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Donnerstag, 18. Oktober 2018

Blood Feast 2: All U Can Eat Review




 Horroktober 2018 Spezial - Webmaster mit Herschell Gordon Lewis am NIFFF 2011, wo Lewis paar Cover, Poster und Booklet signiert hat

Blood Feast 2: All U Can Eat

Story:

Fuad Ramses III (J.P. Delahoussaye) eröffnet in derselben Kleinstadt, in welcher sein Vorfahre ein Massaker veranstaltete, ein Restaurant. Schnell zieht er die Skepsis der Polizei (Mark McLachlan, John McConnell) auf sich. Wie auch sein Vorfahre gerät Fuad Ramses III durch eine Statue einer ägyptischen Gottheit in den Blutbann und beginnt, Frauen zu ermorden. Die Polizei beginnt zu ermitteln…

Meine Meinung:

Ich glaube Blood Feast 2 war damals mein allererster Herschell Gordon Lewis Film, den ich gesehen habe. Und bis heute ist Blood Feast 2 in meinen Augen der beste Herschell Gorden Lewis Film. Deutlich besser als Teil 1 und alle anderen Filme des Regisseurs!

Der Film ist eine direkte Fortsetzung zu Teil eins – erzählt die gleiche Geschichte, nur viele Generationen später. Man kann fast von einem Remake sprechen. Interessant ist, dass Herschell Gordon Lewis nach The Year of the Yahoo! von 1972 keinen Film mehr drehte, bevor er 2002 seinen besten Film drehte – nach so langer Pause. Das ist Herschell Gordon Lewis, der 2016 verstarb, hoch anzurechnen.

Der Film könnte, kennt man sich im Herschell Gordon Lewis Universum nicht aus, für ungeübte Zuschauer billig, übertrieben und theatralisch wirken (gerade das Overacting der Schauspieler, die Figurenzeichnung und den Humor betreffend), aber im Vergleich zu seinen alten Werken ist Blood Feast 2 deutlich aufwändiger, technisch besser, bietet deutlich bessere Leistungen der Darsteller und die Effekte sind die besten, die Herschell Gordon Lewis je auf die Leinwand gebracht hat – dazu, was die Anzahl angeht, auch am höchsten und am blutigsten, was den Blutgehalt angehen.

Mir hat der Humor wie auch die sympathischen Figuren, der Kleinstadt-Charme, der Soundtrack, beigesteuert von der Band Southern Culture on the Skids, sehr gut gefallen. Genau nach meinem Geschmack – wie auch die vielen total blutigen Splattereffekte, die ihresgleichen suchen. Diese werden zum Teil sehr ausführlich und lange gezeigt, in Nahaufnahme – keine schnellen, hektischen Schnitte. Noch nach alter Schule à la Lucio Fulci und Co. Der Gore und die Darbietung und Präsentation der Effekte wird in Blood Feast 2 gefeiert und zelebriert. Für diese war Joe Castro zuständig – ein mir unbekannter Effektekünstler. Ich kenne sonst auch keine Filme, in welchen er mitgewirkt hat (vor allem Low-Budget und Indie-Produktionen wie es scheint).

Die Darsteller sind mir unbekannt (Ausnhame: John Waters in einem Kurzauftritt als Priester) - die meisten haben nur in paar wenigen, unbekannten Filmen mitgewirkt. Gerade die zwei Cops oder J.P. Delahoussaye als Fuad Ramses III haben mir sehr gut gefallen – sehr charismatisch und mit viel Freude dabei. Die Mädels hingegen schauen durch die bank toll aus und könnten praktisch alle aus dem Pornogeschäft stammen – diesbezüglich gibt es auch viel nackte Haut zu sehen – etwas, dass in einem Film von Herschell Gordon Lewis nicht fehlen darf.

Fazit: Herschell Gordon Lewis bester Film! Kann ich nur empfehlen wie noch folgende Filme von ihm: Blood Feast (sollte man als Splatterfan schon gesehen haben), Two Thousand Maniacs (wobei mir das Remake mehr zusagt), The Gruesome Twosome (hat mir gefallen – erinnert ein wenig an Maniac), Wizard of Gore (hier finde ich das Original besser), The Gore Gore Girls (erinnert ein wenig ans Giallo Genre) und The Uh-oh Show (vorletzter Film bevor er starb).

