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Montag, 27. April 2026

Killer in the Dark

Killer in the Dark

Story:

Eine Reporterin (Christine Hui San) und ein Nachtclubbesitzer (Phairoj Jaising) machen sich auf die Suche nach einem Frauenmörder. Die Polizei ermittelt ebenfalls…

Meine Meinung:

Killer in the Dark ist eine Zusammenarbeit zwischen Hong Kong und Thailand. Daher werden auch zwei Regisseure (Chan Tung-Man, Pecnai Naolod) gelistet. Inwieweit sich die Fassungen unterscheiden, ist mir nicht bekannt. Chan Tung-Man ist zumindest noch bei der japanischen Produktion Soul of Chiba gelistet. Er scheint daher öfters für Ko-Produktionen ausgewählt worden zu sein. Sein Gegenüber aus Thailand ist mir sogar total unbekannt. Zu Pecnai Naolod finde ich keine Infos. Der Cast war auch ein Mix aus Thailänder und einer HK-Crew, wobei letztere dominiert haben.

Es handelt sich um eine Anfang der 70er Jahre Produktion und einen Mix aus Giallo und Kung-Fu-Film. Etwas, was in dem Genre selten war. Zumindest dazumal. Da kommen mir nur wenige Filme wie Corpse Mania, The Psychopath oder mit einzelnen Szenen noch Love Massacre sowie unbekanntere Filme wie The Woman from Hell, Night Caller oder The Mid-Night in den Sinn. In der neuen Zeit sind es eher Erinnerungen ans Slasher-Genre, die hier und da zutreffen (z.B. in Dream Home und Co.). Auf jeden Fall eine nicht uninteressante Mischung.

Die Giallo-Momente (Schwarze Handschuhe, Tatwaffen) haben mir mehr zusagt als die Kampfszenen, die auch weniger Raum einnehmen. Es ist mehr diese billige Machart und die damit verbundene Stimmung, die mir gefällt. Der Film ist relativ harmlos und ggf. könnte die VHS aus Südkorea in Nacktszenen zensiert sein. Auf der anderen Seite gibt es immer wieder abwechslungsreiche Einschübe, z.B. die Autoverfolgungsjagd inklusive Stunt, Bolo Yeung (Chinese Hercules, Enter Three Dragons, The 36 Deadly Styles) in einer total verrückten Nebenrolle oder Cameo-Auftritte von Hon Kwok-Choi (Little Super Man) als mögliche Tatverdächtige.

Fazit: Wer die Genres Kung-Fu- und Gialli mag, kann einen Blick riskieren!

Infos:

O: Duo Ming Ke

HK, Thailand 1973

R: Chan Tung-Man, Pecnai Naolod

D: Phairoj Jaising, Christine Hui San, Fong Yau, Bolo Yeung, Hon Kwok-Choi, Chieh Yuen, San Kuai, Mandy San Qi, Chow Pan-Pan, Lily Chen Ching

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 88:14 Min.

Gesehen am: 27.04.26

Fassungen: Mir lag die südkoreanische VHS von NVC vor = O-Ton Mandarin mit englischen, chinesischen und koreanischen Untertiteln. Leider ist es diesmal so, dass die koreanischen Untertitel gigantisch sind und mehrheitlich die englischen Untertitel total verdecken. Jedoch sind mir andere Fassungen im O-Ton unbekannt. In Deutschland heisst der Film Der Mann mit dem Karateschlag. Dort ist der Film auf VHS und DVD raus (ohne O-Ton). Die VHS aus Südkorea machte einen kompletten Eindruck. Vergleichsmöglichkeiten boten sich mir jedoch keine.

Donnerstag, 23. April 2026

Omukade

Brugggore Filmfestival 2026 Spezial

Omukade

Story:

Zweiter Weltkrieg:

Japanische Soldaten halten Gefangene und Zwangsarbeiter in einem Lager. Es kommt zu einer Flucht. Bei dieser werden einige Soldaten wie auch die Gejagten in einem Höhlensystem eingefangen.  Dort haust ein uraltes Geschöpf und bald schon kämpfen alle ums Überleben…

Meine Meinung:

Auf den Tier- und Monsterfilm Omukade freute ich mich am Filmfestival fast am meisten. Der Trailer sah vielversprechend aus und einzelne Szenen erinnerten mich an The Deep Dark den ich am BIFFF sah und an der sehenswerten Tierhorrorfilm The Nest. Daher war es nur logisch, Omukade zu buchen. Gleichzeitig musste ich aufpassen, nicht zu viel zu erwarten.

Es handelt sich um einen thailändischen Film der zur Zeit der japanischen Besatzung im 2. Weltkrieg angesiedelt ist. Inhalt des Filmes ist ein fiktives Monster (Yokai Omukade = Riesentausendfüssler), welches für Angst und Schrecken sorgt. Zudem hat der Omukade viele kleine Helfer, die auch Opfer in willenlose «Zombies» verwandelt (einige Szenen erinnern dabei an Filme wie Die Nacht der Creeps oder Aliens). Der Film ist mehrheitlich Tier- und Monsterhorror. Aber auch etwas Drama, Krieg sowie Actionfilm. Auf asiatischen Humor wird gänzlich verzichtet.

Regie führte ein Regiegespann (Chalit Krileadmongkon sowie Pakphum Wongjinda), welches bisher mehrheitlich Tier- sowie Monsterhorrorfilme drehte. Ich glaube zumindest einen Titel Mal irgendwo zuvor aufgeschnappt zu haben = The Beast Below. NIFFF? BIFFF? In einem Forum darüber gelesen? Ich weiss es nicht mehr. Aber auf alle Fälle interessant, dass die Regisseure ein Faible für Tier- und Monsterinhalte hegen.

Der Cast war mir unbekannt. Bis auf einzelne, wenige Charaktere (z.B. den jap. General mit dem Hitlerschnauz) fand ich die Figuren gelungen. Jede Partie ist im Überlebenskampf vertreten: Engländer, Thailänder und Japaner. Vor allem mit dem kämpfenden Mädel habe ich mit gefiebert und hoffte, dass sie überlebenden würde. Den Engländer fand ich hingegen doof und es ist schade, dass er überlebt. Das mit dem Hitlerschnauz kenne ich zu Genüge aus 70er Jahre Kung Fu Filmen aus Taiwan und Hong Kong. Da wurden die Japaner auch gerne als Bösewichte dargestellt.

Und? Lohnt sich der Film? Omukade war nicht langweilig und positiv ist, dass er sehr abwechslungsreich ist. Natürlich gibt es auch einige CGI-Momente, welche ich stattdessen lieber mit altmodischen Effekten gesehen hätte. Hier und da hätte die Kamera länger und ruhiger sein dürfen (oft recht verwackelt und hektisch). Der Anfang des Filmes und die Erzählstruktur wirkte leicht gehetzt. Was mich hingegen nicht störte, war die Dunkelheit. Das wirkte authentisch und sehr stimmungsvoll (à la The Deep Dark, The Descent).

