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Donnerstag, 28. Mai 2026

Mutant Girls Squad


NIFFF 2010

Mutant Girls Squad

Story:

Rin (Yumi Sugimoto) stellt an ihrem 16jährigem Geburtstag fest, dass sie ein Mutant ist. Danach wird sie von einer Sondereinheit, die ihre Eltern getötet haben, verfolgt. Rin flüchtet sich zu Kisaragi (Tak Sakaguchi), der sie unter seine Fittiche nimmt. Dort lernt sie, wie mit ihren Kräften umzugehen. Danach findet sich Rin in einem blutigen Kampf zwischen Menschen und Mutanten wieder…

Meine Meinung:

Mutant Girls Squad hat mir damals am NIFFF 2010 sehr gut gefallen. Eine Meinung, die ich heute nicht mehr teilen kann. Die damalige Euphorie ist schon lange verflogen. Ähnliche Titel wie The Machine Girl oder Tokyo Girl Police vermochten mich ebenfalls weniger zu überzeugen. Mutant Girls Squad, der in drei Kapitel gegliedert ist und von drei Regisseuren inszeniert wurde, wurde zu Ehren von Yoshihiro Nishimura (Meatball Machine Kodoku, Tag) neu angesehen. Yoshihiro Nishimura verstarb überraschend mit nur 59 Jahren. So wie ich das mitbekommen habe, wohl an einem Nierenversagen nach einem zweiwöchigen Krankenhausaufenthalt.

Mutant Girls Squad gefiel mir zwar weniger, dennoch bleibt der Film vorerst in der Sammlung. Das natürlich auch aufgrund der Unterschrift, welche ich bekam (mehr dazu unter Fassungen). Yoshihiro Nishimura, der nicht nur als Regisseur, sondern auch als Effekte Spezialist zuständig war, führte in dem dritten Kapitel Regie. Im ersten Kapitel führte Versus Star Tak Sakaguchi (One Percenter, Re:Born, Bad City) Regie und im mittleren Noboru Iguchi. Dabei ist das Segment von Yoshihiro Nishimura am besten. Das bot auch die einzigen Szenen und Momente, die mich wirklich Schmunzeln und erfreuen liessen. Yoshihiro Nishimuras Arbeit bot die höchste Anzahl an handgemachten Effekten und das Monster allein war klasse getrickst.

Die ersten zwei Kapitel von Noboru Iguchi und Tak Sakaguchi hatten vereinzelt auch sehenswerte Effekte zu bieten inklusive eines sonderbaren Humors (fliegende Geburtstagstorte oder die Frau als «Brot»), aber im Grossen und Ganzen gab es am Anfang und Mittelteil auch viel zu viele billige und digitale Bluteffekte zu sehen, die mir nicht gefallen haben. Zudem ist der ganze Look des Filmes billig und die Mehrheit der Figuren fand ich, auch durch das Overacting, anstrengend. Einzelne Momente luden zum Fremdschämen ein. Die Hauptdarstellerinnen Yumi Sugimoto, Yuko Takayama und Suzuka Morita waren okay und besser als die Nebendarstellerinnen. Etwas, was ich bei der Erstsichtung verpasst habe, war die Tatsache, dass der Oberbösewicht von Tak Sakaguchi verkörpert wird. Und das machte dieser, trotz tuntigem Overacting, grandios. Er ist der einzige, dem sein Talent und seine Erfahrung aus anderen Produktionen wirklich anzusehen sind. Die Musik gefiel mir auch.

Fazit: Fans von The Machine Girl und Co. können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Sentô shôjo: Chi no tekkamen densetsu

Japan 2010

R: Noboru Iguchi, Yoshihiro Nishimura, Tak Sakaguchi

D: Tak Sakaguchi, Yumi Sugimoto, Yuko Takayama, Suzuka Morita

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 89:19 Min.

