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Freitag, 11. Januar 2019

Update

Neue Reviews, neuer Neukauf und neuer Buch-Tipp

 

 

- Neuer Neukauf



- Die Bücher des Blutes IV-VI Buchtipp



- Summer of 84

- The Crocodile Men

- Finger of Doom

- Two Crippled Heroes

- Naked Vengeance
 


 

Neuer Neukauf Mitte Januar 2019










King of Snake
Taiwan Film mit einer Riesen-Schlange. Original Taiwan-Version (Teile vom Film sah man später in dem Film Thunder of Gigantic Serpent von Godfrey Ho). Original VHS aus Südkorea - hat im Vergleich zur VHS aus Taiwan und Japan die beste Bildqualität (auch hellste). Im O-Ton mit koreanischen Subs. Selten, war recht teuer (350 USD). Mein Südkorea-Dealer sah das VHS bisher, und er verweilt sicher schon zehn Jahre in Südkorea, bisher nur einmal. 

The Witch with Flying Head
Von diesem US-VHS (Kleinstauflage, nur 30 Stück) liess ich mich zu sehr beeindrucken - denn ob es sich um ein offizielles Release handelt, weiss ich nicht. Was die USA angeht, dürfte der Public Domain Grundsatz zum Tragen kommen. Die Subs sollen neu sein - VHS soll im O-Ton sein. Von King of the Witches. Habe das VHS noch nicht mit meiner Bootleg DVD vergleichen (als offizielle Fassungen sind mir nur die VHS aus Taiwan und von Tai Seng bekannt - nahezu unmgölcih, diese zu erwerben, dürften auch mehrere 100 USD kosten). Was schade ist: das Cover und Motiv sieht in echt doch zu sehr nach selfmade aus (unscharf etc.). Schade - von einem Deutschen Japan-Sammler-und Kenner von FB abgekauft (war immerhin billig). 

Birth of Silver Jaguar
Mir lag für diesen Film nur ein Wiki-Eintrag in Japanisch vor (welchen ich nicht mehr finde). Blindkauf. Was ich noch weiss: von Star Wars beeinflusst, franz.-japanische Co-Produktion aus dem Jahre 1979, Pilotfilm zu einer Serie, die dann nie gedreht wurde. Andere Fassungen ausser diesem VHS aus Japan (ca. 100 Fr.) sind mir nicht bekannt. Freue mich auf den Film! 

Naked Vengeance Review



Naked Vengeance

Story:

Nach dem Tod ihres Mannes reist Carla Harris (Deborah Tranelli) an ihren Geburtsort zu ihren Eltern, um sich erholen zu können. Doch auch dort bleibt Carla vor Tragödien nicht verschont: eine Gruppe von Männern vergewaltigen sie und töten ihre Eltern. Danach sinnt Carla auf blutige Rache…

Meine Meinung:

Auf diesen wenig bekannten Rape & Revenge Streifen im Stil von I Spit on Your Grave wurde ich nur durch VHS Angebote aus Südkorea aufmerksam – und den Kauf habe ich nicht bereut! Wer I Spit on Your Grave mochte (oder andere Filme mit Thema Selbstjustiz, z.B. Wer Gewalt sät…) kann sich Naked Vengeance gut ansehen.

Der Film ist gradlinig erzählt und zumindest ab Zeitpunkt der Vergewaltigung gibt es bis zum Finale Daueraction zu sehen in Form von Selbstjustiz-Racheakten, die derb und fies ausgefallen sind! Die Rape-Szene ist auch hart, wobei I Spit on Your Grave Niveau in dieser Hinsicht (und auch was die Anzahl von Nacktszenen angehen) nicht erreicht wird. Dafür werden noch andere Beteiligte (ihre Eltern) getötet – was auch brutal in Szene gesetzt wurde (blutige Shoot-Outs, Verbindung Sex und Gewalt, Zeitlupen-Einsatz).

Dabei gefällt vor allem die Fiesheit der Figuren und all die dazugehörenden, unrealistischen Klischees (fast alle Männer in dem Film sind ausnahmslos Schweine und Sadisten) inklusive Kleinstadt-Stimmung – wo sich alle Parteien kennen und wo nur ein Sheriff zu arbeiten scheint. Ich mag Kleinstadt-Settings und die Rachegeschichte passt perfekt zu einem solchen Setting.

Die Darsteller agieren für diese Produktion gut und überzeugend, so dass die Rachestory nachvollziehbar erscheint. Die Ekel bekommen, was sie verdienen!

Fazit: Für Fans von I Spit on Your Grave und Co. zu empfehlen!

Infos:

O: Naked Vengeance

USA 1985

R: Cirio H. Santiago

D: Deborah Tranelli, Kaz Garas, Carmen Argenziano, Ed Crick, George E. Mahlberg, Bill McLaughlin

Laufzeit der koranischen VHS: Ca. 89 Min.

Gesehen am: 14.11.18

Fassungen: Zu empfehlen ist nur die Unrated Fassung (z.B. US-VHS). Die dt. VHS entspricht der stark zensierten R-Rated Fassung (glaube fehlen fast 20 Minuten). Es scheint keine DVD / Blu-Ray zu geben (Stand: Nov. 2018). Mir lag das VHS aus Südkorea vor (Unrated Master). In paar Nacktszenen ist das weibliche Geschlecht durch Balken (wie bei japanischer Zensur) verdeckt. In der Rape-Szene scheinen zwei Szenen zu fehlen und im Finale machte ich einen Schnitt aus (kann ich aber nicht verifizieren da zumindest alle Bilder von schnittberichte.com enthalten sind und mir ansonsten eine Vergleichsmöglichkeit fehlt). Label des VHS aus Südkorea: Oasis Video / Vestron Vieo Int. Nachtrag 11.01.19: Wurde Ende 2018 von Shout Factory in den USA als Unrated Fassung auf Blu-Ray veröffentlicht!

Two Crippled Heroes Review





Two Crippled Heroes

Story:

Zwei Krüppel (Shun Chung-Chuen und Thomas Hong Chiu-Ming) nehmen eine Frau bei sich auf, die vor Gangstern geflohen ist. Doch die Bösewichte geben nicht auf und schicken einen Killer los, der die zwei Krüppel und die Frau töten soll…

Meine Meinung:

Die Stars aus The Crippled Masters, Shun Chung-Chuen (keine Arme habend) und Thomas Hong Chiu-Ming (keine Beine habend), kehren in Two Crippled Heroes zurück und bieten dem Fan nebst The Crippled Masters (und ihren Auftritten in Raiders of the Shaolin Temple) ihre beste Arbeit d.h. der Film gefiel mir klar besser als ihr Durchschnittswerk Fighting Life.

Der Film spielt wieder im klassischen Setting und bietet eine simple Story, die dem Martial Arts Fan genug gibt, um zufrieden zu sein. Zwar ist noch längst nicht jeder Kampf spektakulär anzusehen und hier und da gibt es Längen, doch als Ganzes vermag der Film sehr zu überzeugen.

Das liegt vor allem an der ungeheuren Leistung der Krüppel-Stars, welche trotz Behinderung in den Trainings- und Kampfszenen Spektakel vom Feinsten bieten (aber nicht ganz an The Crippled Masters rankommend). Absolut sehenswert und Martial Arts Fans kommen voll auf ihre Kosten. Dabei sind es interessante Kampfszenen mit Waffen, ohne Waffen, mit oder ohne Hilfsmittel, zwei gegen einen oder 1:1 Duelle.

Das einfache Wald-Setting mochte ich und die Kampfszenen sind stark choreographiert und überzeugend gefilmt. Kung Fu Highlights: erstes Aufeinandertreffen von Shun Chung-Chuen und Thomas Hong Chiu-Ming, dann der Kampf etwa Mitte des Filmes gegen Addy Sung Gam-Loi (wusste nicht Mal, dass er kämpfen kann, macht als Auftragskiller eine sehr starke Figur) und der Endkampf gegen Chia Kai. Diese Kampfszenen sind lange, abwechslungsreich und spektakulär geworden.

Noch ein Wort zu Addy Sung Gam-Loi: dieser hat mir vor allem als Bösewicht oder als Cop in ernsten Rollen immer sehr gut gefallen! Empfehlungen: Hired Guns, The Informer, Shaolin - Der Todesschrei des Panthers.

Fazit: Für Old School Kung Fu Fans absolut zu empfehlen! Gewinnt dank dem Krüppel Thema an zusätzlichem Reiz und Spektakel!

Infos:

O: Can Que Shuang Xiong

Taiwan 1982

R: Joseph Siu Yiu

D: Frank Shum, Jack Con, Pau Ching-Fong, Cheung Chung-Kwai, Chia Kai

Laufzeit der US-DVD: 91:42 Min.

Gesehen am: 10.11.18

Fassungen: Mir liegt eine US-DVD vor = VHS Master, Englisch Dubbed. k.A. ob Uncut oder nicht. Bildqualität ausreichend. Wahrscheinlich ein Bootleg (Cover Front und Back 1:1 Kopie vom Ocean Shores VHS). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Nov. 2018).

Finger of Doom Review




Finger of Doom

Story:

Ivy Ling Po versucht ihre böse Schwester, die die Finger of Doom Technik beherrscht (Tote am Leben erhalten und dessen Willen steuern zu können), aufzuhalten. Diese (Park Ji-Hyeon) versucht zusammen mit ihren Verbündeten (Yang Chi-Ching, Tung Li) die Martial Arts Welt zu beherrschen. Ivy wird von Chin Han unterstützt, dessen beide Brüder in die Gefangenschaft der Finger of Doom Sekte fielen…

Meine Meinung:

Finger of Doom hat mir gut gefallen. Es handelt sich um eine simple Story, der man gut folgen kann und die Abwechslung und Unterhaltung bietet. Längen gibt es fast keine. Meist schaue ich solche Filme nicht wegen der Story, aber hier fand ich diese interessant. Denn die Bösewichte aber auch Ivy Ling Po beherrschen eine spezielle Technik, mit welcher sie Gegner gefügig und zu steuern vermögen, was deren Willen angehen. Dabei sehen sie aber nicht aus wie Zombies (nur weiss bemalte Gesichter).

Die Settings sind hübsch und die Darsteller haben mir gut gefallen. Das gilt für den Helden (Chin Han), die mysteriöse Ivy Ling Po und auch die Bösewichte haben mir gut gefallen (Tung Li als Buckliger, Yang Chi-Ching als entstellter Bösewicht und Park Ji-Hyeon als Schwester von Ivy). Nur Chin Hans Brüder fallen ab, was Charisma und Schauspielleistung angehen, da z.T. sehr naive Darbietung ihrer Figuren.

Nebst Story, Figuren und Settings gefällt auch die Action. Diese ist solide in Szene gesetzt. Wer blutige Martial Arts erwartet, muss bis zum Finale warten. Allerdings machen die Kampfszenen auch so genug Spass, um Shaw Brothers Fans zufriedenzustellen. Gerade die Kämpfe mit dem Buckligen, den Zombies oder Hilfsmitteln (Schirme) sind sehenswert und gut choreographiert und schön gefilmt worden.

Fazit: Gute Arbeit der Shaw Brothers und dessen Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Ta Yin Zhi

HK 1972

R: Pao Hsueh-Li

D: Ivy Ling Po, Park Ji-Hyeon, Yang Chi-Ching, Tung Li, Chin Han

Laufzeit der TW DVD: 91:47 Min.

Gesehen am: 09.11.18

Fassungen: Mir lag die DVD aus Taiwan von Deltamac vor = Celestial Master, Uncut, O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Es gibt keine dt. Fassung (Stand: Nov. 2018).

The Crocodile Men Review




The Crocodile Men

Story:

Chui Lung stöbert, als sein Meister weg ist, in dessen magischen Büchern herum. Er findet heraus, wie er sich in ein Krokodil verwandeln kann. Dies setzt er um. Er bleibt aber zu lange im Körper des Krokodils, so dass er sich nicht mehr in einen Menschen verwandeln kann. Als Chui Lung danach fälschlicherweise bezichtigt wird am Tod seines Meisters, flieht er vor seinen ehemaligen Schülern…

Meine Meinung:

Trash à la The Snake Girl. Daher wusste ich, was mich erwartet. Der Film ist etwas besser als The Snake Girl. Die 18er Freigabe ist aber, wie schon bei The Snake Girl, mehr als lächerlich. In beiden Filmen spielt Dy Saveth die Hauptrolle.

Bei The Crocodile Men soll es sich um ein Remake des Filmes A Water Warrior and a Crocodile Man von 1972 handeln, der dazumal in China und HK sehr erfolgreich gelaufen sein soll. Es soll sich jedoch um den gleichen Film handeln – inwieweit sich die 1983er Version vom Original aus Kambodscha unterscheidet, ist mir nicht bekannt. Datenbanken geben darüber auch widersprüchliche Infos wieder.

Der Film behandelt erzählt eine Legende der buddhistischen Bibel. Der Film funktioniert gut als Trash. Es gibt ein grosses Krokodil aus Pappe, welches nur den Mund öffnen kann, und sonst starr, unbeweglich und hölzern wirkt. Es frisst in 1-2 Szenen Menschen und in Umschnitten (z.B. Kampf gegen andere Krokodile) werden einfach echte Krokodile, die zusammen um Fleisch kämpfen, in den Film und die Handlung reingeschnitten.

Die Kostüme sind schrill und bunt, die Unterwasserwelt wird herrlich naiv dargestellt (vor Aquarium gefilmt) wie auch andere Szenen (der Meister in Bauch des Krokodils z.B.), die Darsteller agieren zum Teil grob übertrieben und nebst Trash, Papp-Krokodilen, Einschnitten à la Fake-Mondos gibt es noch dümmlichen Klamauk, Humor (Soundtrack passt bestens dazu), Gesang- und Tanzszenen und sogar einen Kleinwüchsigen zu sehen, um alle Klischees abzudecken.

Aufgelockert wird der Film hier und da durch solide Kung Fu Kampfszenen. Das macht den exotischen Film hier und da kurzweilig und abwechslungsreich. Trotzdem: nur für Trash-Fans interessant!

Infos:

O: Tian e

HK, Taiwan, Kambodscha 1983

R: King Weng

D: Dy Saveth, King Weng, Dyna, Hsieh Ming

Laufzeit der HK VCD: Ca. 102 Min.

Gesehen am: 09.11.18

Fassungen: Mir lag die HKD VCD von Ocean Shores vor = Uncut, solide Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Nov. 2018).

Summer of 84 Review




Summer of 84

Story:

Sommer 1984, US-Kleinstadt: 

In der Gegend verschwinden mehrere Jugendliche. Davey und seine Freude beginnen auf eigene Faust zu recherchieren und verdächtigen den Nachbarn und örtlichen Polizisten hinter dem Verschwinden der Jugendlichen...

Meine Meinung:

Summer of 84 ist der neuste Film von den Turbo Kid Machern. Und wer gerne in Notalgie schwelgt, der wird den Film, der während den 80er Jahren spielt, sehr mögen. Im Moment ist dies ein grosser Trend: 80er Jahre Nostalgie, Coming of Age Geschichten vermischt mit Horror oder Genre-Elementen – da gab es einige Werke – so z.B., dass die neue Fassung von Stephen Kings Es oder die Netflix Serie Stranger Things. In den Sinn kommen weiterhin: The Burbs oder Fright Night, wo Nachbarn ebenso beschuldigt werden, «Dreck am Stecken« zu haben.

Der Film ist jedoch kein Splatterfilm und daher darf der Fan auch keinen zweiten Turbo Kid erwarten – nur die Gimmicks wie Jugendliche, Fahrräder, Telefone etc. sind halt typisch 80er Jahre und verbinden die zwei Filme – plus einen passenden, tollen Soundtrack. Ob die Coming of Age Inhalte gefallen oder man davon langsam die Schnauze voll hat, sei dem Zuschauer selbst überlassen. Fakt ist, dass nicht längst jeder Film damit punktet. Eher mässig waren in dieser Hinsicht: Blue My Mind, When the Trees Fall, The Dark. Schon besser aber trotzdem nicht in meine Sammlung stellend: Sicilian Ghost Story oder Super Dark Times.

Summer of 84 gehört zu den besseren, da sehr an Stranger Things und Co. erinnernd. Die Story ist zudem spannend und von allen Protagonisten überzeugend gespielt. Die Frage ist: ist der Nachbar und Polizist tatsächlich ein Serienkiller oder nicht? Und wenn nein – wer ist es? Dies reicht, um einen spannenden Inhalt zu generieren. Die mir unbekannten Darsteller machen ihre Sache sehr gut, wobei einige Nebenplots für den Inhalt jedoch kaum wichtig sind (z.B. das Mädchen) – und eher deshalb gezeigt werden, um auch auf der Coming of Age Schiene laufen zu können.

Fazit: Wer 80er Jahre Filme mag, kann sich diesen abenteuerlichen und spannenden Mix aus Krimi und Coming of Age Film gut ansehen!

Infos:

O: Summer of 84

USA, Kanada 2018

R: François Simard, Anouk Whissell, Yoann-Karl Whissell

D: Graham Verchere, Judah Lewis, Caleb Emery, Cory Gruter-Andrew, Tiera Skovbye, Rich Sommer

Laufzeit der US-Blu: Ca. 106 Min.

Gesehen am: 08.11.18

Fassungen: Mir lag die US-Blu Ray (soll eine Blu Ray-R sein, also gebrannt und nicht gepresst) vor = Sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs und paar Extras vorhanden. Bei den deutschsprachigen Fassungen ist u.a. noch der Soundtrack als Bonus dabei. Dafür gibt es die US-Disc deutlich günstiger (die deutschsprachige Fassung ist doppelt so teuer).

Die Bücher des Blutes IV-VI Buchtipp




Die Bücher des Blutes IV-VI

Inhalt inklusive meiner Meinung:

In diesem Sammelwerk von Clive Barker, der von Stephen King einst als Zukunft des Horrors beschrieben wurde, werden dem Fan nach dem ersten Band Das vierte, fünfte und sechste Buch des Blutes präsentiert. Das Werk umfasst insgesamt 15 Kurzgeschichten aus der Fantasie von Clive Barker, den Horrorfans auch von Regiearbeiten wie Hellraiser oder Lord of Illusions kennen dürften.

Die zwei Bände habe ich zwischen 2006-2008 das erste Mal gelesen (schon damals als Nachtwache, als ich sporadisch pro Monat zwei-vier Nächte gearbeitet habe) und wusste nun, inzwischen sind über zehn Jahre vergangen, so gut wie nichts mehr. Da ich am aktuellen Arbeitgeber viel Zeit habe (Dauernachtwache), war ich motiviert, die Bücher wieder zu lesen. Mit diesem Band – also den Büchern des Blutes IV-VI, fing ich an.

Obwohl es fast 800 Seiten zu lesen gibt, war ich doch recht schnell durch. Das Interesse war gross, die diversen Geschichten qualitativ mehrheitlich sehr gut und qualitativ auf einem sehr hohen Niveau und vor allem eins: sehr fantasievoll und abwechslungsreich. Da es 15 Kurzgeschichten sind, ist für Abwechslung garantiert. Das hat gefesselt, zum Schmunzeln angeregt, unterhalten, war spannend.

Einige der Kurzgeschichten, welche in diesem Band sind, wurden bereits verfilmt: Das Buch des Blutes (ein Postskriptum) = Film = Book of Blood, 2009 Großbritannien, Die letzte Illusion = Film = Lord of Illusions (USA; 1995 von Clive Barker selbst inszeniert), Das Verbotene = Film = Candyman’s Fluch. Von den Filmen her gefiel mir nur Candyman’s Fluch besser als die Roman Geschichte – ansonsten hatten die Filme keine Chance. Vor allem die Romangeschichte zu Lord of Illusions gibt am Ende alles, was Verwandlungen, Dämonen und Monster angehen, um den Film bei weitem zu schlagen (auch wenn mir der Film gut gefällt). Wer meint, hier den Original-Roman zu Hellraiser und Night Breed zu finden, den muss ich enttäuschen. Das waren einzelne Romane und keine «Die Bücher des Blutes» Inhalte.

Stark waren folgen Geschichten: Das Leibregime (Hände, die ein tödliches Eigenleben entwickeln), Das nicht-menschliche Stadium (um mysteriöse Knoten, ein tödliches Wesen und einen Bettler, der ein Geheimnis verbirgt), Das Zeitalter der Begierde (Experiment läuft nicht wie geplant, sympathischer Ermittler), Die Madonna (Schwimmbad mit Geheimnis, interessante und sympathische Figuren, spannend), Babels Kinder (spannend), Leibhaftig (spielt im Gefängnis, mochte das Setting, spannend), Das Leben des Todes (gefiel mir auch, sehr fantasievoll), Wie Schänder bluten (sehr schmerzhaft, exotisches Dschungel Setting, wäre ein hervorragender «Melt-Movie» à la Street Trash), Die letzte Illusion (besser als der Film dazu), Festungsdämmerung («Der kalte Krieg» und DDR Setting gefiel)

Solide waren folgende Geschichten: Offenbarungen (Kritische Sicht auf Religion inklusive Geistergeschichte im Motel), Erscheine, Satan! (hat mich ein wenig an Edward Lees Teratologist erinnert, Mann fordert Gott bzw. dem Teufel heraus), Das Verbotene (um den Candyman), Das Buch des Blutes (obwohl nur solide trotzdem besser als der Film), Auf der Jerusalem-Street (die kürzeste Geschichte im Buch).

Fazit: Lesenswert – freue mich auf das andere Band! Und keine einzige Geschichte war schlecht – das zeugt schon vor Klasse! Kann man nach vielen Jahren erneut lesen und wirkt wie ein neues Buch! Für Horrorfans zu empfehlen!

Infos:

Autor: Clive Barker

Herausgeber: area Verlag

Sprache: Deutsch

Buchart: Gebunden

Seitenanzahl: 797

In Deutschland erschienen: Ja

Roman/Sachbuch: Roman (Kurzgeschichten)