The Warrior II
Story:
Die Holländer töten Jaka (Barry Prima) mit Hilfe des
blinden Kämpfers Soca (Advent Bangun). Danach wollen sie Soca töten, doch
scheitern. Bald stellt sich heraus, dass Soca Jaka nicht tötete, sondern mit Magie
und List vorging, um die Holländer zu täuschen. Derweil kämpft die
verführerische und ebenso mit magischen Kräften ausgestattete Dewi Magi (Gudi
Sintara) gegen Soca und Jaka an…
Meine Meinung:
Nach The Warrior folgte mit The Warrior II die erste von
vier Jaka Fortsetzungen. The Warrior II hat mir gefallen, auch wenn ich den
ersten Teil mehr mochte. Dies aufgrund eines höheres Blutgehaltes und mehr Barry
Prima. Barry Prima (Tarzan Raja Rimba, Bergola Ijo, Primitives) teilt sich hier
den Film nämlich mit anderen Hauptfiguren = den blinden Kämpfer Soca, gespielt
von Advent Bangun (Blind Warrior), der auch magische Kräfte hat wie auch Dewi
Magi, gespielt von Gudi Sintara (Devil's Sword). Da kommt es auch zu längeren
Passagen, in denen Jaka erst Mal von der Bildfläche verschwindet.
Desweitern sind Namen dabei wie W.D. Mochtar, der auch zum Standard
Repertoire des damaligen Kinos aus Indonesien gehörte (mit Rollen in Filmen wie
The Queen of Black Magic, Satan’s Slave, Special Silencers, Mystics in Bali). Als
böser Magier natürlich. Da fehlen dann nur noch Namen wie Eva Arnaz und Horrorikone
Suzzanna (Revenge of Samson, Sangkuriang) und da wären so mehr oder weniger
alle Stars dabei, welche Rapi Films dazumal vorzuweisen hatte. Dass Jaka aber längere
Zeit verschwindet, sorgte in meinen Augen für Nebenplots, die den Film erstmal
ausbremsen.
Überrascht war ich von einem gewissen, wenn auch nie
expliziten und kleinen Sleaze- und Erotikfaktor. Die Mehrheit Indonesiens ist
muslimisch. Nacktheit ist verpönt. Hier ging man wohl an die filmischen
Grenzen. In der Hinsicht toppt der Film den ersten Film. Das liegt auch an der
von Gudi Sintara gespielten Figur und ihren weiblichen Untergebenen. Exotisch,
sexy und nicht uninteressant, aber Jaka gerät eben doch zu arg in den Hintergrund.
Der blinde Kämpfer erinnert vom Schauspiel leicht an die japanischen Zatoichi
Filme plus Magie.
Der Actiongehalt ist hoch. Es ist fast immer etwas los und
der Film ist actionreich, abwechslungsreich und kurzweilig. Diverse Kämpfer,
diverse Waffen, diverse magische Elemente, viele Figuren Nur in Sachen Gore war
der Film etwas zu brav für meinen Geschmack. Da fehlt dem Film doch irgendwie
das verrückte und übertrieben Etwas, was den Vorgänger oder andere Rapi Films
Produktionen auszeichneten. Aber alles in allem ist das solide, gut und
schaubar!
Fazit: Fans des Vorgängers können einen Blick riskieren!
Gefolgt von: The Warrior and the Ninja
Infos:
O: Si Buta lawan Jaka Sembung
Indonesien 1983
R: Dasri Yacob
D: Barry Prima, Advent Bangun, Sri Gudhy Sintara, W.D. Mochtar,
Syamsuddin Syafei, Gino Makasutji
Laufzeit der VHS aus Holland: 90:03 Min.
Gesehen am: Jan. 2012 / Neusichtung: 24.01.23 / Sichtung der US-Blu: 29.08.24
Fassungen: Mir lag das holländische VHS von Wizard vor = Uncut,
sehr gute und helle Bildqualität (ich sah früher nur eine Bootleg DVD/Kopie der
VHS und hatte diese als sehr dunkel in Erinnerung) und guter Ton/gute Synchro
(ohne Rauschen) = die Bootleg DVD rauschte stark! Eine offizielle DVD/Blu-Ray
gibt es nicht, ebenso wenig eine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2023). Eine Box
mit allen fünf Teilen restauriert, im O-Ton und mit englischen Subs (Mondo Macabro?)
wäre ein Traum! Auch bekannt als The Warrior against the Blind Swordsman. Nachtrag Aug. 2024: Mein Traum, den ich im Januar 2023 äusserte, wurde nun erfüllt: Mondo Macabro haben, zumindest die ersten drei Teile der Reihe (die von Rapi Films) auf Blu-Ray veröffentlicht. In ihrer The Warriors Collection. Mit Schuber, Booklet, O-Ton und englischen Subs. Das VHS aus Holland habe ich bereits letztes Jahr nach der Mondo Macabro Ankündigung verkauft. Die Fortsetzungen hatte ich bereits nach den letzten Sichtungen schwächer als den 1. Film in Erinnerung. So versuchte ich, die Erwartungen bei diesen Neusichtungen tief zu halten. Der Film kann nicht an das Niveau und die hohe Qualität des Vorgängers heranreichen. Der Plot wiederholt sich zuerst: um Jaka zu töten, wird ein Turnier veranstaltet, welches den passenden Gegner für Jaka bestimmen soll. Danach taucht Jaka lange ab und andere Figuren (der blinde Kämpfer oder die böse Königin Maki) dominieren das Geschehen. Jaka taucht dann fast erst wieder im Finale auf. Die bösen Holländer sogar noch später. Es gibt viel Martial Arts. Aber nicht auf dem Niveau der damaligen Produktionen aus Hong Kong und Taiwan. Und leider ist der Film auch deutlich harmloser als sein Vorgänger: der Film ist weniger blutig und es gibt im Vergleich auch deutlich weniger Effekte zu sehen. Schade. Immerhin gibt es nette Kostüme und im Finale viele Explosionen und fantastische Einfälle. Aber ein Jaka Film praktisch ohne Jaka (und mit zu wenig blutigen Effekten) ist relativ enttäuschend. Ich sah den Film erstmals in Indonesisch. Der Ton machte bei der Fortsetzung keine Probleme und die Bildqualität war sehr gut.