Gesehen am: Juli/NIFFF 2010 / Neusichtung am: 28.05.26

Fassungen: Mir lag die deutschsprachige DVD/Blu-Ray Fassung von 8Films vor = limitiertes Mediabook mit drei Discs und Booklet (in welchem mein altes Review abgedruckt wurde), O-Ton mit deutschen Subs, gute Bild- und Tonqualität, Uncut. Die Edition wurde von Regisseur Noboru Iguchi am NIFFF 2014 signiert.

Samstag, 4. Januar 2025

One Percenter

Japanuary 2025

One Percenter

Story:

Action-Darsteller Toshiro (Tak Sakaguchi) will auf einer abgelegenen Insel einen Indie-Actionfilm drehen. Dumm nur, dass dort eine andere Crew ebenso ihr Glück versucht und noch dümmer, als plötzlich eine Yakuza-Truppe vor Ort auftaucht, um Geschäfte abzuwickeln…

Meine Meinung:

One Percenter ist der neuste Actionfilm mit Versus-Star Tak Sakaguchi (Bad City, Rise of the Machine Girls). Nachdem mich Re:Born, der Film hat nun auch schon wieder mehrere Jahre auf dem Buckel, wie die Zeit vergeht, nicht 100% überzeugte, hielt ich für One Percenter meine Erwartungen klein. Und auch One Percenter ist definitiv kein Kracher geworden. In meinen Augen ist Tak Sakaguchi ein Darsteller, der genau einen wirklichen Hit (Versus) gelandet hat und danach nie mehr an dessen Erfolg anknüpfen konnte. Etwas, was es auch in der Musikbranche gibt («One-Hit-Wonder»).

One Percenter ist zwar, wie erwähnt, kein Kracher, dafür hat der Film sein Herz am rechten Fleck. Die Gedanken und die Motivation am Projekt, das alle mit Herzblut dabei waren, sieht man dem Film an, was wiederum sympathisch ist. Der Film erinnert eigentlich auch leicht an Versus: Low-Budget, begrenzte Settings (abgelegene Insel, Fabrik, Wälder), Action und etwas Gewalt und mittendrin Tak Sakaguchi als Star und Held des Filmes. Der Plot ist relativ dünn, das Ende mochte ich jedoch nicht. Hätten sich die Filmemacher auch sparen können.

Schade ist es auch, wie das Duell im Finale endet. Viele der Action-Szenen waren nichts Besonderes und repetitiv. Wie oft benutzt Tak Sakaguchi seinen Gegner als Schutzschild? Wie oft macht er die gleichen Bewegungen? Die Slow-Mo Aufnahmen im Finalkampf wirkten auf mich billig (und nackte Männerfüsse sind wahrlich nicht sexy). Liegt aber auch einfach an der billigen, digitalen Optik, wie heute oft Filme gedreht werden. Künstlich. Wenn die von Tak Sakaguchi gespielte Figur Toshiro sich im Film negativ über Kampfszenen im Filmgeschäft äussert (Dass das mehr ein "tanzen" wäre, als echtes kämpfen) ist es als Folge schade anzusehen, wenn dann ausgerechnet auch viele seiner Kampfszenen und die Choreographie dazu mehr an einen Tanz statt an einen Kampf erinnern.

Abgesehen davon ist der Film kaum langweilig, da viel Action und eine One-Man-Show. Ich war auch froh, dass Tak Sakaguchi junger Sidekick in den Hintergrund gerät und kaum mehr eine Rolle spielte. Die Bösewichte waren hübsch überzeichnet, einige Dialoge und Anliehen (Stirb langsam, Jackie Chan, Bruce Lee) waren aber schon fast zu viel des Guten und mit Gewalt (war nette Knochenbrüche) wurde auch nicht gespart. Und es gab natürlich auch einige gute Kampfszenen, aber nicht wirklich was Neues und/oder was vom Hocker gehauen hat. Die Wahl der Musik hat gut zum Film gepasst. Hier und da kam fast Italo-Western Stimmung auf. Schön.

Fazit: Kein Kracher, aber Fans von Tak Sakaguchi können einen Blick riskieren!

Infos:

O: 1%er One Percenter

Japan 2023

R: Yûdai Yamaguchi

D: Tak Sakaguchi, Shô Aoyagi, Itsuji Itao, Rumika Fukuda, Shogo Miyakita, Kenjirô Ishimaru

Laufzeit der UK-Blu: Ca. 84 Min.

Gesehen am: Jan. 2025

Fassungen: Mir lag die UK-Blu-Ray von third window films vor = Uncut, Wendecover, jap. O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2025).

Sonntag, 1. Januar 2023

Alive Review

 
Japanuary 2023

Alive

Story:

Tenshu (Hideo Sakaki) sowie Gondoh (Tetta Sugimoto), zwei zum Tode verurteilte Verbrecher, überleben den Stromstoss des elektrischen Stuhles. Danach können sie wählen: durch einen höheren Stromstoss sterben oder leben um an einem internen Experiment teilzunehmen. Beide entscheiden sich für das Experiment, ohne zu wissen, auf was sie sich einlassen…

Meine Meinung:

Zwei Jahre nach seinem Welterfolg Versus drehte Ryûhei Kitamura (Downrange) Alive. Eine zweistündige Manga-Verfilmung. Diese konnte mich, leider wie zuletzt auch Godzilla: Final Wars, nicht mehr überzeugen. Vermochte Godzilla: Final Wars noch in der Sammlung zu bleiben, so trifft das auf Alive definitiv nicht zu.

Der Plot des Filmes ist wirr, die Laufzeit viel zu lang und vor allem die ersten 60 Minuten (Kammerspiel) sehr langweilig. Ich musste zuerst gegen das Einschlafen kämpfen, um dann in der 2. Hälfte des Filmes wirklich auch einzuschlafen. Kein gutes Zeichen. Zudem fesselt der Plot absolut nicht. Das Schicksal der (unsympathischen) Figuren ist dem Zuschauer gleichgültig und der Plot baut keine Spannung auf, da nicht fesselnd.

Wer jetzt hofft, dass immerhin die 2. Filmhälfte sprich die Action-Szenen sehenswert sind, der irrt. Die Actionszenen sind, was Schnitt, Kameraführung, Choreographie und Effekte angehen billig à la Matrix und The One, also vor allem mit viel CGI-Müll, in Szene gesetzt. Darauf kann ich verzichten, Manga-Verfilmung hin oder her.

Schrecklich ist auch die Optik: billige & sterile Bilder dominieren das Geschehen. Schon der Vorspann ist mehr als billig inszeniert und ebenso die Musik. Ich hätte gleich während des Vorspannes ausschalten wollen. Und die Figuren und deren Overacting nerven auch extrem. Zwar sind einige Versus Akteure dabei (z.B. Tak Sakaguchi), aber der fiel mir erneut nicht auf.

Auch Namen wie Tetta Sugimoto (spielt den zweiten zum Tod verurteilten Gangster), Ryô (Gemini), Koyuki, Shun Sugata (Ichi the Killer) oder Jun Kunimura (The Wailing) vermögen nicht zu überzeugen. Und Hideo Sakaki ist zwar weniger schlecht als die anderen, aber die "harter Mann" und Helden-Nummer nimmt man ihm nicht ab.

Fazit: Zeitverschwendung. Lieber Versus, Aragami, Azumi oder LoveDeath schauen!

Infos:

O: Alive

Japan 2002

R: Ryûhei Kitamura

D: Hideo Sakaki, Tetta Sugimoto, Ryô, Koyuki, Shun Sugata, Jun Kunimura, Erika Oda, Tak Sakaguchi

Laufzeit der US-DVD: Ca. 119 Min.

Neusichtung am: Jan. 2023

Fassungen: Mir lag die US-Doppel-DVD von Tokyo Shock vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, auf einer 2. Disc viele Extras, gute Bild- und Tonqualität (aber mit Luft nach oben). In Deutschland von Sunfilm / Marketing Film zu haben (DC, Deutsch/Jap. mit deutschen Subs). Mir ist nicht bekannt, ob es von Alive bereits eine Blu-Ray oder UHD gibt (Stand: Jan 2023).

