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Sonntag, 26. Mai 2019

The Killer Review

The Killer

Story:

Jeff (Chow Yun-Fat) ist ein Profikiller. Bei einem Auftrag verletzt er die Sängerin Jennie (Sally Yeh Chian-Wen). Jeff macht es sich zur Aufgabe, Geld zu sparen um Jennie im Ausland eine Operation finanzieren zu können, welche sie vor einer Erblindung durch die Verletzung bewahren würde. Es soll Jeffs letzter Auftrag werden. Doch seine Auftraggeber (Paul Chu Kong, Shing Fui-On, Ricky Yi Fan-Wai) setzen ihn selbst auf die Abschussliste. Zu Hilfe kommt Jeff Cop Li Ying (Danny Lee Sau-Yin)…

Meine Meinung:

The Killer ist einer der besten John Woo Filme und war eine meiner ersten Erfahrungen in Sachen HK-Kino während meiner Jugendzeit nebst Filmen wie Heroes Shed No Tears, Bullet in the Head, Story of Ricky und A Better Tomorrow 1, 2 & 3 (in den damals erschienenen Laser Paradise Fassungen). Die grossen John Woo Klassiker (dazu gehört auch noch Hard Boiled) habe ich sehr lange nicht mehr gesehen – denke letzte Sichtungen sind ca. zehn Jahre oder mehr her.

Seitdem guckte ich andere John Woo Filme (The Crossing Part 1 und 2, Manhunt, schnupperte an seinen alten Komödien wie From Riches to Rags, To Hell with the Devil und freue mich über zukünftige Vös zu Last Hurrah for Chivalry) und muss sagen, dass seine alten HK-Filme unerreicht bleiben. Da kommen auch seine guten US-Filme nicht ran (Im Körper des Feindes, Harte Ziele, Operation: Borken Arrow), aber zuletzt ging es mit Woo bergab. Leider.

The Killer hat mir auch nach der neusten Sichtung, trotz Dramatik und Herzschmerz, noch immer sehr gut gefallen. Die Dramatik störte nicht. Sie wurde gut in die Action-Szenen integriert wie auch die Figurenzeichnung um Freundschaften, Aufopferung, Verrat, Loyalität. Merkmale, die das Kino von John Woo ausmachen und die er von seinem Mentor Chang Cheh zu Shaw Brothers Zeiten aufmerksam studiert hatte. Genauso gut hätten man Danny Lee und Chow Yun-Fat durch David Chiang und Ti Lung und John Woo durch Chang Cheh ersetzen können – der Film hätte wohl ähnlich ausgesehen!

The Killer ist wunderschönes Action-Kino, welches zu keiner Sekunde langweilig ist. Die Action-Szenen, die wunderbar choreographiert wurden (u.a. von Tony Ching Siu-Tung), sehen fantastisch aus. Zeitlupenaufnahmen, überlegt geschnitten, symbolträchtig (weisse Tauben), wie ein Ballett und eine einstudierte Kunst. Stars Chow Yun-Fat (spielte in vielen anderen John Woo Filmen mit) und Danny Lee (startete wie John Woo seine Karriere auch bei den Shaw Brothers) geben alles, Sally Yeh überzeugt ebenso und sang das Theme zum Film.

Andere Figurenzeichnungen überzeugen ebenso (Paul Chu Kong, Kenneth Tsang) und die Bösewichte waren sehr solide wobei ich Shing Fui-On schon überzeugender und fieser erlebt habe. In einer kleinen Nebenrolle, auch als Bösewicht, ist noch Tommy Wong Kwong-Leung zu sehen. Die Action-Szenen sind einige der besten, welche das HK-Actionkino der goldenen Generation je hervorgebracht hat. Einem grossen Budget (produziert von Tsui Hark) sei Dank! John Woo musste den Film am Ende doch noch straffen (mehr dazu unter Fassungen = Taiwan Fassung), um ihn massentauglicher zu machen.

Dennoch: absolutes Meisterwerk mit traurigem, berührendem Finale voller Action und Dramatik! Einer der besten HK-Action- und John Woo Filme und Fans des Genres absolut zu empfehlen!

Infos:

O: Dip Huet Seung Hung

HK 1989

R: John Woo

P: Tsui Hark

D: Chow Yun-Fat, Danny Lee, Sally Yeh, Paul Chu Kong, Kenneth Tsang, Paul Chu Kong, Shing Fui-On, Ricky Yi Fan-Wai

Laufzeit der UK DVD: 107:12 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet: 14.04.19

Fassungen: Mir lag die UK DVD von HKL vor = sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs, Uncut, exklusive Extras. Bildqualität auch für heutige Verhältnisse noch sehr gut und für mich absolut ausreichend. In Deutschland Uncut von ems zu bekommen (DVD). Wer eine Blu-Ray möchte, sollte die US-Ausgabe nehmen (wegen Originaltonformat). Die Taiwan Fassung (Taiwan VHS, Franz. DVD) bietet mehr Handlung aber auch mehr Gewalt. Die franz. Langfassung ist hingegen nicht komplett – es fehlen ca. sieben Minuten im Vergleich zur taiwanesischen Langfassung. Dafür hat die franz. Langfassung eine deutlich bessere Bildqualität und mehr Bild.

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