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Samstag, 6. April 2019

Faces of Death IV Review

Faces of Death III / Faces of Death IV

Inhalte inklusive meiner Meinungen:

Nach den schon nicht sonderlich sehenswerten oder qualitativ hochstehenden Pseudo-Dokumentationen Gesichter des Todes 1 und 2 brachte es die offizielle Reihe, welche unzählige Nachzügler fand, noch auf zwei weitere Teile die 1985 und 1990 erschienen sind. Wie schon die Filme zuvor lagen mir nur zensierte Fassungen vor (mehr dazu unter Fassungen).

Die zwei letzten Teile der Reihe sind schlechter als die Vorgänger. Relativ langweilig, nicht fesselnd, zum Teil harmlos, viel Fake-Szenen (Mann hat Bein unter Auto eingeklemmt, dieses wird amputiert, Mann begeht Suizid und sichtbar fällt eine Puppe / Dummy zu Boden, Blutegel der sich am Arm einer Frau festgesaugt hat etc.), nicht wirklich schockierend und zum Teil mit unpassender Musik unterlegt.

Teil drei bietet viele Unfälle, «Stunts gone wrong» Episoden, viel Autobahn und man merkt, dass Reporter, die Polizisten bei Einsätzen begleitet haben, in Mode waren (à la Serie Cops) was ich hingegen recht langweilig fand. Der dritte Teil ist sogar der schlechteste der vier Episoden. Einige Infos, welche man bekommt, kann man sogar halbwegs interessant finden und kommt einer echten Dokumentation gleich. Michael Carr spielte ein letztes Mal den sympathischen und «authentischen» Arzt, welchen er auch in den Teilen zuvor spielte.

Angeblich gestorben, wird Michael Carrs Figur, so gibt man es dem Zuschauer in Teil vier an, verbrannt. Und der neue «Arzt» eingeführt: John Alan Schwartz als Dr. Louis Flellis – der diesen Film nun mit den «Fans» begleitet wobei Schwartz auch Regisseur und Kopf hinter der Reihe war – oft mit Pseudonymen und wie in Extras der US DVD zu sehen, mit sonderbaren Weltansichten zum Thema Tod. Gute Marketing oder er hat wirklich nicht mehr alle Tassen im Schrank.

Teil vier wirkt kultiger als der dritte und erinnert mehr ans Exploitation und Horror-Genre der 80er als der Vorgänger obwohl von 1990 stammend. Der Vorspann fesselt (Musikuntermalung, Intensität der Bilder). Die Dialoge des Sprechers sind im vierten Teil allerdings weniger gut als in den ersten drei Filmen – weniger ernst, öfters sarkastisch. Der neue Sprecher bzw. dessen Stimme wirken jedoch auch deutlich weniger sympathisch.

Spezialeffekte, welche für einige der Fake-Szenen (Bein amputieren, Blutegel etc.) herhalten mussten, sind stark getrickst. Respekt! John Zimmerman, der die Effekte in Teil vier realisierte, arbeitete später als Stuntman (The Specialist oder in Transporter 2) und auch die Japaner bekundenden Interesse an der Reihe: so verwundert es nicht, dass mehrere Japaner, welche in Japan auch solche Mondos drehten, den Teil finanziell unterstützt haben (Kenzo Kuroda und Susumu Saegusa = Susumu Saegusa hat unter dem Namen «Kaoru Adachi» das japanische Mad Video Label gegründet, welches massenhaft Mondos veröffentlicht hat). Adachi ist nebst dem Mondo-Genre vor allem im Porno-Geschäft zu Hause.

Die Effekte in Teil drei hingegen steuerte Allan A. Apone bei = arbeitete an den Effekten für Galaxy of Terror, der TV-Serie Westworld, The Return of the Living Dead, Desperado oder Friday the 13th Part III. So viel zum Thema, dass in Faces of Death der «echte Tod» präsentiert wird…

Fazit: Die Reihe kann nicht das halten, was sie verspricht. Das mag als «halbstarker» Jugendlicher Interesse bekunden (Reiz des Verbotenen, Grenzen überschreiten etc.), aber neutral betrachtet sind die Filme sinnlos und relativ langweilig und daher fliegen sie nach neuer Sichtung auch aus der Sammlung!

Infos:

O: Faces of Death III / Faces of Death IV

USA 1985 / 1990

R: John Alan Schwartz / John Alan Schwartz, Kaoru Adachi, Andrew Theopolis

D: Michael Carr, James B. Schwartz, John Alan Schwartz / James B. Schwartz, John Alan Schwartz

Reviews überarbeitet: Ende Jan. 2019

Laufzeit der US-DVD: 85:40 Min. / 89:21 Min.

Fassungen: Siehe Teil eins! Teil drei ist zensiert (85 Min. während die deutsche DVD 16 Minuten länger läuft) wie auch Teil vier (89 Min. während die deutsche DVD ca. 93 Minuten läuft). Beide Discs haben Extras und u.a. englische Subs.

Faces of Death III Review

Faces of Death III / Faces of Death IV

Inhalte inklusive meiner Meinungen:

Nach den schon nicht sonderlich sehenswerten oder qualitativ hochstehenden Pseudo-Dokumentationen Gesichter des Todes 1 und 2 brachte es die offizielle Reihe, welche unzählige Nachzügler fand, noch auf zwei weitere Teile die 1985 und 1990 erschienen sind. Wie schon die Filme zuvor lagen mir nur zensierte Fassungen vor (mehr dazu unter Fassungen).

Die zwei letzten Teile der Reihe sind schlechter als die Vorgänger. Relativ langweilig, nicht fesselnd, zum Teil harmlos, viel Fake-Szenen (Mann hat Bein unter Auto eingeklemmt, dieses wird amputiert, Mann begeht Suizid und sichtbar fällt eine Puppe / Dummy zu Boden, Blutegel der sich am Arm einer Frau festgesaugt hat etc.), nicht wirklich schockierend und zum Teil mit unpassender Musik unterlegt.

Teil drei bietet viele Unfälle, «Stunts gone wrong» Episoden, viel Autobahn und man merkt, dass Reporter, die Polizisten bei Einsätzen begleitet haben, in Mode waren (à la Serie Cops) was ich hingegen recht langweilig fand. Der dritte Teil ist sogar der schlechteste der vier Episoden. Einige Infos, welche man bekommt, kann man sogar halbwegs interessant finden und kommt einer echten Dokumentation gleich. Michael Carr spielte ein letztes Mal den sympathischen und «authentischen» Arzt, welchen er auch in den Teilen zuvor spielte.

Angeblich gestorben, wird Michael Carrs Figur, so gibt man es dem Zuschauer in Teil vier an, verbrannt. Und der neue «Arzt» eingeführt: John Alan Schwartz als Dr. Louis Flellis – der diesen Film nun mit den «Fans» begleitet wobei Schwartz auch Regisseur und Kopf hinter der Reihe war – oft mit Pseudonymen und wie in Extras der US DVD zu sehen, mit sonderbaren Weltansichten zum Thema Tod. Gute Marketing oder er hat wirklich nicht mehr alle Tassen im Schrank.

Teil vier wirkt kultiger als der dritte und erinnert mehr ans Exploitation und Horror-Genre der 80er als der Vorgänger obwohl von 1990 stammend. Der Vorspann fesselt (Musikuntermalung, Intensität der Bilder). Die Dialoge des Sprechers sind im vierten Teil allerdings weniger gut als in den ersten drei Filmen – weniger ernst, öfters sarkastisch. Der neue Sprecher bzw. dessen Stimme wirken jedoch auch deutlich weniger sympathisch.

Spezialeffekte, welche für einige der Fake-Szenen (Bein amputieren, Blutegel etc.) herhalten mussten, sind stark getrickst. Respekt! John Zimmerman, der die Effekte in Teil vier realisierte, arbeitete später als Stuntman (The Specialist oder in Transporter 2) und auch die Japaner bekundenden Interesse an der Reihe: so verwundert es nicht, dass mehrere Japaner, welche in Japan auch solche Mondos drehten, den Teil finanziell unterstützt haben (Kenzo Kuroda und Susumu Saegusa = Susumu Saegusa hat unter dem Namen «Kaoru Adachi» das japanische Mad Video Label gegründet, welches massenhaft Mondos veröffentlicht hat). Adachi ist nebst dem Mondo-Genre vor allem im Porno-Geschäft zu Hause.

Die Effekte in Teil drei hingegen steuerte Allan A. Apone bei = arbeitete an den Effekten für Galaxy of Terror, der TV-Serie Westworld, The Return of the Living Dead, Desperado oder Friday the 13th Part III. So viel zum Thema, dass in Faces of Death der «echte Tod» präsentiert wird…

Fazit: Die Reihe kann nicht das halten, was sie verspricht. Das mag als «halbstarker» Jugendlicher Interesse bekunden (Reiz des Verbotenen, Grenzen überschreiten etc.), aber neutral betrachtet sind die Filme sinnlos und relativ langweilig und daher fliegen sie nach neuer Sichtung auch aus der Sammlung! 

Gefolgt von: Faces of Death 4

Infos:

O: Faces of Death III / Faces of Death IV

USA 1985 / 1990

R: John Alan Schwartz / John Alan Schwartz, Kaoru Adachi, Andrew Theopolis

D: Michael Carr, James B. Schwartz, John Alan Schwartz / James B. Schwartz, John Alan Schwartz

Reviews überarbeitet: Ende Jan. 2019

Laufzeit der US-DVD: 85:40 Min. / 89:21 Min.

Fassungen: Siehe Teil eins! Teil drei ist zensiert (85 Min. während die deutsche DVD 16 Minuten länger läuft) wie auch Teil vier (89 Min. während die deutsche DVD ca. 93 Minuten läuft). Beide Discs haben Extras und u.a. englische Subs.

Dienstag, 5. März 2019

Faces of Death II Review

Faces of Death II

Inhalt inklusive meiner Meinung:

Die Entstehung des zweiten Teiles der Gesichter des Todes Reihe war keine Überraschung nach dem Erfolg des ersten Films bzw. Dokumentation. Der zweite Film ist mehr authentisch als der erste. Es gibt weniger Fake-Szenen. Trotzdem konnte ich heute mit dieser Art Film nur noch wenig anfangen.

Obwohl die Fassung nur 77 Minuten läuft (jedoch stark zensiert, mehr dazu unter Fassungen) empfand ich das Gesehene als recht langweilig und unspektakulär. Richtig schockiert hat mich das Gezeigte nicht, auch wenn sich einige der Dialoge als sozialkritisch und/oder sarkastisch geben wollen. Ich würde sagen, der Sprecher ist leicht sarkastischer als im ersten Teil.

Schauspieler Michael Carr, der vorgibt, ein echter Arzt zu sein, der den Zuschauer durch die Dokumentation begleitet, macht seine Sache hingegen ordentlich. Er wirkt authentisch auch wenn kein echter Arzt und sympathisch.

Was den Härtegrad angeht, ich gehe von der mir vorliegenden, zensierten Fassung aus, sind einmal mehr die Szenen mit den Tieren am härtesten anzusehen (wie schon in Teil eins = Schlachthaus). Robben, Delphine etc. werden gejagt und geschlachtet. Da sind einige härtere Szenen drin, welche von ihrer Intensität (Junges, Ungeborenes) an die Elefanten-Szenen aus Africa Addio erinnern. Echt nicht ohne.

Abgesehen davon gibt es Unfälle zu sehen (deutsche Autobahn), Stunts, die nicht so laufen, wie geplant, Szenen aus dem Vietnam-Krieg, aus El Salvador (Bürgerkrieg), Tierversuche und endet mit einer Exekution in Liberia in Zeitlupe – diese Szenen waren auch alles andere als harmlos in der Sichtung und Wirkung (dazu die Musik im Abspann).

Fazit: Nur für Mondo Fans interessant – da sich mein Filmgeschmack verändert hat, wird die «Gesichter des Todes» Reihe bei mir keine Chancen mehr haben, in der Sammlung zu verweilen…

Gefolgt von: Faces of Death III

Infos:

O: Faces of Death II

USA 1981

R: John Alan Schwartz

D: Michael Carr, John Alan Schwartz

Laufzeit der US-DVD: 77:09 Min.

Review überarbeitet am: 22.01.19

Fassungen: Siehe Teil 1! Unterschied: die US-Fassung ist stark zensiert (ca. 26 Minuten). Uncut wären z.B. das VHS aus Holland oder die DVD aus Deutschland.

Samstag, 7. Oktober 2017

Premutos – Der gefallene Engel Review

Premutos – Der gefallene Engel

Story:

Matthias (Olaf Ittenbach) verwandelt sich während der Geburtstagfeier von einem Vater Walter (Christopher Stacey) in Premutos, einen gefallenen Engel, der zusammen mit einer Horde Zombies die Partygäste und Umgebung als Speiseplan auserwählt hat…

Meine Meinung:

Premutos – Der gefallene Engel war der dritte Spielfilm des deutschen Amateur Filmers Olaf Ittenbach nach Black Past und The Burning Moon, welche alle in Amateur-Splatterfilm-Kreisen Kultstatus geniessen und teilweise auch im Ausland vermarktet wurden.

Zwar kann Ittenbach mit seinen neuen Filmen nicht an alte Zeiten anknüpfen (für meinen Geschmack ging es nach Garden of Love bergab), doch hat er sich, vor allem im deutschsprachigen Raum, einen Namen aufgebaut.

Premutos kannte ich selbst aus Jugendzeiten und fand ihn schon damals, obwohl ich mit deutschen Filmen nicht gross was anzufangen vermochte, herrlich amüsant. Das liegt daran, dass Premutos ein perfekter Partyfilm darstellt.

Es gibt eine fantasievolle Geschichte, welche auch vor Sprüngen in der Zeit nicht Halt macht und auch stimmig wirkt, es gibt jede Menge tollen Gore und handgemachte, blutige Spezialeffekte die von Olaf Ittenbach selbst kreiert wurden. Olaf Ittenbach führte auch Regie und produzierte den Film. Die Vielzahl von blutigen Effekten, Zombie Make-Up und/oder Dämonenfratzen sind wirklich sehenswert, und alle, die Freude haben an solch schönen Effekten, werden in Premutos bestens bedient.

Der Film hat zwar nicht ganz Braindead Qualitäten, aber fast. Der Bodycount ist hoch und der Mix aus Komödie und Splatter funktioniert, wie so oft im Genre, sehr gut. Dazu zählen unfreiwillige Komik, amüsante Dialoge, nervende Figuren die den Tod verdient haben (und auch bekommen), Trash und politisch unkorrekte Dialoge (paar Dialoge gegen die von Darsteller Fidelis Atuma gespielte Person). Mir gefallen sowohl die erste, eher ruhige Filmhälfte sehr gut wie auch das effektive Splatter-Finale! Wobei ich sagen muss, dass ich die erste Hälfte, weil gerade herrlich amüsant (Dialoge, Figuren, Trash) und unfreiwillig komisch, nicht missen möchte.

Man muss sich jedoch bei einem bewusst sein: es handelt sich bei allen Beteiligten um Amateure (ausser die Effekte sind hoch professionell) und um einen Amateurspielfilm! Das heisst wer mit Amateurfilmen nicht vertraut ist, sollte sich den Film am besten gar nicht anschauen…

Infos:

O: Premutos – Der gefallene Engel

Deutschland 1997

R: Olaf Ittenbach

D: Olaf Ittenbach, Andre Stryi, Christopher Stacey, Ella Wellmann, Fidelis Atuma, Anke Fabré

Laufzeit der deutschen Blu Ray (Director’s Cut): 1h 50m 53s

Gesehen bzw. Review überarbeitet am: 09.09.17

Fassungen: Mir lag für die Überarbeitung meines alten Reviews die neue Fassung von Cinestrange Extreme vor, einem Label, welches mit seinen bisherigen Vös nicht für sich begeistern konnte (fehlende O-Töne, fehlerhafte Discs etc.). Premutos kommt im Mediabook daher und bietet: informatives Booklet, Soundtrack CD, den Film auf DVD (reguläre Fassung) und auf Blu Ray eine neue, erweitere Fassung – den so genannten Director’s Cut zum Film – Weltpremiere. Was sind die Unterschiede? Fangen wir beim Negativen an, wohl auch um den Film möglichst mit Mehrwert verkaufen zu können: Neues CGI Intro (billig, total unpassend, Fremdkörper), neuer Sprecher im Vorspann (schlecht, unpassend, Fremdkörper), neue Texteinblendungen im Vorspann die teilweise die Hälfte des Bildes verdecken (unpassend, störend, Fremdkörper). Das nimmt von den fünf Minuten, welche der DC länger ist als die bisher bekannte Fassung, schon drei Minuten in Anspruch. Dann zum Positiven: es gibt in mind. sieben Szenen mehr Gore zu sehen exklusive wurde die Zahnarztszene verlängert und die Bildqualität ist besser als bei der alten Fassung (grobkörnig, heller um somit ist der Gore besser zu erkennen). Was besser gewesen wäre: Alter Vorspann, alter Sprecher zusammen mit dem neuen Gore und der besseren Bildqualität! Aber der Anfang passt gar nicht mehr zum Film, empfand ich als störend und unpassend. Zum Glück liegt der Fassung die DVD mit der alten Fassung auch noch bei und sonst bin ich auch im Besitz der DVD aus Spanien, welche ich zu Jugendzeiten im Spanienurlaub erworben habe (O-Ton ist auch an Bord und Spanisch Dubbed). Diese hat zudem ein besseres Bildformat als die DVD Version von Cinestrange.