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Donnerstag, 17. Oktober 2019

Devil Fetus Review

Horroktober 2019




Devil Fetus

Story:

Eine ersteigerte Vase beherbergt einen Dämon. Dieser richtet in einer Familie über Generationen Schaden zu. Aktuell fährt der Dämon in den Körper des einen Sohnes (Hsu Meng-Kuang) und terrorisiert die Familie (Ou-Yang Sha-Fei, Eddie Chen), die Haushälterin und die Freundin (Shirley Lui Sau-Ling) des 2. Sohnes. Ein Priester (Chin Yung-Hsiang) soll Abhilfe schaffen…

Meine Meinung:

Devil Fetus habe ich sehr lange nicht mehr gesehen. Die Erstsichtung war 2006 und ich hatte den Film nie als wirklich toll in Erinnerung. Wenn ich mein altes Review studiere, so kann ich dieser Meinung aktuell jedoch nicht mehr entsprechen. Mein Filmgeschmack hat sich verändert und mir gefällt Devil Fetus, auch wenn noch immer kein Meisterwerk, heute besser als früher.

Wer 80er Jahre Horrorfilme aus Hong Kong mag – derb, skurril, für westliche Zuschauer fremd, dem sei der Film unbedingt empfohlen uns an Herz gelegt. Der Film ist kein Highlight, weil es doch im Grossen und Ganzen eher wenig Effekte zu sehen gibt und vor allem wegen der lahmen ersten halben Stunde, in welcher wirklich kaum etwas passiert (sieht man vom Beginn ab).

Doch nach der lahmen halben Stunde gibt es, mehr oder weniger, Dauer-Action bis zum Ende zu sehen. Effekte nehmen zu. Diese haben mir gut gefallen, trafen nun meinen Filmgeschmack und bei einigen Szenen/Effekten hatte ich sehr grosse Freude.

Es handelt sich um eine Lo Wei Produktion, die das Geld dann doch auch in einige sehenswerte Effekte einfliessen liess: das Monster (Gummianzug) ist mehrfach zu sehen, wie es Sex mit den Opfern hat. Daneben gibt es ein Ausweiden von einem Hund zu sehen (inklusive Essen des Inhaltes), Tier-Snuff (Adler – nehme nicht an, dass es ein Effekt war), Haut abziehen und Maden kommen zum Vorschein, Würmer in einem Kuchen die zuerst gegessen und dann erbrochen werden (im Gegenschnitt zu den essenden Gästen auf der Party) und im Finale folgen dann die besten Effekte des Filmes (lasst euch überraschen).

Die Darsteller sind mir allesamt unbekannt. Sie agieren solide. Die Figuren sind z.T. aber, wie man es aus dem HK-Kino kennt, herrlich naiv was westliche und ungeübte Zuschauer vor den Kopf stossen könnte. Ein weiteres Highlight, was nicht unerwähnt bleiben soll, war das Ritual des Priesters und sein Kampf gegen den Dämon. Sehr stark und fantasievoll in Szene gesetzt. Chin Yung-Hsiang braucht sich hinter dem späteren «Taoist-Priester» Star Lam Ching-Ying nicht zu verstecken. Coole Szenen im Finale!

Fazit: Für 80er Jahre HK-Horrorfilmfans zu empfehlen! Kein Kracher, aber gut und hat seine Momente!

Infos:

O: Moh Toi

HK 1983

R: Lau Hung-Chuen

D: Hsu Meng-Kuang, Ou-Yang Sha-Fei, Eddie Chen, Shirley Lui Sau-Ling, Chin Yung-Hsiang

Laufzeit der HK-DVD: 86:57 Min.

Gesehen am: Juli 2006 / Review überarbeitet am: Okt. 2019

Fassungen: Mir lag die HK-DVD von Joy Sales/Fortune Star (The Legendary Collection) vor = sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs, anamorphes Bild, in Gewalt Uncut, in Sex- und Nacktszenen zensiert. Uncut ist das HK VHS von Ocean Shores (Nachteil = Vollbild). Daneben gäbe es mind. noch eine (wenn nicht sogar zwei) HK Laserdiscs und ein Thai. (oder indonesisches) VHS/Betamax (Englisch Dubbed, weiss nicht mehr ob VHS oder Betamax). Eine Blu-Ray und/oder eine deutsche Fassung gibt es nicht (Stand: Okt. 2019).