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Dienstag, 14. Oktober 2025

The Soultangler Review

Horroktober 2025

The Soultangler

Story:

Dr. Anton Lupesky (Pierre Deveaux) experimentiert mit einer Droge, die es dem Träger erlaubt, seine Seele in den Körper von Leichen transferieren zu lassen. Halluzinationen sind ebenso eine Folge der Droge. Als er gefeuert wird und von einer Reporterin zur Sachlage befragt wird, eskaliert die Situation…

Meine Meinung (Director's Cut):

Als es im Shop von Vinegar Syndrome neue Vös gab (plus von deren Partner-Labels) stiess ich auf den mir unbekannten Film The Soultangler. Die Bilder dazu sahen interessant (auch blutig), sympathisch und charmant aus. Das traf vor allem auf die Make-Up Masken und Effekte zu. Der ausschlaggebende Grund war das Bild mit dem Gehirn und den Augen, welches ich sogar niedlich fand. Daher tätigte ich einen Blindkauf.

Der Amateur-Film ist Pat Bishows Antwort auf Stuart Gordons Re-Animator. Die Zombie-Szenen (vor allem in den Halluzinationen zeigend) erinnerten mich noch leicht an The Dead Next Door. So erinnert z.B. das «Schauspiel» von Pierre Deveaux als Mad Scientist an jenes von Jeffrey Combs. Das sieht ein blinder, dass Combs als Vorbild genommen wurde. Als Massstab. Und natürlich wird dessen Qualität zu keinem Zeitpunkt erreicht. Allerdings ist es auch nicht fair und logisch, eine Amateur-Produktion mit einem Low-Budget Splatterfilm, der auch im Kino lief, zu vergleichen. Das macht wenig Sinn.

Ich sah mir von The Soultangler den Director's Cut an. Der ist kürzer. Es wurden dafür ca. 28 Minuten an Handlung/Dialogen entfernt. Der Film wirkte dadurch auch «zerhackt» und dennoch gab es hier und da Längen. Vielleicht wirkt der Film in der regulären Fassung runder, aber dann noch langweiliger und lahmer. Daher werde ich die Kinoversion vermutlich nie schauen. Das «Schauspiel» wirkte in der Tat laienhaft. Viel Overacting. Die Mädels waren etwas besser als unser «Doc».

Wo der Film hingegen punktet, sind die fantasievollen, sympathischen, charmanten und handgemachten Zombie- und Leichen-Make-Up Effekte und die Splatterszenen. Die Mehrheit davon kommt aber erst im letzten Viertel vor. Wer also nur auf Gore aus ist, darf trotzdem nicht zu viel erwarten und/oder sollte seine Erwartungen anpassen, dass es erst gegen Ende richtig effektiv wird. Einige Szenen die Halluzinationen der Figuren darstellen, sind überraschend stimmungsvoll geraten. In der imdb wird leider nicht geleistet, wer für die Effekte verantwortlich war. Vermutlich werde ich doch noch die Extras der Blu-Ray checken, um mehr in Erfahrung zu bringen.

Fazit: Der Film bleibt bis zu einer späteren 2. Sichtung erst Mal in der Sammlung…

Infos:

O: The Soultangler

USA 1987

R: Pat Bishow

D: Tom Ciorciari, Pierre Devaux, Jane Kinser, Louise Millmann

Laufzeit der US-Blu-Ray (Director's Cut): Ca. 62 Min.

Gesehen am: Okt. 2025

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von Bleeding Skull vor = Wendecover, Region-All-Disc, zwei Filmfassungen an Bord (reguläre Fassung und der kürzere Director's Cut*), gute Bild- und Tonqualität, keine Subs (Director's Cut Fassung), Unmengen an Extras (Audiokommentar, Q&A, Kurzfilme etc.). * = 28 Minuten kürzer als die reguläre Fassung. Nur Handlung und Dialoge wurden entfernt. Die Laufzeit von dazumal 90 Min. war vom Studio vertraglich vorgegeben, entsprach aber nicht wirklich dem Willen von Regisseur Pat Bishow. Im DC sind alle Gore-Szenen und Effekte zu sehen. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Okt. 2025).

