann eigentlich nur im Finale. Dort stimmt auch die Farb-Optik wieder und die visuellen und optischen Einfälle sind ein absoluter Genuss! Warum nicht schon vorher so? 

Ein Detail gefiel mir aber auch im Finale nicht, und zwar die Tatsache, wie dumm und unrealistisch der Bösewicht selbst am Galgen landet. Das war schon sehr fragwürdig umgesetzt, aber immerhin optisch schick. Das Rachelied (Urami Bushi) passt jedoch auch nach wiederholtem Male gut zum Inhalt und zur mystischen, rächenden Figur Nami aka Scorpion.

Fazit: Der schlechteste Teil der Reihe! Fans sollten die Erwartungen nach den ersten drei sehenswerten Filmen nach unten schrauben…

Gefolgt von: New Female Prisoner 701: Scorpion

Infos:

O: Joshû sasori: 701-gô urami-bushi

Japan 1973

R: Yasuharu Hasebe

D: Meiko Kaji, Masakazu Tamura, Yumi Kanei, Hiroshi Tsukata, Yayoi Watanabe, Toshiyuki Hosokawa

Laufzeit der US-DVD: 88:21 Min.

Gesehen am: Sept. 2006 / Neusichtung am: Jan. 2024

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Tokyo Shock vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Gibt es von Rapid Eye Movies in Deutschland auf DVD. Wer eine Blu-Ray möchte, sollte zur UK-Ausgabe von Arrow Video greifen.