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Samstag, 23. November 2024

The Prince of Dragon King

The Prince of Dragon King

Story:

Geumbung (Kim Chung-ran), eine Drachen-Gottheit, wird als junge Frau geboren. Sie bekommt die Aufgabe, einen Jungen, ebenfalls mit magischen Kräften ausgestattet, bei seiner Mission zu unterstützen. Ihr Ziel ist es, einen magischen Gegenstand (Perle?) zu finden, um das Volk vor einer Dürre zu retten. Doch auch andere magische, jedoch wenig freundlich gesinnte Gruppierungen sind hinter dem Gegenstand her und fordern Geumbung und den Jungen zum Kampf heraus…

Meine Meinung:

The Prince of Dragon King ist ein obskurer Film mit reichlich Geschichte hinter sich. Es handelt sich um eine Co-Produktion zwischen Südkorea (= hier heisst der Film The Prince of Dragon King) und Taiwan (= hier heisst der Film Sea God and Ghosts aka Third Son of Dragon King). Die Filme sind ziemlich genau, aber nicht unbedingt 1:1 identisch. In der taiwanesischen Fassung (Mandarin gesprochen) spielt ein taiwanesischer Cast. Unter anderem wird die magische Frau von Star Judy Lee (Story in Temple Red Lily, Imperial Sword, Revengeful Swordswoman) verkörpert. In der Fassung aus Südkorea spielen ausschliesslich Koreaner mit und die Fassung ist in Koreanisch.

Ich habe, nachdem ich mir die koreanische Fassung angesehen habe, mich oberflächlich durch den Taiwan-Cut geklickt (auf YouTube). Da sind schon paar Szenen anders montiert: in The Prince of Dragon King in einem Wald spielend und in Sea God and Ghosts auf einem Feld, in The Prince of Dragon King dringt die fliegende Axt dem Bösewicht in den Rücken während sie in Sea God and Ghosts seitlich in den Körper eindringt. Kleine, aber doch feine Unterschiede. Vom Mandarin Cut findet sich ausserdem ein wunderschöner 35mm HD-Trailer auf YouTube. Den anzusehen, lohnt sich. In der koreanischen Fassung führte Choi Dong-joon Regie.

Spannend wäre natürlich, welches Filmstudio zuerst die Idee hatte und wie das alles organisiert und finanziert wurde. Aber ich denke, dass das Infos sind, die kaum herauszufinden sein werden. Auch der Cast ist mir, namentlich, unbekannt. Der weibliche Star des Filmes wird von Kim Chung-ran gespielt. Die macht das wirklich gut und souverän. Auch die Kampfszenen sind sehr souverän und solide. Man orientiert sich natürlich am Kino aus Taiwan und Hong Kong, welches dazumal den asiatischen Markt dominiert hat. So spielte Kim Chung-ran in diversen Filmen mit, die als Co-Produktionen zwischen Taiwan und Südkorea gelistet sind. Sie war vor allem im Kung Fu Genre Zuhause.

Kim Chung-ran hat es auch ins Ausland geschafft. Unter anderem stand sie im international gecasteten Shaw Brothers Film Deadly Angels als eine der «Angels» vor der Kamera. Und auch in dem vor kurzem gesehenen Blooded Treasury Fight wusste sie zu überzeugen. Die Spezialeffekte sind aus taiwanesischen Kaiju geklaut (Tsu Hong Wu, The Fairy and the Devil). Im Gegensatz zu anderen Kaiju aus Taiwan, welche ich sehr überbewertet und eher schwach fand (Young Flying Hero, The Boy and a Magic Box, The Legend of Mother Goddess), macht The Prince of Dragon King mehr Spass. Der Grund ist simpel: nebst den coolen Monster-Szenen ist der Film vor allem sehr Kung Fu lastig und somit in den Füllszenen nicht langweilig. Ein weiteres Plus ist, das bis auf zwei Szenen (mit Kot und Urin) auf Klamauk verzichtet wird.

Fazit: Wer seltene Kaiju-Filme aus der Zeit mag, sollte sich The Prince of Dragon King nicht entgehen lassen!

Infos (Beziehen sich auf die koreanische Version):

O: Yong-wang samtaeja

Südkorea 1977

R: Choi Dong-joon

D: Jeon Ho-jin, Kim Chung-ran, Yeung Wai, Wang Ryong, Jang Jeong-kuk, Kim Baek-su, Park Hui-jin, Lee Suk-koo, Kil Da-ro, Lee Gyeong-ryeo

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 88:20 Min.

