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Montag, 5. November 2018

BuyBust Review




BuyBust

Story:

Eine Anti-Drogen-Einheit (u.a. Anne Curtis) soll Gangster Biggie Chen (Arjo Atayde) aus einem Slums-Gebiet holen und festnehmen. Dazu hilft der Einheit ein Dealer, der den Köder spielt. Doch der Auftrag gestaltet sich schwieriger als erwartet…

Meine Meinung:

Auf BuyBust, der ursprünglich auch am NIFFF 2018 hätte gezeigt werden sollen, war ich recht gespannt. Von einem neuen «The Raid» war die Rede. Die Ausgangslage der Story (Action in einem Slums-Gebiet) hörte sich vielversprechend an.

Der Film ist gut aber nicht der erhoffte Kracher, den ich mir gewünscht hätte. Regisseur Erik Matti, dessen Filme schon oft am NIFFF zu Gast waren (z.B. Tiktik: The Aswang Chronicles), wartet mit einem intensiven Spannungsaufbau auf. Dieser endet leider, sobald die Action beginnt. Trotzdem ein positiver Punkt, der mir gut gefallen hat.

Desweitern ist der Film technisch gut gemacht. Das Setting ist für einen Actionfilm erste Sahne und am Kleingeld mangelte es nicht. Zudem hat der Film einen starken, fast immer passenden Soundtrack parat und durch den fast immer vorhandenen Dauerregen entsteht eine dichte, stimmungsvolle Atmosphäre, so dass der Film optisch, was Bild und Ton angehen, sehen- und hörenswert geworden ist. Auch einige der Kameraeinstellungen sind erste Sahne (Wasserkampf von oben, die längere Actionszene ohne Schnitt im letzten Viertel des Filmes).

Die Darsteller sind jedoch nur durchschnittlich und die Laufzeit von über zwei Stunden fand ich zu lang. Zudem kommt, dass einige der Schauspieler scheinbar keinen Martial Arts Hintergrund haben, da die Actionszenen allgemein nur gut geworden sind. Es wird jedoch nichts Neues geboten. Es bleibt keim «Wow» Gefühl zurück – man staunt nicht und BuyBust ist, was die Action allgemein und/oder die Choreographie angehen (gerade was die Wuchtigkeit der Kampfszenen betreifft), definitiv kein The Raid geworden. Dazu fehlt es den Kämpfen an Power und Durchschlagskraft.

Dasselbe gilt für die Shoot-Outs. Auf harte Stunts sollte man nicht hoffen. Der Film ist auch nicht übermässig brutal, da viel im off Screen stattfindet und/oder comicartig übertrieben dargestellt wird. Den Endboss fand ich z.B. in seiner Darstellung lächerlich, die Sozialkritik um Korruption fand ich sehr übertrieben dargestellt und dass die Bewohner der Slums zum Mob werden fand ich auch übertrieben und zudem nicht glaubhaft dargestellt.

Sehenswert fand ich die Actionszenen dann, wenn die Protagonisten flüchten, ausweichen und sich mit diversen Gegenständen bewaffnen, welche sie gerade finden. Das hatte in ein-zwei Szenen schon fast Jackie Chan Niveau und die Messerkampfszenen waren besser als die Shoot-Outs. Leider gibt es in dieser Hinsicht billiges CGI Blut zu sehen.

Im Grossen und Ganzen handelt es sich um einen guten, ordentlichen Actionfilm, der nach Ausbruch der Action bis zum Finale fast in Daueraction ausartet – jedoch gibt es nichts Neues oder allzu Spektakuläres zu sehen, so dass sich der Zuschauer, was Erwartungen angehen, doch eher zurückhalten sollte.

An The Raid kommt der Film nämlich definitiv nicht heran. Und die Story (Einheit eingeschlossen, kämpft ums Überleben) erinnert nun Mal an The Raid. Was spektakuläre Action angeht hoffe ich, dass zumindest The Night Comes for Us die Erwartungen, welche der Film und Reviews versprechen, zu halten vermag!

Fazit: Nicht er erhoffte Kracher aber gut. Kann man sich als Actionfan gut ansehen!

Infos:

O: BuyBust

Philippinen 2018

R: Erik Matti

D: Anne Curtis, Brandon Vera, Victor Neri, Arjo Atayde, Levi Ignacio

Laufzeit der US-DVD: Ca. 127 Min.

Gesehen am: 29.10.18

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Well Go USA vor = Schuber, sehr gute Bild- und Tonqualität (O-Ton in DD 5.1 und englische Subs vorhanden), Uncut. Gibt es vom gleichen Label auch auf Blu-Ray. Wird in Deutschland im November 2018 von Capelight erscheinen (mit O-Ton und dt. Subs, auch Uncut). Die US-DVD gekauft da billiger als alle deutschen Fassungen im Pre-Order.

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