Donnerstag, 7. Juli 2022

Bad City Review

 
NIFFF 2022 Spezial

Bad City

Story:

Ex-Cop Torada (Hitoshi Ozawa) wird aus dem Knast geholt, um zusammen mit drei weiteren Auserwählten (u.a. Masanori Mimoto) als Spezialeinheit einen korrupten Politiker (Lily Franky) dingfest zu machen, der nicht nur mit der Yakuza, sondern auch der koreanischen Mafia liebäugelt…

Meine Meinung:

Bad City ist der 2. Film von Kensuke Sonomura, der ansonsten für viele Filme die Stunts besorgte oder gar als Choreograph zur Verfügung stand (Godzilla - Final Wars, LoveDeath, Dororo, The Machine Girl etc.). Bad City, über den es im Netz bisher nur wenig zu lesen gibt (kein Trailer, kein Plakat, kaum Cast Listen, fehlende Datenbankeintragungen etc.), feierte gestern im Neuchatel (am NIFFF) seine Weltpremiere.

Bad City ist ok und solide, aber kein Kracher. Eigentlich gehört der Film mit seinem Budget nicht zwingend auf die grosse Leinwand. Der Film wirkt mehr wie eine B-Film d.h. Direct to Video Produktion. Wahnsinnig viel dürfte Bad City nicht gekostet haben. Der Cast besteht aus Hitoshi Ozawa (Gozu), der in vielen Direct to Video Yakuza- und Gangster Filmen mitwirkte. Und als Bösewicht fungiert, und das im Netz nicht Mal erwähnt: Versus Star Tak Sakaguchi.

Ob Tak Sakaguchi oder Kensuke Sonomura oder beide an den Action- und Kampfszenen beteiligt waren, ist mir nicht bekannt. Die Kampfszenen tragen aber eher die Handschrift von Tak Sakaguchi (Re:Born, Rise of the Machine Girls, Tag, Tokyo Gore Police). Die Action-Szenen erinnern an einen Mix aus dem japanischen und koreanischen Actionfilm d.h. viele Gruppenkämpfe vermischt mit modernen MMA Inhalten (wie auch oft in neuen Donnie Yen Filmen zu sehen). Also viel "robben" am Boden. Wer es braucht.

Zwar ist es mutig, eigene Wege zu gehen, aber einzelne Kampf-Szenen wirken gar billig und lächerlich. Da sind mir knallharte Kämpfe à la The Raid unzählige Male lieber. Bad City ist zudem äusserst wenig explizit und wenig blutig. Lag wohl am Budget. Immerhin ist die 2. Filmhälfte pausenlos actionhaltig. In der 1. Hälfte geht es langsamer vor (und ich schlief Mal wieder fast ein). Die Figuren sind sympathisch, zumindest die Helden. Und Tak Sakaguchi ist Tak Sakaguchi.

Der Plot ist nichts Neues. Schon unzählige Male so gesehen. Gegen Ende meint man es zu gut mit Actionszenen und einem Twist nach dem anderen. Da fühlte ich mich ans Korea-Kino erinnert, wo oft Geschichten nicht enden wollen. Zu viel des Guten. Und einige Story-Elemente oder Wiederauftauchen von Figuren waren arg unglaubwürdig oder wurde den Figuren und Namen nicht gerecht (die von Tak Sakaguchi gespielte Figur).

Fazit: Fans des jap. und koreanischen (B-)Actionfilmes können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Bad City

Japan 2022

R: Kensuke Sonomura

D: Hitoshi Ozawa, Lily Franky, Masanori Mimoto, Tak Sakaguchi

Laufzeit der NIFFF Fassung: Ca. 118 Min.

Gesehen am: NIFFF 2022

Fassungen: Gesehen via NIFFF 2022 im O-Ton mit englischen Subs. Eine DVD/Blu-Ray ist noch nicht angekündigt (Stand: Juli 2022).

Dienstag, 22. März 2022

Godzilla: Final Wars Review

NIFFF 2005 Special

Godzilla: Final Wars

Story:

 

Aliens (u.a. Kazuki Kitamura, Tak Sakaguchi) wollen die Erde übernehmen und schlüpfen in die Körper von wichtigen Persönlichkeiten (Akira Takarada, Kumi Mizuno). Zudem kontrollieren die Aliens diverse Monster, mit welchen sie die Menschen erpressen. Eine Sondereinheit (u.a. Masahiro Matsuoka, Kane Kosugi, Don Frye, Jun Kunimura) und Godzilla nehmen sich dem Problem an…

 

Meine Meinung:

 

Gemäss meinem alten Review war Godzilla: Final Wars der erste Film der Godzilla-Reihe, den ich sah. Und zwar bei seiner Europapremiere am NIFFF 2005 in Anwesenheit von Regisseur Ryûhei Kitamura, dessen Versus und Azumi ich nach wie vor (nebst The Midnight Meat Train) zu seinen besten Werken zähle. Andere Filme könnten nach 2. Sichtung aus der Sammlung fliegen (Alive, Sky High, No One Lives, Downrange - Die Zielscheibe bist du!).

 

Leider überzeugt auch Godzilla: Final Wars nicht mehr wie damals am NIFFF. Die Euphorie ist gewichen, mein Film-Charakter hat sich verändert und inzwischen habe ich die alten Godzilla-Filme und andere klassische Kaijus (Mothra, Giganten der Vorzeit, The 6 Ultra Brothers vs. the Monster Army, Agon, The Space Amoeba) aus Japan oder aus anderen Ländern (Mars Men, King of Dinosaurs, The War God, King of Snake, Pulgasari, Flying Dragon Attacks, Fairy and the Devil) kennen und lieben gelernt. Und diese sagen mir einfach mehr zu als neue, moderne Filme mit CGI Effekten.

 

Godzilla: Final Wars ist mir im Vergleich zu älteren Kaijus zu modern, die Effekte teilweise zu billig und schlecht (CGI). Dies trifft natürlich nicht auf alle Effekte zu und löblich ist, dass, vor allem in den Nahaufnahmen, noch immer Schauspieler in Gummikostümen stecken und die Monster von Menschen gespielt werden. Die ganzen Monster bekommen aber mehrheitlich viel zu wenig Screentime, um allen Geschöpfen, die im Film zu sehen sind, gerecht zu werden. Zudem gibt es auch einige unschöne CGI Szenen, welche die Monster von weit entfernt zeigen.

 

Mit zwei Stunden ist der Film auch zu lang geworden, zumal Godzilla erst nach 70 Min. so richtig wüten darf und die (teilweise doofen) Figuren erhalten teilweise zu viel Platz. Schön ist, dass auch Akira Takarada, Star des Original-Godzilla, wieder mit von der Partie ist. Er spiele in vielen Filmen von Toho mit, z.B. in Half Human oder Latitude Zero. Nebst Takarada ist auch mit Kumi Mizuno ein Alt-Star dabei. Sie spielte auch in vielen klassischen Filmen mit (Gorath, Matango).

 

Ansonsten wirken viele Jung-Darsteller, die mir wenig sympathisch waren, mit. Sänger, Martial Arts-Darsteller (Kane Kosugi) oder auch westliche Namen (Don Frye) die ich nervend fand. Tak Sakaguchi, Star aus Versus, fiel mir nicht auf und Jun Kunimura (The Wailing, Manhunt) gibt eine unbedeutende Nebenrolle ab, während Kazuki Kitamura (Ley Lines, The Raid 2, Blade of the Immortal) mit seinem Overacting teilweise unfreiwillig komisch wirkte.

 

Der Vorspann ist optisch cool und mit der Original-Musik von Akira Ifukube ausgestattet. Danach drückt jedoch Ryûhei Kitamura dem Werk seinen Stempel auf und das Godzilla-Feeling vergeht teilweise. Die neue Musik ist uninteressant, die Action-Szenen nicht der Rede Wert und der Charme der alten Filme, ist verflogen. Schade! Da schaue ich mir doch lieber, wieder und immer wieder, die alten Godzilla-Filme an! Die gefallen mir einfach klar besser! Ich denke, dass ich auch bei anderen neueren Godzilla Filmen so empfinden werde (Godzilla Against Mechagodzilla und Co.)...

