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Freitag, 11. September 2026

Ruthless Law

Ruthless Law

Story:

Seung Tung (Alex Man) ist ein Immigrant, der nach Hong Kong kommt, um familiäre Dinge zu erledigen. Primär will er seine Grossmutter besuchen. Dabei reist er illegal aus China ein. Er erwischt mehrfach der Polizei. Seung Tung trifft auf Ah Zheng (Eddy Ko), der ihm helfen will, seine Grossmutter zu finden. Doch diese ist bereits tot. Durch Zufall gerät Seung Tung später an Wu Guoxiong (Michael Chan Wai-Man), der bei Kredithaien Schulden hat und seine Freundin (Deannie Yip) verprügelt. Seung Tung hilft ihr und beide verlieben sich. Später entführt Wu Guoxiong die Tochter seiner Freundin, um Lösegeld zu erpressen. Seung Tung plant, das Mädchen zu retten…

Meine Meinung:

Aka Ruthless Family. Ruthless Law ist ein seltener Film. Der Ende der 80er Jahre Streifen, eine Hong Kong Produktion von Max Lee Chiu-Jun (Shaolin Vs Manchu, Who Cares), der danach zwar nur wenige, aber fast nur sehenswerte Filme produziert hat (= Who Cares, That's Money, Mountain Warriors), ist ein Drama. Ich hatte mehr ein Action-Drama erwartet und wurde enttäuscht, da eigentlich kaum Action-Szenen. Ich ging daher mit falschen Erwartungen an den Film.

Ich finde im Netz keine einzige englischsprachige Inhaltsangabe zum Film. Auch kein Review. KI half nur teilweise und hat öfters die Zuordnung der Darsteller (Eddy Ko, Michael Chan Wai-Man) zu ihren Figuren falsch wiedergegeben, so dass ich auch in der Hinsicht z.T. falsche Erwartungen hatte. Der Film ist definitiv kein Kracher und die Tatsachen, dass es keine englischen Untertitel gibt und die Bildqualität für einen Film aus dem Jahr 1988 erschreckend schwach ist, half auch nicht unbedingt, ein vergnügliches Seherlebnis zu generieren.

Warum ich den Film am Ende trotzdem behalte? Ganz knapp? Wegen Michael Chan Wai-Man (Talk to Me, Dicky, Profile in Anger, Black Dream). Er spielt, wie es aussieht, den Hauptbösewicht. Was er genau tut und warum, ist mir jedoch nicht bekannt. Aber ich mochte ihn im Finale des Filmes, da auch gleichzeitig fast die einzige Action-Szene des Filmes. Er kommt fies und brutal rüber. Wirkt wie ein echter Killer. Das Setting mit den Eisblöcken war auch cool. Ich mag Eis in solchen Filmen. Hat fast Full Contact oder The Big Boss Vibes. Alex Man (Lucky Diamond) muss im Finale viel einstecken. Das kommt gut rüber.

Michael Chan Wai-Man kam ansonsten weniger vor, als erhofft. Zudem wirkte er, so förmlich gekleidet und sogar Brille tragend, sonderbar. Im Finale trägt er die Brille dann zum Glück nicht mehr. Er scheint im Finale Spass zu haben, Gewalt anzuwenden. Alex Man macht seinen Job sehr solide. Das Ende, das keinen Platz für Selbstjustiz lässt, ist dementsprechend folgerichtig. Eddy Ko (Cunning Kids) spielt nur eine Nebenrolle und Walter Tso Tat-Wah (Midnight Angel) mimt natürlich einen alten Cop. Phillip Ko Fei (Duell der 7 Tiger) habe ich nicht erkannt. War auch schwierig, bei der schlechten und dunklen Bildqualität.

Fazit: Nicht wirklich zu empfehlen. Bleibt nur wegen dem Finale mit Michael Chan Wai-Man in der Sammlung!

Infos:

O: Fat Lut Mo Ching

HK 1988

R: Max Lee Chiu-Jun

D: Alex Man, Michael Chan-Wai Man, Eddy Ko, Deannie Yip, Irene Wan, Chun Wong, Walter Tso Tat-Wah, Phillip Ko Fei

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 86:37 Min.

