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Mittwoch, 30. September 2026

Scorpion Thunderbolt

Scorpion Thunderbolt

Story:

Eine mysteriöse Mordserie, die durch schwarze Magie verursacht wird, erschüttert Hong Kong. Die Polizei (Richard Cui Shou-Ping) ermittelt. Und dann ist da noch Richard Harrison…

Meine Meinung:

Scorpion Thunderbolt wurde zu Ehren von Richard Harrison angesehen, der vor kurzem verstorben ist. Richard Harrison ist Kult, obwohl ich persönlich nie ein allzu grosser Fan seiner Filme von Godfrey Ho (Lethal Panther, Secret Ninja Roaring Tiger, Angel Enforcers) war. Ich muss aber auch gestehen, dass ich, glaube ich, nur drei Godfrey Ho und Richard Harrison Zusammenarbeiten kenne. Zum einen der hier besprochene Film, den ich schon bei der Erstsichtung toll fand. Dann Ninja Terminator, dessen Originalfilm ich auch sehr mag (The Uninvited Guest of the Star Ferry). Und der dritte Film war Cobra vs. Ninja, mit dem ich jedoch nie richtig warm wurde (wäre heute vielleicht anders, aber die Disc habe ich nicht mehr).

Obwohl die Bildqualität der US-DVD, welche zum Schauen vorlag, grottenschlecht war, war der Film spassig, unterhaltsam und sehenswert. Trotz Godfrey Ho und Richard Harrison wird hier auf Ninjas verzichtet. Das Ausgangsmaterial stellt eine Co-Produktion aus Südkorea und Taiwan dar. Ein Horrorfilm um eine Schlangengöttin, Tierhorror- und Monster-Elemente und charmante Gummikostüme und tollen Effekten genau nach meinem Geschmack. Den Originalfilm würde ich nur allzu gerne auch einmal finden und ansehen. Je nach Datenbanken heisst der Originalfilm Grudge of the Sleepwalking Woman aka Snake Woman. Diesmal hat Godfrey Ho verhältnismässig wenig neue Szenen gedreht, würde ich meinen. Und wohl deshalb mag ich den Film, da zu 80% der Originalfilm.

Die neuen Szenen machen ausschliesslich Kampfszenen und schmuddelige Sexszenen mit Richard Harrison aus. Was vom Originalfilm entfernt wurde, ist mir nicht bekannt. Der Mix aus Action, Sleaze, Monster-Horror und schwarzer Magie macht den Film jedoch zu einem stark vergnüglichen und sehr abwechslungsreichen Seherlebnis, welches ich nur empfehlen kann. Ein gewisser Trash-Faktor ist, natürlich durch das todernste und hölzerne Schauspiel von Richard Harrison gegeben. Die Musik wurde wohl auch aus diversen anderen Filmen zusammengeklaut. Unter anderem hörte ich Musik aus Söldner kennen keine Gnade. Cool. Der Film bietet eine Vielzahl von blutigen Effekten und abgefahrenen und exotischen Momenten.

Fazit: Die beste Godfrey Ho und Richard Harrison Arbeit, welche ich bisher sah!

Infos:

O: Scorpion Thunderbolt

HK 1988

R: Godfrey Ho

D: Richard Harrison, Juliet Chen Li-Yun, Nancy Lim, Bernard Tsui, Cynthia Ku

Laufzeit der US-DVD: Ca. 85 Min.

Gesehen am: 2015 / Neusichtung am: Sept. 2026

Fassungen: Gesehen via US-DVD von VIDEOASIA (Tales of Voodoo Vol. 5) = Englischer Dub (wenig gut), Vollbild, sah Uncut aus, grottenschlechte Bildqualität. Zitat aus der ofdb: «Das Bild ist stellenweise so dunkel, dass man garnichts mehr erkennt. Quali ist extrem grottig.». Stimmt. Besonders im Finale schade, wo tolle Monster-Effekte zu sehen wären. Da werde ich eine neuere Version kaufen. Die deutsche DVD (als Das Schlangenmonster) von AVV soll eine bessere Bildqualität haben und sie hat auch ein anderes Bildformat. Die deutsche Synchronisation könnte ggf. auch mehr Spass machen als der Englische Dub. Scorpion Thunderbolt ist ein Produkt, welches sich mehrheitlich Szenen des Filmes Grudge of the Sleepwalking Woman bedient (wohl eine Co-Produktion aus Südkorea und Taiwan) und in diese Godfrey Ho neue Szenen mit Richard Harrison hinzugefügt hat.

Sonntag, 30. August 2026

Emperor Oh Jak-doo 3

Emperor Oh Jak-doo 3

Story:

Busan in den 50ern:

Die beiden Freunde Chang-gi (Lee Ju-cheol) und Yong-pal (Oh Dong-yeong) versuchen ihr Glück in Busan. Sie geraten schnell an diverse Gangsterbanden, doch Chang-gi ist ein guter Kämpfer. Nachdem er erste Erfolge feiert und Gangster Bulgom (Song Geum-sik) im Kampf besiegt, sorgt das dafür, dass schon bald nächste Gegner auf ihn lauet. So einer ist Ma Cheon-su (Doppelrolle von Song Geum-sik), der vor Ort als «Texas Indian» bekannt ist und Busan dominiert. Doch Chang-gi will mit Ma Cheon-su eine gemeinsame Zukunft aufbauen. Doch als ein unbekannter Mann namens Oh Jak-du (Na Han-il) auftaucht, verändert das alles…

Meine Meinung:

Emperor Oh Jak-doo 3 ist der dritte Teil einer Action- und Gangster-Reihe aus Südkorea. Der Film hat mit den Vorgängern jedoch nur noch wenig gemein, auch wenn der Star der ersten zwei Filme, Na Han-il (Boss), einen Gastauftritt hinlegt. Das liegt daran, dass der Film in Busan der 50er Jahre spielt. Regie führte Cho Myung-hwa, von dem ich bisher nur einen Film gesehen habe (= Special Mission: Beauty Corps). Emperor Oh Jak-doo 3 erwarb ich zu einem Zeitpunkt, wo ich fast alles, was mein ehemaliger Korea-Dealer mir an Filmen angeboten hat, auch gekauft habe. Auch solche 90er Jahre Action- und Gangsterfilme aus Südkorea, die sonst nirgendwo veröffentlicht wurden.

Und die meisten dieser Filme sind zwar solide, aber, wie ich mehr und mehr merke, nicht wirklich etwas für meine Sammlung. Es gibt Ausnahmen wie z.B. Bloody Mafia, doch leider war diese VHS-Version stark in Gewalt zensiert. Was sich im Gegensatz zu den Kung Fu Filmen und VHS aus Südkorea auch negativ auswirkt, ist das Fehlen von englischen Untertiteln. Zwar konnte ich dem Plot von Emperor Oh Jak-doo 3 zu einem grossen Teil folgen, aber mit der Zeit, und auch durch die Tatsache, dass mir der Cast total unbekannt ist und ich mit der Zeit die Figuren nicht mehr unterscheiden konnte, wusste ich auf einmal nicht mehr, wer wer ist und warum der gegen den kämpft.

Das ist natürlich schade und nimmt dem Film eine gewisse Dramatik. Auf der anderen Seite gab es im Vergleich zu anderen Filmen dieser Art ziemlich viele Actionszenen zu bestaunen. Mehrheitlich Kampfszenen. Diese waren relativ ansehnlich in Szene gesetzt. Mit viele Kicks, übersichtlicher Kamera und ich denke, dass einige der Stars in dem Film einen Martial Arts Background haben. Lee Ju-cheol, der den Kämpfer des Duos spielt, spielte nebst bereits erwähnten Filmen wie Boss oder Special Mission: Beauty Corps auch in vielen anderen Filmen wie z.B. Always There mit. Auch Song Geum-sik war in einigen dieser 90er Jahre Actionfilmen zu sehen. Seine Anfänge machte er bereits Anfang der 80er in einigen südkoreanischen Kung Fu Filmen (The Yong-gwon Martial Arts, Manager of the Shaolin Hall, Shaolin: The Blood Mission).

