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Samstag, 11. Juli 2026

Letzter NIFFF Tag

 

Heute würde der erste Film einige Stunden früher starten als in den vergangenen NIFFF-Tagen. Daher schrieb ich die Berichte von gestern schon diese Nacht, damit ich dann in voller Ruhe schlafen konnte. Ich würde das Zuhause um 11.40 Uhr verlassen. Dennoch stellte ich meinen Wecker auf 08.00 Uhr. Ich habe gerne Zeit am Morgen. Schreiben musste ich nichts mehr. Ich zockte (Broforce) und entschied, heute einen Film auszulassen. Und zwar den Abschlussfilm = Colony. Warum? Vor dem Film habe ich zwei Stunden Pause = rumsitzen. Der Film läuft dann nochmals zwei Stunden und da auch die Abschlusszeremonie stattfindet, würde das heissen, drei Stunden zu sitzen. Und das auf den harten Stühlen der Passage 1. Darauf hatte ich keinen Bock. Zudem denke ich, dass ich Colony so oder so nicht überragend gefunden hätte (schon Train to Busan fand ich schlecht). Ich wollte nach dem 2. Film lieber noch Desserts essen gehen, gemütlich die Heimreise antreten und abends gemütlich Fussball schauen (das England-Spiel).

Es reichte mir auf den 11.59 Uhr Zug statt auf den geplanten 12.15 Uhr Zug. Daher war ich schon um 12.28 Uhr in Neuchatel. Der Zug war voll (glaube eine Art Pfadfinder Gruppe). Praktisch der ganze Zug war voll und unzählige Kinder sassen auch auf den Böden, da keine freien Plätze. Ich fand zum Glück in einem 4er Abteil noch einen freien Platz und las weiter Gewebte Welt. Ist das spannend am Ende! Der heutige erste Film sollte erst um 14.00 Uhr starten. Und es sollte die beste und letzte Chance auf ein Autogramm werden. Gezeigt wird der neuste Film von Eisuke Naito, den ich bisher zweimal sah aber keine Gelegenheit für ein Autogramm hatte. Als ich um ca. 12.35/12.40 Uhr an der Passage ankam, sah ich ihn: Eisuke Naito, seine Ehefrau und diverse andere Personen. Der Standort des Tisches war unpraktisch, da ich nicht von hinten auf ihn zusteuern konnte. Gerade, als ich mein Cover zum Signieren parat machen wollte, kam der Kellner und hat ihnen ihr Mittagessen gebracht. So kam es wie bereits vor einigen Tagen: auch jetzt konnte ich mir kein Autogramm (und Foto) holen, da sie am Mittagessen waren (sie haben Burger und Pommes bestellt, sah gut aus).

Ich entschied daher, auch weil ich früher als geplant in Neuchatel war, selbst was essen zu gehen. Und zwar ins nahegelegene Les Brasseurs. Und was nahm ich dort? Erneut zwei Crème Brulée (Nr. neun und zehn). Es war die gleiche Kellnerin wie gestern und sie erinnerte sich noch an mich. Das Les Brasseurs war diesmal (halt ein Samstagmittag) sehr gut besucht und zum Glück hatten sie die Klimaanlage im Gegensatz zu gestern eingeschaltet. Die Begegnung mit Eisuke Naito hatte mich hungrig gemacht (wohl Auswirkungen von vegetativem Nervensystem). Es war jetzt 12.45 Uhr und die zwei Crème Brulée waren seit 08.00 Uhr das Erste, was ich gegessen hatte. Danach ging ich mir noch ein kaltes Cola kaufen und ging nach 13.00 Uhr wieder in die Passage. Dort wartete ich noch fast bis um 13.30 Uhr, ehe ich mich in die Passage begab und dann Augenkontakt mit Eisuke Naito aufnahm. Es gab ein Foto und ein Autogramm. Er schien schüchtern, aber schien auch sehr dankbar und Freude zu haben. Es war seine Idee, das signierte Cover der US-Blu-Ray ins Foto zu heben, auch wenn dadurch sein cooles T-Shirt (Godzilla Vs. Biollante) bedeckte. Schade war, dass ich die falsche Cover-Seite signieren liess (es handelt sich um ein Wendecover). Cool war noch wer das Foto geschossen hat. Der neue Schnuri. Er und der Dolmetscher (kein Asiate) sassen gegenüber von Eisuke Naito und seine Ehefrau. Er, der mich in einigen Vorstellungen nervte, half mir nun und machte zwei tolle Bilder von uns. Dankeschön!






