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Montag, 18. Mai 2026

Der Superfighter

Der Superfighter

Story:

Dragon (Jackie Chan) und seine Freunde (u.a. Tai Bo, Mars) arbeiten bei der Küstenwache. Diese plus die Polizei (Yuen Biao) und Freunde (Sammo Hung) machen es sich zur Aufgabe, störende Piraten (u.a. Dick Wei, Lee Hoi-Sang) aufzuhalten…

Meine Meinung:

Aka Project A. Den Film sah ich nur einmal und das ist 20 Jahre her. Der Superfighter, besser bekannt unter seinem englischen Titel Project A, gilt als Klassiker in Jackie Chans Karriere. Jackie Chan (The Protector, Police Story, Snake and Crane Arts of Shaolin) führte Regie, spielt die Hauptrolle, war am Drehbuch beteiligt und war zusammen mit seinem Stunt-Team und Co. (Mars, Sammo Hung) an der Kampf-Choreographie und den Stunts beteiligt. Jackie Chan das Multitalent. Ich war gespannt auf den Film, da ich bis auf ein-zwei Details (der Uhrwerk-Stunt und das Piraten-Setting) nichts mehr wusste.

Ich bin kein allzu grosser Piraten-Fan. Das ist auch ein Setting, welches im HK-Kino eher selten zum Einsatz kommt. Da kommen mir spontan z.B. The Pirate (Shaw Brothers), Once Upon a Time in China 5 - Dr. Wong gegen die Piraten oder King of the Sea in den Sinn. Der Superfighter ist nebst Filmen wie Wheels on Meals, Winners and Sinners (wobei Jackie Chan und Yuen Biao nur Neben- und Gastrollen haben), My Lucky Stars, Twinkle, Twinkle Lucky Stars und Dragons Forever einer der Filme, in denen Jackie Chan auch mit seinen «Brüdern» Sammo Hung (Point of No Return, Don't Give a Damn) und Yuen Biao (Kick Boxer, On the Run) vor der Kamera stand.

Davon sind Der Superfighter, Wheels on Meals sowie Dragons Forever sicher die bekanntesten und besten Werke. Der Superfighter hat die 2. Sichtung bestanden. Der Film ist alles in allem wirklich gut, aber für mich dennoch nicht ein Kracher. Wie ich bereits sagte, ich bin kein allzu grosser Piraten-Fan und es gab doch auch einige Längen. Es dauert auch sehr lange, bis der Hauptplot loslegt. Statt Gruppenkämpfe hätte ich mir lieber mehr Ein Mann gegen Ein Mann Duelle gewünscht und da sich Jackie Chan den Film mit Yuen Biao und Sammo Hung teilt, kommen die Stars auch etwas zu kurz. Da gilt auch für die Bösewichte, die von Dick Wei (kommt praktisch nur im Finale vor) und Lee Hoi-Sang (Kung Fu Genius) gespielt werden.

Alles in allem ist der Film dennoch mehr oder weniger unterhaltsam und das nötige Budget war auch vorhanden. Einige der Stunts sind auch heute noch sehr spektakulär und an der Kampf-Choreographie gibt es nichts auszusetzen. Es gibt jedoch weniger zu lachen, als erwartet. Eines der Highlights war für mich nach wie vor die Verfolgungsjagd mit den Fahrrädern. Zudem war es schön, bekannte Gesichter wie Tai Bo (Ninja in the Dragon's Den), Mars (Police Story 3 Super Cop), Wu Ma (Just Heroes), Kwan Hoi-San (Devil Curse), Fung Ging-Man (Two Toothless Tigers), To Siu-Ming (The First Vampire in China) oder Chin Ka-Lok (Mr. Vampire Saga IV) in Gastauftritten gesehen zu haben.

Fazit: Ich habe die Fortsetzung immer favorisiert. Etwas, was ich nach dieser Sichtung bestätigt sehe. Dennoch für Jackie Chan Fans zu empfehlen!

Gefolgt von: Project A Part II

Infos:

O: 'A' Gai Waak

HK 1983

R: Jackie Chan

D: Jackie Chan, Sammo Hung, Yuen Biao, Dick Wei, Tai Bo, Mars, Kwan Hoi-San, Lee Hoi-Sang, Wu Ma, Fung Ging-Man, To Siu-Ming

Laufzeit der deutschen DVD: 100:34 Min.

Gesehen am: Juli 2006 / Neusichtung am: 18.05.26

Fassungen: Gesehen via deutsche DVD von Splendid = Uncut, O-Ton mit deutschen Subs, solide Bild- und Tonqualität (Nicht anamorph). Gibt es inzwischen in Deutschland auch auf Blu-Ray und UHD.

Freitag, 2. Februar 2024

The Battle: Roar to Victory

The Battle: Roar to Victory

Story:

Korea 1920:

Korea wird von Japan besetzt. Diverse Widerstandsbewegungen (Yoo Hae-jin, Ryu Jun-yeol, Choi Min-sik) nehmen den Kampf gegen die Japaner (Kazuki Kitamura, Hiroyuki Ikeuchi, Park Ji-hwan) auf…

Meine Meinung:

The Battle: Roar to Victory ist ein südkoreanischer Kriegsfilm der angeblich auf wahren Begebenheiten beruhen soll. Wie viel davon wahr ist, ist mir nicht bekannt. Auf jeden Fall ist der Film zu sehr auf Schwarzweiss-Malerei aus (Böse Japaner gegen heldenhafte Koreaner), zu übertrieben in seiner Darstellung der Figuren, zu patriotisch und zu einseitig dargestellt. Auf der einen Seite will der Film realistisch sein, auf der anderen Seiten erinnerte mich der Film, gerade durch sein Overacting und die Figuren, an fiktive Filme à la Inglourious Basterds.

Interessanterweise kam der Film, auch wenn in Südkorea an den Kinokassen ein Erfolg, nicht bei allen Einheimischen gut an. Auf der Datenbank Letterboxd gibt es etliche ½ oder 1 Stern Reviews von Koreanern, die den Film Märchen oder antijapanisch nennen - im negativen Sinne. Mir missfiel die Fiktion und das Overacting der Figuren ebenso. Da gibt einige Szenen, die zum Fremdschämen einladen, z.B. der Japaner und die Szene mit dem Messer und Tiger. Peinlich.

Technisch war der Film, wenig überraschend, stark in Szene gesetzt. Die Action-Szenen sind fein inszeniert und es kracht auch ordentlich. Einige längere Aufnahmen sind gar episch zu benennen. Schade um die schönen Bilder und spektakulären Drehorte, dass der Plot kaum fesselt. Teilweise geht es hübsch fies und derb zu, vor allem als die Japaner im Nanking Massaker-Stil Dorfbewohner niedermetzeln. Von der Qualität und den zu dramatischen und patriotischen Klischees ist der Film mit Battle of Jangsari vergleichbar.

Der Film von Won Sin-yeon wartet mit einer grossen Anzahl von bekannten Stars auf: Yoo Hae-jin (Taxi Driver, Confidential Assignment), Kazuki Kitamura (Kill: Bill Vol. 1 + 2, Godzilla: Final Wars, The Raid 2, Azumi), Hiroyuki Ikeuchi (Railroad Tigers, Manhunt), Park Ji-hwan (The Outlaws, Asura: The City of Madness) und Choi Min-sik (Old Boy, I Saw the Devil, Lady Vengeance), wobei letzterer erst am Ende als Überraschungsgast aus dem Hut gezaubert wird (sehr peinliche Darbietungen). Paar Kinder und Frauen sorgen für weitere Dramatik.

Fazit: Kann man gut einmal schauen. Aber für die Sammlung reicht es nicht. Qualitativ kein Vergleich mit wirklich tollen Kriegsfilmen wie My Way und Co.

Infos:

O: Bongodong jeontu

Südkorea 2019

R: Won Sin-yeon

D: Yoo Hae-jin, Ryu Jun-yeol, Jo Woo-jin, Kazuki Kitamura, Hiroyuki Ikeuchi, Park Ji-hwan, Choi Min-sik

Laufzeit der deutschen DVD: Ca. 130 Min.

Gesehen am: 27.12.23

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Splendid vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, deutsche Subs, Wendecover ohne FSK-Zeichen. Gibt es auch auf Blu-Ray.

Samstag, 16. Dezember 2023

14 Schwerter

14 Schwerter

Story:

Die Familie Yang erleidet in einer Schlacht gravierende Verluste. Die weiblichen Yang (Yukari Oshima, Cheng Pei-Pei, Kathy Chow, Li Jing, Yu Na) schwören Rache am Tod ihrer Brüder, Söhne und Väter…

Meine Meinung:

Aka The Legendary Amazons. Bei 14 Schwerter handelt es sich um eine Festland-China-Produktion und um ein Remake des Shaw Brothers Klassikers The 14 Amazons. Der von Jackie Chan (Police Story) produzierte Film hat die 2. Sichtung nicht bestanden und fliegt aus der Sammlung. Nicht alles an 14 Schwerter ist schlecht und für junge Fans, die z.B. nicht gerne alte Filme schauen, könnte der Film dennoch interessant sein.

Der Plot dürfte mehr oder weniger dem von The 14 Amazons erinnern. Teilweise erinnert der Film auch an den Shaw Brothers Film The Eight Diagram Pole Fighter mit Alexander Fu Sheng. 14 Schwerter bietet hier und da einige nette Bilder, nette Kämpfe, schöne Pferdestürzte und einen fiesen Bösewicht. Neutral betrachtet ist es auch schön, dass Regisseur Frankie Chan (Fun and Fury) Namen wie Yukari Oshima (Devil Cat), Wu Ma (14 Blades), Fung Hak-On (Edge of Darkness) oder Lam Wai vor die Kamera brachte.

Laut hkmdb «Lam Wai» aka «Vincent Lam Wai». Es ist jedoch wirklich der andere, bekanntere Lam Wai (Bloody Brotherhood), trotz Outfit und Bart klar zu erkennen am Gesicht/Mimik. Wu Ma und Fung Hak-On haben nur Gastauftritte, während Lam Wai eine Nebenrolle spielt und Yukari Oshima eine der Yang-Schwestern. Daneben sind noch die vor kurzem verstorbene Kathy Chow, Shaw Brothers Legende Cheng Pei-Pei (Whiplash) und die mir nicht sonderlich sympathische und relativ talentfreie Cecilia Cheung (Ausnahme: ihre Rolle in King of Comedy) als Yang-Schwestern zu sehen.

Die Schwestern auseinander zu halten war oft nicht einfach, da viele Massenszenen und die Mädels praktisch alle gleich aussehen (Outfits, Rüstung, Helme, schwarze Haare). Der Mix aus altmodischen Effekten und CGI hat nicht immer gepasst. Einige der CGI-Effekte waren mies, ebenso CGI-Hintergründe. Hier und da wurde jedoch auch mehr Aufwand betrieben (Feuerbälle). Auch im Abspann bei den Outtakes zu sehen. 

Was mir nicht gefiel war die sterile, zu saubere und billige Optik, der Humor, die miesen Songs auf Soap Opera Niveau und die Leads Cecilia Cheung und ihr Gegenstück, Xiao Mingyu. Die haben beide einfach schlecht gespielt und haben genervt. Zu keiner Sekunde glaubwürdig und totale Fehlbesetzungen. Die Füllszenen sind lahm und es gibt keine einzige wirklich tolle Action-Szene, so dass 14 Schwerter aus der Sammlung fliegt.

Fazit: Besser The 14 Amazons oder The Eight Diagram Pole Fighter schauen!

Infos:

O: Yang Men Nu Jiang Zhi Jun Ling Ru Shan

China 2011

R: Frankie Chan

P: Jackie Chan

D: Yukari Oshima, Cheng Pei-Pei, Kathy Chow, Li Jing, Yu Na, Cecilia Cheung, Richie Ren Xian-Qi, Lam Wai, Wu Ma, Fung Hak-On

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 108:08 Min.

Gesehen am: Juli 2012 / Neusichtung am: 13.12.23

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu-Ray von Splendid vor = Uncut, Wendecover, O-Ton, deutsche Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität.

Mittwoch, 27. September 2023

The Expendables 3

The Expendables 3

Story:

Barney Ross (Sylvester Stallone), Anführer der Expendables, bekommt es mit einem ehemaligen Mitglied seiner Bande zu tun: Stonebanks (Mel Gibson). Um ihn zu schnappen wird ein neues Team (Glen Powell, Kellan Lutz, Ronda Rousey, Victor Ortiz) zusammengestellt. Doch damit hat Barney keinen Erfolg. Stonebanks kann entkommen und Barneys Team gefangengenommen. Barney und sein altes Team (Dolph Lundgren, Jason Statham, Terry Crews, Randy Couture, Jet Li) plus neue Mitglieder und alte Bekannte (u.a. Antonio Banderas und Wesley Snipes, Harrison Ford, Arnold Schwarzenegger) schicken sich nun an, Stonebanks zu beseitigen und die jungen Kollegen zu retten…

Meine Meinung:

Der dritte Teil der bisher gesamthaften doch eher durchschnittlichen The Expendables Reihe (nur der 2. Teil ist noch in der Sammlung) ist der bis dato schlechteste Teil der Reihe und nicht mehr empfehlenswert! Der Film von Patrick Hughes bietet dem Zuschauer nicht mehr das, wofür die Reihe eigentlich Mal stehen sollte (Anlehnung an die US-80er Jahre Actionfilme) und enttäuscht auf ganzer Linie! Der dritte Teil wird nicht in die Sammlung integriert und ist in Sachen Action, Abwechslung / Story, Screen-Time der Stars, coole Sprüche (es gibt im Ganzen nur einen wirklich coolen Dialog), Gewaltlevel und Effekte schlechter als seine beiden Vorgänger (The Expendables und The Expendables 2).

Die Laufzeit ist zu lang, die Story und einige Wendungen oder Vorgehensweisen der Figuren absolut unlogisch, das Einbringen der neuen, jungen 08/15 Expendables ein grosses Desaster während die alten Stars kaum zu sehen sind (Dolph Lundgren z.B.). Jason Statham (The Meg) bekommt auch weniger Actionszenen und Jet Li (The One) kommt nur am Ende ca. fünf Minuten zum Einsatz, nachdem er bereits im Vorgänger kaum zu sehen war. Sehr schade! Harrison Ford war okay, Wesley Snipes (Blade) auch aber Antonio Banderas (Assassins – Die Killer) hat mit seinem Klamauk extrem genervt (Film ist so oder so viel zu zahm, harmlos und pseudo lustig). Aus der Negativität ragt nur Mel Gibson (Lethal Weapon) als Bösewicht heraus. Ordentlich, solide.

Dank der PG-Rating Freigabe, um mehr Zuschauer in die Kinos zu locken, darf nicht auf blutige Action gehofft werden. Diese gibt es schlicht nicht. Die Actionszenen am Anfang und Mittelteil waren allesamt schlecht, langweilig und total billig in Szene gesetzt. Die Effekte (vor allem das viele CGI) sind nochmals verschlechtert worden im Vergleich zu den Vorgängern und konkurrieren schon mit den alten The Asylum Produktionen. Nur im langen Finale ist die Action besser inszeniert, aber um ehrlich zu sein, auch alles andere als grandios: es gibt kaum Abwechslung, kaum Kämpfe, unblutige Shoot-Outs.

Fazit: Der bisher schlechteste «Expendables»!

Gefolgt von: The Expendables 4

Infos:

O: The Expendables 3

USA, Frankreich 2014

R: Patrick Hughes

D: Sylvester Stallone, Mel Gibson, Glen Powell, Kellan Lutz, Ronda Rousey, Victor Ortiz, Dolph Lundgren, Jason Statham, Terry Crews, Randy Couture, Jet Li, Antonio Banderas und Wesley Snipes, Harrison Ford, Arnold Schwarzenegger

Laufzeit der deutschen: DVD: 126:13 Min.

Gesehen am: 2015

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Splendid vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und deutsche UT vorhanden. Gibt es natürlich auch auf Blu-Ray. DVD schon lange entsorgt/verkauft, da mir Film nicht gefallen hat.

Montag, 25. September 2023

The Expendables 2

The Expendables 2

Story:

Auftraggeber Mr. Church (Bruce Willis) lässt das Söldner-Team um die Expendables (Sylvester Stallone, Jason Statham, Dolph Lundgren, Terry Crews, Randy Couture, Liam Hemsworth) einen neuen Auftrag annehmen. Sie sollen einen Computer bergen, der den Aufenthalt von Aluminium preisgibt. Bösewichte (Jean-Claude Van Damme, Scott Adkins) sind hinter dem Aluminium her…

Meine Meinung:

Der 2. Teil hat mir nach der Neusichtung besser als der 1.Teil gefallen und bleibt in der Sammlung. Dinge, welche mich im 1. Teil störten (zu wenig Screentime der Stars, schreckliches Editing und Kameraführung, CGI-Blut), wurden hier sichtlich verbessert: Die Mehrheit der Stars bekommen mehr Screentime, schlechte CGI-Momente wurden reduziert (sieht man von der Szene mit dem Flugzeug im Finale Mal ab) und die Kameraführung ist viel übersichtlicher.

Allein die grandiose und lange Action-Sequenz, mit welcher der Film startet, lässt alle Actionszenen des Vorgängers weit hinter sich. Natürlich gibt es auch hier einige Abstriche zu machen. Ja, von Scott Adkins hätte man gerne mehr sehen dürfen und ja, auch Jet Li (Born to Defend) verabschiedet sich schnell aus dem Film, aber dafür gibt es mehr von Dolph Lundgren (The Demon Hunter), Bruce Willis (Last Boy Scout) und Arnold Schwarzenegger (Red Heat) zu sehen. Und Chuck Norris (Code of Silence) Cameo macht auch viel Spass! Und Jet Li darf vor seinem Ausscheiden auch mehr von seinem Können zeigen, als er dies im Ganzen 1. Teil tat.

Wo der Film bei neuen Gesichtern nebst Chuck Norris gefällt sind die neuen Bösewichte. Jean-Claude Van Damme (Harte Ziele) und sein Overacting machen viel Spass! Er ist immer dann am besten, wenn er sich nicht ernst nimmt. Scott Adkins (Undisputed IV Boyka Is Back) hätte zwar gerne mehr kämpfen und zeigen dürfen, was er kann, aber dennoch mochte ich ihn als rechte Hand von Van Damme. Am meisten erinnert mich die Rolle an seine Boyka-Rolle aus der Undisputed-Reihe. Sylvester Stallone und Jason Statham sind noch immer die eigentlichen Stars des Filmes während Dolph Lundgren etwas mehr zu einem Comic-Charakter geformt wird.

Nan Yu fügte sich gekonnt ins Geschehen ein, Liam Hemsworth ist zum Glück nach einer Weile nicht mehr zu sehen (und das waren auch die einzigen Szenen, die ich als unnötige Gefühlsduselei abtun würde, aber als Klischee mit dem Ausgang zu seinem Charakter, hat es mich während der 2. Sichtung weniger gestört als damals im Kino) und die Action-Momente sind zahlreich und abwechslungsreich: Explosionen, Verfolgungsjagden, blutige Shoot-Outs, Crashs, Panzer-Action, Kämpfe mit Messer und viel Ironie (kultige Sprüche von Arnie oder Willis, Norris Witze) machen den Film zu einem unterhaltsamen und actionreichen Vergnügen.

Fazit: Fans der alten Haudegen werden mit dem Film ihren Spass haben!

Gefolgt von: The Expendables 3

Infos:

USA 2012

R: Simon West

D: Sylvester Stallone, Jason Statham, Jet Li, Dolph Lundgren, Chuck Norris, Jean-Claude Van Damme, Bruce Willis, Arnold Schwarzenegger, Terry Crews, Randy Couture, Liam Hemsworth, Scott Adkins, Nan Yu

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 102:23 Min.

Neusichtung am: 19.09.23

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu-Ray von Splendid vor = Uncut, Deutsch/Englisch (mit deutschen Subs), sehr gute Bild- und Tonqualität.

Sonntag, 24. September 2023

The Expendables

The Expendables

Story:

Ein Söldner-Team (Jason Statham, Sylvester Stallone, Jet Li, Randy Couture, Terry Crews) soll auf einer Insel in Südamerika einen Diktator (David Zayas) ausschalten. Doch bald stellt sich heraus, dass der Feind jemand anderes (Eric Roberts, Steve Austin, Gary Daniels) ist…

Meine Meinung (Kinofassung):

Da noch diesen Monat der 4. Teil in die Kinos kommt, habe ich mir vorgenommen, die ersten zwei Filme nochmals zu schauen. The Expendables, eine Ansammlung von vielen Action-Helden und eine angebliche Hommage ans 80er Jahre Action-Kino, hat inzwischen auch schon mehr als zehn Jahre auf dem Buckel und bringt es bis dato auf drei Fortsetzungen. Mein Filmgeschmack ist strenger, vor allem auch, was neue US-Actionfilme angehen (siehe John Wick und Co.).

Leider hat mich The Expendables heuer nur noch wenig angesprochen, so dass der Film sogar aus der Sammlung fliegt. Warum? Die zwei Hauptgründe sind schnell genannt: das Editing und die Kameraarbeit sind mühsam, verwackelt, viel zu schnell und total unübersichtlich sprich nervend und macht die Action-Szenen kaputt. Das zweite passte ebenfalls in die Kategorie: billigste CGI-Effekte (z.B. die Blut-Szenen oder einige der miesen Greenscreen Hintergründe oder die Verbrennung von Steve Austin). Billiger geht es nicht…

Und diese Punkte, die Machart und Inszenierung der Action-Szenen sind im Grunde genommen keine Hommage an die guten alten 80er oder gar 90er, im Gegenteil. Dazu kommt, dass etliche der Stars zu kurz kommen und viel zu wenig Screentime haben. Verschenktes Potenzial, wenn ich da an Namen wie Jet Li (The Last Hero in China), Dolph Lundgren (The Mechanik) oder Gary Daniels denke. Am meisten Zeit bekommen Sylvester Stallone (Demolition Man) und Jason Statham (Death Race). Die Gastauftritte von weiteren Grössen wie Mickey Rourke (Angel Heart), Bruce Willis (Stirb langsam) oder Arnold Schwarzenegger (Predator) sind nett, aber der Rede nicht wert. Und was Namen wie Randy Couture oder Terry Crews im Film verloren haben, weiss ich auch nicht.

Der Plot ist Mittel zum Zweck und auf einige Gefühlsduseleien (Jason Statham und seine Film-Freundin) hätte gerne verzichtet werden dürfen. Auch wie mit Dolph Lundgrens Figur umgegangen wird, ist unglaubwürdig (soll im Extended Director's Cut etwas korrigiert worden sein) und schade.  Die Action-Szenen sind ok, aber nichts Besonderes. Eigentlich gibt es keine einzige Actionszene wo ich sagen würde, die ist wirklich super. Die Effekte und Kameraarbeit machen fast alles zunichte. Gegen Ende knallt es immerhin ordentlich: kurze aber immer zu schnell endende und übersichtliche Kämpfen im Wechsel mit vielen Shoot-Outs oder Explosionen. Immerhin langweilig ist die Nu Image Produktion definitiv nicht. Aber ein Film, der seine Fans eigentlich relativ unbefriedigt zurücklässt. Schade...

Gefolgt von: The Expendables 2

Infos:

O: The Expendables

USA 2010

R: Sylvester Stallone

D: Sylvester Stallone, Jason Statham, Jet Li, Dolph Lundgren, Eric Roberts, Randy Couture, Steve Austin, David Zayas, Charisma Carpenter, Gary Daniels, Terry Crews, Mickey Rourke, Bruce Willis, Arnold Schwarzenegger

Laufzeit der deutschen DVD: 99:44 Min.

Neusichtung am: 16.09.23

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Splendid vor = Uncut Kinofassung, sehr gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch mit deutschen Subs. Inzwischen gibt es noch eine Alternativfassung = Extended Director's Cut mit alternativen und neuen Szenen. Figuren bekommen mehr Screentime, werden nun anders dargestellt, CGI Gore wurde entfernt wie auch die Feuer-CGI-Szenen. Beim Kampf Jet Li Vs. Dolph Lundgren ist das Editing leicht besser. Dazu gibt aber auch mehr Drama (Jason Statham und seine Freundin).

