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Sonntag, 15. Februar 2026

Bloody Hero

Bloody Hero

Story:

China während der Japanischen Besatzung: Verräter arbeiten für die Japaner und machen einfachen Farmern das Leben schwer. Fong Tai-Yun (Little Unicorn) lässt sich von lokalen Gangstern, die auf ihrem Anwesen Opium anpflanzen wollen, negativ beeinflussen. Nicht so Fong Tai-Yuns Bruder (Meng Fei). Dieser sagt den Gangstern (u.a. Ernie Ortega) den Kampf an…

Meine Meinung:

Aka The Bloody Hero. Aka Blood Hero (On-Screen Titel der holländischen Betamax). Dieser Film, wahrscheinlich eine Co-Produktion zwischen den Philippinen und Hong Kong, hat mir gut gefallen. Als ich mir die Rückseite der holländischen Betamax (via App) übersetzen liess, dachte ich noch an die 08/15 Story mit den bösen Japanern. Doch diese spielen in Bloody Hero nur eine kleine, untergeordnete Rolle und kommen zu 90% gar nicht vor. Und solche Inhalte mag ich weniger.

Daher fand ich das nicht schade. Es geht mehr um zwei Brüder und eine lokale Gangster-Bande und einer der Brüder lässt sich «auf die dunkle Seite der Macht» ziehen. Zumindest vorübergehend. Damit bringt der Film etwas mehr Anspruch und Dilemma mit sich, als andere Basher aus der Zeit. Der Film hat am Anfang und im Mittelteil auch einige Längen und die von Little Unicorn (Shaolin Drunk Fighter) gespielte Figur war zunächst wenig sympathisch. Die anderen Helden, darunter Meng Fei (The Prodigal Boxer, Take the Rap, Shaolin Hero), machten ihre Sache hingegen von Anfang an überzeugend.

Ich fand den Film besser, als ich das erwartet hätte. Besonders das Philippinen Setting hat es mir angetan und war eine willkommene Abwechslung zu den Filmen aus Hong Kong oder Taiwan aus der Zeit. Zudem war der Film gegen Ende hin humorloser und härter, als ich dies erwartet habe. Es wird allgemein fast durchgängig auf Humor verzichtet, doch im letzten Viertel nehmen die langen und harten Kampfszenen mehr und mehr zu, so dass Kung Fu Fans bestens bedient werden. Die Musik ist fetzig. Typisch für die 70er Jahre.

Fazit: Sehenswert für Basher-Fans!

Infos:

O: 唐山阿弟, Tang Shan a di

Philippinen, HK (je nach Quelle) 1975/1976 (je nach Quelle)

R: Chik Yiu-Cheong, Danny Ochoa

D: Little Unicorn, Meng Fei, Ernie Ortega

Laufzeit der holländischen Betamax: 91:58 Min.

Gesehen am: 15.02.26

Fassungen: Mir lag die Englisch Dubbed Betamax aus Holland von Video 49 vor = Scheint in Widescreen zu sein in Englisch mit holländischen Subs. Sah Uncut aus. Gute Bild- und Tonqualität. Der Dub ist mässig. Ich habe jedoch schon üblere Englisch gesprochene Fassungen gehört. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Feb. 2026).

Samstag, 25. Oktober 2025

Clouds Review

Horroktober 2025

Clouds

Story:

Jake und seine Freunde reisen über das Wochenende ins Hinterland. Das kann Jake nach einem Drogentrip brauchen. Vor Ort erfahren sie, dass vor zwei Monaten eine junge Frau vergewaltigt wurde und an den Folgen starb. Ihr Zimmer darf nicht betreten werden. Kurze Zeit später nehmen mysteriöse Ereignisse ihren Lauf…

Meine Meinung:

Clouds ist bei Genre-Freunden und VHS-Sammlern sehr begehrt, da es scheinbar nur eine japanische Videokassette (mit coolen Artwork) gibt. Bei Clouds handelt es sich um einen Mitte der 80er Jahre Film aus den Philippinen. Dieser erinnert mehrheitlich ans westliche Kino, den Backwood- und Slasher-Film aus den USA. Leider konnte mich dieser «Kultfilm» nicht überzeugen, so dass der Film, schönes Artwork und selten hin oder her, nicht in die Sammlung integriert wird.

Für einen Film aus den Philippinen gibt es überraschend viel nackte Haut und Sexszenen zu sehen. Das hat mich etwas überrascht. Auf der anderen Seite sah ich schon im grossartigen Silip nackte Haut. Das schien Mitte der 80er Jahre, auch auf den Philippinen, in Mode gewesen und akzeptiert zu sein. Clouds startet bereits schlecht. Als der Film startete dachte ich zuerst, es sei ggf. eine falsche VHS. Dann hoffte ich, dass es ein Trailer zu einem anderen Film sei. Pustekuchen.

Das Intro in den Film ist absolut furchtbar, nervend, zum Fremdschämen. Da ist nichts Stimmungsvolles bei und es passt rein gar nicht zu einem Horrorfilm. Es gibt schlussendlich zwei Hauptgründe, warum mir der Film nicht gefallen hat. Der erste Hauptgrund ist die Tatsache, dass bis zum Finale rein gar nichts passiert. Der Film ist schlicht und weg langweilig. Das Schauspiel mutet z.T. laienhaft an, das Overacting ist z.T. peinlich. Der zweite Hauptgrund ist, dass dem Zuschauer die Figuren total egal sind. Es sind mehrheitlich nervende und wenig sympathische Figuren. Da hilft dann auch der ein oder andere blutige Moment im Finale nichts.

Fazit: Lieber Silip, Zuma oder The Killing of Satan schauen!

Infos:

O: Alapaap

Philippinen 1984

R: Tata Esteban

D: Tanya Gomez, William Martinez, Mark Gil, Michael De Mesa

Laufzeit der jap. VHS: 94:51 Min.

Gesehen am: Okt. 2025

Fassungen: Mir lag das jap. VHS von Sony vor = Uncut, Englischer Dub (gute Synchro), jap. UT, gute Bild- und Tonqualität. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Okt. 2025). Das VHS wurde für einen 3stelligen Betrag nach London verkauft. 

Mittwoch, 5. Februar 2025

The Golden Triangle

The Golden Triangle

Story:

Nachdem sein Partner stirbt, begibt sich ein Agent (Yasuaki Kurata) auf eine tödliche Undercover-Mission im goldenen Dreieck. Er gibt sich als Gangster aus, um eine Drogenbande zu infiltrieren und deren Boss (Han Ying-Chieh) das Handwerk zu legen…

Meine Meinung:

Co-Produktion zwischen Hong Kong und den Philippinen. Ich freute mich eigentlich auf den Film. Simpler Plot, Japaner Yasuaki Kurata als Undercover-Agent (aka Held) und The Big Boss Bösewicht Han Ying-Chieh (Tiger Jungle) ist auch hier als Bösewicht zu sehen. Vielversprechend. Was kann da schon schief gehen? Leider eine ganze Menge. The Golden Triangle, nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Film mit Lo Lieh, hat mich leider wenig beeindruckt.

Ich mochte einige der vereinzelten Kampfszenen und die erfrischenden Settings. Aber der Rest war nichts für mich. Zwar hat man mit Japaner Yasuaki Kurata (V.I.P., Twinkle Twinkle Lucky Stars, Millionaires Express) einen fähigen Mann im besten Alter vor der Kamera, aber auch er vermochte aufgrund der schwachen Story, der unglaubwürdigen Co-Stars und der miesen Dialoge (plus mieser Englischer Dub) in Kombination mit furchtbarem Klamauk, nicht zu überzeugen. Hier und da liefert er in einer Kampfszene, aber viel zu wenig, um wirklich zu überzeugen.

Gegen Ende dreht der Film leicht auf. Es gibt hier und da einen blutigen Einschuss zu sehen, in einer Szene wird Yasuaki Kurata auch von einer (Gummi)Schlange angegriffen und eine Frau zeigt in einer Bar ihre Brüste. Ansonsten herrscht gähnende Langeweile in Kombination mit einem uninteressanten, lahmen Plot und dummen Klamauk, der leider zu keiner Sekunde wirklich lustig war. Und die Dialoge, auch die ernst gemeinten, waren unfreiwillig komisch. Dies lag aber wohl mehr am Englischen Dub. Das wirkt sich leider auch auf das Schauspiel aus, so dass viele Co-Stars laienhaft anmuten. Schade.