Für eine einmalige Sichtung war der Film absolut okay, aber an die Klasse eines The Deep Dark reicht Omukade doch nicht heran. Dafür waren die Highlights (Gore, Handgemachte Monster-Effekte) dann doch immer etwas zu kurz oder unübersichtlich zu sehen.  Zudem war die Kameraführung im ersten Viertel des Filmes, speziell in den Kriegs- und Actionszenen in den Erzählungen, zu unübersichtlich und viel zu nah dran. Das hat auch Punkte gekostet. Die besten Szenen hat der Film, wenig überraschend, sobald die Figuren in der Höhle gefangen sind.

Fazit: Tierhorrorfans können durchaus einen Blick riskieren!

Infos:

O: Omukade

Thailand 2025

R: Chalit Krileadmongkon, Pakphum Wongjinda

D: Narilya Gulmongkolpech, James Laver, Yasaka Chaisorn, Daung, Ohmi Ryota, Hideki Nagayama, Keerati Sivakua

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 93 Min.

Gesehen am: Brugggore Filmfestival 2026

Fassungen: Gesehen am Brugggore Filmfestival 2026 in Thailändisch mit Untertiteln. Uncut. Eine DVD, Blu-Ray oder UHD ist noch nicht angekündigt (Stand: April 2026).

Sonntag, 15. Februar 2026

Iron Angels III


Iron Angels III

Story:

Moon (Moon Lee) nistet sich in einer thailändischen Terrororganisation ein, um deren Anführerin (Katy Hickman) und ihre Truppe unschädlich machen zu können. Dabei wird sie von ihrem Team um weitere «Angels» (Alex Fong, Ralph Chan Shing-Gwai, Kharina, Mark Steinborn) unterstützt…

Meine Meinung («Unrated» Fassung):

Iron Angels III macht, wie bereits die zwei Vorgänger (Iron Angels und Iron Angels II), Spass. Der Film stammt erneut von Teresa Woo bzw. Dang Tak-Wing und Stanley Tong Gwai-Lai (The Stone Age Warriors, Project S, First Strike) und aus den Vorgängern kehren immerhin noch Moon Lee (A Serious Shock! Yes Madam!, Blood Sister, The Nocturnal Demon), Alex Fong (Cheap Killers, The Killer from China, Devil Cat) sowie Kharina zurück. Leider gibt es kein Wiedersehen mit Elaine Lui. Der Film legt diesmal vor allem Wert auf Moon Lee (Anfang) und Alex Fong (Mittelteil).

Der Film bietet tolle Actionszenen. Diese bestehen als knackigen, harten Kampfszenen mit oder ohne Waffen, Ringduelle oder Gruppenkämpfe. In denen machen vor allem Moon Lee und Alex Fong eine gute Figur. Moon Lee darf dabei auch mit Nunchakus kämpfen. Alex Fong überzeugt vor allem in dem spektakulären Ringkampf gegen Thailänder Panna Rittikrai (Bangkok Knockout). Letzterer gilt quasi als Mentor von Ong-Bak und Tom Yum Goong Star Tony Jaa (Striking Rescue, Paradox). Iron Angels III wurde z.T. in Thailand gedreht. Dort spielt die Handlung. Einem bekannten Gesicht wie Panna Rittikrai dann eine längere Kampfszene zu schenken, war ein gekonnter Schachzug der Macher.

Der Film unterhält. Der Plot ist nur Mittel zum Zweck. Der Beginn im Zug ist fast etwas zu viel des Gutes, was Moon Lees Darbietung angeht. Warum sie dann z.B. im Finale nicht mehr mitwirkte, war für mich unverständlich. Im Netz finden sich auch keine Infos dazu, warum sie dort gefehlt hat (war sie z.B. verletzt?). Das Finale bietet viele blutige Shoot-Outs, aber leider keine Kämpfe. Die Bühne gehört dort Alex Fong und Ralph Chan Shing-Gwai. Letzterer ist nebst Gweilo Mark Steinborn der 2. Comic-Charakter im Film, der hier und da nervt. Aber in seinen Actionszenen überzeugt er. Der Cast ist allgemein sehr international. Kharina, die schon im 2. Film mitwirkte, stammt aus Thailand und die blonde Anführerin der Terrororganisation, gespielt von Katy Hickman, wurde durch ein Inserat in einer San Francisco Zeitung auf das Projekt aufmerksam. Abenteuerlich!

Fazit: Vielleicht nicht mehr ganz so toll wie die beiden Vorgänger, aber dennoch für Fans von Moon Lee und Co. sehenswert!

Infos:

O: Tian shi xing dong 3

HK, Thailand (je nach Quelle) 1989

R: Teresa Woo

D: Moon Lee, Katy Hickman, Alex Fong, Ralph Chan Shing-Gwai, Kharina, Mark Steinborn, Panna Rittikrai

Laufzeit der deutschen Blu-Ray («Unrated» Fassung): 92:07 Min.

Gesehen am: Feb. 2012 / Neusichtung am: 14.02.26

Fassungen: Früher sah ich den Film via deutsche DVD. Inzwischen habe ich die US-Blu-Ray von Vinegar Syndrome in der Sammlung. In der ist aber «nur» die reguläre HK-Fassung enthalten. Daher kaufte ich mir für die Sammlung die neue deutsche Blu-Ray von Shamrock Media. Diese haben aus Extra-Material (ca. 30 Sek. an z.T. blutigen Shoot-Outs aus einer singapurischen oder malaysischen Fassung) eine Langfassung gebastelt. Diese wurde im deutschen Mediabook (DVD, Blu-Ray, Booklet) als «Unrated» Fassung tituliert und liegt u.a. im O-Ton mit deutschen Subs vor. Die Bild- und Tonqualität sind sehr gut. Als Extras gibt es im Booklet ein schriftliches Interview mit Katy Hickman, welches informativ ist.

Samstag, 20. Dezember 2025

Sars War Review

Sars War

Story:

Liu (Pinsuda Tanpairoh) wird von Gangstern entführt und in einem Hochhaus gefangen gehalten. Khun Krabi (Suppakorn Kitsuwan) und später dessen Meister (Suthep Pongam) machen es sich zur Aufgabe, Liu zu retten. Dummerweise verwandelt das SARS-Virus aus Afrika (!) die Menschen in Zombies. So bekommen es unsere Helden nicht nur mit den Gangstern, sondern auch mit Zombies zu tun…

Meine Meinung:

Sars War sah ich seit über 15 Jahren nicht mehr. Zeit für eine Neusichtung. Ich mache es kurz: der Film aus Thailand bleibt nun nicht mehr in der Sammlung, aber schlecht ist Sars War nicht. Aber will ich mir den Film in Zukunft nochmals ansehen? Ich denke nicht. Der Film wurde nach der SARS-Pandemie im Jahr 2002/2003 gedreht. So wurde, wie bereits in dem Hong Kong Film Ebola Syndrome, reale Ereignisse zu einem Horrorfilm bzw. Fun-Splatter bzw. Unterhaltungsfilm, in dem Fall mit Zombies, umgewandelt.