Danach machte ich mich auf den Weg auf die Vorstellung. Eisuke Naito stellt seinen neusten Film (Blood on Snow) vor. Da hiess es warten und schwitzen. Es war unerträglich heiss und Türöffnung war ca. fünf Minuten vor 14.00 Uhr. Die Vorstellung war ausverkauft. Der Kinosaal wurde zwar gekühlt, aber dessen Wirkung war nach ca. 20 Minuten verlogen. Der Film startete auch verspätet. Eisuke Naito sprach zum Publikum und nahm dann selbst im Kinosaal Platz, um seinen eigenen Film ansehen zu können. Danach war nur kurze Pause angesagt. Die Sitze und die Wärme haben mir zugesetzt. Ich kaufte in einem Dönerladen (alles andere hatte irgendwie schon geschlossen) nochmals ein kaltes Cola und machte mich erneut auf den Weg ins gleiche, heisse Kino und stand an. Auch der nächste Film war praktisch ausverkauft. Cool war, dass sich Eisuke Naito, diesmal allein und ohne Ehefrau, auch diesen Film im Kino, zwei Reihen vor mir sass er, ansah. Sleep No More war ein nicht uninteressanter Film. Ich muss noch überschlafen und reflektieren, ob der auf die Wunschliste kommt oder nicht. Danach verliess ich das Kino um ca. 18.20 Uhr und suchte das Okapi Neuchatel auf, wo ich vor sechs Tagen mit dem Kumpel aus Zürich essen ging. Dort bestellte ich mir erneut eine Crème Brulée (Nr. elf), einen Cheesecake (Nr. drei) und ein Cappuccino. Inzwischen war es windig und angenehm. Ggf. kommt in Neuchatel noch ein Gewitter auf. Um 19.00 Uhr fuhr ich dann wieder Richtung Bern und vom Westside aus mit dem Bus, der heute und um diese Uhrzeit noch fuhr, nach Hause und schrieb nach dem Füttern der Katzen die Berichte. Mein Ziel war, das bis 23.00 Uhr erledigt zu haben, damit ich mir das Fussballspiel zwischen England und Norwegen anschauen konnte. Und ab morgen heisst es dann leider wieder arbeiten!











Fazit:

Folgende Filme gelangen auf meine Wunschliste:

- Hen

- Saccharine

- Ikatan Darah

Eventuell noch: 

- Sleep No More (muss ich noch reflektieren)


Sleep No More

NIFFF 2026 Spezial

Sleep No More

Story:

Nach dem Tod ihrer Mutter, die in einer Perückenfabrik arbeitete, beginnen deren Töchter zu ermitteln und stellen fest, dass es in der Perückenfabrik schon diverse mysteriöse Todesfälle gab…

Meine Meinung:

Sleep No More ist ein wirklich interessanter Film. Ich war schon erstaunt, als ich las, dass sich der Regisseur nur «Edwin» nennt. Von Edwin kenne ich keine anderen Filme. Neue indonesische Horrorfilme sah ich in den letzten Jahren, vor allem auf Filmfestivals oder auch Zuhause (vor allem Remakes von Rapi Films Klassikern), schon einige. Die meisten haben mich nicht überzeugt und taugten nur für eine Sichtung und/oder fanden erst gar nicht den Weg in die Sammlung.

Sleep No More ist wahrscheinlich der beste neue indonesische Horrorfilm, den ich in den letzten Jahren gesehen habe. Das aufgrund der fantasievollen und innovativen Story, die sich erst Mal von anderen Geister-Filmen aus Indonesien abhebt. Es muss auch klar gesagt werden, dass es viele Dinge gibt, die im Film nicht erklärt werden und die übernatürlich und phantastisch sind. Das dürfte nicht allen gefallen. Stark waren handgemachte Monster- und Verwandlungsszenen, die ich in dem Film nicht erwartet hätte.

Als ich die Kreatur im Finale sah, war das einfach nur schön. Wobei es schon zuvor viele praktische Effekte zu sehen gibt. In einzelnen Momenten fühlte ich mich an Filme wie Exte: Hair Extensions, Das Ding aus einer anderen Welt, Bride of Re-Animator, Seeding of a Ghost sowie Street Trash erinnert. Und das heisst schon was. Toll war auch, wie schnell der Film nach seiner inhaltlichen Abschliessung, endet. Sofort wie zu guten alten Shaw Brothers Zeiten. Kein langes blablabla. Die Darsteller waren solide bis gut. Inhaltlich gibt es eine sozialkritische Note à la Species (Kritik an den Arbeitsbedingungen).

Fazit: Nicht uninteressant!

Infos:

O: Monster Pabrik Rambut

Indonesien, Singapur, Japan, Deutschland, Frankreich 2026

R: Edwin

D: Rachel Amanda, Lutesha, Iqbaal Dhiafakhri Ramadhan

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 96 Min.

Gesehen am: NIFFF 2026

Fassungen: Gesehen am NIFFF 2026 im Originalton und ggf. mit englischen Untertiteln. Es gibt noch keine DVD, Blu-Ray oder UHD (Stand: Juli 2026).

Blood on Snow

NIFFF 2026 Spezial

Blood on Snow

Story:

Ein Paar aus Tokyo inklusive Sohn ziehen aus der Grossstadt auf das verschneite Land, in dem der kranke Grossvater lebt.  Keine gute Idee…

Meine Meinung:

Aka Ice Blood. Blood on Snow ist der neuste Film von Eisuke Naito. Dessen vergangene Filme sah ich am NIFFF (Liverleaf, Toxic Daughter) oder am BRUGGGORE Filmfestival (Higuma!! The Killer Bear). Seine bisherigen Filme entsprachen der Hit or Miss Auswahl. Liverleaf und Higuma!! The Killer Bear (einer der besten Filme am diesjährigen BRUGGGORE Filmfestival) mochte ich, Toxic Daughter hingegen gefiel mir gar nicht. Blood on Snow passt nicht in die Hit or Miss Kategorie. Der Film ist solide und durchschnittlich. Also nicht toll, aber auch nicht schlecht.

Blood on Snow ist weniger Ghost-Horror, als erwartet. Es handelt sich um einen sehr ruhigen und zuerst sehr dialoglastigen Film. Der Film spielt in einer ländlichen, verschneiten Gegend. Schnee scheint es Eisuke Naito, auch wenn man die anderen Filme von ihm betrachtet, angetan zu haben. Schnee sehe ich, vor allem im älteren japanischen Kino, immer sehr gerne, da meist sehr stimmungsvoll. Blood on Snow ist ein Mix aus Drama, Sozialkritik und Geister-Film. Der Film baut zuerst die Prämisse um den «Snow Woman» auf. Doch nach und nach zeigt der Hauptplot, dass es eher um Familienkonflikte geht.

Mir kamen da kranke Familienmitglieder, Co-Abhängigkeiten, Femizide und Traumata in den Sinn. Der Film wirkte dann zuweilen wie eine japanische Blaubart-Variante inklusive Vibes à la Ringu und Ju-on: The Curse. Der Film versucht wie die ganzen J-Horrorstreifen Grusel zu erzeugen. Für mich hat das nicht funktioniert, auch wenn die grossen Vorbilder gut studiert und filmisch festgehalten und gekonnt inszeniert wurden. Mir war das Tempo zu langsam, echter Grusel stellte sich zu keiner Sekunde ein und ich fand den Film auch erstaunlich wenig stimmungsvoll. Mit einigen CGI-Momenten wurde ich zudem nicht warm. Abgesehen davon ist der Film wie auch der Cast sonst sehr solide.

Fazit: Geschmackssache! Man sollte einen ruhigen Film erwarten, der mehr an Ringu und Co. erinnert als an die vorherigen Filme von Eisuke Naito…

Infos:

O: Hyoketsu

Japan 2026

R: Eisuke Naito

D: Kitayama Hiromitsu, Kato Chihiro, Sano Shiro

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 98 Min.

Gesehen am: NIFFF 2026

Fassungen: Gesehen am NIFFF 2026 im Originalton und ggf. mit englischen Untertiteln. Es gibt noch keine DVD, Blu-Ray oder UHD (Stand: Juli 2026).

NIFFF 7. bis 8. Tag

 

Die Berichte vom Vortag waren heute schnell geschrieben. Ich hatte noch eines der Sandwiches von gestern, welches heute mein Frühstück sein würde. Heute lag es drin, dass ich mir The Night Comes for Us ansah (läuft zwei Stunden). Da wollte ich mein altes Review schon länger Mal anpassen und da ich unbedingt mit The Furious vergleichen wollte, fand ich heute Mittag nun Zeit. Zudem fand ich auch in einem Forum eine Meinung, die meiner ähnelt und die «Kampfszenen» kritisiert. Auf Letterboxd gibt es natürlich auch viele kritische Stimmen. Danach ging es via Bus ins Westside. Dort kaufte ich ein (Red Bull und drei Sandwiches). Ich musste auf den Zug warten. Es war heiss. Über 30 Grad. In Neuchatel lief ich erneut durch die Passage, sah aber keine Gäste. Kein Quarxx und kein Eisuke Naitô. Da es heute zwischen den beiden Filmen, die auf dem Programm standen, knapp werden würde, gönnte ich mir vor dem ersten Kinobesuch im Les Brasseurs zwei Crème Brulée und eine Cola. Das war erfrischend und tat gut. Der erste Film lief heute im Passage 1. Das wird immer schön gekühlt. Aber langsam tun mir mein Gesäss und mein Kreuz weh. Vom langem sitzen.






Ikatan Darah ist nebst Hen der zweite Film, der es definitiv auf meine Wunschliste schafft. Es tat gut, endlich Mal einen Film zu sehen, der mir von Anfang an bis zum Ende gut gefiel und mir Freude bereitet hat. Danach hatte ich weniger Pause, als erwartet (der Schnuri hat Ikatan Darah vorgestellt und durch die langen Werbeshows vor der Sichtung werden die Pausen zwischen den Filmen immer kürzer). Ich schaffte es noch schnell, mein Sandwich zu essen und danach ging es schon in den letzten Film heute: The Holy Boy. Als ich beim Kino Studio vorbeilief und dort die Kinobesucher den Kinosaal verliessen, dachte ich eine Sekunde lang, dort auch Eisuke Naitô zu sehen. Aber was, wenn ich mich irren sollte? Sah er sich dort wirklich einen Film an? Wenn ja, was lief? Ich hatte jedoch keine Zeit dafür und es wäre peinlich gewesen, ihn zu fragen, wenn er es denn nicht gewesen wäre. Ich sah mir später nochmals ein Online-Foto von ihm an und es könnte ihn gewesen sein. Erst einen Tag später fand ich heraus, welche Vorstellung es war: Biester (La cérémonie) aus dem Jahr 1995.

The Holy Boy war danach an der Reihe. Die Vorstellung schief auch ausverkauft. Es war super warm. Keine Klimaanlage. Das Gesäss und Kreuz taten noch mehr weh, als beim ersten Film. Der Regisseur war anwesend und gab ein kurzes Grusswort ehe er den Kinosaal verliess. Kurz vor Ende kehrte er zurück. Da gab es wohl noch ein kurzes Q&A. Aber ich verliess den Saal. In der Passage sah ich keine der beiden Gäste. Da The Holy Boy verspätet zu Ende war, reichte es mir nicht auf den 21.30 Uhr Zug. Also nahm ich den späteren und sah mir bis ich nach Hause ging, auf dem Handy das Fussballspiel zwischen Frankreich und Marokko an. Marokko hat absolut enttäuscht und mit Frankreich kam der verdiente Sieger ins Halbfinale. Ich habe mein Handy heute bewusst kaum gebraucht und es in den maximalen Energiemodus (= maximales Energiesparen) versetzt. So kann ich praktisch alle Apps nicht brauchen, dafür hatte ich abends um 22.00 Uhr noch ca. 80% Akku-Leistung und konnte heute im eiskalten Zug das Fussballspiel schauen. Ich wurde im Zug schon total müde und Zuhause hiess es um ca. 00.30 Uhr ab ins Bett.

Am Morgen war ich recht müde, träge und etwas antriebslos. So dauerte es bis am Mittag, bis ich meine Berichte zu Ende geschrieben hatte. Als Ablenkung bekam ich Post. Ich hoffte auf den Film Red Pirate. Einen taiwanesischen Film den ich als chinesische DVCD bestellt hatte. Leider war es ein anderer Film, den ich bekam. City Hero, den ich schon als HK-DVD haben müsste (und den ich eigentlich eher mässig fand). Das Ding habe ich sofort auf FB zum Verkaufen eingestellt, aber leider hat bisher niemand zugeschlagen. Ich denke auch nicht, dass das Ding jemand kaufen wird. Danach ging ich via Bern Bahnhof nach Neuchatel statt über Brünnen. Ich kaufe um ca. 14.15 Uhr in Niederwangen ein (Trinken, Sandwiches).





Dann folgte die Zugfahrt. Man merkte, dass heute Freitag war. Wochenende. Mehr Menschen. Der Zug war voll und im Gegensatz zu den anderen Tagen war der Zug nicht gekühlt (!!!). Es war also heiss. Ich habe praktisch die ganze Fahrt weiter Gewebte Welt gelesen. Es ist fast fertig und noch immer spannend. Toll. Es ist auch heute über 30 Grad warm. Heute ging ich nicht als erstes zur Passage Regisseure suchen (da der erste Film dort laufen wird d.h. also komme ich automatisch dort vorbei) sondern ich suchte zuerst Les Brasseurs auf. Und dort nahm ich meine zwei obligatorischen Crème Brulée (Nr. neun und zehn seit Sonntag) und eine Cola. Die Bedienung deckte für zwei, sie dachte ich erwarte jemand, der noch nicht da ist. Herzig. Aber auch hier: im Gegensatz zu vorgestern haben sie im Restaurant nicht gekühlt. Vorgestern war es drinnen angenehm kühl und heute haben sie nicht gekühlt. Verstehe das einer. Danach habe ich noch ein öffentliches WC getestet (eklig) und machte mich auf den Weg in die Passage. Keine Gäste gesehen. Der erste Film (Teenage Sex and Death at Camp Miasma) war fast ausverkauft und startete mit Verspätung. Das Publikum schien mit dem Film ihren Spass gehabt zu haben. Dafür war Phi Phong: The Blood Demon relativ schlecht besucht und dennoch wurde es aufgrund der Hitze fast unerträglich (und dann läuft der Film noch zwei Stunden und kommt am Ende nicht zu Ende). Zudem haben mich einige der Zuschauer neben und hinter mir genervt. Vielleicht bin ich nach so vielen Tagen einfach nur dünnhäutiger. Danach machte ich es mir mit Fussball auf dem Handy (Spanien gegen Belgien) auf dem Weg zum Bahnhof. Hätte ich es nicht so gemütlich genommen, hätte ich schon den 21.30 Uhr Zug nehmen können. So konnte ich erst um 22.00 Uhr in Neuchatel abfahren und kam um ca. 23.40 Uhr Zuhause an. Die Berichte habe ich alle nachts noch geschrieben, da Samstagmorgen kaum Zeit (der erste Film startet schon um 14.00 Uhr).




Phi Phong: The Blood Demon

NIFFF 2026 Spezial

Phi Phong: The Blood Demon

Story:

Ein Bruder (Kiều Minh Tuấn) und eine Schwester (Minh Anh), beides Schamanen, erhalten einen Telefonanruf, dass es ihrer Mutter, die in einem abgelegenen Berg-Dorf wohnt, schlecht geht. Als sie vor Ort eintreffen, vermuten sie den Phi Phong als Ursache des Schreckens (Phi Phong = «is a bloodthirsty demon from mountainous folklore in Vietnam»)…

Meine Meinung:

Phi Phong: The Blood Demon ist ein vietnamesischer Folklore-Horrorfilm, der sofort zu Beginn klarstellt, dass der Plot frei erfunden und keine echten Tiere getötet wurden. Das wird dem Zuschauer sofort via Texteinblendungen kommuniziert. Phi Phong: The Blood Demon des mir unbekannten Regisseur Đỗ Quốc Trung startet vielversprechend. Aus Vietnam kenne ich, wenn ich nicht irre, keine Horrorfilme. Nur ein bis zwei Actionfilme, wobei einer auch am NIFFF zu sehen war (= Fish, Fists and Ambergris). Ich mag Folklore-Inhalte und der Trailer sah vielversprechend aus.