Fazit: Nichts für meine Sammlung. Ich hoffe der andere The Golden Triangle mit Lo Lieh wird sich mehr lohnen…

Infos:

O: Jin San Jiao Long Hu Men, The Golden Triangle (je nach Quelle)

Hong Kong, Philippinen 1975

R: Lo Kei, Romeo N. Galang

D: Yasuaki Kurata, Han Ying-Chieh, Cheung Lik, Ko Keung

Laufzeit der US-Blu-Ray: Ca. 93 Min.

Gesehen am: 05.12.24

Fassungen: Mir lag die US-Region-All-Blu-Ray von Gold Ninja Video vor = Booklet, Bonusfilm (Phantom Soldiers), limitiert (196/900), exklusive Extras ("A Blade Of Many Uses: An Exploration of The Great Yasuaki Kurata’s Career", "The Wildest Cinema Around: A Beginner’s Guide to Fillipino Action Cinema", Audiokommentar), nur Englisch Dubbed, Widescreen Master («Presented for the first time on home video in widescreen!»), hervorragende Bild- und Tonqualität. Leider ist der Englische Dub mies. Die Fassungen aus Griechenland und Deutschland (VHS bis zu DVDs) sind jedoch auch in Widescreen. In Deutschland ist der Film bekannt als Die Falle des gelben Drachen. Den gibt es von M.I.B. auf DVD.

Freitag, 20. September 2024

Lethal Panther 2

Lethal Panther 2

Story

Zwei Cops aus HK (Yukari Oshima und Sharon Kwok) jagen einen Killer (Phillip Ko). Dieser flüchtet auf die Philippinen. Dort tun sich die zwei HK-Cops mit Albert Moran (Edu Manzano) zusammen. Dieser ist auf der Suche nach einem Gangster (Gabriel Romulo), der seine Familie und seinen Partner (Monsour Del Rosario) getötet hat. Zudem beschützten sie eine Zeugin (Sheila Ysrael) vor dem Killer.

Meine Meinung:

Der Film ist ein Mix aus neu gedrehten Szenen und Szenen aus dem philippinischen Film Kakambal Ko Sa Tapang. In Kakambal Ko Sa Tapang spielt Philip Ko (This Man Is Dangerous) mit und führte auch Regie. Lethal Panther 2 hat mit dem «Vorgänger» nichts zu tun. In anderen Ländern (z.B. England) wurde der Film gar als «Letal Panther» veröffentlicht, was für Verwirrungen sorgt. Lethal Panther 2 scheint auch abgesehen von den geklauten Szenen eine Co-Produktion zwischen HK und den Philippinen zu sein, wobei ich trotzdem nicht wirklich sicher bin. Die tollen Action-Szenen zu Beginn des Filmes stammen aus dem Finale aus Kakambal Ko Sa Tapang.

Lethal Panther 2 braucht sich hinter dem «Vorgänger» nicht zu verstecken. Ja, die Füllszenen sind lahm und die Musik empfand ich als unauffällig, eher schwach und billig, mit Ausnahme von ein-zweimal, wo ich The Terminator-Musik erkannt habe. Dafür wartet der Film mit einem guten Cast auf, viel Frauenpower und das Wichtigste, mit sehenswerter und abwechslungsreicher Action. Da gibt es Unmengen an blutigen Shoot-Outs, Verfolgungsjagden, kleineren Stunts, vielen echten Explosionen mit echtem Feuer und coole Kämpfe.

Was die Mädels angehen überzeugen vor allem Yukari Oshima (Devil Cat, Blood Sister, Drugs Fighters) und Sharon Kwok (Fun and Fury). Yukari Oshima kämpft zu Beginn u.a. gegen eine ausländische Frau, liefert sich im Supermarkt einen tollen Kampf gegen Philip Ko und darf auch am Ende zeigen, was sie draufhat. Aber auch Sharon Kwok macht in den Kampfszenen eine tolle Figur. Philip Ko spielt mehr eine Nebenrolle, da er im Mittelteil aus dem Film scheidet. Die Philippiner Edu Manzano, Gabriel Romulo und Monsour Del Rosario überzeugen in den Kampfszenen ebenso wie die Mädels.

