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Dienstag, 9. Juni 2026

Fight for Survival

Fight for Survival

Story:

Die Da-mo Bücher werden aus einem Shaolin Tempel gestohlen. Shi-pu-chun (Polly Shang-Kuan Ling-Feng), die Jahre lang im Kloster in Kung Fu ausgebildet wurde, macht es sich zur Aufgabe, in die weite Welt zu ziehen, um die gestohlenen Bücher zu finden und zurück in den Tempel zu bringen…

Meine Meinung:

Aka The Fight for Shaolin Tamo Mystique. Ich dachte früher immer, dass es sich bei Fight for Survival um ein «modern day» Setting handelt. Falsch gedacht. Der Ende der 70er Jahre Eastern aus Taiwan von Hou Cheng (Unsubdued Furies, On the Waterfront, The Legend of Mother Goddess) ist im klassischen Shaolin-Kloster Setting angesiedelt. Fight for Survival hat mir gut gefallen. Vor allem Fans von Polly Shang-Kuan Ling-Feng (A Girl Called Tigress, Bruce Kung Fu Girls, The Ghostly Face) dürften voll auf ihre Kosten kommen.

Dabei hat Regisseur Hou Cheng schon öfters mit Polly Shang-Kuan Ling-Feng zusammengearbeitet. Nämlich in Filmen wie The Zodiac Fighters, Empress Dowager's Agate Vase, The Rangers oder Seven to One. Fight for Survival gehört sicherlich zu den besseren Zusammenarbeiten der beiden. Im Cast finden sich noch Namen wie Judy Lee (The Unique Lama), Elsa Yang (Island Warriors) oder Don Wong Tao (Slaughter in San Francisco). Die haben alle drei jedoch eher wenig Screentime abbekommen. Dafür gibt es sehr viel Polly zu sehen!

Was ich mochte war die Tatsache, dass Polly Shang-Kuan Ling-Feng hier Mal in einem typischen Shaolin-Kloster Plot zu sehen ist inklusive Ausbildung. In der Zeit waren sonst nur Männer in solchen Rollen zu sehen (z.B. Jet Li in The Shaolin Temple). Warum nicht auch Mal eine Frau? Abgerundet wird der Film durch einige coole und fantasievolle (andere würden sagen trashige) Kampfszenen, da Polly sowohl einige ihrer Gegner ihre Beine oder Arme stark verlängern können. Das sorgte für einige sehr amüsante Kampfszenen. Einzige zwei Mankos: vor dem Finale hat der Film paar lahme Hänger und das Finale selbst hätte mehr Kämpfe vertragen dürfen.

Abgesehen davon aber jedem Polly Shang-Kuan Ling-Feng Fan zu empfehlen!

Infos:

O: Shi Da Zhang Men Chuang Shao Lin

Taiwan 1977

R: Hou Cheng

D: Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Don Wong Tao, Yuen Si-Wo, Wen Chiang-Long, Chin Kang, Judy Lee, Elsa Yang

Laufzeit der US-VHS: Ca. 100 Min.

Gesehen am: 09.06.26

Fassungen: Mir lag das US-VHS von CBS/FOX VIEDEO vor = Vollbild, Englischer Dub (mies), unbekannt ob Uncut/Cut, gute Bildqualität. Es scheint ggf. eine südkoreanische und taiwanesische VHS zu geben. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Juni 2026).

Dienstag, 2. Dezember 2025

Duel with Death Review

Duel with Death

Story:

Zwei Kinder, die im Shaolin-Kloster aufwachsen, treffen als Erwachsene wieder aufeinander: Don Wong Tao und Phillip Ko Fei. Letzterer will Don Wong Tao zum Kampf herausfordern. Doch dieser wird für eigene Begehen im Shaolin Tempel als Strafe für zwei Jahre eingesperrt. Erst zwei Jahre später treffen die zwei ehemaligen Kindesfreude wieder aufeinander und die Zeit des Duells ist gekommen…

Meine Meinung:

Unbekannter Eastern aus Taiwan, von dem sich im Netz nur wenig richtige Reviews (falls überhaupt) finden lassen. Der Plot ist etwas konfus. Der Film von Lee Siu, der für die Jimmy Wang Yu Eastern The Magnificent Chivalry sowie Die Todeskarawane der Shaolin zuständig war inklusive Ausflüge ins Gruselgenre (= The Chinese Whimsy), hat eine solide Genre-Produktion ins Leben gerufen. Obwohl der Film etwas wirr erscheint, mochte ich ihn.

Warum? Mir haben vor allem die Tatsachen gefallen, dass der Film total auf Humor und Klamauk verzichtet und dass der Film von seinen Kameraeinstellungen und Duellen her an den japanischen Samurai-Film und den Italo Western erinnert. Das war sehr cool und sehr stimmig. Diese Vibes und das Feeling kommen bei fast jedem Duell vor. Schön. Die Kleinstadtstimmung tut ihr übriges dazu. Auch die Tatsache, dass beide Figuren als Art Anti-Helden durchgehen, wobei Don Wong Tao definitiv mehr den Helden verkörpert, gefiel mir.

Es gibt nicht allzu viel Action. Es ist sicherlich gut, wenn der Zuschauer nicht zu viele Kampfszenen erwartet. Dafür sehen wir in den Hauptrollen einen jungen Don Wong Tao (Slaughter in San Francisco, Phantom Kung Fu, Die Rückkehr im Schatten des Adlers) mit langen Haaren und einem Schnauz. Ungewohnt, aber passt. Sein Gegenspieler ist Phillip Ko (Master Killers, Unreal Dream, The Pier). Der passt gut in die Rolle des Bösewichtes, der auch vor Vergewaltigung nicht zurückschreckt, um seine Feinde aus der Reserve zu locken. Hübsch fies.

