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Sonntag, 7. Juni 2026

Scary Movie

Scary Movie

Story:

Tuesday Campbell (Savannah Lee Nassif) wird von einem maskierten Killer niedergestochen, überlebt aber. Dessen Schwester Sara (Olivia Rose Keegan) sucht nach Jahren ihre Mutter Cindy Campbell (Anna Faris) auf, die damals im ersten Scary Movie bereits von einem Killer gejagt wurde. Zusammen mit alten Bekannten (u.a. Marlon Wayans, Regina Hall, Shawn Wayans, Lochlyn Munro, Dave Sheridan) versuchen sie, den Killer zu schnappen…

Meine Meinung:

Scary Movie ist der inzwischen sechste Teil der Reihe, dessen erster Film 2000 ein voller Erfolg war. Mir gefiel der erste Film immer sehr. Das hat auch nostalgische Gründe. Die Fortsetzungen sah ich alle. Im Gegensatz zum ersten Film fand ich diese aber alle schwächer und keiner der Fortsetzungen hat es in meine Filmsammlung geschafft (oder flogen wieder raus). Der Trailer zum neuen Film, der kreativ vermarktet wurde, gefiel mir. Die Art des Humors (unter der Gürtellinie) erinnerte an die alten Filme aus der Reihe. Ich vermutete, dass mir der Film für eine einmalige Sichtung gefallen würde.

Heute war ich jedoch zu faul für ins Kino zu gehen. Ich habe mir den Film gestreamt und bekam mehr oder weniger genau das, was ich erwartet habe. Ich empfand Scary Movie als kurzweilig, nie langweilig aber nicht als Kracher. Das heisst der Film wird, wie erwartet, nicht auf meine Wunschliste gesetzt. Der Humor war grösstenteils unter der Gürtellinie, Fäkalhumor, lustig und unlustig. Natürlich haben die Segmente gefallen, die Filme durch den Kakao gezogen haben, welche ich kannte. Da sind schon einige Titel dabei wie die Final Destination Reihe, Terrifier Reihe, Get Out, Sinners, The Substance, die Serie Wednesday, Weapons, Ich weiss, was du letzten Sommer getan hast, John Wick oder Smile.

Daneben werden auch zeitgemässe Themen wie Social Media, Influencer oder die Epstein Files in den Plot integriert. Auch das fand ich amüsant, da der Film kein Blatt vor den Mund nimmt und politisch unkorrekten Humor bietet. Zudem war es cool, dass ein grosser Teil des Original-Cast aus dem 2000er Film zu sehen war: Anna Faris, Regina Hall, die Wayans Brüder, Lochlyn Munro (Freddy vs. Jason) oder Dave Sheridan (Victor Crowley). Die neuen Hauptfiguren werden von Olivia Rose Keegan sowie Cameron Scott Roberts gespielt. Die machen das gut. Die Identität des Killers war jedoch vorhersehbar.

Fazit: Wer die Scary Movie Fortsetzungen mochte, kann bedenkenlos einschalten!

Infos:

O: Scary Movie

USA 2026

R: Michael Tiddes

D: Savannah Lee Nassif, Olivia Rose Keegan, Anna Faris, Marlon Wayans, Regina Hall, Shawn Wayans, Lochlyn Munro, Dave Sheridan

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 96 Min.

Gesehen am: 07.06.26

Fassungen: Gesehen via Stream in Englisch. Der Film läuft auch in den Schweizer Kinos (in Deutsch oder Englisch, Uncut). Es gibt noch keine deutsche DVD, Blu-Ray oder UHD (Stand: Juni 2026).

Mittwoch, 22. April 2026

Mermaid

Brugggore Filmfestival 2026 Spezial

Mermaid

Story:

Doug (Johnny Pemberton) ist ein Junkie. Er verliert seinen Job, seine Ex findet ihn beknackt und seine Tochter sieht er zu selten und mit Dritten (u.a. Robert Patrick) hat er Probleme. Er will sich das Leben nehmen. Just in dem Moment findet er eine verletze Meerjungfrau und nimmt sie nach Hause…

Meine Meinung:

Von Mermaid, meinem ersten Film am diesjährigen Filmfestival in Brugg, habe ich nicht allzu viel erwartet. Gleichzeitig habe ich mich auch nicht wirklich um den Cast oder die Produktion informiert. Ich wollte mich ggf. positiv überraschen lassen. Wenn ich im Genre-Kino an Filme mit dem Titel Mermaid denke, kommen mir spontan Guinea Pig 6 - Mermaid in a Manhole, The Mermaid von Stephen Chow, The Lure (am NIFFF gesehen) sowie Mermaid Legend in den Sinn.

Mermaid stammt von Tyler Cornack. Einem sehr jungen Regisseur und mir unbekannt. Das gilt auch für die Mehrheit von Cast und Crew mit Ausnahme von Robert Patrick (grosse Nebenrolle) und Tom Arnold (Gastauftritt). Die Schauspieler haben ihre Sache im Grossen und Ganzen ordentlich gemacht. Robert Patrick spielt natürlich eine Art Bösewicht (sehr viel Overacting). Er war zuletzt öfters in solchen Rollen zu sehen (= Tone-Deaf, Tulsa King).

Mermaid erfüllte seinen Zweck. Anspruchslose Indie-Unterhaltung, aber kein Film für die Sammlung. Dafür fesselte der Inhalt zu wenig, die Grenzen durch das kleine Budget werden aufgezeigt, für eine Horrorkomödie war der Humor zu unlustig und der grösste Schwachpunkt waren die Figuren. Die waren uninteressant. Und ein Looser-Versager/Junkie als "Held" hat bei mir als Identifikationsfigur immer schlechte Chancen.

Der Film weiss zum Teil auch nicht Recht, was er sein will. Horror, Komödie, Sozialkritik oder Drama. Dabei haben die dramatischen Parts für mich nicht funktioniert und die sozialkritischen Untertöne wirkten aufgesetzt. Viel Gore gibt es nicht und das Meerjungenfrau-Make-Up ist selten im Detail zu sehen. Eine teilweise zu dunkle Ausleuchtung half dabei ggf. das niedrige Budget zu kaschieren. Die Musikauswahl traf nicht meinen Geschmack. Florida als Setting war cool. Hier und da kamen Dexter Vibes auf. Die Geburtstagsfeier der Tochter war die beste und lustigste Szene des Filmes.

Infos:

O:  Mermaid

USA 2025

R: Tyler Cornack

D: Johnny Pemberton, Avery Potemri, Robert Patrick, Nancy McCrumb, Tyler Rice, Kevin Nealon, Tom Arnold

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 105 Min.

Gesehen am: Brugggore Filmfestival 2026

Fassungen: Gesehen am Brugggore Filmfestival 2026 in Englisch. Uncut. Eine DVD, Blu-Ray oder UHD ist noch nicht angekündigt (Stand: April 2026).

Samstag, 24. Januar 2026

MadS

MadS

Story:

Romain (Milton Riche) macht, bevor er eine Party aufsuchen will, einen Abstecher zu seinem Dealer und konsumiert Drogen. Auf dem Weg zur Party beginnt für Romain ein Höllentrip…

Meine Meinung:

MadS schaute ich mir ohne Vorwissen an. Ich wusste nichts über den Film, den Regisseur oder die Produktion. Erst danach erfuhr ich, dass der Film ohne Schnitt gedreht worden sein soll (à la One Cut of the Dead). Jedoch fand ich in Online Reviews/Videos und gegenteilige Aussagen, dass da mit Technik nachgeholfen wurde. Ob dies stimmt oder der Film wirklich am Stück und ohne Schnitt gedreht wurde, kann ich daher weder dementieren noch bestätigen. Für die Qualität des Filmes und meinem Fazit spielt das aber auch keine Rolle.

MadS ist ein französischer Film. Eine Art Mix aus 28 Days Later auf Drogen mit künstlerischer Note. Während der Sichtung vermutete ich zuerst einen Studentenfilm, so schlecht war der Streifen. MadS war einer der schlechtesten Filme, welche ich je gesehen habe. Extrem nervend. Ich wollte während der Sichtung schon nach 20-30 Min. ausschalten. Das heisst viel. Das ist selten. MadS ist ein Film ohne Sinn und Verstand mit untalentierten, lächerlichen und nervenden Menschen, die sich "Schauspieler" nennen. Das Schauspiel ist an Lächerlichkeit kaum zu überbieten. In meinen Augen waren das Laien. Es gibt fast keinen Plot. Romain verschwindet ab der Mitte des Filmes und danach geht es mit seiner Freundin, die noch viel nervender agiert und schlechter spielt, weiter.

Am Ende gibt es keine Erklärungen. Der Plot ist einfach nur langweilig und vor allem nervend. Vor allem das ewige, hysterische und laute Gekreische aller Personen war nicht zum Aushalten. Absolut nicht. Niemand konnte in dem Film ruhig und normal kommunizieren. Das in Zusammenhang mit dem Sound-Design war höllisch nervend. Irre Menschen irren durch die Strassen, haben Zuckungen, schneiden Grimassen, schreien und nerven. Das ist der Hauptplot des Filmes. Echte Effekte gibt es bis auf das Finale (eine angefressene Leiche) auch nicht. Es wird nur mit roter Farbe gearbeitet (war wohl kaum Budget vorhanden).

Fazit: Totalausfall. David Moreau kommt auf die schwarze Liste!

Infos:

O: MadS

Frankreich 2024

R: David Moreau

D: Lucille Guillaume, Lewkowski Yovel, Xiomara Melissa Ahumada Quito

Laufzeit der Bootleg-Blu-Ray: Ca. 86 Min.

Gesehen am: 24.01.26

Fassungen: Gesehen via Bootleg-Blu-Ray = Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität, Franz. O-Ton mit englischen Subs. MadS gibt es in Deutschland offiziell von capelight pictures / AL!VE auf Blu-Ray.

Samstag, 25. Oktober 2025

Clouds Review

Horroktober 2025

Clouds

Story:

Jake und seine Freunde reisen über das Wochenende ins Hinterland. Das kann Jake nach einem Drogentrip brauchen. Vor Ort erfahren sie, dass vor zwei Monaten eine junge Frau vergewaltigt wurde und an den Folgen starb. Ihr Zimmer darf nicht betreten werden. Kurze Zeit später nehmen mysteriöse Ereignisse ihren Lauf…

Meine Meinung:

Clouds ist bei Genre-Freunden und VHS-Sammlern sehr begehrt, da es scheinbar nur eine japanische Videokassette (mit coolen Artwork) gibt. Bei Clouds handelt es sich um einen Mitte der 80er Jahre Film aus den Philippinen. Dieser erinnert mehrheitlich ans westliche Kino, den Backwood- und Slasher-Film aus den USA. Leider konnte mich dieser «Kultfilm» nicht überzeugen, so dass der Film, schönes Artwork und selten hin oder her, nicht in die Sammlung integriert wird.

Für einen Film aus den Philippinen gibt es überraschend viel nackte Haut und Sexszenen zu sehen. Das hat mich etwas überrascht. Auf der anderen Seite sah ich schon im grossartigen Silip nackte Haut. Das schien Mitte der 80er Jahre, auch auf den Philippinen, in Mode gewesen und akzeptiert zu sein. Clouds startet bereits schlecht. Als der Film startete dachte ich zuerst, es sei ggf. eine falsche VHS. Dann hoffte ich, dass es ein Trailer zu einem anderen Film sei. Pustekuchen.

Das Intro in den Film ist absolut furchtbar, nervend, zum Fremdschämen. Da ist nichts Stimmungsvolles bei und es passt rein gar nicht zu einem Horrorfilm. Es gibt schlussendlich zwei Hauptgründe, warum mir der Film nicht gefallen hat. Der erste Hauptgrund ist die Tatsache, dass bis zum Finale rein gar nichts passiert. Der Film ist schlicht und weg langweilig. Das Schauspiel mutet z.T. laienhaft an, das Overacting ist z.T. peinlich. Der zweite Hauptgrund ist, dass dem Zuschauer die Figuren total egal sind. Es sind mehrheitlich nervende und wenig sympathische Figuren. Da hilft dann auch der ein oder andere blutige Moment im Finale nichts.

Fazit: Lieber Silip, Zuma oder The Killing of Satan schauen!

Infos:

O: Alapaap

Philippinen 1984

R: Tata Esteban

D: Tanya Gomez, William Martinez, Mark Gil, Michael De Mesa

Laufzeit der jap. VHS: 94:51 Min.

Gesehen am: Okt. 2025

Fassungen: Mir lag das jap. VHS von Sony vor = Uncut, Englischer Dub (gute Synchro), jap. UT, gute Bild- und Tonqualität. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Okt. 2025). Das VHS wurde für einen 3stelligen Betrag nach London verkauft. 

Samstag, 12. Juli 2025

Alpha

NIFFF 2025 Spezial

Alpha

Story:

Ein unbekanntes und tödliches Virus verbreitet Angst und Schrecken. Als sich die 13jähjrige Alpha (Mélissa Boros) auf einer Party ein Tattoo stechen lässt und sich die Wunde infiziert, löst dies in ihrem schulischen Umfeld Angst, Mobbing und Stigmata aus. Alphas Mutter (Golshifteh Farahani), die im örtlichen Krankenhaus arbeitet, hat alle Hände voll zu tun. Nebst dem Virus und der infizierten Wunde von Alpha taucht noch ihr drogensüchtiger Bruder (Tahar Rahim) bei ihr auf, was für zusätzliche Spannungen sorgt…

Meine Meinung:

Als ich sah, dass es sich bei Alpha um den neuen Film von Julia Ducournau handelt, war ein Besuch am NIFFF beschlossene Sache. Ihr Raw gefällt mir auch heute noch aussenordentlich gut und schon den sah ich dazumal am NIFFF (2017). Ich wusste über Alpha praktisch nichts. Die Inhaltsangabe oben habe ich nach der Sichtung angepasst. Mein Vorwissen bezog sich auf zwei Elemente: es geht um einen Virus und die 13jähjrige Alpha lässt sich ein Tattoo stechen. Ich erwartete einen Mix aus Coming of Age und Bodyhorror (zum Teil wird der Film auch als Bodyhorror Film bezeichnet).

