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Donnerstag, 2. April 2026

Five Bloody Graves

 

Five Bloody Graves

Story:

Ben Thompson (Robert Dix) ist auf der Suche nach Indianer Santago (John Cardos), um ihn zu töten. Santago hat Bens Frau auf dem Gewissen…

Meine Meinung:

Nächster Al Adamson (The Female Bunch, Horror of the Blood Monsters, Blood of Ghastly Horror) Beitrag nach seinen Blaxploitation-Werken Black Samurai oder Death Dimension. Haben mir diese letzten Beiträge gefallen und waren mehr oder weniger solide und gut schaubar, so gilt das leider nicht für Five Bloody Graves. Bei Five Bloody Graves handelt es sich um einen Western. Al Adamson hat sich in unzähligen Genres versucht (Horror, Action, Western, Erotik, Sci-Fi, Blaxploitation etc.).

Five Bloody Graves fiel mir hier und da bereits in der Vergangenheit auf. Zum Beispiel sah ich Mal ein zugegebenermassen wunderschönes Cover-Artwork einer südkoreanischen Videokassette. Der Film sieht aber definitiv besser als, als er ist. Der Titel ist auch reisserischer, als das Gezeigte im Film. Es gibt vielleicht 1-2 Nacktszenen und vielleicht 1-2 leicht blutige Momente. Abgesehen davon gibt es keine Highlights. Der Plot ist nichts Besonderes und der Film ist vor allem eins: stinklangweilig! Ich bin fast eingeschlafen und kämpfte dagegen an. Obwohl die Laufzeit nur 87 Minuten läuft, kam der Film gefühlt nie zum Ende.

Der Film bietet einige schöne Bilder. Die Schauspieler (u.a. John Carradine der auch in anderen Al Adamson Werken mitspielte) waren mir jedoch zu blass in ihrem Schauspiel, die Action zu harmlos (und kaum vorhanden) und die Musik empfand ich als unpassend und billig. Western sind nicht mein Genre, mit Ausnahme von Italo-Western wie Django, Leichen pflastern seinen Weg, Von Angesicht zu Angesicht, Spiel mir das Lied vom Tod oder Mannaja - A Man Called Blade oder US-Klassikern wie Leise weht der Wind des Todes und Co.

Fazit: Diese Al Adamson Produktion lohnt sich nicht!  

Infos:

O: Five Bloody Graves

USA 1969

R: Al Adamson

D: Robert Dix, Scott Brady, Jim Davis, John Carradine, Paula Raymond, John 'Bud' Cardos

Laufzeit der US-Blu: Ca. 87 Min.

Gesehen am: 02.04.26

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von Severin Films (= Al Adamson: The Masterpiece Collection) = O-Ton, englische Subs, Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität. In Deutschland Uncut von Mr. Banker Films / Cargo Records auf Blu-Ray zu haben (als 5 blutige Gräber).

Samstag, 27. Dezember 2025

Once Upon a Time in China and America Review

Once Upon a Time in China and America

Story:

Als Wong Fei-Hung (Jet Li) und Co. (Rosamund Kwan, Xiong Xinxin) von Indianern angegriffen werden, verliert Wong Fei-Hung sein Gedächtnis. Er landet bei den Indianern (u.a. Daniel Luján, Jason De Hoyos, Chrysta Bell Zucht), während sich Aunt Yee (Rosamund Kwan) auf die Suche nach ihm macht. Derweil planen Gangster (u.a. Ryon Marshall, Joseph Sayah) einen Raub. Aunt Yee wird vom neuen Hilfssheriff (Jeff Wolfe) unterstützt…

Meine Meinung:

Den Film sah ich bisher nur ein einziges Mal als alte HK-DVD. Das war irgendwann zwischen 2002-2006. Ich wusste praktisch nichts mehr über den Film. Ich wusste nur noch, dass es eine Mischung aus Wong Fei-Hung und Western ist inklusive Indianer. Jackie Chan bediente sich kurz darauf eben dieser Mischung und wurde mit seinen zwei US-Komödien Shang-High Noon und Shanghai Knights sehr erfolgreich. Etwas, was Jet Li und Sammo Hung vom sechsten und letzten Teil der Once Upon a Time in China-Reihe nicht behaupten konnten.

