Dieses Blog durchsuchen

Montag, 9. Februar 2026

Caligula und Messalina

Caligula und Messalina

Story:

Caligula (Vladimir Brajovic) führt ein Leben voller Ausschweifungen. Als er in der Arena Messalina (Betty Roland) kämpfen sieht, beginnt er mit ihr eine Affäre. Das passt Caligulas Schwester Agrippina (Françoise Blanchard) nicht in den Kram. Sie plant, ihren Sohn Nero auf den Thron zu bringen. Doch Messalina verfolgt eigene Pläne…

Meine Meinung:

Caligula war 1979 ein grosser Erfolg. Dass andere Filmemacher, vor allem aus Italien, an den Erfolg anknüpfen wollten, war keine Überraschung. Dies geschah mehrfach. Auf den Erfolg von Alien folgte Alien 2: On Earth. Auf Dawn of the Dead folgte Zombi 2 und auf Jaws folgte The Last Jaws. Und auf Caligula folgte u.a. Caligula und Messalina. Caligula und Messalina war dabei jedoch eine Co-Produktion aus Italien und Frankreich.

Die Versionen unterscheiden sich. Für die Ital. Fassung wurde Trash-Filmer Bruno Mattei (Rats: Night of Terror, Die Hölle der lebenden Toten, Robowar) geholt. Bei den Franzosen ging Antonio Passalia den Start. Das Duo sollte ein Jahr später noch den ähnlich gelagerten Nero und die Huren des römischen Reiches inszenieren. Mir hat Caligula und Messalina jedoch zu wenig gut gefallen, um in die Sammlung aufgenommen zu werden. Es besteht meinerseits auch kaum ein Interesse, mich in Zukunft noch an Nero und die Huren des römischen Reiches zu versuchen.

Der Film, der mit Stars wie Vladimir Brajovic, Betty Roland oder Françoise Blanchard aufwartet, enttäuschte mich vor allem in Sachen Effekte und Gewalt. Den fehlenden Make-Up Effekten, den schwachen, langsamen und unspektakulären Arena-Kämpfen oder aus anderen Filmen gestohlene Sequenzen (aus The Beast) lassen erahnen, dass nur wenig Budget vorhanden gewesen ist. Viele der Schandtaten finden im off-screen statt. Anders behandelt werden Sex- und Nacktszenen. Da werden Fans auf ihre Kosten kommen.

Der Cast war mir unbekannt. Namen wie Vladimir Brajovic oder Betty Roland verschwanden danach gleich wieder in der Versenkung, auch wenn sie doch sehr solide agiert haben. Die damalige (18jährige) Debütantin Françoise Blanchard die ist einzige, die danach eine kleine Karriere als Schauspielerin hinlegte. So sah man sie in Filmen von Jean Rollin oder Jess Franco. Aber kein Vergleich zu Stamm-Schauspielerinnen und Schauspielern wie Lina Romay, Howard Vernon oder Katja Bienert. Françoise Blanchard verstarb überraschend im Alter von nur 59 Jahren.

Fazit: Kein schlechter Film und wer eine abgespeckte Low-Budget Variante von Caligula gutheissen kann, kann einen Blick riskieren, zumal die deutsche Synchronisation sehr gelungen ist. Für meinen persönlichen Geschmack reicht es hingegen nicht für die Sammlung…

Infos:

O: Caligula et Messaline

Frankreich, Italien 1981

R: Bruno Mattei (Ital. Version), Antonio Passalia (Franz. Version), Jean-Jacques Renon (Co-Director)

D: Vladimir Brajovic, Betty Roland, Françoise Blanchard

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: Ca. 101 Min.

Gesehen am: 09.02.26

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu-Ray von Cinestrange Extreme vor = Mediabook mit DVD, Blu-Ray & Booklet. Als Extras gibt es alternative und erweiterte Szenen. Das Hauptmaster hat eine sehr gute Bild- und Tonqualität. Die deutsche Synchronisation ist sehr gelungen. Ob die Fassung als Uncut gilt, kann ich nicht sagen. Bei den erweiterten Szenen gibt es Szenen, die nicht im Film zu sehen sind, da angeblich kein HD-Niveau. Da hätte das Label ja eine Bonusfassung als Extra anbieten können.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen