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Montag, 8. Dezember 2025

Sons of the Neon Night Review

 
ZFF 2025

Sons of the Neon Night

Story:

Der Drogenkrieg fordert durch Explosionen und Schiessereien Tote. Darunter befindet sich auch Moreton Lis (Takeshi Kaneshiro) Vater, der die Drogengeschäfte geleitet hat. Moreton Li will dem illegalen Drogengeschäft den Rücken kehren. Doch die Männer seines Vaters und sein Bruder sind anderer Meinung…

Meine Meinung:

Sons of the Neon Night hat chaotische Drehbedingungen hinter sich. Angeblich begangen die Dreharbeiten 2017 aber mussten durch die damalige Corona Krise mehrfach unterbrochen werden. Inzwischen sind mind. drei Personen der Produktion gestorben, die am Film beteiligt waren (werden alle im Abspann gewürdigt). Der Film feierte im Sommer 2025 in Cannes Weltpremiere. Die Feedbacks waren vernichtend (ein Grund war sicher, dass der über 2stündige Filme nach 00.00 Uhr lief). Die Tatsache, dass der Film ursprünglich zwischen 6-9 Stunden gelaufen sein soll und nun auf 125 Minuten zusammengestaucht wurde, trug nicht zur Qualitätsgewinnung bei.

Ich hatte die Chance, den Film am ZFF zu sehen. Und ich fand Sons of the Neon Night, den neusten Film vom Rigor Mortis Regisseur Juno Mak Chun-Lung, weniger schlecht als erwartet. Auch die Effekte fand ich für einen neuen HK-Film als weniger schlecht als erwartet. Was hingegen negativ auffüllt ist die Tatsache, dass scheinbar wirklich Unmengen an Plot fehlen. Figuren tauchen auf, Figuren verschwinden, Figuren, die zuvor noch Freunde waren, töten sich plötzlich grundlos etc. Wenn ich mir jetzt noch vorstelle, das Ungeübte Zuschauer die Darsteller nicht kennen und sich nicht an diesen orientieren können, sind die negativen Cannes Kommentare noch nachvollziehbarer. Der Plot endet offen und Juno Mak Chun-Lung hat sich am Kino von Johnnie To orientiert.

Ich fand den Film ok. Optisch fand ich den sogar cool. Der Film spielt in einem alternativen (surrealen) Hong Kong im Jahr 1994 (es schneit die ganze Zeit und es gab in diesem HK bereits 1994 Smartphones) und von der Optik erinnert der Film stark an Havoc. Ich hätte mir den Film in Sachen Action, als Ganzes und in Sachen CGI schlimmer vorgestellt. Die Explosionen und Crashs mit dem Bus oder Autos fand ich weniger gut als die Schiessereien. Der Start des Filmes war schon noch cool und auch gegen Ende gibt es immer wieder einzelne Action-Momente, die vor allem optisch interessant eingefangen wurden. Und mit Blut wird auch nicht gespart. Es geht aber definitiv mehr um den Look, als um den Inhalt (zumindest in dieser Kinofassung).

Der Cast kann sich sehen lassen: Takeshi Kaneshiro (Hero), Louis Koo (Paradox), Tony Leung Ka-Fai (Double Vision), Lau Ching-Wan (hier als Sean Lau gelistet). Zudem ist Alt-Star Lowell Lo Koon-Ting (spielt in Rosa an Yuen Biaos Seite) in einer Szene zu sehen und auch Conan Lee (Ninja in the Dragon's Den) spielt mit (ihn konnte ich nicht 100% ausmachen, ich hatte zwei Figuren im Visier). Erst jetzt sehe ich, dass auch Shaw Brothers Schläger Lau Wing (Mrs K) mit von der Partie ist. Optisch fand ich den Film durchaus gelungen, auch in den Action-Szenen (zum Teil) und auch die Musik war stark. Nicht uninteressant. Aber warum eine solche Rumpffassung überhaupt erscheint (warum den ursprünglichen Film nicht als Serie auf Netflix verkaufen?), bleibt ein Rätsel und macht auch kommerziell wenig Sinn.

Fazit: Ein Film, der polarisieren wird!

Infos:

O: Fung lam fo saan

HK 2025

R: Juno Mak Chun-Lung

D: Takeshi Kaneshiro, Lau Ching-Wan, Tony Leung Ka-Fai, Louis Koo, Conan Lee, Lowell Lo Koon-Ting, Lau Wing

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 125 Min.

Gesehen am: 26.09.25

Fassungen: Am ZFF (Zürich Film Festival) 2025 gesehen im O-Ton mit englischen Subs. Eine DVD oder Blu-Ray sind noch nicht angekündigt (Stand: Sept. 2025). Es gibt Gerüchte, dass der Film ehemals sechs-neun Stunden dauerte und dann zu einem Film geschnitten wurde. Ob die ursprüngliche Fassung (ggf. als Serie) zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht wird, ist unbekannt.

Donnerstag, 4. Juni 2020

Hero Review

Hero

Story:

Ma Wing Ching (Takeshi Kaneshiro) und Co. (Yuen Wah) reisen nach Shanghai. Dort treffen sie auf den mächtigen Tam See (Yuen Biao). Ma Wing Ching ist fasziniert von Tam See und plant, die «vom Kellner zum Millionär» Leiter aufzusteigen. Dies gelingt – doch die böse Axt-Gang unter der Führung von Yang Shuang (Yuen Tak) plant bereits ein Mordkomplott gegen Ma Wing Ching und Tam See…

Meine Meinung:

1985 war es mit den Kinoproduktionen seitens der Shaw Brothers vorbei. Man schloss die Tore. Die Stars waren danach bei der Konkurrenz, die immer grösser wurden (Golden Harvest) zu sehen und/oder in kleinen, unabhängigen HK- oder Taiwan Produktionen. Die Shaw Brothers konzentrierten sich nun aufs TV-Geschäft. Es folgten aber hier und da neue Kinofilme, auch wenn selten und deutlich später.

1997 folgte mit Hero (nicht zu verwechseln mit dem stinklangweiligen und öden Jet Li Film von 2002) eine neue Shaw Brothers Kino-Produktion, die gleichzeitig ein Remake des Chang Cheh Klassikers Der Pirat von Shantung aka Boxer from Shantung darstellt. Es gab so viele Filme dieser Art, dass mir dessen Inhalt aktuell wenig Originalität bietet. Da sind mit typische Schüler-Meister-Rache Inhalte lieber.

Das Remake, welches natürlich die Qualität des Originals nicht erreicht, ist dennoch und vor allem wenn man das Herstellungsjahr 1997 (Rückgabe Hong Kong an China), per se kein schlechter Film. Aber es ist auch nicht alles gelungen: es gibt einige humoristische Szenen, die nicht zum Film und Setting passen. Yuen Wah (The Big Deal, Eastern Condors, Spooky, Spooky, Kung Fu vs. Acrobatic, Killer Constable, Master Z: The Ip Man Legacy) als Sidekick und ohne Action-Szene war ein schwachsinniger Entscheid = Massives verschwenden von Potenzial!

Desweitern gibt es, trotz kurzer Laufzeit, Längen. Vor allem vor dem Finale. Die Musik empfand ich stellenweise als sehr billig und Lead Takeshi Kaneshiro (Don't Give a Damn, Wu Xia, Dr. Wai in the Scriptures with No Words, The Crossing 2) war hier und da zu arrogant und im Finale hätte ich mir mehr Martial Arts gewünscht – dies war mir zu Schusswaffen lastig.

Hört sich jetzt schlechter an, als es ist. Es gibt nämlich auch richtige gute Momente im Film: das Haupt-Theme des Filmes (z.B. aus dem Vorspann) war cool und ich hätte es gerne mehr gehört. Dank Corey Yuen (Above the Law, In the Blood, Heroes of Shaolin) als Regisseur und Action-Regisseur (und Nebenrolle) in Zusammenarbeit mit Yuen Tak (The Master, Women on the Run, Kid from Kwangtung, Demon of the Lute), der gleichzeitig den fiesen Bösewicht spielt, sind auch die Action-Szenen stark geworden.

