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Donnerstag, 9. August 2018

Update

Neuer Neukauf und neue Reviews

 

 

- Neuer Neukauf



- Black Mask (komplett überarbeitet)

- Ebola Syndrome (komplett überarbeitet)

- Taxi

Neukauf





Ghostland
Abarbeitung meiner Wunschliste. Dt. DVD. Im Kino verpasst (lief in Bern nur ca. zwei Wochen und auch nicht im O-Ton). Franz. Horror. 

Lifeline Express
TW VCD in Mandarin/Kantonesisch mit englischen Subs. Möglicherweise sogar eine Langfassung? Durch FB Angebot auf Film (Anfang 80er Jahre HK Horrorkomödie mit u.a. Kent Cheng und Eddy Ko) aufmerksam geworden. War günstig. 

Widow Warriors
HK VCD. Abarbeitung meiner Johnny Wang Lung-Wei Wunschliste (Regie und Actiondirector). VCD z.T. teuer (bis 80 USD). Habe jedoch weniger gezahlt (HK Dealer). O-Ton und eng. Subs vorhanden. 

Hello Dracula
VHS aus Südkorea. Von einem Amerikaner auf FB abgekauft zusammen mit Mind Killer. Eher teuer, da auch andere User an dem VHS interessiert waren. Auftakt zu der taiwanesischen Fantasy-Vampir Reihe um Star Shadow Liu Chih-Yu als Tien Tien. Selten. VHS dürfte in Mandarin mit koreanischen Subs sein. Bei Teil vier, King of the Children, wurde die Hauptfigur dann von Lam Siu-Lau gespielt. 

Mind Killer
Als VHS aus Korea. US-B-Alien-Trash mit Effekten nach meinem Geschmack. Scheint es nicht auf DVD zu geben. Wunderschönes Covermotiv. Von FB (vom Hello Dracula Verkäufer). 

The Song of Solomon
Füher als "American Guinea Pig" angedacht. Film vom Unearthed Films Boss und Effekte von Marcus Koch. 3er Set von Unearthed Films = Soundtrack CD, DVD und Blu-Ray. Exorzismus-Horror. 


Folgende DVDs habe ich alle von einem Ital. FB Verkäufer massiv günstig erworben wie vor kuzem auch die elf VCD Angebote:

Women on the Run
CAT. III Adult Action von Corey Yuen. HK DVD im O-Ton und englischen Subs. Wunschliste abgearbeitet.

Fearless Match
Moderne HK Action mit Danny Lee. HK DVD im O-Ton mit englischen Subs.  

Godly Beggar
Ende 80er Jahre China-Produktion. Keine englischen Subs. DVD aus China. Da so günstig und untertitelte Fassung nicht bekannt, egal dass Subs fehlen. 

Eagle Shadow Fist
HK DVD laut Cover in Mandarin / Englisch. Mit Jackie Chan. Film, von welchem ich zuvor noch nie gehört habe. In der deutschen Datenbank ofdb nicht gelistet (HK Fassungen), während weltweit viele Fassungen zensiert sind. Gespannt ob Film Uncut ist.  

Fight and Love with A Terracotta Warrior
China DVD. Laut Verkäufer ohne englische Subs, laut ofdb mit englischen Subs. Stand auf der Wunschliste.

Red & Black
HK DVD im O-Ton mit englischen Subs. Vor ganz langer Zeit beim Kollegen gesehen, steht seit dann auf der Wunschliste, die nun abgearbeitet wurde.

Bloody Buns
HK DVD im O-Ton mit englischen Subs. CAt. III Film à la The Untold Story (sogar ein Remake wenn ich nicht irre?!). 

Shoot to Kill
HK DVD im O-Ton aber ohne englische Subs Moderne Danny Lee Action.

Espirit D'Amour
HK DVD im O-Ton und mit englischen Subs. Anfang der 80er Jahre Horrorfilm. 

Boat People
Drama von Ann Hui als HK DVD im O-Ton und mit englischen Subs. Stand auf der Wunschliste.

Double Vision
Wurde mir vom Kollegen aus Zürich empfohlen. Horror aus Taiwan. Liegt hier in der Rated und Unrated Fassung vor. In Deutschland und den USA nur in der zensierten Fassung zu bekommen. O-Ton und englische Subs. 

The Story of Drunken Master
HK DVD im O-Ton und mit englischen Subs. Old School Kung Fu. 

The Case of the Cold Fish
Moderne HK Action mit Michael Wong und Danny Lee. Soll gut sein. HK DVD im O-Ton und mit englischen Subs.

Death at the Carefree Mansion
Siehe Godly Beggar.

Taxi Review



Taxi

Story:

Daniel Morales (Samy Naceri), der mit seinem umgebauten Flitzer Taxi fährt, hilft der Polizei (Frédéric Diefenthal) auf der Suche nach der «Mercedes Gang» (Bankräuber)…

Meine Meinung:

Die von Luc Besson produzierte Actionkomödie Taxi war Ende der 90er in Frankreich und darüber hinaus ein grosser Erfolg. Bis heute folgten vier Fortsetzungen (die neuste ist von 2018), ein US-Remake (2004) und auch eine US-TV Serie soll es noch geben.

Obwohl der Film Ende der 90er ein Hit war, kam er nie gross unter meinen Radar. Das Interesse war nicht gross vorhanden. Wenn ich evaluiere, kann ich nicht sagen warum. Nun habe ich den Film gesehen und fand diesen solide und kurzweilig, aber nichts Besonderes. Vielleicht auch genau deshalb, weil ich den Film in Jugendjahren verpasst habe und er somit keine «Kindheitserinnerung» darstellt und der Nostalgie-Bonus fehlt.

Vielleicht deshalb, weil danach ähnliche Actionfilmen kamen, die spektakulärer und mir sympathischer waren (The Transporter, ebenfalls von Luc Besson produziert, der zum Teil auch coole Auto-Actionszenen und Verfolgungsjagden liefert). Der Humor war zudem auch nicht immer toll.

Aber alles in allem kann Taxi gut geschaut werden. Man wird ohne Ansprüche kurzweilig unterhalten. Es gibt genug Action (aber auch hier: nichts Spezielles, nichts Spektakuläres), die sich mit Humor und dem Duo Samy Naceri (Das tödliche Wespennest) und Frédéric Diefenthal abwechseln und zugleich unterhalten.

Fazit: für mich nicht der grosse Klassiker, sondern «nur» ein solider Film, den man sich gut ansehen kann. Denke, zumindest Teil zwei wird das Niveau von Taxi halten können…

Gefolgt von: Taxi Taxi

Infos:

O: Taxi

Frankreich 1998

R: Gérard Pirès

D: Samy Naceri, Frédéric Diefenthal, Marion Cotillard, Manuela Gourary, Emma Wiklund

Laufzeit der dt. DVD: 85:52 Min.

Gesehen am: 28.05.18

Fassungen: Mir lag die Taxi Box mit den Teilen 1-4 von Tobis / Universum Film vor = Uncut, Deutsch/Franz. ohne Subs, gute Bild- und Tonqualität.

Ebola Syndrome Review



Ebola Syndrome

Story:

Kai (Anthony Wong) flüchtet nach diversen Morden (u.a. an Shing Fui-On) von Hong Kong nach Südafrika. Dort arbeitet er für die Restaurantbesitzer Kei (Lo Meng) und dessen Frau (Cheung Lau). Kai steckt sich mit Ebola an. Jedoch ist Kai immun dagegen, kann aber andere damit anstecken. Im Streit tötet er Kei und dessen Frau, verarbeitet deren Körper zu Hamburgern, welche er im Restaurant verkauft und somit das Ebola-Virus verbreitet. Unter falscher Identität reist er nach Hong Kong zurück, wo er das Virus auch zu verbreiten beginnt, während die HKer Polizei zu ermitteln beginnt…

Meine Meinung:

Ebola Syndrome ist ein berühmt-berüchtigter CAT. III Film aus Hong Kong, welche vor allem Anfang bis Mitte der 90er Jahre die HKer-Fimwelt mit vielen tollen Streifen begeistert hat (und auch viele ausländische Fans).

