Blood on Snow
Story:
Ein Paar aus Tokyo inklusive Sohn ziehen aus der Grossstadt auf das verschneite Land, in dem der kranke Grossvater lebt. Keine gute Idee…
Meine Meinung:
Aka Ice Blood. Blood on Snow ist der neuste Film von Eisuke Naito. Dessen vergangene Filme sah ich am NIFFF (Liverleaf, Toxic Daughter) oder am BRUGGGORE Filmfestival (Higuma!! The Killer Bear). Seine bisherigen Filme entsprachen der Hit or Miss Auswahl. Liverleaf und Higuma!! The Killer Bear (einer der besten Filme am diesjährigen BRUGGGORE Filmfestival) mochte ich, Toxic Daughter hingegen gefiel mir gar nicht. Blood on Snow passt nicht in die Hit or Miss Kategorie. Der Film ist solide und durchschnittlich. Also nicht toll, aber auch nicht schlecht.
Blood on Snow ist weniger Ghost-Horror, als erwartet. Es handelt sich um einen sehr ruhigen und zuerst sehr dialoglastigen Film. Der Film spielt in einer ländlichen, verschneiten Gegend. Schnee scheint es Eisuke Naito, auch wenn man die anderen Filme von ihm betrachtet, angetan zu haben. Schnee sehe ich, vor allem im älteren japanischen Kino, immer sehr gerne, da meist sehr stimmungsvoll. Blood on Snow ist ein Mix aus Drama, Sozialkritik und Geister-Film. Der Film baut zuerst die Prämisse um den «Snow Woman» auf. Doch nach und nach zeigt der Hauptplot, dass es eher um Familienkonflikte geht.
Mir kamen da kranke Familienmitglieder, Co-Abhängigkeiten, Femizide und Traumata in den Sinn. Der Film wirkte dann zuweilen wie eine japanische Blaubart-Variante inklusive Vibes à la Ringu und Ju-on: The Curse. Der Film versucht wie die ganzen J-Horrorstreifen Grusel zu erzeugen. Für mich hat das nicht funktioniert, auch wenn die grossen Vorbilder gut studiert und filmisch festgehalten und gekonnt inszeniert wurden. Mir war das Tempo zu langsam, echter Grusel stellte sich zu keiner Sekunde ein und ich fand den Film auch erstaunlich wenig stimmungsvoll. Mit einigen CGI-Momenten wurde ich zudem nicht warm. Abgesehen davon ist der Film wie auch der Cast sonst sehr solide.
Fazit: Geschmackssache! Man sollte einen ruhigen Film erwarten, der mehr an Ringu und Co. erinnert als an die vorherigen Filme von Eisuke Naito…
Infos:
O: Hyoketsu
Japan 2026
R: Eisuke Naito
D: Kitayama Hiromitsu, Kato Chihiro, Sano Shiro
Laufzeit der Kinofassung: Ca. 98 Min.
Gesehen am: NIFFF 2026
Fassungen: Gesehen am NIFFF 2026 im Originalton und ggf. mit
englischen Untertiteln. Es gibt noch keine DVD, Blu-Ray oder UHD (Stand: Juli
2026).

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