Davon hätte es von mir aus gerne mehr geben dürfen, vor allem von Yuen Tak als Bösewicht hätte ich gerne mehr gesehen. Sein Endkampf gegen Takeshi Kaneshiro und Yuen Biao war klasse – intensiv, hart, blutig aber leider zu kurz. Da hätte wir noch das letzte positive Stückchen des Filmes: Yuen Biao (Dreadnaught, The Young Master, Fist of Fury, Magnificent Butcher)! Ihn sehe ich so oder so sehr gerne. Sympathischer Schauspieler und Kollege von Yuen Wah, Jackie Chan und Sammo Hung. Dass er die Hauptrolle nebst Takeshi Kaneshiro war ein grosses Plus und er macht in seinen Kampfszenen sowohl schauspielerisch alles richtig.

Fazit: Mit Abstrichen sehenswertes und unterhaltsames Remake der Shaw Brothers – für 1997 eine willkommene Abwechslung, die nostalgischen Gefühle im Zuschauer wecken und an die guten, alten (Hong Konger) Filmzeiten erinnert!

Infos:

O: Ma Wing Jing

HK 1997

R: Corey Yuen

D: Yuen Biao, Takeshi Kaneshiro, Jessica Hester, Valerie Chow Kar-Ling, Yuen Wah, Yuen Tak, Corey Yuen

Laufzeit der HK-DVD: 88:06 Min.

Gesehen am: März 2006 / Review überarbeitet am: 23.04.20

Fassungen: Mir lag die HK-DVD von IVL/Celestial vor = sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs vorhanden. Nur die «Kopf ab» Szene ist alternativ verändert. Die Uncut Szene gibt’s nur in den Fassungen aus Taiwan (VCD, LD) zu sehen. Die deutschen DVDs lohnen wegen den miserablen Cover-Motiven (bestehend aus anderen Filmen) nicht.

Dienstag, 10. März 2020

Don't Give a Damn Review

Don't Give a Damn

Story:

Die HKer Polizei (u.a. Sammo Hung, Yuen Biao, Takeshi Kaneshiro) vereiteln einen Gangster-Deal und es gibt Gefangene. Die Gangster (u.a. Kelvin Wong Siu, Eddie Maher, Robert Samuels) verüben einen Anschlag auf das Polizeirevier, doch der ursprüngliche Plan läuft nicht so, wie geplant. Dies sorgt innerhalb der Gangster-Gruppe für interne Konflikte, Leichen und Abspaltungen. Am Ende treffen alle drei Parteien zu einer Geiselübergabe aufeinander…

Meine Meinung:

Von den vielen Sammo Hung Streifen, die ich zuletzt sah (Eastern Condors, Encounters of the Spooky Kind II, Slickers Vs Killer, Pantyhose Hero…) kann Don't Give a Damn kaum überzeugen und hätte eigentlich sogar aus der Sammlung fliegen müssen, da neu nur noch eine 5er (5/10) Bewertung. Aber, da ich das Genre, Sammo Hung und Yuen Biao sehr mag, bleibt der Film vorerst noch in der Sammlung, auch wenn ich nicht weiss, ob ich mir Don't Give a Damn je wieder ansehen würde. Nachtrag 10.03.20: Fliegt aus der Sammlung - habs mir anders überlegt...VCD schon dem Kollegen versprochen...

Lags am extrem politisch unkorrekten Humor? Nein – es lag vor allem daran, dass der Film zuweilen sehr lahm war und die Action bis auf zwei Kampfszenen nie wirklich überzeugte. Dazu kommen nervende Längen (die Beziehungsgeschichten der Figuren). Die ersten Filmhälfte ist extrem langweilig und auch die Settings sind total lahm und banal (90% spielen in der ersten Hälfte nur im Polizei-Revier).

Zudem will sich eine echte Story auch kaum herauskristallisieren und einige der Nebenfiguren und deren Overacting sind peinlich und nerven (Robert Samuels Kameraden, die, glaube ich, von Sammo Hungs Söhnen gespielt werden). In der ersten Hälfte gibt es nur vereinzelt Action, was zu wenig ist. Allgemein: wenn man bedenkt, wer alles mit an Bord ist (Sammo Hung, Yuen Biao, Robert Samuels, Takeshi Kaneshiro, Eddie Maher) sind die Actionszenen, Sammo Hung als Action-Director hin oder her, enttäuschend und eine Potenzialverschwendung (Eddie Maher und Collin Chou werden z.B. verschenkt und viel zu schnell im Kampf besiegt).

Von den Action-Szenen überzeugen nur zwei Stück: Kampfszene von Yuen Biao im Finale gegen die zwei Gweilos und der Kampf von Sammo Hung im Finale gegen Robert Samuels. Letzterer wurde nach dem Durchführen der Stunts im Film in Sammo Hungs Stuntmen-Gruppe aufgenommen – als erster Afroamerikaner. Laut einem Interview geriet Robert Samuels mit dem Drehbuchschreiber mehrfach aneinander, da politisch unkorrekter Humor gegen Schwarze (Yuen Biao & Takeshi Kaneshiro mimen im Finale Schwarze = schwarz angemalt, Perücke und rassistische Witze äussernd). Der HK-Humor war halt schon immer derb…

Allgemein fällt auch auf, dass hier und da billig wirkende, da unscharfe, Zeitlupen-Aufnahmen zuherrschen. In und ausserhalb von Actionszenen. Die Settings wechseln spätestens ab der 2. Filmhälfte und die (zwar unspektakulären) Actionszenen nehmen in dieser zu = weniger Längen.

Nebst Hauptstars Sammo Hung (Sha Po Lang), Yuen Biao (Above the Law), Takeshi Kaneshiro (Wu Xia) und Robert Samuels (The Red Wolf) sind ausserdem zu sehen:

Collin Chou (Dr. Wai in the Scriptures with No Words) als rechte Hand von Yamamoto, Wu Ma (The Revenge of Angel) als Gaststar (als Cop), Melvin Wong als Gaststar (auch als Cop), Lau Kar-Wing (Good Bad & Losers) als Gaststar wie auch:

Chin Siu-Ho (Love Me Vampire), Blacky Ko Shou-Liang (Invincible), Richard Ng (Handsome Siblings), Eddie Maher (Proud & Confidence), Nat Chan Pak-Cheung (The Last Hero in China) und Tommy Wong Kwong-Leung (Imprisoned: Survival Guide for Rich and Prodigal).

Viele bekannte Gesichter in Neben- und Gastauftritten – schön – leider in einem mittelmässigen Film von und mit Sammo Hung! Das kann er besser!

Fazit: Nicht wirklich zu empfehlen aufgrund Längen und enttäuschender Action!

Infos:

O: Miu Min Bei

HK 1995

R: Sammo Hung

D: Sammo Hung, Yuen Biao, Robert Samuels, Takeshi Kaneshiro, Kelvin Wong Siu, Collin Chou, Wu Ma, Melvin Wong, Lau Kar-Wing, Chin Siu-Ho, Blacky Ko Shou-Liang, Richard Ng, Eddie Maher, Nat Chan Pak-Cheung, Tommy Wong Kwong-Leung

Laufzeit der HK VCD: 95:01 Min.

Gesehen am: Sept. 2008 / Review überarbeitet am: 13.01.20

Fassungen: Mir lage die HK VCD von Universe vor und die US-DVD von Videoasia. Zur HK VCD: O-Ton, englische Subs, gute Bildqualität. Zur US-DVD: nicht zu empfehlen. Disc im Ton fehlerhaft. Es ertönen zur selben Zeit die Sprachen Kantonesisch und Mandarin. Das Set hat jedoch noch fünf weitere Filme an Bord und lohnt sich deshalb für Sammo Hung Fans ggf. trotzdem. Es gibt keine Blu-Ray, keine HK DVD und keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2020).

Dienstag, 13. August 2019

Dr. Wai in the Scriptures with No Words Review


Dr. Wai in the Scriptures with No Words

Story:

Chow (Jet Li) schreibt für eine Tageszeitung Fantasy- und Abenteuergeschichten. Er schreibt über den King of Adventures (Jet Li), der zusammen mit seinen Gefährten (u.a. Takeshi Kaneshiro) abenteuerliche Geschichten erlebt. Sein neuster Auftrag: die Schrift ohne Worte zu finden. Doch diverse Bösewichte (u.a. Billy Chow) sind auch hinter dieser her…

Meine Meinung:

Nebst The One und The New Legend of Shaolin der nächste Jet Li Titel, der aus der Sammlung fliegt. Die meisten Jet Li Filme bzw. deren letzten Sichtungen sind sicher zehn Jahre oder länger her. Nun werden sie neu geschaut – und nicht alles gefällt mir wir früher. Ich hielt Dr. Wai in the Scriptures with No Words auch früher für kein Highlight, aber dass ich den Film heue so grottig finde, hat mich schon überrascht.

Der Film hat mich inhaltlich nicht überzeugt. Die ganze Rahmenhandlung hat genervt, war uninteressant, die Szenen in der Moderne wirkten deplatziert und haben, durch die ständigen Wechsel, viel Stimmung kaputt gemacht. Zudem sorgte es für Längen.

Es gab für meinen Geschmack zu wenig Action und diese war, bis auf vielleicht 1-2 Szenen, nie wirklich toll. Der Film wirkt comicartig übertrieben – dies gilt für Settings (diese sind auch am aufwändigsten), Effekte (die jedoch Charme haben) und den Blödel-Humor, der nicht allen zusagen dürfte. Leider nervte der Humor und einige Figuren auch – so wurde z.B. der Japaner Takeshi Kaneshiro als doofer Sidekick vollkommen verschenkt!

Billy Chow kann nicht an andere Rollen als Bösewicht anknüpfen, Rosamund Kwan war solide und Collin Chou fiel mir nicht auf (ob er den Bösewicht mit Maske spielte?). Jet Li war solide – wobei seine Schauspielleistung vor allem die Rolle der Figur in der Rahmenhandlung betreffend schlecht gespielt war.

Dazu kommt, dass der Soundtrack mega billig war und die DVD technisch übel vertont. Nochmals zur enttäuschenden Action: Tony Ching Siu-Tung war diesmal nicht nur Action-Regisseur, sondern auch Regisseur – gerade er, der für tolle Action-Szenen in Filmen wie The Killer, Butterfly Sword, Dragon Inn oder Wonder Seven verantwortlich war, liefert in Dr. Wai in the Scriptures with No Words eine mehr oder weniger mässige und enttäuschende Arbeit ab – als Regisseur und als Action-Regisseur.

Fazit: Nur für ultimative Jet Li Freaks zu empfehlen!

Infos:

O: Mo Him Wong

HK 1996

R: Ching Siu-Tung

D: Jet Li, Takeshi Kaneshiro, Billy Chow, Rosamund Kwan, Charlie Yeung Choi-Nei, Law Kar-Ying, Collin Chou

Laufzeit der HK DVD: Ca. 90 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Review überarbeitet am: 24.05.19

Fassungen: Mir lag die HK-DVD von Mei Ah vor = Solide Bild- und schlechte Tonqualität, O-Ton, englische Subs, Langfassung (es gibt einen kürzeren Cut der auf alle Szenen aus der Rahmenhandlung verzichtet = könnte diesmal tatsächlich besser sein). Gäbe sogar eine HK-Blu-Ray. Die franz. DVD z.B. hat beide Fassungen und exklusive Extras. Die deutschen Fassungen sind nur in Deutsch. Nachtrag 28.06.24: Für eine weitere Sichtung lag mir die neue UK-Blu-Ray von Eureka vor. Ich bekam das Set (drei Jet Li Filme in einer Collection) geschenkt, ansonsten hätte ich mir das Ding nicht geholt, denn sowohl Dr. Wai in the Scriptures with No Words wie auch My Father is a Hero flogen inzwischen aus der Sammlung. Ich wollte dem Film aber, zumindest in der internationalen Fassung ohne die ganzen modernen Szenen, nochmals eine Chance geben. Das Set ist qualitativ natürlich der alten HK-DVD weit überlegen. Die internationale Fassung fällt qualitativ aber leicht ab, wie ein Vergleich mit HK-Kinofassung zeigt. Ein Manko ist auch, dass die Fassung nur in Englisch oder Mandarin vorliegt und nicht im O-Ton Kantonesisch. Der Film konnte mich auch in dieser Fassung nicht überzeugen. Ja, es gibt vereinzelt paar nette Fantasy-Momente und Jet Li, Billy Chow und Collin Chou bieten auch paar coole Kampfszenen. Aber alles andere ist lahm und uninteressant, vor allem "Beigemüse" Takeshi Kaneshiro und der ganze Spy Romance-Plot mit Rosamund Kwan hätte auch gestrichen werden können. 

Donnerstag, 13. September 2018

Wu Xia Review

Wu Xia

Story:

In einem kleinen Dorf werden zwei Killer durch den Einheimischen Liu Jin-Xi (Donnie Yen) besiegt und getötet. Detektiv Xu Bai-Jiu (Takeshi Kaneshiro) ermittelt in dem Fall. Für ihn muss Liu Jin-Xi eine dunkle Vergangenheit haben, damit er gegen die Killer bestehen konnte…

Meine Meinung:

Wu Xia ist, auch nach Zweitsichtung, der beste Donnie Yen Film seit 2011. Alles, was danach kam, erreichte nicht mehr die Qualität von Peter Chans (The Warlords) Streifen. Im Gegenteil: die Qualität der Donnie Yen Filme nahm ab, sind sogar paar Gurken dabei welche es nicht Mal in die Sammlung geschafft haben oder nach 1. oder 2. Sichtung rausgeflogen sind (z.B. Crouching Tiger, Hidden Dragon: Sword of Destiny, The Monkey King, Iceman 3D oder The Lost Bladesman).

Wenn man die Zeit vor Wu Xia anschaut ist Ip Man (2008) der nächste grosse Titel, deren Fortsetzungen qualitativ auch weiter abnahmen. Eindrücklich, dass Ip Man schon zehn Jahre auf dem Kasten hat.

Zurück zu Wu Xia: der Film von Peter Chan, einem mir total unbekannten Regisseurs, stellt ein Krimi dar. Einen Krimi, der auch die menschliche Seite und Fragen über Moral, Veränderungen und Vertrauen stellt. Es gibt im Film nur drei Kampfszenen. Daher würde ich Wu Xia nicht als Actionfilm betrachten. Trotz seiner Länge von fast zwei Stunden ist Wu Xia, vor allem auch optisch, ein wunderschöner und auch aufwändiger (Setting, Dorf, Bauten…) Film geworden.

Einzelne Szenen sind höchst spannend (als Donnie Yen Takeshi Kaneshiro durch den Wald begleitet), stimmungsvoll und düster (Rückblenden die Donnie Yen als Killer zeigen) und wunderschön gefilmt. Der Soundtrack zum Film ist ebenso eine Wucht (Intro, Kampfszene Donnie Yen Vs. Kara Hui).

Auch die Darsteller, die bekannten wie auch die weniger bekannten, machen allesamt eine gute Figur. Takeshi Kaneshiro (The Crossing 2) als Detektiv kommt sympathisch daher, Donnie Yen spielt sehr gut und überzeugt auch in den Kampfszenen. Er war auch für diese zuständig als Choreograph. Am meisten Freude hatte ich, dass zwei grosse Shaw Brothers Legenden an Bord waren: Kara Hui (Mrs K) als Killern, die den Auftrag bekommt, Donnie Yen zum Killerclan zurückzubringen inklusive spektakulärer Kampszene gegen Donnie Yen (wunderschön gefilmt, choreographiert und mit starkem Soundtrack unterlegt) und natürlich The One-Armed Swordsman Star Jimmy Wang Yu als Bösewicht – es sei auch gesagt, dass es eine Hommage an den Shaw Brothers Klassiker gibt. Er liefert sich den Finalkampf gegen Donnie Yen.

Nur schon wegen diesen Szenen ist der Film sehenswert! Die drei Kampfszenen sind stark und das Warten auf diese lohnt – aber auch alle anderen Szenen des Films möchte ich nicht missen, so dass für mich die vielen Kürzungen der internationalen Fassung (mehr dazu unter Fassungen) eine Schande und nicht nachvollziehbar sind.

Fazit: Für mich eine der besten neueren Arbeiten mit Donnie Yen! Wu Xia ist wunderschönes, sehenswertes Kino, das lohnt, entdeckt zu werden!

Infos:

O: Wu Xia

China, HK 2011

R: Peter Chan

D: Donnie Yen, Takeshi Kaneshiro, Kara Hui, Jimmy Wang Yu

Laufzeit der HK DVD: 114:59 Min.

Gesehen am: Okt. 2011 / Review überarbeitet am: 02.07.18

Fassungen: Mir liegt die HK DVD von Media Asia vor = Schuber, Uncut, O-Ton, englische Subs, erstklassige Bild- und Tonqualität. Laufzeit: 114:59 Min. Die deutschen Fassungen sind nicht zu empfehlen, da zensiert (93:53 Min.). Es handelt sich bei der deutschen Fassung um eine internationale Fassung, die aber auch an Action und Gewalt nebst Handlung zum Straffen zensiert wurde = absolut nicht zu empfehlen.

Samstag, 21. Januar 2017

The Crossing 2 Review

The Crossing 2

Story:

Siehe zur Vorgeschichte das Review zu The Crossing
Teil zwei erzählt nun wie das Drama seinen Lauf nimmt und das Schiff sinkt...

Meine Meinung:

Meine Hoffnungen welche ich nach Teil eins hegte bestätigten sich leider nicht (Action besser durch Film verteilt) - im Gegenteil: der Actiongehalt nahm ab, der Katastrophenfilm Anteil ist minimal und eigentlich eine absolute Frechheit in Anbetracht der Laufzeiten von Teil eins und zwei!

Da wartet man nach dem langen Teil eins hier nochmals ganze 1.5 Stunden, in denen es KEINE Action gibt, bis das Schiff anfängt zu sinken, und in weniger als (!) zehn Filmminuten ist das Schiff bei einer Laufzeit von über zwei Stunden dann auch gesungen. Schnell und unspektakulär!

Daher kann ich diesen Film nicht empfehlen! Der erste Teil hatte immerhin auch Dank den Kriegsszenen noch etwas Action, aber hier? Fehlanzeige! Pure Langweilige, viel zu viel Drama und Liebeskram den zumindest ich nicht sehen will oder wenn dann in Kombination mit Action und/oder einem Katastrophenfilm-Setting. Da hilft auch die schöne Optik des Filmes nicht, da helfen bekannte Namen (Takeshi Kaneshiro) nichts, wenn sie auf Soap Opera Niveau agieren müssen und auch John Woos Zeit als Regisseur ist definitiv vorbei! Da helfen auch fliegende Möwen anstatt weisse Tauben nichts...

Absolut NICHT empfehlenswert! Teil eins ging zum einmaligen Schauen noch, aber Teil zwei lohnt sich in keiner Art und Weise...

Infos:

O: Tai Ping Lun: Bi An

China 2015

R: John Woo

D: Takeshi Kaneshiro, Zhang Ziyi, Song Hye-kyo

Laufzeit der TW Blu Ray: Ca. 2h 5Min.

Gesehen am: 29.09.16

Fassungen: Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Sept. 2016). Mir lag die Blu Ray aus Taiwan vor = Uncut, erstklassige, extrem gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische UT vorhanden.