Da wären grossartige Titel wie Naked Killer (Simon Yam und Chingmy Yau), Raped by an Angel (Simon Yam und Chingmy Yau Teil zwei), Red to Kill, Story of Ricky (Manga Verfilmung), Run & Kill (wieder mit Simon Yam und Kent Cheng), die Sex & Zen Reihe, Her Vengeance, Dr. Lamb (Simon Yam), Diary of a Serial Killer, A Day Without Policemen oder Bloody Beast.

Auch Ebola Syndrome Star Antony Wong ist in diesen Filmen, obwohl er das Genre gar nicht gerne mag (sagt er im Audiokommentar zur US-DVD von Ebola Syndrome), oft vertreten: Daughter of Darkness (Nebenrolle als Cop), Love to Kill (als irrer Killer), 3 Days of a Blind Girl (als irrer Stalker – Opfer eine blinde Frau), Taxi Hunter (vom Ebola Syndrome Regisseur), The Untold Story (mit diesem Film, eine weitere Anthony Wong und Herman Yau Zusammenarbeit, gelang Wong in dem Genre der grosse Durchbruch – es winkte sogar der «HK Oscar» als bester Darsteller), The Underground Banker (teilt sich Film mit Simon Yam) oder Brother of Darkness (Nebenrolle als Anwalt).

Ebola Syndrome ist einer der besten Filme dieser Art. Regisseur Herman Yau (Shock Wave, The Sleep Curse) und Anthony Wong, die zuvor schon das Meisterwerk The Untold Story ablieferten, haben sich dem damals sehr aktuellen Thema (welches auch heute nach wie vor in Afrika auftaucht und wütet) des Ebola Virus angenommen. Der Film ist fies, tabubrechend, teilweise herrlich eklig, tief böse und schwarzhumorig.

Man muss jedoch ein Faible für diesen comicartigen, übertriebenen Humor (plus Mix aus harter Gewalt, Sex und sexueller Gewalt) haben, damit man sich mit dem Film und einzelner Szenen amüsieren kann – vielen dürfte der Inhalt und die widerlichen Ideen, gerade wenn sie die Figur Kai charakterisieren (fies, widerwärtig, eklig, schmierig, psychopathisch…), nicht gefallen.

Die blutigen Effekte sind sehr schön getrickst und aufwändig in Szene gesetzt. Das gilt für den Film allgemein (es wurde wirklich auch in Südafrika vor Ort gedreht) – es wurden echte Tiere (vor der Szene mit den Leoparden hatte Anthony Wong grosse Angst) und echten Feuer-Stunts (am Ende – es handelte sich im übrigen nicht um Anthony Wong sondern um einen Stuntman) eingesetzt aber auch Tiersnuff (die Frösche, die im Restaurant zerkleinert werden, werden nicht von Anthony Wong zerhackt, Hühner die geköpft werden, am Ende eine Maus, die überfahren wird). Anthony Wong ist im Übrigen ein grosser Verfechter von Tiersnuff (kann man auch dem Autiokommentar entnehmen). 

In Ebola Syndrome gibt es eine Hommage an The Untold Story (in welchem Menschen zu Fleisch verarbeitet und als Nahrung verkauft werden) und im späteren The Sleep Curse von Herman Yau zitiert er von seinem Ebola Syndrome (Kopfhaut abziehen bei der Obduktion).

Weiter positiv erwähnenswert: den Soundtrack fand ich Spitze. Die Story soll von Wong Jing, der den Film produziert hat, stammen. Der Mann hatte damals schon ein gutes Händchen für erfolgbringenden Inhalt, um Kasse machen zu können. Anthony Wong brilliert in der Rolle des Psychopathen grossartige Leitung von ihm. Schön zu sehen, dass sogar ein ehemaliger Shaw Brothers Star, nämlich Lo Meng (einer der Venom Darsteller, die von Chang Cheh entdeckt und gefördert wurden – zu sehen in Shaw Brothers Arbeiten wie Pursuit of a Killer, This Man Is Dangerous, Men from the Gutter, Bastard Swordsman, Five Element Ninjas, The Rebel Intruders oder The Naval Commandos) in einer grossen Rolle zu sehen ist. Desweitern ist Shing Fui-On als Anthony Wongs Boss am Beginn des Filmes zu sehen, der damit droht, Wong zu kastrieren da er mit seiner Frau Sex hatte.

Ebola Syndrome – man muss den Film gesehen haben, um es zu glauben! Ein Film, der seinem Ruf gerecht wird und der auf politische Korrektheit definitiv keinen Wert legt! Klare Empfehlung an alle CAT. III Filmfans!

Infos:

O: Yibola bing du

HK 1996

R: Herman Yau

D: Anthony Wong, Lo Meng, Cheung Lau, Angel Wong Chui-Ling, Vincent Wan Yeung-Ming, Shing Fui-On

Laufzeit der österreichischen DVD: 96:21 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überabrietet: 21.05.18

Fassungen: Zu empfehlen ist die österreichische DVD von Illusions = diese präsentierten weltweit zum ersten Mal nebst der Kinofassung die echte Uncut-Fassung, in welcher die geschnittenen Szenen, die kurz vorher zum ersten Mal weltweit auf der US-DVD von Discothek auftauchten (als Bonus), wieder in den Film geschnitten wurden. O-Ton und dt. Subs liegen bei. Die Bildqualität ist recht gut. Bis daher war nur der Kino-Cut, der für die CAT. III Freigabe stark zensiert wurde, erhältlich. Die US-DVD lohnt trotzdem: es gibt exklusive Interviews mit Herman Yau und sogar einen Audiokommentar mit Herman Yau und Star Anthony Wong (in Chinesisch mit englischen Subs).

Black Mask Review



Black Mask

Story:

In Hong Kong wird ein Gangsterboss nach dem anderen getötet. Die Polizei (Lau Ching-Wan) ermittelt und versucht, den letzten lebenden Gangsterboss (Anthony Wong) zu schützen. Doch diverse Killer (u.a. Françoise Yip) der Spezialeinheit 701 (Soldaten, die durch Serum keinen Schmerz fühlen) unter Führung von Commander Hung Guk (Patrick Lung) sind hinter dem Gangsterboss und der Polizei her. Ex-701 Mitglied Chui Chik (Jet Li) kämpft gegen seine Vergangenheit an und hilft seinem Polizistenfreund Rock (Lau Ching-Wan) mehrfach aus der Patsche – jedoch wird seine Kollegin (Karen Mok) unfreiwillig zur Zielscheibe der Killer um Chui Chik aus der Reserve zu locken…

Meine Meinung:

Black Mask, eine Verfilmung eines HK-Comics von 1992, kenne ich schon seit Jugendjahren (zuerst als Starlight VHS als D, danach als US-DVD von Artisan). Black Mask war eine meiner ersten Jet Li Erfahrungen, der 1982 durch den chinesischen Film The Shaolin Temple und seine zwei Nachfolger (Kids from Shaolin 1984 und den Shaw Brothers Film Martial Arts of Shaolin 1986) zum HK-Star aufstieg.

Seine besten Zeiten hatte Jet Li in seiner HK-Filmkarriere vorzuweisen. Vor allem die Arbeiten mit Tsui Hark (Once Upon a Time in China 1-3, The Master), Corey Yuen (Fong Sai Yuk I-II, The Bodyguard from Beijing, My Father Is a Hero), Yuen Woo Ping (The Tai-Chi Master, Fist of Legend) oder auch Spassvogel Wong Jing (Last Hero in China, Kung Fu Cult Master, The New Legend of Shaolin, High Risk) sind zu erwähnen wobei auch andere Filme von ihm durchaus zu empfehlen sind (soweit ich das noch in Erinnerung habe – bei vielen Filmen ist die letzte Sichtung Jahre her).

Da wären z.B. noch einzelne Filme wie Born to Defence (seine erste und einzige Regiearbeit), Dragon Fight (Jet Li vs Dick Wei und Stephen Chow in einer seiner ersten Kinorollen als Nebenrolle), Swordsman 2 (wie die Teil eins und drei zu empfehlen, schwindelerregende Wuxia Action) oder The Scripture with No Words (von A Chinese Ghost Story Regisseur Tony Ching Siu-Tung).

Danach folgte der Abgang nach Hollywood (Debüt = Lethal Weapon 4 = sehenswerter als das was danach kam in Sachen Hollywood) und Frankreich – vor allem die von Luc Besson produzierten Filme haben gefallen (Kiss of the Dragon und Danny the Dog). Danach folgten Filme, wo Jet Li zwischen den USA (z.B. die The Expendables Reihe), neuen Highlights aus Hong Kong (Fearless) und dem immer mehr wachsenden Markt aus China (The Sorcerer and the White Snake*, Flying Swords of Dragon Gate 3D** oder Badges of Fury) hin- und her wechselte, wobei der heute nur noch für den kommerziellen, cgi-lastigen 08/15 Schund aus China vor der Kamera zu stehen scheint (z.B. League of Gods 2016).

*Die Legende um die weisse Schlange wurden schon oft verfilmt, u.a. durch die Shaw Brothers oder von Tsui Hark (Green Snake 1993) wobei vor allem Harks Film ein ziemliches Meisterwerk geworden ist.

** Remake von Dragon Inn (HK 1992).

Weiter mit Black Mask:

Heute mag ich vor allem das HK Kino bis ca. 1995. Alles was danach kam, vor allem Filme ab den 2000ern, entsprechen weniger meinem Geschmack. 1997 (HK ging an China zurück) bedeute eine Krise in der HKer Filmlandschaft – umso schöner ist es, dass Jet Li 1996 mit Black Mask ein wahrlicher Kracher gelang – der mir auch heute, nach so vielen Jahren, noch immer sehr gut gefällt.

Die Verfilmung und Rolle des maskierten Superhelden sind genau auf Jet Li zugeschnitten. Seine Fans werden bestens bedient. Jet Li macht in den Kampfszenen, die von Yuen Woo Ping choreographiert wurden, eine wunderbare Figur. Viel Zeitlupe, immer übersichtlich obwohl auch rasant und fantasievoll in Szene gesetzt. Wirework ja – aber nicht störend. Jet Li hat schon mit anderen grossen Regisseuren viele Wirework-Szenen zu drehen gehabt (Corey Yuen, Tsui Hark…) und was solche Actionszenen mit Drahtseil-Hilfsmitteln angehen, ist jet Li Meister seines Fachs. Seine Bewegungen wirken trotzdem sehr ästhetisch – sein Background (Wushu Champion) half ihm dabei und dies nutzt er auch heute noch als grosse Ressource für Actionszenen.

Und der Schnitt und die Kameraeinstellungen tun ihr Übriges dazu – die Handschrift von Yuen Woo Ping oder Tsui Hark (Produzent und auch fürs Skript tätig, scheint aber auch in die Regie eingegriffen zu haben) sind unverkennbar. Die Actionszenen bestehen aus Martial Arts, Explosionen, waghalsigen Stunts- und vielen blutigen Shoot-Outs (oder sonstigen blutigen Szenen). Der Film hat einiges an Gewalt zu verzeichnen (nur die Taiwan Fassung ist in dieser Hinsicht komplett Uncut), welche durch typischen, amüsanten Hong Kong Humor immer wieder aufgelockert wird – darunter fällt u.a. auch die comicartige Rolle – welche, wenig überraschend, von Anthony Wong dargestellt wird – der schon so oft Psychopathen gespielt hat (Ebola Syndrome, Love to Kill, The Untold Story…).