 

Gefolgt von: Shin Godzilla

 

Infos:

 

O: Gojira: Final wars

 

Japan, China, Australien, USA 2004

 

R: Ryûhei Kitamura

 

D: Kazuki Kitamura, Masahiro Matsuoka, Kane Kosugi, Akira Takarada, Kumi Mizuno, Don Frye, Tak Sakaguchi, Jun Kunimura, Koichi Ueda

 

Laufzeit der US-DVD: 125:08 Min.

 

Gesehen am: NIFFF 2005 / Neusichtung: 21.03.22

 

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Sony vor = Uncut, durchschnittliche Bild- und Tonqualität, O-Ton (90% Japanisch, 10% Englisch) mit englischen Subs (für jap. Passagen). Gibt es in Deutschland auf Blu-Ray (Splendid).

Sonntag, 7. Juli 2019

Rise of the Machine Girls Review

NIFFF 2019 Spezial
Rise of the Machine Girls

Story:

Zwei Schwestern (Kokone Sasaki, Toshie Negishi) nehmen den Kampf gegen den organisierten Organhandel bzw. Mafia auf. Ihnen helfend: ein Profi-Killer (Tak Sakaguchi)…

Meine Meinung:

The Machine Girl aus dem Jahre 2008 machte viel Spass. Es folgten andere Filme dieser Art (Tokyo Gore Police und Co.). Doch mit den Jahren wurden die Filme immer schlechter, unblutiger, CGIlastgier, unlustiger, doofer, billiger. Der Tiefpunkt ist nun mit Rise of the Machine Girls erreicht. Das Ganze hatte zum Teil schon Troma Charakter…

Der Film läuft zwar nur etwas mehr als eine Stunde (die Titeleinblendung und Vorspann kommen in den letzten zehn Minuten erst vor) und es gibt zwei-drei angedrehte Ideen* (mehr davon hätte es gebaucht) und auch 2-3 gute, handgemachte Splatter-Effekte (mehr davon hätte es gebraucht), aber der Rest ist für die Katz. 

* Total Recall Hommage z.B. 

Der Film ist sehr billig, es gibt vor allem eine Ansammlung von billigen CGI-Effekten, unübersichtliche, miese Shoot-Outs (99% nur CGI), geschmacklosen, dümmlichem Troma-Humor (inklusive Behinderter etc.), die Story ist uninteressant, nicht spannend und wirkt kaum gradlinig erzählt. Die Figuren überzeugen nicht, nerven und sind nicht wirklich sympathisch oder charismatisch. Da hilft es auch nicht, dass Versus und Re:Born Star Tak Sakaguchi mitwirkt (hat wohl Geld gebraucht).

Am schlimmsten ist, dass man die Handschrift der Produzenten im Film sieht (Noboru Iguchi). Regie führte der unbekannte Yûki Kobayashi, der gemäss ofdb bisher einen Film drehte. Die Handschrift sieht aber nach Noboru Iguchi (Zombie Ass: Toilet of the Dead) aus, da der Film zu 90% eine Ansammlung von seinen Fetisch-Vorlieben (Schwangere, Schulmädchen, Lesben, Speichel, Nazi-Symbole, Fürze, Unterwäsche, S/M, Amputationen etc.) zu sein scheint.

Und das ist schade, da dies im Original Machine Girl definitiv noch nicht der Fall war. Noboru missbraucht seine Filme für seine Befriedigung – da wäre er im direkten Porno-Geschäft besser aufgehoben…

Fazit: Billiger Schrott, nicht zu empfehlen!

Infos:

Japan 2019

R: Yûki Kobayashi

D: Tak Sakaguchi, Kokone Sasaki, Toshie Negishi

Laufzeit der Originalversion: Ca. 75 Min.

Gesehen am: NIFFF 2019

Fassungen: Gesehen am NIFFF 2019 in Jap. mit u.a. englischen Subs. Es gibt noch keine deutsche Fassung (Stand: Juli 2019).