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Dienstag, 20. November 2018

Update

Neue Reviews und neuer Neukauf

 

 

- Horsehead

- The Bomb-Shell

- Eagle's Claw

- The Vampire Doll

- Suspiria (Remake)



- Neuer Neukauf


Neukauf










Die Pest
Spanische Serie um die Pest. Season 1. Dt. DVD. Setting mag ich, daher gekauft.

Concord of Bruce Lee
Durch ein holländisches Betamax bei einer Auktion auf den Film aufmerksam geworden. Gekauft als VHS aus Israel (Englisch Dubbed). Preisvorschlag akzeptiert, ca. 20 USD gezahlt. 

Cry of a Woman
Korea Horror von 1986 als VHS aus Südkorea. Selten. Von einem Schweizer Sammler persönlich in Zürich abgekauft (160 Fr.). 

Ruthless Law
HK Action-Drama mit Alex Man. Mehr Drama als Action. Nur gekauft, weil VHS aus Südkorea seit Monaten angeboten und nie gekauft wurde (Ebay). Zudem wurde Preisvorschlag akzeptiert und für einen 10er (Euro) kann man schonmal zuschlagen! Fassungen im O-Ton mit englischen Subs sind mir nicht bekannt.  

Red Scorpion 2
Durch Kollegen empfohlen worden. Diesen B-Actionfilm gibt es nur Dubbed auf DVD (Frankreich, Italien). O-Ton Fassungen auf DVD sind mir nicht bekannt. Soll gute B-Action sein. Es gibt drei Laserdiscs - aus den USA, HK und aus Japan. Die US-LD sah ich nur teuer (60 USD ohne Porto) und/oder die Verkäufer verschicken nicht in die Schweiz. HK LD wurde mir auch angeboten - aber zu dem Zeitpunkt hatte ich die jap. LD (jap. Auktionshaus, ca. 25 Fr.) bereits gekauft. Habe ich die Wahl zwischen HK und jap. LD (B-Action Filme betreffend) nehme ich lieber die jap. LD (Qualität, Frage nach Cut/Uncut etc.). Bin gespannt auf den Film. Teil eins halte ich für überbewertet. 

The 6 Ultra Brothers vs. the Monster Army
Jap. LD eines seltenen Filmes und Co-Produktion zwischen Japan und Thailand. Daher existieren auch mehrere Fassungen zum Film, die sich unterscheiden. Gekauft als japanische Laserdisc. Diese soll offiziell nie veröffentlicht bzw. in den Handel gekommen sein. Daher sind diverse Angebote sehr teuer (400 USD auf ebay). Habe mich auf einem jap. Auktionshaus gegen mehrere Bieter durchgesetzt und zahlte am Ende ca. 85 USD. Superhelden à la Power Rangers, die gegen Monster à la Godzilla kämpfen. Bin gespannt! Wurde durch eine interessante Liste auf den Film aufmerksam ("30+ potentially interesting Japanese special effects movies that have never been translated into English").

Suspiria Remake Review







Suspiria

Story:

Berlin 1977:

Tänzerin Susie Bannion (Dakota Johnson) besucht eine berühmte Tanzschule, die jedoch in Wahrheit von diversen Hexen (u.a. Tilda Swinton) geleitet wird. Susie kommt den Hexen gerade recht. Man plant, mit ihr Mutter Markos (wieder: Tilda Swinton) zum Leben zu erwecken, wobei dieser Gedanke die Meinungen der Hexen spaltet. Derweil untersucht Dr. Josef Klemperer (wieder: Tilda Swinton) die Ereignisse an der Schule, da Susies Vorgängerin Patricia (Chloë Grace Moretz) nicht nur eine Tänzerin der Schule war und jetzt verschwand, sondern auch bei Dr. Josef Klemperer Patientin war. Und dieser ist im Besitz der Tagebücher und geht den Ereignissen rund um die «Hexen» nach…

Meine Meinung:

Remake des Horrorklassikers Suspiria von Dario Argento, an dessen Qualität Luca Guadagninos Film, durch Amazon produziert, zu keiner Sekunde heranreicht. Das war mir im vornerein bewusst und das habe ich auch nicht erwartet. Ich war trotzdem gespannt auf den Film und besuchte sogar für ein Wochenende Deutschland, da der Film in der Schweiz nicht in den Kinos läuft.

Und leider hat sich dieser Aufwand nicht gelohnt – der Film war weitaus schlechter, als ich es erwartet hätte. Das – jedoch nur wegen den letzten 30 Minuten des Filmes. Alles was vorher war, war solide und für einmal schauen okay – aber das Finale des Filmes war einfach nur schlecht.

Der Film unterscheidet sich inhaltlich nur wenig vom Original – erst am Ende werden paar Überraschungen aus dem Ärmel geschüttelt, die nicht vorhersehbar sind aber halt auch sehr konstruiert wirken (plus auch der Wandel von einigen Figuren und ihr Schauspiel). Ob diese gefallen sind Geschmackssache. Und der Ort wurde verschoben – die Story spielt nun in Berlin und es kommen nebst Genderaspekten auch viele politische Themen im Film vor, welche Realismus vorgaukeln sollen, die man aber z.T. zugunsten einer kürzeren Laufzeit hätte weglassen können (gilt auch für diverse Rahmenhandlungen).

Der Film bietet storytechnish für 152 Minuten sehr wenig, zumal die Ausgangslage schon im ersten Viertel erklärt wird (dass es Hexen sind und man Susie für ein Ritual braucht, daraus wird kein Geheimnis gemacht). Dass andere Figuren aber so versessen darauf sind, herumzuschnüffeln und über alles Bescheid wissen (Dr. Josef Klemperer) fand ich störend und gefiel mir nicht.

Grottenschlecht, peinlich und unfreiwillig komisch war das gesamte Finale, welches den Film schlechter macht, als er sonst wäre. Hier stimme ich zu: als Zuschauer weiss man nicht, ob man weinen oder lachen soll. Das war wirklich unfreiwilliger Trash. Dazu kommt, dass die Kameraführung und Effekte im Finale absolut billig und haarsträubend schlecht inszeniert waren (in einem englischsprachigen Review ist sogar die Rede von The Burning Moon Vergleichen*). 

*Zitat aus dem Review: "It's also an extravaganza of terrible-looking effects and smeary frame rate that looks like it was inspired by the german shot-on-video horror entry The Burning Moon,..."

Durch die bescheuerte Kameraführung (soll wohl kunstvoll sein, immerhin ist Regisseur Luca Guadagnino schliesslich ein Arthouse Regisseur) wurden die billigen Effekte zu kaschieren versucht. Der Wandel von Figuren und ihren Handlungen sowie Dialoge im Finale waren unglaubwürdig und unrealistisch, zudem in diesen Szenen auch schlecht gespielt. Da wollte der Regisseur definitiv zu viel – hier wäre weniger mehr gewesen. Allerdings gab es schon zuvor vereinzelt solche komischen und unpassenden Szenen (die Penis-Szene um den Polizisten) und/oder später sogar richtig schwarzen Humor zu sehen, was nicht zum Film passte.

Abgesehen davon ist der Film, der à la Quentin Tarantino Filme in diverse Kapitel unterteilt ist, technisch gut gemacht. Allerdings ist die Optik genau das Gegenteil von Dario Argentos Meisterwerk: kaum Farben, keine Farbenspiele, sondern Dauerregen à la Sieben, Beton, Grautöne und düstere, depressive Farben herrschen vor. Der Film wirkt blass und wer Farben à la Argentos Werk erwartet, wird bitter enttäuscht. Es lohnt sich auch nicht, den ganzen Abspann über sitzen zu bleiben. Danach kommt zwar noch eine Szene, die aber nichtssagend ist.