Im Vergleich zum ultrafiesen Ebola Syndrome geht es in Sars War aber harmlos zu und her. Der Film ist ein Mix aus Komödie, Action- und Zombiefilm mit diversen Zitaten an bekannte Hollywood-Filme wie Stirb langsam, Shivers, Dawn of the Dead oder Star Wars. Ich muss zugeben, dass der Film auch bei dieser Neusichtung spassig war. Die Zeit verging wie im Flug und ich mochte nebst der Tatsache, dass unterhaltsam, den schrägen Humor, der z.T. ans HK-Kino er 90er Jahre erinnerte. Schön dumm und politisch unkorrekt. Zudem mochte ich die Figuren.

Vor allem Suppakorn Kitsuwan (Tears of the Black Tiger, Rambo) als Held, Suthep Pongam als dessen Meister und bei den Bösewichten hat mir Somlek Sakdikul durch seine lustige Rolle am meisten zugesagt. Die Mädels waren solide und schlecht waren eigentlich nur die CGI-Szenen. Das war etwas schade und trübte den Filmspass leicht (z.B. die Riesen-Schlange). Es gibt einige blutige Szenen, aber von echtem Splatter kann meiner Meinung nach kaum die Rede sein. Die Musik passte zur abwechslungsreichen Inszenierung (sogar Anime-Abschnitte kommen vor).

Fazit: Kein Must Have Titel, aber Zombie- und Fun-Splatter Fans können durchaus einen Blick riskieren! Wer sich ab asiatischem, sonderbaren Humor und Slapstick stört, sollte hingegen nicht einschalten...

Infos:

O: Khun krabii hiiroh

Thailand 2004

R: Taweewat Wantha

D: Pinsuda Tanpairoh, Suppakorn Kitsuwan, Suthep Pongam, Somlek Sakdikul

Laufzeit der thailändischen DVD: 87:25 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: 01.12.25

Fassungen: Mir lag die Code-3-Disc aus Thailand von Mangpong vor = O-Ton, englische Subs, cooles Digipack, gute Bild- und Tonqualität. In Deutschland ist der auch Uncut auf DVD veröffentlicht worden. Eine Blu-Ray gibt es nicht (Stand: Dez. 2025).

Donnerstag, 18. Dezember 2025

Nang Nak Review

 

Nang Nak

Story:

Mak (Winai Kraibutr) wird in den Krieg eingezogen und lässt seine schwangere Ehefrau Nak (Intira Jaroenpura) zurück. Als Mak im Krieg schwer verwundet wird, steht einem Wiedersehen mit seiner Frau und dem inzwischen geborenen Kind nichts mehr im Weg. Doch Mak erwartet Zuhause ein dunkles Geheimnis…

Meine Meinung:

Nang Nak war mir ganz oberflächlich ein Begriff. Ich wusste, dass es sich um eine Ghost-Folklore-Legende-Geschichte aus Thailand handelt, basierend auf der Mae Nak Phra Khanong Legende. Was «neuere Filme» aus Thailand angehen, gefallen mir vor allem die Martial Arts Filme wie Ong-Bak, Born to Fight und Tom Yum Goong, wobei ich auch schon etliche Jahre auf dem Buckel haben. Dank der Box von Severin Films (All the Haunts Be Ours: A Compendium of Folk Horror Vol. 2) kam ich nun in den Genuss von Nang Nak.

Und nach der Sichtung muss ich sagen, dass ich positiv überrascht wurde. Nang Nak gefiel mir besser als erwartet. Es ist schön, positiv überrascht zu werden und mehr zu bekommen, als erwartet. Die Geschichte spielt in der Vergangenheit im klassischen Setting, nicht in der Gegenwart. Regisseur Nonzee Nimibutr befasste sich schon lange vor dem Film mit der Legende. So arbeite er an einer TV-Doku und an einem Buch. Da beides sehr erfolgreich war, wollte er seine Version der Legende als Film erzählen. Er hat viele Jahre ausgiebig recherchiert, was dem Film gut und authentisch zu stehen bekommt. Nonzee Nimibutr landete mit Nang Nak einen Hit, der auch ausserhalb Thailands zu einem Begriff wurde. Ich denke nicht, dass er danach nochmal an den Erfolg von Nang Nak anknüpfen konnte.

Der Film ist stimmungsvoll, wunderschön gefilmt und die Soundkulisse tut ihr Übriges dazu. Die Settings sind toll gewählt und die mir unbekannten Darsteller machen ihre Sache ordentlich und überzeugend. Die Effekte waren besser als erwartet. Wie schon oft im HK-Ghost Kino gesehen, wird Mak vom Geist «geblendet» und sieht die Wirklichkeit nicht. Das sorgt immer wieder für unheimliche Momente, wenn Dritte in die Szene stossen und die Wirklichkeit sehen, die Mak verwahrt bleibt. Nebst dem Ghost- und Horrorthema ist der Film auch eine tragische Liebesgeschichte und Drama.

Der Mix funktioniert gut. Die religiösen Inhalte (Rituale etc.) sind spannend und informativ und erinnerten mich hier und da an ältere Filme aus Hong Kong und Taiwan. Aus dem Inhalt und dem ethischen Dilemma, in dem sich Mak befindet, wird das Beste rausgeholt, um den Film überzeugend zu erzählen und bis zu seinem sehenswerten Ende zu führen. Immer wieder gibt es einige herrlich unheimliche und düstere Momente zu sehen, die mir gut gefallen haben (z.B. die grossartige Szene mit den echten Bindenwarane). Nang Nak ist zudem ein Film, der sicher besser kommt, wenn die Fassung gelungen ist d.h. wenn die Bildqualität stimmt und wenn eine tolle DD 5.1 Tonspur vorliegt. Da kommt Freude bzw. Stimmung auf.

Fazit: Einer der besseren Filme aus der Folk Horror Vol. 2 Box von Severin Films!

Infos:

O: Nang Nak

Thailand 1999

R: Nonzee Nimibutr

D: Winai Kraibutr, Intira Jaroenpura, Pramote Suksatit, Pracha Thawongfia, Manit Meekaewjaroen

Laufzeit der US-Blu-Ray: Ca. 101 Min.

Gesehen am: 20.11.25

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von Severin Films (All The Haunts Be Ours: A Compendium Of Folk Horror Vol. 2) = Uncut, O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität, ca. 22minütiges Interview mit dem Regisseur als Bonus (informativ). Den Film gibt es auch von I-On New Media in Deutschland auf DVD.

