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Montag, 20. Januar 2020

Okami – Das Schwert der Rache Review


Japanuary 2020




Okami – Das Schwert der Rache

Story:

Japan im 17. Jahrhundert:

Ittô Ogami (Tomisaburô Wakayama) arbeitet für die Regierung als die Person, welche Todesurteile vollstreckt. Nun soll Ittô Ogami aus dem Weg geräumt werden. Grund: Alt-Samurai Yagyu Retsudo (Tokio Oki) vom Yagyu Clan will Ittôs Platz einnehmen. Dazu wird Ittô eine Falle gestellt, welche im Tode dessen Ehefrau resultiert. Doch statt sich zu stellen und zu sterben, zieht Ittô zusammen mit seinem kleinen Sohn (Akihiro Tomikawa) in die Welt, um am Yagyu-Clan Rache zu üben…

Meine Meinung:

Basierend auf einem japanischen Comic (was denn sonst?) von Autor Kazuo Koike und Zeichner Gōseki Kojima Spielfilm und erster Teil einer sechsteiligen Kinoreihe, die danach u.a. eine TV-Serie (plus TV-Filme), einen US-Zusammenschnitt (aus den Teilen 1 + 2 = Film Shogun Assassin) und 1992 ein Remake erfuhr. Der Film gilt, zu Recht, als grosser Klassiker des japanischen Samurai-Kinos.

Die Story, die erst in Teil sechs endet, nimmt sich Zeit. Die Stimmung ist düster und hoffnungslos. Die Figuren reden nicht viel, vor allem Ittô Ogami ist ein wortkarger Held, der von Tomisaburô Wakayama grandios verkörpert wurde. Auch der restliche Cast ist bis in die kleinste Rolle durchdacht und stark gespielt.

Der Film bietet wunderschöne Bilder aus Japan und wunderschöne Kameraeinstellungen, so dass der Film auch optisch ein Fest für die Sinne ist. Dies gelten auch für die Choreographie der Action-Szenen, die äusserst blutig geraten sind. In meinen Augen ist Okami – Das Schwert der Rache einer der blutigsten japanischen Filme, die im Samurai-Setting spielen.

Die Story ist interessant, simpel aber trotzdem auch spannend. Da die Hauptgeschichte in sechs Spielfilmen erzählt wird, bleibt Platz für Nebenplots und unzählige Angreifer / Kämpfer, die Ittô Ogami an den Kragen wollen. Hier sind es am Ende Verbrecher, die es auf den Samurai abgesehen haben, ohne zu wissen, wer da überhaupt vor ihnen steht (was den Reiz im Finale ausmacht).

Das Motiv vom Helden, der zusammen mit seinem Kind Abenteuer besteht, wurde in anderen asiatischen Filmen aufgenommen und kopiert, so. z.B. in The New Legend of Shaolin (Jet Li) oder Haruschi - das blanke Schwert der Rache (Jimmy Wang Yu). Eine Spannung (sehr intensiv) ist vor allem im Finale gegeben (wie lange kann Ittô Ogami seine Identität vor den Verbrechern verbergen, was passiert, wenn sie es herausfinden sollten?).

Fazit: Einer der besten Samurai-Klassiker des japanischen Kinos und nebst Reihen wie Godzilla, Zatoichi und Co. sicherlich eine der besten jap. Film-Reihen überhaupt! 

Gefolgt von: Der Unbesiegbare Samurai

Infos:

O: Kozure Ôkami: Kowokashi udekashi tsukamatsuru

Japan 1972

R: Kenji Misumi

D: Tomisaburô Wakayama, Fumio Watanabe, Tomoko Mayama, Shigeru Tsuyuguchi, Tomoo Uchida, Taketoshi Naitô

Laufzeit der deutschen DVD: 83:19 Min.

Gesehen am: Sept. 2006 / Review überarbeitet am: Jan. 2020

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von rem (Lone Wolf & Cub Box mit allen sechs Teilen) und die US-Blu Ray von AnimEigo vor = alle sechs Filme auf zwei Blu-Ray Discs) vor. Für die Neusichtung wählte ich die rem Edition, die für meinen Geschmack qualitativ nach wie vor ausreicht (und die Box und Cover-Motive sind deutlich schicker als bei der US-Blu Ray, die wohl oder übel die Sammlung verlässt). Von rem inzwischen auch auf Blu-Ray erschienen. Zur DVD = Uncut, sehr gute Bild- und Tonalität, O-Ton (keine Fassung Dubbed in Deutsch) mit deutschen Subs.