Gesehen am: Sept. 2026

Fassungen: Mir lag die VHS aus Südkorea von Life Production vor = mässige und öfters sehr dunkle und unscharfe Bildqualität, solide Tonqualität, O-Ton mit koreanischen Subs. Die US-VHS ist ebenso nicht Englisch freundlich (Canto O-Ton mit chinesischen Subs). In HK gibt es den Film von Winson auf LD. Auch hier: Im O-Ton und ohne englische Subs. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Sept. 2026).

Montag, 3. August 2026

Fight Among the Supers

Fight Among the Supers

Story:

Zwei Geister aus der Hölle (Lu Feng und Chiang Sheng) tragen seit Jahrzehnten Duelle gegeneinander aus. Nun suchen sie auf der Erde nach neuen Schülern (Chai Kuang-Ning, Peter Chang Chi-Long). Bis sie diese finden, werden diese jedoch mehrfach zu den Opfern der Geister, die sich mit ihnen die Zeit vertreiben und sich durch Magie mit ihnen und ihrem Umfeld einen Spass erlauben. Als am Ende eine Frau (Ling Sin) entführt wird, vereinen sich die zwei Schüler und Geister, um die Bösewichte zu besiegen und die Frau zu retten…

Meine Meinung:

Fight Among the Supers ist ein spezieller Film. Einige sagen, es sei eine Antwort bzw. ein Nachahmer von The Miracle Fighters und Co. Andere sagen, es sei eine Art Remake des Sammo Hung Klassikers Odd Couple, in welchem zwei Kämpfer ebenso über Generationen hinweg Duelle austragen und Schüler suchen und ausbilden, die dann für sie und in ihrer Disziplin kämpfen. Das Cover sah cool aus und der Film unbekannt. Daher schlug ich (bei einem südkoreanischen Shop) zu und kaufte die Videokassette.

Fight Among the Supers ist kein Kracher, aber auch nicht schlecht. Solides Mittelmass. Cool fand ich die Tatsache, dass beide Geister von Shaw Brothers bzw. Venom-Stars gespielt werden. Und die hatten sichtlich Spass in ihren Rollen. Da wäre zum einen Chiang Sheng (The Imperial Sword Killing the Devil, Ninja Kung Fu, Crippled Avengers) und zum anderen Lu Feng (The Brave Archer, The Rebel Intruders, Das Höllentor der Shaolin). Beide machen bereits im ulkigen und fantasievollen Vorspann eine gute Figur. Der macht Lust auf mehr, wie auch die gestohlene Musik, die mehrheitlich zu hören ist.

Der Plot ist dünn, etwas wirr und nicht gradlinig, aber immer kurzweilig, unterhaltsam und abwechslungsreich. Es ist immer was los. Es gibt natürlich viel Klamauk und Zauber. Die Kampfszenen sind erstmals nur ok. Es werden auch diverse Gegenstände in die Kampfszenen integriert. Mehrheitlich spielt der Film in einem Restaurant (die Schüler sind Kellner). So nach 40 Minuten folgen dann Höllenszenen, an denen ich Freude hatte. Da kommen diverse Gestalten auf die Erde und versuchen das Mädel im Restaurant zu entführen. Einige der Bilder und Aufnahmen waren dabei stimmungsvoll (Slow-Mo, Nebelmaschinen).

Mit Ausnahme von Lu Feng und Chiang Sheng ist mir der Cast unbekannt. Chai Kuang-Ning und Peter Chang Chi-Long machen einen soliden Job. Nach den Höllenszenen folgt dann schon das Outdoor-Finale, welches fast einem waschechten Wald-und-Wiesen-Klopper entspricht. In diesen sind die Kampfszenen auch rasant, qualitativ am besten und gut gefilmt, auch wenn das Vollbild, vor allem am Anfang des Filmes, doch relativ störend war (2,35:1 wäre das Originalbildformat). Das Verhältnis mit Rumblödeln der Schüler durch die Geister, die Höllenszenen und das Finale stimmte nicht ganz. Ich hätte lieber etwas mehr von den Höllenszenen oder mehr und längere Fights wie im Finale gesehen. Aber am Ende ist es Geschmackssache. In einer Szene, in der Alltagsgegenstände zusammen eine Art «Monster» bilden und durch Magie ein Eigenleben entwickelt, fühlte ich mich an den Film November erinnert.