Mittwoch, 10. Dezember 2025

The Golden Triangle Review

 

The Golden Triangle

Story:

Ein Gangster (Lo Lieh) entkommt der Polizei und wird in eine Gangster-Bande (u.a. Tien Feng, Tanny Tien Ni) aufgenommen. Diese wird zusätzlich von einem Undercover-Cop (Sombat Metanee) infiltriert…

Meine Meinung:

The Golden Triangle, nicht zu verwechseln mit dem Film mit dem gleichnamigen Titel aus dem gleichen Jahr (The Golden Triangle mit Yasuaki Kurata), ist eine Co-Produktion zwischen Hong Kong und Thailand. Als Regisseure gelten Wu Ma (Just Heroes) sowie Rome Bunnag. Letzterer hat ebenso bei The Possessed Regie geführt. Eine weitere Co-Produktion, in der erneut Lo Lieh (Clan of the White Lotus), Star der Shaw Brothers, vor der Kamera stand. The Possessed steht noch auf meiner zu langen Wunschliste…

The Golden Triangle ist solide. Kein Kracher, aber ok. Ich hätte mir mehr Martial Arts gewünscht, statt längere (unblutige) Schiessereien, auch wenn der Film gegen Ende in der Hinsicht aufdreht. Erst nach der Sichtung der US-Blu-Ray sah ich, dass ich den Film auch in Deutsch hätte. Als Vorgarten zur Hölle. Dessen deutsche Sprecher und Synchronisation ist exzellent und dem Englischen Dub klar vorzuziehen. Der Dub dürfte der Film auch besser machen, als er ist. Ihn positiv aufwerten. Denn der Englische Dub ist, ohne zu übertrieben, billig und mässig. Daher wird der Film in dieser Form (US-Blu-Ray) auch nicht in der Sammlung landen.

Ich mochte die Settings und die Tatsache, dass der Film kurzweilig ist und unterhalt. Ich fühlte mich gut unterhalten, auch wenn inhaltlich nichts Neues geboten wird. Den Cast mochte ich auch. Lo Lieh ist sehr solide und ihn sehe ich immer gerne als Bösewicht. Tanny Tien Ni (Black Magic 2) sowie Tien Feng (The Awaken Punch), auch aus dem Shaw Brothers Universum stammend, sehe ich auch immer gerne als Bösewichte. Beim Cast aus Thailand gefiel mir Sombat Metanee (Ghost of Guts Eater, Tears of the Black Tiger) sowie Tanyarat Lohanan.

Fazit: Solide, aber kein Must See Titel!

Infos:

O: Jin San Jiao

Thailand, HK 1975

R: Wu Ma, Rome Bunnag

D: Lo Lieh, Tien Feng, Sombat Metanee, Tanny Tien Ni, Tanyarat Lohanan

Laufzeit der US-Blu-Ray: Ca. 95 Min.

Gesehen am: Dez. 2013 / Neusichtung (US-Blu): 28.09.25

Fassungen: Gesehen als US-Blu-Ray von Dark Force Entertainment = Uncut ("the most uncut version at 95 minutes"), nur Englischer Ton (mässige Synchro), gute aber zu dunkle Bildqualität (35mm Print), Region-All-Disc. Als ich mir die US-Blu Ray gekauft habe, wusste ich nicht, dass ich den Film schon als deutsche DVD (als Vorgarten zur Hölle) von Motion Picture in der Sammlung habe. Die deutsche Synchronisation ist hochwertig und erstklassig. D.h. die US-Blu-Ray wird nicht in die Sammlung aufgenommen. Der Film soll von Astro in Deutschland auf Blu-Ray erscheinen.

Sonntag, 14. Juli 2024

The Adventures of Chips Malibu Band 1 - Die Insel des Todes

The Adventures of Chips Malibu Band 1 - Die Insel des Todes

Inhalt:

«Eine touristische Insel im Süden Thailands, ein Privatdetektiv, der seiner Vergangenheit den Rücken zugekehrt hat, eine verschwundene Frau und ein blutrünstiges Wesen...

Chips Malibu ist ein (Anti-)Held, der sich im ethischen Graubereich seiner Gegenwart stellt und versucht die Vergangenheit als gescheiterter Profisportler hinter sich zu lassen.

In bester Groschenroman-Manier verbinden sich in seinen Pulp-Abenteuern mystische Begebenheiten mit rasanten Actionszenen, sexuellen Begegnungen und überbordender Gewalt.

Wie in einem exploitativen US-Actionfilm der 80er Jahre erzählt ''Chips Malibu und die Insel des Todes'' seine Geschichte in einer rasant geschnittenen Tonart.»

Meine Meinung:

Ein Forenmitglied (aus einem Filmforum), welches mir sympathisch ist, hat sich nun als Autor versucht und einen Kurzroman namens The Adventures of Chips Malibu Band 1 - Die Insel des Todes veröffentlicht inklusive einer Fortsetzung und am 3. Band wird scheinbar gearbeitet. Vom ihm weiss ich, dass er u.a. als Psychotherapeut arbeitet, länger in Thailand verweilte und er ist auch ein Fan der Romane von Edward Lee. Es ist wohl auch Letzteres, was mich dazu bewegt hat, mich an die Romane von Dejin aka Jürgen Haberzett zu wagen.

Nachdem ich am NIFFF The Bighead zu Ende gelesen hatte, startete ich mit The Adventures of Chips Malibu Band 1 - Die Insel des Todes. Während dem NIFFF sollte es genug Pausen und Zugfahrten geben, um das Buch, es ist nur 94 Seiten lang, zu lesen. Und das tat ich. Wie in der oben zitierten Inhaltsangabe zu entnehmen ist, orientiert sich der Roman u.a. am US-Actionfilm der 80er Jahre. Ich fühlte mich, was Chips Malibu erinnert, in der Tat an Arnie und Co. erinnert. Ich empfand den Roman als solide und vor allem kurzweilig.

Die Beschreibungen der Settings sind authentisch. Ein Plus war sicher die Tatsache, dass Jürgen Haberzett wirklich länger in Thailand verweilte und deshalb weiss, wovon er schrieb. Zudem finden auch Erfahrungen durch seinen Beruf oder ggf. seine persönlichen Einstellungen Inhalt in dem Roman (Atemübungen zum Entspannen). Mir gefiel das mystische im Buch: die Erwähnung des Wesens namens Seuxdaw-Phracea. Ich muss sagen, dass ich über das Wesen, zumindest unter den Namen, im Internet nichts fand (ich habe aber auch nicht gross recherchiert).

Es wäre spannend gewesen zu erfahren, ob es dieses Geschöpf in der thailändischen Folklore gibt oder nicht. Wenn ich mir z.B. die vom US-Label Vinegar Syndrome veröffentlichten Filme Santet 1 + 2 anschaue (deren Cover-Artwork), was sehe ich da? Ein Geschöpft halb Frau halb Tiger/Löwe (?). Ich fühlte mich bei der Beschreibung des Seuxdaw-Phracea an dieses Artwork dieser Suzzanna-Filme erinnert. Diese stammen zwar nicht aus Thailand, aber auch aus Asien, um genauer zu sein aus Indonesien. Der Inhalt des Romans ist kurzweilig, aber teilweise auch etwas vorhersehbar. Aber das ist wie bei diesen 80er Jahre US-Actionfilmen: solche Klischees werden erwartet, daher kann ich das nicht wirklich als negativ werten. Ich sehe es mehr als Hommagen. 