Sonntag, 14. Mai 2023

I Saw the Devil

I Saw the Devil

Story:

 

Geheimagent Soo-Hyeon Kim (Byung-Hun Lee) begibt sich, nachdem seine Frau (San-Ha Oh) von einem unbekannten Mörder brutal getötet wurde, auf einen blutigen Rachefeldzug. Doch er will nicht den schnellen Tod des Mörders (Min-Sik Choi), sondern will diesen leiden sehen. Immer, und immer wieder. Ein tödliches Katz- und Maus-Spiel nimmt seinen Lauf…

 

Meine Meinung (Internationale Fassung):

 

I Saw the Devil sah ich nur einmal. Ich wusste nicht mehr viel. Ich wusste aber, dass ich den Film dazumal sehr mochte. Dass ich Filme aus Südkorea sehr mag, ist doch eher selten der Fall. Da kommen mir Filme wie A Bittersweet Life, City of Violence, Bedevilled, The Wailing, The Chaser oder Memories of Murder in den Sinn. Verhältnismässig wenig zur Anzahl, welche ich sehe. Durchschnittliche oder schlechte Titel haben die Überhand (A Company Man, Tell Me Something, Save the Green Planet, Be My Guest, Battle of Jangsari, The Red Shoes, Metamorphosis, Parasite, Revenger, The Villainess, Sympathy for Mr. Vengeance, H, The Wrath, Joint Security Area, Train to Busan).

 

Daher bin ich froh, dass I Saw the Devil die 2. Sichtung bestanden hat. Zwar erinnert der Film leicht an diverse Vorbilder wie Blutgericht in Texas, Sieben oder Kap der Angst, aber im Grossen und Ganzen handelt es sich um einen eigenständigen, anständigen, fiesen, düsteren und brutal-blutigen Rache-Psychothriller, wie sie aus Südkorea, was graphische Blut-Effekte angehen wie hier zu sehen, selten sind. Ich war erstaunt, wie blutig und brutal der Film ist. Auch die psychische und sexuelle Gewalt ist derb in Szene gesetzt. So erstaunt es nicht, dass der Film selbst in Südkorea fürs Kino zensiert werden musste.

 

Der Film beginnt stark, intensiv und spannend. Schnee, Kälte, Panne, ein Mord. Die mir unbekannte San-Ha Oh agiert in der Szene und danach stark. Ohne Erbarmen wird sie zum Opfer des Serienkillers, der, wie es sich herausstellt, auch mit anderen sein Unwesen treibt und Menschenfleisch isst (daher der Blutgericht in Texas Link). Der Film wird zu einem Psychoduell zwischen dem kannibalistischen, vergewaltigenden und mordenden Mörder, und dem Geheimagenten, der das Gesetz bricht und den Mörder leiden sehen will. Das hat zur Folge, dass er den Täter mehrfach schwer lädiert wieder laufen lässt, was aber weiteren Dritten nicht gut bekommt.

 

Auch das Ende ist in der Hinsicht innovativ und schön fies. Kann es in dem Aufeinandertreffen überhaupt so was wie "Gewinner" geben? Moral? Ethik? Selbstjustiz? Der Film ist technisch stark in Szene gesetzt, unglaublich gut gespielt, schön gefilmt, die Effekte toll getrickst und der Film fesselnd und spannend. Trotz der Laufzeit von 136 Minuten wird es zu keiner Sekunde langweilig. Choi Min-sik, Star aus Filmen wie Old Boy, Sympathy for Lady Vengeance oder Tae Guk Gi: The Brotherhood of War, wirkt zwar in der ein oder anderen Szene zu sehr wie ein Robert De Niro (Kap der Angst Link) und schrammt auch hier und da knapp an der Unglaubwürdigkeit vorbei (wegen dem Overacting), aber im Grossen und Ganzen macht er einen souveränen Job. Als Rächer ebenso stark und auch in den sehenswerten Action- und Rache-Szenen überzeugend, ist Lee Byung-hun (The Good, The Bad, The Weird). Regie führte Kim Jee-woon, der schon mehrere Blockbuster in Szene gesetzt hat, z.B. A Tale of Two Sisters, The Last Stand (mit Arnold Schwarzenegger) oder einige der oben bereits genannten Filme.

 

Fazit: Packende Serienkiller-Hatz aus Südkorea! Sehr zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: Angmareul boatda

 

Südkorea 2010

 

R: Kim Jee-woon

 

D: Byung-Hun Lee, San-Ha Oh, Min-Sik Choi

 

Laufzeit der deutschen DVD: 136:15 Min.

 

Neusichtung am: 17.04.23

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD (Black Edition) von Splendid Film vor = Uncut*, sehr gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Koreanisch mit u.a. deutschen Subs. * = Internationale Fassung. Die koreanische Fassung ist in Sachen Gewalt zensiert. Die deutsche Blu-Ray von Nameless Media (zumindest einige ihrer Auflagen, jedoch nicht alle) haben beide Fassungen an Bord. Da die Korea-Fassung aber Gewalt vermissen lässt, ist sie in meinen Augen uninteressant.

Donnerstag, 30. März 2023

A Company Man Review

 
A Company Man

Story:

 

Nachdem sich ein Killer (So Ji-sub) verliebt, will er aus der Organisation aussteigen und wird damit auf die Todesliste gesetzt…

 

Meine Meinung:

 

A Company Man erinnert zu sehr an A Bittersweet Life und Co., um als originell durchzugehen. Und schafft es nicht, dessen Dramatik und Emotion gelungen auf die Leinwand zu bringen. Da war nie ein knisterndes Gefühl zwischen dem Killer und der Frau, die er liebt. Dass es ausgerechnet die Frau und Musikerin ist, dessen Lieder er als Jugendlicher mochte, fand ich zudem arg unglaubwürdig. Der Film ist aber absolut ok. Ich bin ja kein allzu grosser Fan des neuen koreanischen Kinos.

 

A Company Man ist relativ unterhaltsam, hat wenig Längen und eine angenehme Laufzeit von unter 100 Minuten. Die Dramatik nervt kaum, vor allem da die Romanze auch schnell wieder vorbei ist. Die Darsteller sind gut (Killer, seine Vorgesetzen) bis mittelmässig (seine Freundin). Der Film ist technisch gut gemacht. Action-Szenen kommen zuerst nur sporadisch vor. Wirklich gelungen fand ich nur die Shoot-Outs im Finale, als der Killer in seiner Firma im Büro aufräumt. Cool gefilmt, blutig und mit The Terminator Vibes. So Ji-sub war zu 90% im TV- und Serien-Geschäft zu sehen. Dieser Kinofilm stellt fast die einzige Ausnahme in seiner Karriere dar.

 

Ansonsten gibt es auch mind. zwei Kampfszenen (mit Messern) inklusive einer coolen Action-Szene im Auto, die dann an den späteren Film The Raid 2 erinnert. Und natürlich einige Auftragsmorde. Warum Regisseur Lim Sang-yoon scheinbar nach diesem Film keine weitere Regie-Arbeit mehr ausführte, ist mir unbekannt. Kwak Do-won spielt das Ekel und Arsch in der Firma. Er macht dies herrlich charismatisch. Solche Rollen mag ich im koreanischen Kino. Ihn sah ich schon in Filmen wie The Wailing, The Yellow Sea oder Asura: The City of Madness.

 

Fazit: Solide, gut, aber kein Kracher. Fans südkoreanischer Filme können einen Blick riskieren! Ich bleibe da lieber bei A Bittersweet Life!

 

Infos:

 

O: Hoisawon

 

Südkorea 2012

 

R: Lim Sang-yoon

 

D: So Ji-sub, So Ji-sub, Lee Mi-yeon, Kwak Do-won, Kim Dong-jun, Lee Kyeong-yeong, Han Bo-bae

 

Laufzeit der deutschen DVD: 92:37 Min.

 

Gesehen am: 16.03.23

 

Fassungen: Mir lag die Uncut DVD von Splendid (Deutschland) vor = Uncut, Deutsch/Koreanisch mit u.a. deutschen Subs. Bild- und Tonqualität sind sehr gut. Es gibt inzwischen auch eine Blu-Ray.

Donnerstag, 23. Dezember 2021

The Intergalactic Adventures of Max Cloud Review

The Intergalactic Adventures of Max Cloud

Story:

 

Die junge Sarah (Isabelle Allen) spielt ein Videospiel und wird dann plötzlich in dieses eingesperrt und muss nun zusammen mit dem Titel-Helden Max Cloud (Scott Adkins) die Bösewichte besiegen und einen Weg finden, wieder in die normale Welt zurückkehren zu können…

 

Meine Meinung:

 

Als ich mir The Intergalactic Adventures of Max Cloud holte, wusste ich gar nicht genau, auf was ich mich da (inhaltlich einliess). Ich wusste nur dass Scott Adkins (Ninja) dabei ist und es mit einer Videospiel-Story zu tun hat. Grund genug, mir den Film zu holen bzw. der Titel stand so oder so auf der Wunschliste wie weitere Scott Adkins Filme wie Accident Man 2 (Angekündigt), The Debt Collector 2, Avengement (zumindest Dank Gratis-Monat auf Netflix schon gesehen), Legacy of Lies oder Seized.

 

Scott Adkins und seine Filme (Triple Threat, Avengement, Pay Day, Accident Man, Undisputed IV Boyka Is Back, Close Range, Hard Target 2 Universal Soldier: Day of Reckoning, Savage Dog, Der Spion und sein Bruder) mag ich grösstenteils, auch wenn hier und da Nieten dabei sind (Black Mask 2: City of Masks, Ip Man 4: The Finale).

 

Leider ist The Intergalactic Adventures of Max Cloud so eine Niete geworden. Adkins selbst macht Spass, da er sich nicht ernst nimmt. Nebst ihm haben mir noch Tommy Flanagan (Sons of Anarchy) und Lashana Lynch gefallen. Zudem die Effekte und Settings. Die waren wirklich cool. Die wenigen Action-Szenen waren auch amüsant. Sogar eine Art Hommage an The Raid gibt es zu sehen. Leider gibt es viel zu wenig Action im Film.

 

Der Film ist ein Mix aus Komödie, Sci-Fi, Action-Film und ganz wenig Love-Story. Und das im Video-Spiel-Setting. Leider erwartete ich bei einem Film mit Scott Adkins halt coole Action, und davon gibt es zu wenig. Dazu kommt, dass die anderen Hauptfiguren (mit Ausnahme von Tommy Flanagan) uninteressant sind und der Humor zu oft sehr unlustig ist.

 

Das sind dann auch die Gründe, warum der Film nicht in die Sammlung wandert. Scott Adkins Fans sollten dennoch einen Blick riskieren…

 

Infos:

 

O: The Intergalactic Adventures of Max Cloud

 

UK 2020

 

R: Martin Owen

 

D: Scott Adkins, John Hannah,Lashana Lynch,Elliot James Langridge, Tommy Flanagan

 

Laufzeit der deutschen DVD: 85:33 Min.

 

Gesehen am: 12.10.21

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Splendid vor = Wendecover, Uncut, Deutsch/Englisch mit deutschen Subs, sehr gute Bild- du Tonqualität. Gibt es auch als Blu-Ray.

Montag, 27. September 2021

Wooden Man Review


Wooden Man

Story:

 

Ein stummer Shaolin-Kämpfer (Jackie Chan) lässt sich heimlich von diversen Meistern (u.a. Chin Kang, Chang Ping-Yu) ausbilden, um den Tod seines Vaters zu rächen…

 

Meine Meinung:

 

Wooden Man ist eine sehr solide Jackie Chan (Fearless Hyena II, Eagle Shadow Fist) und Lo Wei (Summons to Death, The Kung Fu Kid) Zusammenarbeit. Die beiden haben zusammen vor Jackie Chans Durchbruch mit Snake in the Eagle’s Shadow und Drunken Master mehrere solide Filme gedreht, unter anderem Dragon Fist, Spiritual Kung Fu, Magnificent Bodyguards, To Kill with Intrigue, The Killer Meteors oder New Fist of Fury.

 

Bis auf Dragon Fist sah ich diese Titel seit Ewigkeiten nicht mehr und weiss so gut wie nichts mehr. Wooden Man hat mir gut gefallen und die Neusichtung bestanden. Der Film bietet mehrere typische Inhalte, die Kung Fu-Film Fans bestes kennen: Shaolin Kloster, "36 Kammern der Shaolin" Prüfungen, Schüler-Meister Story, Rache-Motive, aus Freunden werden Feinde oder wie aus einem vermeintlichen Schwächling am Ende der Held wird. Solche Inhalte mag ich in dem Genre.

 

Der Film ist durch und durch solide, unterhaltsam und kurzweilig. Es gibt wenig Klamauk. Der Film versucht mit Ausnahme von Chiang Kams Rolle eher ernst zu sein. Jackie Chan als Rächer macht seine Sache ordentlich, wie auch Chin Kang (Thou Shall Not Kill ... But Once) als Bösewicht. Die Choreographie ist gut und i.O. Jackie Chan war u.a. dafür zuständig. Der Final-Kampf ist die beste Action-Szene.

 

Der Vorspann mit den Kämpfen im dunklen Raum kommt auch einem vielversprechenden Start gleich und die Szene, in welcher Jackie gegen die «Wooden Man» kämpft, sieht man leider aufgrund der miesen Bildqualität der deutschen DVD kaum etwas. Die filmischen Rückblenden zum Rache-Motiv von Chans Figur sind qualitativ auch nicht wirklich gelungen. Einziges Manko: Doris Lung Chun-Erh (The 18 Bronze Girls of Shaolin) darf vor allem nur hübsch aussehen, aber nicht viel kämpfen. Schade…

 

Fazit: Old School Kung-Fu und Jackie Chan Fans greifen zu!

 

Infos:

 

O: Shao Lin Mu Ren Xiang

 

Englischer Titel: Shaolin Wooden Men

 

HK 1976

 

R: Lo Wei

 

D: Jackie Chan, Chin Kang, Doris Lung Chun-Erh, Chiang Kam, Chang Ping-Yu, Wu Te-Shan, Chang I-Fei, Lee Siu-Chung

 

Laufzeit der deutschen DVD: 103:15 Min.

 

Neusichtung am: Ende Juli 2021 / Neusichtung: 07.04.24

 

Fassungen: Mir lag die alte deutsche DVD von Splendid vor = Uncut, Deutsch/Canto mit deutschen Subs, durchschnittliche bis schlechte (zu dunkel) Bildqualität und nicht anamorph. Da muss ein Upgrade her = 88 Films UK Blu-Ray. Nachtrag 07.04.24: Für eine Neusichtung lag mir die US-Blu-Ray von Shout Factory vor = "The Jackie Chan Collection Vol. 1" von Fortune Star. Eine US-Vö. In der Box sind nebst Wooden Man folgende Filme enthalten: Dragon Fist, The Killer Meteors, To Kill with Intrigue, Snake & Crane Arts of Shaolin, Battle Creek Brawl und Dragon Lord. Den Film im richtigen Bildformat, im O-Ton, mit englischen Subs und restauriert zu geniessen, war schon lohnenswert. Macht mehr Spass als mit der alten deutschen DVD.