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Mittwoch, 5. Juni 2019

Update

Neue Reviews und neuer Neukauf

 

 

- Neuer Neukauf



- Joint Security Area

- Mind Killer

- The Ghost Lovers

- Friedhof der Kuscheltiere

Neukauf Anfang Juni








Matrix
Franz. DVD inklusive Disc der deutschen DVD, da ich Film früher immer in Deutsch guckte. Habe den als gut in Erinnerung im Gegensatz zu den Fortsetzungen. Jugenderinnerung. Tauschgeschäft mit Kollegen. 

The 5th Commandment
B-Action, dt. DVD. Tauschgeschäft mit Kollegen.

Crave
US-DVD. Noch nie gehört. Vom selben Kollegen als Geschenk erhalten.  

Darius Twin
SNES Videospiel, welches ich spontan auf der Zürcher Filmbörse kaufte. Vorher habe ich mir Videos auf youtube angesehen = Das Videospiel dürfte meinem Geschmack entsprechen. Laut Kumpel, der ein Videospiel Experte ist, lohnt sich das Game definitiv.  

Friedhof der Kuscheltiere Review




Friedhof der Kuscheltiere

Story:

Familie Creed zieht in ein neues Zuhause. Familie Creed bestehen aus: Vater und Arzt Louis (Jason Clarke), Mutter Rachel (Amy Seimetz), der jungen Tochter Ellie (Jeté Laurence), dem kleinen Söhnchen Cage (Hugo Lavoie/Lucas Lavoie) und Kater Church (JD/Jager/Leo/Tonic). Als Church, geliebte Katze von Ellie stirbt, begräbt Louis den Kater auf Befehl des Nachbarn Jud (John Lithgow) weit abseits des örtlichen Tierfriedhofs – und siehe da – am nächsten Morgen ist Church wieder da – zurück von den Toten, aber verändert. Der Anfang vom Ende beginnt…

Meine Meinung:

Das Original Friedhof der Kuscheltiere (1989) ist ein Film, den ich sehr mag. Eine schön-gruselige Kindheitserinnerung, welche unerreicht bleibt. Zudem lese ich im Moment den Original-Roman von Stephen King, den ich bald zu Ende gelesen habe. Das dass Remake nicht ans Original rankommt, war mir bereits vor dem Kinobesuch klar. Dass das Remake aber so dürftig, schlecht, nervend und einfach in praktisch allen Belangen so ungut und lieblos ist, hätte ich nicht erwartet.

So sieht das heutige 08/15 Hollywood-Horrorkino aus: steril, mässig, ohne Herz, ohne Ideen, um mit möglichst einfachen Mitteln Geld zu scheffeln und billig einen Horrorfilm ins Kino zu bringen. Der Film weicht mit der Inszenierung vom Original und Roman ab. Die Neuerungen empfand ich praktisch alle als nervend und störend. Vieles wurde auch weggelassen, so dass die Figuren, trotz Laufzeit von über 100 Minuten, kaum charakterisiert werden.

Die Motive der Figuren sind oft wenig nachvollziehbar, dämlich und nicht nach dem Massstab, welche im Roman (oder im Original) beschrieben wurden. Das ist schade. Vor allem gegen Ende bricht der Film komplett auseinander. Die Settings sind nichts Besonderes und billig, trotz Christopher Young vermag der Film soundtechnisch wenig zu überzeugen, Spannung, Atmosphäre oder Grusel sind Worte, die man vergebens sucht.

Statt Stimmung wird auf billigste 08/15 Jump-Scare gesetzt (sogar ein-zwei Szenen à la The Grudge kommen vor), die nicht funktionieren. Der moderne (politisch zu korrekte) Zeitgeist wird eingehalten (Figuren sind neu schwarz statt weiss) und die Darsteller waren allesamt auch alles andere als toll – besonders was die Erwachsenendarsteller angehen. Billigste Klischees (Rachel), im Gegensatz zum Buch und Roman viel von ihren Sympathien verloren (Jud) oder einfach total fehlbesetzt und unglaubwürdig (Jason Clarke war schon als John Connor in Terminator – Genisys schlecht). Nur die Kids waren wirklich gut.

Fazit: Wenn man das Original und/oder den Roman mag, sollte man das Remake vermeiden. Im Vergleich grottenschlecht. Sieht man den Film eigenständig und ohne Vergleiche neutral an, so bleibt ein nur durchschnittlicher Film, der sich kaum lohnt, einmal gesichtet zu werde da weder spannend, noch gruselig/stimmungsvoll und zum Teil platt und schlecht gespielt.

Infos:

O: Pet Sematary

USA 2019

R: Kevin Kölsch, Dennis Widmyer

D: Jason Clarke, Amy Seimetz, John Lithgow, Jeté Laurence, Hugo Lavoie, Obssa Ahmed

Laufzeit der Originalversion: Ca. 101 Min.

Gesehen am: 21.04.19

Fassungen: Film im Kino gesehen. Läuft in der Schweiz ab 16 Jahren, Uncut aber nur in Deutsch (Kanton Bern). Die Synchro ist schlecht und hört sich billig und monoton an. Eine dt. DVD / Blu-Ray sind noch nicht angekündigt (Stand: April 2019).

The Ghost Lovers Review






The Ghost Lovers

Story:

Song Lian-Hua (Li Ching) liegt im Sterben. Sie wünscht, ihre grosse Liebe Han Shi-Long (Lam Wai-Tiu), welcher ihr versprochen wurde, vor dem Tod zu sehen um ihn heiraten zu können. Han wird jedoch auf dem Weg zu ihr überfallen und von einem Nachbarn gesundgepflegt – währenddessen verstirbt Song die danach als Geist versucht, ihren Wunsch trotzdem noch zu erfüllen und Han zu heiraten. Einfacher gesagt als getan…

Meine Meinung:

Obwohl man viele Shaw Brothers Filme kennt, entdeckt man immer wieder Neues. So auch in The Ghost Lovers, einer südkoreanischen-chinesischen bzw. HK-Co.-Produktion. Der Film stammt nämlich von Regisseur Shin Sang-ok – dem Regisseur des nordkoreanischen Filmes Pulgasari (Shin Sang-ok wurde nämlich kurze Zeit nach diesem Film nach Nordkorea verschleppt, wo er für den Diktator Filme drehen musste) – dass dieser sogar für die Shaw Brothers tätig war, wusste ich nicht. Ob der Film durch die SB finanziert oder deren Lizenz einfach eingekauft wurde, ist mir nicht bekannt.

Es sind chinesische Stars an Bord (Li Ching, Lam Wai-Tiu als Hauptrollen und Figuren), aber auch südkoreanische und gedreht wurde in Südkorea. Der Film, eine Geister-Liebesgeschichte, hat mir gut gefallen. Man fiebert mit und hofft, dass Song ihren Wunsch erfüllen kann. Der Inhalt ist rührend. Die Darsteller, mir unbekannt, machen einen guten Job, vor allem die zwei Mädels.

Es gibt nicht viele Effekte oder Gruselparts zu sehen – der Film ist trotzdem sehr stimmungsvoll und optisch wunderschön in Szene gesetzt (Kostüme, Sets, Bilder, Requisiten etc.). Es wird dank der Kameraführung, Nebelschwaden, Blut und Make-Up Masken ein Netz aus Schönheit und dichter Atmosphäre gesponnen – dank dem nötigen Kleingeld (die SB Filme waren i.d.R. finanziell schon gut bestückt und man konnte aus dem Vollen schöpfen) sieht das auch immer wunderbar aus.

Der Beginn des Filmes hat mir schon gefallen – auch wie die ganzen «Han Doppelgänger», als sie beim Leichnam wachen sollen, überführt werden. Fand ich originelle Szene. Obwohl es in vielen Genres des Shaw Brothers abseits vom Kung Fu trotzdem Kung Fu Szenen zu sehen gibt, so muss man hier lange suchen – es gibt lediglich eine Szene in welcher paar Männer 2-3 Demonstrationen mit Waffen tätigen – mehr nicht. Also kein Genre-Mix mit Martial Arts erwarten. Auch keinen Horrorfilm.

Der Film ist eine rührende Geister-Liebesgeschichte, in welcher mir nicht Mal das Happy End missfiel. Einziges Detail welches störte: die z.T. zu starke Naivität der Figuren…

Fazit: Nicht uninteressanter und rührende Liebesgeistergeschichte vom Pulgasari Regisseur für die Shaw Brothers!

Infos:

O: Yan Nu Huan Hun

HK / Südkorea

R: Shin Sang-ok

D: Li Ching, Lam Wai-Tiu, Kim Mu-Yeong, Joo Yong, Chan Mei-Hua, Shum Lo, Go Seon-Ae

Laufzeit der Originalversion: Ca. 87 Min.

Gesehen am: 20.04.19

Fassungen: Gesehen via Ziieagle-Box = Uncut, gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs vorhanden. Gäbe es mind. als HK VCD von Celestial, als VHS aus Südkorea (von Sam Boo Video Gram) und sogar als Blu-Ray aus England von 88 Films. Es gibt keine dt. Fassung (Stand: April 2019).

Mind Killer Review




Mind Killer

Story:

Ein Bibliothekar, Single und Nerd versucht vergeblich, bei Frauen zu landen. Es gelingt ihm nicht. Alle seine Kumpels haben Freundinnen, nur er nicht. In der Bücherei sucht er Literatur zur Gedankensteuerung – und tatsächlich: es gelingt ihm, den Willen von Dritten zu steuern. Was zunächst just for Fun umgesetzt wird, entwickelt sich bald zum Alptraum, als sich der Nerd zu mutieren beginnt…

Meine Meinung:

Mind Killer ist eine C-Trash-Perle die NUR gefallen kann, wenn man sich über die negativen und positiven Seiten des Low-Budget Filmes im Voraus bewusst ist. Ansonsten wird man den Film, bis die guten Seiten gezeigt werden, gar nicht durchhalten. Die Figuren sind dämlich, die ganzen Versuche, Frauen anzumachen peinlich und die Darsteller viel zu alt, um Jugendliche zu sein. Der Humor ist debil und grenzwertig doof, die 80er Jahre Frisuren stark gewöhnungsbedürftig und weniger mein Fall.

Warum also sollte man sich Mind Killer, der ganz leicht an Die Fliege erinnert, anschauen? Wer altmodische Effekte mag (also keine CGI Effekte aus dem PC), wird ab Mitte des Filmes mehr und mehr mit coolen, charamten und meinen Geschmack treffenden Effekt-Arbeiten belohnt. Der Nerd beginnt sich nämlich zu verändern, zu mutieren, sich zu verwandeln. Nicht nur er – auch seine Umgebung. Die Alptraum-Szene stand z.B. im krassen Gegenteil zum dümmlichen Humor von zuvor und die Telefon-Szene (mit dem Effekt) erinnerte mich an A Nightmare on Elm Street.

Es gibt tolle Verwandlungsszenen und Monster-Masken zu sehen, wobei vor allem das Monster am Ende, oder die ersten Mutationen am Nerd, positiv hervorstechen. Zwischendurch (als der Nerd die Frau in den Gängen der Bibliothek verfolgt) sind die Effekte, da wenig Budget, in der Tat grenzwertig billig und erfüllen nicht ihren Zweck. Da muss man schon ein Faible haben. Im Finale gibt es ansonsten die besten Effekte zu sehen und dort erinnerten einige Szenen an Total Recall oder Die Brut von David Cronenberg.

Für die Effekte war Ted A. Bohus zuständig, der immerhin die Effekte für Filme wie Nightbeast, The Deadly Spawn oder Metamorphosis: The Alien Factor realisierte. Man kann sich anhand dieser Filme ein gutes Bild machen, welche Qualität die Effekte in Mind Killer haben werden – als Vergleich. Liebevolle Effekte mit viel Liebe zum Detail – handgemacht, schleimig, abwechslungsreich aber eben auch sichtbar als Effekt erkennbar! Wer das mag, ist bei Mind Killer an der richtigen Adresse!

Infos:

O: Mind Killer

USA 1987

R: Michael Krueger

D: Joe McDonald, Wade Kelley, Shirley Ross, Dawn Jacobs, George Flynn

Laufzeit des südkoreanischen VHS: Ca. 87 Min.