Nachdem Jet Li (Martial Arts of Shaolin, Hitman, Fong Sai Yuk II) nach dem dritten Teil der Reihe ausstieg, kehrten er und Rosamund Kwan (Undeclared War, The Assassin, Long Good Bye) wieder zurück. Aus den Vorgängern blieb nebst Tsui Hark (als Produzent) nur noch Xiong Xinxin (Forced Nightmare, Hero Among Heroes, Wonder Seven) übrig. Neu kommen viele Ausländer dazu, die in die Rollen der Amerikaner oder Indianer schlüpfen. Mir sind die Namen um Jeff Wolfe, Joseph Sayah oder Chrysta Bell Zucht unbekannt. Die Actionszenen besorgte Regisseur Sammo Hung (Bruce, Hong Kong Master, Shaolin Traitorous, Twilight of the Warriors: Walled In).

Der Film ist zwar nicht langweilig, aber auch nicht sonderlich toll. Eigentlich empfehle ich aus der Once Upon a Time in China Reihe nur drei Teile. Den ersten, den zweiten und den fünften (mit den Piraten). Die anderen Teile sind uninteressant und können getrost links liegen gelassen werden. Zwar wurde Sammo Hung und sein Team für die Action-Szenen nominiert (Hong Kong Film Awards), aber die Kampfszenen kommen nicht an jene der Vorgänger ran. Unterhaltsam wars hier und da trotzdem. Aber die ganze Machart des Filmes wirkte irgendwie «billig».

Der Humor funktionierte meist kaum und praktisch alle Figuren sind stereotypische 08/15 Klischees. Auch die Musik wirkte meistens billig. Das bekannte Theme des Filmes gibt es nur noch selten und oft in abgewandter Form zu hören. Einige «lustigen» Szenen haben Fremdscham-Charakter. Zudem mag ich solche Plots nicht, wenn die Hauptfiguren ihr Gedächtnis verlieren und dann erstmal weg vom Fenster sind. Das hat so Dean Shek (A Better Tomorrow 2) oder Chow Yun-Fat (God of Gamblers) Vibes. Jet Li Fans empfehlen ich den ein Jahr zuvor gedrehter Black Mask.

Fazit: Unnötiges Comeback!

Infos:

O: Wong Fei-Hung: Chi Sai Wik Hung See

HK 1997

R: Sammo Hung

D: Jet Li, Rosamund Kwan, Xiong Xinxin, Jeff Wolfe, Richard Ng, Ryon Marshall, Joseph Sayah, Daniel Luján, Jason De Hoyos, Chrysta Bell Zucht

Laufzeit der US-Blu: Ca. 102 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: Dez. 2025

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von Criterion (Once Upon a Time in China: The Complete Films) = sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs, Uncut, Extras (Making of und Behind the Scenes Special). Gibt es auch in Deutschland auf Blu-Ray.

Sonntag, 28. September 2025

Spiel mir das Lied vom Tod Review

Spiel mir das Lied vom Tod

Story:

Jill McBain (Claudia Cardinale) muss, als sie von New Orleans anreist, feststellen, dass ihre ganze Familie (u.a. Frank Wolff) ermordet wurde. Was steckt dahinter? Was ist das Motiv? Wer der Täter? Es geht um das Grundstück, welches den Besitzer reich machen wird. Der skrupellose Frank (Henry Fonda) ist dar Täter und Hintermann des Anaschlags. Als zwei seiner Männer Jill ausschalten wollen, eilt ihr ein mysteriöser, Mundharmonika spielender «Held» (Charles Bronson) zur Seite…

Meine Meinung:

Spiel mir das Lied vom Tod gilt als einer der besten Italo-Western und Klassiker aller Zeiten. Ich sah den Film bisher ohne Übertreibung nur einmal. Und das ist lange her. Das war im September des Jahres 2007. Dazumal empfand ich den Film zwar als gut, aber auch als überbewertet. Der Film wurde zu Ehren von Claudia Cardinale (Die Rache bin ich) neu gesichtet. Und diesmal hat mich der Film voll erwischt und gepackt: Was für ein tolles Filmerlebnis! So muss Kino aussehen und wirken. Stark!

Ich bin überrascht zu sehen, dass Regisseur Sergio Leone nur wenige Filme (als Regisseur) realisiert hat. Ich kenne von ihm ansonsten nur einen Streifen: den Italo-Western Für eine Handvoll Dollar mit Clint Eastwood. Den sah ich 2013 am NIFFF an einer Retroperspektive. Spiel mir das Lied vom Tod hat mich in jeder Hinsicht überzeugt und gepackt. Ein filmisch wahrlich intensives Erlebnis, dass sofort fesselt. Der Start in den Film ist einer der coolsten Filmanfänge, welche ich je sah. Für den Plot, der lange Spannung generiert, aber am Ende einfach an eine Kung Fu Rache-Story erinnert, war auch Dario Argento (Two Evil Eyes, Mother of Tears, Dracula 3D) beteiligt.

Einmal mehr sieht man, dass auch Quentin Tarantino Sergio Leone für spätere Filme (z.B. der Anfang von Inglourious Basterds) zitierte. Spiel mir das Lied vom Tod hat, nebst der grandiosen Kameraarbeit und Inszenierung, drei Dinge, die den Film zum Kracher machen. Erstens die Musik vom Meister Ennio Morricone (L'immoralità, Von Angesicht zu Angesicht, Orca). Die haben ja schon in Für eine Handvoll Dollar zusammengearbeitet. Und die Musik im Film ist ein Traum und gibt vielen Szenen eine grandiose Stimmung. Es wird Spannung generiert.

Die zwei weiteren Punkte betreffen den Cast. Der Cast ist allgemein toll. Aber zwei Namen ragen aus dem Cast hervor. Das sind Charles Bronson (The White Buffalo, Rivalen unter roter Sonne, Das Gesetz bin ich) und der mir unbekannte Henry Fonda (Mein Name ist Nobody sah ich mir einmal beim Kumpel an, aber an den kann ich mich nicht mehr erinnern). Beide agieren ultracool und jede Szene mit ihnen ist ein Genuss. Das Schauspiel, ihre Mimik, ihre Dialoge. Ein Traum. Teilweise laden die (Macho)Dialoge zum Schmunzeln an. Frank Wolff, in einer kleinen Rolle zu sehen, war auch öfters im Ital.-Film zu sehen (Death Occurred Last Night, Leichen pflastern seinen Weg, Milano Kaliber 9).

Fazit: Gilt zu Recht als Klassiker!

Infos:

O: C'era una volta il West

Italien, USA 1968

R: Sergio Leone

D: Charles Bronson, Claudia Cardinale, Henry Fonda, Jason Robards, Frank Wolff, Claudia Cardinale

Laufzeit der deutschen DVD: 158:33 Min.

Gesehen am: Sept. 2007 / 2. Sichtung am: 24.09.25

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Paramount vor = Uncut (= internationale Fassung), erstklassige Bild- und Tonqualität. Die deutsche Synchronisation ist exzellent. Den Film gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray und UHD. In Italien gibt es einen längeren Director’s Cut, der jedoch gestrafft und/oder umgeschnitten wurde.

Donnerstag, 13. März 2025

Der letzte Ritt nach Santa Cruz

Der letzte Ritt nach Santa Cruz

Story:

Banditen (u.a. Mario Adorf, Klaus Kinski) stehlen Geld und Entführern den Sohn eines Ex-Sheriffs. Ihr Ziel: Mexiko. Doch der Vater (Edmund Purdom) des Kindes ist ihnen auf der Spur…

Meine Meinung:

Das war ein Blindkauf, den ich 2019 in Zürich auf einer Filmbörse gekauft habe. Ich dachte bei den Namen wie Mario Adorf (Milano Kaliber 9, Malastrana, Mafian Kosto) und Klaus Kinski (Nosferatu in Venedig, Kinski – Ich brauche Liebe, Death Smiles on a Murderer) natürlich an einen Italo-Western. Leider falsch gedacht. Es handelt sich um einen österreichischen-deutschen Film aus dem Jahr 1964. Regie führte der Deutsche Rolf Olsen (Shocking Asia 1 + 2), der den grossartigen Blutiger Freitag realisierte.

Leider erreicht Der letzte Ritt nach Santa Cruz nie und nimmer Blutiger Freitag Qualitäten. Schade. Das wäre schon ein Hammer gewesen: «Italo Western» Setting und Grössen wie Klaus Kinski und Mario Adorf dabei, beide selbstverständlich als Bösewichte und in Hauptrollen. Der letzte Ritt nach Santa Cruz ist absolut ok, aber mehr nicht. Den Film kann man gut weggucken, wie man so schön im Volksmund sagt. Die besten Stellen kommen natürlich Mario Adorf und Klaus Kinski, wobei ich letzteren Aufgrund seines Outfits und der schlimm-miesen Bildqualität der deutschen DVD kaum erkannt habe.

Der Soundtrack ist nicht erwähnenswert und der restliche Cast war uninteressant. Die Actionsequenzen warn sehr unspektakulär. Dass wohl nicht wirklich viel Budget vorhanden war, sieht man dem Werk zu jeder Sekunde an. Es gibt, wenn ich mich korrekt erinnere, nicht einen Tropfen Blut zu sehen (ich mag unblutige Shoot-Outs nichts, da unrealistisch und theatralisch). Zudem sind der Film und der Wahnsinn, der von der Bande im Verlauf ausgeht, sehr harmlos. Da wäre mehr Härte wünschenswert gewesen. So wirkt Mario Adorf trotz allem nie wirklich wie die Bestie, wie er im Film dargestellt werden soll.

Fazit: Trotz grosser Namen enttäuschend. Besser Blutiger Freitag schauen!

Infos:

O: Der letzte Ritt nach Santa Cruz

Deutschland, Österreich 1964

R: Rolf Olsen

D: Edmund Purdom, Mario Adorf, Marianne Koch, Klaus Kinski, Marisa Mell, Walter Giller, Thomas Fritsch

Laufzeit der deutschen DVD: Ca. 93 Min.

Gesehen am: 03.01.25

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Eyecatcher Movies vor = Uncut, Deutscher O-Ton, falsches Bildformat, sehr schlechte Bildqualität, Uncut. Der Film wurde danach in Deutschland neu von Filmjuwelen / AL!VE auf DVD veröffentlicht. Ob diese qualitativ besser ist, weiss ich nicht. Ich denke aber schon. Es gibt keine Blu-Ray/UHD (Stand: Jan. 2025).

Mittwoch, 29. Januar 2025

The Female Bunch

The Female Bunch

Story:

Sandy (Nesa Renet) wird von einer Kollegin vor einem Suizid bewahrt. Zusammen treten sie einer Frauen-Gang bei. Sandy lebt fortan auf der Ranch von Sharon (Sharyn Wynters). Männer sind tabu. Sex gibt es nur ausserhalb. Geld und Geschäfte werden mit Drogengeschäften an der mexikanischen Grenze gemacht. Doch als Männer auftauchen, kommt er zu Konflikten…

Meine Meinung:

The Female Bunch ist eine Independent Produktion von Schund, Trash- und B-Filmer Al Adamson (Horror of the Blood Monsters, Blood of Ghastly Horror, Dracula's Castle). Von diesem wollte ich zuletzt nichts mehr wissen. Bevor ich die Al Adamson: The Masterpiece Collection zum Verkauf anbiete, will ich die Filme, auch wenn ich weiss, dass sie mir nicht wirklich gut gefallen und nichts für meine Sammlung darstellen, jeweils je einmal gesehen haben. Heute war der Western The Female Bunch dran.

The Female Bunch ist kein Meisterwerk, war aber leicht besser als die zuletzt von ihm gesehen Werken. Das Schauspiel war solider, der Film schmuddeliger und es gibt sogar 1-2 blutige Momente zu bestaunen. Der Film zeigt starke Frauen, die sich gegen Männer behaupten müssen. Etwas, was heute im Kino- und Filmgeschäft fast normal erscheint. Da war Al Adamson seiner Zeit also etwas voraus. Obwohl es nackte Haut und hier und da Mal Brüste zu sehen gibt, ist der Erotikfaktor gering. Eigentlich nicht vorhanden. Ein grosses Plus ist die deutsche Synchronisation, die den Film zusätzlich aufwertet.

Die gesunde Mischung aus Action, Schmuddel und (zeigefreudigen) Frauen war dazumal in den USA, wo der Film lief (Drive-In Double Feature), sehr erfolgreich. Allgemein waren Drive-In Double Feature Kinovorführungen in den 50er, 60er und 70ern, gerade in den USA, sehr beliebt. Und für speziell dieses Zielpublikum bediente Al Adamson. In der Doku Blood & Flesh: The Reel Life & Ghastly Death of Al Adamson (auch in Severin Films Box die Al Adamson: The Masterpiece Collection enthalten) sind Interview Ausschnitte von Al Adamson zu sehen, in denen er sagt, er mache Filme für Fans und reguläre Leute, nicht für «Kritiker».

Fazit: Nur für Al Adamson-Fans zu empfehlen!

Infos:

O: The Female Bunch

USA 1971

R: Al Adamson, John 'Bud' Cardos

D: Lon Chaney Jr., Russ Tamblyn, Jennifer Bishop, A'leisha Brevard, Geoffrey Land, Leslie McRay, Nesa Renet, Sharyn Wynters

Laufzeit der US-Blu: Ca. 84 Min.

Gesehen am: 03.12.24

Fassungen: Severin Films, ein US-Label, haben vor einigen Jahren die Al Adamson: The Masterpiece Collection mit ca. 30 Filmen von Regisseur Al Adamson veröffentlicht. Darunter auch The Female Bunch, dessen Master aus diversen 35mm Prints erstellt wurde. Die Bild- und Tonqualität sind sehr gut. Der Film ist Uncut und es gibt exklusive Extras. Interessent ist, dass die Disc sogar Deutschen Ton bietet. Die deutsche Synchronisation wertet den Film zusätzlich auf. In Deutschland hiess der Film dazumal Des Satans heiße Katzen. Es sind deutsche VHS-Fassungen bekannt (Stand: Dez. 2024).

Montag, 23. September 2024

The White Buffalo

The White Buffalo

Story:

Black Hills im Jahr 1875:

Bill Hickok (Charles Bronson) hat den immer wiederkehrenden Alptraum von einem mörderischen weissen Büffel, der Angst und Schrecken verbreitet. Angeblich wurde vor kurzem ein solches Tier erlegt. Dennoch macht sich Bill auf die Suche. Er wird von Charlie Zane (Jack Warden) begleitet. Als sie in Indianergebiet stossen, werden die Indianer auf sie aufmerksam. Vor allem Crazy Horse (Will Sampson). Doch bevor das Trio die Suche nach dem weissen Büffel fortsetzen kann, müssen andere Hindernisse in Form von schiesswütigen Kerlen behoben werden…

Meine Meinung:

The White Buffalo erinnert zwar an Filme wie Der Weisse Hai, Orca, Moby Dick, The Whale God oder den später entstandenen Yellow Fangs (= Wunschliste), dennoch ist der Film zu empfehlen. Zumindest für Charles Bronson (Das Gesetz bin ich, Death Hunt, Death Wish) Fans. Western- und Selbstjustiz-Star Charles Bronson arbeitete in The White Buffalo einmal mehr mit Regisseur J. Lee Thompson zusammen. Beide haben schon öfters Filme zusammengedreht (10 to Midnight, The Evil That Men Do, Messenger of Death, Death Wish 4). Horrorfans dürften J. Lee Thompson aufgrund Ab in die Ewigkeit kennen.

The White Buffalo ist ein Mix aus Western und Tierhorrorfilm. Das macht den Reiz aus, vor allem letzteres mag ich persönlich sehr. Der Film ist zwar kein Kracher, aber die Tierhorrorelemente sind stimmungsvoll und sehenswert. Die Effekte, die dabei genutzt werden, sind charmant und genau nach meinem Geschmack. Der weisse Büffel ist toll getrickst und wie er sich z.B. beim Start des Filmes durch die Indianer metzelt, ist nicht von schlechten Eltern. Dabei fungiert eine tolle Kameraarbeit und der weisse Schnee machen die Szenen atmosphärisch dicht.

Der weisse Büffel darf nebst Anfang dann erst wieder im Finale wüten. Zwar kommt er ab und zu noch vor, aber nur in den Alpträumen der von Charles Bronson gespielten Figur. Diese Szenen sind die Highlights des Filmes. Und wer Charles Bronson mag, wird den Film so oder so mögen. Die Co-Stars sind solide bis klischeehaft (die ganzen Stereotypen und mythologischen Darstellungen der Indianer). Der Rest der Story bzw. die Western-Szenen sind solide und ok, aber nichts Besonderes. Die Western-Verhältnisse dominieren den Tierhorrorplot. Umgekehrt wäre mir persönlich lieber gewesen, aber man kann nicht alles haben.

Fazit: Charles Bronson und Tierhorrorfilm-Fans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: The White Buffalo

USA 1977

R: J. Lee Thompson

D: Charles Bronson, Jack Warden, Will Sampson

Gesehen am: ? / Neusichtung am: 14.08.24

Fassungen: Die Erstsichtung erfolgte als deutsche DVD. Zwischenzeitlich lag die DVD aus Südkorea Zuhause. Diese wurde nun aber durch die US-Blu-Ray von Kino Lorber ersetzt. Film ist Uncut, die Bild- und Tonqualität sind hervorragend, es gibt zum O-Ton englische Subs. Scheint es in Deutschland noch immer nur auf DVD zu geben (Deutsch/Englisch ohne Untertitel). Titel: Der weisse Büffel.

Donnerstag, 22. August 2024

Rivalen unter roter Sonne

Rivalen unter roter Sonne

Story:

1870: Wilder Western, Zug Richtung Washington:

Der Zug wird von den zwei Gangstern Link (Charles Bronson) und Gauche (Alain Delon) und ihren Männern überfallen. Nebst Geld wird auch ein japanisches Schwert gestohlen.  Gauche verrät Link und versucht diesen zu töten. Verletzt, aber nicht tot, schwört Link Rache. Er wird zudem von dem Samurai Kuroda (Toshirô Mifune) begleitet. Sein Meister gibt ihm sieben Tage Zeit, das Schwert zurückzubringen, während Link vor allem am gestohlenen Geld interessiert ist…

Meine Meinung:

Europäischer Western von Terence Young (Verflucht sind sie alle, Liebesgrüße aus Moskau) mit der damaligen Crème de la Crème des europäischen und internationalen Kinos. So sehen wir hier Namen wie Charles Bronson (Ein stahlharter Mann), Alain Delon, Toshirô Mifune (The Three Treasures, Princess from the Moon, Seven Samurai) und Ursula Andress (Mountain of the Cannibal God) in einem Film vereint. Mit Charles Bronson und Ursula Andress hat Regisseur Terence Young schon in anderen Produktionen zusammengearbeitet (James Bond jagt Dr. No, The Valachi Papers, Kalter Schweiss).

Der Film wirkt mehr wie ein amerikanischer Western, als ein Italo-Western. Der Film nimmt bereits Motive des späteren Buddy Movies vorneweg, indem er hier zwei untypische Parteien zu einer Zusammenarbeit zwingt. Zum einen Gangster Link, stark gespielt von Charles Bronson, zum anderen den japanischen Samurai gespielt von Toshirô Mifune. Wohl einer seiner besten Rollen, welche ich bisher sah. Das gibt dem Plot neue Reize und macht den Film teilweise auch amüsant und lustig, statt nur unterhaltsam. Der Film ist relativ harmlos und nicht mit düsteren Italo-Western aus jener Zeit zu vergleichen.

Der Plot ist dabei wenig originell und der Film ist in meinen Augen, trotz Spitzen-Cast, kein Kracher. Dafür fehlt dem Film das gewisse Etwas. Aber dennoch bietet Rivalen unter roter Sonne durch und durch einen hohen Unterhaltungswert und ist aufwändig und gut inszeniert. Es gibt Explosionen, echte Szenen mit Feuer, eine Lokomotive, Stunts (viele Pferde die zu Boden gehen) und am Ende viele Action-Momente, als unter Trio bei ihrer individuellen Abrechnung von einer Horde Indianer gestört wird. Rivalen unter der Sonne ist übrigens der einzige Film mit Alain Delon, den ich kenne. Ihm zu Ehren, der Star des europäischen Kinos der 60er und 70er starb im August 2024, wurde der Film neu gesichtet.

Fazit: Kein wirklicher Must Have Titel, aber für Fans der genannten Stars (Charles Bronson, Alain Delon, Toshirô Mifune, Ursula Andress) auf jeden Fall nicht uninteressant!

Infos:

O: Red Sun

Frankreich, Italien, Spanien 1971

R: Terence Young

D: Charles Bronson, Alain Delon, Toshirô Mifune, Ursula Andress

Laufzeit der deutschen DVD: 109:06 Min.

Gesehen am: 2015 / Neusichtung: 18.08.24

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Kinowelt vor = Wendecover, Uncut, Deutsch/Englisch mit Untertiteln (hervorragende deutsche Synchronisation), sehr gute Bild- und Tonqualität. Den gibt gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray.

Freitag, 19. Januar 2024

Regulator

Regulator

Inhalt:

Zitat Back-Cover:

«DER KAMPF GEGEN DAS BÖSE BEGINNT

Ohne Vorwarnung tauchen in der Kleinstadt Wentworth die mörderischen «Regulatoren» auf und erschiessen alles und jeden, der sich ihnen nähert. Aber mit dem Massaker beginnt das Grauen erst. Ausgerechnet ein kleiner Junge könnte die Stadt vielleicht retten.

Ein Parallelroman zu Stephen Kings «Desperation».»

Meine Meinung:

Von meinem Bruder bekam ich zwei Stephen King Romane geschenkt. Von Regulator hörte ich zuvor noch nie. Dies sprach mich mehr an (dass andere wäre Stark gewesen, wo ich den Film dazu schon kenne) und habe es, vor allem auf der Arbeit als Nachtwache (auf meiner neuen Stelle), rasch gelesen. Auf der einen Seite ist es packend, spannend und fesselt. Auf der anderen Seite gehört es definitiv nicht zu seinen besten Werken.

Stephen King (Dead Zone - Das Attentat, The Stand - Das letzte Gefecht, Schwarz - Der Dunkle Turm Band 1) schrieb hier erneut als Richard Bachmann, wie es dies bereits zuvortat (Menschenjagd). Was mir in Regulator gefiel war die Kleinstadtstimmung, der phantastische Inhalt, die blutige Gewalt und die Kinderfantasie, welche durch das Monster Tak in die Realität projiziert werden. Ich denke, aus dem Stoff hätte man einen tollen Film machen können.

Der Film nimmt Bezug zu Stephen Kings Roman Desperation. Verwirrend ist, dass in Desperation auch Personen dieselben Namen tragen wie in Regulator aber andere Personen verkörpern. Die Art und Weise, wie der Plot erzählt wird, macht Regulator nicht einfach zu lesen. Der Plot ist nicht gradlinig und diverse Zeit Verschiebungen und Einfälle (seitenlange Tagebucheinträge) machen es nicht besser. Zudem gibt es zu viele Personen, die Mal mit Vor- und dann wieder mit Nachnamen (oder Kosenamen) benannt werden.

Oft verlor ich wirklich den Überblick oder habe Person A mit Person B verwechselt. Die Hauptfiguren sind Audrey, Tak und Seth. Diese konnte ich jedoch auch immer auseinanderhalten. Der Rest ist, praktisch gesehen, mehr oder weniger nur Kanonenfutter. Ich fühlte mich beim Lesen auch an andere Romane/Filme von Stephen King erinnert: Shining oder Es. Es gibt auch weitere Links z.B. zu Kings Der Dunkle Turm Saga.

Fazit: Kein Kracher, aber durch und durch solide. Schade, dass es dazu keinen Film gab. Desperation, von dem es einen billigen Film gibt, werde ich mir als Roman sicherlich auf die Wunschliste setzen.

Infos:

In Deutschland erschienen: Ja

Sprache: Deutsch

Verlag: Heyne

Anzahl Seiten: 544

Roman/Sachbuch: Roman

Art: Taschenbuch

Autor: Stephen King (als Richard Bachman)

Erschienen: 03/2011 (3. Auflage)

Mittwoch, 21. Dezember 2022

From Dusk Till Dawn 3 - The Hangman's Daughter Review

From Dusk Till Dawn 3 - The Hangman's Daughter

Story:

 

Im Wilden Westen: diverse Personengruppen (Marco Leonardi, Michael Parks, Ara Celi, Lennie Loftin, Rebecca Gayheart, Temuera Morrison) werden in einer Bar von Vampiren (Danny Trejo, Sonia Braga) angegriffen…

 

Meine Meinung:

 

From Dusk Till Dawn 3 - The Hangman's Daughter von Regisseur P.J. Pesce, erneut von Robert Rodriguez und Quentin Tarantino (From Dusk Till Dawn) produziert, wieder für den Heimmarkt sprich eine Direct to Video und DVD Vö, ist im Vergleich zum Vorgänger (From Dusk Till Dawn 2 - Texas Blood Money) leicht besser ausgefallen. Ansonsten kehrt aus dem 2. Teil nur Danny Trejo (Anaconda), einmal mehr in einer Kurzrolle als Vampir, zurück.

 

Warum besser? Der Film, der diesmal keine Fortsetzung, sondern die Vorgeschichte zu From Dusk Till Dawn erzählt (ca. 100 Jahre vorher im Wilden Westen von Mexiko), wirkt actionreicher, aufwändiger, Effekte geladener und hat weniger Längen. Das Western-Setting gefiel mir auch definitiv besser als der "Bankraub" im 2. Teil. Zudem gibt es bessere Effekte und etwas mehr Splatter zu sehen. Teil eins bleibt in der Hinsicht aber klar unerreicht.

 

Mit Ausnahme von einer nervenden Figur ist auch die Figurenzeichnung mehr oder weniger gelungen. Marco Leonardi (The Stendhal Syndrome) als Outlaw kommt cool rüber, ebenso Quentin Tarantino-Schauspieler Michael Parks (Kill Bill: Vol. 1, Kill Bill: Vol. 2, Death Wish V). Er war fast zu gut für diese Art Film. Rebecca Gayheart war dazumal bekannt und gern gesehen (Düstere Legenden, Scream 2). Kommerziell war ihr Casting folgerichtig, während Ara Celi etwas fürs Auge bietet (und später sah man sie noch in Robert Rodriguez Machete).

 

Der Unterhaltungswert ist gegeben, auch wenn sich der Film inhaltlich fast mehr wie ein billigeres From Dusk Till Dawn Remake anfühlt, statt wie ein Prequel. Aber dennoch: Fans der Reihe, des Vorgängers und Horrorfans können einschalten! Unterhaltung und paar nette Make-Up Gummikostüme, Vampirfratzen und Bluteffekte sind garantiert!

 

Infos:

 

O: From Dusk Till Dawn 3 - The Hangman's Daughter

 

USA 2000

 

R: P.J. Pesce

 

D: Marco Leonardi, Michael Parks, Ara Celi, Lennie Loftin, Rebecca Gayheart, Temuera Morrison, Danny Trejo, Sonia Braga

 

Laufzeit der US-DVD: 92:57 Min.

 

Neusichtung am: 19.22.12

 

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Dimension Films vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, gute Bild- und Tonqualität. In Deutschland auch auf Blu-Ray raus (Uncut, Deutsch/Englisch mit deutschen Subs).