Gesehen am: 12.10.24

Fassungen: Mir lag die südkoreanische VHS von One Screen vor = O-Ton, Uncut, Vollbild, keine Subs. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Okt. 2024). Die taiwanesische Fassung (Titel: Sea God and Ghosts) mit taiwanesischem Cast (u.a. Judy Lee) gibt es u.a. auf YouTube zu sehen (Mandarin mit englischen Subs). Eine offizielle Fassung sah ich davon noch nie.

Sonntag, 6. Januar 2019

Showdown Review

Showdown

Story:

China nach 1911: die Gegend, vor allem dort, wo das Militär haust, sind Banditen nicht weit. Sie verbreiten Angst und Schrecken. Fang (Jimmy Wang Yu) ist auf dem Weg zur Tang Familie, um dort der ihm versprochenen Tochter Hsinag Yuan zu heiraten. Doch die Familie verbirgt ein Geheimnis. Als Fang und Hsinag nach der Heirat in die weite Welt aufbrechen wollen, ziehen sie den Zorn der Grossmutter (Chan Wai-Lau) auf sich. Zu allem Übel tauchen diverse Gangsterbanden auf, die Fang den Kampf ansagen…

Meine Meinung:

Aka Royal Fist. Solider Anfang 70er Jahre Beitrag mit Jimmy Wang Yu, den ich nur ultimativen Wang Yu Fans empfehlen würde! Der Star, der durch die Shaw Brothers zum Star aufstieg (The One-Armed Swordsman knackte als erster HK Film die 1 Mio. Marke an den Kinokassen), von Bruce Lee vertrieben wurde (Bekanntheitsgrad), danach zur Konkurrenz Golden Harvest wechselte, bevor er im billigen Taiwan unabhängig Filme drehte (z.T. selbst als Regisseur) und das «Krüppel»-Thema im Eastern revolutionierte (er spielt in unzähligen Filmen blinde oder einarmige Kämpfer), macht in Showdown eine gute Figur.

Die Story ist allerdings nicht wirklich originell und vor allem in der ersten Filmhälfte gibt es auch Längen. Da hätten auch englische Subs (siehe mehr dazu unter Fassungen) nichts gebracht. Schwache Story ist schwache Story, vor allem wenn es dem Film an Action mangelt. Im Vergleich zu vielen anderen Wang Yu Filmen aus dieser Zeit (z.B. Haruschi - Das blanke Schwert der Rache, Wang Yu - Eine Faust wie ein Hammer, Ma Su Chen, Wang Yu, der stählerne Todesschlag, The Sword oder The Brave and the Evil) ist der Bodycount klein, auf Bluteffekte darf kaum gehofft werden und der Film muss als vergleichsweise harmlos betitelt werden.

Dazu kommt, dass es auch ein Kind hat, welches im Film nervt. Wie auch die Soldaten, die alle als doof dargestellt werden. Humor und Slapstick passen eigentlich nicht recht zu Wang Yu (Wu Xia, The Fast Fists, My Son). Eher Aufopferung, Selbstverliebtheit, Rassenhass, Blut und immenser Bodycount und Trash. Dank zunehmender Actionszenen in der 2. Filmhälfte, vor allem das actionreiche und lange Finale soll an der Stelle nicht unerwähnt bleiben (in welcher sich Wang Yu durch sämtliche Landschaften Taiwans prügelt), ist der Film jedem Wang Yu Fan trotzdem noch zu empfehlen. Auch weil ein eher seltener Titel.

Fazit: Nur für Wang Yu Fans interessant, die alles von ihrem Liebling sehen möchten!

Infos:

O: Tian Wang Quan

HK / TW 1972

R: Ting Shan-Hsi

D: Jimmy Wang Yu, Chan Wai-Lau, Kong Ban, Li Chiang, Lu Ti, Shan Mao, Sit Hon

Laufzeit des koreanischen VHS: k.A.

Gesehen am: 07.11.18

Fassungen: Mir lag das VHS aus Südkorea von One Screen vor = Uncut, O-Ton, koreanische Subs. Vorspann und The End Einblendung auch komplett in Koreanisch. Dass Mandarin Ton = Vorteil gegenüber HK und US-VHS (sollen nur in Kantonesisch sein). Eine offizielle O-Ton Fassung mit englischen Subs (oder gar DVD oder LD oder deutsche Fassung) sind nicht bekannt/vorhanden (Stand: Nov. 2018). Sonderheit des VHS aus Südkorea: Bilder des VHS (Front und Back) entsprechen einem anderen Wang Yu Film (Four Real Friends) - als ich das VHS kaufte, hoffte ich auch, Four Real Friends zu sehen (dass dann ein anderer Film auf dem Band war, überraschte mich trotzdem nicht, da südkoreanische VHS Cover oft auch Bilder / Motive von anderen Filmen benutzen).

Dienstag, 14. August 2018

The Accident Review


The Accident

Story:

Diverse Mitglieder des Managements und Fabrikbesitzer zugleich sind im Ausgang – auf dem Rückweg fahren sie ein kleines Mädchen (Ma Bo-Ming) tot. Statt zu helfen und/oder den Vorfall zu melden, begehen sie Fahrerflucht. Der Geist des Mädchens beginnt, tödliche Rache zu üben…

Meine Meinung:

The Accident, ein Anfang 80er Jahre Horrorfilm aus Hong Kong, hat mir gut gefallen. Sehr gut sogar. Der Film war besser als erwartet und hat mich an die ebenso starken wie sehenswerten Hong Kong Horrorfilme The Imp (1981) und The Rape After (1984) erinnert. Soll heissen: stimmungsvolle, unheimliche Bilder, düstere Atmosphäre, am westlichen Kino orientiert, Verzicht auf typischen Hong Kong (Film) Klamauk.

Dieser Mix kommt The Accident gut zu stehen. Die Story ist simpel, aber effektiv. In der 2. Hälfte kommen auch vermehrt Alptraum- und Visionen-Szenen vor und das Finale, in der Magie, Rituale und Geister eine grosse Rolle spielen, heben den Film dann doch noch sichtlich vom westlichen Kino der damaligen Zeit ab.

Der Film ist unterhaltsam und die Story entwickelt sich steigernd und gut dosiert. Man nimmt sich Zeit und Horrorszenen nehmen im Verlauf der Story mehr und mehr zu. Der Anteil an Fantasie, was die Racheszenen angehen, ist hoch und innovativ. Man darf allerdings nicht zu viel Blut erwarten (vor allem keine Effekte wie sie z.B. in The Rape After zu sehen sind), sonst wird man enttäuscht werden. Der Film legt mehr Wert auf Stimmung und Suspense.

Der Film, den man problemlos zu den New Wave Titeln des damaligen HK Kinos zählen kann, bietet solide Darstellerleistungen. Die Darsteller sind mir, bis auf Kent Cheng (Chasing the Dragon), nicht bekannt, aber sie machen einen guten Job. Kent Cheng spielte auch später in vielen Horror- und/oder CAT. III Streifen mit, wie praktisch jeder im HK Kino. Bekannte Titel waren z.B. noch The Beasts (1980 – auch New Wave Titel), The Imp (oben schon erwähnt, 1981, HK Horror), den eindrücklichen Sentenced to Hang (Remake zu eine Shaw Brothers Film), Sex and Zen (Teil eins ist und blieb der beste Teil der Reihe), Dr. Lamb (als Cop – Simon Yam als Psycho), Run and Kill (harter CAT. III Streifen – erneutes Zusammentreffen zwischen Kent Cheng und Simon Yam) oder Mad Stylist (in meinen Augen schon fast mehr Trash-Satire als echter CAT. III Sicko).

Fazit: wer Filme wie The Imp oder The Rape After mag, kann sich problemlos an diese kleine, eher wenig bekannte Perle des damaligen New Wave Kinos aus Hong Kong wagen! Ihr werdet es nicht bereuen!

Infos:

O: Che Wan

HK 1983

R: Lo Bo-Lun

D: Kent Cheng, Ma Bo-Ming, Eddie Chen, Bonnie Ngai Chau-Wa, Fong Ping, Fong Chow

Laufzeit der koreanischen VHS: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 02.06.18

Fassungen: Es gibt keine deutsche Fassung und es scheint weder eine DVD, LD noch VCD davon zu geben (Stand: Juni 2018). Es gäbe eine VHS in Hong Kong, welche ich noch nie zum Kaufen sah. Mir lag das VHS aus Südkorea von One Screen vor = als Master diente die HK VHS = wahrscheinlich Uncut, gute Bildqualität (hier und da etwas dunkel), O-Ton mit englischen und chinesischen Subs wie man es vom HK Mastern gewohnt ist. Die koreanischen Subs (klein) wurden über die chinesischen Subs gelegt, so dass man die englischen Subs, die links und rechts am Rand zu 90% nicht beschnitten sind, nahezu immer gut schau- und lesbar sind. Ich erwartete nur chinesischen Ton und koreanische Subs, so dass sich der Kauf dieses VHS (ca. 60 USD von Südkorea Dealer) mehr als gelohnt hat! Wie oft bei südkoreanischen VHS stammen nicht alle Bilder vom Cover vom eigentlichen Film…Nachtrag 11.04.19: Das VHS aus Südkorea ist, im Gegensatz zum VHS aus den USA oder HK, nicht ganz Uncut. Es sind zwei Gewaltschnitte zu verzeichnen...