Phi Phong: The Blood Demon überzeugt zunächst durch einen inhaltlich spannenden Plot, authentische Rituale und Zeremonien, schöne, abgelegene und stimmungsvolle Bilder und Settings, kaum bis kein CGI und unverbrauchte, sympathische Figuren (das Geschwisterpaar). Kiều Minh Tuấn und Minh Anh spielen das stark. Dem Film gelingt es auch, gruselig zu wirken. Erschrocken bin ich aber nie (einer in meiner Reihe ist sicher ein halbes Dutzend Mal zusammengezuckt). Die Prämisse geht lange gut, aber dann fällt der Film inhaltlich in sich zusammen.

Der Plot wirkt uninteressanter und wenig originell, zuweilen wirken Story-Stränge gehetzt. Es geht weniger stimmungsvoll zu und her und am Ende folgt ein Showdown nach dem nächsten. Der Film weiss nicht, wann er enden soll und als Zuschauer habe ich es kaum mehr ausgehalten, sitzen zu bleiben. Alles wirkte langatmig, öde und einfach nur noch langweilig. Am Ende handelt es sich einfach nur um einen 08/15 Rache-Plot. Da hätte man viele Szenen weglassen und straffen können. Mir wäre ein 08/15 Exorzismus-Plot lieber gewesen. Das Finale war auch schwach und das CGI hat in diesen Momenten nicht überzeugt. Das Film wirkt in den Szenen auch über dramatisiert. Immerhin wird auf asiatischen Klamauk verzichtet.

Fazit: Das letzte Viertel zieht den Film negativ nach unten!

Infos:

O: Phí Phông: Quỷ Máu Rừng Thiêng

Vietnam 2026

R: Quoc Trung Do

D: Đoàn Minh Anh, Diệp Bảo Ngoc, Nina Padovan, Kiều Minh Tuấn, Minh Anh

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 120 Min.

Gesehen am: NIFFF 2026

Fassungen: Gesehen am NIFFF 2026 im Originalton und ggf. mit englischen Untertiteln. Es gibt noch keine DVD, Blu-Ray oder UHD (Stand: Juli 2026).

Teenage Sex and Death at Camp Miasma

NIFFF 2026 Spezial

Teenage Sex and Death at Camp Miasma

Story:

Der Slasher Camp Miasma soll eine Fortsetzung erhalten. Endlich. Das Projekt geht an die neue, talentierte Regisseurin Kris (Hannah Einbinder). Diese will unbedingt den Star des ersten Filmes im Projekt dabeihaben und sucht sie auf. Doch Billy (Gillian Anderson), das ehemalige Final Girl aus Camp Miasma, lebt total isoliert und zurückgezogen. Dennoch wagt sich Kris, Billy aufzusuchen. Und sofort ist Kris von Billy fasziniert. Wird es ihr gelingen, sie für das Projekt zu begeistern?

Meine Meinung:

Teenage Sex and Death at Camp Miasma ging ich nur schauen, da auch ein Slasher. Ansonsten hat mich der Film nicht wirklich interessiert. Letztes Jahr lief von der Regisseurin I Saw the TV Glow am NIFFF und mein Kumpel hatte nicht viel dafür übrig. Teenage Sex and Death at Camp Miasma ist ein Mix aus Slasher, Hommage an die 80er Jahre Slasher, Arthouse-Film, Meta-Kommentar, Film-im-Film, Satire, Erotikfilm sowie ein Film über die weibliche Sexualität, auch wenn der Film von einer Transsexuellen Regisseurin stammt statt von einer Frau.

Teenage Sex and Death at Camp Miasma ist am Ende zwar nichts für meine Sammlung und nicht jede Szene oder jeder Dialog gefiel mir, aber im Grossen und Ganzen war es einer der unterhaltsameren Filme an diesem NIFFF. Die Liebeserklärung an 80er Jahre Slasher kommt im Vorspann wunderbar zur Geltung (plus später Videodrome). Da fühlte ich mich natürlich sofort an die Freitag der 13. Reihe erinnert. Aber auch die Mörder aus der Halloween oder A Nightmare on Elm Street Reihe finden Erwähnung wie auch Psycho (oder Ed Gein, auf dessen Story Psycho basiert) oder die Sleepaway Camp-Reihe.

Der Film punktet nebst dem grossen Unterhaltungswert durch den Plot (wo steuert die Reise hin?), die starken Leistungen der beiden Hauptdarstellerinnen sowie seine Optik. Eine gewisse Spannung ist gegeben. Die Film-im-Film-Szenen fand ich cool. Das Ende hingegen gefiel mir nicht. Ich hätte es besser gefunden, wenn es (nach der La petite mort Szene) kein Happy End gegeben hätte. Gillian Anderson spielte stark, auch wenn ich sie nur aus Akte-X (und daher mit ihrer deutschen Stimme) kenne. Ihre Originalstimme zu hören, schien mir fremd. Die mir unbekannte Hannah Einbinder machte ebenfalls einen sehenswerten Job.

Fazit: 80er Jahre Slasher Fans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Teenage Sex and Death at Camp Miasma

UK, Kanada, USA 2026

R: Jane Schoenbrun

D: Hannah Einbinder, Gillian Anderson, Patrick Fischler

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 106 Min.

Gesehen am: NIFFF 2026

Fassungen: Gesehen am NIFFF 2026 im Originalton und ggf. mit englischen Untertiteln. Es gibt noch keine DVD, Blu-Ray oder UHD (Stand: Juli 2026).

Freitag, 10. Juli 2026

The Holy Boy

NIFFF 2026 Spezial

The Holy Boy

Story:

Ein Lehrer nimmt in einem abgelegenen Berg-Dörfchen eine Stelle als Lehrer an. Bald muss er erkennen, dass die Ortschaft ein schreckliches Geheimnis hütet…

Meine Meinung:

Was genau mich in The Holy Boy, einem Italienischen Film von Paolo Strippoli (Flowing, A Classic Horror Story), erwarten würde, war mir nicht bekannt. Ich habe zwar kurz in den Trailer gesehen und das was ich sah, erinnerte mich irgendwie leicht an Midsommar, aber so genau wusste ich das nicht. Ich wusste nur, dass ein Lehrer in einem abgelegenen Dorf eine befristete Stelle annimmt und das in der Ortschaft etwas nicht stimmt. The Holy Boy hat zwar versucht, etwas Neues zu schaffen, dennoch erinnert der Film mit seinem Spiel aus Trauer, Verlust und Traumata, und wie Menschen damit umgehen, an andere Genre-Werke der letzten Jahre.

Der phantastische Umgang damit verdient sicherlich Anerkennung. Dennoch konnte mich The Holy Boy nicht wirklich vollumfänglich überzeugen. Der Film bleibt am Ende Antworten schuldig, es gibt mieses CGI (Feuer) und die Figuren sind mehrheitlich wenig sympathisch. Michele Riondino (Interstate), er spielt den Lehrer, fand ich sehr unsympathisch. Er erinnerte mich an den Protagonisten aus Hokum. Auch die anderen Figuren (der Junge, dessen Vater oder der Geistliche etc.) fand ich allesamt unsympathisch. Auf der einer Seite kann man fast sagen, dass der Junge durch die Ankunft des Lehrers eine Art Coming of Age Erfahrung macht.

Das hat mich aber alles relativ kalt gelassen und wenig gefesselt. Richtig spannend war der Film auch nicht. Gerne hätte sich der Film am Anfang mehr Zeit nehmen dürfen. Die Begegnung zwischen dem Lehrer und dem Jungen und deren Kraft ging für meinen Geschmack viel zu schnell. Diese Szenen wirkten gehetzt und unglaubwürdig. Abgesehen davon sieht der Film ansonsten schick aus. Die Settings wirken authentisch und das abgelegene Dorf in Italiens Bergen hat definitiv seinen Charme. Die Musk hat mir in vielen Szenen hingegen nicht gefallen. Wirkte unpassend. Falls ich das Ende richtig interpretiert habe, erinnerte es an Hexensabbat (1977).

Fazit: Hat mich leider am Ende nicht überzeuget. Aber es gibt definitiv Extrapunkte für den Versuch, etwas Kreatives zu präsentieren!

Infos:

O: La valle dei sorrisi

Italien 2025

R: Paolo Strippoli

D: Michele Riondino, Romana Maggiora Vergano, Roberto Citran

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 122 Min.

Gesehen am: NIFFF 2026

Fassungen: Gesehen am NIFFF 2026 im Originalton und ggf. mit englischen Untertiteln. Den Film gibt es in Deutschland bereits auf Blu-Ray (Deutsch/Ital. mit deutschen Untertiteln, Uncut). 

Ikatan Darah

NIFFF 2026 Spezial

Ikatan Darah

Story:

Kämpferin und Ex-Champion Mega (Livi Ciananta) hilft ihrem verschuldeten Bruder, sich aus den Fängen von brutalen Gangstern zu befreien und sagt diesen den Kampf an…

Meine Meinung:

Aka Blood Ties. Iko Uwais, Star aus The Raid 1 + 2 sowie The Night Comes for Us, hat eine eigene Produktionsfirma namens Uwais Pictures gegründet. Diese helfen Produktionen bei der Finanzierung, bei den Action-Szenen und bei der Choreographie. Zum Teil spielt Iko Uwais auch selbst mit, so z.B. in Timur. Ikatan Darah ist der 2. Film aus dieser neu gegründeten Produktionsschmiede. Ich sah bereits in einem deutschen Forum einen Eintrag zu Ikatan Darah inklusive Trailer und das was ich sah, sah vielversprechend aus. Daher freute ich mich auf die Sichtung am NIFFF.

Ikatan Darah hat mir dann auch gefallen und ist nebst Hen der zweite gesehene Film am NIFFF 2026, der es auf meine Wunschliste schafft. Nach The Raid und Co. gab es diverse Nachahmer, die nie die Qualität des grossen Vorbildes erlangt haben (z.B. Jailbreak, Farang, BuyBust). Ikatan Darah erreicht natürlich auch keine The Raid Qualität, aber im Gegensatz zu den in der Klammer genannten Filmen ist Ikatan Darah deutlich besser und sehenswerter. Der Film erzählt zwar auch nur einen dünnen, wenig originellen Plot, aber es wird sich für die Figuren Zeit gelassen.

Die authentischen Settings waren ein grosses Plus des Filmes. Trotz des Budgets gibt es schöne Aufnahmen und die Actionszenen, von Iko Uwais Team choreographiert, waren stark anzusehen. Relativ bodenständig, hart, blutig und innovativ was die Bösewichte und deren Gimmicks angehen. Es gibt auch mehrere handgemachte Splattereffekte (Äxte die Köpfe spalten etc.), auch wenn hier und da auch mit CGI nachgeholfen wurde. Mind. fünf Besucherinnen haben die Vorstellung verlassen. Die Actionszenen haben mir gut gefallen. Der Plot war absolut okay. Die Bösewichte agieren mit viel Overacting. Dem sollte man sich bewusst sein. Asiatischer Klamauk halt. Damit hatte ich keine Mühe.

Livi Ciananta als Mega war toll anzusehen. Sie ist sympathisch und macht ihre Sache ordentlich. Sie ist eine Newcomerin und hat bisher nur in wenigen Filmen mitgewirkt. Der Film gibt am Ende einen Hinweis für eine mögliche Fortsetzung. Ich hätte nichts dagegen, Livi Ciananta erneut in Action zu sehen. Ismi Melinda spielt Megas Freundin, die sich im Film auch einige coole Kämpfe liefert (ihr Kampf gegen Mega in der kleinen Wohnung war eines der Highlights des Filmes). Die diversen Bösewichte des Filmes waren u.a. in Filmen wie The Night Comes for Us, Impetigore, Headshot oder Suzzanna: Buried Alive zu sehen.

Fazit: Martial Arts Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Ikatan Darah

Indonesien 2025

R: Sidharta Tata

D: Livi Ciananta, Derby Romero, Ismi Melinda

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 119 Min.

Gesehen am: NIFFF 2026

Fassungen: Gesehen am NIFFF 2026 im Originalton und ggf. mit englischen Untertiteln. Es gibt noch keine DVD, Blu-Ray oder UHD (Stand: Juli 2026).

Donnerstag, 9. Juli 2026

NIFFF 5. bis 6. Tag

 

Heute stand ich früh auf. Ich denke ca. um 08.00 Uhr. Und schrieb die Berichte von gestern. Heute konnte ich es gemütlicher angehen, da kein Katzenstreu zu wechseln war und auch einkaufen musste ich nicht. Bis am Mittag hatte ich die Berichte geschrieben. Danach hiess es etwas zocken (Broforce). Ich überlegte auch, The Night Comes to Us anzusehen, damit ich mein Review anpassen kann. Der Film läuft aber über zwei Stunden und so liess ich davon ab. Vorerst. Ich wollte etwas früher in Neuchatel sein und mein Glück nochmal probieren (Autogramm von Regisseur Quarxx). Zudem wollte ich im Okapi Neuchâtel nochmals eine Crème Brulée essen gehen. Ggf. vor der ersten Sichtung. Zwischen 14.00-15.00 Uhr machte ich mich auf den Weg und konnte, wie bereits gestern, den früheren Zug nehmen (vom Westside aus). In Neuchatel kaufte ich ein (Sandwich, Butterbrezel) und machte mich danach auf den Weg in die Stadt.



Das Okapi Neuchâtel war total voll. Draussen gab es keine freien Sitzplätze mehr. Ich nahm drinnen, gleiche beim Eingang Platz und stellte fest, dass die Räumlichkeit deutlich angenehmer und kühler war, als draussen. Es schien Hochbetrieb zu herrschen. Ich bestellte mir nur eine Crème Brulée, ein Cappuccino und fragte, ob sie auch Cheesecake hätten (zumindest müssten sie diesen laut Online-Speisekarte haben). Nach Bestätigung bestellte ich mir auch einen Cheesecake. Mit Ausnahme einer halben Schokoladentafel, welche ich um ca. 08.00 Uhr gegessen hatte, war das mein Frühstück. Die Crème Brulée sah etwas anders aus als am Sonntag, war aber erneut, göttlich. So auch der Cheesecake. Vor allem der Biskuit-Boden war ein absoluter Traum. Ziele sind im Leben wichtig. Ich nehme es mir nun zum Ziel, von heute bis am Samstag dort täglich einen Cheesecake und eine Crème Brulée essen zu gehen. Mal schauen, ob mir das gelingt.





Danach ging ich die diversen Orte abklappern, wo ich in der Vergangenheit NIFFF-Gäste für Autogramme erblickt hatte. Fehlanzeige. Ich sah keinen Quarxx. Egal. Ich ging noch etwas laufen und an den See. Dieser war auch voll. Es war sehr warm heute. Super Wetter, für am See zu verweilen. Heute standen, wie am ersten Tag, drei Filme auf dem Programm. Die waren im Grossen und Ganzen alle etwas sehenswerter als vergangene Filme, ausser Subsuelo. Da zog das Ende den Film stark runter. Vor jedem Film checkte ich nochmals mögliche Orte, an denen Quarxx sein konnte. Man sah den nicht. Von den drei Filmen liefen zwei im warmen Studio, welches auch heute etwas gekühlt wurde. Ich war erstaunt, wie viele Besucher die Vorstellungen hatten. Es war immerhin ein Wochentag und einige der Vorstellungen (z.B.  Subsuelo) waren total ausverkauft.


Auf dem Handy sah ich noch zwischenzeitliche Fussball-Überraschungen (das 2. Tor, welches den Ägyptern gegen Messi und Co. aberkannt wurde nur um kurze Zeit später erneut zu Treffen) und auf meiner Heimreise sah ich mir noch die 1. Halbzeit des Spieles Schweiz gegen Kolumbien an. Nach der Halbzeit machte mein Handy schlapp. Kein Akku mehr. Schon krass, dass das vom frühen Nachmittag bis nachts nicht mehr reicht. Zuhause sah ich mir noch die Verlängerung und das Elfmeterschiessen zum Berichte schreiben an. Irgendwann nach 01.00 Uhr ging ich dann schlafen und verschob die letzten zwei Berichte auf den Vormittag. Ich schlief gut und schrieb am Morgen die Berichte. Ich habe mir, als ich mir das heutige Programm ansah, überlegt, Breeder vielleicht auszulassen. Der Film würde um ca. 23.15 Uhr zu Ende sein und um 23.30 Uhr müsste ich es auf den Zug schaffen. Wenn nicht, müsste ich den letzten Zug nach Bern und dann von Bern ein Taxi nehmen oder aus der Stadt nach Hause laufen (zwei Stunden). Oder ich könnte den Zug nach Bern, Riedbach nehmen und dann laufen. Dann wäre ich aber auch erst um 01.30 Uhr zu Hause. Und darauf hatte ich keine Lust. Zudem hätte ich so vielleicht noch Chancen, Regisseur Eisuke Naitō zu treffen, der abends seine neuen Filme vorstellen würde. So packte ich heute auch noch das Liverleaf Cover ein, um den ggf. signieren zu lassen. Und auf Social Media sah ich, dass Tony Rayns verstorben ist. RIP. Seine Extras zu Shaw Brothers und Co. sah ich mir immer gerne an. Er starb nach einem Treppensturz Zuhause!



Dann klingelte es. Post. Ich bekam eine neue Horror-Lektüre: Das scharlachrote Evangelium von Clive Barker. Ich wusste gar nicht, dass er einen neuen Roman geschrieben hatte. Ich bin noch an Gewebte Welt dran, welches ich aber demnächst beenden sollte. Ab Sonntag habe ich viele Nächte zu arbeiten (Ferien zu Ende), so dass ich froh bin, für die ruhigen Nächte wieder etwas zum Lesen zu haben. Ich entschied, etwas früher nach Neuchatel zu reisen. Zum einen wollte ich schauen, ob ich Quarxx und Eisuke Naitō finden würde, zum anderen wollte ich in Ruhe vor der ersten Sichtung (17.00 Uhr) noch mein Ziel umsetzen und eine Crème Brulée und einen Cheesecake essen gehen. Ich kaufte diesmal im Westside ein (Sandwich etc.), so dass ich in Neuchatel direkt auf die Suche nach den Gästen ging. Ich sah niemand. In der Hitze zog es mich Richtung Crème Brulée/ Cheesecake. Und dann das: das Okapi Neuchâtel hatte geschlossen:-( Also ich ging ins Les Brasseurs und nahm dort etwas zu trinken und dort eine Crème Brulée. Danach ging es in den ersten Film. Der war total ausverkauft. Und diesmal merkte ich nicht wirklich was von einer Klimaanlage. Zu dem Zeitpunkt habe ich mich auch entschieden, heute Breeder sowohl die kommenden Tage noch Decorado ausfallen zu lassen.








Nach der ersten Sichtung hatte ich eine Stunde Pause. Nun war 18.00 Uhr vorbei und das Okapi Neuchâtel hatte geöffnet. Und ich kam, halt zum Abendessen, dennoch in meinen Genuss und bestellte das gleiche wie gestern (oder vorgestern?): eine Crème Brulée, einen Cheesecake und einen Cappuccino. Danach drehte ich meine obligatorische Runde und sah keinen der Gäste. Hokum startete mit Verspätung (total ausverkauft) und hatte leider auch den neuen selbstverliebten Schnuri als Vorsteller. Als Hokum zu Ende war, hätte ich, wenn ich Breeder schauen gegangen wäre, keine Pause gehabt. Es wäre schon Türöffnung gewesen. Zwischen 21.30-22.00 Uhr fand ich dann Eisuke Naitō und hatte genau gewusst wo. Schliesslich würde er um 22.00 Uhr seinen ersten Film vorstellen. Es war aber der falsche Zeitpunkt, um für ein Foto und ein Autogramm zu fragen. Warum? Er war am Abendessen. Da wollte ich nicht stören. Und 30 Minuten zu warten, dafür war mir sein Autogramm dann doch zu wenig wichtig, so dass ich mich auf die Heimriese machte. Ich stieg diesmal wieder im Westside aus und wollte einen neuen Gehweg für nach Hause ausprobieren, der mich nicht über das steinige Feld führen sollte. Zuerst lief ich etwas länger an der Strasse entlang, dann in fast schierer Dunkelheit hinter dem Bauhaus durch bis zum Pflegeheim und von dort an die Hauptstrasse und dann Richtung Fust. So hatte ich vielleicht fünf Minuten länger, aber lief viel gemütlicher. Zudem war es leicht unheimlich, den leisen und dunklen Weg zu laufen. Schlussendlich kam ich Zuhause drei Minuten früher an, als der Zug in Niederwangen halten würde. Das heisst ich war früher zu Hause und habe mich noch etwas bewegt. Top. Ich war müde, so dass es mich heute schnell ins Bett zog (und es war heute auch kein Fussball angesagt).