Fazit: Kein Kracher, aber ein obskurer Beitrag in der Karriere von Lu Feng und Chiang Sheng (und perfekt geeignet, um das VHS-Cover Ende Sept. in London von Lu Feng signieren zu lassen!).

Infos:

O: Bei hai shuang xian xi to long

Taiwan 1984

R: Huang Kuo-Chu

D: Lu Feng, Chiang Sheng, Chai Kuang-Ning, Peter Chang Chi-Long, Ling Sin

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 86:43 Min.

Gesehen am: Aug. 2026

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Life Production vor = Vollbild statt Widescreen, O-Ton Mandarin mit koreanischen, chinesischen und englischen Subs. Uncut Status unbekannt. Solide Bildqualität. Das UK-VHS soll in Widescreen, dafür in Kantonesisch sein (O-Ton ist Mandarin). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Aug. 2026).

Dienstag, 16. Dezember 2025

Seven Finger Kung Fu

Seven Finger Kung Fu

Story:

Kim Dong-su ist im Besitz einer wichtigen Liste mit Freiheitskämpfern. Dem Japaner Saburo gelingt es, die Liste von Kim Dong-su zu stehlen. Doch nicht nur das: so schneidet Saburo Kim Dong-sus Sohn Eung-bum (Casanova Wong) drei Finger von dessen Hand und bringt Kim Dong-su vor den Augen seines Sohnes um. Eung-bum begibt sich in einen Tempel, wo er von einem Priester in Sachen Kampfkunst studiert wird. Danach ist die Zeit der Rache gekommen…

Meine Meinung:

Aka For the Motherland. Seven Finger Kung Fu passt als Titel wunderbar. Einem Jungen werden drei Finger abgetrennt. Statt zehn hat er nur noch sieben Finger. Sein Vater wird vor seinen Augen ermordet. Aus dem Jungen wird ein junger Mann - Casanova Wong. Der Super-Kicker aus Südkorea, der nebst Hwang Jang-Lee und Co. auch im Kino aus Hong Kong zu sehen war, überzeugt in dieser rein südkoreanischen Kung-Fu Produktion mit Racheplot.

Der Anfang der 80er Jahre Film aus Südkorea hatte sichtlich kein allzu grosses Budget. Die Inhalte um böse Japaner, Besetzung des Landes, dem Rache-Plot oder einer Liste mit Namen kennt der Kung Fu Fan zu genüge aus dem damaligen Kino aus Taiwan und Hong Kong. Regisseur Nam Ki-nam (Black Dragon's Last Warning, Fairy of the Night, Evil Hits Evil, Who Broke the Red Rose Stem) macht das Beste daraus. Mit wenigen Ausnahmen ist der Film humorlos inszeniert.

Zwar gibt es im Mittelteil einige Längen, aber abgesehen davon kann der Film solide unterhalten. Es ist schön, Casanova Wong (Bloody Mafia, The Legendary Strike, South Shaolin vs. North Shaolin) Mal in einer grossen Hauptrolle zu sehen. Er blieb doch oft im Schatten des bekannteren Hwang Jang-Lee, der mir jedoch auch persönlich sympathischer ist. Casanova Wong überzeugt in den Kampfszenen und davon gibt es, vor allem gegen Ende, doch einige zu sehen. In einigen Duellen muss er sich gleich gegen mehrere Kämpfer und Gegner zu Wehr setzen. Es wird vor allem mit Kicks und Fäusten gekämpft d.h. ohne Waffen, auch wenn der Japaner im Finale ein Samurai Schwert benutzt. Es handelt sich mehrheitlich um Natur- und Aussenaufnahmen.

