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Freitag, 3. Juli 2026

Deathstalker II - Duell der Titanen

Deathstalker II - Duell der Titanen

Story:

Der Deathstalker (John Terlesky) rettet Reena die Seherin (Monique Gabrielle), die in Wahrheit eine Prinzessin ist, und verspricht ihr, ihr zu helfen. Ein böser Zauberer (John Lazar) hat ein Ebenbild (Monique Gabrielle) von ihr kreiert und will Reena töten...

Meine Meinung (Director’s Cut):

Mit Deathstalker kam ich zum ersten Mal durch das Brugggore Filmfestival in Kontakt, als dort der neue Film mit Daniel Bernhardt aufgeführt wurde. Zuvor war mir diese Film-Reihe um die alten «Deathstalker» Filme nicht bekannt. An besagten Filmfestival hatte es eine Filmbörse, wo ich mir spontan Deathstalker II - Duell der Titanen gekauft habe. Den sah ich mir nun an, da eine kurze Laufzeit und ich einen Film gesucht habe, der nicht länger als 80 Minuten laufen würde (wegen dem anstehenden Fussballspiel Spanien vs. Österreich). Deathstalker II - Duell der Titanen läuft im Director’s Cut nur 77 Minuten und passte perfekt in die kurze Lücke zwischen Abendessen und Fussball.

Deathstalker II - Duell der Titanen hat mir sehr gut gefallen. Ich habe in letzter Zeit selten einen Film gesehen, der von Anfang an so kurzweilig, lustig und einfach total unterhaltsam war. Ich ging ohne Erwartungen an den Film und der grosse Unterhaltungswert des Trash-Filmes hat es mir angetan. Dieser Director’s Cut läuft kürzer als die Kinofassung. Szenen wurden aus Straffungsgründen entfernt und das scheint dem Film nun gut zu stehen, der u.a. von Roger Corman (Frankenstein Unbound, Piranha, Carnosaur) produziert wurde. Ich fühlte mich bestens unterhalten. Das Tempo des Filmes ist von Beginn an hoch.

Im Vergleich zum ersten Teil, den ich nicht kenne, soll diese Fortsetzung viel lustiger und ironischer ausgefallen sein. Und genau dort hat mich der Film auch abgeholt: die Sprüche regen zum Schmunzeln an, die Figuren und deren Overacting haben mir gefallen, es gab einige coole Settings (hatte hier und da Die Insel der Riesendinosaurier Vibes) und Fantasy-Momente inklusive etwas nackte Haut. Auch an den zwei Hauptfiguren hatte ich Freude. John Terlesky machte seine Sache und sein Zusammenspiel mit Monique Gabrielle sehr gut. Letztere und ihre fast kindliche Art des Schauspieles war für mich fast das Highlight des Filmes. Und die Musik fand ich sehr cool. Eine Szene hat mich sogar an Lucio Fulcis Das Haus an der Friedhofsmauer erinnert und im Abspann gibt es Outtakes à la Jackie Chan Filme.

Fazit: Fantasy- und Conan-Fans zu empfehlen!

Gefolgt von: Deathstalker III

Infos:

O: Deathstalker II

USA 1987

R: Jim Wynorski

D: John Terlesky, Monique Gabrielle, John Lazar, Marcos Woinsky, María Socas, Toni Naples, Dee Booher,

Laufzeit der deutschen Blu (Director’s Cut): 77:27 Min.

Gesehen am: 02.07.26

Fassungen: Gesehen als deutsches Mediabook (DVD, Blu-Ray, Booklet) von White Pearl Classics / daredo = Nebst Kino-Cut (nur auf der DVD) befindet sich hier der Director’s Cut im Set (Blu-Ray), den ich mir auch angesehen habe. Uncut, Deutsch/Englisch (ohne Untertitel), hervorragende Bild- und Tonqualität. Die deutsche Synchronisation ist gelungen.

Montag, 29. Juni 2026

Terror Firmer

Terror Firmer

Story:

Der blinde Regisseur Larry Benjamin (Lloyd Kaufman) will mit seiner Crew (u.a. Charlotte Kaufman, Trent Haaga, Alyce LaTourelle, Reverend Jen Miller, Yaniv Sharon, Mo Fischer, Debbie Rochon, Roy David, Lyle Derek, Will Keenan) eine Fortsetzung zu The Toxic Avenger drehen. Doch ein irrer Killer stört die Dreharbeiten...

Meine Meinung:

Terror Firmer muss ich sacken und auf mich wirken lassen. Es gab einen Zeitpunkt während der Sichtung, wo ich dachte, den werde ich verkaufen und nicht mehr in der Sammlung lassen. Aber gegen Ende wird der Film nochmal verrückter und irgendwie hat der Film etwas in mir ausgelöst, so dass ich den Film vorerst noch behalten werde. Bei Terror Firmer handelt es sich um einen Troma-Film aus dem Jahr 1999 von und mit Lloyd Kaufman (Poultrygeist: Night of the Chicken Dead, The Toxic Avenger, Vampire Zombies…from Space!).

Der Film bietet viele Film-in-Film Momente (es wird eine Fortsetzung zu The Toxic Avenger gedreht) und der Auto-Crash (aus der Troma-Produktion Sgt. Kabukiman N.Y.P.D.) wurde erneut in den Plot integriert (ein Running Gag in Troma-Filmen). Daneben gibt es Cameos von Namen wie Lemmy, den South Park Schöpfern Matt Stone und Trey Parker inklusive Ron Jeremy. Alles Namen und Gesichter, die in Vergangenheit in Troma-Filmen zu sehen waren (= Cannibal! The Musical, Tromeo & Juliet, Citizen Toxie: The Toxic Avenger IV). Daneben lässt Lloyd Kaufman sogar alte Bekannte (Fleischberg Joe Fleishaker) oder die eigene Familie (Töchterchen Charlotte) im Film auflaufen.

Wo der Film für mich punktet, ist einerseits seine schier unglaubliche (perverse) Kreativität und seine vielen skurrilen Ideen und Momente. Das muss man gesehen haben, um es zu glauben. Daneben empfand ich den Ekelfaktor als positiv. Es gab wirklich mehrere Szenen, die auch in mir Ekel hervorgerufen haben (vor allem die Szene, in der alle im Auto erbrechen). Die war echt supereklig, auch weil es einfach so echt aussah. Bäh! Und wenn einem Film gelingt, solche Gefühle in dem Zuschauer zu wecken, dann macht man da schon was richtig. Das Nächste, was mir gefiel war die Tatsache, dass der Film, insbesondre aus heutiger Sichtweise, extrem politisch unkorrekt ist (sogar im Abspann geht es dementsprechend weiter, z.B. die Namen-Bezeichnungen der Figuren).

Die Effekte sind derb, blutig und gut getrickst. Und nebst Splatter gibt es sämtliche Fäkalien zu sehen, die man sich nur vorstellen kann. Der Film beinhaltet viel pubertierenden, geschmacklosen und infantilen Fäkalhumor. Die Schauspieler sind mutig und bemüht. Was ich am Film hingegen ankreiden kann, sind Längen. Mit einer Laufzeit von fast zwei Stunden war mir der Film doch zu lang und es gibt lahme Füllszenen. Es gab mir auch zu viele (total unerotische) Sexszenen. Da hätte ich lieber mehr Morde vom Killer gesehen. Und es gab mir zu viele nackte Männer in dem Film. Das ist aber Geschmackssache, auch wenn die Gender-Frage hier sowieso groteske Züge annimmt, auch wenn eigentlich im Horror-Genre nichts Neues (siehe Psycho, Das Schweigen der Lämmer, Blutgericht in Texas, The Tenant oder Monster: Die Geschichte von Ed Gein).  

Fazit: Troma-Fans können einen Blick riskieren, aber danach duschen nicht vergessen!

Infos:

O: Terror Firmer

USA 1999

R: Lloyd Kaufman

D: Charlotte Kaufman, Lloyd Kaufman, Joe Fleishaker, Trent Haaga, Alyce LaTourelle, Reverend Jen Miller, Yaniv Sharon, Mo Fischer, Debbie Rochon, Roy David, Lyle Derek, Will Keenan, Matt Stone, Trey Parker, Lemmy, Ron Jeremy

Laufzeit der US-DVD: 114:14 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: 29.06.26

Fassungen: Mir lag die Doppel-DVD aus den USA von Troma vor = bis auf fehlende Englische Subs eine anständige Fassung = qualitativ i.O., Uncut, O-Ton, viele Extras. Den Film gibt es in Deutschland von '84 Entertainment auf Blu-Ray (Deutsch/Englisch, keine Subs, Uncut).

Freitag, 12. Juni 2026

Pact with the Forces of Darkness

 

Pact with the Forces of Darkness

Story:

Kartika (Suzzanna), ihr Ehemann und ihre Kinder werden erschossen. Kartika kehrt als Geist zurück, um sich an den Tätern und dem Auftraggeber zu rächen…

Meine Meinung:

Auf Pact with the Forces of Darkness freute ich mich. Bei diesem Film von Sisworo Gautama Putra (Santet, Sangkuriang, Revenge of Samson) und Suzzanna (Sundelbolong, Birth in the Grave, White Crocodile Queen) handelt es sich um einen Freddy Krüger Variante. Es werden viele Momente aus A Nightmare on Elm Street 4: The Dream Master und A Nightmare on Elm Street 5:The Dream Child kopiert. Zum Teil fast 1:1, zum Teil etwas verändert. Leider empfand ich Pact with the Forces of Darkness als mittelmässig. Abgesehen von vier Make-Up- und Bluteffekten fand ich den Film doch eher enttäuschend.

Gut ist, dass Pact with the Forces of Darkness nicht langweilig ist. Es ist eigentlich fast immer etwas los und der Film hat eine angenehme Laufzeit von nur 85 Minuten. Zudem gibt es einige unterschwellig sexistische Momente, welche mich für das Herstellungsland überrascht haben. Erinnerte mich an Filme aus Indien, die teilweise ähnlich inszeniert sind. Pact with the Forces of Darkness ist kaum echter Horror oder Grusel (sieht der Zuschauer von Suzzannas Frisur ab), sondern schon fast mehr Trash-Parodie mit viel Klamauk und Overacting. Und genau das hat mir nicht gefallen. Suzzannas Schauspiel lud fast zum Fremdschämen ein.

Die Musik gefiel mir auch nicht und einige Aspekte wie Martial Arts Einlagen passten nicht zum Rest des Settings. Aber auch hier erinnerte der Film an Produktionen aus Indien (Mix aus Grusel, Action, Musical, Komödie). Die Figuren in Pact with the Forces of Darkness waren praktisch alle Karikaturen und total überzeichnet. Suzzanna wurde im Finale in einigen Kampfszenen mit Sicherheit gedoubelt. Am Ende sind es der Glaube und Allah, die für Rettung sorgen. Suzzanna spielte übrigens bereits zuvor in einem A Nightmare on Elm Street Verschnitt mit. Nämlich in Satan's Bed aus dem Jahr 1986. In diesem wurde Wes Cravens Original kopiert. Der steht noch auf meiner Wunschliste und da hoffe ich im Vergleich, einen besseren Film vorgesetzt zu bekommen.

Fazit: Geschmackssache. Mich konnte der Film mit Ausnahme einiger Effekte nicht wirklich begeistern…

Infos:

O: Perjanjian di Malam Keramat

Indonesien 1991

R: Sisworo Gautama Putra

D: Suzzanna, Elly Ermawati, Clift Sangra, Tino Karno, Yenny Farida, Soendjoto Adibroto

Laufzeit der US-Blu: 85:25 Min.

Gesehen am: 12.06.26

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von Severin Films (Suzzanna: Empress of Darkness) = Restauriertet, hervorragende Bild- und Tonqualität, O-Ton mit englischen Subs, wahrscheinlich Uncut (wobei mir eine Szene auffällig geschnitten vorkam). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Juni 2026).

Samstag, 25. April 2026

Fuck My Son!

Brugggore Filmfestival 2026 Spezial

Fuck My Son!

Story:

Eine Frau (Robert Longstreet) entführt eine Mutter (Tipper Newton) und deren Tochter (Kynzie Colmery) und zwingt die Mutter, ihren schwer behinderten, deformierten Sohn (Steve Little) zu entjungfern…

Meine Meinung:

Auf Fuck My Son! war ich sehr gespannt. Warum? Im Trailer sah ich Ekelszenen und handgemachte Effekte, zudem hörte sich der Inhalt sehr provokant, makaber und schwarzhumorig an. Durchaus sehr gewagte Themen, die Fuck My Son! da angeht. Dass es sich sogar um eine Comic-Verfilmung handelt, war mir nicht bewusst. Für ein Filmfestival ist ein solches Werk natürlich ein gefundenes Fressen. Aber selbst hier hatte es Zuschauer, die die Vorstellung verlassen haben (aber nur sehr wenige). Der Geschmack des Filmes ist schlecht. Peter Jacksons Filmtitel «Bad Taste» kommt mir da als Vergleich in den Sinn.

Der Film ist eine groteske Ekel-Horror-Komödie, die bewusst provozieren will. Da ich die Comics nicht kenne, kann ich nicht vergleichen. Im Abspann gibt es noch einige Bilder aus dem Comic zu sehen. Diese Vergleiche scheinen gut gelungen zu sein. Ansonsten erinnert der Film auch etwas ans Backwood-Kino, was nicht überrascht, da sich Regisseur Todd Rohal auch von Blutgericht in Texas inspirieren liess. Der Retro-Stil gefiel. Die anderen Einschübe (der Anfang des Filmes) und die digitalen Zwischensequenzen (mit den Fleischfiguren, dem «Himmel» oder schräge Musik- und Nackteinlagen) waren teilweise schräg und, so wie ich jetzt gelesen habe, auch AI zu verdanken. Die wirkten teilweise schon auch unpassend, fand ich.

Die Darsteller haben ihre Sache alle ordentlich gemacht. Mutige Rollen, denn der Inhalt wird nicht allen schmecken. Ich kenne niemanden aus der Produktion. Auf jeden Fall war der Film eine tolle Wahl für eine Art «Midnight Screening» am Brugggore Filmfestival. Das Kino war zwar nicht voll, aber das war die bisher beste Stimmung welche ich am diesjährigen Filmfest erlebt habe. Das Publikum hat viel gelacht. Die Ekelszenen waren hübsch innovativ und wenn man meint, schon das höchste Level erreicht zu haben, kommt was Neues dazu. Für die handgemachten Effekte und das eklige Aussehen des Jungen zeichnete sich Robert Kurtzman (Wishmaster, Nightwish, Vampire) zuständig. Etwas schade ist, dass im Finale auch noch digitale Effekte zum Einsatz kommen (bei den Shoot-Outs). Das kann aber auch als Stilmittel so gewollt gewesen sein. Der digitale Vorspann (Fleisch und Würste) fand ich gewöhnungsbedürftig und schräg war, dass die Entführte, trotz der Tatsache, dass sie den Sohn «entjungfern musste», nie nackt zu sehen war (typisch Amerikaner, trotz dem derben Inhalt gleichzeitig prüde).

Fazit: Mutig, eklig, lustig und abgefahren! Der perfekte Festival-Film!

Infos:

O: Fuck My Son!

USA 2025

R: Todd Rohal

D: Tipper Newton, Steve Little, Robert Longstreet, Kynzie Colmery, George Sample III

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 94 Min.

Gesehen am: Brugggore Filmfestival 2026

Fassungen: Gesehen am Brugggore Filmfestival 2026 in Englisch. Uncut. Eine DVD, Blu-Ray oder UHD ist noch nicht angekündigt (Stand: April 2026).

Mittwoch, 4. März 2026

Death Dimension

 

Death Dimension

Story:

Terrorist The Pig (Harold Sakata) will mit einer Bombe, die Gegner einfriert, die Welt erobern. Detektiv J. Ash (Jim Kelly) nimmt den Kampf gegen The Pig und seine Männer (u.a. Bob Minor) auf…

Meine Meinung:

Death Dimension ist eine weitere Zusammenarbeit zwischen Schund-Regisseur Al Adamson (The Female Bunch, Horror of the Blood Monsters, Blood of Ghastly Horror, Dracula's Castle) sowie Enter the Dragon Star Jim Kelly. Im direkten Vergleich fand ich Black Samurai unterhaltsamer. Der war mehr drüber, hatte mehr Action und war auch härter/blutiger. Und auch der Trash-Faktor war höher. Death Dimension geht inhaltlich ähnliche Wege. Es handelt sich um einen Mix aus James Bond Klon und Karate-Film. Ein Terrorist mit Superwaffe muss aufgehalten werden.

So darf hier auch James Bond Star George Lazenby ran (Nebenrolle). Jim Kelly macht seine Sache, wie erwartet, ordentlich. Er darf sich durch diverse Gangster-Gruppen prügeln und macht dabei eine gute Figur. Ein Vorteil, wenn man der Kampfkunst auch im echten Leben mächtig ist. Wo ich hingegen sehr enttäuscht war, war der Hauptbösewicht. Dieser wird von Harold Sakata gespielt. Und er passte absolut nicht in diese Rolle. Unglückliche Besetzung. Ihn konnte ich als Schurken nicht ernst nehmen. Ggf. wurde er aus kommerziellen Gründen gecastet, da auch im James Bond Film Goldfinger zu sehen.

Besser machte es Bob Minor als Sakatas rechte Hand und Mann fürs Grobe. Sein muskulöser Körper und seine Präsenz waren perfekt für die Killer-Rolle. Da freute ich mich schon während dem Film auf den Finalkampf zwischen Bob Minor, der seine Opfer mit einem Ring tötet (Kehle aufschlitzt), und unserem Helden und Star Jim Kelly. Der Kampf war solide, hätte aber gerne länger, dramatischer und härter ausfallen dürfen. Ich mochte es auch nicht, wie Bob Minor besiegt wurde. Das erinnerte mich an das Ende von Michael Woods in In the Line of Duty 4 im Finalkampf gegen Donnie Yen.

Fazit: Für Jim Kelly Fans zu empfehlen. Erreicht aber nicht die Qualität und den Unterhaltungswert von Black Samurai

Infos:

O: Death Dimension

USA 1978

R: Al Adamson

D: Jim Kelly, Harold Sakata, George Lazenby, Bob Minor, Aldo Ray

Laufzeit der US-Blu: Ca. 88 Min.

Gesehen am:  03.03.26

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von Severin Films = Al Adamson: The Masterpiece Collection = O-Ton Englisch mit englischen Subs, Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität. In Deutschland Uncut von diversen Anbietern mit unterschiedlichen Titeln (Death Dimension oder Der Einzelkämpfer) auf Blu-Ray zu haben.

Freitag, 20. Februar 2026

Black Samurai

 

Black Samurai

Story:

Geheimagent Robert Sands (Kim Kelly) neuster Fall wird persönlich, als der irre Warlock (Bill Boy) und seine Organisation (u.a. Roberto Contreras, Marilyn Joi) Sands Freundin (Chia Essie Lin) entführen…

Meine Meinung:

Ich war (abends) müde (nach Nachtschicht mit wenig Schlaf und am Nachmittag am Putzen, am Waschen, am Einkaufen) und brauchte anspruchslose Unterhaltung. Zudem ein Film, bei dem ich keine Untertitel lesen «musste». Also suchte ich mir einen Film aus Severin Films Al Adamson: The Masterpiece Collection aus und wählte Black Samurai. Ein Mix aus Blaxploitation, James Bond Klon und Kung Fu Streifen. Ich wusste, dass HK-Star Lam Ching-Ying (Mr. Vampire) in einem der Filme von Al Adamson mitwirkten würde, so war ich gespannt darauf zu sehen, ob es Black Samurai sein sollte.

Und war Lam Ching-Ying in Black Samurai zu sehen? Negativ! Dafür Shaw Brothers Star Chia Essie Lin (Return of the One-Armed Swordsman, A Taste of Cold Steel) in einer Nebenrolle als entführte Freundin des Helden. Zudem wurde der Film am Anfang auch in Hong Kong gefilmt. Und hat sich Black Samurai abgesehen von einem fehlenden Lam Ching-Ying gelohnt? Ja, definitiv. In meinen Augen bisher der einzige wirklich gute Film von Al Adamson und das noch vor dem soliden Nurse Sherri.

Star der Stunde ist natürlich Jim Kelly, der auch die Kampfszenen choreographiert hat. Er wurde vor allem durch seine Präsenz in dem Film Der Mann mit der Todeskralle (Bruce Lee) zum Star und dessen Erfolg verhalf ihm, zu einer Karriere in den 70ern. Er sollte später in einem weiteren Al Adamson Film mitwirken (in Death Dimension) und schafft sogar den Sprung nach Hong Kong in den Lee Tso-Nam Film The Tattoo Connection und durfte dort nebst Stars wie Chan Sing, Dorian Tan Tao-Liang, Chiang Tao, Bolo Yeung und Lee Hoi-Sang ran (den Film muss ich mir noch holen!).

Trotz seines geringen Budgets macht Black Samurai Spass und unterhält kurzweilig. Der Film, der ein voller Erfolg wurde (lief gut an den Kinokassen), ist ein trashiger und vergnüglicher James Bond Klon. Jim Kelly macht seine Sache mehr als ordentlich. Die Kampfszenen sind solide. Der Film ist blutig. Der Trash-Faktor ist hoch (der Sektenführer, der Geier-Angriff auf Jim Kelly) und auch die Bösewichte gefallen durch ihr Overacting und ihr Aussehen und ihre Gimmicks. Teilweise fühlte ich mich fast an Filme wie 13 Steps of Maki oder Sister Street Fighter erinnert, in denen die Bösewichte ähnlich überzeichnet agieren.

Einige Szenen wirkten aufwändiger, als erwartet (die Szenen mit dem Raketenrucksack). Es gibt auch einen Auto-Crash, mehrere Explosionen, billige blutige Shoot-Outs (aber immerhin blutige Shoot-Outs), genug Kampfszenen, um unterhalten zu werden sowie schmuddelige und sleazige (Nackt)Szenen. In denen macht vor allem Marilyn Joi, die nebst Nurse Sherri auch in anderen Al Adamson Filmen mitwirkte, eine gute Figur. Eine ihre bekanntesten Rollen dürfte als rechte Hand von Dyanne Thorne in Ilsa, Harem Keeper of the Oil Sheiks sein. Besonders die «Urwald-Kämpfer», der Cowboy-Hut tragende und an Leinen schwingende Bösewicht (hat fast eine Stimme wie Eric Tsang) oder der Zwerg im Finale trugen viel zum Trash-Faktor bei. Und echte Schlangen gibt es auch noch zu sehen inklusive einigen Hommagen und Bruce Lee Imitationen seitens Jim Kelly.

Fazit: Endlich hat sich der Kauf der Al Adamson: The Masterpiece Collection gelohnt!

Infos:

O: Black Samurai

USA 1976

R: Al Adamson

D: Kim Kelly, Bill Boy, Roberto Contreras, Marilyn Joi, Chia Essie Lin

Laufzeit der US-Blu: Ca. 84 Min.

Gesehen am: 19.02.26

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray (Al Adamson: The Masterpiece Collection) = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Feb. 2026).

Montag, 9. Februar 2026

Kung Fu Art: Horse, Monkey & Tiger

Kung Fu Art: Horse, Monkey & Tiger

Story:

Chan (Chan Sing) verübt ein Attentat und schiebt es Carter (Carter Wong) in die Schuhe. Letzterer kann entkommen. Dabei wird die Prinzessin vergiftet und später von einem Affen (!!!) gerettet. Die Folge: die Prinzessin muss den Affen heiraten, um danach das Land ins Exil verlassen zu müssen. Zehn Jahre später: Carter ist zurück und trifft auf die Prinzessin und den Affen. Carter plant, sich an Chan zu rächen und seinen Namen rein zu waschen…

Meine Meinung:

Aka The Monkey Love. Aka Kung Fu Arts: Horse, Monkey, and Tiger. Aka Kung Fu Arts. Auf diesen Ende der 70er Jahre Eastern aus Taiwan freute ich mich. Der Titel hörte sich interessant an, das Artwork wirkte auf mich vielversprechend und wenn Namen wie Carter Wong (The Legendary Strike, Killer of Snake, Fox of Shaolin, The Mysterious Heroes) oder Chan Sing (Black List, Jumping Ash, Die Depesche des Todes) dabei sind, kann ein Film praktisch nicht schlecht sein. Regie führte King Wenig (Elephant Wife, Art of War by Sun Tzu, The Snake Girl Drops In).

Leider, und da war ich selbst überrascht, kommt Kung Fu Art: Horse, Monkey & Tiger, für dessen Kampf-Choreographie auch Carter Wong verantwortlich war, nicht in meine Filmsammlung. Ich empfand den Film als zu mittelmässig und es gibt für meinen Geschmack zu viele negative Punkte, die dazu führen, dass kein Interesse besteht, den Film (in Zukunft) wieder anzusehen. Der Hauptgrund ist, dass der Film lahm und langweilig war. Es gibt viel zu wenig Kampfszenen und ich würde sogar behaupten, dass es nicht eine wirklich gute Kampfszene gibt. Und als Kung Fu Fan schaue ich mir diese Filme vor allem wegen Kampfszenen an.

Weiter negativ, nebst der Tatsache, dass es Längen und kaum Kung Fu Kämpfe gab, war u.a. die billige Standard-Musik des Filmes. Diese passt zum Klamauk, erfreute mich aber nicht. Ich denke, hätte ich eine Englisch Dub Fassung gesehen, wäre das Sehvergnügen noch unbefriedigender gewesen. Zwei weitere Punkte, welche mich am Film sehr störten, waren die Affen und der Junge. Das ist einmal eine schlimme Kombination: ich mag Affen mit Ausnahme von Horrorfilmen (Link - Der Butler oder Primate) oder in japanischen Filmen (King Kong Vs. Godzilla oder King Kong Escapes) nicht und mich nerven nervende Kinder in Filmen. Und beides kommt im Film vor.

Fazit: Wenig interessanter Eastern aus Taiwan!

Infos:

O: Hou Fu Ma

Taiwan 1978

R: Hui Keung

D: Carter Wong, Chan Sing, Chi Kuang-Lung, Huang Huiling, Chin Chi-Min, Yu Heng

Laufzeit der HK-VHS: Ca. 92 Min.

Gesehen am: 09.02.26

Fassungen: Mir lag das HK-VHS von Wild West Video (Ocean Shores vor) = Vorspann in Widescreen um danach in Vollbild zu wechseln (am Anfang in einer Kampfszene störend), gute Bild- und Tonqualität, O-Ton Mandarin ohne Subs. Es gibt in den USA eine Englisch Dubbed DVD. Der Dub soll eine sehr schlechte Qualität haben. O-Ton mit englischen Subs Fassungen sind mir nicht bekannt. Es gibt keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray (Stand: Feb. 2026).

Donnerstag, 5. Februar 2026

Lion Man

Lion Man

Story:

Ein König wird ermordet. Dessen Sohn Süleyman (Cüneyt Arkin) wird im Wald versteckt und wächst zusammen mit Löwen auf. Als Erwachsener schwört Süleyman an den Mördern seines Vaters, die nun die Welt regieren, Rache…

Meine Meinung:

Lion Man bekam ich geschenkt. Es handelt sich um einen Mitte der 70er Jahre Film aus der Türkei mit dem fleissigen Cüneyt Arkin in der Hauptrolle. Da ich Turkish Star Wars mit Cüneyt Arkin unglaublich toll fand, freute ich mich auf die Sichtung von Lion Man, auch wenn ich nie das Ausmass an Fantasy und Verrücktheit aus Turkish Star Wars erwartet habe. Dass die Fassung jedoch nur in Englisch vorlag, hat meine Vorfreude etwas getrübt. Die Vertonung der Fassung tat ihr übriges dazu (mehr unter Fassungen).

Aber auch abgesehen von diesen zwei Details empfand ich den Streifen, der an Ital. Sandalenfilme und Tarzan erinnert, als leicht enttäuschend. Zwar gibt es ab einem gewissen Zeitpunkt viel Action in Form von Kämpfen, aber diese sind relativ repetitiv, lahm, unspektakulär und harmlos ausgefallen. Richtige Effekte gibt es eigentlich fast nur im Finale zu sehen (Tötungsszene des Hauptbösewichtes). Ansonsten gibt es hier und da etwas rote Farbe als Blut zu sehen, aber nichts, was vom Hocker haut. Cüneyt Arkin hat seine Sache aber gut gemacht und seine Krallen erinnerten ans Kung Fu-Genre. Ich denke, davon wurde der Film z.T. sichtlich auch beeinflusst.

Das Interesse während dem Schauen wurde kleiner und kleiner und wirkliche Freude kam selten auf. Dennoch ging die Zeit vorbei. Ich denke, in Türkisch oder sogar Deutsch wäre der Film möglicherweise besser gekommen. Oder wenn andere Musik benutzt worden wäre. Die Musk war nämlich leider praktisch das Schlechteste am ganzen Film: diese empfand ich als total unpassend, billig und sehr nervend. Und leider auch sehr repetitiv. Und wenn die Musik den Zuschauer schon vergrault, dann kann der Inhalt noch so gut sein (und das war der halt auch nicht). Und leider sind die anderen Charaktere relativ öde, so dass dem «Lion Man» auch ein ebenbürtiger Gegner fehlt.

Fazit: Geschmackssache. Fans von Cüneyt Arkin können einen Blick riskieren, ich hingegen bleibe in Zukunft bei Turkish Star Wars!

Infos:

O: Kilic aslan

Türkei 1975

R: Natuk Baytan

D: Cüneyt Arkin, Bahar Erdeniz, Yildirim Gencer, Cemil Sahbaz, Reha Yurdakul

Laufzeit der Fan Edition: 85:35 Min.

Gesehen am: 04.02.26

Fassungen: Gesehen via Turkish Fan Project = sehr gute Bild- aber leider sehr schlechte Tonabmischung = Dialoge sehr leise, Geräusche und Musik gleichzeitig viel zu laut, leider nur in Englisch (der käme in Türkisch oder Deutsch sicher besser). Gibt es in Deutschland sogar von MT Films / Cargo Records auf DVD (Deutsch/Englisch). Im Ausland (USA, UK) gibt es auch Blu-Ray Fassungen. Diese sollen aber zensiert sein und der türkische O-Ton fehlt. Laut AI sollen bei den Blu-Ray Prints 17 Sekunden an Kämpfen fehlen, da ein 35mm Print benutzt wurde, wo diese 17 Sek. fehlen. Angeblich soll der Film früher 109 Minuten gelaufen sein. Solche Fassungen finde ich jedoch nicht. Die gängigen Fassungen laufen ca. 85 Minuten. Gut möglich, dass nur Handlung fehlt.

Mittwoch, 31. Dezember 2025

36 Super Kids Review

36 Super Kids

Story:

Zwei Erwachsene (Stanley Hsiang Yun-Peng und Sonny Yue) sind im Shaolin Temple für 36 Kinder zuständig und trainieren diese in der Kunst des Kung Fu. Der Shaolin Temple ist einigen Bösewichten (Chu Ben-Ke, Choi Sui-Tak, Ma Chang) ein Dorn im Auge. Am Ende versuchen die Bösewichte, den Tempel einzunehmen. Doch die Kinder und ihre Meister sagen den Bösewichten den Kampf an…

Meine Meinung:

36 Super Kids wurde zu Ehren von Sonny Yue gesehen. Laut Kung Fu Film und Eastern Experte Toby Russell ist Sonny Yue am 30.12 verstorben. Sonny Yue hat zwar nur in vier Filmen mitgewirkt, davon waren aber mind. zwei echte Kracher und absolute Must See Titel (= The Shanghai 13 und Raiders of the Shaolin Temple). Duel of the Masters war schwächer, trotz wunderschönem Artwork der japanischen VHS. Da ich diese drei Filme mit Sonny Yue schon auf meinem Blog besprochen habe, kam es heute zur Erstsichtung von 36 Super Kids.

Es handelt sich um eine First Films Produktion (Ma Su Chen, The Dumb Ox, Shaolin Death Squads). Für einen Film mit Kindern ist der sehr erträglich und kaum nervend. Regie führte Sun Jung-Fa, der (laut Datenbanken) nur ganz wenige Filme realisiert hat. Warum der Film, trotz Klamauk und Kindern erträglicher ist als in anderen Filmen dieser Art? Wegen den Shaolin Kloster Setting. Die Kinder, dessen Namen mir nicht bekannt sind, sind wahrscheinlich echte Shaolin Schüler. Das sieht man ihren akrobatischen Künsten an. Daher gab es trotz Klamauk genug Spektakel zu sehen, was den Film aufgewertet hat.

Der Plot hingegen ist dünn. Zu 70-80% geht es um das Training der Kinder in Shaolin Tempel. Die lustigen Szenen kennt der Fan aus anderen Filmen dieser Art und beinhaltet auch ein Mädchen oder der Verzehr von Fleisch (erinnert etwas an The Shaolin Temple, wenn Jet Li Hundefleisch verzehrt). Der Rest des Plots besteht darin, dass Bösewichte, die aus einem Comic entsprungen sein könnten (Kleidung, Waffen, Overacting), den Shaolin Tempel einnehmen und/oder zerstören wollen. Da kann ich, da keine englischen Untertitel, nur mutmassen. Und die Kinder und zwei Erwachsenen sagen diesen am Ende den Kampf an.

Die zwei Erwachsenen Kämpfer werden von Stanley Hsiang Yun-Peng und Sonny Yue gespielt. Stanley Hsiang Yun-Peng (Calamity of Snakes, Haunted House Elf, The Challenge of the Lady Ninja) scheint der offizielle Meister zu sein. Er liefert sich im Finale einige tolle Kämpfe gegen die Bösewichte. Sonny Yue, der nur im Finale spricht, ist mehr «das Mädchen für alles». So hat er auch keine Glatze wie die Shaolin Schüler oder Meister, sondern zeigt seine Haarpracht und ist auch Mal in der Küche beim Zubereiten von Speisen zu sehen. Zwischendurch trainiert er die Kids aber auch und er scheint der strengere Meister zu sein. Im Finale ist es dann er, der zusammen mit den Kindern die Bösewichte besiegt. Er trägt fast die gleiche Kleidung wie in Raiders of the Shaolin Temple. Nebst Humor gibt es doch auch einige überraschende Härten (schade, dass das Mädchen z.B. stirbt) im Film zu sehen und im Finale wird der Trash-Sektor erhöht, wenn der Bösewicht in einer gigantischen Dreidel angreift.

Fazit: Solide. Kung Fu Fans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Shao Lin san shi liu ban deng

Taiwan 1982/1983 (je nach Quelle)

R: Sun Jung-Fa

D: Stanley Hsiang Yun-Peng, Sonny Yue, Chu Ben-Ke, Choi Sui-Tak, Ma Chang

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 95:02 Min.

Gesehen am: 31.12.25

Fassungen: Gesehen als Vollbild-VHS aus Südkorea von Sam Hwa = Sah Uncut aus, O-Ton Mandarin mit koreanischen Subs. Andere Fassungen (VHS aus der Türkei oder die US-DVD) sind auch nur in Vollbild. Letztere nur Englisch Dubbed. O-Ton mit englischen Subs Fassungen sind mir nicht bekannt. Es gibt keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray (Stand: Dez. 2025). Es gibt noch eine jap. VHS. Da wäre es spannend zu wissen, ob diese in Mandarin und Widescreen wäre.

Sonntag, 28. Dezember 2025

Vendetta Review

Vendetta

Story:

Stunt-Frau Laurie Collins (Karen Chase) begeht Straftaten, damit sie ins Gefängnis kommt. Dort will sie den Tod ihrer jungen Schwester (Michelle Newkirk) rächen, die einer Frauengang (u.a. Sandy Martin) zum Opfer fiel…

Meine Meinung:

Vendetta sah ich mir nur an, da ich den Film auf einer Double Feature Disc hatte. Ansonsten wäre es kein Film gewesen, der auf meiner Wunschliste gestanden wäre. Die Disc kaufte ich aufgrund Naked Vengeance. Nun sah ich mir Vendetta an. Ich erwartete nicht viel und fand den Film leicht besser als erwartet. Kein Kracher, aber doch schwer unterhaltsam und kurzweilig.

Mit einer Laufzeit von nur knapp etwas mehr als 80 Minuten und einem simplen Rache-Plot fiel es Vendetta leicht, anspruchslos zu unterhalten. Es gibt Rape & Revenge Motive im Film wie auch WIP-Inhalte. Hier und da war der Film sogar leicht sleaziger, als erwartet. Der Plot ist 08/15 und kann nicht ernst genommen werden. Das Overacting und die Darstellung der Figuren laden zum Fremdschämen ein. Die Frauengang könnte direkt aus einem Troma-Film stammen.

Die 80er Jahre Friseuren sind furchtbar, wie auch das Auftreten der meisten Figuren im Film. Als Anführerin der Frauengang wurde ein Mannsweib gecastet. Sandy Martin kann als robuste Anführerin im Knast, die alle terrorisiert, eigentlich nicht ernstgenommen werden. Aber genau dieser Trash-Faktor macht den Film am Ende auch so zugänglich und unterhaltsam. Auf eine Art sympathisch. Karen Chase spielt die Heldin. Eine Stunt-Frau. Somit werden ihre Kampfkünste erklärt.

Im Knast beginnt sie einen Rachefeldzug, nachdem sie herausgefunden hat, was mit ihrer jüngeren Schwester passierte und wer dafür verantwortlich ist. Der Film ist nicht wirklich blutig. Die Rache-Szenen beschränken sich meist auf Prügeleien. Daraus resultiert der Tod der Gegnerinnen. Im Finale gibt es dann sogar noch eine Massenszene (sehr trashig, vor allem die zuvor gezeigte Musikeinlage im Knast) inklusive eines saftigen blutigen Shoot-Out. Karen Chase macht in den Actionszenen eine gute Figur (aber sie hat die wohl schlimmste Frisur von allen). 

Fazit: Als gratis Trash-Bonusfilm okay!

Infos:

O: Vendetta

USA 1986

R: Bruce Logan

D: Karen Chase, Michelle Newkirk, Sandy Martin, Kin Shriner, Roberta Collins

Laufzeit der US-Blu: 89:47 Min.

Gesehen am: 28.12.25

Fassungen: Gesehen als Double Feature US-Blu-Ray von Shout Factory (der zweite Film im Set ist der sehenswerte Naked Vengeance) = Uncut, Englischer O-Ton, englische Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität. In Deutschland nur als VHS unter dem Titel Frauengefängnis USA zu haben.

Montag, 22. Dezember 2025

Mark of the Devil Part II Review

Mark of the Devil Part II

Story:

Hexenjäger Natas (Reggie Nalder) und sein Vorgesetzter Balthasar von Ross (Anton Diffring) haben es auf die Gräfin Elisabeth von Salmenau (Erika Blanc) abgesehen, nachdem ihr Ehemann eine Hexen-Folterung störte und dabei zu Tode kam…

Meine Meinung:

Als das deutsche Label Turbine Medien Hexen - Geschändet und zu Tode gequält angekündigt haben, war ich vor Freude aus dem Häuschen. Den Film gab es jahrelang nur in einer wenig ansehbaren Fassungen. Die holländische DVD z.B. war qualitativ ziemlich übel. Umso mehr freute ich mich auf eine fette Edition. Und den Film restauriert und in voller Pracht (mit Originalton und Originalbildformat) sehen zu können, sollte sich perfekt für eine Neusichtung anbieten.

Umso enttäuschter war ich nach der Sichtung des Filmes. Qualitativ gibt es an Vö nichts auszusetzen. Nach dem grossen Erfolg von Mark of the Devil wollten die Filmemacher scheinbar mit dem gleichen Konzept nochmals Geld machen. Doch leider erreicht Mark of the Devil Part II nicht die Qualität des Vorgängers. Alles ist eine Nummer kleiner ausgefallen. Einen tollen Soundtrack wie im ersten Film sucht man vergebens und auch bekannte Namen wie Udo Kier und Co. konnten nicht mehr gecastet werden.

Aus dem Vorgänger kehren nur Reggie Nalder und Johannes Buzalski zurück. Der Film wirkt weniger aufwändig, billiger und zum Teil leider auch unfreiwillig komisch und sogar trashig. Die 2-3 humorvollen Szenen wollen nicht Rest zum Rest des Filmes passen. Einen ähnlichen Plot wie im Vorgänger zu zeigen, war keine gute Idee. Der Film hat nicht gefesselt, zumal der Film auch deutlich harmloser ausgefallen ist als das Erstlingswerk. Die heutige FSK16 Freigabe überrascht mich daher kaum. Der Folter-, Nacktheits- und Blutgehalt ist zurückgefahren worden.

Erika Blanc (Kill Baby Kill, So Sweet… So Perverse, A Dragonfly for Each Corpse) als «Hexe» ist solide. Ebenso Anton Diffring (Love Letters of a Portuguese Nun, Faceless, Seven Deaths in the Cat’s Eyes). Regisseur Adrian Hoven ist, wie bereits im ersten Film, in einer kurzen Rolle zu sehen (diesmal nicht als Folteropfer). Andere Figuren sind mehr Karikaturen (der vergewaltigende Folterknecht und Fettsack Joachim Hackethal) und am schlimmsten am Film war das absolut nervende Kind. Das hat viele Punkte gekostet.

Fazit: Kommt nicht an Mark of the Devil heran!

Infos:

O: Hexen - Geschändet und zu Tode gequält

Deutschland 1973

R: Adrian Hoven

D: Reggie Nalder, Erika Blanc, Anton Diffring, Astrid Kilian, Dietrich Kerky, Joachim Hackethal, Johannes Buzalski

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 90:15 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: 16.12.25

Fassungen: Die holländische DVD habe ich entsorgt/verkauft, nachdem Turbine ihre deutsche Blu/UHD Fassung angekündigt haben. Das Set kommt im Mediabook mit Booklet daher. Der Film ist Uncut und neu ab 16 Jahren freigegeben. Der deutsche O-Ton ist an Bord und die Bild- und Tonqualität sind hervorragend. Es gibt drei Discs: den Film als Blu-Ray, den Film als UHD und eine Bonus-Blu-Ray mit Extras.

Sonntag, 14. Dezember 2025

47 Meters Down: Uncaged Review

47 Meters Down: Uncaged

Story:

Vier Mädels (u.a. Sistine Rose Stallone) kämpfen in einer Unterwasser-Höhle um ihr Leben, als sie es mit einem Hai zu tun bekommen…

Meine Meinung:

Der Regisseur von The Strangers: Prey at Night, der schon den Erstling 47 Meters Down realisierte, den ich 2017 in Berlin am FFF sah, inszenierte auch gleich die zwei Jahre später entstandene Fortsetzung. Ich sah den Vorgänger, wie ich bereits erwähnte, nur am FFF in Deutschland und kann mich kaum an den Film erinnern. Ich würde aber sagen, dass die Fortsetzung besser geworden ist. Allgemein war der Film besser als ich es erwartet habe. Klar, viele Dinge sind Zufälle, unglaubwürdig und die Handlungen der Figuren nicht nachvollziehbar, aber ich wurde doch bestens unterhalten.

Das ist schon fast Trash-Kino erster Güte. Sogar eine Szene à la Deep Blue Sea gibt es hier zu sehen (vorhersehbar). Andere Zuschauer vergleichen den Film mit einem Slasher (mit Haien statt einem meuchelnden, Masken tragenden Killer) oder mit dem grossartigen The Descent. Nur mit Haien statt Monstern. Der Film sieht unglaublich gut aus, ist schön gefilmt und wartet mit schicken Slow-Mo-Aufnahmen auf. Die Haie sind in einigen Szenen nicht sonderlich toll animiert. Wenn jedoch nur Close-Ups zu sehen sind, sehen die Dinger hier und da schon toll unheimlich aus.

Dem Film gelingt es, zu fesseln und eine gewisse Spannung aufzubauen. Das Setting, die Unterwasserhöhle, gibt mehr her, als zunächst erwartet. Gegen Ende übertreibt es der Film dann etwas und hetzt fast von einem Finale zum nächsten. Die letzten 15 Minuten oder so sind herrlich trashige Übertreibung. Muss man fast gesehen haben, um es zu glauben. Der Cast war passend zum Film. Keine bekannten Namen dabei und nichts, was aus der Masse herausragt (halt alles mehr oder weniger gut aussehende Frauen in knappen Bikinis). Darunter ist auch eine Tochter von Actionlegende Silvester Stallone.

Fazit: Wer Tierhorrorfilme mit Haifischen mag, dürfte mit 47 Meters Down: Uncaged seinen Spass haben!

Infos:

O: 47 Meters Down: Uncaged

Grossbritannien 2019

R: Johannes Roberts

D: Nia Long, John Corbett, Sophie Nélisse, Brec Bassinger, Sistine Rose Stallone

Laufzeit der US-DVD: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 15.11.25

Fassungen: Ich bekam vom Kumpel die US-DVD von Lions Gate geschenkt (es war eine DVD/Blu-Ray Combo-Fassung) sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs, Uncut. Gibt es in Deutschland auf DVD und Blu-Ray.

Montag, 8. Dezember 2025

The Toxic Avenger Review

The Toxic Avenger

Story:

Winston (Peter Dinklage) braucht ein Medikament, ansonsten wird er sterben. Er arbeitet als Hausmeister für eine Firma, die Medikamente herstellt. Doch dessen CEO (Kevin Bacon) lehnt ab und demütigt Winston. Winston, der in armen Verhältnissen lebt, bricht nachts auf der Suche nach dem Medikament ein und wird vom Sicherheitsdienst erschossen. Die Leiche wird in Chemikalien entsorgt. Doch diese sorgen dafür, dass Winston als entstellter Freak mit übermenschlichen Kräften (Luisa Guerreiro) zurückkehrt um an den Bösewichten (u.a. Elijah Wood) Rache zu üben…

Meine Meinung:

The Toxic Avenger, angeblich seit Jahren abgedreht aber keinen Verleih gefunden, ist das Remake des Troma-Klassikers mit gleichnamigem Titel. Geben einige Quellen an, dass dafür der Gewaltgrad schuld sei, dann muss ich sagen, dass das nur Marketing-Gequatsche ist. The Toxic Avenger lohnt sich nämlich eigentlich nicht wirklich und wäre auf Netflix und Co. besser aufgehoben gewesen als im Kino. Der Film ist fürs Kino schlicht zu billig. Und das war sicher auch das Grund, warum der Film so lange keinen Verlieh fand.

Es handelt sich in meinen Augen auch nicht um einen echten Troma-Film, auch wenn der Film u.a. von Lloyd Kaufman und Michael Herz produziert wurde. Zwar ist der Film wirklich bemüht, den Charme der alten Filme auferstehen zu lassen (es gibt auch Hommagen an Class of Nuke 'Em High, den Original The Toxic Avenger oder an den Song Body Talk inklusive Gastauftritt von Lloyd Kaufmann am Ende) und für eine einmalige Sichtung ist der Film okay (aber mehr auch nicht). Der Film wirkt für einen Kinofilm zu billig (da ging das Budget wohl für seine Stars drauf).

Zudem wirkt der Film zu steril, zu sauber, zu zahm und zu harmlos. Wenig Splatter. Wenn, dann geht es ultraschnell (Kamera fängt Szene zu kurz ein oder schwankt zu schnell weg), findet im off screen statt oder mehrheitlich wird auf erkennbares und billiges CGI-Blut- und Splattereffekte gesetzt, was einfach billig aussieht und den Szenen jeglichen Charm und Härte raubt. Auch in der Hinsicht (Splattergehalt) überzeugt der Film nicht. Der Film spielt das Ganze mit angezogener Handbremse ab und moderne, eigene Inhalte haben hier und da auch einen gewissen Woke-Charakter.

Das Einzige, was mir gut gefallen hat, war der verseuchte Vogel, der immer wieder auftaucht und die Bösewichte. Die haben mir durch die Bank gefallen und die verspürten so was die ein Troma-Feeling. Zudem haben Stars wie Elijah Wood (The Faculty, Maniac, Come to Daddy) und Kevin Bacon (Freitag der 13., Beverly Hills Cop: Axel F, MaXXXine) auch viel mehr Screentime erhalten, was erwartet. Die gehen als Bösewichte schon gut ab, ebenso ihre Gang (dessen Ende auf der Bühne war aber eine grosse Enttäuschung, da so massiv viel CGI-Einsatz).

Fazit: Ein Remake, welches die Welt nicht braucht!

Infos:

O: The Toxic Avenger

USA 2023

R: Macon Blair

D: Jacob Tremblay, Elijah Wood, Kevin Bacon, Peter Dinklage, Macon Blair, Julia Davis, Luisa Guerreiro

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 102 Min.

Gesehen am: 25.09.25

Fassungen: In Bern im Kino gesehen: Uncut (ab 16 Jahren), Englischer Ton, deutsche Untertitel. Das Kino in Muri b. Bern scheint das einzige in der ganzen Schweiz zu sein, dass den Film in den nächsten Tagen immerhin mind. 3x im Originalton zeigen wird. In Deutschland soll der Film am 22.01.26 von capelight pictures auf DVD, Blu-Ray und UHD erscheinen.

Mittwoch, 10. September 2025

Eine Jungfrau in den Krallen von Frankenstein Review

Eine Jungfrau in den Krallen von Frankenstein

Story:

Cagliostro (Howard Vernon) will die perfekte Rasse züchten. Dazu lässt er durch die Vogelfrau Melissa (Anne Libert) das Monster (Fernando Bilbao) von Dr. Frankenstein (Dennis Price) entführen. Letzterer wird getötet. Dr. Frankensteins Tochter (Beatriz Savón) sinnt auf Rache…

Meine Meinung (französische Originalversion):

Eine Jungfrau in den Krallen von Frankenstein ist Fans von Jess Franco (Night of the Skull, Kiss Me Monster, Rififi in the City) zu empfehlen. Der Film wartet in der französischen Originalversion mit einem simplen Plot auf. Heute würde man von einem Style over substance Faktor sprechen. Der Film ist durch seine kurze Laufzeit von nur 75 Minuten sehr kurzweilig und kaum langweilig. Die später durch neue Szenen verlängerte spanische Fassung ist mehrheitlich uninteressant und wartet mit Szenen auf, die nicht zum Originalfilm passen (= neue Charaktere z.B. von Lina Romay verkörpert).

Jess Franco arbeitet hier mit einem seiner Lieblingsschauspieler zusammen: dem Schweizer Howard Vernon (The Other Side of the Mirror, Castle of the Creeping Flesh, Seven Women for Satan). Dessen Overacting ist besonders auffällig und in Erinnerung bleibend, während die Mädels für ihre Nacktheit und schrillen Kostüme/Rollen in Erinnerung bleiben. So spielt Anne Libert (stand oft in den Filmen Jess Francos vor der Kamera = z.B. in Daughter of Dracula) eine «Vogelfrau» oder ein «Vogelwesen». Beatriz Savón überzeugt als rächende Tochter von Dr. Frankenstein und Fernando Bilbao (Light the Fuse…Sartana Is Coming) passt aufgrund seiner Statur perfekt in die trashig angehauchte Rolle des Monsters.

Der Film gefällt vor allem durch tolle Settings (das Schloss als Kulisse), fantasievolle Masken, der Vermischung von Gewalt (Film jedoch grafisch sehr harmlos) und Sex (wobei der Erotikfaktor trotz vieler Nacktszenen erstaunlich klein ist), einen wunderbaren Lead (Howard Vernon) und vielen hypnotischen, surrealen und trashigen Eindrücken, die den Film stellenweise mehr zu einem Fiebertraum und Trip umwandeln, statt eines «echten Spielfilmes». Wer Jess Francos Filme mag, kann sich freuen!

Fazit: Für Jess Franco Fans zu empfehlen!

Infos:

O: La Maldición de Frankenstein

Frankreich, Spanien 1973

R: Jess Franco

D: Dennis Price, Carmen Yazalde, Howard Vernon, Anne Libert, Luis Barboo, Fernando Bilbao, Jess Franco

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 73:55 Min.

Gesehen am: Sept. 2012 / 2. Sichtung und 1. Sichtung der franz. Originalversion: 09.06.25

Fassungen: Für die 1. Sichtung (2012) sah ich die spanische Fassung (In Spanisch mit jap. Subs = DVD aus Japan von Atlus). In dieser fehlen sämtliche Nacktszenen und/oder wurden durch harmlose Einstellung ersetzt. Es wurden teilweise neue Szenen gedreht (alle Szenen mit Lina Romay), um den Film zu strecken. Zum Teil passen die Szenen nicht in den Originalfilm. Für eine 2. Sichtung lag mir nun die deutsche Blu-Ray von Wicked Vision vor = Mediabook, zwei Fassungen an Bord (franz. Originalfassung mit den Nacktszenen und die später alternativ ausgestattete spanische Fassung) in Deutsch, Franz. oder Englisch (mit deutschen Subs). Ich sah mir die franz. Originalfassung in Franz. mit Subs an. Die Bild- und Tonqualität sind sehr gut, der Film Uncut. Als Bonus waren vor allem das Interview mit Stephen Thrower (ca. 26 Minuten) und Jess Franco (ca. 15 Minuten) interessant.

Dienstag, 8. April 2025

Shaolin Invincibles

Shaolin Invincibles

Story:

Zwei Schwestern (Doris Lung Chun-Erh und Judy Lee) wollen den Tod ihrer Eltern rächen. Doch die Festung des Kaisers (Chen Hung-Lieh) wird streng bewacht. Hilfe erhalten sie von Kan Feng Chih (Carter Wong)…

Meine Meinung:

Shaolin Invincibles ist ein taiwanesischer Rache-Eastern von Hou Cheng (The Zodiac Fighters, The Legend of Mother Goddess, On the Waterfront) mit simpler Story und mit einem sehenswerten Cast bis in die Nebenrollen. Was den Film jedoch deutlich von anderen Kung Fu Filmen aus dieser Zeit abhebt, ist sein Fantasy- und Trash-Inhalt. Hier gibt es fast schon magische Inhalte wie kämpfende Gorillas oder Geschöpfe aus der chinesischen Folklore = Heibai Wuchang (Wiki sagt: «Die Heibai Wuchang sind zwei Gottheiten in der chinesischen Volksreligion, die dafür zuständig sind, die Geister der Toten in die Unterwelt zu geleiten»).

Diese Momente in dem Film sind schon ziemlich cool. Die Gorillas (= Männer in Kostümen/Anzügen) kämpfen viel und verlangen vor allem den Mädels im Finale alles ab, während unser Bösewicht grosse Freude an den schier unbesiegbaren Affen zeigt. Die Heibai Wuchang kommen am Anfang und dann im Finale zu. Ich mag die Geschöpfe mit ihren langen Zungen. Die kamen auch in Filmen vor, die in der Hölle spielen, z.B. in When Hell Broke Loose.

In Shaolin Invincibles kämpfen sie im Finale sogar gegen Carter Wong und kämpfen dabei mit ihren Zungen. Ihr Auftauchen im nebligen Wald wurde zudem sehr stimmungsvoll eingefangen. An diesen Szenen hatte ich Freude. Freude hatte ich auch am Cast. Carter Wong (The Mysterious Heroes, Shaolin Traitorous, The Shaolin Kids) mit Steven Seagal Mimik taucht hier und da auf, um den Mädels unter die Arme zu greifen. Dorian Tan Tao-Liang (Story in Temple Red Lily), ebenfalls mir ziemlich lahmer Mimik ausgestattet, kommt nur im Finale vor und demonstriert seine Kick-Techniken.

Als Bösewicht überzeugt Shaw Brothers Star Chen Hung-Lieh (Come Drink with Me, Fury of Shaolin Fist, A Sword Renounced). Er spielt den Kaiser und Endgegner. Blacky Ko Shou-Liang (An Eyes for an Eyes) spielt den schwarzen Heibai Wuchang und Jack Long Shi-Chia (The Mystery of Chess Boxing) ist als Bösewicht in einer Doppelrolle zu sehen. Ma Chang (Kung Fu Kids Break Away) überzeugt auch mit einem Auftritt. Seine Waffe ähnelt etwas einer fliegenden Guillotine. Als rechte Hand des Kaisers macht Yi Yuan (The Silver Spear) als weisshaariger General eine gute Figur.

Die Kampfszenen werden mit z.T. fantasievollen Waffen ausgetragen. Im Palast gibt es Fallen und Geheimgänge und es wird mit oder ohne Waffen gekämpft. So kommen Fans aller Ausrichtungen auf ihre Kosten. Die Choreographie ist solide, die Kampfszenen sind blutiger in Szene gesetzt als in manch anderem Eastern. Der Soundtrack ist sehr unspektakulär und unauffällig. Die zwei Mädels, die Hauptpersonen, gespielt von Judy Lee (The Unique Lama, Imperial Sword) und der schnuckeligen Doris Lung Chun-Erh (The Jade Fox, Eunuch of the Western Palace), machen als rächende Schwestern eine sehr gute Figur. Der ganze Plot inklusive Ende wird übrigens bereits in der 2. Szene des Filmes (eine Texttafel in Englisch) gespoilert.

Fazit: Sehenswerter Eastern!

Infos:

O: Yong Zheng Ming Sang Shao Lin Men

Taiwan 1977

R: Hou Cheng

D: Doris Lung Chun-Erh, Judy Lee, Chen Hung-Lieh, Blacky Ko Shou-Liang, Dorian Tan Tao-Liang, Carter Wong, Yi Yuan, Jack Long Shi-Chia, Ma Chang, Chen Shen-Lin

Laufzeit der US-Blu: Ca. 90 Min.

Gesehen am: Dez. 2010 / Neusichtung am: 20.01.25

Fassungen: Für meine damalige Erstsichtung stand mir die deutsche DVD unter dem Titel Das tödliche Duell der Shaolin zur Verfügung = tolle deutsche Synchro (oder Englisch d.h. ohne O-Ton), Widescreen, Uncut, Wendecover. Vor kurzem hat das US-Label AGFA den Film als Double Feature mit Schuber als Blu-Ray (zusammen mit Seven to One) veröffentlicht = 35mm Print in Mandarin mit festen englischen und chinesischen Subs, Uncut, hervorragende (wenn auch etwas blasse Farben) Bild- und Tonqualität. Region-All-Disc. Als Extras gibt es fast 30 Minuten Trailer zu sehen.