Das gleiche Trauerspiel gilt zum Teil für die Musik: mehr als nur einmal gefällt diese nicht, wirkt unpassend und deplatziert – als grosses Negativbeispiel diesbezüglich gilt der Soundtrack im Vorspann zum Film. Sehr schade! In anderen Szenen hingegen war die Musik passend und sehenswert – so verkommt z.B. die Tanz-Szene (Aufführung) vor dem Finale zu einem der raren Highlights des Filmes (nebst dem "Mord" im Spiegelraum und den Alptraum-Visionen von Susie).

Darstellerisch war der Film meist stark (mit Ausnahme im Finale, da haben einige Darsteller ihr Niveau nicht mehr halten können) – sowohl die jungen Mädels als Tänzerinnen (Ausnahme: Chloë Grace Moretz, da nervendes Overacting) wie auch die Hexen-Darstellerinnen agierten überzeugend und spielten sehr gut. Allen voran Tilda Swinton (Okja) in einer 3er Rolle – hier spielte nur in deutsche Sprachfassung nicht mit, da im Original sehr viel Deutsch gesprochen werden soll. Die Stimme von Dr. Josef Klemperer in der deutschen Fassung war auf jeden Fall grottenschlecht, konnte man sich kaum anhören. Kann im Original nur besser sein.

Fazit: Besser Dario Argentos Suspiria schauen, statt dieses schwache Remake eines total überbewerteten Arthouse Regisseurs!

Infos:

O: Suspiria

Italien, USA 2018

R: Luca Guadagnino

D: Dakota Johnson, Tilda Swinton, Chloë Grace Moretz, Mia Goth

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 152 Min.

Gesehen am: 17.11.18 (Kino Freiburg im Breisgau)

Fassungen: Läuft in der deutschen Kinos Uncut (FSK16). Der Film hat keinen Schweizer Kinostart. In Freiburg im Breisgau im Kino Harmonie geschaut (Synchro Fassung). Die dt. DVD / Blu Ray soll am 29.03.19 erscheinen.

The Vampire Doll Review



The Vampire Doll

Story:

Ein junger Mann sucht seine Freundin auf, die auf einem grossen Anwesen auf dem Land wohnt. Nach diesem Besuch wird gilt der Mann als vermisst. Dessen Schwester und ihr Freund begeben sich zu dem Anwesen, um ihren vermissten Bruder zu finden…

Meine Meinung:

The Vampire Doll stellt japanischen Vampir-Grusel dar, der sichtlich von den britischen Hammer-Produktionen aus jener Zeit inspiriert ist, was nicht negativ gemeint ist. Der Film kann kurzweilig, auch durch die relativ kurze Laufzeit von nur 71 Minuten, unterhalten. Es gibt inhaltlich kaum Überraschungen geboten, trotzdem ist der Film unterhaltsam.

Die Story wird ständig weitergeführt und durch das Setting, die tolle Kameraarbeit und die Requisiten, die den Hammer-Produktionen entsprungen sein könnten, wird der Fan stimmungsvoll unterhalten. Es werden schöne und gruselige Bilder präsentiert und die Darsteller sind allesamt sehr solide.

Mit Blut und Effekten darf man mit Ausnahme von drei Szenen (Augen vom Vampir, tote Krähen, Kehlschnitt = Highlight weil unerwartet blutiger und gut getrickster Effekt) nicht hoffen aber der Film hat ja andere Stärken!

Fazit: Kurzweilige Gruselunterhaltung die zu Gefallen weiss! Freue ich mich auf die zwei Fortsetzungen!

Infos:

O: Yûrei yashiki no kyôfu: Chi wo sû ningyô

Japan 1970

R: Michio Yamamoto

D: Jun Hamamura, Yukiko Kobayashi, Kayo Matsuo, Yôko Minakaze

Laufzeit der UK-Blu Ray: 71:01 Min.