Chips Malibu ist in der Tat ein Anti-Held. Schwarz, gross, Ex-Basketball-Spieler. Da liess der Autor dann noch latenten Rassismus durch die Thais. an Schwarze in den Roman fliessen wie auch einige, wenige Grausamkeiten. Damit meine ich nicht Mal blutige Details und Gewaltmomente, sondern mehr perverse Inhalte die Urin oder Vergewaltigungen betreffen. Ob sich der Autor da von Edward Lee inspirieren liess? Das Finale in der Höhle fand ich persönlich etwas schwach. Da hätte ich durchaus etwas mehr erwartet. Auch was oben genannte Perversitäten angehen, darf es in Zukunft gerne mehr geben. Immerhin, und das gibt Pluspunkte, wurden im Finale auch 1-2 Affen, ich finde diese Tiere eklig und widerlich, getötet. Gut so.

Fazit: Gespannt auf den Nachfolger, dessen Artwork mir aufgrund der Katze noch besser gefällt!

Gefolgt von: The Adventures of Chips Malibu: Band 2: Echsen in New Orleans

Infos:

In Deutschland erschienen: Ja

Sprache: Deutsch

Verlag: über Amazon im Selbstverlag

Anzahl Seiten: 94

Roman/Sachbuch: Roman

Art: Taschenbuch

Autor: Jürgen Haberzett

Erschienen: 24. Feb. 2024

Mittwoch, 10. Juli 2024

The Cursed Land

NIFFF 2024

The Cursed Land

Story:

Witwer Mit (Ananda Everingham) und dessen Tochter May (Jennis Oprasert) beziehen ein neues Haus in Thailand in einer von Muslimen bevölkerten Gegend. Doch schon bald passieren merkwürdige Ereignisse, nachdem Mit diverse Talismane, die im Haus angebracht waren, entfernt…

Meine Meinung:

Ich hoffte auf einen leicht spannenden, gruseligen und stimmungsvollen Film. Zudem interessierte mich die Tatsache, dass der Plot in einer muslimisch geprägten Gegend spielt. Dies sorgt für exotische Gruseleinflüsse aus deren Folklore (Djinn) und für mögliches Konfliktpotenzial, da Mit und May keine Muslime sind. Leider bot The Cursed Land am Ende kaum positive Seiten, so dass von einer weiteren NIFFF Enttäuschung gesprochen werden muss.

Für einen Horrorfilm ist der Film zu zahm, zu vorhersehbar und vor allem weder ängstigend noch spannend noch gruselig. Auch nicht wirklich stimmungsvoll. Schade. Wenn einem Horrorfilm nichts davon gelingt, haben die Filmemacher schon viel falsch gemacht. Dazu kommt die Tatsache, dass der Film nur mit CGI-Grusel und Geistern aufwartet. Und das Finale war eine reine Enttäuschung. Technisch ist der Film gut gemacht. Auch die CGI-Effekte. Aber alles wirkt zu sauber und steril. Keine Atmosphäre, die entsteht.

Die Darsteller sind mehrheitlich gut. Mit wem ich jedoch den ganzen Film über nicht warm wurde, war Vater und Witwer Mit. Er hat mich durch sein Verhalten genervt. Sehr eindimensional, wenig fassbar, sehr unsympathisch. Und das bis zum Ende. Also keine Figur, mit welcher mit gefiebert wird, obwohl der Djinn ihn auswählt. Von echtem Horror keine Spur, keine Spannung und eine Hauptfigur, die dem Zuschauer gleichgültig ist. Was noch? Die Laufzeit von fast 130 Minuten ist massiv zu lang. So stellten sich schnell Längen ein und der Film schien ewig zu laufen. Immerhin, und das ist etwas, wird in dem thailändischen Film auf Klamauk verzichtet.

Fazit: Da nicht gruselig und langweilig nicht zu empfehlen!

Infos:

O: Dæn sap

2024

R: Panu Aree, Kong Rithdee

D: Ananda Everingham, Bront Palarae, Jennis Oprasert

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 128 Min.

Gesehen am: NIFFF 2024

Fassungen: Gesehen am NIFFF 2024 im O-Ton mit englischen Subs, Uncut. Es gibt noch keine DVD, Blu-Ray, UHD oder eine deutsche Fassung (Stand: Juli 2024).

Mittwoch, 29. Mai 2024

Golden Buddha Against the Snake Phantom

Golden Buddha Against the Snake Phantom

Story:

Ein Dschungel-Volk und ihr Dörfchen wird von Schlangenmenschen überfallen: Tiere werden gefressen, Frauen vergewaltigt und getötet. Die Bewohner haben genug und suchen sich Hilfe, um die Schlangenmenschen zu bekämpfen. Ein darauf spezialisierter Mann, Old Chang und seine Söhne, nehmen sich dem Problem an, aber am Ende muss ein Mönch Hilfe leisten, der das Böse in der Gegend bekämpft…

Meine Meinung:

Golden Buddha Against the Snake Phantom aka King Kong vs The Snake Phantom fällt in die gleiche Kategorie wie die seltenen Filme Daughter of Devil Fish, Lady Master Snake oder Elephant Wife = Thai. Filmproduktionen, die es in ihrem Heimatland und/oder weltweit nicht in ihrem Originalton zu sehen gibt dafür in seltenen Auslandsfassungen auf VHS oder VCD Dubbed in Chinesisch d.h. Mandarin und/oder Kantonesisch. Und somit sind die Filme, immerhin in dieser Form, dem Fan erhalten. Und im Fall von Golden Buddha Against the Snake Phantom sogar mit englischen Untertiteln.

Gut möglich, dass es sich ggf. auch um eine Co-Produktion zwischen Thailand und HK/Taiwan handelte. Ist aber nur eine Vermutung. Scheinbar war der Japaner Nishimoto Tadashi für die Produktion, die in Thailand gedreht wurde und in dieser US-VHS-Fassung sicherlich grösstenteils mit geklauter Musik aus westlichen Filmen daherkommt, so ertönt zu Beginn das Psycho Theme, als F/X Director tätig. Nebst thailändischem Cast (Piyamas Monayakol, Chaiyan Sorakrai, Ratanaporn Intarakamhaeng) sind auch Chinesen zu sehen (Lee Man-Tai, Mang Ding-Goh). Der Film legt, vor allem zu Beginn, ein hohes Tempo an den Tag. Der Film überrascht mit Tiersnuff und nackten Tatsachen. Alles in allem gibt es wenig bis fast keinen Klamauk im Film zu sehen, was sich positiv auf die Sichtung auswirkte. Daher empfand ich den Film als angenehmer als z.B. Daughter of Devil Fish oder Lady Master Snake. Es gibt mehr Action, weniger Füllszenen und weniger Längen und die gestohlene Musik passte meistens gut.