Mehr wusste ich nicht. Dass der Film z.B. in den 80ern spielen soll, wurde mir während der Sichtung nicht klar (hätte mir auffallen müssen, da niemand ein Handy hat). Dass das Virus übergeordnet für den HIV-Virus steht, hatte ich so auch nicht interpretiert (ich dachte zuerst mehr daran, dass das Covid-Thema im Film eingeflossen ist). Der Kumpel (aus Zürich, der auch am NIFFF war) und viele negative Rezessionen liessen meine Erwartungen vor der Sichtung in den Keller senken bzw. ich ging neutral an den Film heran. Ich versuchte, mich davon nicht beeinflussen zu lassen. Der Film fühlte sich wie ein Überraschungs-Ei an. Ich wusste nicht, was mich wirklich erwarten würde. Nach der Sichtung kann ich sagen, dass ich positiv überrascht wurde.

Alpha hat mich zum Teil emotional sehr berührt und hat meine sensible Seite stark getroffen, auch wenn die Musik in einigen Szenen leider unpassend gewählt war, fand ich. Der Film hat meiner Meinung nach nichts mit Bodyhorror zu tun, auch wenn die Infizierten sich körperlich (phantastisch) verändern. Ich sehe das mehr als Metapher. Dass es sich im Film um das HIV-Virus handeln soll, wird nie gesagt. Das Virus bekommt im Film keinen Namen und der Plot mit dem Virus ist nur das Setting und die Rahmenhandlung. Es geht per se aber nicht darum. Auch die Coming of Age Szenen sind zahlenmässig kleiner als erwartet.

Es geht mehr um Inhalte wie Sucht, Co-Abhängigkeit, Traumata, Verlust und Tod inklusive soziokultureller Themen. Das waren die zentralen Inhalte des Filmes und der drei Hauptfiguren. Und die mir unbekannten Darsteller haben ihre Sache einfach grandios gemacht. Intensives Schauspiel von Mélissa Boros, Golshifteh Farahani sowie Tahar Rahim (spielt in Inside einen der Polizisten). Da hat es einige Szenen, die gefühlsmässig unter die Haut gehen und Emotionen auslösen können. Der Film ist im Vergleich zu Raw viel sperriger und weniger dem Mainstream unterzuordnen. Der Film ist ruhig. Der Plot wird nicht immer chronologisch erzählt und Gegenwart und Vergangenheit verschmelzen auch Mal.

Fazit: Stark! Landet auf der Wunschliste!

Infos:

O: Alpha

Frankreich, Belgien 2025

R: Julia Ducournau

D: Emma Mackey, Golshifteh Farahani, Tahar Rahim, Finnegan Oldfield, Jean-Charles Clichet, Mélissa Boros

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 128 Min.

Gesehen am: NIFFF 2025

Fassungen: Am NIFFF 2025 im O-Ton mit englischen Subs gesehen. Uncut. Es gibt noch keine DVD, Blu-Ray oder UHD (Stand: Juli 2025).

Mittwoch, 2. April 2025

The Minotauress

The Minotauress

Inhalt:

"HELL'S BITCH IN HEAT...

Seething, slavering, and insane, it cringes, not wanting to slip forth from the noxious, bloated belly of its abyssal mother until the most hideous sexual atrocities beckon it from Hell's hot bowels: the dread monstrosity of unfathomable beauty and the most vile horror--revulsion and desire incarnated into one...

...PREGNANT TO BURSTING WITH ABOMINATIONS UNTOLD...

Atop the moon-drenched hillock sits the leaning manse, surrounded by ancient graves rich with the bones of witches, and amid the dense cricket-choruses of these ghastly twilight deeps, it stalks, thrashes and prowls, its nipples gorged with evil, its loins a frenzy of Luciferic lust...

RITES OF REDNECK PASSAGE... 

Behold Balls and Dicky (of THE BIGHEAD fame) as they embark on their first sociopathic epiphany teeming with down and dirty redneck whores, occult science, corpse-sex, and scatological gross-out the likes of which would make the BTK Killer faint. These boys think they're bad...but are they bad enough to face—

THE MINOTAURESS

Edward Lee's latest novel of irredeemable harder-than-hardcore horror...

This edition also contains the story "The Horn-Cranker"."

Meine Meinung:

In diesem Roman, der 2007 erschienen ist, sind zwei Edward Lee Romane hinterlegt. Zuerst die titelgebende Geschichte The Minotauress, dessen Artwork bereits sehr vielversprechend anmutet und Lust auf mehr macht. In dessen Plot gibt es ein Wiedersehen mit Balls und Dicky aus Edward Lees Roman The Bighead. Die Story aus The Minotauress spielt jedoch vor The Bighead. Fans der zwei Rednecks werden voll auf ihre Kosten kommen. The Minotauress endet enttäuschend, da offenes Ende. Auf der anderen Seite gibt mein Buch an, dass The Minotauress 2007 veröffentlicht wurde, während der 2. Roman in diesem Buch, The Horn-Cranker, bereits 2002 veröffentlicht worden sein soll.

Das ist spannend, da The Horn-Cranker als Fortsetzung zu The Minotauress zu verstehen ist. The Minotauress nimmt von 286 Seiten 176 ein. Um die Story, welche ich bereits einmal las, zu Ende zu lesen, brauchte ich heuer sehr lange. Oft waren lange Pausen dazwischen. Es wird vor allem Fokus auf Balls und Dicky gelegt. Zum einen ist das fiese, spassige und makabre Redneck-Action, auf der anderen Seite wird mit der Hauptfigur, die dem Roman auch den Namen gab, dem Minotauress, viel zu wenig Zeit gewidmet. Eigentlich geht es darum, dass Balls und Dicky einen reichen Mann bestehlen, in dessen Haus der Minotauress auf sie wartet. Dieser Sub-Plot nimmt aber nur ca. ein Viertel der Story ein und das offene Ende hat mich beim Lesen wirklich enttäuscht.

Die 3. Person, die nebst Balls und Dicky vorkommt, ist ein Autor. Dessen Szenen und sein Philosophieren gingen mir, ehrlich gesagt, auf den Sack. Diese Zeilen fand ich nervend und schwach. Daher ist The Minotauress, vor allem im Vergleich mit einem Highlight wie The Bighead, eine ziemliche Enttäuschung. Auch vom Vergleich losgelöst würde ich den Roman nur als qualitativ durchschnittlichen Roman betiteln. Umso erfreuter war ich, dass die Gottheit (der Minotauress) dann in der 2. Geschichte des Romans wieder auftaucht und der Plot quasi in einer neuen Geschichte weiter und vor allem zu Ende erzählt wird. Das gab Pluspunkte.

The Horn-Cranker hat mir besser gefallen als The Minotauress. Ich habe den Roman sehr schnell verschlungen. Der Plot ist ein Mix aus Redneck- und Backwood-Setting. Die Figuren waren, auch wenn mehr als 100% frauenfeindlich (und wie), sympathischer als jene in The Minotauress. In traditioneller Edward Lee Manier wird das so extrem übertrieben dargestellt, dass man das nicht ernst nehmen kann. Held der Geschichte ist Dean, der nach einer Weil an seinen Geburtsort zurückkehren muss, wo er der Held der Stunde war. Er hat alle Frauen flachgelegt und war der Champ der Region und der Weltmeister als Horn-Brecher. Ob es diese Disziplin überhaupt gibt, weiss ich nicht. Dean, der mehr und mehr Tagträume voller Gewalt hat, muss sich seiner Vergangenheit stellen, seinen verletzten Vater unterstützten, seine Jugendliebe retten und wird dabei von Ajax, seinem ebenso frauenfeindlichen Pseudo-Hobby-Psychologen aus der Grossstadt, begleitet, der sich in Deans 60 Jahre alte (!!!) Haushälterin verguckt. Und dann gibt es noch einen amüsanten Nebenplot mit einem schweinischen und korrupten Cop. Und Edward Lee scheint kein Hip-Hop und Rap-Fan zu sein. Das macht er im Roman auf amüsante Art und Weise mehrfach deutlich.

Fazit: Solide, aber kein Meisterwerk. Dafür hatte The Minotauress zu viele Schwachstellen. Pluspunkte gibt es, da die «Fortsetzung» The Horn-Cranker auch im Roman verewigt wurde. Ich empfehle, beide Geschichten nacheinander zu lesen. Edward Lee hat schon zuvor mehrere seiner Geschichten in einem Roman veröffentlicht (The House/The Pig).

Infos:

In Deutschland erschienen: Ja

Sprache: Englisch

Verlag: Necro Publications

Anzahl Seiten: 286

Roman/Sachbuch: Roman

Art: Taschenbuch

Autor: Edward Lee

Erschienen: 01.01.2007

Sonntag, 8. September 2024

The Last House on the Left

The Last House on the Left

Story:

Die minderjährigen Mädels Mari (Sandra Peabody) und Phyllis (Lucy Grantham) wollen ein Rockkonzert besuchen und fallen Gangster Krug Stillo (David Hess) und Co. (Fred J. Lincoln, Jeramie Rain, Marc Sheffler) in die Hände. Das sadistische Treiben hat den Tod der beiden Mädchen zur Folge. Die Gangster fliehen sich in ein Haus, wo sie von, ohne es zu wissen, Maris Eltern (Cynthia Carr, Richard Towers) aufgenommen werden…

Meine Meinung:

The Last House on the Left vereint drei damalige No-Names, die später im Horrorgenre richtig erfolgreich werden sollten: Wes Craven, Sean S. Cunningham und Steve Miner. Wes Craven führte Regie und schrieb das Drehbuch, während Sean S. Cunningham den Film produzierte und Steve Miner fungierte als Produktionsassistent. Wes Craven hatte später vor allem mit A Nightmare on Elm Street und der Horrorfigur Freddy Krüger, die er damit erschuf, grosse Erfolge, während Sean S. Cunningham mit Friday the 13th auch eine der bekanntesten Horrorfilmreihen überhaupt lostrat und Steve Miner war für mehrere bekannte und solide Horrorfilme zuständig (Warlock, House, Friday the 13th Part 2).

Nebst Das Haus der Vergessenen, A Nightmare on Elm Street und Scream würde ich den Film als einen der besten Filme von Wes Craven bezeichnen. The Last House on the Left ist ein unglaublich fieser Bastard von einem Film. Durch das kleine Budget und die daraus resultierende (dreckige) Optik und Schlichtheit der Machart wirkt der Film und seine sadistischen Momente durch und durch authentisch und intensiv. Wes Craven war sich erst später bewusst, wie brutal sein Film und einzelne Momente wirkten. Daher entschärfte er auch persönlich einige Momente (z.B. den Tod von Phyllis). Und dennoch gehen viele Szenen, auch wenn entschärft oder nicht explizit, definitiv unter die Haut.

Dagegen kann das spätere Remake zum Film (im Jahr 2009 erschienen) oder Nachahmer (z.B. der Ital. Film Mädchen in den Krallen teuflischer Bestien) einpacken. Der Grundton und Sadismus aus Wes Cravens Terrorklassiker bleiben definitiv unerreicht. Damit zählt der Rape & Revenge Film zu einem der besseren in diesem sonderbaren Sub-Genre. Dabei hatte Wes Craven auch Glück bei der Wahl der Darsteller, insbesondere bei David Hess, der einen wunderbar fiesen und schweinischen Dreckskerl und Soziopathen spielte. Dieser tat dies so abgrundtief bösartig, dass er später in ähnlichen Rollen erneut vor der Kamera stand (z.B. in Der Schlitzer). Er war ausserdem für die tolle Musik und den Soundtrack des Filmes zuständig.

Fazit: 70er Jahre Exploitation in Reinkultur!

Infos:

O: The Last House on the Left

USA 1972

R: Wes Craven

D: Sandra Peabody, Lucy Grantham, David Hess, Fred J. Lincoln, Jeramie Rain, Marc Sheffler, Cynthia Carr, Richard Towers

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 84:10 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Neusichtung am: 14.06.24

Fassungen: Mir lag die österreichische Blu-Ray von Turbine / NSM vor = 40th Anniversary Edition mit Schuber, limitiert auf 5000 Stück, Deutsch/Englisch mit Subs, «Uncut» Kinofassung und den Rohschnitt (Krug & Company Fassung) zum Film, sehr gute Bild- und Tonqualität. Es gab immer Gerüchte, dass der Film von Wes Craven selbst für die Kinoauswertung zensiert wurde und eine echte «Uncut» nie veröffentlicht wurde.  Es gibt keine längere Fassung als diese Blu-Ray. Als Bonus gibt es aber längere Szenen zu sehen (vor allem zum Tod von Phyllis inklusive Aushangfotos von forciertem lesbischem Sex, die im Film nicht zu sehen sind). Der Film ist in Deutschland nicht mehr beschlagnahmt und nicht mehr indiziert. Aus der Schulzeit liegt mir noch das Astro VHS vor. In Deutschlands hiess der Film z.T. auch Mondo Brutale. Dieses VHS mag ich. Schickes Artwork, viel Nostalgie. Daher behalte ich das. Damals für ca. drei CHF einem Schweizer Forenuser (ehemaliges Schweizer Filmforum) abgekauft.

Donnerstag, 5. September 2024

Muscle of the Dragon

Muscle of the Dragon

Story:

Eine «Mond-Sekte» treibt ihr Unwesen. Ihre Tatwaffe: Heroin und dessen Schmuggel. Ein Agent aus Korea (Dragon Lee) und ein Agent aus Hong Kong (Nick Cheung Lik) machen es sich zum Ziel, die Bande zu infiltrieren und aufzuhalten. Sie finden heraus, dass der Anführer der Bande verschleppt und durch «The Bishop» (Kim Ki-Ju) ersetzt wurde. Weiter wurde ein Chemiker entführt, der helfen muss, die Drogen herzustellen.

Meine Meinung:

Aka Dragon Lee Fights Again. Bei Muscle of the Dragon handelt es sich in Wahrheit um einen südkoreanischen Film namens Two Fighters in Moonlight aka Fist of Fury in the Moonlight. Bei dieser mir vorliegenden Fassung, Englisch gesprochen und mit portugiesischen Untertiteln versehen, handelt es sich um eine veränderte Fassung. Es gibt keine koreanischen Credits und es wurden Szenen aus dem HK-Film Bruce Lee – Seine Erben nehmen Rache integriert. In denen sind vor allem Bruce Le und Bolo Yeung zu sehen. Scheinbar stammt diese veränderte Fassung von To Man-Bo (Magic Curse), während die Ursprungsfassung von Kim Jin-Tae realisiert wurde.

Bei Muscle of the Dragon handelt es sich daher nicht, wie fälschlicherweise in einigen Datenbanken erwähnt, um folgende Filme: The Big Boss 2 – Rache in Shanghai! oder The Dragon, the Hero. Kim Jin-Tae, der Regisseur aus Südkorea, hat fast in all seinen Regiearbeiten mit chinesischen Regisseuren zusammengearbeitet. Soll heissen Co.-Produktionen und/oder es gibt veränderte koreanische Fassungen, davon auch von zwei Lo Wei Jackie Chan Filmen wie Spiritual Kung Fu oder To Kill with Intrigue. Muscle of the Dragon fliegt nach dieser 2. Sichtung aus der Sammlung.

Der Film, der in dieser Englisch Dubbed Fassung grauenhaft tönt, ist kein speziell guter Film. Zwar ist Muscle of the Dragon absolut nicht langweilig und es gibt viele Kampfszenen, was dem Film aber fehlt sind interessante Figuren und Sympathieträger bei den Helden oder Bösewichten, die Charisma bieten. Daher wirken die Kampfszenen belanglos, da mich die Figuren nicht abgeholt haben. Der Plot ist dünn und Mittel zum Zweck. Dragon Lee (The Kung Fu Fever) finde ich äussert wenig sympathisch. Da sind mir andere Bruce Lee Klone (wie Bruce Le) doch lieber, auch wenn ich sagen muss, dass ich allgemein kein besonders grosser Bruceploitation-Fan bin.

Fazit: Wer Dragon Lee mag, wird den Film lieben. Mich holte Muscle of the Dragon  leider nicht ab.

Infos:

O: 雙龍追踪, 월광쌍수, Two Fighters in Moonlight

Südkorea 1981

R: To Man-Bo, Kim Jin-Tae

D: Dragon Lee, Nick Cheung Lik, Kim Ki-Ju

Laufzeit der US-DVD: 90:00 Min.

Gesehen am: Jan. 2008 / Neusichtung am: 09.06.24

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Videoasia vor = ein Double Feature mit Kungfu Superman, Vollbild, Englischer Dub mit festen portugiesischen Subs. Den Film zu identifizieren fiel zu Beginn nicht einfach. In einigen Datenbanken ist der Film nicht gelistet oder wird fälschlicherweise als falscher Film angegeben (= als The Big Boss 2 – Rache in Shanghai! oder The Dragon, the Hero). Es handelt sich bei Muscle of the Dragon um diesen Film: Dragon Lee Fights Again. Einen südkoreanischen Film (dort bekannt als Two Fighters in Moonlight), jedoch noch mit Szenen aus Bruce Lee – Seine Erben nehmen Rache ausgeschmückt.

Dienstag, 9. Juli 2024

The Bighead

The Bighead

Inhalt:

"Rape. Murder. Brain-Eating.

THE BIGHEAD - Who is he? What is he? An inbred homicidal pervert? A supernatural psychopath? Who or whatever he is, he’s on a roll now, raging out of the Virgina backwoods, and leaving in his wake a trail of blood, guts, and disgust far beyond the limits of your reckoning.

 

JERRICA - Sex-addict, drug-addict - a woman so far out of control she would make Linda Lovelace look like a schoolmarm. And little does she know, The Bighead is coming…for her.

 

THE ABBEY - Closed for years, Wroxeter Abbey is back in business, haunted by two nuns…from hell. Erotopathic, clinically demented, gross beyond belief. Tot he faithful priest, Father Alexander, they will do things that absolutely beggar description…"

Meine Meinung:

Als ich The Bighead vor ca. über zehn Jahren das erste Mal gelesen habe, war ich, glaube ich, etwas enttäuscht. Ich kann mich jedoch nicht mehr wirklich erinnern. Nun, nachdem ich den Roman in den letzten Monaten erneut gelesen habe, ich nahm mir Zeit (aufgrund Norovirus auf der Arbeit, aufgrund BIFFF, aufgrund Brugggore Filmfestival, aufgrund NIFFF, aufgrund Die Macht der Kränkung = viel los und das Leben am Geniessen), fand ich Edward Lees Roman super. The Bighead, welchen es inzwischen auch in Deutsch zu lesen gibt (ich frage mich, wie sie den Redneck Slang übersetzen?!), hat mit seinen über 300 Seiten richtig viel Spass gemacht.

The Bighead ist mehr als nur einer 08/15 Monster- oder Backwood-Story. Und genau deshalb war ich eventuell früher auch enttäuscht und nun dafür umso positiv gestellter. Ich würde gar sagen, dass die Kreatur Bighead sogar nur eine Randerscheinung ist. Es ist so viel los in dem Plot und es kommen so viele Figuren vor, dass für genug Makabre, perverse und gewalttätige, aber immer auch bitterböse und schwarzhumorige, Elemente gesorgt ist. Langweilig wird es daher nicht und wer die Fantasie von Edward Lee aus anderem Romanen kennt, weiss, dass praktisch alles möglich ist.

Die zwei Rednecks waren besonders fies, dann gibt es zwei unterschiedliche Frauen. Eine mit einem mysteriösen Geheimnis, die andere bietet genug Stoff für ein eigenes Buch, da drogen- und sexabhängig. Dazu ermordete Nonnen, perverse Sex-Träume und ein fluchender Pfarrer, dessen Arsch regelmässig durch Traumvisionen und amüsanten Konversationen mit (einem rauchenden und coolen) Jesus gerettet wird. Abgerundet wird der Roman durch viel schmerzhafte Grausamkeiten, die der Leser nicht Mal seinem Feind wünscht (oder gerade deshalb doch) und, wie für Edward Lee typisch, nicht vorhersehbaren Twists im Finale. Cool!

Absolut empfehlenswert für Fans von Edward Lee!

Infos:

In Deutschland erschienen: Ja

Sprache: Englisch

Verlag: Overlook Connection Press

Anzahl Seiten: 354

Roman/Sachbuch: Roman

Art: Taschenbuch

Autor: Edward Lee

Erschienen: 1999

Sonntag, 7. Juli 2024

She Loved Blossoms More

NIFFF 2024

She Loved Blossoms More

Story:

Drei Brüder bauen im Auftrag ihres Vaters eine Zeitmaschine. Damit hoffen sie, ihre verstorbene Mutter wieder zurück ins Leben holen zu können…

Meine Meinung:

Vor der Sichtung dieses griechischen Filmes waren gemischte Gefühle vorhanden, da es doch auch viele sehr schlechte Reviews zum Film gab. Und leider hatten diese absolut recht: She Loved Blossoms More lohnt sich absolut gar nicht und war sogar noch schlechter als der schon nicht wirklich tolle Toxic Daughter, mit welchem ich am 2. NIFFF Tag in das Filmfestival gestartet bin. Schade. Der Film bietet praktisch keine positiven Seiten.

Positiv sind vielleicht 1-3 innovative Effekte, wobei eine Szene dreist an David Cronenbergs Die Fliege erinnert (Tier ohne Haut und verstümmelt nach erfolglosem Experiment in der «Kammer»). Anhand des Trailers hoffte ich auf a) mehr solcher Effekte und b) auf mehr Retro-Look. Mehr digitale Spielereien und einen coolen Soundtrack. Doch leider gab es beides nicht. Kaum Effekte und die Musik waren nervend und schwach (schon im Vorspann war dies zu erahnen).

Der Plot ist konfus, langweilig und uninteressant. Ohne Sinn und Verstand. Der Film, ein Möchtegern Arthouse-Film, nervte höllisch. Schuld daran sind vor allem die «coolen» Figuren und deren Darstellung und die Dialoge. Wirklich furchtbar schlecht, zum Fremdschämen und zum Kopfschütteln anregend. So haben am NIFFF auch mehrere Gäste den Film verlassen, weil so schlecht und albern. Die 86 Minuten haben sich definitiv länger angefühlt. Die «Schauspieler» müssten aufgrund ihrer Qualität auf eine schwarze Liste gesetzt werden. Die können gar nichts.

Fazit: Selbstverliebter, nervender, langweiliger und schwachsinniger Arthouse-Schrott!

Infos:

O: She Loved Blossoms More

Griechenland, Frankreich, Neuseeland 2024

R: Yannis Veslemes

D: Dominique Pinon, Julio Katsis, Panos Papadopoulos, Sandra Abuelghanam, Aris Balis

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 86 Min.

Gesehen am: NIFFF 2024

Fassungen: Am NIFFF 2024 gesehen in Englisch, Uncut. Es gibt noch keine DVD, Blu-Ray, UHD oder eine deutsche Fassung (Stand: Juli 2024).

Donnerstag, 27. Juni 2024

Murder Masters of Kung-Fu

Murder Masters of Kung-Fu

Story:

Miss Lam (Nancy Yen Nan-See) und ihr Vater führen eine Kampfschule. Regelmässig werden Turniere ausgetragen, um neue Schüler aufzunehmen. Als Sha Lung (Lung Fei) daraufhin in einem Kampf besiegt wird, muss er gegen seinen Willen zulassen, dass sein Gegner in die Schule aufgenommen wird. Und er scheint ein Auge auf Miss Lam zu werfen, welche Sha Lung vergöttert. Doch sie erwidert seine Bedürfnisse nicht…

Meine Meinung:

Murder Masters of Kung-Fu lag sechs Jahre ungesehen rum. Grund, dies zu ändern. Allgemein sah ich in den letzten Wochen kaum ungesehene VHS-Filme. Ebenfalls ein Grund, dies zu ändern. Murder Masters of Kung-Fu ist ein unbekannter Anfang 70er Jahre Basher aus Taiwan im modernen Setting. Dies stellt im Vergleich zu vielen anderen solchen Filmen eine willkommene Abwechslung dar. Andere Fassungen ausser diesem VHS sind mir auch nicht bekannt. Ich fand auch in China und Co. keine andere Fassung. Das ist schade wegen dem fehlenden O-Ton, da die englische Synchro alles andere als toll geworden ist. O-Ton würde den Film qualitativ aufwerten.

Murder Masters of Kung-Fu ist kein Kracher, aber absolut ok und solide. Und, das ist das Wichtigste, der Streifen von Regisseur Hsu Tien-Yung (Six Directions of Boxing, The Flying Dragon) ist nicht langweilig. Es gibt viele Kampf- und Turnierszenen, so dass der Film kurzweilig unterhält. Der Film, dessen Titel auch Evil Slaughter lautet, wartet mit einer etwas wirren Story auf. Alles in allem kann man sich aber an den Figuren orientieren: die liebliche Nancy Yen Nan-See (The Drunken Swordsman) = Heldin, Tien Peng (The Elimination Pursuit) = der mysteriöse Unbekannte und Lung Fei (Kung Fu Kids) spielt, wenig überraschend, den Bösewicht. Blacky Ko Shou-Liang (Im Würgegriff der gelben Schlange) habe ich nicht erkannt. Schade, dass es von Nancy Yen Nan-See nur sporadische Kampfszene zu sehen gab. Von ihr hätte ich gerne mehr gesehen. Dafür gibt es unzählige Kämpfe.

Fazit: Basher Fans werden zufrieden sein!

Infos:

O: Tie Jiao Wa

Taiwan 1973

R: Hsu Tien-Yung

D: Nancy Yen Nan-See, Tien Peng, Lung Fei, Liu Ming, Wu Tong-Chiao, Blacky Ko Shou-Liang

Laufzeit der US-VHS: 93:29 Min.

Gesehen am: 11.05.24

Fassungen: Mir lag das US-VHS von World Video Pictures vor = k.A. ob Uncut, Vollbild und somit an den Seiten beschnitten, solide Bild- und Tonqualität, nur Englisch Dubbed (schlechter Dub). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Mai 2024).

Freitag, 10. Mai 2024

Rouge


Rouge

Story:

China in den 30ern: Chan (Leslie Cheung) und Prostituierte Fleur (Anita Mui) einigen sich auf einen Suizidpakt. 50 Jahre später erscheint der Geist von Fleur bei Reporter Yuen (Alex Man) und dessen Freundin Ah Chor (Emily Chu) und bittet um Hilfe, da Chans Geist nie im Afterlife ankam…

Meine Meinung:

Rouge von Stanley Kwan Kam-Pang stand mit Sicherheit noch auf irgendeiner (Wunsch)Liste von mir. Zwar wird der Film in der hkmdb nur als Drama gelistet, dennoch kommt mit Charakter Fleur auch ein Geist im Film vor, der in der Gegenwart klären will, warum ihr ihr Liebhaber nicht ins Afterlife folgte. Zu meiner Überraschung lag der Film schon seit paar Jahren ungesehenen der Sammlung. Ich bekam den einmal von einem Dealer aus Hong Kong als Geschenk.

Der Film startet im China der 30er und es gibt auch im späteren Verlauf immer wieder Rückblenden. Mir hat der Start des Filmes nicht besonders gefallen und auch die Musik-Nummern waren gar nicht mein Fall. Die Szenen in der Gegenwart haben mir viel besser gefallen und waren die stärkeren Momente des Filmes. Der Mix aus Drama, Liebesgeschichte und Ghost-Film funktioniert sehr gut. Auf Klamauk wird verzichtet.

Rouge wirkt wirklich tragisch und dramatisch. Verstärkt wird das sicher auch durch die Tatsache des tragischen und zu frühen Ablebens der Stars Leslie Cheung (A Better Tomorrow) und Anita Mui (My Father Is a Hero). Leslie Cheung nahm sich später das Leben während Anita Mui, wie auch einige ihrer HK-Schauspielkollegen (Lam Ching-Ying, Shing Fui-On), den Kampf gegen den Krebs verlor. Immer, wenn Schauspieler zu früh aus dem Leben scheiden, man denke da nur an Namen wie Bruce Lee (Fist of Fury), Brandon Lee (The Crow – Die Krähe) oder Alexander Fu Sheng (The Treasure Hunters), spielt die Zeit mit und macht daraus Legenden.

Sobald der Plot in die Gegenwart wechselt, ist ein gewisses Fesseln vorhanden und eine leichte Spannung entsteht. Anita Mui holt sich Hilfe von zwei Menschen. Beide sind sympathisch und daher funktioniert der Film auch. Diese werden von Emily Chu (The Plot) und Alex Man (The Dragon Fighter) gespielt. Die besten und einfühlsamsten Momente hat der Film dann, wann Alex Man und Emily Chu merken, dass Anita Mui wirklich ein Geist ist und das Finale, in welchem sie auf ihren Schwarm trifft. Mehr sei an der Stelle nicht verraten!

Fazit: Rouge war mir persönlich zu viel Drama, kann aber gut einmal geschaut werden! Eine gewisse Faszination kann ich dem Film definitiv nicht absprechen...

Infos:

O: Jin Zi Kau

HK 1988

R: Stanley Kwan

D: Leslie Cheung, Anita Mui, Alex Man, Emily Chu

Laufzeit der HK-VCD: 46:17 Min. (1. Disc) / 46:16 Min. (2. Disc)

Gesehen am: 20.02.24 / 2. Sichtung: 11.03.25

Fassungen: Mir lag die HK-VCD von Deltamac vor = O-Ton, englische Subs, solide Bild- und Tonqualität. Die VCD war ein Geschenk eines Verkäufers aus Hong Kong. Davon gibt es inzwischen viele DVD- und Blu-Ray Varianten, die qualitativ ganz sicher interessant wären. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Feb. 2024). Nachtrag März 2025: Rouge sah ich vor paar Monaten als alte HK-VCD von Deltamac. Die war relativ bescheiden, was die Qualität angeht. Die bekam ich geschenkt. Ich fand den Film knapp ok und wollte dem Film in einer würdigen Fassung nochmals eine Chance geben = UK-Blu-Ray von 88 Films besorgt. Die Szenen im modernen Hong Kong mag ich. Alex Man, Emily Chu und Anita Mui waren stark. Leslie Cheung hingegen überzeugt nicht wie alle Szenen, in den den 30ern (oder 40ern?) spielen. Die Gesangsnummern fand ich zudem furchtbar schlecht und öde. Das Finale war weniger intensiv als bei der 1. Sichtung. Es gibt als Bonus (Nebst Trailer, Booklet, Bildergalerie) zwei Interviews mit dem Regisseur. Das alte Interview ist interessant. Das neue Interview, in dem er Englisch spricht, war mühsam und habe ich abgebrochen und nicht zu Ende gesehen. Dazu gibt es ein Wendecover, einen Schuber, O-Ton, englische Subs. Die Bild- und Tonqualität sind exzellent.

Donnerstag, 2. Mai 2024

Heroic Brothers

Heroic Brothers

Story:

Lam Wai greift zur Selbstjustiz, als die Schwester seiner Freundin durch eine Überdosis stirbt. Durch seine Aktionen wird Milliardär (Wu Ma) auf Lam aufmerksam. Er stellt ihn ein, um damit diverse Gangster-Bosse (u.a. Shing Fui-On) gegeneinander aufzuhetzen und zu töten. Doch am Ende will Wu Ma Lam selbst eliminieren lassen, doch Lam entkommt und dreht den Spiess um…

Meine Meinung:

Quasi HK-Remake von Death Wish 4 mit Musik aus A Nightmare on Elm Street und The Phantom of the Opera und Lam Wai (No Guilty) als Charles Bronson und Wu Ma (The Dead and the Deadly) als John P. Ryan. Als Gangster ist Shing Fui-On (Scheming Wonders) zu sehen und ein Sub-Plot mit Cop am Rande zeigt Ex-Shaw Brothers Star Alex Man (Misfire). Ob es den Polizisten im Original (Death Wish 4) gibt, weiss ich nicht mehr. Der Film ist solide, aber kein Meisterwerk.

Der Film verliert gegen das grosse US-Original. Ich fand das Schauspiel und Overacting von Shing Fui-On zu überdreht und übertrieben, die anderen Gangster waren sogar schlecht und nicht überzeugend und auch Lam Wai ist nun Mal kein Charles Bronson. Die Szenen, als er sich z.B. als Kellner von Shing Fui-On ausgibt, waren miserabel gespielt und allgemein sind die Dialoge peinlich und schlecht. Und Alex Man kommt viel zu wenig vor, so dass der Heroic Bloodshed Inhalt im Finale unglaubwürdig wirkt (à la Silent Night).

Abgesehen davon ist der Film aber actionreich und nicht langweilig. Die Musik aus A Nightmare on Elm Street ist mehrfach zu hören. Dies war in der Zeit, gerade auch aus dem taiwanesischen Kino, keine Seltenheit. Und die Phantom of the Opera Musik wird in einer Szene, als das Drogenopfer reanimiert wird, angewendet. Eigentlich nicht wirklich passend, aber das Theme ist halt schon stimmungsvoll und cool. Die Action-Szenen sind solide. Es gibt blutige Shoot-Outs, kleinere Stunts und der Bodycount ist hoch. Der Film hält sich mehr oder weniger an die Vorgaben aus Death Wish 4.

Fazit: Ok, gut, und solide aber kein Must Have Titel!  

Infos:

O: Fu Paau Siu Zi

HK 1991

R: Wu Kuo-Jen

D: Lam Wai, Wu Ma, Alex Man, Shing Fui-On, Gam Chi-Gei, Li Hai-Hsing

Laufzeit der HK-LD: 90:50 Min

Gesehen am: 17.02.24

Fassungen: Mir lag die HK-LD von ERA Home Video vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, gute Bild- und Tonqualität. Den Film gibt es nur in Taiwan auf DVD; und dies sogar in Widescreen (die HK-LD oder VCD sind nur in Vollbild). Dafür fehlt der O-Ton und die Bildqualität soll schlecht sein. Es gibt keine Blu-Ray und/oder deutsche Fassung (Stand: Feb. 2024).

Donnerstag, 25. April 2024

Trim Season

Brugggore Filmfestival 2024 Spezial

Trim Season

Story:

Eine Gruppe von Jugendlichen (Bethlehem Million, Alex Essoe, Bex Taylor-Klaus, Alexia Ioannides, Juliette Kenn de Balinthazy) lassen sich auf eine abgelegene Marihuana-Farm bringen, um dort zu arbeiten und schnell Geld zu verdienen. Doch es lauert ein tödliches Geheimnis auf sie…

Meine Meinung:

Von Trim Season wusste ich praktisch nichts, als ich das Ticket kaufte. Ich fand aber die Prämisse interessant und der Film war ganz ok, wenn auch kein Highlight. Die Ausgangslage erinnert dabei an sämtliche Backwood-Klassiker, die es gibt. Eine Gruppe von Jugendlichen machen sich via Van an einen abgelegenen Ort auf, mit fatalen Folgen. So auch hier. Zwar fehlt z.B. der warnende Tankwart, aber dass es Richtung Unheil geht, daraus wird gegenüber dem Zuschauer kein Geheimnis gemacht.

Der Film vermag zu fesseln und zu unterhalten. Eine leichte Spannung ist gegeben. Der Zuschauer will wissen, was es mit der Marihuana-Farm auf sich hat. Oder was der Anfang des Filmes (Doppel-Mord/Suizid mit den Scheren) auf sich hatte. Als Zuschauer erhofft man sich mehr Infos über die mysteriöse Person des Ortes: Jane Badler als Mona war stark! Mysteriös, unheimlich, gut gespielt. Ein Mix aus Ernsthaftigkeit, der immer nur ganz knapp am Rande der Lächerlichkeit kratzt. Das gilt für den Film allgemein. 

Jane Badler hat mich dabei vom Aussehen her leicht an Fatma Mohamed in In Fabric erinnert. Beide spielen ähnliche Rollen. Dann gibt es weitere mysteriöse Themen: eine Pflanze/Baum, die sich von Orangenen ernährt, Gefangenschaften und angedeutete Inzest-Verhältnisse. Der restliche Cast war mittelmässig bis gut. Bethlehem Million und Alex Essoe (Fashionista) haben überzeugt. Andere Stars wurden vor allem aufgrund Diversität angestellt:  Bex Taylor-Klaus oder Juliette Kenn de Balinthazy. Die haben mich weniger überzeugt, was ihr Schauspiel angeht.

Der Film ist zu einem überraschend, da nicht klar, was passieren wird, auf der anderen Seite sind gewisse Handlungsstränge vorhersehbar (z.B. wer von den Jugendlichen am Ende überleben wird war von Anfang an klar). Gut ist, dass die nervenden Figuren, und das finde ich super, als erstes sterben und der Film in der Hinsicht auch mit paar (wenigen) blutigen Momenten nicht zurückhaltend agiert. Das zusammen mit der sonderbaren Stimmung machen einen gewissen Reiz aus, der spürbar ist.

Fazit: Trim Season ist kein Kracher, aber eine gewisse Faszination kann der Produktion nicht abgesprochen werden.

Infos:

O: Trim Season

USA 2023

R: Ariel Vida

D: Bethlehem Million, Alexandra Essoe, Ally Ioannides

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 100 Min.

Gesehen am: Am Brugggore Filmfestival 2024

Fassungen: Am Brugggore Filmfestival 2024 gesehen, Uncut und im O-Ton. Eine DVD/Blu-Ray sind noch nicht angekündigt (Stand: April 2024).

Montag, 15. April 2024

The Soul Eater

BIFFF 2024 Spezial

The Soul Eater

Story:

Zwei Cops arbeiten an zwei Fällen in einer französischen Kleinstadt in den Alpen: zum einen geht es um verschwundene Kinder & zum anderen wurde ein Ehepaar brutal abgeschlachtet aufgefunden. Besteht eine Gemeinsamkeit zwischen den Fällen? 

Meine Meinung:

Von The Soul Eater hätte ich mir mehr versprochen, erhofft und erwünscht. Von den vier BIFFF Filmen am heutigen Tag erhoffte ich mir von diesem (und von The Deep Dark) am meisten. Nach der Sichtung der vier BIFFF Filme kann ich sagen, dass The Soul Eater der am wenigsten interessante Film des heutigen BIFFF Tages war. Vor allem gegen Ende wird der Plot immer schwächer und die Auflösung wenig interessant.

Es sind schlussendlich Klischees, die man schon zig Mal gesehen hat. Und das mit den Drogen war zu übertrieben, um glaubhaft zu sein. Und einige Dinge waren auch klar vorhersehbar (z.B. wer die letzte Person ist, die unter der Maske steckt). Der französische Film stammt vom Regie-Gespann Alexandre Bustillo & Julien Maury. Denen habe Horrorfans Filme wie Among the Living, Inside, Leatherface, The Deep House oder Livid zu verdanken.

Parallelen zu Among the Living taten sich auf. Wenn ich nicht irre, waren dort auch Kinder Opfer und/oder Gejagte. Die Faszination Kinder und dessen Missbrauch für Horrorfilm zu benutzen, finde ich in diesem Fall auffallend und lahm. Der Plot ist zäh, es gibt Längen und das Drehbuch überzeugt nicht.

Dass am Ende der Tod des Hauptbösewicht nicht Mal gezeigt wird, obwohl die Person zuvor so viel Gift und Böses versprühte, ist auch unverzeihlich. Die paar wenigen (aber blutigen) Gewaltmomente (meist Leichen und/oder Wunden) passen dann auch nicht so recht zum Rest des Filmes. Von der Prämisse hätte ich mir mehr erhofft und erwartet.  Schade.

Fazit: Ihr bester Film bleibt mit Abstand noch immer Inside. Daran konnten Alexandre Bustillo und Julien Maury nicht mehr anknüpfen. 

Infos:

O: Le Mangeur d'âmes

Frankreich 2024

R: Alexandre Bustillo, Julien Maury

D: Virginie Ledoyen, Paul Hamy, Sandrine Bonnaire, Francis Renaud, Malik Zidi

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 108 Min.

Gesehen am: BIFFF 2024

Fassungen: Gesehen am BIFFF 2024 Uncut, im O-Ton und mit englischen Subs. Es ist noch keine DVD/Blu-Ray angekündigt (Stand: April 2024).

Unspoken

BIFFF 2024 Spezial

Unspoken

Story:

Ein Chinesischer Ex-Cop (Hanyu Zhang) reist in die USA, um den Mord an seiner Tochter, die dort studierte, aufzuklären…

Meine Meinung:

Unspoken, eine Co.-Produktion zwischen China und Kanada und zu 90% in Kanada gedreht (aber Plot spielt in den USA), wurde durch eine wahre Begebenheit inspiriert. Der Film von Daming Chen, der 1990 in die USA ausgewandert ist, hat mir gefallen. Kein Film für die Sammlung, aber Unspoken war spannend, unterhaltsam, fesselnd und sogar etwas rührend. Unspoken ist daher gut schaubar.

Die zwei Stunden vergingen wie im Flug. Ich mag simple Krimis. Hier gibt es zudem Reize zwischen dem «Clash der Kulturen». Ein Ex-Cop aus China in den USA, der auf eigene Faust zu ermitteln beginnt und Fehler der US-Cops bereinigt/aufdeckt. Dabei ist der Film auch sozialkritisch: Thema Rassismus und Gewalt durch die Polizei werden in mehreren Szenen angesprochen. Das Finale (Shoot-Outs in der Universität) wirkte spannend und realistisch.

Ich mochte die Kleinstadt-Stimmung und die verschneiten Landschaften und Bilder. Schnee, Schnee und nochmals Schnee. Ich spürte die Kälte förmlich. Unspoken ist allgemein wunderschön gefilmt und in Szene gesetzt. Der Film bietet viele sehenswerte Aufnahmen und optisch weiss der Film zu gefallen. Hanyu Zhang (Special ID) und Vivienne Tien spielen das hervorragend. Einige Nebenfiguren wirkten etwas weniger glaubhaft, da etwas zu übertrieben dargestellt. Da waren die Filmemacher etwas zu motiviert.

Fazit: Spannender und schön gefilmter Krimi! 

Infos:

O: Unspoken

Kanada, China 2024

R: Daming Chen

D: Hanyu Zhang, Vivienne Tien, Jake Abel, Michael Cudlitz

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 120 Min.

Gesehen am: BIFFF 2024

Fassungen: Gesehen am BIFFF 2024 Uncut und im O-Ton mit englischen Subs. Eine DVD oder Blu-Ray sind noch nicht angekündigt (Stand: April 2024).