Freitag, 25. April 2025

Pater Noster and the Mission of Light

Brugggore Filmfestival 2025 Spezial

Pater Noster and the Mission of Light

Story:

Max (Adara Starr) arbeitet in einem Plattenladen. LPs sind ihre Leidenschaft. Als sie auf der Suche nach einer extrem seltenen Rarität aus den 70ern auf einen Hippie-Cult stösst, beschliesst sie, diesen zusammen mit Freunden zu besuchen. Keine gute Idee…

Meine Meinung:

Als ich diesen Film für das Filmfest (Brugggore Filmfestival) auswählte, erwartete ich eine Art Midsommar Low-Budget Variante «in pervers». Den Trailer habe ich nur durchgezappt. Pater Noster and the Mission of Light ist, wie Regisseur Christopher Bickel selbst angibt, ein Undergroundfilm. Vermutlich basiert Pater Noster and the Mission of Light auf seinem Kurzfilm (17 Minuten Laufzeit) Welcome to Wunderlawn aus dem Jahr 2014. Christopher Bickel ist eine Ein-Mann-Armee. Er führe nicht nur Regie, sondern schrieb auch das Drehbuch, fungierte als Produzent, steuerte die Musik bei, führte die Kamera und schnitt den Film auch selbst zusammen.

Hauptdarstellerin Adara Starr spielte bereits in seinem Kurzfilm mit und die gelungenen Effekte stammen von Blood Feast 2: All U Can Eat Künstler Joe Castro (Unspeakable: Beyond the Wall of Sleep). Pater Noster and the Mission of Light hat mir trotz seines kaum vorhandenen Budgets sehr gut und besser als erwartet gefallen. Ich empfinde den Film am 3. Tag des Filmfestes als bisher besten Film, den ich heuer dort sah. Christopher Bickels Fleiss, Eifer und Leidenschaft erinnert dabei an Namen wie Herschell Gordon Lewis (The Gore Gore Girls), Olaf Ittenbach (Black Past) in jungen Jahren oder Nathan Schiff (They Don't Cut The Grass Anymore).

Der Film bietet zwar inhaltlich nicht unbedingt etwas Neues, aber der simple Plot überzeugt, unterhält und wartet mit all jenen Klischees auf, die sich Horror--, Slasher- sowie Backwood- und Sekten-Fans davon erwarten. Zudem, und das ist fast das Wichtigste, waren die Figuren durch die Bank sympathisch. Adara Starr gibt eine wunderbare Hauptfigur ab und auch die Co-Stars machen ihre Sache ordentlich. Christopher Bickel verfügt über das Talent, das extrem niedrige Budget gekonnt zu kaschieren. Der Film sieht optisch interessanter aus, als andere Filme, welche ich am diesjährigen Filmfestival sah (z.B. Dark Match). Die Optik und visuellen Einfälle sind stimmungsvoll. Die handgemachten Effekte (oder das Monster-Baby) sind wunderbar getrickst und der Film ist sehr blutig in Szene gesetzt.

Fazit: Psychedelischer Sekten-Horror im gelungenen Retro-Look! Für Fans von Amateur-Filmen zu empfehlen!

Infos:

O: Pater Noster and the Mission of Light

USA 2024

R: Christopher Bickel

D: Adara Starr, Mike Amason, Joshua R. Outzen

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 97 Min.

Gesehen am: Brugggore Filmfestival 2025

Fassungen: Film am Brugggore Filmfestival gesehen = Uncut und in Englischer Sprache. Es gibt noch keine DVD, Blu-Ray oder UHD (Stand: April 2025).

Samstag, 15. März 2025

Robin Hood: Ghosts of Sherwood

Robin Hood: Ghosts of Sherwood

Story:

Robin Hood (Martin Thon) nimmt den Kampf gegen den reichen Sheriff of Nottingham (Tom Savini) auf. Nachdem Robin Hood im Kampf getötet wird, erwacht er dank einer Hexe (Anika Neubauer) wieder zum Leben. Später werden sie zu Zombies. Die Nichte vom Sheriff (Ramona Kuen) versucht nun, zusammen mit Little John (Kane Hodder) zu überleben…

Meine Meinung:

Der Film hat mich nie interessiert. Ich bekam den Film, mehr just for fun, vom Kollegen geliehen. Quasi als eine Art masochistischer Akt schaute ich mir diese miese Robin Hood-Verfilmung an (in 2D). Was soll ich sagen? Kurz: wie erwartet Scheissdreck! Alles an dem Film ist schlecht. Was kann man erwarten, wenn ein narzisstischer Möchtegern-Regisseur wie Oliver Krekel, sich als richtiger Filmemacher versucht? Das hat schon in Vergangenheit nicht funktioniert, und tut es auch jetzt nicht.

Der «legendäre» und «kultige» Label-Chef mit der grossen Klappe und viel «stinkendem Eigenlob», er liefert hier auch einen Cameo-Auftritt ab, wie das hier und da Jess Franco in seinen Arbeiten ebenso tat, führte mit Hilfe seiner Familie Regie und versuchte, einen internationalen Robin Hood Film im Horrorgewand zu drehen. Oliver Krekel, Gründer von Astro, war dabei auch für die bescheuerte Story und das wenig perfekte Editing zuständig. Nadine Krekel (seine Frau) hat den Film mitfinanziert. Sogar ihren Sohn liessen sie im Film integrieren. Wie bei einer echten Sekte.

Ich bin wahrlich kein Fan von Robin Hood. Die Idee, den Plot im Horrorgewand zu verpacken, hat eigentlich was. Etwas, was in letzter Zeit auch bei Motiven wie Comics oder Zeichentrickfiguren mehr und mehr Anwendung fand, da die Rechte ausgelaufen sind: Popeye the Slayer Man, The Mouse Trap (Micky Maus Horrorfilm) oder die schon veröffentlichten Winnie the Pooh: Blood and Honey sowie die Fortsetzung Winnie the Pooh: Blood and Honey 2. Ich nehme an, bei Robin Hood war es einfacher, die Rechte zu erwerben. Krekel würde wohl meinen, der Zeit Mal wieder voraus gewesen zu sein.

Der Film ist technisch auf keinem grossen Niveau. Auch als Horrorfan oder Sicht eines Splatter-Fans überzeugt der Film, der eigentlich sehr harmlos gehalten ist, nicht. Der Plot ist lahm und uninteressant und wird nicht Mal zu Ende erzählt. Zum Glück gab es nie eine Fortsetzung. Zwei Stunden absolut gähnende Langeweile mit hölzernen, miesen und unfreiwillig komischen Dialogen und «Schauspielern» aus der Hölle erwarten den Zuschauer. Martin Thon als linksradikaler (= die neuen Nazis) Robin Hood war absolut grottenschlecht. Totale Fehlbesetzung. Kane Hodder (Hatchet, Jason Goes to Hell: The Final Friday, Kill Her Goats) und Tom Savini (The Dark Half, Dawn of the Dead, From Dusk Till Dawn) sollten sich schämen, für den Film vor die Kamera getreten zu sein.

Fazit: Zeitverschwendung!

Infos:

O: Robin Hood: Ghosts of Sherwood

Deutschland, USA 2012

R: Oliver Krekel

D: Martin Thon, Tom Savini, Anika Neubauer, Ramona Kuen, Kane Hodder, Oliver Krekel

Laufzeit der deutschen DVD: 116:13 Min.

Gesehen am: 03.01.25

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von VZ-Handelsgesellschaft vor = 2D und 3D Fassung, Uncut, Deutsch/Englisch ohne Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Gibt es auch auf Blu-Ray.

Mittwoch, 13. November 2024

Gutterballs

 

Gutterballs

Story:

Lisa (Candice Lewald) wird in einer Bowling-Halle vergewaltigt. Eine Nacht später bringt ein unbekannter Killer während einer Partie Bowling die Täter um, einen nach dem anderen…

Meine Meinung (XXX Pin-Etration Edition):

Gutterballs hat die 2. Sichtung nicht bestanden. Ich sah mir nun erstmals die XXX Pin-Etration Edition an. Diese bietet vor allem Alternativmaterial (HC-Szenen), aber nicht mehr Story oder Effekte. Insgesamt läuft die Fassung nur ca. 20 Sek. länger als die reguläre Edition. Ob man diese XXX Pin-Etration Edition braucht, sei Mal dahingestellt. Ob des den Film per se braucht, ist ebenfalls fraglich. Der Film stammt vom kanadischen Amateur-Filmer Ryan Nicholson.

Ryan Nicholson verzeichnet in Amateur-Splatter-Kreisen eine kleine Fangemeinde. Dies, nachdem er mit dem Hostel Klon Live Feed für Aufmerksamkeit sorgte. Danach folgten Titel wie Gutterballs, Hanger, Star Vehicle, Famine und Collar. Ryan Nicholson ist 2019, wenn ich mich nicht irre, an Krebs verstorben. So kann es gut sein, dass seine neueren Filme nie offiziell veröffentlicht werden, so z.B. auch die Fortsetzung Gutterballs 2, die als eine Art Rohschnitt in Texas am Frightmare Weekend gezeigt wurde.

Film-Plakate für Gutterballs und Gutterballs 2 wurden in Bezug auf Klassiker wie Blutgericht in Texas, Der Exorzist, Maniac, Kinder des Zorns, Ab in die Ewigkeit, I Spit on Your Grave, Sie leben oder Halloween gestaltet. Bei der Sichtung des Filmes fühlte ich mich tatsächlich leicht an I Spit on Your Grave inklusive den Slasher Intruder erinnert. Der Film hält am Ende typische Slasher-Regeln parat (das Präsentieren der ganzen Leichen) und auch die Musik hat einen angenehmen Retro-Vibe.

Abgesehen davon und mind. vier tollen, handgemachten Splattereffekten (die Tötungen sind kreativ) kann Gutterballs nicht überzeugen. Der Film wirkt wie ein armer Versuch, einerseits Filmen wie I Spit on Your Grave zu huldigen, andererseits à la Troma voll auf die Kacke zu hauen. Dies, sogar mit teilweisem Erfolg. Nur die Qualität ist dabei schlechter, der Film derber da weniger lustig und vulgärer. Woke-Bewegungen würden heuer von Homo- und Transphobie sprechen inklusiven frauenfeindlichen Inhalten (tatsächlich viele solche Meinungen auf Letterboxd zu finden). Die Figuren sind allesamt uninteressant, nervend und das Schauspiel ist laienhaft und schlecht. Zudem hat der Film, vor allem in den ersten ¾, viele Längen.

Fazit: Nur für Amateur-Splatter-Fans interessant. Mich konnte der Film nicht mehr überzeugen = Film fliegt aus der Sammlung!

Gefolgt von: Gutterballs 2

Infos:

O: Gutterballs

Kanada 2009

R: Ryan Nicholson

D: Alastair Gamble, Jeremy Beland, Nathan Dashwood, Saraphina Bardeaux, Wade Gibb, Mihola Terzic, Stephanie Schacter, Trevor Gemma, Candice Lewald

Laufzeit der holländischen DVD: 95:58 Min.

Gesehen am: Sept. 2008 / Neusichtung: 21.09.24

Fassungen: Für die 1. Sichtung lag mir die Special Collector’s Edition von Japan Shock vor = Uncut Hardcore Version mit Schuber, Postkarten, Deutsch/Englisch ohne Untertitel. Für die 2. Sichtung lag mir die auf 50 Stück limitierte XXX Pin-Etration Edition Fassung (= bekam ich geschenkt) vor = auch von Japan Shock in Deutsch/Englisch ohne Untertitel. Im Vergleich zur regulären Fassung gibt es in Form von HC-Sequenzen neues Alternativmaterial zu sehen. Die Bild- und Tonqualität sind schlecht. Beide DVDs werden entsorgt/Verkauft. In den USA gibt es beide Fassungen in einem Set von Unearthed (Blu-Ray).

Donnerstag, 11. Juli 2024

Mi bestia

NIFFF 2024

Mi bestia

Story:

Bogotá 1996:

Bald steht die Mondfinsternis an. Es sind Feste und Zeremonien geplant. Gleichzeitig verschwinden immer wieder junge Mädchen. Die 13jährige Mila (Stella Martinez) nimmt Veränderungen an sich und ihrem Umfeld war. Sie gerät mehrfach an ihre Mutter und deren neuen Freund. Gleichzeitig fühlt sie sich zu einem Jungen aus der Schule angezogen…

Meine Meinung:

Mi bestia ist eine Co.-Produktion zwischen Frankreich und Kolumbien. Warum der Amateurfilm so eine Bühne erhält, ist mir nicht bekannt. So lief der Film auch in Cannes* und nun am NIFFF. Die Regisseurin Camila Beltrán war gestern vor Ort am NIFFF. Mi Bestia stellt nach Kurzfilmen ihr Regiedebüt dar. Camila Beltrán machte vor dem Publikum und vor der Sichtung einen unmotivierten und gelangweilten Eindruck, also genau wie ihr Film.