Monsour Del Rosario kennen HK-Fans ja schon aus weiteren Filmen wie Ultracop 2000, Guardian Angel, Tough Beauty and the Sloppy Slop sowie Techno Warriors plus Fortsetzung. Hier mimt er nicht die Hauptfigur. Ich hätte ihn aufgrund des Schnauzes auch fast nicht erkannt. Die Hauptperson wird von Edu Manzano (High Voltage, Fatal Chase) verkörpert. Er kommt in den Kampfszenen auch gut zur Geltung, während Gabriel Romulo (Ultimate Revenge) als Bösewicht und seinem Overacting stark an der Grenze zum Lächerlichen kratzt. Aber nur fast.

Fazit:  Fans von Anfang der 90er Jahre-B-Actionware aus HK/Taiwan/Philippinen und Girls with Guns-Filmen kommen bei Lethal Panther 2 voll auf ihre Kosten!

Infos:

O: Magkasangga sa batas, 驚天龍虎豹2: 格殺令, Ge sha ling

HK, Philippinen 1993

R: Cindy Chow Fung, Philip Ko (je nach Quelle)

D: Yukari Oshima, Sharon Kwok, Phillip Ko, Edu Manzano, Gabriel Romulo, Monsour Del Rosario, Sheila Ysrael

Laufzeit der HK-LD: 87:50 Min.

Gesehen am: Jugendzeit (Tai Seng DVD) / 2. Sichtung als UK-VHS (2015) / 3. Sichtung: 20.07.24 (HK-LD)

Fassungen: Mir lag die HK-LD von Jumbo Plain vor = O-Ton, englische Subs, Uncut, sehr gute Bildqualität, Widescreen. Die bisher beste Fassung der Welt. Die US-DVD von Tai Seng ist nur in Vollbild und Englisch (furchtbarer Dub) oder Chinesisch (ohne Subs). Die deutsche Scheibe lohnt auch nicht, da nur Vollbild, keine Subs zum O-Ton und zensiert (Titel: Lethal Dragon). Ebenso wenig die UK-Disc (Vollbild, nur Englischer Dub). Es gibt keine Blu-Ray (Stand: Juli 2024).

Montag, 11. Dezember 2023

Tough Beauty and the Sloppy Slop

 

Tough Beauty and the Sloppy Slop

Story:

Drei Cops (Yuen Biao, Cynthia Khan, Monsour Del Rosario) nehmen den Kampf gegen eine Verbrecherbande (u.a. Waise Lee, Billy Chow) auf…

Meine Meinung:

Tough Beauty and the Sloppy Slop hat die 2. Sichtung bestanden. Der Film, wohl eine Co-Produktion zwischen Hong Kong und den Philippinen (oder zumindest vor Ort gedreht), macht viel Spass und ist unterhaltsam und actionreich. Der Plot erinnert an Police Story 3 Super Cop und den US-Actionfilm Commando (Finale und Tod von Billy Chow). Die Musik könnte u.a. aus Red Heat und Demolition Man gestohlen sein, bin aber nicht 100% sicher. Vielleicht stammt sie auch aus anderen Filmen.

Obwohl B-Action sind die Actionszenen sehenswert, brutal und rasant in Szene gesetzt. Schön gefilmt, hier und da auch mit Zeitlupen-Einsatz, schön blutig und einfach toll und übersichtlich gefilmt, wie das in den 80ern und 90ern im modernen HK-Actionfilm gang und gäbe war. Eine Wohltat im Vergleich zu heutigen Actionfilmen. Es gibt viele blutige Shoot-Outs, echte Explosionen, hier und da einen Stunt und knackige Kampfszenen.

Der Mix aus Buddy-Movie, Undercover-Plot, Action, WIP-Elemente und Komödie funktioniert dabei recht gut. Auch der Cast kann sich sehen lassen. In den Hauptrollen agieren Yuen Biao (The Champions), Cynthia Khan (In the Line of Duty 4) und Waise Lee (The Big Heat). In Nebenrollen sind der philippinische Actionstar Monsour Del Rosario (Ultracop 2000) und HK-Bösewicht Billy Chow (Fist of Legend) zu sehen. In Gastauftritten sind dann noch Namen wie Shum Wai (Triad Story), Alex Man (Armageddon), Lam Wai (Code of Honor), Yuen Wah (Eastern Condors) und Alan Chui Chung-San (Two Fists Against the Law), wobei letzterer zusammen mit Yuen Bun auch Regie führte und/oder für die Choreographie der Actionszenen zuständig war.