Fazit: Wer seltene 90er Jahre Gangster- und Actionfilme aus Südkorea mag, kann durchaus einen Blick riskieren!

Infos:

O: Hwangje O Jakdu 3

Südkorea 1995

R: Cho Myung-hwa

D: Lee Ju-cheol, Song Geum-sik, Gu Min-ah, Na Han-il, Oh Dong-yeong

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 87:24 Min.

Gesehen am: Aug. 2026

Fassungen: Mir lag die VHS aus Südkorea von J & J Home Video vor = Koreanischer O-Ton ohne Subs, solide Bild- und Tonqualität, unbekannter Uncut-Status (sah Uncut aus). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Aug. 2026).

Samstag, 29. August 2026

The Great Escape from Women’s Prison

The Great Escape from Women’s Prison

Story:

Japan marschiert im 2. Weltkrieg in Korea ein und übernimmt das Land. Yeung Fung Kow (Lee Dae-Geun) entscheidet sich, sich den Japanern anzuschliessen. Das sorgt für Differenzen was seine ehemalige Liebe oder seine Familienmitglieder (Mutter, Bruder) angehen. Yeung Fung Kow geht so weit, diese verhaften und ins Camp verschleppen zu lassen. Im Frauengefängnis müssen die Insassinnen schuften. Gnade gibt es nicht und auf Wiederhandlungen folgen Folterstrafen. Doch langsam macht sich, auch bei der Bevölkerung, Widerstand breit…

Meine Meinung:

The Great Escape from Women’s Prison ist zwar ein eher harmloser Vertreter des WIP (Women in Prison) Genres, dennoch empfand ich den Film, gerade auch mit angepassten Erwartungen, als solide. Zudem habe ich schon schlechtere solche Filme gesehen (Im Camp der gelben Tigerinnen, War Victims, Escape from Hell Hole, Bambuscamp 2. Teil- Die Tätowierung). Es handelt sich um eine Co-Produktion zwischen Taiwan und Südkorea. Daher sind auch zwei Regisseure, nämlich Ting Chung (Tiger Jungle, Two Assassins of the Darkness, Of Cooks and Kung Fu) sowie Jang Il-Ho (The Iron Man, A Remodelled Beauty) als Regisseure gelistet.  Gedreht wurde vor Ort in Südkorea. Jang Il-Ho hat auch mind. drei Filme für die Shaw Brothers realisiert = Night of the Devil's Bride, The Deadly Knives sowie The Thunderbolt Fist.

The Great Escape from Women’s Prison bietet all die Klischees, die der Fan von diesem Genre erwarten kann. Was explizite Gewalt angeht, ist der Film harmlos. Was Nacktszenen angeht, gibt es hier nichts zu sehen (in einer Szene verdeckt eine Frau ihre Brüste, das ist alles). Dennoch funktioniert der Film. Es gibt WIP-Elemente, Shoot-Outs, Drama (auch durch die Familienkonstellation und der Tatsache des Überlaufens und Verrats), dennoch paar fiese Foltermomente und paar wenige blutige Details gibt es dennoch zu sehen. Und dann gibt es sogar noch eine kürzere Kampfszene. Die Drehorte in Südkorea sieht man dem Film positiv an.

Der Entscheid, fast komplett auf Humor und Klamauk zu verzichten (mit Ausnahme der adipösen Gefangenen) und die dramatischen Szenen zwischenmenschlichen Dilemmas in den Vordergrund zu stellen, passt und wirkt somit glaubhaft. Die Darsteller bestehen aus Koreanern und Chinesen, auch wenn es mehrheitlich Koreaner sind. Sie spielen mehrheitlich solide und glaubhaft. Der Inhalt kann sogar als historisch wichtig und sozialkritisch angesehen werden (Japanische Besetzung in Südkorea). Hier und da erinnerte mich der Film von seiner Inszenierung auch fast an einen Eastern, wenn sich die gefangenen Frauen z.B. in Rückblenden erzählen, warum sie im Gefängnis gelandet sind und jede ihre Geschichte erzählen darf.

Fazit: WIP-Fans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Da nu ji zhong ying / Yeosu daetalok

Taiwan, Südkorea 1976

R: Jang Il-Ho, Ting Chung

D: Lee Dae-Geun, Yoon Mi-Ra, Han Mi-Ja, Nam Soo-Jeong, Do Keum-Bong, Kao Chiang, Chang Pei-Shan

Laufzeit der US-VHS: 98:53 Min.

Gesehen am: Aug. 2026

Fassungen: Mir lag das Englisch Dubbed HK-VHS von Ocean Shores (Omni Video vor) = Solider Dub, solide Bildqualität, Vollbilds statt Widescreen. Laufzeit 98:53 Minuten. Die Mandarin Kassette ist ca. zwei Minuten kürzer als ein «Uncut Print auf YouTube» (98:47 Min). Die Szenen, die in der Mandarin VHS fehlen sollen, hatte ich den Eindruck, dass diese ggf. auf dem Englisch Dubbed VHS drauf waren. Da es eher unwichtige Szenen sind, spielt es jedoch nicht so eine grosse Rolle. Ich werde noch vergleichen. Der Film müsste aktuell gerade in Deutschland als Straflager der Geschändeten von X-Rated auf Blu-Ray veröffentlicht worden sein. Ob dort die Uncut Fassung (à la YouTube Print) auch an Bord sein wird, ist mir nicht bekannt. Immerhin soll die Fassung in Deutsch und Mandarin vorliegen. Ob es eine VHS in Südkorea gibt und sich die südkoreanische Fassung von der taiwanesischen Fassung (abgesehen von der Sprache) unterscheidet, weiss ich nicht. Es handelt sich um eine Co-Produktion beider Länder.  

Freitag, 21. August 2026

The Return of the Shaolin Chef

The Return of the Shaolin Chef

Story:

Horim (Elton Chong) ist Koch. Eines Tages tauchen Japaner bei ihm auf, verprügeln ihn und töten seine Frau. Sie halten Horim für den Koch Hwang Hwa-bu (Wang Ryong). Eine Verwechslung. Horim nimmt danach zusammen mit Hwang Hwa-bu eine Stelle als Koch in einem Shaolin-Kloster an. Dort spioniert er, wie Hwang Hwa-bu trainiert. Und Horim versucht, so ebenfalls sein Kung Fu zu verbessern, um sich später für den Tod seiner Ehefrau rächen zu können…

Meine Meinung (Südkoreanische Originalversion):

The Return of the Shaolin Chef ist die Fortsetzung von The Shaolin Chief Cook. Es handelt sich um eine südkoreanischen Kung-Fu-Film von Kim Jung-yong (The Undertaker in Sohwa Province), dessen Film im Ausland vor allem durch die Verschlimmbesserung von Godrey Ho (Lethal Panther, Ninja Terminator) bekannt geworden ist. Von Kim Jung-yong, der viele Filme, die später von Godfrey Ho verunstaltet wurden und sich interessant anhören, liegen mir ungesehen mind. noch zwei Titel vor (Deadly Shaolin Longfist, Arahan). In der Vergangenheit sah ich beim Kumpel Dragon Against Vampire.

