Musa
Story:
1375 China zur Zeit der Ming-Dynastie:
Die Han-Chinesen kommen an die Macht. Diplomaten und Soldaten aus Korea wollen den neuen Machthabern ihre Ehre erweisen und machen sich auf den Weg nach Nanking. Doch es gibt Probleme und die Truppe wird ins Exil in die Wüste verbannt. Dort trifft die Truppe auf Mongolen (u.a. Yu Rongguang), die die Chinesen ermorden, die Koreaner aber leben lassen. Später treffen die Überlebenden der Truppe (u.a. Ahn Sung-ki, Jung Woo-sung, Ju Jin-mo) erneut auf Mongolen. Diese haben die chinesische Prinzessin (Zhang Ziyi) in ihrer Gewalt. Die Koreaner planen, diese zu befreien und damit ihr Dasein im Exil aufzuheben…
Meine Meinung:
Musa sah ich seit mind. 20 Jahren oder sogar länger nicht mehr. Irgendwo hatte ich den Film als sehenswert abgespeichert, wusste aber kaum mehr etwas über den südkoreanischen Film von Kim Sung-Soo, von dem ich ansonsten nur einen anderen Film gesehen habe (= Asura: The City of Madness). Musa wurde nun zu Ehren von Ahn Sung-ki aufgefrischt. Ahn Sung-ki ist Anfang 2026 verstorben. Er war ein bekannter Schauspieler in Südkorea und spielte schon seit den 50ern bis 2023 in vielen Produktionen mit.
Ahn Sung-ki (Noryang: Deadly Sea, The Housemaid) spielt nebst Jung Woo-sung (Cobweb), Ju Jin-mo, Yu Rongguang (Mirage, Project S, Iron Monkey) und Zhang Ziyi (The Crossing 2) einer der Hauptrollen. Er spielt den Kämpfer mit dem Pfeilbogen. Musa hat die Neusichtung bestanden. Die Tatsache, dass ich mich vor der Sichtung über den Plot informierte, meine Englischkenntnisse besser sind als vor 20 Jahren und ich auch einige der Schauspieler inzwischen besser kenne (ich wusste z.B. nicht mehr, dass Yu Rongguang hier den bösen General spielt), halfen, dem Film und Plot besser folgen zu können.
In Wahrheit muss ich jedoch anerkennen, dass es kaum einen Plot gibt. Der Film wirkt etwas wie Mad Max: Fury Road und am Ende wie Seven Samurai. Nur besser. Ich bin immer skeptisch, was das südkoreanische Kino angeht. Aber Musa konnte mich absolut überzeugen und ich würde den Film nebst Filmen wie Heaven's Soldiers, I Saw the Devil, A Bittersweet Life, Bedevilled, Old Boy, The Wailing, The Chaser, Memories of Murder oder City of Violence. Von älteren (Kung Fu) Filmen wie Secret Ninja Roaring Tiger, Blue Butterfly the Amazon, The Uninvited Guest of the Star Ferry oder Rage of the Dragon sprechen wir erst gar nicht.
Musa war episch. Tolle Settings, grandiose Action, übersichtliche Kameraarbeit (zumindest in der komplett unzensierten Fassung inklusive vielen Zeitlupenaufnahmen), kaum Humor (grosses Plus), trotz der stolzen Laufzeit von über 2h kaum Längen, starke Musik und blutige Kämpfe machen den Film zu einem Genuss. Und Yu Rongguang als mongolischer General war stark. Als Fan des HK-Kinos sah ich ihn oft (in HK-Produktionen) und hatte daher Freude, ihn in dem Film zu sehen. Tierfreunde werden an den unzähligen Pferdestürzen keine Freude haben. Am schwächsten war Zhang Ziyi mit Steven Seagal-Fresse. Das war ein kommerzieller Entscheid sie im Film zu haben, da sie dazumal in anderen Filmen erfolgreich war (Crouching Tiger, Hidden Dragon, Hero).
Fazit: Einer der besten südkoreanischen Filme!
Infos:
O: Musa
Südkorea, China 2001
R: Kim Sung-Soo
D: Ahn Sung-ki, Zhang Ziyi, Jung Woo-sung, Park Jeong-hak, Ju Jin-mo, Yu Rongguang
Laufzeit der südkoreanischen DVD: 157:40 Min.
Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: 06.01.26
Fassungen: Mir lag die südkoreanische DVD (die
Special Edition mit zwei Discs) von CJ Entertainment vor = Uncut, O-Ton,
englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. In vielen Ländern ist nur eine
verkürzte internationale Version verfügbar. In Deutschland ist der Film auch
Uncut auf DVD erhältlich. Es scheint noch keine Blu-Ray zu geben (Stand: Jan.
2026).

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