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Donnerstag, 9. April 2020

Sympathy for Lady Vengeance Review


Sympathy for Lady Vengeance

Story:

Geum-ja Lee (Yeong-ae Lee) war 13 Jahre unschuldig im Gefängnis. Nach ihrer Entlassung setzt sie ihren Racheplan um. Sie will Rache am wahren Mörder (Min-sik Choi) und Kidnapper ihrer Tochter…

Meine Meinung:

Ich war früher kein grosser Fan von Park Chan-wook und seiner Rachetrilogie, und ich bin es auch jetzt nicht. Jedoch hat Sympathy for Lady Vengeance die Neusichtung im Gegensatz zu Sympathy for Mr. Vengeance knapp bestanden und darf knapp in der Film-Sammlung verweilen.

Mir hat nicht alles in Sympathy for Lady Vengeance gefallen. Ich halte, auch wenn der Film nun in der Sammlung bleibt, Park Chan-wook und seine Filme nach wie vor für stark überbewertet. Aber Sympathy for Lady Vengeance mochte ich definitiv mehr als Sympathy for Mr. Vengeance. Zwar sprang auch hier der Funke bei vielen Szenen nicht rüber, aber ich musste immerhin nicht spulen.

Ich konnte mich mit dem Inhalt und den Figuren mehr anfreunden, so dass die Zeit beim Schauen vorüber ging. Da die letzte Sichtung lange her war, wusste ich auch nicht mehr viel, so dass ich konzentriert bei der Sache war. Technisch ist der Film ohne Zweifel sauber und stark anzusehen. Auch überzeugend gespielt. Das Feingefühl einer Frau bzw. die Tatsache, dass nun eine Frau die Rächerin ist, kommt dem Film gefühlsmässig gut zu stehen.

Der Film ist ruhig, langsam und im Vergleich zu Sympathy for Mr. Vengeance auch deutlich harmloser. Hier und da sickert auch schwarzen Humor durch, teilweise ein wenig zu viel für meinen Geschmack. Auch mit der ein oder anderen Gefängnis-Rückblende hat man es übertrieben. Yeong-ae Lee hingegen agierte sehr stark und optisch ist der Film zum Teil wunderschön.

Vor allem das Ende, Südkoreas Strassen weiss gefärbt von Schnee, hat mir optisch sehr gut gefallen (vereinzelt auch andere Szenen zuvor). Und das beste am Film war der gefühlsvolle Soundtrack, der den Film schlussendlich gerettet hat und besser macht, als er sonst wäre. Die Musik passt immer perfekt zum Gezeigten und sorgt beim Zuschauer für Emotionen. Das passt und jede Szene mit mir gefallender Musik war ein Genuss.

Über den Verlauf der Story kann man streiten und geteilter Meinung sein. Auf jeden Fall hat der Film inhaltlich interessante Ansätze, die jedoch hier und da wenig gradlinig erzählt und umgesetzt werden. Das kann, muss aber nicht gefallen. Mir reichten jedoch schon die schönen Bilder, der tolle Soundtrack und die Leistung von Yeong-ae Lee und weniger Längen als in Sympathy for Mr. Vengeance vorkommend, dass der Film überzeugte!

Jetzt bin ich gespannt, wie mir Old Boy nach so vielen Jahren zusagen wird – immerhin der einzige Film von Parks Rachetrilogie, welche mir früher richtig gut gefiel…

Infos:

O: Chinjeolhan geumjassi

Südkorea 2005

R: Park Chan-wook

D: Yeong-ae Lee, Min-sik Choi, Shi-hoo Kim, Yea-young Kwon

Laufzeit der HK-DVD: 115:03 Min.

Gesehen am: Jan. 2006 / Review überarbeitet: 08.02.20

Fassungen: Mir lag die reguläre HK-DVD mit Schuber von Panorama vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität (Koreanisch DTS und englische Subs). Film hat eine CAT. III Freigabe erhalten (nicht nachvollziehbar). Das Cover des Schuber mag ich sehr. Die DVD wurde mir von Regisseur Park Chan-wook am NIFFF signiert. Inzwischen gäbe es natürlich auch einige schicke Blu-Ray Fassungen (Deutschland, England etc.). Die DVD reicht mir jedoch vollkommen aus.

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