Richtige Effekte gibt es dagegen kaum zu sehen. Das Finale mit den Riesen, welches ans Kaiju-Genre à la Godzilla, Calamity, The 6 Ultra Brothers vs. the Monster Army, King of Dinosaurs, Space Monster Wangmagwi oder Pulgasari erinnert, war in der Tat absolut lahm und unspektakulär. Keine Ahnung, was sich die Macher da gedacht haben. Lahmer geht es nicht. Und einmal wird eine echte Schlange als Riesen-Schlange ins Bild kopiert. Ansonsten gibt es eigentlich keine Effekte zu sehen. Ansonsten werden echte Tiere gebraucht und gezeigt und im Mittelteil und Finale gibt es viel Kung Fu zu sehen. Nicht auf dem Niveau der damaligen HK- und TW-Produktionen, aber bemüht.

Fazit: Diese obskure Rarität ist Fans des thailändischen Kinos zu empfehlen!

Infos:

O: Ngû yaks

Thailand 1982 (je nach Quelle: HK, Taiwan)

R: Chih Chen

D: Piyamas Monayakol, Chaiyan Sorakrai, Ratanaporn Intarakamhaeng, Lee Man-Tai, Mang Ding-Goh

Laufzeit der US-VHS: 87:33 Min.

Gesehen am: 24.03.24

Fassungen: Mir lag die VHS aus den USA von Tai Seng vor = Dubbed in Kantonesisch dafür mit englischen & chinesischen Subs. Mittelmässige Bildqualität. Im Vergleich zu einem Youtube-Print in schlechterer Bildqualität, dafür Uncut (im Youtube Print, der keine chinesischen Subs bietet, sind Nacktszenen zensiert). Der Print auf Youtube hat auch englische und chinesische Subs, ist aber in Mandarin Dubbed statt Kantonesisch Dubbed. Eine O-Ton Fassung in Thailändisch ist mir nicht bekannt. Es gibt keine deutsche Fassung, keine DVD und keine Blu-Ray (Stand: März 2024).

Samstag, 30. Dezember 2023

Elephant Wife


Elephant Wife

Story:

Chu (Sukon Koewliam) lebt zusammen mit seinem Elefanten Kenda in einem einfachen Dorf. Eines Tages findet er ein Baby in der Scheune. Er tauft das Mädchen Amina (Nongnuch Suthiluck). Später zieht diese den Zorn des Hexenmeisters Wu auf sich. Er verbrennt die Scheune, Amina flieht in die Wildnis. Dort lebt sie zusammen mit Kenda. Dort trifft sie auf einen verletzen jungen Mann namens Hacarta (Sorapong Chatree). Er ist ein Prinz des Jore Stammes. Beide verlieben sich. Doch als die eifersüchtige Prinzessin (Wiyada Umarin) (?) davon erfährt, lässt sie Amina entführen und durch schwarze Magie verfluchen…

Meine Meinung:

Elephant Wife ist, wie Filme wie Lady Master Snake, Daughter of Devil Fish oder Ghost of Guts Eater ein in Thailand verschollener Film. Das heisst «Originalfassungen» (in Thailändisch) sind unbekannt. Von Lady Master Snake lag mir eine US-VHS Dubbed in Mandarin vor, von Daughter of Devil Fish ebenso und Ghost of Guts Eater gibt es nur als VHS in Schweden. Um Elephant Wife rangen sich wilde Falschinformationen. Fakt ist, dass es sich mit grosser Sicherheit um eine Co-Produktion zwischen Thailand und Hong Kong handelt.

Primär sind Stars des Thai. Kinos in den Hauptrollen zu sehen. Namen wie Nongnuch Suthiluck, Wiyada Umarin und der auch ausserhalb Thailands bekannte Sorapong Chatree (Bangkok Knockout, Robo Vampire). Was Chinesen angehen, sind nur wenige zu sehen und mehr in Nebenrollen. Zum Beispiel Kun-Feng Wang, der quasi der einzige Helfer von Hacarta darstellt. Ihm sieht man sofort an, dass er nicht einheimisch ist. Unsicherheiten gibt es beim genauen Jahrgang und bei der Regie. Da fand ich diverse Angaben und Übersetzungen.

Ob der Inhalt auf einer thai. Folklore beruht, ist mir nicht bekannt. Es geht um schwarze Magie (Gu), welche durch den gezwungenen Verzehr von lebenden Würmern auf das Opfer, in dem Fall Amina, übertragen wird. Ihre Haut verändert sich, sie bekommt Wunden, in denen Würmer zu sehen sind und sie wird mental und kognitiv auffällig sprich «verrückt». Elephant Wife hat mich in der Hinsicht überrascht. Der Film, obwohl auch ein Drama und eine Liebesgeschichte, war, gerade im Vergleich zu Filmen wie Daughter of Devil Fish und Co., weitaus humorloser, düsterer und blutiger.

Der Einsatz der schwarzen Magie und der Verzehr von lebenden Würmern erinnern an Filme aus Hong Kong (Centipede Horror) oder Taiwan (The Devil). Nongnuch Suthiluck nimmt mehr als einmal einen lebenden Wurm auf oder saugt/kaut auf diesen herum. Aber auch Wiyada Umarin muss vor dem Finale paar Würmer auf ihrem Gesicht kriechen lassen. Die Wurm-Szenen waren die Highlights des Filmes und in der Tat hübsch eklig. Natürlich sah ich ein Poster-Artwork des Filmes, welches diese Szenen suggeriert. Dass man dies aber so deutlich und mehrfach sieht, hat mich positiv überrascht. Nur schade, dass es am Ende (vor dem Finale) kein Massaker durch die Elefanten gab. Das wäre ein krönender Abschluss eines obskuren Filmes gewesen!

Fazit: Nicht uninteressant!

Infos:

O: Zhi mo nu, สาวภูเขา, 象妻

Thailand, HK, (Soll Thai.-HK-Co.-Produktion sein), Taiwan (je nach Quelle), 1980/1983 (je nach Quelle)

R: Yi-Hsiu Lin, Hui King, Huiking-Nanthavat, Nonthawat (je nach Quelle & Übersetzung)

D: Sorapong Chatree, Sukon Koewliam, Wiyada Umarin, Lu-Hua Chin, Ching-fang Huang, Dy Saveth, Kun-Feng Wang, Nongnuch Suthiluck, «Lucky» (Elefant)

Laufzeit der HK-VCD: 60:10 Min. (1. Disc) / 28:02 Min. (2. Disc)

Gesehen am: 09.12.23

Fassungen: Der Film ist als thailändische Fassung «lost». Bekannt sind nur Mandarin Fassungen mit einer Laufzeit von ca. 88 Minuten. Es gibt eine VHS von Ocean Shores und diese HK-VCD von Ocean Shores = Vollbild, Mandarin Audio, keine Subs. Machte zumindest in den Folter- und Ekelszenen einen unzensierten Eindruck. Bildqualität ist solide, nur in wenigen Nacht-Szenen (Elefanten im Finale) zu dunkel. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Dez. 2023). Das Originalplakat sieht fantastisch aus:



Samstag, 4. November 2023

The Maid

Horroktober 2023

The Maid

Story:

Joy (Ploy Sornarin) beginnt in einem reichen Haushalt als Dienstmädchen. Der Haushalt birgt ein dunkles Geheimnis…

Meine Meinung:

Von The Maid las ich ein vielversprechendes Review auf dem damaligen Film-Blog von «Zult», der leider nicht mehr aktiv ist. Sehr schade! The Maid ist zwar kein Kracher, aber auch alles andere als schlecht. Der Film hätte deutlich schlechter ausfallen können und ggf. sollte ich dem Film nochmals eine 2. Chance geben. Besonders für einen neuen Thai. Horrorfilm hat mich der Film sogar überrascht. Das gilt besonders für das letzte Viertel, das genau so gut aus einem frechen US- oder japanischen Film hätte stammen können.

Der Twist sei an der Stelle jedoch nicht verraten. The Maid beginnt in Rückblenden, was etwas die Stimmung kaputt macht. Der Start des Filmes ist solide und Affen und Puppen gehen meiner Meinung nach (nebst Clowns) immer als Horrormotiv. Der Film nimmt langsam Fahrt auf. Jedoch ist der Plot, zuerst Mal, nichts Spezielles. Mit der Zeit kann sich der Zuschauer einige Dinge denken und vor allem wenn der Geist der Maid auftaucht, wird es leider selten spannend. Der Film ist in mehrere Kapitel gegliedert. Zwar sind einige Punkte vorhersehbar, so aber nicht die Szenen im Finale. Das wilde Finale gibt definitiv Pluspunkte.

Wo der Film hingegen durch die Bank punktet ist die Optik, die Kameraführung und die Schauspiel-Leistung von Ploy Sornarin. Der Film sieht in nahezu jeder Hinsicht und Einstellung einfach schick und wunderschön aus. Da gibt es nichts zum Motzen. Auch die Effekte sind anständig geraten und am Ende darf sogar das Blut (in vielerlei) Hinsicht spritzen (auch die Effekte haben ans japanische Kino erinnert). Ploy Sornarin (Reside) spielt absolut toll. Starke und wandelhafte Leistung von ihr! Ein Gesicht, dass man sich merken sollte. Sie spielte zuletzt in mehreren Thai. Horrorfilmen mit (Viral, Karma, Siam Square, Immortal Species).

Fazit: Vordergründig ein 08/15 Ghost-Film, der dann jedoch doch mehr als das zu bieten hat! Sicher einer der besseren Filme dieser Art und eigentlich der perfekte Festival-Film. Kein Kracher, aber The Maid hätte definitiv mehr Aufmerksamkeit verdient!

Infos:

O: The Maid

Thailand 2020

R: Lee Thongkham

D: Ploy Sornarin, Kannaporn Puangtong, Savika Chaiyadej, Theerapat Sajakul, Keetapat Pongrue

Laufzeit der US-Blu: Ca. 102 Min.

Gesehen am: Okt. 2023

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von Epic Pictures vor = Region-All, Thai. O-Ton mit englischen Subs (auch wenn auf der Rückseite der Blu-Ray nur der Englische Dub aufgeführt ist), Uncut, absolut hervorragende Bild- und Tonqualität. Technisch eine der besten Blu-Rays, welche ich seit langem im Player gehabt habe! In Deutschland auf DVD und Blu-Ray zu haben. Laut Onlinefilmdatenbank auch mit deutschen Subs. Ich habe aber auf einem Blog in einem inzwischen gelöschten Review gelesen, dass die deutsche Blu-Ray nur in Deutsch/Thai. ist ohne Subs. Auf amazon.de werden auf der Rückseite der deutschen Blu auch keine deutschen Subs erwähnt. Das war auch der Grund, warum ich eine Alternative suchte. Uncut ist die deutsche Disc (ab 18).

Dienstag, 17. Oktober 2023

Cheeky Ghost Ghoul

 

Horroktober 2023

Cheeky Ghost Ghoul

Inhalt inklusive meiner Meinung:

Auf Ebay habe ich mir die thailändische VCD zum Film Headless Ghost bestellt. Zumindest das Artwork stammt von Headless Ghost. Einem Horrorfilm aus dem Jahr 1980 mit Sorapong Chatree (Robo Vampire, Bangkok Knockout, Robo Vampire 2). Doch schon, als ich den Film checkte, merkte ich, dass es sich um einen völlig anderen Film handelt. Etwas, was Lepso Studio (das VCD-Label) oft tat, Zitat eines Blogs (https://www.thaiworldview.com/tv/cinema12.htm):

«Lepso Studio company is well known for its wrong and misleading VCD covers. They release same movies with new titles or new covers»

So auch hier. Den Film zu identifizieren oder den korrekten Plot anzugeben, fällt schwer (und gelang erst nach dem Schauen des Filmes und nach dem Schreiben des Reviews). Der Film spielt in einem kleinen Dorf. Nachts werden Leute getötet, wobei Horrorparts kaum vorhanden sind. Der Film ist vor allem eine Komödie mit unterirdischen schlechten Schauspielern inklusive Comedians in den Rollen. Die Bildqualität, gerade der Szenen, die nachts spielen, sind grottenschlecht. Die Figuren und deren Overacting total nervend.

Scheinbar handelt es sich, wie bei vielen Filmen dieser Art (z.B. Ghost of Guts Eater), um eine thailändische Folklore. Inhalt ist ein Geist, der seine Opfer dazu bringt, dass diese Innereien fressen. Das wurde scheinbar unzählige Male in Thailand verfilmt (z.B. die The House of Pop Filme). Umso schwerer, hier den richtigen Filmtitel zu identifizieren. Hier hat es eine alte Frau, die man 1-2 mit Innereien in den Händen sieht. Ansonsten herrscht unzusammenhängender Klamauk einer Truppe von Idioten, Blinden, Krüppeln und scheinbar Behinderten (wobei, kann auch nur am Overacting liegen), die durch den Dschungel irren. Mit Slapstick und Klamauk. Ab und zu auch ein Mensch in einem Bärenkostüm (?), welcher die Gruppe jagt.

Dazu gibt es Musik aus A Nightmare on Elm Street (oft) und Stirb langsam 2 (selten). Daher nehme ich an, dass es sich um eine Anfang der 90er Jahre Produktion handelt. Der Vorspann des Filmes scheint von einem anderen Film zu sein, ehe der Titel (?) in Thailändisch eingeblendet wird. Die erste Szene: der blinde Komödiant. Vor dem Finale taucht dann ein scheinbar bekanntes, wenn auch noch sehr junges Gesicht auf: Petchtai Wongkamlao, der später auch dank Action-Filmen international bekannt werden durfte (Tom Yum Goong, Ong-Bak, The Bodyguard).

Petchtai Wongkamlao spielt hier einen Priester, der im Finale den Kampf gegen den Geist aufnimmt. Dank der Datenbank Letterboxd stiess ich auf den Titel Shift aus dem Jahr 1991 aka กะหัง aka หม่ำต้มยำผี2. Mir ist nicht bekannt, ob es sich wirklich um diesen Film handelt. Jedoch scheint der Cast zu stimmen: Petchtai Wongkamlao, Treerak Rakkandee (könnte die Tochter der besessenen Mutter sein), Somsak Chaisongkram (Kumpel des Blinden) oder Jumjim Khemlek (der Blinde?). Auf Youtube fand ich zumindest zu Jumjim Khemlek auch Bilder von Co-Stars des Filmes (siehe Bild unten). Auch der Plot, der auf LB genannt wird, ist ähnlich (https://letterboxd.com/film/shift-1991/):

Unbeknownst to a young woman, her mother is actually a intestine-eating ogress who’s terrorizing their village.


Allerdings handelt es sich definitiv nicht um den Film Shift, wie zuerst vermutet, trotz ähnlichem Plot und Cast. Es handelt sich um den Film Cheeky Ghost Ghoul aka The Ogre is Cheeky. Hier das Original-Plakat zum Film:

Fazit: Low-Budget, grottenschlechte Bildqualität in den Nacht-Szenen, furchtbarer Humor und Klamauk, furchtbares Overacting, kaum Horror/Grusel (wobei viele der lustigen Szenen purer Horror für den Zuschauer sind), so gut wie keine Effekte! Das Beste war noch die Musik, die aus anderen Filmen gestohlen wurde = Zeitverschwendung!

Infos:

O: Pop phee talen

Thailand 1991

R: ?

D: Petchtai Wongkamlao

Laufzeit der VCD aus Thailand: 50:32 Min. (1. Disc) / 33:53 Min. (2. Disc)

Gesehen am: Oktober 2023

Fassungen: Mir lag die VCD von Lepso Studio aus Thailand vor = O-Ton, keine Subs, k.A. ob Uncut, mittelmässige bis sehr schlechte (Nachtszenen) Bildqualität, wohl falschen Vorspann/Intro, falsches Cover-Artwork. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Okt. 2023). Nachtrag 17.10.23: Es gibt von Lepso Studio auch eine VCD mit dem korrekten Artwork: 

Sonntag, 17. September 2023

Crocodile

Crocodile

Story:

Ein Krokodil terrorisiert Badegäste und die Einwohner eines kleinen Fischerdorfes. Mehrere Männer machen es sich zum Ziel, das Krokodil unschädlich zu machen…

Meine Meinung (Thai. Fassung):

Die Entstehungsgeschichte zu Crocodile ist kompliziert. 1978 wurde in Südkorea Crocodile Fangs von Won-se Lee gedreht (mehr Infos gibt es dazu auf der US-Blu-Ray im Bonusmaterial) = Jaws Kopie mit Krokodil. Laut einem thai. gesprochenen Trailer eine Co-Produktion zwischen Südkorea und Hong Kong. Ein Jahr später folgte Crocodile als Thai. Film von Effekte-Künstler Sompote Sands (Magic Lizard). Dieser beansprucht den Film für sich. Allerdings nahm es Sompote Sands mit Rechten in seiner Karriere als Regisseur nie so genau (jahrelange Streitigkeiten vor Gericht zwischen Chaiyo Productions und Tsuburaya Productions aufgrund von Ultraman Rechten). Dazu kommt, dass Sompote Sands scheinbar noch Szenen aus seinen anderen Krokodil-Filmen (Krai Thong & Krai Thong 2) ins Werk hat einfliessen lassen. Für den US-Markt wurde Crocodile dann nochmals verändert (neue Szenenreihenfolge, andere Musik, neue Szenen gedreht). Bei der US-Version führte Dick Randall Regie.

Crocodile hat mir gefallen. Teilweise ist es wirklich fast ein 1:1 Jaws Rip-off. Aber eines der besseren. Im Vergleich zu Deep Blood um Welten besser und auch actionreicher als z.B. Aatank. Der Film beginnt düster, stürmisch und mit toller Kulisse und Miniaturbauten/Effekten (Sturmfluten, Atombombe, Krokodil). Diese Szenen sollen auch aus einem anderen Thai. Film stammen. Das Krokodil ist mehrheitlich sehr cool getrickst – wie es z.B. die Dörfer zerstört oder am Ende das Boot bekämpft, ist der Wahnsinn! Effekte genau nach meinem Geschmack. Zwischendurch wechselt die Grösse des Tieres und/oder werden Szenen von echten Krokodilen eingeblendet. 

Apropos echte Krokodile: es soll auch ein echtes Tier für den Film getötet wurden sein. Die Szene habe ich aber verpasst. Ob die nur in der koreanischen oder amerikanischen Fassung zu sehen ist? Nackte Tatsachen gibt es z.B. nur in der US-Fassung zu sehen. Ansonsten gibt es blutige Fress-Szenen und viele abgetrennte Körperteile, die im Wasser treiben. Die Effekte von Sompote Sands sind, wie immer (siehe Filme wie The 6 Ultra Brothers vs. the Monster Army), genau nach meinem Geschmack und haben viel Charme. Schön! Die Highlights bestehen nebst Effekten/Intro in der Zerstörung des Dorfes und dem langen, actionreichen Finale. Die 2. Disc (VCD) besteht fast nur aus Tierhorror-Action. Dafür gab es in der ersten Filmhälfte doch auch viele lahme Längen. Der Cast ist mir unbekannt, macht seine Sache aber solide.

Fazit: Charmanter Tierhorror mit sympathischen Effekten!

Infos:

O: Chorakhe

Thailand 1979

R: Sompote Sands

D: Nard Poowanai, Manop Aussawathep

Laufzeit der thai. VCD: 58:37 Min. (1. Disc) / 35:07 Min. (2. Disc)

Gesehen am: 27.08.23

Fassungen: Mir lag die VCD aus Thailand vor = Thai. Originalfassung in Vollbild, in Thai., keine Subs, Uncut. Mässige bis solide Bildqualität. Gibt es auch auf DVD. Die US-Fassung wurde vor kurzem von Synapse Films auf Blu-Ray veröffentlicht (nur US-Fassung). Als Bonus gibt es dort ein Interview mit Won-se Lee zu sehen, der Infos zu seiner Ursprungsfassung wiedergibt. Die Original-Korea Fassung gibt es ggf. als VHS in Südkorea. In Deutschland unter Krokodile oder Crocodile auf VHS und DVD zu haben (müsste die Internationale US-Fassung sein).

Artwork der VHS aus Südkorea: