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Donnerstag, 26. Dezember 2024

The Gold Connection

The Gold Connection

Story:

Ah Wai (Bruce Lai) und seine Freunde stossen beim Tauchen auf Gold. Dieses gilt Immigranten aus Vietnam. Daher wird das Gold an Ort und stelle belassen. Doch Ah Keung (Hon Kwok-Choi) kann es nicht lassen und klaut das Gold einen Tag später. Dies zieht den Zorn einer Vietnamesischen Gangster-Bande auf Ah Keung und dessen Freude. Selbst vor Folter und Mord wird nicht zurückgeschreckt. Doch als Ah Wai und Co. zurückschlagen, schicken die Hintermänner einen Profikiller (Phillip Ko Fei) los, der die Sache erledigen soll…

Meine Meinung:

The Gold Connection hat mich positiv überrascht. Der Film lag lange ungesehen rum. Ich dachte, es handelt sich um einen klassischen Kung-Fu-Film. Falsch gedacht. Die Goldig Films-Produktion, die dem Fan schon einige tolle Eastern wie Duel of the 7 Tigers, Two Wondrous Tigers, Snake in the Monkey's Shadow oder Tiger Over the Wall präsentiert haben, stammt aus dem Jahr 1979. Die Hong Kong Produktion spielt in der Gegenwart, nicht im vergangenen China. Das war die erste Überraschung.

Der Film war deutlich besser als erwartet. Der Film kommt düster, nihilistisch, brutal und schmerzhaft daher. Die Kampfszenen sind nicht ästhetisch, übertrieben oder unrealistisch, sondern mehr realistisch, bodenständig und da, um dem Gegner zu schaden, ihm Schmerzen zuzufügen, den Feind zu töten und zu zerstören. Der Grundton des Filmes ist düster. Und wer hätte da als Regisseur nicht besser gepasst als Shaw Brothers-Regisseur Kuei Chih-Hung (The Bamboo House of Dolls, The Killer Snakes).

Kuei Chih-Hung, der tolle Kracher wie The Delinquent, Payment in Blood, Spirit of the Raped, Killers on Wheels, Killer Constable, Coward Bastard, Corpse Mania, Curse of Evil, The Boxer's Omen, The Teenager's Nightmare, Hex oder Misfire inszenierte, war auch der Mann hinter The Gold Connection. Am ehesten lässt sich der Film mit Kuei Chih-Hungs Werken wie The Delinquent oder Payment in Blood vergleichen. Die handeln auch in der modernen Grossstadt, sind düster, grimmig und z.T. ohne Happy End.

The Gold Connection ist dank der kurzen Laufzeit zu keiner Sekunde langweilig und den Film im modernen Hong Kong, in der Grossstadt, in dunklen Gassen oder anderen abgelegenen Orten (Kiesgrube) spielen zu lassen, war ein willkommener Zug und eine Abwechslung zum ständigen klassischen Kung Fu-Kino (1979) der Zeit. Bruce Lai (Fury in Shaolin Temple, Bruce Lee – Seine Erben nehmen Rache), der damit laut Interviews (auf der US-Blu-Ray laut YouTube Videos) seinen Bruceploitation-Filmen «entkommen wollte», macht eine sehr gute Figur.

Selbst Namen wie Hon Kwok-Choi (Little Super Man, Crocodile Evil, Crazy Horse and Intelligent Monkey) haben mich hier überzeugt. Und toll fand ich selbstverständlich, nebst den harten Kampfszenen und dem Ende, auch den Auftritt von Phillip Ko Fei (Lethal Panther 2, The Challenger, The War of the Boundary). Er kommt hier nur vereinzelt und sagen wir Mal, im letzten Viertel des Filmes vor. Er spielt einen geheimnisvollen Profikiller. Sein Finalkampf gegen Bruce Lai ist absolut sehenswert und allein diese Szenen rechtfertigen den Kauf des Filmes. Phillip Ko Fei macht das unglaublich gut. Er wirkt bedrohlich und unheimlich. Er nimmt damit fast schon seine spätere Rolle als Psychopathen und Profikiller-Rolle in Profile in Anger vorneweg.

Fazit: Empfehlenswert!

Infos:

O: Hui Feng Hao Huang Jin Da Feng Bao

HK 1979

R: Kuei Chih-Hung

D: Bruce Lai, Hon Kwok-Choi, Phillip Ko Fei

Laufzeit der UK-DVD: 88:24 Min.

Gesehen am: 16.11.24

Fassungen: Mir lag die UK-DVD von Vengeance Video vor. Uncut, solide Bild- und Tonqualität, Mandarin mit englischen Subs. Es gibt zwei längere Passagen, welche in Englisch sind. Das sind vermutlich Szenen, die in der Mandarin Version zensiert wurden und zu denen es keinen Mandarin Ton gibt. Wahrscheinlich handelt es sich allgemein um ein Englisch Dubbed Master, über welches die Mandarin Ton-Spur angelegt wurde. Die deutschen DVDs (Titel: Rache ohne Gesetz) sind auch Uncut, aber ohne O-Ton. Es gibt noch eine US-Blu-Ray von (Titel: The Iron Dragon Strikes Back). Dort liegt der Film scheinbar restauriert (35mm Print) vor. Das angeblich in Englisch oder Mandarin mit englischen Subs. Da müsste ich in dem Fall ein Upgrade tätigen.

Freitag, 27. Oktober 2023

Hex

 
Horroktober 2023

Hex

Story:

Yeung (Wang Yong) ist ein furchtbarer Ehemann: er misshandelt und schlägt seine Ehefrau Chan (Tanny Tien Ni), trinkt, betrügt sie mit Prostituierten und ist der Spielsucht verfallen. Chan selbst ist schwer erkrankt und hält die Misshandlungen kaum mehr aus. Eines nachts kommt es so weit, wie es kommen muss: Mithilfe der Haushaltshilfe Leung (Chan Sze-Kai) ersäuft Chan ihren Mann in einem Fass. Die Leiche lassen sie verschwinden. Doch schon kurze Zeit später ereignen sich mysteriöse Zwischenfälle. Ist Yeungs Geist zurück, um Rache zu üben?

Meine Meinung:

Shaw Brothers Horror und Auftakt einer dreiteiligen Reihe, wobei sich der erste Teil beim französischen Film Les diaboliques und dem japanischen Geister-Klassiker Kwaidan bediente. Regie führt Horror-Spezialist Kuei Chih-Hung (Misfire, Spirit of the Raped, Schweig oder stirb, Curse of Evil). Nicht ganz so stark wie seine anderen Filme wie The Boxer's Omen und Co., aber dennoch sehenswert und der beste Teil der Reihe. Die Fortsetzungen waren thematisch anders und sind lose Filme mit eigenen Plots und gingen mehr Richtung Slapstick und Klamauk.

Davon ist Hex, mit Ausnahmen von ein-zwei Figuren (Yue Tau-Wan, Hon Kwok-Choi) in winzigen Nebenrollen, weit entfernt. Der Film nimmt sich für die Story Zeit. Der geübte Asia-Kenner kennt Plots wie diesen und daher wirkt der Inhalt nicht mehr sonderlich originell, Mal vom Ende abgesehen. Dennoch macht der Film Spass im Sinne von ist unterhaltsam, da ordentlich/schick gefilmt, es genug skurrile Grusel-Einfälle und schleimige Make-Up Effekte und Masken zu sehen gibt.

Hier und da wohl auch etwas Tiersnuff. Tanny Tien Ni, die oft solche Rollen spielte (A Haunted House, The Black Magic 2, Human Lanterns, Corpse Mania, The Siamese Twins), macht dies selbstverständlich glaubhaft und sehr souverän. Sexy, aber sie behält ihre Kleider an. Dies geht i.O., da am Ende eine andere Frau in einer ca. sechsminütigen Tanz-Exorzismus Szene ihren nackten Körper zur Schau stellen darf (Kwaidan Vibes). Nur schon aufgrund dieser Szene lohnt der Film!

Fazit: Shaw Brothers Horrorfans können einen Blick riskieren!

Gefolgt von: Hex vs. Witchcraft

Infos:

O: Che

HK 1980

R: Kuei Chih-Hung

D: Wang Yong, Tanny Tien Ni, Chan Sze-Kai

Laufzeit der HK-DVD: Ca.90 Min.

Gesehen am: März 2007 / Neusichtung am: Okt. 2023

Fassungen: Mir lag die HK-DVD von IVL vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs. Gibt es inzwischen in England von 88 Films auf Blu-Ray. Eine deutsche Fassung gibt es nicht (Stand: Okt. 2023).

Donnerstag, 6. Oktober 2022

Curse of Evil Review



Horroktober 2022

Curse of Evil

Story:

13 Familienmitglieder wurden eines Tages massakriert und deren Leichen in einen Brunnen geworfen. Seither gilt das Anwesen einer aktuellen Grossfamilie (u.a. Lily Li Li-Li, Wong Ching-Ho, Tai Liang-Chun, Ai Fei, Lau Nga-Lai, Leung Tin, Yau Chui-Ling) als verflucht. Es häufen sich merkwürdige Ereignisse, Sichtungen von Monstern/Geistern und es kommt zu bizarren Unfällen und/oder Todesfällen. Die Polizei (Jason Pai Piao) beginnt zu ermitteln…

Meine Meinung:

 


 

Curse of Evil ist ein meiner Meinung nach leider viel zu wenig bekannter Horrorfilm der Shaw Brothers. Regie führte Kuei Chih-Hung, der der schon mehrere tolle Horrorfilme (The Boxer's Omen, Bewitched, Corpse Mania, Hex, Misfire, The Teenager's Nightmare, Spirit of the Raped, The Killer Snakes) und sonstige Werke (Killer Constable, Coward Bastard, Killers on Wheels, Payment in Blood, The Delinquent) für die Shaw Brothers realisiert hat. Curse of Evil war aber, bis die Ziieagle Box 2010 erschien, von der Bildfläche verschwunden.

Erzählt wird ein Mix aus Krimi und Monsterfilm. Inhalte bestehen aus Familienangehörigen, klassischem Setting, Twists, Intrigen, böse Omen/Flüchen, bizarren Unfällen/Todesfällen, wenig Polizeiarbeit und sogar diverse Geschöpfe und Monster kommen vor, z.B. Frosch-Monster oder ein Wurm-Monster, welches die Opfer zuvor vergewaltigt. Teilweise kommen im letzten Viertel fast Giallo Vibes auf.

Einige Szenen erinnern an The Beyond von Lucio Fulci (als die Frösche die gefesselte Frau zu fressen beginnen) oder Galaxy of Terror (Rape-Szene). Die ist hier auch derb, grafisch und schleimig in Szene gesetzt und das erste Opfer ist Lily Li (The Young Master, Daggers 8). Das sich ein so bekannter, weiblicher Star der Shaw Brothers, im Film vergewaltigen lässt und sogar blankzieht (wobei es auch sein kann, dass ein Body-Double verwendet wurde), kam dabei schon sehr überraschend.

Der zweite bekannte Name im Film heisst: Jason Pai Piao (Kung Fu Gang Busters, Men from the Gutter). Er spielt den ermittelnden Detektiv und hat mehr eine grosse Nebenrolle. Da die Familie aus mehreren Mitgliedern, Verwandten, Freunden und Bedienstete besteht, ist es manchmal nicht ganz klar, wer nun wer versucht, an die Wäsche zu gehen und/oder was die Motive hinter den Monstern sein könnten. Und: was hat es mit den Monstern auf sich?

 



 

Ein Unterhaltungswert ist definitiv gegeben und einige Szenen und Settings sind hübsch morbide-stimmungsvoll. Mit Gewalt, nackter Haut und Schleim wird nicht gespart. Die Monster-Effekte sind natürlich ganz nach meinem Geschmack (viel Gummi) und haben viel Charme. Das werde ich digitalen CGI-Effekten immer vorziehen. Deshalb mag ich auch neue Kaijus deutlich weniger als alte Klassiker (z.B. Godzilla Vs. Godzilla Final Wars oder Gamera: The Gigant Monster Vs. Gamera 3: Revenge of Iris).

Fazit: Ein weiterer Knaller von Kuei Chih-Hung und dessen Fans zu empfehlen. Eine würdige Blu-Ray Vö wäre definitiv verdient. Arrow Video, bitte übernehmen… 

 


 

Infos:

O: Che Jau

HK 1982

R: Kuei Chih-Hung

D: Lily Li Li-Li, Jason Pai Piao, Wong Ching-Ho, Tai Liang-Chun, Ai Fei, Lau Nga-Lai, Leung Tin, Yau Chui-Ling

Laufzeit der Originalversion: Ca. 80 Min.

Neusichtung am: Okt. 2022

Fassungen: Die Erstsichtung erfolge früher über die Bootleg-Disc von Far East Flix = Kopie der ZiiEagle Fassung. Nun den Film via direkt mit ZiiEagle Box gesehen = ich finde die Bildqualität leicht besser. O-Ton und englische Subs. Ausserhalb der ZiiEagle Box wurde der Film nicht veröffentlicht. In einer Szene könnte der Film zensiert sein (Vergewaltigung von Mann an Frau). Ansonsten in Gewalt-, Nackt- und Sexszenen Uncut (gab immer Gerüchte, dass die ZiiEagle Fassungen in Sachen Nackt- und Sexszenen zensiert seien) d.h. man sieht in der Fassung mehr als nur einmal nackte Ärsche, Brüste oder Schamhaare.

Donnerstag, 12. August 2021

The Criminals 5 – The Teenager’s Nightmare Review

 

The Criminals 5 – The Teenager’s Nightmare

Story:

 

Story Gun:

 

Chan Sum (Wang Chung) & dessen Kumpel (Ai Fei) kommen zufällig in den Besitz von Schusswaffen. Zusammen mit Chan Sums Freundin (Lily Li) beginnen sie, Banken auszurauben. Dabei sterben auch Menschen. Die Polizei ermittelt…

 

Story The Teenager’s Nightmare:

 

Ein Vergewaltiger (Ku Kuan-Chung) vergewaltigt minderjährige Mädchen. Die Polizei (u.a. Yang Chi-Ching , Ng Hong-Sang) ermittelt…

 

Meine Meinung:

 

The Criminals ist eine Art True Crime-Reihe aus Hong Kong aus dem Hause der Shaw Brothers. Meist werden zwei-drei Kurzgeschichten erzählt. Inhalt: Gangster-Geschichten im modernen Setting. Eine willkommene Abwechslung zum klassischen Kino der Shaw Brothers. Teil fünf der Reihe war gleichzeitig der letzte und beste Film der Reihe.

 

The Criminals 5 – The Teenager’s Nightmare bietet dem Fan zwei Kurzgeschichten: Gun vom Men Behind the Sun Regisseur T. F. Mou Tun-Fei (Lost Souls) und die titelgebende und bessere Story The Teenager’s Nightmare von Exploitation-Spezialist Kuei Chih-Hung (Misfire, Spirit of the Raped, Schweig oder stirb).

 

Dank zwei Episoden ist für Unterhaltung, Kurzweiligkeit und Abwechslung garantiert. Die erste Story, Gun, ist absolut okay und solide aber kein Highlight. Es gibt etwas Selbstjustiz, Sozialkritik, blutige Shoot-Outs und eine Gangster Vs. Polizei Story. Mittendrin: Wang Chung (Cops and Robbers) und Lily Li (Black Magic).

 

Das Highlight ist dann die zweite Episode: The Teenager’s Nightmare. Es geht um einen Serienvergewaltiger, der es auf minderjährige Mädchen im Jugendalter abgesehen hat. Das Ganze wurde mehrheitlich ernst, düster, nihilistisch und authentisch umgesetzt (Drehorte, Blocks, die dreckigen Gemeinschaftsduschen…).

 

Der Film, der an den Hong Kong Film The Rapist erinnert, erinnert phasenweise auch an einen Giallo oder True Crime-Streifen, was das Motiv des Täters und dessen Darstellung angehen. Zwar ist der Plot nicht immer realistisch (ein Typ mit weissen Händen zu finden, der an einer Hautkrankheit leidet, sollte ja nicht so schwer sein…), aber wir haben es schlussendlich (und zum Glück) doch nur mit einem Film zu tun.

 

Etwas missfallen und unpassend wirken humorvolle Szenen, die dem Film wohl Härte rauben sollen (so à la Last House on the Left). Das passt nicht ganz zum düsteren und nihilistischen Rest des Filmes. Die Vergewaltigungen sind nie zu sehen, aber die Vor- und Nacharbeit der Szenen sind bereits harter Tobak und nichts für schwache Gemüter aber optisch innovativ gefilmt. 

 

Nackte Haut gibt es trotzdem viel zu sehen. Und wenn der alte Cop am Ende seine eigene Tochter als Köder braucht, um den Täter zu fangen, oder sich dieser mit einem Magazin stimuliert, welches die minderjährige Darstellerin des Skandal-Filmes Spielen wir Liebe zeigt, dann weiss man, dass man es mit Exploitation in Reinkultur zu tun hat!

 

Interessant ist auch, dass auch ein ausländisches Mädchen unter den Opfern ist (leider keine Stab Angaben zu ihr gefunden). Wie man sie wohl überredet hat, im Film und der Story/Szene mitzuwirken? Bekannte Namen der Episode: Yang Chi-Ching (Kuan - Der unerbittliche Rächer) und in einem Mini-Auftritt wie bereits in Chinatown Kid zu sehen: eine sehr junge Kara Hui (Madam City Hunter), deren Film-Kollegin zum Opfer des Täters wird...

 

Fazit: Wer die Vorgänger bereits mochte, kann bedenkenlos zuschlagen!

 

Infos:

 

O: Heung Gong Gei Ngon Zi Ng: Gaan Mo

 

HK 1977

 

R: Gun: T. F. Mou Tun-Fei

 

R: The Teenager’s Nightmare: Kuei Chih-Hung

 

D: Gun: Wang Chung, Lily Li, Ai Fei, Lam Fai-Wong, Gam Biu

 

D: The Teenager’s Nightmare: Yang Chi-Ching, Ku Kuan-Chung, Kara Hui Ying-Hung, Kong Oh-Oi, Ng Hong-Sang, Lam Fai-Wong

 

Laufzeit der HK-VCD: Ca. 99 Min.

 

Neusichtung & Review überarbeitet am: 04.05.21

 

Fassungen: Mir lag die HK-VCD von IVL vor = Celestial Master, O-Ton, englische Subs, Uncut. Es gibt keine andere Fassung. Im Vergleich zu Celestial DVDs ist die Bildqualität dürftig und stark optimierungsbedürftig. Nicht anamorph und vor allem viel zu unscharf. Ziieagle Fassung: fand ich in der ersten Story vielleicht einen Tick schärfer / weniger pixelig in Sachen Bildqualität. Dafür empfand ich die 2. Story in den dunklen Szenen als qualitativ schlechter.

Mittwoch, 3. Februar 2021

The Killer Snakes Review

The Killer Snakes

Story:

Chan Chi-Hung (Kam Kwok-Leung) hat Pech im Leben: eine Freundin findet er nicht, er wird von Prostituierten bestohlen, er verliert seinen Job und wird gefeuert. Als er eine verletzte Schlange aufpäppelt und sich mit dieser «anfreundet», scheinen ihm Schlangen hörig – und er setzt diese als Racheinstrument gegen sein Umfeld ein…

Meine Meinung:

The Killer Snakes, ein untypischer Film für die Shaw Brothers, sah ich bis dato nur einmal und die Sichtung ist sehr lange her. Ich konnte mich an kaum mehr etwas erinnern. Horror- und Exploitation-Spezialist Kuei Chih-Hung drehte The Killer Snakes und ihm gelang es nicht, an seine besten (Exploitation) Arbeiten wie Spirit of the Raped, The Teenager's Nightmare, Die Wilden Engel von Hong Kong, Hex, Corpse Mania, Bewitched, Curse of Evil, Misfire oder The Boxer's Omen anzuknüpfen.

Schlangen, Hong Kong und Horror – da gibt’s nur einen Film: Calamity of Snakes! Und auch dieser bleibt unerreicht! The Killer Snakes ist ok, aber kein Kracher. Der Film ist ein Mix aus Drama, Tierhorror (nebst Schlangen sorgen auch Komodowarane für Horror!), Exploitation (jap. S/M und Bondage- Einflüsse) mit einem Schuss "CAT. III" (das Kindheitstrauma seitens des Protagonisten) und Willard/Ben Kopie (statt Ratten halt Schlangen, die man gleichzeitig für Schweig oder stirb brauchte).

Der Film wartet mit einem unbekannten Cast auf. Dass sich keine der grossen Stars für einen Film wie diesen hergaben, war selbstverständlich. Trotzdem mutige Leistungen – Nacktheit in Verbindung mit Sleaze, Schmuddel, S/M und Tieren wie Schlangen oder Komodowarane (auch wenn es nicht so grosse sind wie z.B. in Stone Age Warriors).

Warum der Film kein Kracher ist? Dafür sind Highlights zu rar gesät und es gibt Längen. Gegen Ende bzw. im letzten Viertel dreht der Film hingegen merklich auf. Hätte der Film zuvor schon dieses Tempo oder diesen Einfallsreichtum an den Tag gelegt (oder deutlich mehr Opfer in die Rache-Szenen des «Protagonisten» integriert), so wäre aus The Killer Snakes ein echter Knaller geworden! Eine Szene erinnerte an Lewd Lizard (nur halt mit Schlangen bzw. einer Schlange!).

Fazit: Für Exploitation-Fans des sonderbaren, bizarren Kinos aus Asien dennoch allemal sehenswert!

Infos:

O: She Sha Shou

HK 1974

R: Kuei Chih-Hung

D: Kam Kwok-Leung, Maggie Li Lin-Lin, Chen Chun, Ko Ti-Hua, Chow Gat

Laufzeit der US-DVD: Ca. 99 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Review überarbeitet am: 05.11.20

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Image Entertainment vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Nov. 2020).