Infos:

O: Blood Feast 2: All U Can Eat

USA 2002

R: Herschell Gordon Lewis

D: J.P. Delahoussaye, Mark McLachlan, John McConnell, Toni Wynne, Christy Brown, Christina Cuenca, Kristi Polit, Jill Rao, John Waters

Laufzeit der US-DVD: 99:14 Min.

Gesehen am: Erstsichtung war vor 2006 / Review überarbeitet am: 18.10.18

Fassungen: Mir lagen die DVDs aus den USA von Shriek Show und aus England von Arrow Video vor (u.a. mit Poster). Poster und Cover habe ich von Herschell Gordon Lewis am NIFFF signieren lassen, siehe Fotos. Weltweit scheinen alle DVDs nicht anamorph zu sein. Die US und UK DVDs bieten keine englischen Subs, auf den deutschen Scheiben (gibt mehrere Uncut Anbieter) sind nebst Deutsch/Englisch auch deutsche Subs vorhanden. In Deutschland beschlagnahmt! Eine Blu-Ray scheint es bisher nicht zu geben (Stand: Okt. 2018).

Freitag, 20. Januar 2017

This Stuff'll Kill Ya! Review


This Stuff'll Kill Ya!

Story:

Roscoe Boone (Jeffrey Allen) gibt sich in einem kleinen Örtchen als Priester aus, der predigt, Leute verheiratet etc. In Wahrheit ist er keiner, sondern will nur abkassieren. Das bringt ihm bald mit Einheimischen und einem Agenten, auch als es zu einigen Morden kommt, Ärger ein…

Meine Meinung:

Dieser alte Low-Budget Film von Herschell Gordon Lewis hat mich an seine andere Arbeit Moonshine Mountain erinnert.

Beide Filme sind billig, nicht dem Horror/Splattergenre zugehörend und bieten ein wunderbarer Hillbilly / Redneck Setting!

Das macht den Film kurzweilig, auch wenn der Film rein nüchtern betrachtet grauenhaft schlecht ist und kaum Highlights bietet.

Die Darsteller waren bis auf einige peinliche Ausnahmen okay. Interessant ist, dass der spätere B-Darsteller Larry Drake (Horrorfans wohl am meisten aus Darkman 2 & 3 sowie dem grossartigen Dr. Giggles bekannt) hier wohl sein Debüt als Darsteller gibt – leider keines welches wirklich zu empfehlen oder gar sehenswert ist. Ich nehme stark an, auch er möchte nicht an seine lachhafte Rolle hier erinnert werden, zumal er auch richtig schlecht agiert. Alles andere als glaubhaft.

Jeffrey Allen hat eine gute Performance abgegeben. Er ist ein Stammschauspieler, wenn es um alte Herschell Gordon Lewis Filme geht. So sah man ihn u.a. noch in den Gordon Streifen Moonshine Mountain, Two Thousand Maniacs! und/oder Something Weird.

Splatter darf man hier nicht erwarten, aber es sterben mind. auch drei Personen (am Ende beim fetten Kopfschuss gab es sogar einen tollen Effekt zu sehen) so dass der Film trotz allem dem fantastischen Film zugeordnet werden kann – so irgendwie! Der Begriff ist immerhin sehr vielseitig brauchbar (man sehe dazu als Beispiel nur schon immer das NIFFF Programm an jedes Jahr, NIFFF = Neuchatel International Fantasy Film Festival)…

Fazit: Kann man einmal schauen als Herschell Gordon Lewis Fan, aber einzeln würde ich den Film für die Sammlung nicht kaufen!

Infos:

O: This Stuff'll Kill Ya!

USA 1971

R:  Herschell Gordon Lewis

D:  Jeffrey Allen, Ray Sager, Tim Holt, Larry Drake

Laufzeit der UK Blu: 98:50 Min.

Gesehen am: 12.01.17

Fassungen: UK Blu Ray von Arrow Video – enthalten in der Herschell Gordon Lewis The Feast Box zusammen mit 13 anderen Filmen des Meisters (DVD, Blu Ray, Gimmicks, Uncut, O-Ton, englische UT, Extras…). Es gibt keine deutsche Fassung. Die Bildqualität war erstaunlich gut.