Ich wurde durch meinen Filmkumpel aus London und dessen Insta Account auf The Return of the Shaolin Chef aufmerksam. Zudem, als ich auf FB das VHS zum Kaufen sah, hat mein Kumpel aus London den Film auch empfohlen. Das reichte mir aus, den Film zu kaufen und ich habe den Kauf nicht bereut. Ich empfand den Film besser, als ich das erwartet hätte. Die Fassung hat keine Untertitel und obwohl es sich um eine Fortsetzung handelt, kann der Story problemlos gefolgt werden. Anders scheint es bei der Godfrey Ho Fassung zu sein. Die soll, wahrscheinlich durch das Entfernen von und danach neu hinzugefügten Szenen, wirr sein.

Der Film bietet mehr Kämpfe, als ich das erwartet hätte. Und zwar von Beginn an. Der Plot ist simpel. Böse Japaner töten die Ehefrau von Elton Chong, der sich daraufhin einem anderen Chef Koch anschliesst und heimlich Kung Fu lernt, um sich am Ende rächen zu können. Simpel, unterhaltsam und mit vielen sehenswerten Kämpfen. Natürlich gibt es auch Klamauk, aber auch in der Hinsicht war dieser weniger störend, als es z.B. das VHS Artwork suggeriert. Zudem mutet der Film oftmals härter und dramatischer an, als erwartet. Elton Chong macht eine gute Figur und überzeugt in den sehenswerten Kampfszenen. Ich muss versuchen, mehr Filme von ihm, vor allem als südkoreanische Originalfassungen, in die Finger zu kriegen.

Fazit: Für Old School Kung Fu Fans sehenswert!

Infos:

O: Dol-aon sorimsa jubangjang

Südkorea 1982

R: Kim Jung-yong

D: Elton Chong, Wang Ryong, Choe Jeong-il, Jin Nu-ri, Kook Jong-hwan, Kim Hak-jun

Laufzeit der südkoreanischen VHS: Ca. 90 Min.

Gesehen am: Aug. 2026

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS vor = Uncut, O-Ton Koreanisch, keine Untertitel, gute Bild- und Tonqualität. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt. Auf dieser VHS befindet sich dien unveränderte Originalversion von Kim Jung-yong und nicht die später erstellte und neu zusammen gebastelte Fassung von Godfrey Ho, die verändert ist (entfernte Szenen, neu gedrehte Szenen, Dubbed, neue Musik etc.).

Mittwoch, 1. Juli 2026

The Manchu Boxer

 

The Manchu Boxer

Story:

Ein koreanischer Gangsterboss (Kim Ki-Joo) und seine Leute (Sammo Hung, Wilson Tong, Sin Jin-Hui) lassen vor einem Kampfturnier die Konkurrenz töten, damit er sich beim Turnier selbst zum Gewinner küren kann. Als Ku Yu-Changs (Lau Wing) Freund ebenfalls getötet wird (inklusive weitere Opfer, Vergewaltigungen und Suizide), bricht Ku Yu-Chang mit seinem Gelübde (nicht mehr zu kämpfen) und schwört Rache…

Meine Meinung (Extended Version):

The Manchu Boxer ist eine Co-Produktion zweiter Firmen (u.a. Golden Harvest). Einer aus Hong Kong und einer aus Südkorea. Das ist auch der Grund, warum vor Ort in Südkorea gedreht wurde und warum der Film zum Teil einen südkoreanischen Cast bietet. The Manchu Boxer bietet Inhalte, die der Fan aus anderen Filmen bereits kennt (Chinese Hercules, The Big Boss). Mir hat der Film gut gefallen. Ich sah den Film in einer Sammo Hung Collection und ich würde fast sagen, dass es der beste der drei Filme war.

Der Film von Wu Ma (spielt auch eine kleine Rolle, wird aber gleich am Anfang von Lau Wing getötet) und Kim Si-hyun (The Eighth Master, The Uninvited Guest of the Star Ferry) hat mir durch mehrere Faktoren gut gefallen. Zum einen die Drehorte. Das alte, verschneite und felsige Südkorea-Setting ist immer eine willkommene Abwechslung zu den Eastern, die in HK oder Taiwan gedreht wurden. Das gibt einfach schon eine ganz andere Stimmung. Zudem ist der Film ernst, hart, dramatisch, blutig (selbst in dieser noch leicht zensierten Version) und absolut humorlos. Auch das hat gefallen.

Der Plot ist Mittel zum Zweck. Von Lau Wing (Human Lanterns, Bastard Swordsman, The Enchantress) bin ich nie ein grosser Fan gewesen. Hier sollte er als neuer Held etabliert werden, was sich jedoch für Golden Harvest und Lau Wing nicht auszahlte. Ich muss jedoch sagen, dass er seine Sache hier gut macht. Auch an den Bösewichten hatte ich Freude. Der «Oberboss» wird von Koreaner Kim Ki-Joo (Hard Bastard, Fury in Shaolin Temple) verkörpert. Der macht das ok.

Noch mehr Freude hatte ich an Wilson Tong (Snake Deadly Act) sowie Sammo Hung (Shanghai Shanghai) als Kämpfer des Oberbosses. Die spielen japanische Charaktere. Die machen das gut. Sammo Hung war auch für die Action-Choreographie zuständig. Toll war noch das Mädel bei den Bösewichten: die mit Messern bewaffnete Sin Jin-Hui machte Lust auf mehr. Schade, dass sie scheinbar kaum in anderen Produktionen vor der Kamera stand. Welch Verschwendung.

 Fazit: Kung Fu Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Qi Sheng Quan Wang, Daepyeong-won-a

HK, Südkorea 1974

R: Wu Ma, Kim Si-hyun

D: Kim Ki-Joo, Sammo Hung, Wilson Tong, Sin Jin-Hui, Lau Wing, Wu Ma, Jeong Ae-Jeong, Tao Min-Ming, Kao Chiang

Laufzeit der UK-Blu (Extended Version): 92:53 Min.

Gesehen am: 01.07.26

Fassungen: Gesehen als UK-Blu-Ray von Eureka (Triple Threat) = obwohl zwei Fassungen an Bord (Kinofassung und ein Extended Cut) ist die längere Fassung dennoch nicht Uncut. Es fehlen Gewaltszenen (fünf Stück). Die Schnitte fallen aber, kennt man die Uncut nicht, nicht auf. Diese Szenen sind bei der auch zensierten US-DVD von Brentwood Home Video zu sehen (Englisch Dubbed, veränderter Soundtrack, Master sieht massiv dunkel aus, so dass kaum was zu erkennen in den Gewaltmomenten). Die Bild- und Tonqualität sind hervorragend. O-Ton mit englischen Subs. Schuber, Wendecover und Booklet.

Samstag, 16. Mai 2026

The Black Enforcer

The Black Enforcer

Story:

Kuan Yun-Fei (Tien Feng) hat 14 Menschenleben auf dem Gewissen und ist auf dem Weg, zum Gericht eskortiert zu werden. Nachts gelingt ihm die Flucht. Doch zuvor töten er und seine Männer die ganze Familie von Kung Tien-Lung (Tang Ching) inklusive vergewaltigen dessen Tochter. Kung Tien-Lung wird verletzt und wandert danach 15 Jahre ins Gefängnis. Danach sieht er die Zeit der Rache gekommen. Derweil lebt Kuan Yun-Fei, der inzwischen erblindet ist, mit seiner Familie ein ruhiges und abgelegenes Leben…

Meine Meinung:

The Black Enforcer war auch einer dieser Shaw Brothers Titel, die es mit Ausnahme der ZiiEagle Fassung nicht auf VCD und DVD gab. Celestial hat um das Jahr 2000 zwar begonnen, ca. 90% aller Shaw-Titel zu restaurieren und auf VCD und DVD zu veröffentlichen, doch einige Titel gingen ihnen, warum auch immer, durch die Lappen. Titel wie This Man Is Dangerous, To Kill a Mastermind, Ghosts Galore, I Will Finally Knock You Down, Dad!, Pursuit of a Killer, Curse of Evil, Spirit of the Raped, Revenge of the Corpse, Misfire, The Imperial Tomb Raiders, Crazy Nuts of Kung Fu, Karate King, The Psychopath, Mission Impossible, Die Wilden Engel von Hong Kong, Shadow Girl, Lovers Blades, Die Bande des gelben Drachen oder Na Cha and the Seven Devils.

Dank verschiedenen Labels wie Shout Factory, TVP, Koch Media und 88 Films sind nun einige dieser Filme auf physikalischem Medium erschienen. Einige der oben genannten gab es immerhin auf VHS oder LD. Zu diesen "verschollenen" Titeln gehörte auch The Black Enforcer. Ein Wuxia und eine angebliche Co-Produktion zwischen den Shaw Brothers (also Hong Kong) sowie Südkorea, wobei in Datenbanken nur Ho Meng-Hua (Shaolin Abbot, Shaolin Hand Lock, The Mighty Peking Man) als Regisseur und kein zweiter, koreanischer gelistet wird. Fakt ist, dass scheinbar der Cast während des Drehs ausgetauscht wurde. Gedreht wurde vor Ort im kalten und verschneiten Südkorea.

Der Film ist zwar kein Kracher, hat mir aber dennoch wirklich gut gefallen. Es sind vor allem zwei Dinge, dir mir zusagten. Zum einen die teilweisen Drehorte vor Ort in Südkorea. Die geben dem Film einen anderen Touch. Viele der Shaw-Filme sind reine Studio-Filme d.h. auch alle Outdoor-Aufnahmen sind nicht selten in Studios gedreht worden. So nicht in The Black Enforcer, auch wenn es selbstverständlich auch hier einige Studio-Aufnahmen gibt (z.B. das Finale = die Bildqualität der Blu-Ray ist so gut, dass an der übermalten Wand am Ende sogar Türen zu erkennen sind!).

Der andere Punkt, den ich mochte, war die grimmige Geschichte um Moral und Rache. Und dass sich diese eben oft auch nicht lohnt. Der Film nimmt sich für seine Figuren Zeit, das mochte ich. Einige der Duelle erinnerten an japanische Samuraifilm und/oder den Italo-Western. Tien Feng (The Awaken Punch, General Invincible) gibt einen soliden Bösewicht und Tang Ching (Bat Without Wings, Thirty Six Killers) einen soliden (Anti)Helden ab. Abgesehen von den beiden und von Choe Kwang-Ho haben mir ansonsten die Mädels gut gefallen. Auch in den ethischen Momenten. Da waren die Filmtöchter den Filmsöhnen überlegen. Cliff Lok (The Invisible Terrorist), den ich nicht wirklich charismatisch finde, hat nur eine kleine Rolle bekommen (zum Glück).  Die Kampfszenen sind hübsch blutig umgesetzt worden. Zusammen mit dem Weiss des Schnee ergibt das hier und da eine schöne Ästhetik.

Fazit: Shaw Brothers Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Hei Ling Guan

HK 1972

R: Ho Meng-Hua

D: Tien Feng, Tang Ching, Wang Ping, Fang Jen-Tzu, Choe Seong, Chao Hsiung, Choe Kwang-Ho, Cliff Lok

Laufzeit der US-Blu: Ca. 96 Min.

Gesehen am: Juni 2015 / Neusichtung am: 16.05.26

Fassungen: Früher sah ich davon eine ZiiEagle Kopie. Nun sah ich den Film via US-Blu-Ray von Shout Factory (Shaw Brothers Classics Vol. 6) = Wohl die erste Heimmedium Version (zuvor gab es weder eine VHS, LD, VCD, DVD oder Blu-Ray Fassung, zumindest nicht von Celestial), O-Ton mit englischen Subs, Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Mai 2026).

Dienstag, 28. April 2026

Always There

Always There

Story:

Young-ah, aus armen Verhältnissen stammend, rutscht in städtische Gefilde ab d.h. wird von einer Gang gezwungen, als Prostituierte zu arbeiten. Kang Baek-chon, der seinen Bruder durch erwähnte Gang verloren hat, will diese zerschlagen. Als er zufällig auf Young-ah trifft, verliebt er sich in sie. Derweil bekommt die Gang ein neues Mitglied: Cobra. Dieser soll die Organisation beschützen. Wird Kang Baek-chon die Gang zerschlagen und Young-ah aus ihren Fängen retten können?

Meine Meinung:

Always There war ein Blindkauf, den ich rund um das Jahr 2018/2019 getätigt habe. Und dieser hat sich nicht gelohnt. Es handelt sich bei Always There um einen Mix aus Thriller, Drama, Erotik- und Gangster-Film aus dem Jahr 1990, wobei die Bösewichte alle aus dem HK-Kino der damaligen Gangsterstreifen von John Woo stammen könnten. Das ist unverkennbar, dass diese Filme aus Hong Kong, die extrem erfolgreich waren, als Inspirationsquelle dienten.

Der Film von Seok Do-Won ist solide, aber kein Kracher. Seok Do-Won hat in den 90ern einige Erotikfilme realisiert. Dabei waren vor allem einige Madame Aema Fortsetzungen (Madame Aema 4-8 inklusive den 10. Teil sowie die Dracula Variante Dracula Emma). Im Vergleich zu diesen ist Always There aufwändiger. Ob der Film in Südkorea jedoch tatsächlich im Kino lief, weiss ich nicht. Der Cast ist mir jedoch auch unbekannt. Zumindest von den Namen her.

Die einzigen zwei Schauspieler, welche in Filmen mitgewirkt habe, die ich kenne, betreffen vor allem das Kung Fu-Kino. Da halfen die Koreaner auch mit und/oder einige ihrer Stars waren in Produktionen aus Taiwan oder Hong Kong zu sehen. In Always There sehen wir dabei Seo Pyeong-Seok, den ich aus Hitman in the Hand of Buddha kenne sowie Kim Kuk-hyeon, den ich in Filmen wie The Clones of Bruce Lee und dem koreanischen Casanova Wong Film For the Motherland sah. Die Darsteller sind solide. Nur die Dramatik am Ende war mir zu laienhaft.

Bei Kung-Fu Filmen stört es (oft) nicht, wenn englische Untertitel fehlen. Hier war es jedoch, würde ich meinen, vielleicht von Nachteil. Auf der anderen Seite gibt der Plot wirklich auch nicht viel her. Alles schon viele Male gesehen. Naives Mädel vom Lande wird in der urbanen Stadt ausgenutzt. Für eine Film mit Erotikszenen ist der Film zu konservativ (auch wenn es kurze Nacktszenen zu sehen gibt) und für einen Film mit Actionszenen und Gangstern muss der Fan bis zum Finale warten, bis Mal was passiert (paar wenige blutige Shoot-Outs). Soll heissen es gibt viele Längen. Zu wenig Action, zu viel Drama.

Fazit: Nicht wirklich zu empfehlen!

Infos:

O: Eonjena geu jalina

Südkorea 1990

R: Seok Do-Won

D: Jeong So-Nyeo, Kim Cheon-Man

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 97:45 Min.

Gesehen am: 28.04.26

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Jung Woo Cinema vor = Sah Uncut aus (paar blutige Shoot-Outs und paar wenige Nacktszenen), Koreanischer O-Ton, sehr gute Bildqualität. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: April 2026).

Samstag, 4. April 2026

Sparkman

Sparkman

Story:

Ein böses Alien will die Menschheit unterjochen. Superheld Sparkman (Shim Hyung-rae) und eine Prinzessin kämpfen dagegen an…

Meine Meinung:

Aka Spark Man. Von Spark Man sah ich auf dem Blog meines Kumpels eine Besprechung. Die hörte sich amüsant und vielversprechend an. Ein Film, den ich gut schauen kann, ohne müde zu werden. Kein anspruchsvolles Kino. Wenn ich Filme auf einem grossem Beamer schaue, wo alles stockdunkel ist, ist die Chance grösser, dass ich müde werde. Also wählte ich mir Spark Man, als er fragte, was ich schauen wolle (er hat einen Beamer). Es handelt sich um einen Film von Kim Kyeong-Shik. Von diesem Regisseur finde ich keinen weiteren Infos.

Der Film wartet mit Star Shim Hyung-rae auf, der dazumal mit Dragon Wars den teuersten südkoreanischen Film überhaupt in die Kinos brachte. Von Shim Hyung-rae, einem Darsteller und Komödiant, habe ich einige, wenige Filme gesehen, die mir alle Spass bereitet haben. Darunter befinden sich Titel wie Young-Gu and Dinosaur Zu-Zu oder Tyranno's Toenail. Ungesehen liegen noch Asperman and Wooremae (Wooremae from Space 8) sowie Police Hyungrae and Bug Three Musketeers rum (und eines dieser Tapes spielt nicht gut).

Daher freute ich mich auf Spark Man. Bei Spark Man handelt es sich um einen Ende der 80er Jahre Mix aus Sci-Fi, Komödie und Superheldenfilm. Mehrheitlich orientiert sich der Film am japanischen Tokusatsu-Genre inklusive der Zeichentrickserie Transformers aus den 80ern. Desweitern gibt es zwei schöne Hommagen. Zum einen eine Kampfszene, in der im Drunken Kampfstil gekämpft wird (à la Jackie Chan in Drunken Master) und dann machen die Aliens und unser Superheld einen auf Jiangshi (= hopping Vampires). Da musste ich schmunzeln.

Ich fand den Film solide, kurzweilig und spassig. Die Effekte (Animationen, Raumschiffe, Masken, Lasterstrahlen, Anzüge) sind stark, dass muss gesagt werden. Wo man dem Film sein kleines Budget hingegen ansieht, ist in Anzahl der Action- und Kampfszenen. Zudem in der Anzahl Figuren. Da gibt es halt nur 3-4 Figuren. Dass diese dann in den ersten Kämpfen nicht besiegt werden, ist nachvollziehbar, weil sonst gar keine mehr vorhanden wären. Das macht die Fights hier und da etwas repetitiv und unspannend. Das Finale fand ich etwas lahm, aber das ist Geschmackssache.

Fazit: Für Shim Hyung-rae sowie Tokusatsu-Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Seupakeumaen

Südkorea 1988

R: Kim Kyeong-Shik

D: Shim Hyung-rae, Jeong Seol Park, Lee Hyeong-bin, Jeon-ho Song, Yeong-in Kim, Jin-kyoung Kim, Dong-sam Kim

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 86:53 Min.

Gesehen am: 03.04.26

Fassungen: Beim Kumpel als südkoreanische VHS von Daewon Media gesehen = Uncut, O-Ton Koreanische ohne Subs, gute Bild- und Tonqualität. Gibt es inzwischen auch auf DVD. Label: New Media Park. Koreanisch, keine Untertitel. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: April 2026).

Dienstag, 10. März 2026

Hitman in the Hand of Buddha

 

Hitman in the Hand of Buddha

Story:

Wong Chin (Hwang Jang-Lee) arbeitet in der Reis-Verarbeitung. Die Konkurrenz versucht, der Firma Schaden zuzufügen. Wong Chin wehrt sich und zieht so den Zorn der Gangster auf sich. Diese setzen einen Kämpfer (Tino Wong Cheung) auf Wong Chin an. Dieser hat jedoch keine Chance. Also taucht der Boss (Eddy Ko) höchstpersönlich auf und schlägt Wong Ching in die Flucht. Der flieht in den Shaolin Tempel und bereitet sich dort auf seine Rache vor…

Meine Meinung (Koreanische Fassung):

Hitman in the Hand of Buddha ist ein Film von und mit Hwang Jang-Lee, je nach Quelle und für seine Fans absolutes Pflichtprogramm. Der Film aus dem Jahr 1981 wirkt eher wie eine Ende der 70er Jahre Produktion à la Die Schlange im Schatten des Adlers. Der Mix aus Klamauk und Kung Fu, die Choreographie erinnern an diese typischen 1979er Kung Fu Komödien.  Es herrschen unterschiedliche Infos, ob der Film eine Produktion aus Hong Kong oder Südkorea ist (mehr dazu unter Fassungen). Wie dem auch sei: der Film ist Old School Kung Fu Fans wärmstens zu empfehlen!

Der Plot ist dünn und minimalistisch. Was überzeugt sind die Hauptrollen, die Anzahl von Kampf- und Trainingsszenen und die Choreographie. Das sind die Stärken des Filmes. Die Kampfszenen und die Choreographie hat Yuen Woo-Ping Vibes. Jedoch waren Corey Yuen (Ninja in the Dragon's Den, Heroes of Shaolin) und Mang Hoi (The Blonde Fury, Encounters of the Spooky Kind 2) dafür zuständig. Besonders die Kampfszene mit den Essstäbchen und der Finalkampf zwischen Hwang Jang-Lee und Eddy Ko waren die Highlights des Filmes. Der Hammer!

In der koreanischen Fassung, welche ich mir zuerst ansah, wurden einige wenige humoristische Szenen mit Kindern und Fan Mei-Sheng als Bettler entfernt. Das ist gut so. Hingegen gibt es in der HK-Fassung mehr Italo-Western Musik zu hören, als in der koreanischen Fassung. Der Eastern, der in Südkorea gedreht wurde, wartet mit Hwang Jang-Lee (The Eagle's Killer, Buddha Killer) in einer Heldenrolle auf. Ich mag ihn i.d.R. mehr als Bösewicht, doch seine Technik und Kampfszenen hier waren absolut klasse, so dass das zu verschmerzen war. Ihm gegenüber steht Eddy Ko (Mountain Warriors, The Thundering Mantis), der als fieser Bösewicht und harter Endgegner zu gefallen weiss. Speziell wenn sie im Finale zuerst mit Stöcken gegeneinander kämpfen, ist Spektakel garantiert.

Fazit: Muss See Titel für Fans von Hwang Jang-Lee!

Infos:

O: Che Diy Saai Yan, 借刀殺人, The Swordsman (Inmuga-in), 인무가인

HK, Südkorea 1981

R: Hwang Jang-Lee, Park Yun-gyo

D: Hwang Jang-Lee, Eddy Ko, Hwang Choon-Soo, Won Jin, Park Hui-Jin, Fan Mei-Sheng, Tino Wong Cheung, To Siu-Ming

Laufzeit der UK-DVD (Koreanische Fassung): 81:25 Min.

Gesehen am: 10.03.26

Fassungen: Mir ist nicht 100% klar, ob es ein HK oder ein südkoreanischer Film oder eine Co-Produktion ist. Laut dem koreanischen Filmarchiv ist es ein südkoreanischer Film, produziert von Dae Yang Films Co. und Regie führte Park Yun-gyo. Der Film wurde auch in Südkorea gedreht. Laut der Hong Kong Movie Database ist es eine HK-Produktion entstanden durch Hwang Jang-Lee, der nicht nur die Hauptrolle spielte, sondern auch Regie führte und seine Firma Hwang Jang Lee Production Company produzierte den Film. Laut der UK-DVD, die nebst der HK-Fassung (Englisch Dubbed) auch die kürzere koreanische Fassung anbietet (In Koreanisch mit englischen Untertiteln), soll die koreanische Fassung der Director’s Cut sein und soll durch die Hand von Hwang Jang-Lee entstanden bzw. editiert worden sein. Es soll auch seine Originalstimme sein, die im Koreanischen Dub zu hören ist. Daher sah ich mir zuerst die koreanische Fassung an. Die liegt in Vollbild vor. Die Bild- und Tonqualität sind (für meinen Geschmack) noch immer gut. Die HK-Fassung sah mich mir als China VHS von Pacific an. Der Film liegt statt im chinesischen O-Ton Kantonesisch in Mandarin mit englischen & chinesischen Subs vor. Es handelt sich um eine Kopie der HK-VHS von Wild West Video (einem Ocean Shores Ableger). Die deutschen Hauptfassungen (Titel: Im Auge des Taifun) sind zensiert aber in Widescreen. Als Bonus haben einige deutsche Anbieter auch die Uncut Fassung in Englisch auf die Disc gepackt (Vollbild = wohl auch eine Ocean Shores Kopie). Es gibt keine Blu-Ray (Stand: März 2026). Die Koreanische Fassung läuft 81:25 Min. Die HK-Fassung 89:30 Min. Grössere Unterschiede fielen mir, speziell in den Kampfszenen, nicht auf. Ggf. fehlt im Korea-Cut die angedeutete Rape-Szene und einige lustige Szenen fehlen dort, was die koreanische Fassung kurzweiliger werden lässt. Dafür nahm ich in der HK-Version mehr Italo Western Musik wahr. Mit der Korea-Fassung via UK-DVD bin ich jedoch bestens bedient.


Sonntag, 8. März 2026

The Soul Guardians

The Soul Guardians

Story:

Eine Polizeieinheit stürmt das Lager eines satanischen Kultes, nur um festzustellen, dass alle Mitglieder tot sind. Durch Suizid. Ein schwangeres Opfer schafft es bis ins Krankenhaus. Dort stirbt sie, ihre Tochter kann aber gerettet werden. 20 Jahre später sucht die dunkel Macht nach der jungen Frau, um durch ihren Körper wiedergeboren zu werden. Ehemalige Sekten-Anhänger sterben, die Polizei ermittelt und mehrere «Soul Guardians» setzen such zum Ziel, die junge Frau vor den dunklen Mächten zu schützen…

Meine Meinung:

Als ich 2008 in Hong Kong war, kaufte ich, so viel ich noch weiss, über 100 Filme. Auch einige VCDs. Das waren zu einem Teil reine Blindkäufe. So einer war The Soul Guardians. Bei The Soul Guardians handelt es sich um einen Ende der 90er Jahre Film aus Südkorea, der vor allem für seinen teilweisen Einsatz von CGI-Effekten das damalige Kino in Südkorea revolutioniert haben soll. Wer jetzt vermutet, dass es sich bei The Soul Guardians um eine «CGI-Schlacht» handelt, der irrt.

Ich fand den Film solide. Ich fühlte mich gut unterhalten. Die erste Disc (meiner VCD-Version) war dabei etwas unterhaltsamer und bot mehr Action. Der Film erinnerte mich zwar an Filme wie Sieben, Warlock – Satans Sohn kehrt zurück und Co., machte das aber ganz ordentlich. Besser gut geklaut als nicht, würde ich meinen. Jedoch stimmt das so nicht ganz: es handelt sich beim Film um eine Verfilmung eines in Südkoreas populären Romans (Toemarok). Die CGI-Effekte haben 90er Jahre Vibes, so à la Buffy - Im Bann der Dämonen. Die fliegenden Messer haben mich vor allem an oben genannten «Warlock» erinnert. Eine Einstellung vom besessenen Kind erinnerte mich zudem an der 80er Jahre Horrorstreifen Evilspeak.

Der Film bietet einen guten Mix aus Okkult-Thriller, Krimi, Action- und Horrorfilm. Hier und da erinnerten mich einzelne Szenen auch an Sci-Fi Momente aus Matrix oder Terminator, wo einige Sequenzen fast 1:1 aus den Klassikern stammen könnten. Oder die Kleidung. Oder der Dauerregen. Das Böse kommt hier in diversen Formen. Zum einen kann es auch Objekte und Gegenstände befallen und töten, zum anderen in der Form eines Killersoldaten. Daher wirkt der Film auch kurzweilig, abwechslungsreich und unterhaltsam.

Der Cast besteht aus Namen wie Kim Roi-ha (Memories of Murder), Ahn Sung-ki (Musa), Shin Hyun-jun (Shadowless Sword), Lee Ki-young (A Bittersweet Life) oder Lee Beom-soo (The City of Violence). Der weibliche Hauptstar Chu Sang-mi, feierte 2000 mit Say Yes grosse Erfolge. Einen Film, den ich nicht kenne, nun aber viel Gutes gelesen habe = Wunschliste. The Soul Guardians kommt in dieser Form (VCD, kein DTS-Ton, keine englischen Untertitel, leicht zensiert) nicht in die Sammlung. Wäre mir für die Sichtung z.B. die DVD aus Südkorea zur Verfügung gestanden, hätte ich den Film behalten. So bin ich jedoch unschlüssig, ob ich neu kaufen werde oder ob es bei dieser einen Sichtung bleiben wird.

Fazit: Fans von südkoreanischen Horrorfilmen können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Toemalog

Südkorea 1998

R: Park Gwang-choon

D: Ahn Sung-ki, Shin Hyeon-joon, Choo Sang-mi, Oh Hyeon-cheol, Chu Sang-mi

Laufzeit der HK-VCD: 49:51 Min. (1. Disc) / 47:21 Min. (2. Disc)

Gesehen am: 08.03.26

Fassungen: Mir lag die HK-VCD von Winson Entertainment vor = solide Bild- und Tonqualität, O-Ton mit chinesischen Subs (nicht Englisch freundlich), ca. 34 Sekunden zensiert (0.5-1 Sek. Gewalt, Rest = Sexszene). Qualitativ am besten dürfte die DVD aus Südkorea sein (DTS-Ton, Uncut, englische Untertitel). Die deutsche DVD (als Soul Guardians - Die Seelenwächter) hat zwar auch O-Ton, aber keine Untertitel. Es scheint keine Blu-Ray zu geben (Stand: März 2026).

Freitag, 6. März 2026

Epitaph

Epitaph

Story:

Ein Krankenhaus soll geschlossen werden. Ein ehemaliger Arzt erinnert sich an diverse (Grusel)Geschichten, die er 1942 im dortigen Anwesen erlebt hat…

Meine Meinung:

Epitaph habe ich 2019 in Südkorea im Urlaub gekauft. Quasi ein Blindkauf. Ich glaube, durch einen anderen Blog (eines Kumpels) auf den Film aufmerksam geworden zu sein. So genau weiss ich das nicht mehr. Ich wusste nichts über den Film. Ich dachte, als ich mir heute das Cover der DVD ansah, dass es sich wohl um einen alten Streifen à la The Housemaid oder The Insect Woman handeln würde. Pustekuchen. Es handelt sich um einen «neuen» Film aus dem Jahr 2007. Ein Regie-Debüt der Brüder Jeong Beom-sik und Jeong Sik, die später Gonjiam: Haunted Asylum realisieren sollten.

Ich las vor der Sichtung nur ein Review auf einer anderen Schweizer Homepage und habe nichts erwartet. Aber immerhin wusste ich nun, um was es geht. Ein koreanischer Arzt, der in den 40ern im durch Japan besetzten Korea in einem Krankenhaus arbeitete, erinnert sich, als er erfährt, dass das Krankenhaus geschlossen werden soll, an seine Arbeit. Und der Inhalt sind mehrere Geister-Geschichten, die z.T. auch miteinander verknüpft sind. Und dann sorgt auch noch ein Serienkiller-Sub Plot für Angst und Schrecken.

Ich wurde positiv überrascht. Für mich stellt Epitaph einen Geheimtipp dar und einen der besten südkoreanischen Filme, welchen ich in letzter Zeit sah. Der Film ist optisch eine Wucht. Das gilt sowohl für die Bildsprache, wie auch der innovativen Arbeit der Kameraführung oder der passenden, wunderschönen Musik. Es wird hier Spannung und Grusel durch Stimmung, Bilder und Musik erzeugt, und nicht durch billige Jump-Scares. Toll. Die Effekte und Bilder sind der Wahnsinn, zumal der Film durch die verschiedenen Sub-Plots auch zu keiner Sekunde langweilig wird.

Ich konnte mich gut auf den Film und Inhalt einlassen und wurde somit auch gefesselt. Es kam definitiv Gruselstimmung auf. Die starke Vertonung der südkoreanischen DVD half dabei. Die mir unbekannten Darsteller haben alle durch die Bank überzeugt. Unbekannt heisst, ich kenne diese von den Namen nicht, was jedoch nicht bedeutet, dass es unerfahrene Darsteller sind. Das ist nicht der Fall. Namen wie Jin Goo (A Bittersweet Life), Kim Bo-kyung (Tae Guk Gi: The Brotherhood of War), Kim Tae-woo (JSA) oder Kim Eung-soo (Attack the Gas Station) haben Erfahrung im Film. Einige kreiden dem Plot an, wirr und konfus zu sein. Ich würde meinen, den Film einfach auf sich wirken zu lassen und die Bilder und Musik zu geniessen.

Fazit: Schöner Geheimtipp. Ich freue mich schon auf eine zukünftige Zweitsichtung!

Infos:

O: Gidam

Südkorea 2007

R: Jeong Beom-sik, Jeong Sik

D: Jin Goo, Kim Tae-woo, Lee Dong-gyoo, Kim Bo-kyeong, Ko Joo-yeon, Kim Eung-soo

Laufzeit der südkoreanischen DVD: Ca. 102 Min.

Gesehen am: 06.03.26

Fassungen: Mir lag die südkoreanische DVD von SM Pictures vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, gute Bild- und hervorragende Tonqualität. Es gibt keine deutsche Fassung und es scheint (noch) keine Blu-Ray zu geben (Stand: März 2026).

Donnerstag, 5. Februar 2026

No Other Choice

 

No Other Choice

Story:

Ehemann und Vater Man-soo (Lee Byung-hun) verliert nach 25 Jahren seinen Job. Trotz Bewerbungen steht er auch ein Jahr später noch ohne Job da und arbeitet als «Aushilfe» im Supermarkt. Dies hat negative Folgen für seine Familie. Danach fasst Man-soo einen radikalen Plan, um eine Stelle zu bekommen und die Konkurrenz «abzuschütteln»…

Meine Meinung:

No Other Choice ist der neuste Film von Old Boy Regisseur Park Chan-wook (Sympathy for Mr. Vengeance, Sympathy for Lady Vengeance, The Handmaiden, Joint Security Area). Die Prämisse des Filmes hörte sich vielversprechend an. Daher ging ich doch mit einer gewissen Vorfreude ins Kino. Leider konnte mich der Film jedoch nicht abholen. Ganz überrascht bin ich dennoch nicht, da ich allgemein kein wirklich grosser Fan von Park Chan-wook bin (Ausnahme: Old Boy). Ansonsten finde ich die Mehrheit seiner Filme überbewertet. Optisch meist schick, aber sonst relativ zäh und lahm.

Das trifft auch auf No Other Choice zu, der es in der Schweiz sogar ins reguläre Kinoprogramm geschafft hat. Das hatte ich nicht erwartet und das gefiel. Der Film ist bombastisch gefilmt worden. Extrem schöne Bilder, spezielle und innovative Kameraeinstellungen, wunderschöne Bilder und Optik. Die Machart und Inszenierung des Filmes (Ton und Musik) sind ein Genuss, sieht der Zuschauer von einer CGI-Schlange in einer einzelnen Szene ab. Ggf. könnte schon fast von einem Style over Substance Faktor gesprochen werden.

Der Film sieht nicht nur fantastisch aus, sondern ist auch unglaublich gut gespielt. Besonders die Hauptfiguren waren sehr überzeugend. Da geben Lee Byung-hun (A Bittersweet Life, I Saw the Devil) und Son Ye-jin einfach alles. Eine der besten Szenen war die Kostümparty, die fast in einem Drama endet. Aber auch die Nebenfiguren sind alle toll gecastet und überzeugen in ihren Rollen. Zudem gibt es schöne Herbst-Bilder zu sehen. Die lassen Wild Vibes aufkommen, was ich als Wild-Liebhaber (Link 1, Link 2, Link 3) von der Stimmung, die diese Szenen generiert haben, sehr mochte.

Leider bewegt sich der Plot zunächst kaum vom Fleck und der Film weiss nicht, was er eigentlich sein möchte. Ich hätte den Inhalt und dessen Verlauf auch anders erwartet. Da hatte ich vor der Sichtung falsche Erwartungen. Da der Film eine Laufzeit von über zwei Stunden aufweist, wurde die Sichtung auf Dauer zäh und zuweilen auch sehr langweilig. Es braucht viel Sitzfleisch. Und die «Actionparts» sind dabei rar und selten. Und viele der "lustigen Szenen" waren nicht leider nicht wirklich lustig (die wenigen Zuschauer haben kaum bis nie gelacht).

Fazit: Optisch stark, inhaltlich schwach. Fans von Park Chan-wook können dennoch einen Blick riskieren…

Infos:

O: Eojjeol suga eopda

Südkorea 2025

R: Park Chan-wook

D: Lee Byung-hun, Son Ye-jin, Park Hee-soon, Lee Sung-min, Yeom Hye-ran

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 139 Min.

Gesehen am: 05.02.26

Fassungen: In Bern im Kino gesehen = Uncut, O-Ton, deutsche Subs. Soll Ende Mai in Deutschland auf DVD, Blu-Ray und UHD erscheinen.

Dienstag, 6. Januar 2026

Musa

Musa

Story:

1375 China zur Zeit der Ming-Dynastie:

Die Han-Chinesen kommen an die Macht. Diplomaten und Soldaten aus Korea wollen den neuen Machthabern ihre Ehre erweisen und machen sich auf den Weg nach Nanking. Doch es gibt Probleme und die Truppe wird ins Exil in die Wüste verbannt. Dort trifft die Truppe auf Mongolen (u.a. Yu Rongguang), die die Chinesen ermorden, die Koreaner aber leben lassen. Später treffen die Überlebenden der Truppe (u.a. Ahn Sung-ki, Jung Woo-sung, Ju Jin-mo) erneut auf Mongolen. Diese haben die chinesische Prinzessin (Zhang Ziyi) in ihrer Gewalt. Die Koreaner planen, diese zu befreien und damit ihr Dasein im Exil aufzuheben…

Meine Meinung:

Musa sah ich seit mind. 20 Jahren oder sogar länger nicht mehr. Irgendwo hatte ich den Film als sehenswert abgespeichert, wusste aber kaum mehr etwas über den südkoreanischen Film von Kim Sung-Soo, von dem ich ansonsten nur einen anderen Film gesehen habe (= Asura: The City of Madness). Musa wurde nun zu Ehren von Ahn Sung-ki aufgefrischt. Ahn Sung-ki ist Anfang 2026 verstorben. Er war ein bekannter Schauspieler in Südkorea und spielte schon seit den 50ern bis 2023 in vielen Produktionen mit.

Ahn Sung-ki (Noryang: Deadly Sea, The Housemaid) spielt nebst Jung Woo-sung (Cobweb), Ju Jin-mo, Yu Rongguang (Mirage, Project S, Iron Monkey) und Zhang Ziyi (The Crossing 2) einer der Hauptrollen. Er spielt den Kämpfer mit dem Pfeilbogen. Musa hat die Neusichtung bestanden. Die Tatsache, dass ich mich vor der Sichtung über den Plot informierte, meine Englischkenntnisse besser sind als vor 20 Jahren und ich auch einige der Schauspieler inzwischen besser kenne (ich wusste z.B. nicht mehr, dass Yu Rongguang hier den bösen General spielt), halfen, dem Film und Plot besser folgen zu können.

In Wahrheit muss ich jedoch anerkennen, dass es kaum einen Plot gibt. Der Film wirkt etwas wie Mad Max: Fury Road und am Ende wie Seven Samurai. Nur besser. Ich bin immer skeptisch, was das südkoreanische Kino angeht. Aber Musa konnte mich absolut überzeugen und ich würde den Film nebst Filmen wie Heaven's Soldiers, I Saw the Devil, A Bittersweet Life, Bedevilled, Old Boy, The Wailing, The Chaser, Memories of Murder oder City of Violence. Von älteren (Kung Fu) Filmen wie Secret Ninja Roaring Tiger, Blue Butterfly the Amazon, The Uninvited Guest of the Star Ferry oder Rage of the Dragon sprechen wir erst gar nicht.

Musa war episch. Tolle Settings, grandiose Action, übersichtliche Kameraarbeit (zumindest in der komplett unzensierten Fassung inklusive vielen Zeitlupenaufnahmen), kaum Humor (grosses Plus), trotz der stolzen Laufzeit von über 2h kaum Längen, starke Musik und blutige Kämpfe machen den Film zu einem Genuss. Und Yu Rongguang als mongolischer General war stark. Als Fan des HK-Kinos sah ich ihn oft (in HK-Produktionen) und hatte daher Freude, ihn in dem Film zu sehen. Tierfreunde werden an den unzähligen Pferdestürzen keine Freude haben. Am schwächsten war Zhang Ziyi mit Steven Seagal-Fresse. Das war ein kommerzieller Entscheid sie im Film zu haben, da sie dazumal in anderen Filmen erfolgreich war (Crouching Tiger, Hidden Dragon, Hero).

Fazit: Einer der besten südkoreanischen Filme!

Infos:

O: Musa

Südkorea, China 2001

R: Kim Sung-Soo

D: Ahn Sung-ki, Zhang Ziyi, Jung Woo-sung, Park Jeong-hak, Ju Jin-mo, Yu Rongguang

Laufzeit der südkoreanischen DVD: 157:40 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: 06.01.26

Fassungen: Mir lag die südkoreanische DVD (die Special Edition mit zwei Discs) von CJ Entertainment vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. In vielen Ländern ist nur eine verkürzte internationale Version verfügbar. In Deutschland ist der Film auch Uncut auf DVD erhältlich. Es scheint noch keine Blu-Ray zu geben (Stand: Jan. 2026).

Dienstag, 16. Dezember 2025

Rage of the Dragon


Rage of the Dragon

Story:

Menschen sind verschwunden und/oder getötet worden. Auch Lei Lungs (Dragon Lee) Vater gehört zu den Vermissten. Das macht Lei Lung zum Verdächtigen. Vor allem Meister Wong Kwok (Choe Min-Gyu) hat es auf Lei Lung abgesehen. Er macht Lei Lung auf den Tod seines Vaters verantwortlich. Master Kwan (Carter Wong) versucht derweil, wie auch Lei Lung, die Sache aufzuklären…

Meine Meinung:

Rage of the Dragon ist eine sehr positive Überraschung der Bruceploitation Box von Severin Films. Bis auf wenige Ausnahmen und die Tatsache, dass Dragon Lee (Muscle of the Dragon, The Big Boss 2 – Rache in Shanghai!, Enter Three Dragons) einer der Hauptrollen spielt, wäre der Film für mich nicht Mal per se ein typischer Bruceploitation-Vertreter, sondern mehr ein eigenständiger Kung Fu-Film. Und die mag ich definitiv lieber als reine Bruceploitation-Filme.

Es handelt sich um einen südkoreanischen Film, der auch vor Ort gedreht wurde. Der Film stammt von Kim Shi-Hyeon (Kung Fu Fever). Schon dessen Secret Ninja, Roaring Tiger hat mir in den letzten Monaten ausserordentlich gut gefallen und so steht es auch um Rage of the Dragon. Die südkoreanischen Settings heben den Film gekonnt von den Kollegen aus Hong Kong und Taiwan ab. Auch beim Plot versucht der Film, anders zu sein. Die Szenen in der Grotte erinnerte mich leicht an The Butterfly Murders.

Es gibt viele tolle Kampfszenen, die diverse Tier-Kampfstile anwenden (z.B. Schlange). Die komischen Kampfgeräuschen sind schräg, aber haben ihren Charme und geben dem Film, zumindest im Finale, eine leicht trashige Note. Nebst Dragon Lee tummeln sich hier noch Carter Wong (Killer of Snake, Fox of Shaolin), der den Bösewicht spielt. Choe Min-Gyu (Ninja in U.S.A.) hat in den Kampfszenen auch überzeugt. Etwas schade, dass Kim Ji-Hye, ich glaube es handelt sich um die einzige Frauenrolle, kaum Kampfszenen bekommen hat. Godfrey Ho (Ninja Terminator) hat den Film quasi ausserhalb Koreas vertrieben, aber war nicht wirklich dessen Regisseur.

Fazit: Für Kung Fu Film-Fans zu empfehlen!

Infos:

O: 매권 Cheer (Maegwon)

Südkorea 1980

R: Godfrey Ho, Kim Shi-Hyeon

D: Dragon Lee, Choe Min-Gyu, Carter Wong, Kim Ji-Hye, Im Ja-Ho, Yoon Il-Joo

Laufzeit der US-Blu: 89:47 Min.

Gesehen am: 18.11.25

Fassungen: Gesehen als US-Blu-Ray von Severin Films (via The Game of Clones: Bruceploitation Collection Vol. 1) = Uncut «HK-Version» (= Godfrey Ho Version), Englischer Dub (sogar solide), Widescreen, erstklassige Bild- und Tonqualität. In Deutschland als Im Auftrag der Todeskralle auch auf Blu-Ray erschienen. Da werde ich wohl, da Deutscher Ton dem Englischen Dub sicherlich überlegen, nochmals zugreifen. Inwieweit die koreanische Originalversion von Godfrey Ho verändert wurde, ist mir nicht bekannt. In mind. einem Review habe ich gelesen, dass Szenen mit Dragon Lee und Kim Ji-Hye (die Frau) rausgeflogen sind aber auch einige Kampfszenen von Dragon Lee gegen Carter Wongs Männer vor dem Finale.