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Sonntag, 22. September 2024

The Inspector Wear Skirts II

The Inspector Wear Skirts II

Story:

Nach dem 1. Teil geht es wie folgt weiter: Madame Wu (Sibelle Hu) und Kan (Stanley Fung) trainieren noch immer ihre Frauen- und Männereinheiten (u.a. Kara Hui, Sandra Ng, Billy Lau, Ken Lo). Das Training wird durch die Tatsache, dass Kan noch immer in Madame Wu verliebt ist und durch die Aufnahme von neuen Rekruten (u.a. Amy Yip) erschwert. Und dann planen die Gangster, die im ersten Film geschlagen wurden (u.a. Jeff Falcon), Rache an der Spezialeinheit…

Meine Meinung:

Bevor es zur Neusichtung des dritten Teiles kam, schaute ich mir noch den 2. Teil an. Die Qualität des Vorgängers wird nicht ganz erreicht. Dies gilt auch für die Kampfszenen: der erste Teil bot bessere Action und mehr Action-Szenen. Und Cynthia Rothrock (The Blonde Fury, Prince of the Sun) ist nicht mehr dabei. Aus dem Vorgänger kehren dennoch viele Namen wie Sibelle Hu (The Master Strikes Back, Lethal Panther), Stanley Fung (To Hell with the Devil, TwinkleTwinkle Lucky Stars), Billy Lau (Lucky Stars Go Places, Mr. Vampire), Sandra Ng (Forced Nightmare, Gameboy Kids), Jeff Falcon (Six-String Samurai, Caged Beauties) oder Kara Hui (Heart of Danger, Mrs K) zurück. Neu dazu stossen Melvin Wong (The Rape After, Above the Law) sowie Amy Yip (She Shoots Straight, The Magnificent Scoundrels).

Regie führte, wie bereits im Vorgänger, Wellson Chin (Thou Shalt Not Swear, The Third Full Moon). Er sollte auch in der nächsten Fortsetzung weiterhin auf dem Regiestuhl sitzen. Ebenfalls wieder dabei ist Jackie Chan (Who Am I?, The Twin Dragons) als Geldgeber sprich Produzent. Und sein Stunt-Team hat die Action-Szenen realisiert. Der Film wirkt inhaltlich wie ein Aufguss des ersten Filmes: es gibt zunächst etwas Action zu sehen (Befreiung von Jeff Falcon, Kantinenkampf in der Ausbildung) aber ansonsten viel Ausbildung und Comedy-Momente. Stanley Fung ist noch immer in Sibelle Hu verliebt und bekommt mit Melvin Wong Konkurrenz. Die Mädels, die mehr Screentime als die männlichen Kadeten erhalten, stehen im stetigen Kampf gegen die Männer. Es gibt auch wieder ein Kampfturnier zwischen den zwei Gruppen.

Ansonsten sind es Comedy-Einlagen, die der Zuschauer zu sehen bekommt. Billy Lau als Spanner, eine Tanz/Disco-Einlage oder wie sich Sandra Ng als Kommandantin ausgibt und die neuen Ankömmlinge knechtet und für sich arbeiten lässt. Sandra Ng ist allgemein einer der Figuren, die am meisten humorvolle Parts abbekommen hat. Das Einbringen von Amy Yip war jedoch auch ein kluger Schachzug: durch ihre grosse Oberweite aber auch ihr Schauspiel bekommt sie auch einige amüsante Momente ab. Mit Action wird danach bis zum Finale zu gewartet, nur mit der Ausnahme, dass diese Kampfszenen eben weniger spektakulär ausgefallen sind, als im Erstlingswerk. Es folgen einige wenige Kampfszenen, die solide in Szene gesetzt sind. Aber dann ist der Film plötzlich (etwas zu schnell) schon vorbei. Etwas mehr Action hätte es bei dem Cast (Kara Hui, Jeff Falcon) gerne geben dürfen. Dennoch spassig und unterhaltsam.

Gefolgt von: Raid on Royal Casino Marine

Infos:

O: Shen yong fei hu ba wang hua

HK 1989

R: Wellson Chin

D: Sibelle Hu, Stanley Fung, Kara Hui, Amy Yip, Jeff Falcon, Sandra Ng, May Lo Mei-Mei, Anglie Leung Wan-Yui, Regina Kent, Bill Tung, Melvin Wong, Mars, Billy Lau, Ricky Hui, Ken Lo, Dan Mintz, John Ladalski

Laufzeit der HK-DVD: 91:46 Min.

Gesehen am: Okt. 2008 / Neusichtung am: 10.08.24

Fassungen: Mir lag die alte HK-DVD von Deltamac/Fortune Star vor = Uncut, solide Bild- und Tonqualität (nicht anamorph), O-Ton, englische Subs, Code Free-Disc. Gibt es inzwischen von 88 Films in England auf Blu-Ray. Uncut, im O-Ton mit englischen Subs und exklusiven Extras. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2024).

Freitag, 20. September 2024

Together

Together

Story:

Min Min (Lee Lieh) bietet auf dem Yongle-Markt in Taipeh einen Stand an, wo sie Säfte und Getränke verkauft. Ihr Ehemann Bin (Kenny Bee) arbeitet in einer Druckerei. Die beiden haben eine Tochter: Hsiao Lan (Gina Li), die im Moment von einem «Bad Boy» ausgenutzt wird. Ihr jünger Sohn Hsiao Yang ist derweil auch beschäftigt: er vermittelt einem Kollegen eine Freundin. Ein Mädchen, welches in einem Café arbeitet. Hsiao Li (Sonia Sui) ist verlobt, bekommt aber kalte Füsse und freundet sich derweil mit Bin an, während sich Bins Ehefrau in Hsiang (Umin Boya), einen Schneider, verguckt…

Meine Meinung:

Together bekam ich geschenkt. Von einem früheren Dealer, angeblich von einer Frau aus Hong Kong, bezog ich viele VCDs. Da ich ein guter Kunde war, schickte sie oft auch gratis VCDs mit. Wohl Schrott und Schund, den sie sonst nicht loswurde. Vor allem Filme, die auch nicht zu den Filmen, die sie zum Verkaufen anbot, passten.  Vor allem Mainstream- und Arthouse-Filme oder Genres wie Komödien, Dramen oder Liebesfilme. Da passt Together, ein Film aus dem Jahr 2012 aus Taiwan, «wunderbar dazu».