Nebst Jet Li und Anthony Wong überzeugen auch Karen Mok (in vielen Stephen Chow Komödien zu sehen und bekannte Cantopop Sängerin), Patrick Lung als charismatischer Bösewicht (dauert das lange im Finale, bis seine Brille kaputt geht), Xiong Xin-Xin (darf keine Action erwarten) und Johnnie To Liebling Lau Ching-Wan (nebst Jet Li und Karen Mok dritte grosse Hauptrolle). Und diverse Gewilos tummeln sich als 701 Squad Mitglieder (Mike Ian Lambert dürfte wohl der bekannteste sein, wirkte u.a. in Cheap Killers, Who Am I?, The Blacksheep Affair oder Enter the Eagles mit).

Der Mix aus brachialer Gewalt, comicartig-übertriebe Action, den hohen Produktionsstandards (für HK Filmverhältnisse) und den Beteiligten hinter- und vor den Kamera verdankt es Black Mask, dass daraus ein toller, spektakulärer, unterhaltsamer und vor allem actionreicher Film geworden ist, den man als Hong Kong Actionfilm- und Jet Li Fan unbedingt gesehen haben sollte!

Infos:

O: Hak Hap

HK 1996

R: Daniel Lee

D: Jet Li, Lau Ching-Wan, Karen Mok, Patrick Lung, Anthony Wong, Françoise Yip, Xiong Xin-Xin

Laufzeit der dt. Blu Ray (Extended Fassung): 101:28 Min.

1. Sichtung: Jugendzeit / Review überarbeitet: 19.05.18

Fassungen: Ich kann die dt. Blu Ray von TVP empfehlen = Mediabook mit Booklet (keine neuen Infos werden dem Fan in diesem präsentiert) und vier Discs und vier Filmfassungen. Der unangetastete Taiwan Cut ist NICHT unter diesen vier Fassungen. Es handelt sich um die a) internationale Fassung, b) die HK Fassung, c) den TVP Cut und d) eine Extended Fassung. Ich habe das Set nur wegen der Extended gekauft. Alle Szenen aus dem Taiwan Cut sind dort enthalten plus Szenen (Handlung), welche in der Taiwan Fassung fehlen = diese Fassung ist länger als die Taiwan Fassung. Vorteile der Extended Fassung gegenüber der Taiwan DVD:

- Bessere Bildqualität
- Bessere Tonqualität
- O-Ton Kantonesisch (ganz wenige Szenen sind Mandarin Dubbed und eine Szene in Deutsch)
- Längere Filmfassung mit allen Szenen

Es gibt zum O-Ton dt. und englische Subs. Bei den dt. Subs wurde jedoch nicht alles übersetzt – würde die englischen Subs empfehlen. In der letzten Szene vor dem Abspann sind die Subs fehlerhaft (werden mehrere Sekunden vor der Szene eingeblendet).

Weiter: das Set kommt mit einem Schuber daher und es gibt diverse Extras (Trailer, US-Vorspänne, Audiokommentar, ein englisch und chinesisch untertiteltes Making of welches zu 80% nur Action-Szenen aus dem Film zeigt etc.). Forced subs der Taiwan Szenen wurden digital verfremdet, was in mind. einer Szene störend auffällt. Ist aber nur ein kleines Detail. Die Fassung ist auf 1111 Stück limitiert und die DVD aus Taiwan vom Label Ritek werde ich trotzdem behalten (Nostalgie). Nachtrag: Ca. sechs Sekunden aus der Taiwan Fassung hat man vergessen in die Extended Fassung zu integrieren, wobei es zum Glück keine Action/Gewalt betrifft .