Gesehen am: 13.08.18

Fassungen: Mir lag die UK Box von Arrow Video vor. Inhalt: über 32seitiges Booklet, alle drei Teile Uncut in Japanisch mit englischen Subs, neue Master in erstklassiger Bild- und Tonqualität, Wendecover. Es gibt keine dt. Fassung (Stand: Aug. 2018).

Eagle’s Claw Review



Eagle’s Claw

Story:

Zwei Clans bekämpfen sich. Einer böse (Chang Yu, Leung Kar-Yan, Phillip Ko Fei), einer gut (Wang Tao, Chi Kuan-Chun). Nachdem der Meister des guten Clans getötet wurde, gelingt es den Bösewichten, Chi Kuan-Chun für sich zu gewinnen…beide Clans trainieren weiter, um sich am Ende in einem letzten Duell zu messen…

Meine Meinung:

Ziemlicher Kracher und Old School Kung Fu Streifen vom Shaolin Vs. Lama Regisseur. Der Film, der nun wahrlich so gut wie keine Handlung besitzt, lässt zwei verfeindete Schulen mit unterschiedlichen Kampfrichtungen gegeneinander los. Mehr braucht man nicht zu wissen. Auf billige Martial Arts, Verschwendung von Potenzial oder doofen Klamauk (Fatal Needles Vs. Fatal Fists passt hierfür zu diesen Beschreibungen) muss man nicht hoffen bzw. fürchten. Es geht eher humorlos und ernst zur Sache – was ich immer begrüsse.

Der Film, der mit einem coolen, charismatischen und natürlich weisshaarigen Bösewicht aufwartet, bringt zudem einen Traum-Cast zustande. Bei den Guten: Wang Tao (Drei wild wie der Teufel, 10 Brothers of Shaolin), Ex-Shaw Brothers Star Chi Kuan-Chun (The Naval Commandos). Bei den Bösewichten wird es interessanter: der mir unbekannte Chang Yu sielt den Hauptbösewicht gefolgt von seinen Untertanen Leung Kar-Yan (Satanic Crystals, Demon Strike) und den später dazustossenden Phillip Ko Fei (Sex Beyond the Grave, The Cyprus Tigers). Und zwei Mädels (je auf einer Seite) gibt es auch noch zu sehen.

Die Kampfszenen, mehrheitlich ohne Waffen, sind sehr gut choreographiert worden und was die Anzahl angehen, sehr oft zu sehen. Zumindest Chang Yu braucht eine Waffe und Phillip Ko einen Speer. Am Ende kämpfen sogar drei Personen gegen den Bösewicht – es sind also auch Gruppenkämpfe zu sehen und nicht nur Duelle 1:1 und der Bösewicht verlangt den Helden einiges ab.

Fazit: Für Old School Kung Fu Film-Fans eine klare Empfehlung!

Infos:

O: Ying Zhao Tang Lang

Taiwan 1977

R: Lee Tso-Nam

D: Wang Tao, Chi Kuan-Chun, Chang Yu, Leung Kar-Yan, Phillip Ko Fei

Laufzeit der HK LD: Ca. 86 Min.

Gesehen am: 12.08.18

Fassungen: Mir lag die HK LD von Ocean Shores vor = Mandarin/Englisch ohne Subs. Uncut. Gute Bildqualität. Die deutschen Fassungen (VHS und DVD) sind zensiert und ohne O-Ton = nicht zu empfehlen.

The Bomb-Shell Review



The Bomb-Shell

Story:

Cop Tsui (Norman Chu), dessen Frau (Wong Man-Yee) und Sohn (Wong Wei) werden bei einem Bombenattentat verletzt. Tsui schwört an den Drahtziehern Rache. Der Bombenleger ist ein psychisch gestörter junger Mann (Kwan Chung), der die Stadt in Angst und Schrecken versetzt. Dessen Bruder (Wilson Tong) ist ein mörderischer Gangster, der versucht, Tsui zu töten um seinen Bruder zu schützen…

Meine Meinung:

The Bomb-Shell hat mir gut gefallen. Anfang der 80er Jahre, als kleine, unabhängige Produktionen im modernen Setting in HKer Kinos gezeigt wurden, brachte dies eine willkommene Abwechslung zu den vielen klassischen Filmen von den Shaw Brothers und Co. (Golden Harvest). Darunter waren auch viele spätere Starregisseure und die neue Filmwelle in HK hielt Einzug (z.B. Tsui Hark mit seinen Filmen Wir kommen und werden euch fressen, Söldner kennen keine Gnade oder Die Todesgrotten der Shaolin). Einer dieser New Wave Filme war auch The Bomb-Shell.

The Bomb-Shell ist ein Mix aus Thriller, Action und Drama. Der Low-Budget Film ist ein dreckiger, kleiner Genre-Film der mit Shaw Brothers Star Norman Chu aufwartet. Die Actionszenen, die nur sporadisch zum Einsatz kommen, sind mit einfachsten Mitteln in Szene gesetzt. Trotzdem sind diese intensiv und effektiv, dank guter Einsatz von Kameraarbeit und guter Kameraführung. Besonders der Kampf von Norman Chu gegen Bösewicht Wilson Tong (er geht als Bösewicht immer) war stark choreographiert und gefilmt. Etwas Dramatik kommt vor, weil Norman Chus Filmfamilie beim Attentat verletzt wird. Der Bombenleger spielt auch sehr gut – richtig schön krankes Psychogramm eines Irren. In einer Minirolle ist Shing Fui-On zu sehen, den ich gar nicht erkannt habe. Er ist es, der zu Beginn des Filmes eine Geisel nimmt und durch einen Kopfschuss getötet wird.

Norman Chu ist einer meiner Shaw Brothers Lieblinge (nebst vielen anderen). Einige seiner besten Shaw Brothers Arbeiten waren Bastard Swordsman und Return of the Bastard Swordsman. Abgesehen von den Shaw Brothers Arbeiten haben mir noch seine Rollen in Dirty Kung Fu (Old School Kung Fu), The Challenger (hervorragende Martial Arts mit u.a. David Chiang), We're Going to Eat You (der oben bereits erwähnte Film von Tsui Hark), The Loot (Fortsetzung mit gleichen Cast zu The Challenger), Return Of The Deadly Blade (Wuxia mit Traum-Cast), Champion Operation (Geheimtipp, auch wenn Normans Rolle ohne Action auskommt), Armageddon (Norman als Bösewicht gegen Alex Man) oder Blood Ritual (vor kurzem in eine legalen Fassung als HK VHS erworben, HK Horror) sehr gut gefallen.

Es liegen noch einige Filme mit Norman Chu ungesehen rum (u.a. The Pier) und andere stehen noch auf der Wunschliste (Invitation of Ghost von 1984 oder Ghost Nursing von 1982). Wilson Tong gefällt mir vor allem im Old School Kung Fu Filmen als Bösewicht ausgezeichnet. In einigen der oben genannten Filme spielt er auch mit. Erwähnen will ich an dieser Stelle noch Daggers 8. Der restliche Cast ist okay, aber die Darsteller sagen mir nichts.

Fazit: Kein expliziter Actionfilm und man darf auch nicht zu viel Action erwarten. Wem die unabhängigen Kleinproduktionen aus HK (Anfang 80er Jahre) gefallen, sollte sich den Film nicht entgehen lassen.

Infos:

O: Bing Bing Chak Chak

HK 1981

R: Ho Hong-Ming

D: Norman Chu, Wilson Tong, Wong Man-Yee, Wong Wei, Kwan Chung

Laufzeit der HK VCD: 77:42 Min.

Gesehen am: 12.08.18

Fassungen: Mir lag die HK VCD von Ocean Shores vor = Uncut, gute bis solide Qualität, Mandarin/Kantonesisch mit festen englischen/chinesischen Subs. Es gibt keine dt. Fassung und es scheint keine DVD Version zu geben (Stand: Aug. 2018).

Horsehead Review



Horsehead

Story:

Jessica (Lilly-Fleur Pointeaux), die seit Jahren an schlimmen Alpträumen leidet und diese erforschen will, pflegt kein gutes Verhältnis zu ihrer Mutter Catelyn (Catriona MacColl). Als die Grossmutter stirbt, bittet Catelyn Jessica sie für die Beerdigung zu besuchen. Bei ihrer Mutter angekommen, wird deren Beziehung erneut auf eine harte Probe gestellt und die Alpträume von Jessica nehmen zu. Jessica glaubt, in ihren Alpträumen Fragen auf unbeantwortete Ereignisse vorzufinden…

Meine Meinung:

Horsehead, ein franz. Horrorfilm von 2014, sagte mir bis vor kurzem nichts. Es handelte sich um einen Blindkauf, der sich leider nicht gelohnt hat. Es ist aber auch stark Geschmackssache – wenn man Reviews zum Film liest finden sich viele sehr gute Meinungen, aber auch viele durchschnittliche bis schlechte Reviews.

Der Film hat mir leider gar nicht gefallen. Trotz der Story, die eine Spannung zu erzeugen versucht, da man inhaltlich nicht weiss, wo der Film hinsteuert (die ganzen Visionen, Alpträume, Realitäten etc.), kam nicht ein einziges Mal Spannung auf. Stimmungsvoll fand ich den Film auch überhaupt nicht, obwohl der optisch und visuell ansprechende Szenen aufweist. Der Film fällt für mich auch definitiv in die Sparte style over substance, wobei mir der Style im Vergleich zu anderen Filmen deutlich weniger gefiel oder nicht zu fesseln vermochte (z.B. Under the Skin, Only God Forgives etc.). Einzelne Filme schaffen es, alleine durch die Bilder zu überzeugen – aber nicht Horsehead.

Der Inhalt fesselt nicht und fand ich auch sinnlos. Natürlich gibt es hier und da schöne Szenen zu sehen, aber es war mir als Zuschauer egal, da mir die Figuren egal waren. Das Schicksal der Figuren war nicht von Bedeutung. Ebenso wenig wo der Film hinsteuert. Die Mutter-Tochter Beziehung voller Klischees hat nämlich von der ersten Szene an extrem genervt. Sehr sogar, dass ich hier und da dachte, jetzt muss ich gleich zu spulen starten, was ich zu 99% nie mache. Und oft fühlte ich mich an die A Nightmare on Elm Street Reihe erinnert.

Auch der Gastauftritt von Philippe Nahon, international wohl noch der bekannteste Name, war nicht der Rede wert (eine Szene hat er). Hat man wohl nur an Bord geholt, um anhand seines Bekanntheitsgrades für den Film zu werben. Zu der Zeit und zuvor war Philippe Nahon im Franz. Kino ein gefragter Mann (spielte mit in: Colt 45, Die Meute, Humans, Lady Blood, Calvaire, High Tension, Irreversibel, Pakt der Wölfe, Die Purpurnen Flüsse oder Menschenfeind).

Fazit: Stark Geschmackssache. Mir hat der Film überhaupt nicht gefallen. Daher spreche ich keine Empfehlung aus.

Infos:

O: Horsehead

Frankreich 2014

R: Romain Basset

D: Lilly-Fleur Pointeaux, Catriona Mac, CollMurray Head, Gala Besson, Philippe Nahon

Laufzeit der dt. DVD: 91:59 Min.

Gesehen am: 11.08.18

Fassungen: Mir lag die dt. DVD von donau Film /AL!VE vor = Uncut, Deutsch/Franz. mit dt. Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität.