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Mittwoch, 25. Mai 2022

The Northman Review


The Northman

Story:

 

Ein Wikingerprinz (Alexander Skarsgård) sinnt nach dem Tod seines Vaters auf Rache…

 

Meine Meinung:

 

Robert Eggers hat mich mit seinen zwei Erstlingswerken gepackt: den A24-Produktion The Witch sowie The Lighthouse. Vor allem letzterer geht bereits als Arthouse-Film durch und hat dafür gesorgt, Robert Eggers nach nur zwei Filmen, bereits auf dem Hollywood-Olymp zu hieven. Mit dem Erfolg seiner ersten Filme, kann er nun auswählen, was er machen möchte und sein dritter Spielfilm ist der Wikinger-Streifen The Northman.

 

Ich liess mich zum Kinobesuch überreden und muss sagen, dass mir das, was ich von The Northman sah, nicht gefiel und nicht zu überzeugen vermochte. Ich hielt von den ca. 136 Minuten nur ca. 90 Minuten durch. Als im Kino die «Pause» einbrach (in der Schweiz gibt es bei einigen Kinovorstellungen 10minütige Pausen), verliess ich das Kino. Warum ich nach 90 Minuten, trotz Cast-Namen wie Alexander Skarsgård, Nicole Kidman, Ethan Hawke oder Willem Dafoe, das Kino bereits verliess?

 

Die Gründe sind simpel: hoben sich The Witch und The Lighthouse vom 08/15 Kino aus Hollywood wohltuend ab, ging The Northman in die falsche Richtung. Der Film wirkt wie ein 08/15 Mainstream-Film aus Hollywood, sieht man Mal von einigen nordischen und surrealistischen Ritualen ab. In den 90 Minuten sah ich einige wirklich miese CGI Szenen (bereits zu Beginn z.B. die Wikinger Schiffe auf dem Meer) und der Film war vor allem, was seine Optik anging, viel zu dunkel.

 

Ganz schlimm war aber, dass der Film in den ersten ca. 90 Minuten vor allem eins war: unspektakulär, lahm, langweilig. Nicht eine wirklich gute Szene gab es zu sehen. Gefühlt 1.5 Action-Szenen, kurz, belanglos, harmlos. So wie ich las, geht der Film wohl gegen Ende besser ab, was blutige Action- und Wikinger-Schlachten angehen. Aber wenn man in 90 Minuten gegen das Einschlafen kämpfen muss, ist das tödlich. Alexander Skarsgård hat mich zudem als Rächer nur wenig überzeugt. Da bekommt er mehrfach die Chance, sich zu rächen, und wartet ab. Warum versteht kein Mensch?!

 

Fazit: Lieber Valhalla Rising schauen! The Northman drückt zu stark auf den 08/15 Hollywood-Knopf und ist dabei nur eins: total langweilig!

 

Infos:

 

O: The Northman

 

USA 2022

 

R: Robert Eggers

 

D: Alexander Skarsgård, Nicole Kidman, Claes Bang, Ethan Hawke, Anya Taylor-Joy, Gustav Lindh, Elliott Rose, Willem Dafoe

 

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 136 Min.

 

Gesehen am: 21.04.22

 

Fassungen: Gesehen im O-Ton mit deutschen Subs im Schweizer Kino. Eine deutsche DVD/Blu-Ray sind noch nicht angekündigt (Stand: April 2022).

Mittwoch, 5. Juli 2017

Viking Review

 
NIFFF 2017 Spezial
Viking

Story:

Ein im Exil lebender Sohn will zum Prinzen des Landes werden und nimmt mit Hilfe von Wikingern, den Kampf gegen seine zwei Brüder auf...

Meine Meinung:

Ich fand den russischen Film Viking besser als erwartet, mit Ausnahme des Endes, welches mir nicht gefallen hat.

Besonders fand ich den Film aufwändiger und besser gemacht als erwartet. Dies gilt für Bauten, Settings, Requisiten, Kamerafahrten, Schlachten und auch CGI und auch einige handgemachte Effekte. 

Alles schick in Szene gesetzt, gar schon Blockbuster Qualitäten. Das Ende gefiel mir nicht, da es kein echtes Finale gab d.h. ich hätte noch mit einer langen Schlacht gerechnet aber Pustekuchen. Dass mir das Ende nicht gefiel liegt sicherlich auch daran, dass ich nicht religiös veranlagt bin. Sonst hätte mir das Ende sicherlich sehr gut gefallen (je nachdem welchen Glauben man hat versteht sich).

Die Zeit, obwohl 133 Min. laufend, ging relativ schnell vorbei. Die Figuren waren mehrheitlich gut gewählt und haben glaubhaft agiert. Nur unser Held, der im Exil lebende Prinz, fand ich eher schwach, wenig glaubhaft und nicht sympathisch. Aber das ist natürlich immer stark Geschmackssache. 

Fazit: Für Fans des russischen Kinos und wer gerne Wikinger Filme bzw. Filme im alten Setting mit Schlachten mag, sicherlich ein eventueller Tipp - für mich war es gute Unterhaltung für im Kino, aber kein Film für die Sammlung.  

Infos:

O: Viking

Russland 2016

R: Andrey Kravchuk

D: Anton Adasinsky, Aleksandr Armer, Vilen Babichev, Rostislav Bershauer, Aleksandra Bortich

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 133 Min.

Gesehen am: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest): Juli 2017

Fassungen: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) gesehen im O-Ton mit franz. UT und englischen UT. In Deutschland seit April auf DVD erhältlich, Uncut und u.a. mit O-Ton und deutschen UT.