*ACID Cannes aims to support independent filmmakers and promote the distribution of their films internationally.

Die Verbindung des Coming of Age Genres mit Fantastischem ist wahrlich nichts Neues, aber selten so unspektakulär und billig umgesetzt wie hier. Und fantastische Elemente sind sehr rat gesät. Diese kommen nur vereinzelt und dann nur im schwachen Finale (à la Carrie) vor. Die Optik wirkt wie bei einer HK-90er Jahre TV-Serie oder einer schlechten NSTC zu PAL-Wandlung mit Ruckeln. Gewöhnungsbedürftig. Der Film, der nur knapp 76 Minuten läuft, bietet keinen wirklichen Mehrwert.

Das dürfte auch der Grund sein, warum es von diesem Film z.B. noch keinen Trailer gibt. Die Figuren haben ihre Sache hingegen ordentlich gemacht, auch wenn Mila ihre Gefühlsschwankungen mit mehr Power hätte ausleben dürfen. Sie bleibt mehrheitlich sehr passiv und die Handlungen sind repetitiv.  So stellen sich trotz der kurzen Laufzeit Längen ein und der Film war für mich vor allem sinnlos. Wer Coming of Age Inhalte vermischt mit Horror und/oder Bodyhorror mag, dem empfehle ich andere Werke (Humanist Vampire Too Sensitive to Kill, It Lives Inside, Teddy, Grave).

Fazit: Zeitverschwendung.

Infos:

O: Mi bestia

Frankreich, Kolumbien 2024

R: Camila Beltrán

D: Stella Martinez, Mallerly Murillo, Marcela Mar, Héctor Sánchez

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 76 Min.

Gesehen am: NIFFF 2024

Fassungen: Am NIFFF 2024 gesehen im O-Ton mit englischen Subs. Es gibt noch keine DVD, Blu-Ray, UHD oder eine deutsche Fassung (Stand: Juli 2024).

Mittwoch, 18. Januar 2023

Organ Review

Japanuary 2023

Organ

Story:

 

Zwei Cops arbeiten an einem Fall, in dem eine Bande von illegalen Organhändlern am Werk ist. Mit ungesunden Folgen…

 

Meine Meinung:

 

Kei Fujiwara, die Regisseurin des Filmes, liess sich für ihre Arbeit von David Cronenberg (Body-Horror Inhalte à la Die Fliege, Videodrome etc.) und von Shinya Tsukamoto (Tetsuo: The Iron Man) inspirieren. Ganz von ungefähr kommt dies nicht, denn Kei Fujiwara spielt in Tetsuo: The Iron Man mit (die Frau, die dem Metall-Penis zum Opfer fällt). Kei Fujiwara ist eine Theaterbesitzerin und führt dort mit ihrer Gruppe bizarre Stücke auf.

 

Eines davon war auch Ursprung des Filmes Organ. Organ, 1996 veröffentlicht, ist eine Verfilmung eines ihrer Theaterstücke. Dabei ist nicht nur sie als Regisseurin und Hauptdarstellerin, sondern auch viele andere Darsteller der Theatergruppe haben Rollen im Film übernommen. So viel zur spannenden Hintergrundgeschichte zum Film. Dass die Darsteller vom Theater und nicht per se vom Film kommen, sieht man ihnen nicht an. Also gute Leistung.

 

Der Film ist im Grossen und Ganzen nicht uninteressant, aber irgendwie nichts mehr für die Sammlung. Das war so in Jugendjahren als Gore-Fan interessant, aber jetzt nicht mehr. Wobei ich dem Film nicht unterstellen will, nur ein billiger Splatterfilm zu sein. Der Film hat durch seine Machart, Hitergründe und Inszenierung mehr Anspruch als manch anderer solcher Titel.

 

Warum der Film nicht in der Sammlung bleibt? Wo der Film sehr krankt ist der Plot und wie in Handlung in Szene gesetzt wurde. Nämlich total mühsam, wirr und schwer zu folgen. Etwas zu viel des Guten (Figuren und Sub-Plots). Da wäre es besser gewesen, sich z.B. nur auf die von Kei Fujiwara gespielte Figur und deren Film-Bruder, der nebenbei noch mit Schulmädchen Experimente anstellt, zu fokussieren. Schade. Das macht dann leider wenig Lust sich auf die an sich interessanten Inhalte (Yakuza, Organ-Handel, Rache-Plot, Mad Scientist, Arthouse, Gore, Body Horror) zu konzentrieren und daran Freude zu haben.

 

Fazit: Stark Geschmackssache. Wer Filme wie Guinea Pig, All Night Long, Evil Dead Trap, Pinocchio 964 oder Female Harakiri: Glorious Death mag, kann auch hier einschalten!

 

Gefolgt von: Id

 

Infos:

 

O: Orugan

 

Japan 1996

 

R: Kei Fujiwara

 

D: Hasegawa Kimihiko, Natsuyo Kanahama, Kei Fujiwara, Reona Hirota, Ryo Ookubo

 

Laufzeit der US-DVD: Ca. 105 Min.

 

Neusichtung am: Jan. 2023

 

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Synapse Films vor = Code Free, Jap. O-Ton, englische Subs, Uncut, durchschnittliche und solide Bild- und Tonqualität. Gibt es mit deutschen Subs von Shock Entertainment (DVD aus Österreich). Eine Blu-Ray Vö ist mir nicht bekannt (Stand: Jan. 2023).

Samstag, 9. Oktober 2021

Bone Sickness Review

 
Horroktober 2021

Bone Sickness

Story:

Kristen (Darya Zabinski) pflegt ihren Ehemann Alex (Rich George), der an einer mysteriösen Knochenkrankheit leidet. Ein Kollege hilft aus – wobei Kristen die Hintergründe nicht kennt. Alex geht es schnell besser – scheinbar, ehe er zu einem Zombie mutiert und plötzlich auch die Toten zum Leben erwachen und in der Gegend ein Massaker durchführen…

Meine Meinung:

Das Internet-Phänomen Horroktober, welches auf Homepages, Blogs, Review-Seiten oder Social Media durchgeführt wird, finde ich sehr unterhaltsam. Ich kann neue, noch ungesehene Filme schauen aber auch alte Filme, welche ich ewig nicht sah. Zudem auf diversen Medien (DVD, Blu-Ray, VCD, Laserdisc, VHS) und aus diversen Ländern wie Italien, Japan, Hong Kong, Thailand, Frankreich, Spanien und Co., damit für genug Abwechslung garantiert ist.

Bone Sickness sah ich nur einmal. Ich wusste, dass es sich um einen US-Amateur-Zombie-Filme handelt und der Film vor allem gegen Ende an Fahrt gewinnt und das Würmer vorkommen. Mehr wusste ich nicht mehr. Ich habe erwartet, dass der Film nach Neusichtung aus der Sammlung fliegt. Aber Pustekuchen! Der Film hat mir nach Neusichtung besser gefallen als erwartet.

Der Film stellt eine Morbid Vision Films Produktion dar, für dessen Unearthed Films-Release scheinbar noch Extra-Material gedreht und/oder eingefügt wurde. Dies erklärt teilweise auch die etwas längere Laufzeit der später veröffentlichten X-Rated DVD in Deutschland (mehr dazu unter Fassungen). Wer Amateur-Horror- Zombie- oder Splatter-Filme mag, wird mit Bone Sickness bestes bedient und Regisseure wie Olaf Ittenbach und Co. könnten sich von Brian Paulin definitiv eine Scheibe abschneiden.

Beim Schauen einzelner Szenen und Vibes fühlte ich mich an Filme wie Nekromantik, Burial Ground, City of the Living Dead, Hellraiser, asiatische Filme à la The Devil oder Centipede Horror, Dawn of the Dead, Day of the Dead, The Crazies, Alienkiller, The Thing oder The House by the Cemetery erinnert. Ich hatte grosse Freude am Film. Positiv ist, dass der Film ernst ist. Endlich Mal kein lustiger Zombiefilm, sondern altmodisch, klassisch und humorlos.

Ich war teilweise richtig begeistert von den Splatter-Effekten, den charmanten und liebevollen Zombiemasken, dem Ekel-Faktor (Würmer erbrechen und/oder wieder in den Mund nehmen und wir sprechen hier nicht von Effekten!), der Stimmung (langsamer Aufbau, atmosphärische Bilder und Aufnahmen), etwas Schmuddel und Mix aus Erotik und Horror (die Damen in leicht bekleideten oder gar nicht gekleideten Posen) und der vielen Gore-Szenen und dessen Kreativität. Die letzten 40-50 Minuten sind praktisch nur Gore, Gore und Gore und Zombie-Action. Splatter-Fans werden bestens befriedigt!

Fazit: Bone Sickness ist einer der besten Amateur-Zombie-Filme!

Infos:

O: Bone Sickness

USA 2004

R: Brian Paulin

D: Kevin Barbare, Griff Brohman, Brian DeClercq, Rich George, Ernest Hutcherson

Laufzeit der US-DVD: 102:14 Min.

Gesehen am: Sept. 2006 / Neusichtung am: Okt. 2021

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Unearthed Films vor = Gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, keine Subs, Uncut. Die deutsche X-Rated Fassung läuft zwei Minuten länger. Dabei handelt es sich um Material der «Morbid Vision Films» Fassung, welche insgesamt vier Minuten kürzer als die Unearthed Films Fassung ist. Von diesen zwei Minuten lohnt nur eine kurze Gore-Szene, welche in der US-DVD nicht enthalten ist. Eine Blu-Ray gibt es nicht (Stand: Okt. 2021).

Samstag, 28. August 2021

Garden of Love Review

Garden of Love

Story:

 

Eine junge Frau, die als Kind als einzige ein Massaker überlebte, kehrt nun mit ihrem Freund an den Ort des Schreckens zurück, um über ihr Trauma hinwegzukommen. Keine gute Idee…

 

Meine Meinung:

 

Wie bereits andere Filme von Olaf Ittenbach (Black Past, Premutos – Der gefallene Engel) gefiel mir auch Garden of Love nicht mehr gut genug, um in der Sammlung zu bleiben. Somit fliegt der Film nach Filmen wie The Burning Moon, Legion of the Dead und Beyond the Limits aus der Sammlung.

 

Der Film war zwar nicht ganz so übel wie Beyond the Limits, aber trotzdem bietet der Film kaum Punkte, um überzeugen zu können. Der Film wirkt für die Art, die er sein soll, zu billig. Der Vorspann/Intro ist peinlich, da so lieblos und ohne Atmosphäre. Da kommt null Stimmung auf. Die Story ist lahm, es gibt viele Längen und Innovationen bezüglich Inhaltes sehen anders aus.

 

Die Schauspieler sind mehr oder weniger drittklassige Gurken, die versuchen, gut zu sein es aber nicht packen. Am lächerlichsten im Bezug auf das Schauspiel sind die Szenen und Flashbacks der Hippiegemeinschaft. Zum Fremdschämen peinlich. Was bei Ittenbach i.d.R. zählt und Spass macht sind die Splattereffekte. Aber auch in dieser Hinsicht ist der Film eine Enttäuschung: davon gibt es a) zu wenig und b) sind die oft immer nur kurz zu sehen. Die Kamera hält nie lange genug drauf. Schade.

 

Fazit: Nur für Freaks und Hardcore-Fans von Ittenbach zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: Garden of Love

 

Deutschland, Großbritannien 2003


R: Olaf Ittenbach

 

D: Natacza Boon, James Matthews, Daryl Jackson, Bela B., Donald Stewart

 

Laufzeit der XT Video DVD: 85:39 Min.

 

Gesehen am: ? / Neusichtung am: 01.06.21

 

Fassungen: Mir lag die «österreichische» DVD von XT Video vor = solide Bild- und Tonqualität, Deutscher O-Ton, Uncut. Eine Uncut Blu-Ray gibt es nur in den USA in Englisch/Deutsch ohne Subs (Stand: Juni 2021).