Besonders Yuen Biao und Cynthia Khan haben gut harmoniert und bringen guten Humor in den Film (die Schlafzimmerszene). Beide sind sympathisch und beide können von ihrem Können zeigen. Billy Chow, Shum Wai, Yuen Wah oder Waise Lee gehen als Bösewichte immer. Monsour Del Rosario hingegen darf deutlich weniger zeigen als Yuen Biao und Cynthia Khan. Das Duo bekam am meisten Action-Szenen spendiert. Die Kämpfe gegen die Männer von Waise Lee, Billy Chow, Billy Chows Männer, Shum Wai oder Yuen Wah waren sehenswert. Aufgelockert wird der Film teilweise mit derbem Humor (über abgetriebene Babys oder über Fette).

Fazit: Fans des 80er und 90er Jahre HK-Actionfilme können einen Blick riskieren!

Infos:

O: No Hoi Wai Lung

Philippinen, HK 1995

R: Yuen Bun, Alan Chui Chung-San

D: Yuen Biao, Cynthia Khan, Monsour Del Rosario, Waise Lee, Billy Chow, Shum Wai, Alex Man, Lam Wai, Alan Chui Chung-San, Yuen Wah

Laufzeit der chinesischen VCD: 48:07 Min. (VCD Nr. 1) / 48:16 Min. (VCD Nr. 2)

Gesehen am: Mai 2014 / Neusichtung am: 16.11.23

Fassungen: Mir lag die HK-VCD von Universe vor und für die 2. Sichtung eine VCD (wohl ein Bootleg) aus China. Die HK-VCD hat O-Ton und englische Subs, ist aber in mehreren Szenen zensiert. Uncut ist nur das Bootleg aus China. Davon gäbe es auch eine LD. Ich fand leider nur die VCD dazu. Diese ist Uncut, hat englische Subs aber ist Dubbed in Mandarin statt O-Ton Canto. Es gibt keine Uncut Fassung in Kantonesisch, keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Nov. 2023). Die Bildqualität schwankt zwischen gut und durchschnittlich (als Master diente die chinesische Laserdisc).

Samstag, 25. März 2023

Silip: Daughters of Eve Review

Silip: Daughters of Eve

Story:

 

Tonya (Maria Isabel Lopez) und Selda (Sarsi Emmanuelle) sind ungleiche Schwestern. Tonya ist streng religiös, hetzt gegen Männer und ersetzt den eigentlichen Priester, der aufgrund Krankheut ausfällt in ihrem Heimatdorf Ilocos an der philippinischen Küste. Besonders die Kinder und Jugendlichen will sie von den «bösen Männern» retten. Sehr zum Unwesen der Eltern der Kinder. Selda, die viele Jahre in Manila in der Stadt lebte, ist hingegen sexuell offen, modern und aufgeschlossen und besucht Tonya zusammen mit ihrem ausländischen Freund. Im Dorf angekommen beginnen alte Fehden zwischen den Beiden neu zu entflammen. Im Mittelpunkt steht dabei Metzger Simon (Mark Joseph), mit fatalen Folgen…

 

Meine Meinung:

 

Auf den philippinischen Film Silip: Daughters of Eve wurde ich nur dank Mondo Macabro und deren Blu-Ray Vö aufmerksam. Der Film hörte sich interessant an. Viel wusste ich nicht – kannte nur einige Bilder aus einem Blu-Ray Review und das sah vielversprechend aus. Silip: Daughters of Eve hat mir ausgezeichnet gefallen und war besser als erwartet. Obwohl von 1985, entflammt der Filme eine intensive Wirkung wie ältere (Zeitgeist)Klassiker aus den 70ern, wo nackte Tatsachen, Tabus und Tiersnuff im Kino nicht selten zu sehen waren.

 

Silip: Daughters of Eve wird oftmals als pure Exploitation abgetan. Aber der Film ist mehr als das. Eine Art sozialkritische Kunstform als Film. Das würde es gut treffen. Der Film bietet Themen wie Traumata, Rollenverteilung, Eifersucht, Wahn, religiöse/sektenähnliche Inhalte, Grundbedürfnisse wie Sexualität, Fehden und Gruppendynamik (Mob und Lynchjustiz). Der Film bietet viel nackte Haut und Sex. Ja. Aber dabei ist der Film in meinen Augen selten schmuddelig, sondern viel mehr ästhetisch und wirklich auch sexy und erotisch.

 

Das liegt nicht nur an den hübschen (aber auch talentierten) Schauspielerinnen Maria Isabel Lopez, Sarsi Emmanuelle und Myra Manibog, sondern auch, wie die Szenen stimmungsvoll gefilmt und eingefangen wurden. Die Settings in der einsamen und trostlosen Wüste sind eine Wucht, ebenso die Bilder und Musik. Trotz über zwei Stunden Laufzeit wird es zu keiner Sekunde langweilig und der Film schreitet langsam aber grauenvoll dramatisch einem herrlich fiesen und bösen Ende zu inklusive Who Can Kill a Child? Vibes entgegen. Der Film bietet einige Szenen die eine tolle Schockwirkung haben (Mischung aus Gewalt und Sex, Kinder, Tiersnuff).

 

Mit anderen Worten: der Film hat eine intensive Wirkung, die mir gut gefällt wie sein Inhalt, die Machart oder das mutige Schauspiel = klare Empfehlung von meiner Seite her!

 

Infos:

 

O: Silip

 

Philippinen 1985

 

R: Elwood Perez

 

D: Maria Isabel Lopez, Sarsi Emmanuelle, Mark Joseph, Myra Manibog

 

Laufzeit der US-Blu-Ray: Ca. 125 Min.

 

Gesehen am: 10.03.23

 

Fassungen: Mir lag die Region All US-Blu Ray von Mondo Macabro vor = Englisch/Tagalog mit englischen Subs, Uncut, exklusive Extras (Interviews, Audiokommentare), erstklassige Bild- und Tonqualität. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: März 2023).

Donnerstag, 9. Juni 2022

Revenge of Lady Fighter Review


Revenge of Lady Fighter

Story:

 

Banditen überfallen ein Dorf. Die Anwohner haben Angst. Plötzlich taucht ein Fremder auf, der ihnen Kampflüste lehrt, um sich gegen die Banditen verteidigen zu können. Doch als mehrere der Banditen beim Überfall zu Tode kommen, eskaliert die Situation…

 

Meine Meinung:

 

Revenge of Lady Fighter aka Revenge of the Lady Fighter (der On-Screen Titel) ist ein solider Kung Fu Film aus den Philippinen aus dem Jahr 1973. Der Film hat seine Vorbilder gut kopiert und hat mir, vor allem dank der zweiten Filmhälfte (so ab der 30. Minute) gut gefallen. Der Film startet mit einer Kampfszene und präsentiert dem Fan «Lady Fighter» Virginia Aristorenas.

 

Letztere scheint dazumal im philippinischen Kino recht populär gewesen zu sein. Immerhin spielt sie in scheinbar vielen Helden- und Kampffilmen mit. Einige haben amüsante Titel Batwoman and Robin Meet the Queen of the Vampires. Ihr Ehemann führte Regie, sie spielte mit. Der Star aus Filmen wie Batwoman and Robin oder The Eagle's Claw. Die Kampf-Szenen haben mir gefallen und schon fühlte ich mich gefesselt. Nach dem Beginn und Vorspann kommen dann lahme 20-25 Minuten auf den Zuschauer zu. Da schwächelt der Film leicht.

 

Warum? Virginia Aristorenas tritt in den Hintergrund und kämpft nicht. Es wird Plot und Verlauf erzählt (Banditenüberfall, Fremder, der die Anwohner in Kung Fu unterrichtet etc.) und es hat zwei Figuren, die mit ihrem (tuntigen) Humor für kaum aushaltbares Overacting sorgen. Klamauk der doofsten Sorte. Übersteht man diese 20-25 Min., wird der Film ab der 30. Minute besser.

 

Virginia Aristorenas tritt in Erscheinung. Sie trainiert und geht danach auf Rache-Feldzug. Sie macht dabei eine gute Figur. Hatte die 1. Filmhälfte teilweise Seven Samurai und Western Vibes, so erinnert die 2. Filmhälfte ans japanische Kino à la Sister Street Fighter. Die Kampfszenen waren ein Mix aus Kung Fu und Karate/Judo. Mir gefiel es.

 

Fazit: Für ein Martial Arts Film aus den Philippinen wurde ich positiv überrascht! Filme mit Virginia Aristorenas werde ich mir Mal im Hinterkopf notieren, was es da ggf. noch mehr zu entdecken gibt…

 

Infos:

 

O: Buhawi

 

Philippinen 1973

 

R: Jun Aristorenas

 

D: Virginia Aristorenas, Fred Galang, Rolando Gonzales, Teroy de Guzman, Ernie Ortega

 

Laufzeit der libanesischen VHS: 87:13 Min.

 

Gesehen am: 09.05.22

 

Fassungen: Mir lag das Englisch Dubbed VHS aus de Libanon von SiVC (Sabbah International Video Copr.) vor = Vollbild, Englischer Ton, arabische (?) Subs. Solide Bild- und Tonqualität. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Mai 2022).

Mittwoch, 25. Mai 2022

Tiyanak Review



Tiyanak

Story:

 

Als Julie (Janice de Belen) und ihr Freund eines nachts draussen am Knutschen sind, wird die Stimmung von Baby-Geschrei jäh unterbrochen. Julie findet ein verlassenes Baby und nimmt es mit nach Hause, wo sich die Familie darum kümmert. Als Julie eines Tages von Baby angegriffen wird, nimmt das Unheil seinen Lauf. Doch ausser der Grossmutter, die kurze Zeit später tot aufgefunden wird, schenkt Julie niemand glauben, dass mit dem Baby etwas nicht stimmt…

 

Meine Meinung:

 

Auf Tiyanak wurde ich durch eine-FB-Gruppe aufmerksam. Auf diesen Ende den 80er Jahre Gruselfilm aus den Philippinen wäre ich wohl sonst nicht aufmerksam geworden. Bei Tiyanak handelt es sich um eine philippinische Folklore / mystische Gestalt (Monster-Baby). Ähnliche Filme mit mythischen Gestalten, oft verfilmt in deren Ländern, waren z.B. Zuma (1985, Philippinen) oder Krasue (Krasue: Inhuman Kiss, Ghost of Guts Eater).

 

Tiyanak schliesst sich solchen Werken nahtlos an, auch wenn Vergleich mit Larry Cohens It's Alive nicht von der Hand zu weisen sind (plus Filme wie The Gate und Co.). Tiyanak sagte mir zu. Der Film bietet eine schöne 80er Jahre-Stimmung und wirkt, wie bereits Zuma, sehr westlich.  Dank der langen Laufzeit von zwei Stunden ist genug Platz für Plot und Abwechslung vorhanden. Die 1. Filmhälfte empfand ich als sehr stimmungsvoll. Optisch klassischer Grusel à a Hammer-Gruselfilme.

 

Die 2. Filmhälfte ist dann blutiger, moderner und actionreicher. Da wird das Monster-Baby schon Mal von einem Trupp Männern mit Schrotflinten bewaffnet gejagt, es kommt zu einer Konfrontation in einer Kirche (Trauung) und in diversen Massakern (Highlight: Spital, Highlights 2: Kino, in welchem der Film House läuft). Da werden dann auch paar Unschuldige umgebracht und erschossen (Massenpanik à la Die Stunde der Ratte und/oder Anguish Finale).

 

Nebst atmosphärischer Stimmung sind auch die Figuren (bis auf einer der Jungen) sympathisch, die charmanten Effekte genau nach meinem Geschmack (das Monster-Baby ist cool getrickst!) und der Aufbau ist klassisch und typisch für das Genre (so à la Tierhorrorfilme oder Das Omen/Blutgericht in Texas, wo zuerst niemand den Warnungen glauben schenkt). Also das, was der Fan von dieser Art Film erwartet. Janice de Belen, ein damaliges Teen-Idol, ist auch heute noch im philippinischen Kino aktiv. Von Tiyanak gibt es neuere Verfilmungen plus ein Remake aus dem Jahr 2014.

 

Fazit: Wer gerne seltenes 80er Jahre Gruselkino aus Asien mag, kann einen Blick riskieren!

 

Infos:

 

O: Tiyanak

 

Philippinen 1988

 

R: Peque Gallaga, Lore Reyes

 

D: Janice de Belen, Lotlot De Leon, Ramon Christopher, Mary Walter, Chuckie Dreyfus, Carmina Villaroel

 

Laufzeit der Online-Fassung: 123:18 Min.

 

Gesehen am: 22.04.22

 

Fassungen: Gesehen via YouTube in der Originalsprache (Tagalog) ohne Subs, Uncut, durchschnittliche bis gute Bildqualität. Scheinbar gibt es den Film auch auf Amazon Prime (USA) in Englisch/mit englischen Subs. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: April 2022).