Brugggore Filmfestival 2026 Spezial
Higuma!! The Killer Bear
Story:
Nach dem Suizid seines Vaters und den Schulden seiner Mutter gerät Fuku (Fuku Suzuki) in illegale Geschäfte, um schnell viel Geld zu verdienen. Als Wan (Wan Marui) einen Diamanten, der für den Boss gedacht ist, stiehlt, soll sie im Wald exekutiert und vergraben werden. Doch ausgerechnet dann taucht ein Bär auf und Fuku, Wan und Co. kämpfen ums Überleben…
Meine Meinung:
Ein japanischer Tierhorrorfilm mit einem Monster-Bär? Tolles Plakat und angeblich alles practical effects? Den musste ich mir am Filmfest geben! Nach dem Durchzappen des Trailers war ich hingegen skeptisch. Was Japan und Bären angehen, steht zudem noch der Sonny Chiba Streifen Yellow Fangs auf meiner zu langen Wunschliste. Higuma!! The Killer Bear ist der bisher beste Film am diesjährigen Filmfestival und meine Skepsis war unbegründet. Endlich habe ich den ersten Kracher, der es auf meine Wunschliste schafft.
Der Hauptgrund ist natürlich der Monster-Bär. Der sieht einfach nur cool und charmant aus. Und nichts mit CGI (nur wie er am Ende rennt, sah ggf. danach aus). Da wird, im Gegensatz zu klassischen Tierhorrorfilmen, auch nicht zugewartet, sondern gleich in seiner ersten Szene sehen wir den Bären in seiner vollen Pracht. Der Bär, der oft auch mehr wie eine grosse, etwas fette Katze aussieht, bewegt sich schwerfällig wie Godzilla und stösst Laute aus, die genauso gut von der grossen Echse stammen könnten. Da hatte mich der Film schon gewonnen.
Der Film startet auch sympathisch mit Fuku Suzuki als Videospielentwickler, der seiner Mutter das neuste Videospiel vorführt. Zudem ist die von Fuku Suzuki ein Katzen-Fan und eine sympathische Figur. Mit der Rahmenhandlung um den Suizid seines Vaters und dem Druck der Mutter, da Schulden, hat der Film auch mehr Gefühl und Herz, als erwartet. Danach startet Fuku Suzukis Gangster-Karriere und ca. 30 Minuten später, nachdem die Figuren eingeführt und die Ausgangslage klar sind, erscheint der Bär (und auch erst dann die Titeleinblendung, und was für eine!).
Mit Wan Marui hat der Film eine gute Komponente zu Fuku Suzuki gefunden. Auch sie ist sympathisch und bringt, zumindest in den Gangster-Momenten, einen Anflug von Action (Martial Arts) in den Film. Der Film bietet auch einige schöne, handgemachte Splattereffekte. Auf Dauer sieht man dem Film an, dass das Budget nicht unendlich war, da viele Taten dann fast nur noch im off screen stattfanden. Das wird vor allem im Finale deutlich, wo eine ganze Gruppe von Gangstern als Kanonenfutter präsentiert wird, aber nur ein «Mord» wird gezeigt.
Das kann ich dem Film aber verzeihen, denn jede Szene mit dem Bären liess mich lächeln und schmunzeln. Dazu kommen die sympathischen Figuren, Splattereffekte und toller, amüsanter Humor. Es gab viel zu lachen und der Film war, vielleicht wenn er hier und da auch etwas zu lang anmutete, sehenswert und kommt mit viel Herzblut daher. Das Einzige, was ich dem Film ankreiden kann, ist das Finale d.h. wie der Bär besiegt wird. Die Szene wird teilweise im Trailer gezeigt und das sah halt schon einfach irgendwie billig und künstlich aus (auch mit GCI?). Zudem sehr unspektakulär.
Fazit: Fans von Tierhorror- und japanischen Monsterfilmen können sich freuen!
Infos:
O: ヒグマ!!
Japan 2026
R: Eisuke Naitô
D: Fuku Suzuki, Wan Marui, Takashi Ukaji
Laufzeit der Kinoversion: Ca. 100 Min.
Gesehen am: Brugggore Filmfestival 2026
Fassungen: Gesehen am Brugggore Filmfestival 2026 in
Japanisch mit Untertiteln. Uncut. Eine DVD, Blu-Ray oder UHD ist noch nicht
angekündigt (Stand: April 2026).

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