Gesehen am: 20.04.19

Fassungen: Mir lag das VHS aus Südkorea von Fox / Lorber vor = wahrscheinlich Uncut, solide Qualität, Englischer O-Ton, koreanische Subs. Den Film gibt es nicht auf DVD / Blu-Ray (Stand: April 2019). Es gäbe auch in D / UK VHS Ausgaben. Wenn ich das VHS aus Südkorea mit Youtube VHS Fassungen vergleiche stelle ich fest, dass die südkoreanische VHS eine deutlich hellere Bildqualität bietet.

Joint Security Area Review




Joint Security Area

Story:

In Nordkorea werden mehrere Soldaten erschossen aufgefunden. Auch südkoreanische Soldaten waren involviert. Da sich beide Zeugenaussagen (Nord- bzw. Südkorea) unterscheiden, wird die Genferin Sophie Jean Lang (Yeong-ae Lee) als neutrale Aufklärerin eingesetzt, die Wahrheit ans Licht zu bringen…

Meine Meinung:

Der viel gelobte Joint Security Area des überschätzen Regisseurs Park Chan-wook ist alles andere als ein Meisterwerk – dem war ich mir vor dem Schauen bewusst und sah mich nach der Sichtung in meiner Ansicht bestätigt. Dasselbe war nämlich schon mit anderen Filmen von Park Chan-wook (Sympathy for Mr. Vengeance, Lady Vengeance) der Fall. Durch meinen Südkorea Urlaub und den Besuch an die Grenze (zu Nordkorea) war erneut ein kleines Interesse an dem Film aus dem Jahre 2000 vorhanden – so dass ich mir Joint Security Area nun dich endlich ansah – immerhin ein interessantes, spannendes Setting.

Den Film kann man gut einmal ansehen. Joint Security Area ist auch alles andere als ein schlechter Film – aber halt wirklich auch sehr überschätzt und überbewertet. Die Ausgangslage halte ich, trotz realistischer Inszenierung (oder Versuch), als völlig unglaubwürdig. Eine echte Spannung ist zu keiner Sekunde gegeben. Durch die Zeitsprünge geht Stimmung verloren und auf viel Herzschmerz und Dramatik wird auch nicht verzichtet (auch wenn immerhin kein Happy End). Nur schon die ersten Gespräche mit Sophie Jean Lang und ihrem Vorgesetzen (der dann sogar auf Deutsch flucht) fand ich ziemlich unglaubwürdig. Unpassender Humor in der ein oder anderen Szene inklusive.

Technisch ist der Film bis auf einzelne Ausnahmen (z.B. die sichtbare CGI Eule am Anfang des Filmes) gut gemacht. Es wird viel mit Rückblenden, anderen Kameraeinstellungen und Zeitlupen gearbeitet. Die wenigen Action- bzw. Shoot-Outs waren blutiger als erwartet. Die Darsteller haben ihre Sache ordentlich gemacht, auch wenn einzelne Figuren dank ihrem Overacting unglaubwürdig wirkten (in der ein oder anderen Szene). Am bekanntesten sind Song Kang-ho (A Taxi Driver) und Lee Byung-hun (I Saw the Devil).

Fazit: Für 1x schauen ist der Film okay und gut genug – aber kein Film für eine 2. Sichtung und/oder für meine Filmsammlung! Da schaue ich mir lieber ältere, unbekannte Filme aus Südkorea an!

Infos:

O: Gongdong gyeongbi guyeok JSA

Südkorea 2000

R: Park Chan-wook

D: Yeong-ae Lee, Song Kang-ho, Lee Byung-hun, Kim Tae-woo

Laufzeit der südkoreanischen DVD: 109:08 Min.

Gesehen am: 20.04.19

Fassungen: Mir lag die DVD (Limited Edition) aus Südkorea von MK Pictures vor = Schuber, Bonusdisc, Uncut, gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs vorhanden. In Deutschland Uncut auf DVD (Sunfilm) oder Blu-Ray (REM) zu bekommen. PS: In einer Szene erkannte ich Fogging-Zensur (Geschlechtsteil bei der Autopsie).