Der Film, der scheinbar an einer Berlinale lief (passt ja hervorragend dazu), gefiel mir, wie erwartet, nicht. Der Grund ist einfach, nachvollziehbar und simpel: Together beinhaltet Genres, die mir nicht zusagen. Dramen und Romanzen. Nur dem Setting (Taipei) ist es dabei zu verdanken, dass ich die ganzen zwei Stunden durchgehalten habe, ohne zu spulen und/oder den Film vorzeitig zu beenden. Die Stimmung ist schon eigen und spürbar anders, als bei den Kollegen aus China oder Hong Kong. Regie führte Hsu Chao-Jen. Dieser hat, zumindest laut hkmdb, danach nur noch einen Film realisiert (elf Jahre später).

Lee Lieh sah ich erst vor kurzem in Lady Piranha. Sie war früher oft im Kino Taiwans zu sehen, ehe sie eine lange Pause einlegte und nun neuerdings in neuen Produktionen wieder zu sehen ist. Ansonsten ist Kenny Bee der bekannteste Name unter vielen Unbekannten, wobei er auch für mich weniger bekannt ist, als andere Stars. Der Sänger war jedoch in den 80ern und 90ern hier und da auch in einem HK-Film zu sehen = The Desperados, Crimson Street, Carry on Doctors and Nurses, 100 Ways to Murder Your Wife, My Heart Is That Eternal Rose, Fist of Fury 1991 II oder The Moon Warriors.

Die Mehrheit der Figuren waren mir nur wenig sympathisch, so dass das Gezeigte vor allem langweilig, wenig interessant, fesselnd schon gar nicht und vor allem belanglos war. Ein in meinen Augen sinnloser Film, der nicht genau weiss, was er aussagen soll. So ziehen sich die zwei Stunden auch und dem Geschehen oberflächlich zu folgen, war schwer. Zudem bekommen nicht alle Figuren gleich viel Screentime. Dass ausgerechnet der Japaner am schwächsten charakterisiert wird, fand ich schwach. Kenny Bee hat, als Sänger, natürlich auch einige Szenen abbekommen, ihn denen er mit seiner neuen «Freundin», einen Liebessong kreieren darf. Kitschiger geht es nicht…

Fazit: Wer gerne asiatische Liebesfilme und Dramen mag (vielleicht solche aus Südkorea), könnte einen Blick riskieren. Aber kein Film, der persönlich meinem Geschmack entspricht und der nicht meine Genres bedient. Kommt nicht in die Sammlung!

Infos:

O: Tian · Mi Mi

Taiwan 2012

R: Hsu Chao-Jen

D: Sonia Sui, Kenny Bee, Lee Lieh, Umin Boya, Gina Li, Lu Yi-Ching, Chang Shao-Huai

Laufzeit der HK-VCD: Ca. 120 Min.

Gesehen am: 21.07.24

Fassungen: Mir lag die HK-VCD von Deltamac vor = Uncut, O-Ton Mandarin mit englischen und chinesischen Subs, durchschnittliche Bild- und Tonqualität. In HK ist der Film zusätzlich als DVD und Blu-Ray erschienen. Alle Fassungen sind inzwischen Out of Stock. In Thailand ist der auch auf DVD raus. Auch dort u.a. mit O-Ton und englischen Subs. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Juli 2024).

Samstag, 7. September 2024

The Black Falcon

The Black Falcon

Story:

Geheimagent Chang Shih-Chieh (Paul Chang Chung) will die Bösewichte (Wang Hsieh, Ku Feng, ) um die «Black Falcon» Bande, die eine Agentin getötet haben, aufhalten und macht es sich zur Aufgabe, die Tochter des Bösewichtes (Jenny Hu Yan-Ni) für seine Aufgabe zu gewinnen…

Meine Meinung:

Nach dem Erfolg von James Bond in den 60ern, sprangen die Shaw Brothers auf die Erfolgswelle auf und veröffentlichten abseits ihrer Kung Fu Filme im klassischen Setting auch einige, wenige Agenten-Filme wie Poisonous Rose (1966), Temptress of a Thousand Faces (1969), Operation Lipstick (1967), Inter-Pol (1967), Angel with the Iron Fists (1967), The Golden Buddha (1966), Asia-Pol (1967) oder den hier besprochenen The Black Falcon.

Einige dieser Filme stammen von japanischen Regisseuren, andere vom späteren Bruce Lee und Jackie Chan Entdecker Lo Wei. Von den oben genannten Filmen kenne ich Asia-Pol mit Jimmy Wang Yu (wertet den Film automatisch auf) und Temptress of a Thousand Faces, den ich dazumal, wenn ich nicht irre, gar im Free-TV (Arte?) sah. Der hat nicht nur Spy-Inhalte, sondern auch Superhelden-Motive und daher habe ich den als amüsant in Erinnerung.

The Black Falcon, der ebenfalls durch einen Japaner (Furukawa Takumi) realisiert wurde, konnte mich hingegen nicht überzeugen. Der Film ist zu lahm, zu alt, zu belanglos, zu naiv, zu harmlos. Der Plot ist ok, aber im Vergleich zu dazumal westlichen Spion-Filmen war das ganze inhaltlich und auch schauspielerisch wenig überzeugend und zu unrealistisch. Einige der Dialoge sind wirklich einfach schlecht und Held Chang Shih-Chieh, gespielt von Paul Chang Chung (The Guy at Simenting), war eine Lusche und nicht wirklich cool oder sympathisch oder charismatisch. Also genau das Gegenteil von James Bond.

Als ich sah, wer sonst noch mitwirkt, insbesondere bei den Bösewichten, hatte ich Freude. Dies liess meine Erwartungen leicht steigen. Aber weder Namen wie Tien Feng (Oath of Death), Ku Feng (The Shaolin Disciple) noch Wang Hsieh (Cantonen Iron Kung Fu) konnten den Film wirklich aufwerten. Davon war Wang Hsieh als Gangsterboss noch der beste und überzeugendste, währen die Mädels immerhin schick anzusehen waren (abgesehen von den teilweise furchtbaren 60er Jahre Frisuren). Die Musik war unauffällig und die Action lahm und ohne Biss.

Fazit: Langweilig und Zeitverschwendung!

Infos:

O: Hei Ying

HK 1967

R: Takumi Furukawa

D: Tien Feng, Ku Feng, Wang Hsieh, Yuan Shen, Jenny Hu Yan-Ni, Paul Chang Chung

Laufzeit der taiwanesischen DVD: Ca. 91 Min.

Gesehen am: 12.06.24

Fassungen: Mir lag die DVD aus Taiwan von Deltamac/Celestial vor = Gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs, Uncut. Es gibt weder eine deutsche Fassung noch eine Blu-Ray (Stand: Juni 2024).

Donnerstag, 15. August 2024

Emperor Chien Lung and the Beauty

Shawgust 2024

Emperor Chien Lung and the Beauty

Story:

Im Jahr 1756 reist Kaiser Chien Lung (Lau Wing) im Land umher und erlebt diverse Abenteuer. Er wird dabei von Treasurer Liu Yung (Lee Kwan) und Minister Er Rong-An (Chiang Nan) begleitet und versteckt seine wahre Identität. In einem Casino trifft er auf eine Prostituierte (Helen Poon Bing-Seung), betrügende Angestellte (Chan Shen), korrupte Offiziere und eine kämpfende Lady (Kara Hui)…

Meine Meinung:

Von den vier Shaw Brothers Filmen um Kaiser Chien Lung kannte ich bisher nur das Erstlingswerk Emperor Chien Lung, welches ich gemäss meinem alten Review mochte. Emperor Chien Lung and the Beauty war nun die letzte ungesehene Shaw Brothers DVD, welche ich nun geschaut habe (auch damals im Taiwan-Urlaub gekauft) und gleichzeitig der letzte Teil der Reihe. Ich empfand den Film als durchschnittlich. Der Film kommt nicht in die Sammlung. Dafür war der Film zu wenig gut.

Der Humor war mir zu albern, zu zahm und der Plot zu uninteressant. Vor allem die erste Hälfte des Filmes war doch recht zäh und die beiden Sidekicks von Kaiser Chien Lung, erneut stark von Lau Wing (The Pure and the Evil) verkörpert, waren weniger mein Fall und nervten mehr, statt zu unterhalten. Der Plot wird erst im letzten Viertel besser und gradliniger. Zuvor erinnert der Plot an mehrere Sketche.

Und auch mit dem Auftauchen von Kara Hui (Lovers Blades) wird der Film leicht besser. Sie bekam die besten Momente des Filmes und praktisch die einzigen Martial Arts Szenen. Nichts Aufregendes, vergleichen mit anderen Arbeiten, welche sie für die Shaw Brothers geleistet hat, aber solide und rare Highlights in dem Film. Ansonsten herrscht gähnende Langeweile. Vom Cast konnte ansonsten nur noch Chan Shen (Die 7 goldenen Vampire) überzeugen. Er spielt aber nur eine Nebenrolle.

Fazit: Geschmackssacke. Für mich gab es zu viele Längen, daher nichts für meine Shaw Brothers Sammlung!

Infos:

O: Gon Lung Wong Yue Saam Goo Leung

HK 1980

R: Li Han-Hsiang

D: Lau Wing, Chiang Nan, Lee Kwan, Helen Poon Bing-Seung, Shum Lo, Kara Hui, Chan Shen

Laufzeit der TW-DVD: 100:20 Min.

Gesehen am: Aug. 2024

Fassungen: Mir lag die Code-3-DVD aus Taiwan von Deltamac vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs. Es gibt keine Blu-Ray, UHD und keine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2024).

Dienstag, 13. August 2024

A Mad World of Fools

Shawgust 2024

A Mad World of Fools

Inhalte inklusive meiner Meinung:

A Mad World of Fools, eine Mitte der 70er Jahre Shaw Brothers Produktion und «Komödie» im modernen Setting, die von David Chiang (Shaolin Abbot, Die Todeskralle des roten Phoenix, What Price Survival), der auch die Hauptrolle spielt und im Film zusätzlich als «Presenter» zu sehen ist (à la Cryptkeeper in Geschichten aus der Gruft), realisiert wurde, wurde von Chang Cheh (Dancing King, The Rebel Intruders, Disciples of Shaolin) produziert. Der Film hat keinen wirklichen Plot.

Die Shaw Brothers gingen nach dem Motto «Sex sells». David Chiang als Presenter bietet den Zuschauern zehn Sketchs in unterschiedlicher Länge, um diese danach jeweils zu kommentieren. Das hatte z.T. fast Fake Mondo Vibes, da dem damals konservativen 70er Jahre Hong Kong Zuschauer sexuelle Vorlieben (Exhibitionismus, Voyeurismus, Fetisch, S/M, Homosexualität, Transvestitismus) und nackte Tatsachen (hier und da paar Brüste) gezeigt werden.  

Aufgelistet bieten die zehn Sketchs folgendes:

1. Dean Shek (A Better Tomorrow 2) als Voyeur und Fetischist. Gebrauchte Frauenkleider, ein BH und Slip, verdrehen ihm den Kopf.

2. Ein Mann in Frauenkleidern begutachtet sich im Spiegel.

3. Ein Mann, der von Frauen umworben wird, stellt sich als homosexuell aus.

4. Wu Ma (Two Jolly Cops) entblösst sich vor diversen Frauen.

5. Ein Schwächling und Tagträumer (David Chiang) wünscht er wäre ein Kung Fu Star. Seine Idole: Bruce Lee, Chen Kuan-Tai und Ti Lung. Doch als er mit seiner Freundin spazieren geht und von einer Gruppe Männern belästigt wird, stellt sich heraus, dass er seine Träume nicht in die Tat umsetzen kann. Einer der wenigen guten Sketchs des Filmes, da David Chiang und lange Laufzeit. Als Belästiger sind u.a. Fung Hak-On (Last Hurrah for Chivalry) und Yuen Cheung-Yan (Drunken Tai Chi) zu sehen.

6. Ein Ehemann steigert seine Lust, indem er eine Prostituierte besucht.

7. Ein Ehemann der Schulden hat und statt seiner Ehefrau die TV-Inhalte geniesst, bringt diese an den Rand der Verzweiflung.

8. Ein Geschäftsmann lässt sich von einer Prostituierten auspeitschen.

9. Ein Sohn kehrt aus Europa zu seiner Familie zurück inklusive seiner europäischen, aufgeschlossenen und freizügigen (blonden) neuen Ehefrau (Marlene Perry) - sehr zum Schrecken der Familie.

10. Die 2. Folge mit David Chiang und nebst dem 5. und 9. Sketch jene mit der längsten Laufzeit. David Chiang spielt einen Kleptomanen. Als er jedoch von Gangstern etwas klaut, wird er von diesen verfolgt. Die Gangster spielen u.a. einmal mehr Fung Hak-On und zusätzlich noch Lau Kar-Wing (der zusammen mit Lau Kar-Leung auch als Action Director fungierte) und Paul Chun Pui (People’s Hero, In the Line of Duty III).

Lohnt sich A Mad World of Fools? Man sollte meinen ja. Zehn Sketchs = abwechslungsreich und unterhaltsam. Dennoch kann ich diese «Komödie» kaum empfehlen. Der Film ist mittelmässig und für eine Komödie eigentlich kaum lustig. Die meisten Episoden sind belanglos und uninteressant. Sketchs Nr. eins und neun waren solide. Nur jene mit David Chiang (Sketchs Nr. fünf & zehn) waren gut. David Chiang und sein Charisma machen vieles wett und in dem fünften Sketch gibt es auch Kung Fu-Szenen zu sehen. Seine Tagträumereien werden amüsant dargestellt und ihn in einer modernen Rolle zu sehen, machte Spass.

Alles in allem müsste der Film eigentlich aus der Sammlung fliegen, aber dank David Chiang und zwei zugedrückten Augen bleibt der Mal vorerst in der Sammlung…

Infos:

O: Guai ren guai shi

HK 1974

R: David Chiang

D: David Chiang, Marlene Perry, Wu Ma, Dean Shek, Yuen Cheung-Yan, Richard Breslin, Lau Kar-Wing, Fung Hak-On, Paul Chun Pui, Tina Chin Fei, Maggie Li Lin-Lin, Lily Chen Ching

Laufzeit der TW-DVD: Ca. 97 Min.

Gesehen am: Aug. 2024

Fassungen: Mir lag die Code-3-Disc aus Taiwan von Celestial/Deltamac vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs. Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2024).

Donnerstag, 8. August 2024

Sexy Girls of Denmark

Shawgust 2024

Sexy Girls of Denmark

Story:

George (Tsung Hua), der Sohn eines Filmproduzenten aus Hong Kong, wird nach Europa, Kopenhagen geschickt. Er soll doch einen Vertrag für eine neuen Film abschliessen. Doch er verliebt sich in die Schauspielerin Ann Charlotte (Birte Tove), welche ihm den Kopf verdreht und das Unterfangen erschwert. Als sich jedoch herausstellt, dass sie eine Pornodarstellerin ist, schickt die Familie Georges Schwester (Karen Yip Leng-Chi) nach Kopenhagen, der ihn von der Heirat abhalten soll…

Meine Meinung:

In den 70ern waren Erotik-Komödien und Erotikfilme in Europa beliebt. Man denke da an Werke wie Jungfrauen-Report oder die Schulmädchen-Reihe, gefolgt von unzählig anderen Titeln. Auch Länder wie Dänemark oder Schweden wurden oft mit erotischem Inhalt in Verbindung gebracht. Auf dieser Erfolgswelle wollten auch die Shaw Brothers mitschwimmen und drehten vor Ort in Europa die Erotikkomödie Sexy Girls of Denmark.

Leider ist dieser Versuch misslungen. Der Film von Lui Chi (war vor allem im Erotikfilm Zuhause) wurde zwar Ort von in Dänemark, Kopenhagen gedreht und wartet im letzten Viertel auch noch mit Kung-Fu-Szenen auf (so ohne geht es in einem Shaw Brothers Film dann doch nicht), dennoch muss der Film als lahm, uninteressant und enttäuschend betrachtet werden. Ab dem Mittelteil musste ich teilweise sogar spulen, um den Film über die Zeit zu bringen.

In meinen Augen ist der Film für eine Erotikkomödie weder lustig noch erotisch. Im Gegenteil: die «Erotikszenen» (oder Nackt-Szenen) waren teilweise eklig, abstossend und hässlich in Szene gesetzt. Ohne Gespür für Stimmung, Erotik oder Ästhetik. Und der Humor war doof und plump, so dass der Film auch nicht fesselt, sondern Längen entstehen. Dazu kommt, dass der Film auch mit uninteressanten Figuren und drittklassigen Shaw Brothers Stars aufwartet. Keine bekannten Namen dabei. Schade. Birte Tove sah man zusätzlich in den Shaw Brothers Produktionen The Bamboo House of Dolls sowie Mini-Skirt Gang.

Fazit: Da war mir Adventure in Denmark, aus dem gleichen Jahr und mit Michael Chan Wai-Man, deutlich lieber da mehr und bessere Actionmomente. Sexy Girls of Denmark hingegen kommt nicht in die Sammlung.

Infos:

O: Dan Mai Jiao Wa

HK 1973

R: Lui Chi

D: Tsung Hua, Birte Tove, Li Ching, Karen Yip Leng-Chi

Laufzeit der taiwanesischen DVD: 88:05 Min.

Gesehen am: Shawgust 2024

Fassungen: Mir lag die taiwanesische DVD von Deltamac/Celestial vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Es gibt keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray (Stand: Aug. 2024).

Dienstag, 6. August 2024

The Pure and the Evil

Shawgust 2024

The Pure and the Evil

Story:

Rose und May (Chan Pui-Sai, Tai Liang-Chun) sind Freundinnen. Sie kenne sich seit Jugendjahren. Rose, die von ihrer älteren Schwester, die in einer Bar arbeitet, grossgezogen wurde, taucht ins wilde Nacht- und Partyleben ab. May ist genau das Gegenteil. Rose macht es sich zum Ziel, die Wahl zur Miss Hong Kong zu gewinnen. Sie mag es, anderen Frauen Männer auszuspannen. Als May Clement (Lau Wing) heiratet, wird ihre Freundschaft auf eine harte Prüfung gestellt…

Meine Meinung:

The Pure and the Evil lag seit 2015 ungesehen rum. Damals besuchte ich Taiwan und kaufte dort auch viele Shaw Brothers DVDs. Einige Titel, von welchen ich keine potenziellen Kracher und Genres abseits des Kung Fu Films erwartet habe, aber vielleicht dennoch interessant. The Pure and the Evil ist dabei ein Mix aus Drama und Erotikfilm. Der Film kommt nach der Sichtung definitiv nicht in die Sammlung. Dafür gefielen mir die Figuren zu wenig. Das Schauspiel war z.T. auch optimierungsbedürftig.

So überrascht es auch nicht, dass Regisseur Ging Hoi-Lam danach keine Karriere (als Regisseur) hinlegte. Was die Stars im Film angehen, kenne ich nur Anthony Lau (Human Lanterns, Bastard Swordsman, The Big Boss). Er passt noch am besten zu seiner Rolle. Mit Chan Pui-Sai und Tai Liang-Chun (Gang Master, Curse of Evil) wurde ich nur wenig warm, obwohl vor allem gerade Chan Pui-Sai auch in nicht uninteressanten Filmen vor der Kamera stand (Five Element Ninjas, Rape and Die, Men from the Gutter), ehe sie sich Ende der 80er das Leben nahm (soll sich nach einer Trennung von einem Gebäude gestürzt haben).

Inhaltlich geht es um eine Love triangle. Zudem geht es vor allem um moralische Themen. Die Gegensätze von May und Rose haben mich leicht an die Marquis de Sade Story um Justine und Juliette erinnert, wobei im Film am Ende eigentlich jeder schlecht und unglücklich wegkommt. Leider wurde mir das Ende schon verraten, da eine besondere Szene in einem Review erwähnt wurde, als ich mich vorab über den Plot informierte. Hätte ich das nicht gewusst, wäre die Wirkung eine andere gewesen. Leicht schade. Dennoch musste ich am Ende schmunzeln.

Fazit: Nichts für die Filmsammlung. Dafür war der Plot zu lahm, zu uninteressant und vor allem haben mir die drei Hauptfiguren nicht gefallen.

Infos:

O: Ching Chun 1000 Yat

HK 1982

R: Ging Hoi-Lam

D: Chan Pui-Sai, Tai Liang-Chun, Lau Wing

Laufzeit der taiwanesischen DVD: 92:44 Min.

Gesehen am: Shawgust 2024

Fassungen: Mir lag die Code-3-Disc aus Taiwan von Celestial/Deltamac vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Es gibt weder eine Blu-Ray noch eine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2024).

Sonntag, 4. August 2024

Angel with the Iron Fists

Shawgust 2024

Angel with the Iron Fists

Story:

Luo Na (Lily Ho Li-Li) versucht die Gangstergruppe Devil's Gang zu bekämpfen. Diese wird von Dolly (Fanny Fan Lai) angeführt. Doch diese zu bekämpfen ist einfacher gesagt, als getan…

Meine Meinung:

Ähnlich wie der vor nicht allzu langer Zeit gesehene Black Falcon stellt Angel with the Iron Fists einen 60er Jahre «James Bond» Klon dar. Die Shaw Brothers sprangen auf den James Bond Zug auf und haben einigen Filme zu dem «Setting» produziert, veröffentlicht und vertrieben. Leider ist auch Angel with the Iron Fists nicht gut genug, um in die Sammlung aufgenommen zu werden. Im Vergleich zu Black Falcon war Angel with the Iron Fists, auf den eine Fortsetzung folgte, minim «besser».

Angel with the Iron Fists stammt, wie bereits Black Falcon, von Jackie Chan und Bruce Lee Entdecker Lo Wei (Summons to Death, Fist of Fury, Slaughter in San Francisco). Er spielt im Film auch eine kleine Nebenrolle. In weiteren Nebenrollen sind Ku Feng (Come Drink with Me, The Dragon Family, The Furious Killer) und Fan Mei-Sheng (The Eagle's Killer, Green Killer, Story of Ricky) zu sehen. Die Hauptfiguren werden von Lily Ho Li-Li, Fanny Fan Lai und Tang Ching gespielt. Bei den Frauen hatte och oft Mühe, diese auseinander zu halten, auch deshalb, weil noch viele andere Frauen in grösseren Rollen zu sehen sind.

Leider fand ich die Figuren wenig interessant. Keine Ausstrahlung, kein Charisma, die 60er Jahre Friseuren, vor allem jene der Frauen, schrecklich. Die Figuren haben in ihren Rollen nicht bis nur wenig (Fanny Fan Lai als Bösewicht) überzeugt. Das trifft auf fast alle Figuren des Filmes zu. Einige Szenen wirkten direkt aus einem James Bond oder Austin Powers (bzw. umgekehrt im Austin Powers Fall) kopiert. Der Plot war ebenfalls wenig interessant. 1-3 überraschend blutige Szenen waren die raren Highlights des Filmes (nebst einem coolen Vorspann), u.a. eine Köpfung einer Frau. Ansonsten sind die Szenen lahm, uninteressant und belanglos, leider ebenso die Actionszenen.

Fazit: Leider nicht wirklich zu empfehlen!

Infos:

O: Tie Guan Yin

HK 1967

R: Lo Wei

D: Lily Ho Li-Li, Fanny Fan Lai, Tang Ching, Chang Pei-Shan, Tina Chin Fei, Lo Wei, Tien Shun, Ku Feng, Lee Kwan, Fan Mei-Sheng, Cheng Lei

Laufzeit der HK-DVD: Ca. 112 Min.

Gesehen am: Shawgust 2024

Fassungen: Mir lag die taiwanesische DVD (Code 3-Disc) von Deltamac/Celestial vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Es gibt keine Blu-Ray und/oder deutsche Fassung (Aug. 2024).

Freitag, 10. Mai 2024

Rouge


Rouge

Story:

China in den 30ern: Chan (Leslie Cheung) und Prostituierte Fleur (Anita Mui) einigen sich auf einen Suizidpakt. 50 Jahre später erscheint der Geist von Fleur bei Reporter Yuen (Alex Man) und dessen Freundin Ah Chor (Emily Chu) und bittet um Hilfe, da Chans Geist nie im Afterlife ankam…

Meine Meinung:

Rouge von Stanley Kwan Kam-Pang stand mit Sicherheit noch auf irgendeiner (Wunsch)Liste von mir. Zwar wird der Film in der hkmdb nur als Drama gelistet, dennoch kommt mit Charakter Fleur auch ein Geist im Film vor, der in der Gegenwart klären will, warum ihr ihr Liebhaber nicht ins Afterlife folgte. Zu meiner Überraschung lag der Film schon seit paar Jahren ungesehenen der Sammlung. Ich bekam den einmal von einem Dealer aus Hong Kong als Geschenk.

Der Film startet im China der 30er und es gibt auch im späteren Verlauf immer wieder Rückblenden. Mir hat der Start des Filmes nicht besonders gefallen und auch die Musik-Nummern waren gar nicht mein Fall. Die Szenen in der Gegenwart haben mir viel besser gefallen und waren die stärkeren Momente des Filmes. Der Mix aus Drama, Liebesgeschichte und Ghost-Film funktioniert sehr gut. Auf Klamauk wird verzichtet.

Rouge wirkt wirklich tragisch und dramatisch. Verstärkt wird das sicher auch durch die Tatsache des tragischen und zu frühen Ablebens der Stars Leslie Cheung (A Better Tomorrow) und Anita Mui (My Father Is a Hero). Leslie Cheung nahm sich später das Leben während Anita Mui, wie auch einige ihrer HK-Schauspielkollegen (Lam Ching-Ying, Shing Fui-On), den Kampf gegen den Krebs verlor. Immer, wenn Schauspieler zu früh aus dem Leben scheiden, man denke da nur an Namen wie Bruce Lee (Fist of Fury), Brandon Lee (The Crow – Die Krähe) oder Alexander Fu Sheng (The Treasure Hunters), spielt die Zeit mit und macht daraus Legenden.

Sobald der Plot in die Gegenwart wechselt, ist ein gewisses Fesseln vorhanden und eine leichte Spannung entsteht. Anita Mui holt sich Hilfe von zwei Menschen. Beide sind sympathisch und daher funktioniert der Film auch. Diese werden von Emily Chu (The Plot) und Alex Man (The Dragon Fighter) gespielt. Die besten und einfühlsamsten Momente hat der Film dann, wann Alex Man und Emily Chu merken, dass Anita Mui wirklich ein Geist ist und das Finale, in welchem sie auf ihren Schwarm trifft. Mehr sei an der Stelle nicht verraten!

Fazit: Rouge war mir persönlich zu viel Drama, kann aber gut einmal geschaut werden! Eine gewisse Faszination kann ich dem Film definitiv nicht absprechen...

Infos:

O: Jin Zi Kau

HK 1988

R: Stanley Kwan

D: Leslie Cheung, Anita Mui, Alex Man, Emily Chu

Laufzeit der HK-VCD: 46:17 Min. (1. Disc) / 46:16 Min. (2. Disc)

Gesehen am: 20.02.24 / 2. Sichtung: 11.03.25

Fassungen: Mir lag die HK-VCD von Deltamac vor = O-Ton, englische Subs, solide Bild- und Tonqualität. Die VCD war ein Geschenk eines Verkäufers aus Hong Kong. Davon gibt es inzwischen viele DVD- und Blu-Ray Varianten, die qualitativ ganz sicher interessant wären. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Feb. 2024). Nachtrag März 2025: Rouge sah ich vor paar Monaten als alte HK-VCD von Deltamac. Die war relativ bescheiden, was die Qualität angeht. Die bekam ich geschenkt. Ich fand den Film knapp ok und wollte dem Film in einer würdigen Fassung nochmals eine Chance geben = UK-Blu-Ray von 88 Films besorgt. Die Szenen im modernen Hong Kong mag ich. Alex Man, Emily Chu und Anita Mui waren stark. Leslie Cheung hingegen überzeugt nicht wie alle Szenen, in den den 30ern (oder 40ern?) spielen. Die Gesangsnummern fand ich zudem furchtbar schlecht und öde. Das Finale war weniger intensiv als bei der 1. Sichtung. Es gibt als Bonus (Nebst Trailer, Booklet, Bildergalerie) zwei Interviews mit dem Regisseur. Das alte Interview ist interessant. Das neue Interview, in dem er Englisch spricht, war mühsam und habe ich abgebrochen und nicht zu Ende gesehen. Dazu gibt es ein Wendecover, einen Schuber, O-Ton, englische Subs. Die Bild- und Tonqualität sind exzellent.

Samstag, 30. März 2024

The Jade Faced Assassin

The Jade Faced Assassin

Story:

Uncle Lian (Ku Feng) rettet Siao Lu Er (Lily Ho Li-Li), die als Kind von ihrer Zwillingsschwester getrennt wurde, vor dem Tod und zieht sie zusammen mit diversen Abgestossenen in Happy Valley auf. Sie lernt von jedem einzelnen Kung Fu und wird an ihrem 18jährigen Geburtstag von Uncle Lian auf eine Rache-Mission geschickt. Sie soll die vermeintlichen Killer ihrer Eltern finden und töten…

Meine Meinung:

The Jade Faced Assassin ist ein mittelmässiger Shaw Brothers Film. Der Film, der auf der einer Story des Romanschriftstellers Gu Long basiert, kann gut einmal geschaut werden. Aber es gibt keine Highlights in dem Film, dessen Inhalt auch später wieder und wieder verfilmt werden sollte. Andere Verfilmungen, welche ich auch kenne, sind u.a. The Proud Twins (wieder Shaw Brothers mit Alexander Fu Sheng) oder Handsome Siblings von Eric Tsang. Es gibt noch weitere, weniger alte Verfilmungen. Diese sind aber nicht von wirklichem Interesse.

Der Plot ist etwas wirr, aber vor allem wenig fesselnd, spannend und spektakulär. Der Film und Verlauf fesseln kaum. Der Zuschauer nimmt die Bilder relativ teilnahmslos wahr. Es gibt hier und da einige schöne Einstellungen à la dem japanischen Samurai-Kino. Aber das sind einzelne Momente in einem doch relativ mittelmässigen Film. Wirkliche Überraschungen gibt es kaum und zwei weitere Tatsachen sorgten ebenfalls dafür, dass mir der Film nicht sonderlich zusagte.

Die Action-Szenen sind solide, aber mehr auch nicht. Sehr unspektakulär. Das in Verbindung mit dem lahmen Plot macht den Film nur wenig sehenswert. Dazu kommt, dass mich eigentlich auch praktisch alle Figuren wenig gefallen haben. Kaum Charisma, kaum bekannte Namen (ausser Ku Feng in einer Nebenrolle). Besonders die männlichen Helden fand ich alle total schwach und dass die Heldin oft als Mann durchgeht und als Frau nicht erkannt wird, obwohl ein blinder sieht, dass es eine Frau ist, gefiel mir auch nicht. Die Figuren und deren Handlungen waren mir zu naiv, das Schauspiel zu wenig überzeugend.

Fazit: Eine uninteressante Story/Inszenierung und mässiges Schauspiel/Charakterisierung der Figuren machen den Film zu einem mittelmässigen Vergnügen. Definitiv kein Must See Titel für Shaw Brothers Fans!

Infos:

O: Yu Mian Xia

HK 1971

R: Yen Chun

D: Ku Feng, Lily Ho Li-Li, Kao Yuen, Chang Pei-Shan, Violet Pan Ying-Zi, Essie Lin Chia, Fan Mei-Sheng

Laufzeit der TW-DVD: 104:51 Min.

Gesehen am: 07.02.24

Fassungen: Mir lag die taiwanesische DVD von Deltamac vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Es gibt keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray (Stand: Feb. 2024).

Samstag, 2. Dezember 2023

The Thundering Sword

The Thundering Sword

Story:

Yu (Chang Yi) und Chiang (Lo Lieh) gehören der gleichen Schule an. Ihr Ziel ist es, dass besagte «Thundering Sword» zu finden. Als Yu auf Jiau (Cheng Pei-Pei) trifft und sich beide verlieben, Chiang vergiftet wird und diverse Gestalten (u.a. Chen Hung-Lieh, Ku Feng, Wu Ma) auftauchen, die ebenfalls nach dem Schwert suchen, eskaliert die Situation…

Meine Meinung:

The Thundering Sword wird oft mit Romeo und Julia von William Shakespeare vergleichen. Zum Glück habe ich vor der Sichtung über den Film gelesen, so dass ich meine Erwartungen anpassen konnte. Der Ende der 60er Jahre Shaw Brothers Film von Hsu Tseng-Hung (One Armed Against Nine Killers, The Invincible Super Guy), der oft mit Jimmy Wang Yu drehte, ist solide und ein Mix aus Schwertkampffilm, Drama und Liebesgeschichte (plus wenig Gesang).

Der Film bietet mehrere bekannte Namen in den Haupt- und Nebenrollen: Chang Yi (7 Men of Kungfu), Cheng Pei-Pei (Whiplash), Lo Lieh (Zodiac Fighters), Chen Hung-Lieh (A Sword Renounced), Wu Ma (A Chinese Ghost Story 2), Tien Feng (General Invincible) oder Ku Feng (The Avenging Eagle). Die Hauptfiguren werden von Chang Yi, der mir in späteren, unabhängigen Eastern und oft als verrückter Bösewicht, mehr gefiel als in seinen Helden-Rollen wie hier, und Cheng Pei-Pei. Beide harmonieren gut. Lo Lieh hat mehr eine Nebenrolle (praktisch die ganze Zeit bettlägerig, da vergiftet).

Der Rest (Ku Feng, Wu Ma, Tien Feng, Chen Hung-Lieh) sind gekonnte Namen in soliden Nebenrollen. Der Story kann man, zumindest wenn man die Darsteller kennt, gut folgen. Die Figuren agieren oft naiv, wie es dazumal in dem Genre nicht selten der Fall war. Es gibt nur sporadisch Action: blutige Schwertkämpfe und/oder sonstige Action-Szenen, in denen mit Waffen gekämpft wird. In einer Szene dürfen auch versteckte Fallen für etwas blutige Unterhaltung sorgen. Versteckte Trampolinsprünge dürfen auch nicht fehlen.

Obwohl es gerne mehr Kämpfe hätte geben dürfen, hat mich der Film solide unterhalten, auch dank den zuvor angepassten Erwartungen. Chang Yi sagte mir erst in den letzten Jahren etwas, daher bin ich froh, nun auch seine Shaw Brothers Frühwerke (neu) zu entdecken. Und Cheng Pei-Pei war in ihrer Darbietung einfach toll anzusehen.

Fazit: Für Fans von klassischen Shaw Brothers Schwertkampffilmen zu empfehlen!

Infos:

O: Shen Jian Zhen Jiang Hu

HK 1967

R: Hsu Tseng-Hung

D: Chang Yi, Cheng Pei-Pei, Lo Lieh, Tang Ti, Chen Hung-Lieh, Ku Feng, Wu Ma, Tien Feng,

Laufzeit der TW-DVD: 90:35 Min.

Gesehen am: 12.11.23

Fassungen: Mir lag die DVD aus Taiwan von Deltamac vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs vorhanden. Es gibt keine deutsche Fassung und/oder Blu-Ray (Stand: Nov. 2023).

Dienstag, 5. Juli 2022

The Cat Review


The Cat

 

Story:

 

Princess (Gloria Yip Wan-Yee) und ihr Helfer Errol (Lau Siu-Ming) sind Aliens in Menschengestalt. Sie sind vor einem bösen Wesen auf die Erde geflohen. Mit dabei: die magische Katze General. Zusammen mit Autor Wisely (Waise Lee) kämpfen sie gegen das böse Wesen, welches Wiselys Freund Wang (Phillip Kwok Chun-Fung) befallen hat, an. Weitere Unterstützung bekommen sie von Mr Chen (Ni Kuang)…

 

Meine Meinung:

 

The Cat ist ein 1992er Hong Kong Film und wilder Genre-Mix, der zur Fantasy-Reihe um den fiktiven Charakter Wisely gehört. Weitere Filme in dieser Reihe sind u.a. The Legend of Wisely, Bury Me High und The Seventh Curse. Letzterer stammt auch von Regisseur Lam Nai-Choi, der ansonsten noch andere Filme wie Story of Ricky, The Peacock King, Men from the Gutter oder Killer's Nocturne veröffentlicht hat.

 

Das Ableben von Writer Ni Kuang war Grund der Neusichtung. Er spielt im Film mit und auch das Skript stammt von ihm. Er war in Hong Kong sehr bekannt und hat für unzählige Film-Produktionen als Writer fungiert. Ni Kuang starb am 03.07.22. Mehrheitlich arbeitete er für die legendären Shaw Brothers. Aus seiner Feder stammen Inhalte zu Filmen wie One-Armed Swordsman, Vengeance!, The Delinquent, Payment in Blood, Heroes Two, The Super Inframan, Black Magic, Spirit of the Raped oder den bisher unveröffentlichten The Psychopath.

 

Die Erstsichtung von The Cat ist unendlich lange her. Eigentlich wusste ich gar nichts mehr. Daher fühlte sich The Cat nun auch mehr wie eine Erstsichtung statt einer Auffrischung an. Und ich war begeistert: ich hätte nicht damit gerechnet, einen solch tollen Film zu sehen! Vor allem auch Dank den charmanten, geilen und spektakulären Monster- und Verwandlungseffekten ist The Cat der absolute Wahnsinn. Es gibt viele skurrile Szenen (z.B. Kampf Katze Vs. Hund) und ich fühlte mich an US-Filme wie The Terminator, Der Blob, Aliens oder The Hidden erinnert.

 

Die Effekte sind toll geworden und angeblich stammen diese von japanischen Fachkräften - leider habe ich dazu keine wirkliche Quelle bzw. habe die Info nur vom Hörensagen. Aber es ist gut möglich, da dies bereits in The Peacock King der Fall war (und in The Cat gibt es mehr Monster und Effekte-Sequenzen zu sehen). Der Cast ist auch gut. Waise Lee (A Better Tomorrow) spielt Wisely, Ni Kuang den Hundebesitzer, Venom Star Phillip Kwok (Hard Boiled) den "Terminator" Verschnitt und die niedliche Gloria Yip (Pink Bomb) spielt eine der zwei Muschis. Der Film ist, von den Effekten und Monstern, noch geiler als The Peacock King. Nun bin ich noch gespannter auf die baldige Neusichtung von The Seventh Curse = 88 Films Edition dürfte die Tage ankommen:-)

 

Fazit: Wer Filme wie The Seventh Curse, The Peacock King und Co. mag, sollte sich den sehenswerten The Cat nicht entgehen lassen! 

 

Gefolgt von: The Wesley's Mysterious Story

 

Infos:

 

O: Wai Si Lei Zi Lou Mau

 

HK 1992

 

R: Lam Nai-Choi

 

D: Gloria Yip Wan-Yee, Lau Siu-Ming, Waise Lee, Ni Kuang, Christine Ng Wing-Mei, Lawrence Lau Sek-Yin

 

Laufzeit der HK-DVD: 84:54 Min.

 

Neusichtung am: 04.07.22 / Sichtung der UK-Blu-Ray: Sept. 2025

 

Fassungen: Mir lag die alte HK-DVD von Deltamac / Fortune Star vor = solide Bild- und Tonqualität, Uncut O-Ton, englische Subs, nicht anamorph. Es gibt Gerüchte, dass 88 Films in England nach Story of Ricky und The Seventh Curse weitere Lam Nai-Choi auf Blu-Ray zu veröffentlichen plant. The Cat wäre ein Kandidat, wo ich definitiv ein Upgrade tätige würde, um de schöne Effekte besser erkennen zu können (die Deltamac ist teilweise dunkel und unscharf). Es gibt weder eine Blu-Ray noch eine deutsche Fassung (Stand: Juli 2022). Nachtrag Sept. 2025: Das Upgrade auf Blu-Ray (die HK-DVD wurde nach Amerika verkauft) hat sich gelohnt. Die Qualität ist erste Sahne, die jap. Fassung ist (untertitelt) als Bonus an Bord und auch das Interview mit Drehbuchautor Gordon Chan fand ich informativ. In der restaurierten Fassung kommen die trollen Make-Up- und Monster-Effekte (oder der Katzen-Hunde-Kampf) viel besser zur Geltung als früher. Ich hatte den teilweise gar nicht mehr so "gorig" in Erinnerung. Dazu kommt eine Karte, ein Schuber, ein Wendecover und ein Booklet. Die Disc ist Region A und B. Wer seinen Blu-Ray Player umstellen kann, sollte auf Region A stellen. In der Form wird der Film komplett unzensiert abgespielt. Die Region B Version hingegen spielt nur eine leicht entschärfte Version ab (scheinbar hat 88 Films für England nur eine leicht entschärfte Version eingereicht, um die British Board of Film Classification zufriedenzustellen). Letztere zensieren, wenn es um filmische Gewalt gegen Tiere geht. Einige Szenen mit der Katze wurden daher entfernt.