Fazit: Für Kung Fu und Casanova Wong Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Chiljisu

Südkorea 1981/1982 (je nach Quelle)

R: Nam Ki-nam

D: Casanova Wong, Han Ji-ha, Kim Kuk-hyeon, Chen Shan, Nam Po-dong, Kim Yu-haeng

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 74:54 Min.

Gesehen am: 17.11.25

Fassungen: Mir lag das VHS von Life Production aus Südkorea vor = O-Ton Koreanische ohne Subs, durchschnittliche Bild- und Tonqualität. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Nov. 2025).

Mittwoch, 1. Oktober 2025

A Resented Woman

Horroktober 2025

A Resented Woman

Story:

Ein Dorfvorsteher agiert eigensinnig und tyrannisch. Um an das Vermögen einer reichen Familie zu kommen, lässt er den Vater von Jeong festnehmen. Ihm werden Delikte, die er nicht verbrochen hat, zur Last gelegt. Auch Jeong wird nicht verschont. Zwei weibliche Geister machen es sich zur Aufgabe, Jeong zu helfen…

Meine Meinung:

Aka A Resentful Woman. Bei A Resented Woman handelt es sich um einen ausserhalb Südkoreas seltenen und wenig bekannten Anfang der 70er Jahre Gruselstreifen im klassischen Setting. Der Film, den es wohl nur in Südkorea auf VHS gibt, stammt vom Regisseur Lee Yu-seob. Vom dem sah ich schon zwei weiterer Gruselfilme aus der Zeit: Grudge of Women sowie My Sister's Regrets. Da hat mir der erste gefallen, der zweite wurde nach England verkauft. Andere Gruselfilme von ihm kenne ich nicht (A Story of Two Sisters und Revenge of a Mother).

A Resented Woman ist ein Mix aus Ghost-Film, Drama, Love-Story und Kostümfilm. Jeong und seinem Vater wird Unrecht getan. Auf der anderen Seite gibt es einen Sub-Plot mit Geistern: eine junge Frau stirbt. Da sie nicht verheiratet war, schwirrt ihre Seele im Nirvana umher, statt in den Himmel zu gelangen. Ihre Nanny versucht, ebenso als Geist, eine Seelenheirat zu verwirklichen, um ihr den Weg in den Himmel zu öffnen. Als die Geister vom Unrecht an Jeong erfahren, helfen sie ihm.

Es ist sehr schade, wird es diese Art Film nie in einer anderen Form zu sehen gehen = sprich im Originalbildformat, restauriert und mit Subs. Denn der Film hat schöne, stimmungsvolle Bilder, Kostüme und Requisiten zu bieten und der sähe restauriert bestimmt toll aus. Schon die VHS-Fassung lässt erahnen, dass mit wenig Mitteln viel Stimmung generiert werden kann. Die Geister-Szenen sind dann auch die Highlights des Filmes.

Und 1-3 blutige Szenen (u.a. fantasievolle Szenen mit einem abgetrennten Arm oder ein blutspitzender Sarg) dürfen ebenfalls nicht fehlen. Ansonsten bleibt das Geister-Auftreten dem Klischee treu: schwarze lange Haare, stimmungsvolle Kostüme umrundet mit viel Nebel. Jedoch anders als im späteren japanischen Film à la Ringu, The Grudge und Co. Hier wird nicht schnell weggeblendet und die Geister verschrecken nur die Bösewichte im Film, jedoch nicht die Zuschauer, in Angst und Schrecken. Es handelt sich schliesslich um «gute Geister».

Fazit: Solider Gruselfilm!

Infos:

O: Wonnyeo

Südkorea 1973

R: Lee Yu-seob

D: Shin Young-il, Jin Do-hee, Jang Hyeok, Kim Mu-yeong, Nam Mi-ri

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 89-90 Min.

Gesehen am: Okt. 2025

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Life Production vor = Sah Uncut aus, solide Bildqualität, in Koreanischer Sprache ohne Untertitel, statt 2,35:1 nur im Vollbild. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Okt. 2025).

Freitag, 17. März 2023

Shaolin Drunk Fighter Review


Shaolin Drunk Fighter

Story:

 

Huang Chih Yeh (Jacky Liu Hong-Yi) flieht vor Bösewichten und wird schwer verletzt von Miss Yeda (Guk Jeong-Suk) und einem betrunkenen Shaolin Kämpfer (Chiang Cheng) gefunden, ins Kloster der Shaolin gebracht, gesundgepflegt und als neuer Schüler aufgenommen. Huang Chih Yeh ändert den Namen und wird zu einem Shaolin Mönch. Doch Bösewicht Tiger Kuo (Hau Chiu-Sing) lässt nicht locker, um Huang Chih Yeh zu töten. Und dann ist da noch ein Japaner (Hyeon Kil-Su), der sich mit den Shaolin Kämpfern duellieren möchte…

 

Meine Meinung:

 

Shaolin Drunk Fighter ist scheinbar eine Co.-Produktion zwischen Südkorea und Hong Kong. Je nach Datenbank wird das so oder anders angegeben. Regie führte Choe U-hyeong (dessen Blue Butterfly the Amazon gekauft und aus Südkorea unterwegs ist) und für die HK-Version To Man-Bo (Devil Curse). Der Film aus dem Jahr 1983 erinnert dabei an grössere Vorbilder wie The Shaolin Temple, Drunken Master oder den Shaw Brothers Klassiker Die 36 Kammern der Shaolin.

 

Die Inhalte bestehen aus gängigen Old School Klischees wie einen Rache-Plot, Shaolin Kämpfer, Drunken Kampfstil, Ninjas, Trainingsszenen, viel Natur (kaum Innenaufnahmen) und erreicht dabei nicht die Qualität ähnlicher HK- oder Taiwan-Filme (z.B. Alexander Lo Rei Filme à la Ninja vs Shaolin Guards). Dazu fehlt es dem Film an Originalität, einem coolen Soundtrack und vor allem einem charismatischen Lead. Die Figurenzeichnung ist wenig speziell, so dass keiner der Stars aus der Masse herausragt.

 

Am besten waren noch die Koreaner Hyeon Kil-Su (Fury in Shaolin Temple) als nobler Japaner, der sich duellieren möchte sowie das einzige Mädel im Film, gespielt von Guk Jeong-Suk (dessen Shaolin Water Seller müsste mir noch ungesehen rumliegen). Doch leider sind beides nur Nebenrollen. Der Plot hätte auch genau so gut ohne sie funktioniert. Der Ninja- und Japan-Sub-Plot bringt immerhin noch etwas Action als Füllmaterial in den Film, nebst den Duellen zwischen den Shaolin Kämpfern und dem Bösewicht oder den 08/15 Trainingsszenen (die in The Shaolin Temple einfacher besser und spektakulärer aussehen).

 

Die Kampf- und Trainingsszenen bestehen zu 90% mit Waffen. Hier und da wird auch ohne Waffen gekämpft. Da kommt dann u.a. der Drunken-Kampfstil zum Einsatz. Die Actionszenen sind absolut ok und solide. Das geht auch deutlich schlechter, auch wenn keine einzige Szene wirklich wie ein Spektakel wirkt. Das könnte am Vollbild liegen, aber auch an einer lahmen Kamera- und Choreographie. Jacky Liu (Kung Fu Master Named Drunk Cat), Chiang Cheng (Postman Strikes Back) und Hau Chiu-Sing (Sun Dragon) mögen zwar das Talent in Sachen Kampf und Körperbeherrschung haben, aber sie sind leider allesamt nicht sonderlich charismatisch oder sympathisch. Daher fesselt der Film und ihre (Kampf)Szenen auch nicht sonderlich.

 

Fazit: Solider Durchschnitt!  Old School Kung Fu Fans können einen Blick riskieren…

 

Infos:

 

O: Gimunsayukbang / 기문사육방, Shao Lin zhui gun / 少林醉棍

 

Südkorea, HK 1983

 

R: Choe U-hyeong, To Man-Bo

 

D: Jacky Liu Hong-Yi, Guk Jeong-Suk, Chiang Cheng, Hau Chiu-Sing, Hyeon Kil-Su, Kim Yu-Haeng, Gang Guk-gang, Little Unicorn

 

Laufzeit der VHS aus Südkorea: 89:01 Min.

 

Gesehen am: 23.01.23

 

Fassungen: Mir lag die Vollbild-VHS aus Südkorea von Life Production vor = Koreanische Originalversion im O-Ton und ohne Subs, k.A. ob Uncut (im Vorspann gabs wie einen Sprung, könnte ein Masterfehler sein) und durchschnittliche Bildqualität. Eine O-Ton Fassung mit Subs ist mir nicht bekannt. Die Fassungen aus England (u.a. auch eine DVD) sind nur Englisch Dubbed. Eine deutsche Fassung und/oder Blu-Ray gibt es nicht (Stand: Jan. 2023).

Mittwoch, 15. März 2023

The Undertaker in Sohwa Province Review


The Undertaker in Sohwa Province

Story:

 

Elton Chong will den Tod seines Vaters rächen. Er gerät unter die Fittiche eines Magiers und Bestatters (Kim Yong-Wan). Er reist mit diesem durchs Land. Nachts übt sich Elton in Martial Arts, indem der Bestatter die Toten zu lebenden Kampf-Werkzeugen verwandelt. Zufällig geraten die beiden an ein Mädel, welches vor den Bösewichten geflohen ist. Und diese sind (Jin Nu-Ri, Mike Wong Lung, Kim Wuk) die Mörder von Elton Chongs Vater. Die Zeit der Rache ist gekommen.

 

Meine Meinung:

 

Nach den Erfolgen der HK-Filme Drunken Master (1978), Encounters of the Spooky Kind (1980) sowie Duel of the Masters (1983) schickten die Südkoreaner 1983 um Regisseur Kim Jeong-yong (Flying Dragon Attacks)  ihre Film-Version (The Undertaker in Sohwa Province) auf den Markt. Einzelne Szenen erinnern dabei an die späteren Hello Dracula Filme aus Taiwan. Ohne sich zuvor über die Handlung zu informieren, wäre fatal, da die Fassung (Koreanisch) keine Subs bietet und es nicht gerade bekannte "Namen" sind, die man gut (vom Optischen her) kennt und zuordnen könnte.

 

Einzelne Szenen aus dem Film wurden später von Godfrey Ho & Joseph Lai für ihren Film Zombie vs. Ninja* (aka Gravedigger** aka Zombie Rivals***) verwendet. Natürlich eine IFD Films and ARTS Produktion. Diese Originalversion hingegen ist selten und gibt es nur in Südkorea auf VHS. Nach einem etwas lahmen Beginn und doofem Humor macht der Film viel Spass. Aber am Anfang muss der Zuschauer schon etwas warten. Ich war skeptisch und dachte mir schon einen Preis aus, den ich für die VHS haben wollte, würde ich verkaufen wollen.

 

*Deutsche Fassung, **US-VHS, ***UK-DVD

 

Nach einem etwas lahmen Beginn und doofem Humor macht der Film viel Spass. Die Kampfszenen sind ab einem gewissen Zeitpunkt cool anzusehen und vor allem gegen Ende & im Finale dreht der Film mächtig auf. Star Elton Chong macht in den Kampfszenen eine gute Figur. Besonders die Kampfszenen gegen die Zombies (nächtliches Üben in den Wäldern) und im Finale (gegen drei Bösewichte, u.a. auch gegen die Frau die sich teleportieren kann) waren stark choreographiert, abwechslungsreich und stimmungsvoll.

 

Elton Chong war sympathisch und hat Charisma. Auch in den Kampfszenen hat er gefallen. Da muss ich mir ggf. mehr Titel notieren. Auch der weibliche Bösewicht fand ich stark. Jin Nu-Ri hat in ca. 20 Kung Fu Filmen in Südkorea mitgewirkt. Die sehen alle mehr oder weniger interessant aus und zumindest einen habe ich mir noch gerade (von meinem Korea-Dealer) gekauft: Blue Butterfly the Amazon. Zitat eines anderen Fans: «you wont be disappointed. Non-stop female fighting action. Fantastic film». Gespannt! Die Musik war speziell und die Figuren bunt angezogen und konnte man doch gut auseinanderhalten.

 

Fazit: Für Old School Kung-Fu-Film-Fans zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: Sohwaseong janguisa

 

Südkorea 1983

 

R: Kim Jeong-yong

 

D: Elton Chong, Kim Yong-Wan, Jin Nu-Ri, Mike Wong Lung, Kim Wuk

 

Laufzeit der VHS aus Korea: 89:50 Min.

 

Gesehen am: 21.01.23

 

Fassungen: Mir lag das VHS aus Südkorea von Life Production vor = Wohl Uncut, leider nur Vollbild, leider sehr mässige bis durchschnittliche Bildqualität, O-Ton (Koreanisch), keine Subs. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: 21.01.23). Einzelne Szenen aus dem Film wurden später von Godfrey Ho & Joseph Lai für ihren Film Zombie vs. Ninja aka Gravedigger aka Zombie Rivals verwendet.

Montag, 27. Februar 2023

Special Investigator Bat Review



Special Investigator Bat

Story:

Kim Kyung-tae wird aus dem Gefängnis entlassen. Nachdem in Busan eine Prostituierte tot aufgefunden wurde, gerät Kim Kyung-tae in die Ermittlungen. Kim Kyung-tae ist Drogenschmuggler. Doch als er in Besitz von explosivem Material kommt, ist nicht nur die Polizei hinter ihm her, sondern auch die Nordkoreaner. Diese hetzen ihm die Agentin Jang Yun-jung auf den Hals, welche ihn liquidieren soll…

Meine Meinung:

Bei Special Investigator Bat handelt es sich um einen 1977er Agenten-Thriller vom Maid's Room Regisseur Kim In-soo, der bis in die 90er Jahre aktiv war. Special Investigator Bat lohnt sich, insofern man das Genre mag: Agenten-Plots à la James Bond! Ich muss sagen, ich bleibe lieber beim Action- oder Horrorfilm, was Südkorea angeht! Aber ein Versuch war es Wert…

Obwohl der Film leicht an James Bond Filme erinnert, darf der Fan nicht wirklich auf allzu viele spektakuläre Effekte, Action oder Stunts hoffen. Es geht um einen Prostituierten-Mord in Busan, um einen Ex-Knacki, der in illegale Machenschaften verwickelt, von der Polizei beschattet und von einer nordkoreanischen Agentin getötet werden soll. Was Action-Szenen angehen, muss fast bis ins Finale zugewartet werden.

Das Ganze ist, besonders als Zeitdokument, interessant, teilweise hübsch gefilmt und solide gespielt. Solche Filme aus Südkorea sind ausserhalb des Landes praktisch nicht bekannt, da es diese nicht selten nur als südkoreanische VHS gibt. Allerdings sind fehlende englische Subs diesmal negativ, da viele Dialoge und Plot (der Story, sofern diese einem bewusst ist, kann man dennoch mehr oder weniger gut folgen). Genug Dramatik scheint vorhanden und im Finale gibt es überraschend viele blutige Shoot-Outs zu sehen. Alles in allem hätte es aber mehr Action haben dürfen.

Fazit: War für eine Sichtung ok, aber nichts für die Sammlung! VHS wurde bereits (nach Deutschland) verkauft…

Infos:

O: Teugbyeolsusaban bagjwi, 특별수사반 박쥐

Südkorea 1977

R: Kim In-soo

D: Lee Nak-hoon, Seo Hui, Kim Wonseop, Lee Jong-man, Jin Bong-jin

Laufzeit der Korea-VHS: 90:10 Min.

Gesehen am: 12.11.22

Fassungen: Mir lag das VHS aus Südkorea von Life Production vor = k.A. ob Uncut (90:10 Min. während die KMDb 105 Minn. Laufzeit angibt), Vollbild, Koreanischer Ton, keine Subs. Die Bilder des VHS-Hülle (Front, Back) stammen aus anderen Filmen (glaube u.a. von Cannibal Apocalypse & Fairy of the Night). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Nov. 2022).