Fazit: Für Eastern Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Nan quan xiao zi

Taiwan 1976/1977 (je nach Quelle)

R: Lee Siu

D: Don Wong Tao, Phillip Ko Fei, Tu Man-Sheng, To Wai-Wo

Laufzeit der libanesischen VHS: 84:46 Min.

Gesehen am: 03.09.25

Fassungen: Mir lag das VHS aus dem Libanon vor. Keine Label-Angabe. Es scheint, als wurde der Film von einer Kinoleinwand abgefilmt. Das Master hat grossen Charme. Sieht auch nach Widescreen aus. In Englisch mit arabischen Subs. Keine Ahnung ob Uncut oder nicht. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Sept. 2025).

Montag, 23. Juni 2025

Diamond Fight

Diamond Fight

Story:

Diamanten werden gestohlen. Diverse Gangster und die Polizei (Norman Tsui, Michael Chan Wai-Man, Wang Kuan-Hsiung, Don Wong Tao, Phillip Ko Fei, Meng Fei) sind hinter diesen her…

Meine Meinung:

Diamond Fight, der in einigen Filmdatenbanken (aus Deutschland) nicht Mal gelistet wird, ist ein Anfang der 80er Jahre Actionfilm im modernen Setting von Regisseur Lee Tso-Nam (Lady Piranha, Chinese Kung Fu Against Godfather, Magic Warriors). Lee Tso-Nam hat viele verschiedene Filme gedreht und auch Diamond Fight lohnt sich. Der Plot ist zwar dünn und nur Mittel zum Zweck, dafür kann sich der Cast sehen lassen. Es sind sehr viele bekannte Namen dabei. Den Motiven der einzelnen Figuren zu folgen, war mir hingegen nicht möglich. Meine VHS lag nur synchronisiert vor (Kantonesisch ohne Untertitel). Schlimmer war die Tatsache, dass die Bildqualität sehr schlecht war. In nicht wenigen Momenten war, da so dunkel, nichts zu erkennen.

Der Film bietet Namen wie Norman Tsui (The Secret, The Web of Death), Michael Chan Wai-Man (Black List, Ghost Festival), Wang Kuan-Hsiung (Shaolin Heroes, The Green Jade Statuette), Don Wong Tao (Death Duel of Kung Fu, Wild Panther), Phillip Ko Fei (The Club, The Gold Connection), Meng Fei (Eagle Flying in September, The Invincible Kung Fu Trio) und Gordon Lius japanische Ehefrau aus Heroes of the East = Mizuno Yuka, die hier auch ihre Brüste präsentieren darf. Allgemein gibt es mehrere anrüchige und schmuddelige Nacktszenen als Füllszenen.

Obwohl Michael Chan Wai-Man nur bis kurz vor die 60. Minute zu sehen ist, muss ihm eine Hauptrolle nachgesagt werden. Bis dahin kommt er nebst Wang Kuan-Hsiung, die zweite grosse Hauptrolle, am meisten vor. Norman Tsui & Don Wong Tao sind in Nebenrollen zu sehen und der Auftritt von Phillip Ko ist nochmals geringer. Da Michael Chan Wai-Man, wenig überraschend, einen Killer spielt, beinhalten seine Szenen Action-, Kämpfe- und Mordversuche. Nach dem Ausscheiden von Michael Chan Wai-Man flacht der Film zunächst merklich ab, da deutlich weniger Action- und Kampfszenen. Doch vor dem Finale steigert sich der Film in dieser Hinsicht wieder. Die Action, choreographiert von Blacky Ko Shou-Liang, kann sich sehen lassen.

Fazit: Kurzweilig, actionreich und stark besetzt. Für Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Bo sha

Taiwan 1981

R: Lee Tso-Nam

D: Norman Tsui, Michael Chan Wai-Man, Wang Kuan-Hsiung, Don Wong Tao, Phillip Ko Fei, Meng Fei, Mizuno Yuka

Laufzeit der US-VHS: 96:01 Min.

Gesehen am: 28.03.25

Fassungen: Mir lag das US-VHS von Rainbow Audio & Video vor = Statt Originalton Mandarin liegt der Film in Kantonesisch vor (ohne Untertitel), Vollbild. Leider war ausgerechnet die Bildqualität in mehreren Sequenzen, die auch Actionszenen bieten, so dunkel, dass nichts zu erkennen. Das war schon schade und schlimmer als das Vollbild, die fehlenden Untertitel oder den Kanto Track. Das VHS aus Südkorea ist leider nicht in Mandarin, sondern Englisch Dubbed. Englisch Dubbed sind auch VHS-Fassungen aus Griechenland und Skandinavien (Dänemark). Das VHS aus Spanien ist Dubbed in Spanisch. Es gibt keine DVD, keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray (Stand: März 2025).

Dienstag, 10. Juni 2025

The Death Duel of Kung Fu

 

The Death Duel of Kung Fu

Story:

Macht- und Regierungswechsel im klassischen China:

Sun (Don Wong Tao) gelingt es, einen wichtigen General zu töten. Er entkommt. Sein Ziel ist Taiwan. Dort will er den mächtigen General To (Eagle Han) töten. Sun wird von Kim (Kim Cheong-Ja) begleitet. Diese ist jedoch eine japanische Spionin, die Sun töten soll. Auf seinem Weg trifft Sun auf Sung (John Liu), der es ebenfalls auf den Generalen abgesehen hat…

Meine Meinung:

In Südkorea gedrehter Kracher von Chang Chi (Calamity of Snakes, China Heat, The Eagle's Killer, Heroes of Shaolin), der auch für den Alexander Lo Rei Kracher Hero of Shaolin zuständig war. The Death Duel of Kung Fu ist Fans des Kung-Fu Kinos absolut zu empfehlen. Fans der Stars und Hauptdarsteller Don Wong Tao (Die Rückkehr im Schatten des Adlers, Drei wild wie der Teufel, Blood Brothers) und John Liu (Eine Prise für tödliche Pfeifen, Secret Rivals 3, The Invincible Kung Fu Trio) werden voll auf ihre Kosten kommen.

Es tat gut, den Film nach so vielen Jahren wieder aufzufrischen. Das sollte ich bald mit allen Filmen von John Liu machen, welche ich schon in der Sammlung stehen habe. Der Plot ist nichts Neues und nur Mittel zum Zweck. John Liu und Don Wong Tao haben unterschiedliche Kampfstile und -Techniken. John Lius Beinarbeit ist einmal mehr absolut sehenswert und sehr beeindruckend. Beide müssen im Verlauf des Plots zusammenfinden und zusammenarbeiten, um am Ende gegen Bösewicht Eagle Han (South Shaolin vs. North Shaolin, Taeguk School and Shaolin Temple, Wild Panther) bestehen zu können. Eagle Han gefällt als Hauptbösewicht. Er verlangt den Helden im Finalkampf alles ab.

Als weibliche Spionin, die sogar einen Hauch Erotik in den Film bringt, gefällt und überzeugt die mit Messern bewaffnete Kim Cheong-Ja. Schade, dass sie nicht mehr Kampfszenen abbekommen hat. Aber ihre Rolle hat durchaus Vorzüge und weiss zu gefallen. In einer kleinen Nebenrolle ist noch Chung Fat (Ghost's Love, Police Assassins, The Dead and the Deadly) zu sehen. Die Kampf- und Trainingsszenen sind der Wahnsinn und deren Anzahl sind hoch, so dass es keine Längen gibt. Die Musik orientiert sich am Italo-Western. Stark!

Fazit: Must Have Titel im Kung Fu Film Sektor!

Infos:

O: He Xing Diao Shou Tang Lang Tui

Taiwan 1979

R: Chang Chi

D: John Liu, Don Wong Tao, Eagle Han, Kim Cheong-Ja, Chung Fat, King Lee King-Chu, Charlie Chan Yiu-Lam, Wu Chia-Hsiang

Laufzeit der HK-LD: Ca. 84 Min.

Gesehen am: Aug. 2008 / Neusichtung: 19.03.25

Fassungen: Die 1. Sichtung folgte im Aug. 2008 als US-Tai Seng DVD (Englisch Dubbed, leicht zensiert). Danach folgte die Sichtung der deutschen Fassung (John Liu Eastern Box Vol. 1). Titel: Die Rache der gelben Spinne. Auch nicht ganz Uncut. Nun folgte erstmals eine Sichtung im O-Ton Mandarin als HK-LD von Ocean Shores = Mandarin/Englisch ohne Subs, sah Uncut aus, gute Bild- und Tonqualität. Mr. Banker Films / Cargo Records haben dem Film in Deutschland inzwischen auch eine Uncut-DVD spendiert. Der Vorteil ist bei dieser das Widescreen-Bildformat. Die deutsche Synchronisation dürfte auch hörenswert sein. Einen Mandarin Track gibt es hingegen nicht.

Freitag, 16. Mai 2025

Two Assassins of the Darkness

Two Assassins of the Darkness

Story:

Killer Chopper Hsiung Fei (Chang Yi) und Killer Dagger Kuan (Don Wong Tao) treffen in einer Kleinstadt aufeinander. Chopper Hsiung Fei verliebt sich im Verlauf in die schöne Hua (Doris Lung Chun-Erh), dessen Bruder (Stephen Tung Wai) auch auf der Todesliste steht. Hintermänner planen, die zwei Killer gegeneinander aufzuhetzen…

Meine Meinung:

Two Assassins of the Darkness stammt von Regisseur Ting Chung, der schon sehenswerte Eastern wie Tiger Jungle, Ten Brothers of Shaolin, Of Cooks and Kung Fu oder 7 Kampfmaschinen des Todes realisiert hat. Sein Shaolin – Eine Faust die tötet fand ich etwas schwächer. Ungesehen liegt mir noch Mars Villa vor. Wie bei Shaolin – Eine Faust die tötet ist auch in Two Assassins of the Darkness der Plot etwas wirr, konfus und wartet am Ende auch mit offenen Fragen auf. Das habe ich schon vor der Sichtung gelesen.

So schlimm, wie es bei anderen Reviews aber dargestellt wird, empfand ich es dann trotzdem nicht. Vor allem wenn man die Figuren und Schauspieler kennt, geht es eigentlich trotzdem ziemlich gut zum Schauen, auch wenn der Film am Ende nicht alles erklärt. Die Kampfszenen machen Spass, der Cast ebenso. Es wird viel mit Messer getötet und im Film tummeln sich Namen wie Don Wong Tao (Slaughter in San Francisco), Chang Yi (Kung Fu Zombie - Der Gorilla mit der stählernen Klaue), Doris Lung Chun-Erh (The Jade Fox), oder ein junger Stephen Tung Wai (Killer Wears White).

Gegen Ende werden die Kampfszenen sogar richtig sehenswert. Es wird mit oder ohne Waffen gekämpft. Das Duo Chang Yi und Don Wong Tao stand ja bereits mehrfach zusammen vor der Kamera (Eagle's Claw, Fatal Needles Vs. Fatal Fists, Phantom Kung Fu). Schade ist, dass das Finale dann z.T. einer Potenzialverschwendung gleicht. Der Kampf von Chia Kai, der rechten Hand des echten Bösewichts, ist leider zu kurz ausgefallen. Doris Lung Chun-Erh kämpft im Finale leider gar nicht und auch der Bösewicht selbst greift nicht kämpfend ein. Da hätte man durchaus mehr daraus machen können. Das war schon schade.

Fazit: Der Plot und die Potenzialverschwendung am Ende verhindern, dass der Film zu den besten Arbeiten von Ting Chung zählt. Dennoch solide, mit sehenswerten Kämpfen und einem starken Cast ausgestattet!

Infos:

O: Kuai Dao Luan Ma Zhan

HK 1977

R: Ting Chung

D: Chang Yi, Don Wong Tao, Doris Lung Chun-Erh, Stephen Tung Wai, Chen Pei-Ling, Sun Yueh, Chia Kai, Shan Mao

Laufzeit der deutschen DVD: 83:21 Min.

Gesehen am: 19.02.25

Fassungen: Gesehen via deutsche DVD von VZM unter dem Titel Zwei gelbe Höllenhunde = Sah Uncut aus, schöner Widescreen Print und die deutsche Synchronisation ist hochwertig und besser als ein englischer Dub. O-Ton Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Feb. 2025).

Donnerstag, 18. Juli 2024

Right Overcomes Might

Right Overcomes Might

Story:

Wong Fong (Yu Tien-Lung) wird von Sau (Lung Fei) verfolgt. Sau ist hinter einer Namensliste her. Wong wird verletzt und von anderen Kämpfern gesund gepflegt. Am Ende gelangt Master Lu (Chen Sing) und Dritte (u.a. Don Wong Tao) in den Besitz der Liste. Ein Kampf auf Leben und Tod beginnt, als Saus Meister (Wang Hsieh) zum Kampf bittet…

Meine Meinung:

Right Overcomes Might ist ein, sagen wir Mal, relativ seltener Eastern aus Taiwan aus dem Jahr 1978. Vor allem sein Plot ist wirr wie auch die Verteilung von Gut gegen Böse, die Motive warum hinter der Liste hergejagt wird und auch das Auftauchen und Verschwinden von Personen, die sonst den ganzen Film über nie zu sehen waren. Als Zuschauer kann man sich merken, dass diverse Parteien einer Liste hinterherjagen.

Lung Fei (Killer from Above, Die Rückkehr im Schatten des Adlers) spielt dabei fast die grösste Rolle und erhält am meisten Screentime. Er ist ein Bösewicht, wie es scheint und geht auch über Leichen. Sein Master wird von Wang Hsieh (Cantonen Iron Kung Fu, The Swordmates) gespielt, der damit den weisshaarigen Endgegner verkörpert. Allerdings kommt er erst im letzten Viertel des Filmes vor. Was die Helden angehen ist Don Wong Tao (Drei wild wie der Teufel, Blood Brothers) zu sehen, der dabei aber nur 1-2x sporadisch zu sehen bekommt und vor dem Finale einen Kampf zeigen darf. Keine grosse Rolle. Der gute Meister wird von Chan Sing (Revenge of Shaolin Kid, Bruce Tuan – 7 Promise) gespielt. Auch dieser taucht erst zum Finale auf und war vorher nie zu sehen.

Man sollte sich einfach an den Stars orientieren, die man kennt, und auf Verlauf und Plot weniger seinen Fokus legen. Cool ist, dass ziemlich viel gekämpft wird und die Kampfszenen besser choreographiert werden als in manch anderem Low-Budget Eastern aus der Zeitspanne. Die Bildqualität ist leider, gerade in einigen Szenen, die nachts spielen, relativ schlecht und stark optimierungsbedürftig (1/4 des Filmes). Dafür findet das lange Outdoor-Finale (Wald-und-Wiesen Setting) dann am Tag statt und ist gut erkennbar.

Fazit: Für Kung Fu-Film Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Feng zhi shen tui tian fo zhang

Taiwan 1978

R: Tang Chen-Dah

D: Chan Sing, Wang Hsieh, Lung Fei, Don Wong Tao, Yu Tien-Lung, Chang Fu-Chien

Laufzeit der Indonesischen Betamax: 79:58 Min.

Gesehen am: 14:05.24

Fassungen: Mir lag die indonesische Betamax von SPVIDEO vor = k.A. ob Uncut, durchschnittliche Bild- und Tonqualität, Vollbild, Englischer Dub (mässige Qualität) Den Film scheint es auch in Südkorea auf VHS zu geben (Angeblich auch in Englisch mit koreanischen Subs). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Mai 2024).

Donnerstag, 4. Juli 2024

Bandits, Prostitutes & Silver


2022 mit Angela Mao in Queens

Bandits, Prostitutes & Silver

Story:

Shang Li (Don Wong Tao) will seine Freundin, die als Prostituierte arbeitet, freikaufen. Dafür braucht er Silber, welches er nicht hat. Er plant, dies zusammen mit Sparrow (Wen Chiang-Long), einem Dieb, zu stehlen. Es gelingt ihm, doch nun wird er wird von diversen Parteien gejagt (Lo Lieh, Angela Mao Ying, Phillip Ko Fei)…

Meine Meinung:

Aka The Damned. Diese Hong-Kong Produktion aus dem Jahr 1977 ist zwar nicht mit einem grossen Filmstudio verbunden (keine Shaw Brothers oder Golden Harvest Produktion), dennoch macht der Wald-und-Wiesen-Kung-Fu Film Spass. Sieht man Mal von einer lahmen Anfangsphase (ca. 30 Minuten) und einem Kind (kommt vor allem im ¼ vor) ab. Der Plot ist simpel: Held Shang Li braucht Silber, um seine Geliebte, die als Hure arbeitet, von ihrem Elend erlösen zu können. Mit dem späteren Diebstahl zieht er alle ins Verderben. Eine Story um Schuld, Gier, Sühne und Moral, wie das Ende aufzeigt.

Sobald der Plot loslegt und die Parteien ihre Kung Fu Techniken und Geheimwaffen offenbaren, so kämpft Angela Mao mit tödlichen Schuhen und Lo Lieh hat eine Art fliegende Guillotine als Waffe, unterhält der Film durchgehend bis zum Ende. Don Wong Tao (Slaughter in San Francisco, Phantom Kung Fu) macht einen soliden Job. Er spielt die Hauptrolle. Lo Lieh (The Furious Killer, I Will Finally Knock You Down, Dad!) spielt den Bösewicht. Wang Hsieh (Fury of a Virgin, Queen Hustler), Angela Mao (Kung Fu Zombie - Der Gorilla mit der stählernen Klaue, The Swift Shaolin Boxer) und Phillip Ko (Revengeful Swordswoman, Duell der 7 Tiger) spielen Nebenrollen, von welchen vor allem Angela Mao und Phillip Ko als Paar und Gangster zu überzeugen wissen.

Zusammen unter der soliden Regie der Regisseurin Kao Pao-Shu (The Jade Fox, Female Fugitive), der soliden Action-Choreographie von Blacky Ko (Wang Yu - Eine Faust wie ein Hammer, Gambling for Gold) und dem grossartigen Soundtrack (gestohlene Musik von Ennio Morricone aus The Big Gundown), der so oft und lange zu hören ist (auch in Kampfszenen), ist Bandits, Prostitutes & Silver jedem Fan von klassischen Kung Fu Filmen nur zu empfehlen.

Infos:

O: Bo Ming

HK 1977

R: Kao Pao-Shu

D: Don Wong Tao, Wen Chiang-Long, Lo Lieh, Angela Mao Ying, Phillip Ko Fei

Laufzeit der holländischen VHS: 83:26 Min.

Gesehen am: 13.05.24 / 2. Sichtung als Bootleg VHS: 28.06.24

Fassungen: Mir lag das holländische VHS von Dragon Video vor, welches 2022 in Queens von Angela Mao signiert wurde = Vollbild, nur Englischer Dub (mässig), Uncut. Die Bild- und Tonqualität sind gut Es gibt keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray (Stand: Mai 2024). Das VHS aus Taiwan ist im O-Ton mit englischen Subs. Andere O-Ton Fassungen sind mir nicht bekannt. Nachtrag 28.06.24: für eine 2. Sichtung schaute ich mir eine Bootleg VHS aus China an. Es handelt sich um eine Kopie der Ocean Shores VHS = gute Bildqualität (ursprünglich), aber mit vielen Defiziten in dieser Bootleg-Kopie. Grenzwertig zum Schauen, dafür im O-Ton mit englischen und chinesischen Untertiteln. Bilder = siehe unten:





Freitag, 29. Dezember 2023

Die Rückkehr im Schatten des Adlers

Die Rückkehr im Schatten des Adlers

Story:

Master Lu (Hsieh Hsing) und dessen Tochter Liu (Hsia Ling-Ling) werden von Kang (Chan Sing) und Co. (u.a. Chang Chi-Ping) bedroht. Kang will Lus Schule übernehmen und Liu soll gegen ihren Willen verheiratet werden. Master Lus Schüler Ah Fu (Don Wong Tao) und Li Chi (Lee Kwan) nehmen sich dem Problem an. Nach der 1. Niederlage sucht Kang Hilfe und findet diese in Nan Kung Ping (Lung Fei). Dieser will Rache an Ah Fu, da dieser seinen Bruder auf dem Gewissen hat…

Meine Meinung:

Aka Snaky Knight Fight Against Mantis. Aka Snake in the Eagle's Shadow 2. Nach dem Erfolg von Yuen Woo Pings Jackie Chan Klassikern Snake in the Eagle's Shadow und Drunken Master sprangen die Filmemacher auf die Erfolgswelle auf. Cheung San-Yee (Secret Rivals 3, The Thrilling Sword) schickte diese inoffizielle «Snake in the Eagle's Shadow» Fortsetzung, in Taiwan gedreht, ins Rennen. Ein Film, der jedoch mit dem Jackie Chan Klassiker nichts zu tun hat und ein Jackie Chan kommt in der offiziellen Fassung auch nicht vor.

Die Rückkehr im Schatten des Adlers ist dabei, vor allem für Fans von Old School Kung Fu Filmen, sehr zu empfehlen. Dabei ist der Film sehr gut, aber kein Kracher. Der Film wirkt wie unzählige andere Filme dieser Art (z.B. Cantonen Iron Kung Fu, Sleeping Fist, Lackey and the Lady Tiger oder Killer Wears White): Tolles Intro mit Kampf Demonstrationen, Genre-Mix (Kung Fu, Morde, Slapstick), episodenhafter Plot, der erst spät in die Gänge kommt, kurze, zuerst wenig spektakuläre Kampfszenen, die erst im Verlauf und vor und im Finale so richtig krachen.

Fans solcher Filme aus Taiwan oder Hong Kong sind solche Inhalte gewohnt. Die Musik war phasenweise bekannt billig und auf der anderen Seite, leider, unbekannt und unpassend. Leider wirkt sich die unpassende Musik auch auf negativ das Intro und den Finalkampf aus. Da wäre eine andere Musikwahl massiv besser gewesen. Die Wirkung durch unpassende Musik war grösser als gedacht. Die deutsche Synchronisation ist sehr gut. Viele bekannte Sprecher. Der Film wird dadurch sogar noch aufgewertet.

Der Film ist, was die Namen angehen, gut besetzt. Vor und hinter der Kamera. Don Wong Tao (Phantom Kung Fu) spielt die Hauptrolle und macht das toll. Er spielt den Helden und er überzeugt nicht nur in den Kampfszenen, sondern auch in den amüsanten Szenen (z.B. seine Hochzeitsnacht). Interessant ist, dass seine Figur von Anfang an kämpfen kann. D.h. auf eine typische Meister-Schüler-Story wird verzichtet. Seine Kampfszenen gegen Chan Sing (The Bloody Fists) und Lung Fei (General Stone) waren spektakulär.

Chan Sing spielt einen Bösewicht, aber nur als kleinere Nebenrolle. Auch Lung Fei, der den Hauptbösewicht spielt, hat am Anfang und Mittelteil praktisch keine Szenen abgekommen. Er spielt den harten Brocken aber authentisch und mit viel Charisma. Ihn sehe ich, wie auch Chan Sing, immer gerne als Fiesling. In weiteren, kleinen Rollen sind u.a. Alan Chui Chung-San (Two Fists Against the Law), Chang Chi-Ping (The Kung-Fu Revenger) und Carter Wong (The Legendary Strike) zu sehen. Der mir namentlich unbekannte Chang Chi-Ping hat in seinen wenigen Kampfszenen auch eine tolle Figur gemacht.

Die Kampfchoreographie stammt u.a. von Blacky Ko Shou-Liang. Dieser hat in vielen Filmen die Action-Szenen inszeniert (The Last Blood, A Better Tomorrow, Invincible, Mission Kiss and Kill). Hsia Ling-Ling (Bruce Tuan's 7 Promises), das einzige Mädel im Film, ist sympathisch. Besonders im Verlauf harmoniert sie gekonnt mit Don Wong Tao. Beide überzeugen als Liebespaar (nur paar wenige Szenen vor dem Finale). Der Einzige, der aus der Reihe tanzt, im negativen, war Lee Kwan (Of Cooks and Kung Fu), der einen sehr nervenden Charakter spielt.

Fazit: Old School Kung-Fu Film-Fans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: She Xing Diao Shou Dou Tang Lang

HK 1979

R: Cheung San-Yee

D: Don Wong Tao, Hsia Ling-Ling, Carter Wong, Chan Sing, Lung Fei, Alan Chui Chung-San, Lee Kwan, Hsieh Hsing, Chang Chi-Ping

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 92:36 Min.

Gesehen am: 08.12.23

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu-Ray von Shamrock Media vor = Uncut, Deutsch/Englisch mit deutschen Subs, Originalbildformat. Die Bild- und Tonqualität sind hervorragend. Leider fehlt der O-Ton. Die deutsche Synchronisation ist aber sehr gelungen und qualitativ hochwertig Die DVD aus England wäre in Mandarin mit englischen Subs, aber in Vollbild.

Mittwoch, 20. Dezember 2023

Phantom Kung Fu

Phantom Kung Fu

Story:

Ein Qing-Dynastie-Offizier schickt den bösen Warlord Ta Te Lu (Chang Yi) auf die Suche nach einem Manuskript. Jeder, der sich ihm in den Weg stellt, soll sterben. Held Shao Yu Pai (Don Wong Tao) stellt sich Ta in den Weg, um von ihm getötet zu werden. Doch plötzlich taucht Shao wieder lebendig auf, um sich erneut Ta in den Weg zu stellen. Immer und immer wieder. Ist Shao unsterblich? Bei Ta macht sich Paranoia breit…

Meine Meinung:

Phantom Kung Fu sah ich (beim Kumpel) nur einmal (im Juli 2009) als US-DVD unter dem Titel Mantis in the Monkey's Shadow und wusste nichts mehr. Ich hatte den Film aber, ähnlich wie andere Kung Fu Filme wie Daggers 8, Sturmstaffel der Hölle, Buddha Killer oder 7 Kampfmaschinen des Todes oder Raiders of the Shaolin Temple als Kracher abgespeichert. Dies hat sich nun, für diese 2. Sichtung, als leicht negativ erwiesen, da ich zu hohe Erwartungen an den Film von Lee Tso-Nam (Wild Panther, The Woman Avenger, Chinese Kung Fu Against Godfather) entwickelte.

Chang Yi (The War of the Boundary, Shaolin Kung Fu - Der gelbe Tiger, 7 Men of Kungfu, The Secret of Shaolin Poles), der mir erst in den letzten Jahren ein bekannter Name und Begriff wurde, spielt den Bösewicht. Eine Legende, der, gerade in diesen unabhängig produzierten Taiwan-Filmchen nach seiner Shaw Brothers Ära (à la The Thundering Sword und Co.), einfach herrlich anzusehen ist. Tolle Kampfkunst und tolles Charisma, vor allem wenn er, wie hier, skurrile Bösewichte spielen darf. Ein Genuss! Das liess die Erwartungen selbstverständlich noch zusätzlich steigen.

Phantom Kung Fu hat mir gut gefallen, aber ich würde den Film nicht mehr in die Kracher-Kategorie-Sphären hieven. Dafür gab es mir einen Tick zu wenig Kämpfe, zu wenig spektakuläre Kämpfe und mit Ausnahme von Chang Yi und Don Wong Tao (Drei wild wie der Teufel, Blood Brothers, Fatal Needles vs. Fatal Fists) haben mir viele der Nebenfiguren auch nur wenig zugesagt und der Klamauk war doch eher doof und wirkte deplatziert. Don Wong Tao hat zudem deutlich weniger Screentime als Chang Yi.

Chang Yi hingegen ist superb. Sein Schauspiel und Overacting sind cool anzusehen. Vor allem, als er gegen Ende immer paranoider handelt und den Verstand zu verlieren droht. Über das Finale kann man streiten. Auf der einen Seite ist es stimmungsvoll und konsequent, auf der anderen Seite hätte ich lieber einen langen, harten Fight zwischen Chang Yi und Don Wong Tao gesehen. Deren Kampfszenen, vor allem auch die Duelle der beiden gegeneinander, waren sehenswert in Szene gesetzt und gefilmt. Gedreht wurde mehrheitlich in der Natur (Wald-und-Wiesen-Klopper) und die Musik ist aus westlichen Filmen gestohlen.

Fazit: Fans von Chang Yi und Lee Tso-Nam greifen zu!

Infos:

O: You ling shen

Taiwan 1979

R: Lee Tso-Nam

D: Chang Yi, Don Wong Tao, Lee Kwan, Ma Chiang, Lung Fong

Laufzeit der US-Blu-Ray: 92:49 Min.

Gesehen am: Juli 2009 / Neusichtung am: 21.11.23

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von Gold Ninja Video vor = Booklet, O-Ton, englische Subs, Region All, 2.35:1 Bildformat. Damit hat die Fassung mehrere Vorteile gegenüber älteren Fassungen (US DVD, UK DVD) = O-Ton statt Englischer Dub, Originalbildformat statt Vollbild. Eine deutsche Fassung gibt es nicht (Stand: Nov. 2023). Den englischen Dub habe ich als furchtbar in Erinnerung. Leider ist die Gold Ninja Video Fassung in einer Tiersnuff-Szene zensiert (Szene als verstecktes Feature als Bonus vorhanden).

Sonntag, 3. Dezember 2023

Island Warriors

 

Island Warriors

Story:

Da bin ich nun Mal so frech, die Inhaltsangabe der Letterboxd Datenbank zu zitieren (https://letterboxd.com/film/the-country-of-beauties/):

«Semi-naked Amazonian warriors defend their girls only island from from male pirates from the men only island.»

Meine Meinung:

Aka The Country of Beauties. Taiwan-Produktion und wilder, fast schon trashig anmutender Genre-Mix von Ulysses Au-Yeung Jun (Fatal Recall, The Woman from the Hell, Shaolin Warrior) um eine Insel, die von knapp bekleideten Amazonen und einer Königin, fast schon sektenähnlich anmutet, regiert wird. Als Königin darf Elsa Yang Hui-Shan (Deadly Silver Angels, The Woman from Hell, The Phantom Chivalry) ran und in einer grösseren Nebenrolle ist Don Wong Tao (Slaughter in San Francisco, Eunuch of the Western Palace, Fatal Needles vs. Fatal Fists) zu sehen.

Die Kostüme sind fantasievoll, die Aussenaufnahmen und der Start des Filmes haben schon fast Midsommar / The Wicker Man Vibes und die Innensets sind wundervoll in Szene gesetzt. Der Film ist in Sachen Genre wechselhaft: Kung Fu, Amazonen, Komödie, Folter, Erotik. Alles ist vertreten. Der hier und da sonderbare Slapstick und Klamauk war hingegen eher störend und nervend. In der Mandarin gesprochenen Fassung aber erträglicher, als im englischen Dub. Die Kastrationen erinnern an Ilsa - She Wolf of the SS. Sichtlich blutig geht es aber definitiv nicht zu und her.

Teilweise ist der Film schlecht gealtert (80er Jahre Friseuren). Nebst dem teilweise störendem Genre-Wechsel holte mich auch die Musik nicht ab. Ich würde sagen, die Musik war praktisch gesamthaft aus westlichen Filmen zusammengestohlen. Ich kann die Filme aber nicht benennen. Bei einem Track, der immer wieder gespielt wird, würde ich jedoch auf Rambo tippen. Und das Stück passte meiner Meinung nach nicht sonderlich gut zum Film.

Es gibt gute Musikstücke, die oft im Eastern zu hören sind und die passen, z.B. Italo-Western Musik. Oder Musik aus Halloween und A Nightmare on Elm Street 2, was moderne Anfang der 90er Jahre Actionfilme aus Taiwan angehen. Auch das passt. Italo-Western Musik hätte meiner Meinung nach besser zum Film gepasst. Ausnahme war die Musik, als sie die Babys ausgesetzt haben – das war episch und passend.

Der Film hat hier und da auch Längen. Gegen Ende wird es actionlastiger. Die Actionszenen sind solide, aber mehr auch nicht. Etwas Spektakel gibt es am Anfang zu sehen, wobei da sicherlich Turnerinnen und Akrobatinnen als «Schauspieler» eingesetzt wurden (à la Born to Fight). Der Film punktet vor allem durch seine verrückten Ideen, Inhalte, die originellen Sets und die bunten und innovativen Outfits. Die Darsteller waren bemüht. Ausser Elsa Yang Hui-Shan und Don Wong Tao sind fast nur Frauen im Film (in grossen Rollen) zu sehen. Der Cast war mir bis auf die zwei genannten Stars unbekannt.

Fazit: Wer gerne Filme wie Deadly Silver Angels und Co. mag, kann einen Blick riskieren!

