Legend of a Fighter
Story:
Father Fok (Phillip Ko Fei) ist ein berüchtigter Martial Arts Meister, der sein Wissen an seine Söhne weitergibt mit Ausnahme von Fok Yun Gap (Yuen Yat-Choh). Fok Yun Gap erhält mit Kong Ho San (Yasuaki Kurata) einen neuen Lehrer. Dieser ist in Wahrheit ein japanischer Kämpfer, der heimlich Father Foks Kampfstil studiert aber nebenbei Fok Yun Gap auch selbst in Sachen Kung Fu ausbildet. Danach macht sich Kong Ho San wieder auf den Weg nach Japan. 12 Jahre später rettet Fok Yun Gap (Leung Kar-Yan) seinen Vater und wird zum neuen Oberhaupt der Familie. Er zieht durchs Land und kämpft gegen Russen und Japaner - und besiegt sie alle. Da schicken die Japaner ihren besten Mann gegen Fok Yun Gap: Dessen ehemaligen Lehrer Kong Ho San…
Meine Meinung:
Legend of a Fighter lag acht Jahre ungesehen rum. Der Film hat allgemein einen sehr guten Ruf, so dass ich bei Namen wie Yuen Woo-Ping (Magnificent Butcher, The Buddhist Fist, Mismatched Couples), Yasuaki Kurata (Fist of Legend, Heroes of the East, Call Me Dragon), Leung Kar-Yan (Sleeping Fist, Knockabout, Die Tödliche Rache) und Phillip Ko Fei (Duell der 7 Tiger, Cantonen Iron Kung Fu, The War of the Boundary) doch hohe Erwartungen an den Tag legte. Dazu Action vom Yuen Clan (The Miracle Fighters, The Champions). Was will man mehr?
Der Plot basiert auf dem chinesischen Volkshelden Fok Yun Gap. Dieser wurde später auch noch von Jet Li verkörpert. Nämlich 2006 in Fearless von Ronny Yu. Fok Yun Gap reiht sich damit zu anderen chinesischen Volkshelden um Fong Sai-yuk (u.a. gespielt von Jet Li, Meng Fei und Shaw Brothers Legende Alexander Fu Sheng) oder Wong Fei-Hung (u.a. gespielt von Jet Li, Vincent Zhao oder Gordon Liu). Und genau da hätten wir ein Problem von Legend of a Fighter: nebst der Tatsache, dass Fok Yun Gap hier von zwei Darstellern gespielt wird, nahm ich Leung Kar-Yan diese anmutige Heldenrolle nicht ab. Dafür sah ich Leung Kar-Yan zu oft in Kung Fu Komödien und als Comic-Charakter.
Zudem, und eigentlich überrascht mich das, waren seine Kampfkünste in dem Film auch nicht so gut wie jene seiner Co-Stars um Phillip Ko Fei und Yasuaki Kurata. Das Duo hatte nämlich weitaus bessere, agilere und flüssigere Kampfszenen zu bieten. Egal ob Trainings- oder Kampfszenen. Das überrascht, zumal Leung Kar-Yan ansonsten eigentlich in der Hinsicht nie enttäuscht. Und dass, obwohl der Yuen Clan hinter den Action-Szenen stand. So sind die Kampfszenen mit Phillip Ko Fei und Yasuaki Kurata die Highlights des Filmes. Das Finale kann daher dann leider auch nicht die Qualität der Kampfszenen vom Beginn oder Mittelteil erreichen, was leicht schade ist. Im Grossen und Ganzen ist das jedoch Meckern auf hohem Niveau. Es gibt genug spektakuläre Kampfszenen im Film, die zu überzeugen wissen. Der Humor dürfte nicht alles gefallen (z.B. Fung Hak-Ons Gastauftritt) und der Plot war sehr dünn und episodenhaft.
Fazit: Nicht ganz der erhoffte Kracher, aber noch immer über dem Durchschnitt anzusiedeln!
Infos:
O: Fok Yuen Gap
HK 1982
R: Yuen Woo-Ping
D: Phillip Ko Fei, Yuen Yat-Choh, Yasuaki Kurata, Leung Kar-Yan, Lau Hok-Nin, Brandy Yuen Jan-Yeung, Huang Ha, Fung Hak-On
Laufzeit der UK-DVD: 88:47 Min.
Gesehen am: 27.02.25
Fassungen: Mir lag die UK-DVD von HKL vor = Uncut, O-Ton,
englische Subs, gute Bild- und Tonqualität, leider von 2,35:1 zu 1,78:1
beschnitten. Die Extras der Disc fehlen bei meiner Version. Ggf. handelt es
sich bei der Disc um die holländische HKL-Ausgabe in welcher die Extras "oft fehlen sollen" (vom Hörensagen). Es gibt keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray (Stand: Feb. 2026).