Donnerstag, 12. Januar 2017

The Gore Gore Girls Review

The Gore Gore Girls

Story:

Mehrere erotische Tänzerinnen fallen einem unbekannten Mörder zum Opfer. Ein Privatdetektiv und eine Reporterin versuchen den Täter zu fassen…

Meine Meinung:

The Gore Gore Girls war der Abschluss einer langen Reihe von Filmen die der ehemalige Pornofilmer Herschell Gordon Lewis gedreht hat, bevor er erst 30 Jahre später mit Blood Feast 2 auf die Leinwand zurückkehrte.

The Gore Gore Girls ist von den alten Filmen des Regisseurs zusammen mit Blood Feast, The Wizard of Gore und The Gruesome Twosome seine beste und von den alten Filmen zusätzlich vielleicht seine blutigste und derbste Arbeit geworden.

Die Story ist simpel und es geht um eine Wer ist der Täter Story die am Ende gar mit einer dicken Überraschung aufwartet. Es gibt jedoch einige Längen, aber die gab es in praktisch jedem alten Herschell Gordon Film.

Die Darsteller sind okay. Im Gegensatz zu anderen alten Filmen des Meisters sieht man hier auch (endlich) Mal nackte Haut und eben einige sehr derbe und matschige Gore Effekte, die oft aufs Gesicht und Augen der Opfer zielen inklusive ein herumspielen / stochern (erinnert sehr an die Gore-Szenen aus Blood Feast 2).

Ein weiteres Plus ist, dass der Film, die Kameraführung und die Mordszenen sichtlich dem Italienischen Giallo Genre aus dieser Zeit entsprungen sind bzw. am sich daran orientiert. Das wirkt sich auf die Tötungsszenen positiv auf.

Fazit: Sollte man als Fan des Regisseurs nicht verpassen! Sein härtester alter Film!

Infos:

O: The Gore Gore Girls

USA 1972

R:  Herschell Gordon Lewis

D:  Frank Kress, Amy Farrell, Hedda Lubin

Laufzeit der UK Blu: Ca. 80 Min.

Gesehen am: 09.01.17

Fassungen: Siehe Scum of the Earth!

How to Make a Doll Review

How to Make a Doll

Story:

Ein intelligenter Lehrer/Professor beauftragt einen Wissenschaftler ihm mit Hilfe einer Maschine / Computer die perfekte Frau zu erschaffen…

Meine Meinung:

Grottenschlechte, total langweilige und stark nervende Komödie des Godfather Of Gore Herschell Gordon Lewis! Schon die letzten zwei Schinken, welche ich von ihm gesehen habe (Just for the Hell of It und She-Devils on Wheels) waren schlecht und dieser Film hier ist sogar richtig übel! Ich hielt es nicht lange aus, musste anhand der Langeweile, des extrem miesen Schauspiels und der vielen nervenden Szenen (das Gestikulieren und Auftreten der männlichen Hauptperson) schnell bis zum Ende durchspulen ohne irgendwas verpasst zu haben! Das einzige nennenswerte: der Inhalt (am PC, Maschine) ist heutzutage aktueller denn je (Roboter die Arbeit der Menschen übernehmen werden, künstliche Intelligenz, selbst fahrende Autos, Sex-Roboter…)!

Was den Film aber nicht besser macht! Pure Zeitverschwendung, absolut KEINE Empfehlung!

Infos:

O: How to Make a Doll

USA 1968

R:  Herschell Gordon Lewis

D:  Robert Woods, Jim Vance, Bobbi West, Elizabeth Davis

Laufzeit der UK Blu: Ca. 77 Min.

Gesehen am: Ende Dez. 2016

Fassungen: Siehe Just for the Hell of It.

Just for the Hell of It Review

Just for the Hell of It

Story:

Eine Gruppe von jungen Erwachsenen terrorisieren die Einwohner einer Stadt…

Meine Meinung:

Nebst She-Devils on Wheels der schlechteste Herschell Gordon Lewis Film den ich gesehen habe! Die Figuren nerven höllisch, die Taten sind zuerst langweilig und uneffektiv und sich immer wieder wiederholend, bis es am Ende ein-zwei derbere Szenen und die Quittung dafür gibt.

Bis dahin musste ich dann spulen, um nicht einzuschlafen, da stinklangweiliger Film in dem kaum was passiert. Billig, kaum Gore, nervend, total langweilig = zweiter Herschell Gordon Lewis Film nach She-Devils on Wheels, den ich NICHT empfehlen kann!

Infos:

O: Just for the Hell of It

USA 1968

R:  Herschell Gordon Lewis

D:  Rodney Bedell, Ray Sager, Nancy Lee Noble, Agi Gyenes

Laufzeit der UK Blu: Ca. 82 Min.

Gesehen am: 24.12.16

Fassungen: Siehe Scum of the Earth!

She-Devils on Wheels Review

She-Devils on Wheels

Story:

Eine weibliche Biker Gang namens Man-Eater legt sich mit einer Männer Gang an. Bald gibt es die ersten Toten und Vergeltungsaktionen…

Meine Meinung:

Für mich bisher der schlechteste Film von Herschell Gordon Lewis den ich bis dato gesehen habe! Grund ist ganz einfach: Film ist trotz der kurzen Laufzeit von 82 Min. stinklangweilig und ich musste dann vorspulen und tat dies mit paar Ausnahmen bis zum Ende da kaum Action, kaum Gore und kaum Sehenswertes bietend! Einzig und allein die Szene mit dem Draht und Kopf war ganz nett, aber ansonsten sind in diesem billigen Schundwerk keine Highlights auszumachen.

Dazu kommt, dass die Mädel Bikerbande höllisch nervt was die Figuren und deren Overacting angehen.

Fazit: Schlechtester Herschell Gordon Lewis Film, keine Empfehlung!

Infos:

O: She-Devils on Wheels

USA 1968

R: Herschell Gordon Lewis

D: Betty Connell, Nancy Lee Noble, Christie Wagner, Rodney Bedell

Laufzeit der UK Blu: Ca. 82 Min.

Gesehen am: 24.12.16

Fassungen: Siehe Scum of the Earth.

A Taste of Blood Review

A Taste of Blood

Story:

Ein Geschäftsmann wird als letzter Verwandter von Graf Dracula gefunden und durch Wein zu einem Vampir. Er verändert sich, es kommt in seiner Umgebung zu Morden und seine Frau und sein bester Freund beginnen die Veränderungen zu bemerken…

Meine Meinung:

Angeblich soll A Taste of Blood Lewis Liebling sein d.h. er sieht diese Arbeit als seine beste an. Dies soll auch die sehr lange Laufzeit von ca. zwei Stunden erklären während seine anderen Billigfilme nur ca. 70-80 Minuten laufen!

Und ich kann mich seiner Meinung nicht anschliessen: der Film kommt nicht an Filme wie Blood Feast, The Gruesome Twosome oder The Two Thousend Maniacs heran!

Die Gründe sind einfach: es gibt kaum Gore und für das sind seine Filme nun Mal bekannt, die Story ist 08/15 und das grösste Problem ist eben besagte Laufzeit von zwei Stunden = sehr sehr langweilig, viele Längen und lahme Füllszenen! Das sind die Hauptprobleme des Filmes!

Die Idee der modernen Dracula Variante war ganz nett, die Darsteller (wenn man ihnen überhaupt so sagen kann) stets bemüht und/oder gutaussehend (die Hauptdarstellerin) aber das ist gesamthaft mit paar wenigen Blutszenen einfach zu wenig, um den Zuschauer vor dem Tod durch Langeweile retten zu können!

Fazit: Diesen Lewis sollte man sich höchstens einmal ansehen und wer dies bis zum Ende schafft hat schon eine starke Leistung hinter sich! Nur für ultimative Herschell Gordon Lewis Fans zu empfehlen!

Infos:

O: A Taste of Blood

USA 1967

R:  Herschell Gordon Lewis

D: Bill Rogers, Elizabeth Wilkinson, Dolores Carlos, Gail Janis

Laufzeit der UK Blu: Ca. 118 Min.

Gesehen am: Erste Dez. Woche 2016

Fassungen: Siehe The Gruesome Twosome!