Infos:

O: Yang yang jun

Taiwan 1981

R: Ulysses Au-Yeung Jun

D: Elsa Yang Hui-Shan, Don Wong Tao, Fanny Fang Fang-Fang, Wu Chiao-Ling, Mary Wong Ma-Lee, Ha Kwong-Li, Cheng Hsiu-Ying, Teresa Tsui Jun-Jun

Laufzeit der jap. VHS: 89:47 Min.

Gesehen am: 14.1.23

Fassungen: Ich war kurz im Besitz der VHS aus dem Libanon (Englisch Dubbed mit arabischen Subs) und habe dieses dann gegen das VHS aus Japan (von Tohokushinsha Home Video) getauscht. Grund: das VHS aus Japan bietet den Originalton Mandarin. Das VHS aus dem Libanon habe ich mir noch digitalisiert, bevor ich es verkauft habe, so dass ich theoretisch auch diese Fassung noch ansehen könnte. Es gibt weder eine DVD, noch eine deutsche Fassung, noch eine Blu-Ray (Stand: Nov. 2023). Im Direktvergleich ist das Bild der jap. VHS heller und bietet mehr Bildinformationen an den Seiten.






Montag, 17. April 2023

Eunuch of the Western Palace


Eunuch of the Western Palace 

Story:

 

Vier Rebellen (u.a. Mang Fei, Don Wong Tao, Doris Lung Chun-Erh) planen einen Eunuchen (Tsung Hua), der zusammen mit den Japanern die Macht an sich reissen möchte, unschädlich zu machen…

 

Meine Meinung:

 

Eunuch of the Western Palace hat mir gut gefallen. Ich mag Eunuchen im HK/Taiwan-Film, vor allem wenn sie Bösewichte, die kaum besiegbar sind, darstellen (Dragon Inn, The Assassin, The Eunuch). In die Kategorie fällt auch Eunuch of the Western Palace. Ein Eastern aus Taiwan aus dem Jahr 1979, der durch Wu Ma (Ti Lung – Die tödliche Kobra) realisiert wurde. Er stand nicht nur vor der Kamera, sondern war auch als Regisseur tätig.

 

Wenn Eunuch of the Western Palace eine Schwäche hat, dann der lahme Plot. Die Füllszenen sind lahm, der Plot wenig originell und teilweise war die Figurenzeichnung leichte Potenzialverschwendung. Dies gilt vor allem für Lo Lieh (Clan of the White Lotus), dessen Figur man auch hätte weglassen können. Und die Mädels kommen leider zu kurz und dürfen im Finale nicht mitmischen, was ich schade fand. Abgesehen davon mochte ich den Film, die Stars/den Cast, die Kampfszenen, das Finale im Schnee, den bösen Eunuchen, den derben Start à la Ilsa und vor allem die vielen innovativen und coolen Gimmicks und versteckten Waffen der einzelnen Figuren. Da weiss man, dass man im Taiwan-Kino angekommen ist!

 

Lo Lieh kämpft nicht viel. Als böser Eunuch überzeugt der mir nicht bekannte Tsung Hua (The Invincible Swordswoman). Dessen rechte Hand und natürlich auch Bösewicht wird von Lung Fei (Kung Fu Mama) gespielt. Als Helden tummeln sich Namen wie Mang Fei (The Secret of Shaolin Poles), Don Wong Tao (Drei wild wie der Teufel) und die niedliche Doris Lung Chun-Erh (7 Men of Kungfu) mit Anhang (ein mir unbekanntes Mädel). Sie überzeugen alle dank ihren Outfits, Gimmicks, Waffen, Talent und Charisma. Das Finale im Schnee war optisch cool, aber leider etwas zu kurz (auch die Kämpfe von Mang Fei & Don Wong Tao gegen Tsung Hua & Lung Fei waren zu schnell vorbei).

 

Alles in allem aber ein unterhaltsamer, fantasievoller und sehenswerter Taiwan-Eastern!

 

Infos:

 

O: Bai Ma Su Che Gou Hun Fan

 

Taiwan 1979

 

R: Wu Ma

 

D: Mang Fei, Don Wong Tao, Lo Lieh, Doris Lung Chun-Erh, Lung Fei, Tsung Hua

 

Laufzeit der HK-VHS: 92:18 Min. / Laufzeit der koreanischen VHS: 83:27 Min.

 

Gesehen am: 26.03.23 / 2. Sichtung (als Korea-VHS): 21.03.24

 

Fassungen: Mir lag das HK-VHS von Omni/Ocean-Shores vor = Uncut, Vollbild, gute (helle) bis schlechte (Nacht-Szenen) Bild- und Tonqualität, leider nur Englisch Dubbed. Das VHS aus Taiwan wäre im O-Ton und mit englischen Subs. Nachtrag 21.03.24: Für eine 2. Sichtung lag mir das VHS aus Südkorea vor. Dieses hat den Vorteil, im O-Ton Mandarin zu sein. Es gibt u.a. sogar englische Subs. Diese werden aber meistens durch koreanische Subs überdeckt. Das habe ich so zum Glück selten erlebt. Die Bildqualität ist mittelmässig bis schlecht (Nacht-Szenen). Vollbild, beide Fassungen haben jeweils mehr Bildinfos als die andere (die HK VHS zeigt mehr links Bild, die koreanische VHS rechts mehr Bild), siehe unten stehenden Bildvergleich. Die ersten fünf Minuten des Filmes (Einführung zum Thema Eunuchen und Kastrieren inklusive der Kastration eines kleinen Jungen) fehlen beim VHS aus Südkorea komplett. 








Szenen aus den ersten fünf Minuten, die bei der koreanischen VHS Fassung fehlen: