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Samstag, 18. Juli 2026

In the Mouth of Madness

In the Mouth of Madness

Story:

Privatdetektiv John Trent (Sam Neill) nimmt einen neuen Auftrag an. Er soll einen verschwundenen Horrorautoren (Jürgen Prochnow) finden. Was zunächst als einfacher Auftrag beginnt, endet in einem Horrortrip…

Meine Meinung:

In the Mouth of Madness wurde zu Ehren von Sam Neill (Possession) gesichtet, der am 13.07.26 verstorben ist. In the Mouth of Madness ist ein Mitte der 90er Jahre Horrorfilm von John Carpenter (Pro-Life, Cigarette Burns). Ich sah den Film in meinem Leben bisher sehr wenig (ich glaube nur 1-2x) und ich wusste nicht mehr sonderlich viel. Nach der Sichtung kann ich sagen, dass der Film zwar sehr gut ist, ich ihn aber nicht ganz zu meinen aktuellen John Carpenter Highlights zähle (zu denen gehören Halloween, Das Ding aus einer anderen Welt und Vampire).

In the Mouth of Madness würde ich zu den besseren Filmen im Mittelfeld zählen. Ich denke, dass z.B. auch Die Fürsten der Dunkelheit in dieser Kategorie landen würde. Und danach Filme wie Sie leben, Ghosts of Mars, Christine oder Escape from New York. Praktisch alle diese Filme sah ich bisher nur einmal und müsste ich dringend auffrischen. In the Mouth of Madness dürften Sam Neill Fans voll auf ihre Kosten kommen, da sehr viel Screentime und Hauptrolle. Er erzählt in der Gummizelle, wie es dazu kam, dass es in dieser gelandet ist. Wenn ich am Film etwas kritisieren muss, dann dass der Film nicht wirklich gruselig, ziemlich blutleer und die Musik unauffällig ist.

Zu den Stärken gehören ansonsten der Plot, der inhaltlich spannend, interessant, unterhaltsam und durch und durch phantastisch ist. Alles scheint möglich. John Carpenter hat sich stark an H.P. Lovecraft orientiert. Am meisten erinnern die Tentakel-Wesen an das grosse Autorenvorbild. In einer Szene kommen auch Hellraiser Vibes auf. Nebst Sam Neill ist der Film mit Namen wie Julie Carmen (sammelte bereits in Fright Night Part 2 Horrorerfahrungen), Jürgen Prochnow (Beverly Hills Cop II, The Keep) oder David Warner (Necronomicon) solide besetzt. Für die spektakulären Make-Up-Masken und Wesen aus einer anderen Dimension war die KNB-FX Group (House III, Nightwish) verantwortlich.

Fazit: Horrorfans zu empfehlen!

Infos:

O: In the Mouth of Madness

USA 1994

R: John Carpenter

D: Sam Neill, Julie Carmen, Jürgen Prochnow, David Warner, John Glover, Bernie Casey, Peter Jason

Laufzeit der US-Blu: 95:22 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: Juli 2026

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von New Line Cinema/Warner vor = Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität. Nebst dem O-Ton befindet sich sogar die deutsche Sprachfassung an Bord. Ich sah mir den Film in Deutsch an. Die Synchronisation ist gelungen und Sam Neill hat seine bekannte deutsche Stimme abbekommen. Die US-Blu-Ray soll inhaltsgleich mit der deutschen Blu-Ray sein. In England gibt es bereits eine UHD.

Freitag, 12. Dezember 2025

Vampire Review

Vampire

Story:

Im Auftrag der Kirche (Maximilian Schell) jagen Jack Crow (James Woods) und sein Team (u.a. Daniel Baldwin, Mark Boone Junior, Cary-Hiroyuki Tagawa) Vampire. Doch das Team wird verraten. Der Meister-Vampir Jan Valek (Thomas Ian Griffith) schlachtet praktisch das ganze Team ab. Jack Crow und die Überlebenden (Sheryl Lee) und neue Dazugestossene (Tim Guinee) nehmen den Kampf gegen Jan Valek auf…

Meine Meinung:

John Carpenters (Das Ding aus einer anderen Welt, Halloween, Pro-Life) Vampire ist für mich einer der besten Arbeiten des Horror-Meisters. Der Film gefällt mir dabei sogar besser als Werke wie Sie leben, Big Trouble in Little China oder Escape from New York wobei ich zwei dieser drei Titel erst jeweils einmal gesehen habe und ich mich kaum an jene erinnern kann (wobei ich die auch definitiv nicht als Kracher abgespeichert habe). Vampire, Ende der 90er Jahre eine willkommene Abwechslung zu den ganzen Teenie-Slashers à la Scream und Co., wurde zu Ehren von Cary-Hiroyuki Tagawa gesichtet.

Cary-Hiroyuki Tagawa verstarb Anfang Dezember. Dass er in Vampire mitspielt, wusste ich gar nicht (mehr). Nach der Sichtung weiss ich auch warum. Cary-Hiroyuki Tagawa ist kaum zu sehen. Er spielt einen Vampirjäger, hat aber nur eine kleine und limitierte Rolle. Da hätte ich besser einen anderen Film ausgewählt (Mortal Combat zum Beispiel). Cary-Hiroyuki Tagawa arbeite schon zuvor in Big Trouble in Little China mit John Carpenter zusammen. Ansonsten lohnen sich Filme wie Nemesis oder Showdown in Little Tokyo mit ihm. Seine Präsenz in Vampire ist nahezu unsichtbar.

Abgesehen von diesem kleinen, eigentlich unwichtigen Detail, hat mir Vampire ausgezeichnet gefallen. Die Western-Stimmung passt perfekt und gerade zusammen mit der tollen Musik kommen da definitiv From Dusk Till Dawn Vibes auf. Für die Effekte, die leider für die R-Rated Freigabe zensiert und in mind. einem Fall sogar als ganze Szene aus dem Film flogen (laut imdb Eintrag), war die KNB-FX Group (Cabin Fever, A Nightmare on Elm Street 5: The Dream Child, Intruder) zuständig. Einmal mehr tolle Effekte, die sie aus dem Hut gezaubert haben. Nach dem Zerteilungseffekt in Jason Goes to Hell gibt es hier eine ähnliche Tötungsszene zu sehen. James Woods (Videodrome) spielt ein wunderbares Arschloch, dessen Sprüche zum Schmunzeln anregen und auch andere Namen wie Maximilian Schell, Thomas Ian Griffith oder Tim Guinee (Blade) wissen zu gefallen.

Fazit: Horrorfans zu empfehlen!

Gefolgt von: Vampires: Los Muertos

Infos:

O: Vampires

USA 1998

R: John Carpenter

D: Maximilian Schell, James Woods, Daniel Baldwin, Mark Boone Junior, Cary-Hiroyuki Tagawa, Thomas Ian Griffith, Sheryl Lee, Tim Guinee

Laufzeit der deutschen DVD: 102:56 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: 09.12.25

Fassungen: Mir lag die alte, deutsche DVD von VCL/MAWA vor = Uncut, gute Ton- und Bildqualität, Deutsch/Englisch, deutsche Untertitel. Die deutsche Synchronisation ist sehr gut. Den Film gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray (Scream Factory, Twilight Time, Powerhouse Films / Indicator Series, StudioCanal etc.).

Montag, 14. April 2025

Pro-Life (Masters of Horror)

Pro-Life (Masters of Horror)

Story:

Der religiöse Dwayne Burcell (Ron Perlman) plant, mit seinen Söhnen und via Waffengewalt, seine schwangere Tochter aus einer Abtreibungsklinik, in welche sich das Mädel selbst begeben hat, zurückzuholen. Keine gute Idee…

Meine Meinung:

Pro-Life ist eine Folge der 2. Masters of Horror-Staffel. Regie führte Horror-Meister John Carpenter (Halloween, The Thing, Cigarette Burns), die (zuweilen recht unauffällig und wenig spezielle) Musik besorgte sein Sohn Cody. Gemeinsam treten sie Live via Live-Band auf und spielen Film-Soundtracks (z.B. sah ich die Band am NIFFF 2016). Pro-Life schlug vor der Veröffentlichung hohe Wellen. Das Thema (Abtreibungen) ist, zumindest in den USA in konservativen Kreisen, ein kontrovers gesehenes Setting.

In diesem Setting einen Horrorfilm mit einigen Gewaltspitzen zu drehen, sorgte dazumal für viel Wirbel. Nüchtern betrachtet wurde damals übertrieben. «Don't Believe the Hype», würde ich meinen. Ja, es gibt 2-3 nette Gore-Momente. Aber einige Szenen geschehen auch nur off-screen, sind viel zu kurz zu sehen und/oder doch auch mit CGI-Mithilfe belastet und das grösste Manko stellt die Tatsache dar, dass am Ende viel zu viele der potenziellen Opfer überleben.

Die Figuren haben z.T. schon auch leicht genervt und waren im Grossen und Ganzen etwas klischeehaft gezeichnet. Daher war es schade, dass am Ende doch die Mehrheit überlebt. Ron Perlman (Blade II, Alien - Die Wiedergeburt, Schlafwandler) ist sicher der bekannteste Name. Er spielt eine der Hauptrollen und macht das solide und souverän. Für die Effekte war Howard Berger (Jason Goes to Hell: The Final Friday, Bride of Re-Animator, Nightwish) und sein Team verantwortlich. Dass dennoch hier und da auf CGI gesetzt wurde, war schade.

Was die Effekte angehen, hatte ich an den Creature-Effects Freude. Da taucht im Finale Satan im Gummikostüm auf. Nett. Noch cooler war sein Sohn, der im Film geboren wurde. Das Monster, eine krabbelnde Monstrosität und ein Mix aus Baby und Spinne, hatte The Thing, Spider Labyrinth und Stephen Kings Es Vibes. Das waren die Highlights des Filmes. Was hingegen auch wieder eine Art Potenzialverschwendung darstellt ist die Tatsache, dass beide Geschöpfe praktisch für null Horror sorgen. Es wird nur ein Typ in die «Hölle gezogen», aber alle anderen Menschen lassen sie leben. Schade.

Fazit: Solider Durchschnitt. Pelts bleibt bisher der Favorit, was die 2. Masters of Horror Season angeht!

Infos:

O: Pro-Life

USA, Kanada 2006

R: John Carpenter

D: Caitlin Wachs, Emmanuelle Vaugier, Mark Feuerstein, Jeremy Jones, Ron Perlman

Laufzeit der US-DVD: 57:14 Min.

Gesehen am: Juli 2007 / Neusichtung am: 07.02.25

Fassungen: Gesehen via Masters of Horror: Season 2 Box Set (US-DVD) von Anchor Bay = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, keine Subs. Gibt es in Deutschland von Nameless auf Blu-Ray (Uncut, Deutsch/Englisch mit deutschen Subs).

Samstag, 12. November 2022

Cigarette Burns Review

 
NIFFF 2006

Cigarette Burns

Story:

 

Ein Film- und Requisiten Sammler (Udo Kier) sucht nach dem legendären und verschollenen Film La Fin Absolue du Monde, der die Zuschauer in den Wahnsinn treiben soll. Kirby (Norman Reedus) wird beauftragt, den Film zu finden…

 

Meine Meinung:

 

Cigarette Burns ist John Carpenters (Das Ding aus einer anderen Welt, Halloween) Beitrag zur Masters of Horror Serie (1. Staffel). Aufgrund seiner Gewaltdarstellung war die Episode, zumindest in Deutschland, anfänglich nur zensiert erhältlich. Das machte die Runde und so erstaunt es nicht, dass das NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) 2006 (nebst u.a. Deer Woman) u.a. Cigarette Burns aufführte.

 

Cigarette Burns nehme ich aktuell nur noch als durchschnittlich wahr. Der Plot ist eigentlich gut, aber an der Umsetzung hapert es. Der Wahn und die Besessenheit kommen unglaubwürdig zu Geltung. Eine echte Spannung ist nicht gegeben und ich fand den Film auch nicht speziell stimmungsvoll. Technisch gut gemacht, die Zeit geht mehr oder weniger vorbei. Das auf jeden Fall.

 

Die Musik war ok, aber nichts Besonderes (von Carpenters Sohn Cody). Was Stars angehen kann Carpenters Beitrag punkten. Zum einen spielt der damals beliebte Norman Reedus mit. Ihn sah man dazumal in Filmen wie Der blutige Pfad Gottes, Blade 2 oder 8MM. Alles Filme, die bei den Fans gut angekommen sind. Und über Alt-Star Udo Kier (Blood for Dracula, Flesh for Frankenstein) brauche ich keine Worte verlieren.

 

Die Effekte sind stark in Szene gesetzt. Die Effekte sind blutig geraten. Da durfte sich die KNB-FX Group (From Dusk Till Dawn) so richtig austoben. Auf der anderen Seite merkt man der Produktion an, dass vor allem damit gepunktet werden sollte. Zum Schocken. Daher verwundert es auch nicht, dass die Szenen teilweise selbstzweckhaft wirken. Da die Wirkung aber entfällt, da sich der Film stimmungsvoll nicht entflammt, wirken selbst die originell kreierten Effekte-Sequenzen nicht Besonders d.h. bleiben nicht in Erinnerung.

 

Fazit: Es gibt bessere (Jenifer), aber auch schlechtere Masters of Horror Folgen (Dance of the Dead). Solider Durchschnitt!

 

Infos:

 

O: Cigarette Burns (Masters of Horror)

 

USA, Kanada 2005

 

R: John Carpenter

 

D: Norman Reedus, Colin Foo, Udo Kier

 

Laufzeit der UK-DVD: 58:52 Min.

 

Neusichtung am: 08.10.22

 

Fassungen: Gesehen via UK-DVD Box (Masters of Horror Series One, Volume One - 7 Disc Set) = Uncut, O-Ton, englische Subs, durchschnittliche Bild- und Tonqualität. Hat, qualitativ aus heutiger Sicht, bereits viel Luft nach oben. Die Box wurde am NIFFF von Mick Garris (Schöpfer der Serie) signiert. Gibt es in Deutschland auf Blu-Ray von Nameless Media (Season 1 Komplettbox). In Deutsch/Englisch mit Subs.

Donnerstag, 20. Oktober 2022

Halloween Ends Review

 
Horroktober 2022

Halloween Ends

Story:

 

Vier Jahre nach Halloween Kills geht es wie folgt weiter:

 

Laurie (Jamie Lee Curtis) verarbeitet ihre Geschehnisse in einem Buch, an welchem sie schreibt. Sie versucht ein normales Leben zu führen und ihre Nichte Allyson (Andi Matichak) vor dem Bösen zu schützen. Allyson lernt Corey (Rohan Campbell) kennen, der, ähnlich wie ihre Familie, von der Stadt als Freak abgetan wird, da traumatische Erlebnisse in der Vergangenheit. Sie verlieben sich. Die Halloween Nacht naht und damit das Grauen in Haddonfield…

 

Meine Meinung:

 

Nach Halloween Kills, der zwar blutige Morde bot aber höllisch nervte, war für mich ein Kinobesuch für Halloween Ends nicht geplant. Erst, als ich mehr und mehr hörte, dass der Film vielen Fans vor den Kopf stiess und fast überall schlecht wegkam, wuchs das Interesse. Irgendwie hatte ich Freude, dass der Film so vielen nicht gefiel. Ich informierte mich (d.h. ich kannte praktisch alle Spoiler ausser die "Kills") und ging mit angepassten Erwartungen ins Kino.

 

Halloween Ends ist, wie die ganze Reihe, kein Film für die Sammlung aber ich würde sogar sagen, der beste Teil der neuen Trilogie und um Welten besser als Schrott-Fortsetzungen wie Halloween H20 oder Halloween: Resurrection wobei ich mich nach wie vor nicht mehr wirklich an Halloween erinnern kann. Auf jeden Fall hat David Gordon Greens Trilogie die Fans gespalten. Was David Gordon Green angeht, wird in Zukunft mehr Horrorstoff von ihm kommen: ein Remake zu The Exorcist und eine Hellraiser Serie sind geplant.

 

In Halloween Ends geht man eigene Wege. Der Film erinnert an Filme wie Jason Goes to Hell, Halloween 3 oder Friday the 13th Part 5. Zudem gab es nette Hommagen an Night of the Living Dead, Das Ding aus einer anderen Welt und Harte Ziele von John Woo. Das Intro und Vorspann waren klasse. Ein grosses Plus ist, dass die Figuren/Dialoge im Vergleich zum Vorgänger massiv weniger nerven und weniger zum Fremdschämen einladen.

 

Dies gilt auch für Jamie Lee Curtis die, wie auch Michael Myers (der sowieso) stark in den Hintergrund gedrängt wird. Dessen Szenen und Duell beschränken sich fast nur aufs Finale. Hauptpersonen und Inhalte betreffen Lauries Nichte Allyson und den jungen Corey. Ob der Name im Bezug auf Friday the 13th Part 4 ausgewählt wurde? Wer weiss, gut möglich. In meinen Augen hat diese Überraschung dem Plot nicht geschadet.

 

Ich mochte die 80er Jahre Stimmung und die Kills. Es gab zwei Szenen, die mich sehr amüsierten. Der Start des Filmes und die eine Tötungsszene am Radiomoderatoren. Da kam zweimal ein Lächeln auf. Allgemein wirkt der Film sehr 80er Jahre mässig. Viel weniger Fremdscham als im Vorgänger, sieht man Mal vom Ende ab. Das Finale war irgendwie enttäuschend und unrealistisch/unglaubwürdig/zu übertrieben und dass da die ganze Stadt zum Marsch aufläuft, fand ich doof. Aber solche Szenen waren im Vorgänger massiv schlimmer.

 

Fazit: Allgemein sei gesagt, dass ich neue Reihe wenig empfehlen kann! Die Halloween Reihe sollte mit dieser Trilogie nun begraben werden. Besser die Original-Reihe (ab Halloween) oder die Rob Zombie Filme (ab Halloween) schauen…

 

Infos:

 

O: Halloween Ends

 

USA 2022

 

R: David Gordon Green

 

D: Jamie Lee Curtis, Kyle Richards, Andi Matichak, Will Patton, Stephanie McIntyre, Nick Castle, James Jude Courtney

 

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 111 Min.

 

Gesehen am: 17.10.22

 

Fassungen: Im Schweizer Kino gesehen in Englisch mit deutschen Subs, ab 16/14 Jahren freigegeben (in Deutschland ab 18). Die deutsche DVD/Blu-Ray/UHD sind für den 19.12.22 angekündigt. Mir ist nicht bekannt, ob, wie bereits beim Vorgänger, eine längere Fassung auf Heimmedium erscheinen wird. Gleichzeitig läuft der Film alternativ auch auf der Streaming-Plattform Peacock.

Dienstag, 7. Juli 2020

Das Ding aus einer anderen Welt Review

Das Ding aus einer anderen Welt

Story:

Ein Team aus Wissenschaftlern und Co. (u.a. Kurt Russell, Keith David) muss in der abgelegenen Forschungsstation in der Antarktis gegen eine unbekannte, ausserirdische Lebensform ums Überleben kämpfen…

Meine Meinung:

John Carpenter (Halloween), Legende des Horrorkinos, schuf ein Remake zum 1951er Gruselfilm Das Ding aus einer anderen Welt und ohne das Original gesehen zu haben kann ich behaupten, dass das Remake dem Original haushoch überlegen ist (ähnlich wie bei Die Fliege und/oder Der Blob).

Den Film, den ich schon zu Jugendzeiten sehr aufregend und toll fand (damals Uncut im Schweizer FREE-TV auf SF1 oder SF2 gesehen), wurde zu Ehren von Ennio Morricone neu geschaut und nach wie vor ist Das Ding aus einer anderen Welt einer der besten Horrorfilme und besten Filme von John Carpenter überhaupt (nebst Halloween, Die Fürsten der Dunkelheit, Vampire und In the Mouth of Madness).

Interessant ist, dass der Meister selbst, und das ist eine Seltenheit, nicht für die Musik im Film zuständig war, sondern dass man Ennio Morricone engagierte. Zwar wurde dazumal seine Musik vernichtend bewertet (wie auch der Film, der an den Kinokassen, Dank E.T., ein Flop wurde), aber das heisst nichts: heute wird diese, wie auch der Film, als grandios und als zeitloser Klassiker betitelt. Es gibt Filme, die erst mit dem Verlauf der Zeit Anerkennung finden. So auch Das Ding aus einer anderen Welt.

Das der Film an den Kinokassen ein Flop war, scheint bei der hohen Qualität des Filmes erstaunlich: stimmungsvolle, von Schnee bedeckte Bilder, eine spannende Story mit klaustrophobischen Szenen, ein toller Cast (Kurt Russell und Co.), packender, passender und stimmungsvoller Morricone Soundtrack (dessen Einsatz sehr ruhig und sporadisch verläuft – aber nur schon im Intro oder Abspann = ein Genuss!).

Nebst diesen positiven Tatsachen sind es vor allem die unglaublichen Spezialeffekte von Rob Bottin, die den Film zu einem wahren Genuss machen. Die sind einfach nur der Wahnsinn! Die Mutationen und Verwandlungen sind absolut sehenswert! Mir bleib, auch bei Neusichtung (und ich sah den Film schon paar Mal) fast die Spucke weg (z.B. die Szene mit den Hunden im Zwinger). Kunst ist das! CGI wird nie die Klasse solcher Effekte erreichen! Nicht Mal das 2. Remake aus dem Jahr 2011 kam in Sachen Masken, Modelle und Effekte ans 1982er Remake heran.

Etwas Kleines zu bemängeln gibt es trotzdem: Spannung ist nur zum Teil gegeben (ich denke niemand glaubt, dass Kurt Russell z.B. nicht überleben wird) und das Finale und die Szenen davor waren leicht unspektakulär. Aber dies ist nur ein kleines Detail...

Fazit: In meinen Augen einer der besten Filme von John Carpenter mit grandiosen Effekten und einem starken Soundtrack! Absoluter Must See Titel für jeden Horrorfan!

Infos:

O: The Thing

USA 1982

R: John Carpenter

D: Kurt Russell, Wilford Brimley, T.K. Carter, David Clennon, Keith David

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 108:34 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet am: 07.07.20

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu-Ray von Universal vor = Uncut, Deutsch/Englisch, diverse Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Es gibt eine Neuauflage von Turbine/Universal, doch die reguläre, ältere Auflage von Universal ist für mich gut genug. Zudem liegt mir das VHS aus Italien von Universal vor = nie geschaut, nur gekauft in der Hoffnung am NIFFF John Carpenter (glaube war am NIFFF 2018) zu sehen Zwecks Autogramm und da schönes Cover-Motiv.

Montag, 5. November 2018

Halloween Review

Halloween

Story:

Vorgeschichte: siehe Halloween

40 Jahre nach den Morden entkommt Michael Myers (Nick Castle/James Jude Courtney) und begibt sich nach Haddonfield. Sein Ziel: Laurie Strode (Jamie Lee Curtis) und dessen Verwandte (Judy Greer, Andi Matichak, Toby Huss) zu töten. Laurie hat sich aber 40 Jahre lang auf das ultimative Böse vorberietet – sie erwartet Michael, um ihn zu töten. Derweil sind auch der Sheriff (Will Patton) und Dr. Loomis ehemaliger Student Dr. Sartain (Haluk Bilginer) in Haddonfield, um Michael zu stoppen…

Meine Meinung:

Auf Halloween war ich gespannt, da mir der Trailer gefiel. Ich hoffte, einen stimmungsvollen Film mit viel Retro-Charme zu erleben – zudem erhielt der Film gute Kritiken. Der Film, der von John Carpenter und Jamie Lee Curtis, beide erlangten durch das Original von 1978 Weltruhm, produziert wurde, lässt alle anderen Fortsetzungen weg und gilt als offizielle Fortsetzung zum Klassiker von 1978. Das heisst der Film schliesst ans offene Ende aus Teil eins an – Teil zwei und alle anderen Fortsetzungen, obwohl zum Teil auch mit Jamie Lee Curtis aufwartend (Teile 2, 7 und 8), werden ignoriert und fanden nie statt.

Den Film liess ich mir im Kino nicht entgehen und war froh, ihn dort gesehen zu haben. So erspare ich mir einen Fehlkauf. Halloween ist nicht schlecht, aber auch kein Film, den ich mir nochmal ansehen würde. Im Vergleich zu den miesen Vorgängern (Halloween H20 – Twenty Years Later, Halloween Resurrection) ist Halloween aber deutlich besser, was aber auch nicht schwer ist.

Halloween ist mehr oder weniger unterhaltsam. Die Zeit geht beim Schauen vorbei und es gibt inhaltlich paar kleinere Überraschungen (ob diese aber gefallen ist eine andere Frage). Gefallen haben mir hier und da Hommagen an Teil eins und etwas Retro-Charme, der aber viel kleiner ausgefallen ist als erwartet. Stimmungsvoll war der Film auch zu selten und inhaltlich gibt es leider null Spannung, so dass ein gruseln zu keiner Sekunde gegeben ist. Das ist schade.

Dass das offizielle John Carpenter Halloween Theme nur zweimal zu hören war, fand ich auch schade. Gerade dieses trug in Teil eins dazu bei, atmosphärisch zu fesseln. In paar wenigen Szenen stört der Humor und/oder politisch korrekte Szenen des heutigen Zeitgeistes (z.B. Dialoge vom schwarzen Jungen über das Kiffen fand ich nicht lustig, sondern deplatziert).

Was die Darsteller angehen waren die meisten okay. Jamie Lee Curtis kehrt zurück und macht einen auf Sarah Connor mit einer inklusiven peinlichen Heul-Szene während ihre Filmfamilien Mitglieder zum Glück nicht ganz so nerven, wie erwartet. Die Teens in Nebenrollen (oder das Reporter Duo) waren sogar richtig gut. Nebst Jamie Lee Curtis kehrte noch Nick Castle als Michael Myers aus Teil eins zurück.

Die Darstellung von Michael Myers gefällt. Er wirkt böse, bedrohlich und agiert als gefühlslose Killermaschine. Was die Morde angehen passiert nicht alles im on screen, trotzdem ist der Film leicht blutiger und härter als Teil eins. Die FSK16 Freigabe ist i.O.

Fazit: Für mich kein Highlight, aber kann man zumindest einmal schauen. Für die Sammlung reicht es aber leider nicht! 
 
Gefolgt von: Halloween Kills

Vorgeschichte:

- Halloween (Remake)
- Halloween 2 (Fortsetzung zum Remake)

Infos:

O: Halloween

USA 2018

R: David Gordon Green

D: Nick Castle, James Jude Courtney, Jamie Lee Curtis, Judy Greer, Andi Matichak, Toby Huss, Will Patton, Haluk Bilginer

Laufzeit der CH-Kinofassung: Ca. 106 Min.

Gesehen am: 29.10.18 (CH Kino)

Fassungen: Uncut im Kino gesehen - lief nebst Deutsch auch in Englisch mit deutschen/franz. Subs (ab 16/14 Jahren freigegeben). Eine Blu-Ray / DVD ist noch nicht angekündigt (Stand: Okt. 2018).

Sonntag, 29. Oktober 2017

Halloween III – Season of the Witch Review



Halloween III – Season of the Witch

Story:

Die Firma Silver Shamrock plant todbringende Halloween Masken auf den Markt zu bringen. Die Träger würden an Halloween, wenn das TV Signal im TV ertönt, eines fürchterlichen Todes sterben. Ein Arzt (Tom Atkins) und eine Angehörige (Ellie Grimbridge) dessen Vater von den Agenten von Silver Shamrock zum Schweigen gebracht wurde, versuchen das Komplett zu verhindern…

Meine Meinung:

Die Halloween Reihe geht in die dritte Runde. John Carpenter ist als Writer (im Hintergrund, nicht in den Credits gelistet) und als Produzent nach wie vor an Bord (und Soundtrack), aber der Film geht in eine komplett andere Richtung als seine Vorgänger und hat inhaltlich, ausser der Tatsache, dass die Geschichte an Halloween spielt und dem Genre Horror zuzuordnen ist, mit den Vorgängern nichts gemein. Kein Michael Myers, kein Slasher-Genre, komplett neue Story, neue Figuren.

Daher fiel der Film von Tommy Lee Wallace (Stephen Kings Es von 1990) an den Kinokassen bzw. vor allem bei den Fans durch. Ähnlich wie Freitag der 13. Teil 5 (ohne Jason Voorhees) – aber ich finde es zumindest nachträglich lobenswert, dass man etwas Anderes ausprobiert hat. Immer nur das gleiche Schema mag zwar Kasse machen (kein Wunder gibt es so viele Halloween, Freitag der 13., A Nightmare on Elm Street, Saw, Hellraiser, Children of the Corn, Leprechaun oder The Texas Chainsaw Massacre Fortsetzungen, Vorgeschichten, Remakes etc.), aber kann auch schnell öde werden.

Und da ich den Film nicht zur Veröffentlichung im Kino sah und nicht vor den Kopf gestossen wurde, konnte ich mich mit dem Film sehr gut anfreunden. Für mich stellt Teil drei nebst Teil eins und sechs gar den besten Teil der Reihe dar. Die 80er Jahre Stimmung mag ich sehr und auch den Inhalt: es ist eine neuartige Die Körperfresser kommen Variante! Wem kann man trauen? Wer steckt mit der Firma unter einer Decke? Wo lauert der nächste Roboter-Agent (die fand ich alle ziemlich cool – Mörder im Anzug und mit übermenschlichen Kräften)? Wie kann man sie stoppen? Wie kann man die Aussenwelt dazu bringen, einem Glauben zu schenken? Alleine das Attentat im Krankenhaus mit anschliessender Selbsttötung im Auto war absolut sehenswert!

Tom Atkins hat mir zudem sehr gut gefallen. Starkes, überzeugendes Schauspiel, strahlt gleichzeitig eine echte Coolness aus und wirkt durch und durch sympathisch. Er hat mit Carpenter zuvor in The Fog und Die Klapperschlange zusammengearbeitet. Am meisten mochte ich seine Rolle in dem späteren Genre-Film Die Nacht der Creeps. Er trägt viel dazu bei, dass mir der Film gut gefällt. Die anderen Darsteller sind mir nicht bekannt, aber auch gut (Tom Atkins Film-Freundin oder der Bösewicht und Boss von Silver Shamrock).

Der Soundtrack (nicht mehr das typische Halloween Theme von Carpenter wie in den ersten beiden Streifen) fand ich sehr gut, sehr stimmungsvoll, fast schon hypnotisch (Vorspann, Film-im-Film TV Clips). Die unheimlichen Killer-Agenten bringen gar Verschwörungsaspekte in den Film, welche einfach herrlich gut zum Inhalt passen. Es gibt nicht allzu viele Effekte zu sehen – aber jene welche der Fan zu Gesicht bekommt sind gut getrickste, handgemachte Spezialeffekte, die meinen Geschmack treffen (nur die CGI Blitze am Ende sind billiger bzw. in meinen Augen aber noch immer charmant). Man darf also nicht einen Splatter-Film erwarten.

Aber das ist auch gar nicht nötig – Halloween III macht alles richtig, indem er etwas Neues probiert und somit Originalität und Abwechslung in die Halloween Reihe bringt. Der Film punktet durch ein starkes Schauspiel, überzeugende Figurenzeichnungen, einen coolen Soundtrack und viel Stimmung durch die Killer-Agenten und grundsolide Kameraführung. Schade, dass der Film bei den Fans eher schlecht wegkommt, hat Tommy Lee Wallaces Arbeit nicht verdient!

Fazit: Eine der besten Halloween Fortsetzungen! Vorgänger: Halloween und Halloween II.

Gefolgt von: Halloween 4

Infos:

O: Halloween III – Season of the Witch

USA 1982

R: Tommy Lee Wallace

D: Tom Atkins, Ellie Grimbridge, Dan O'Herlihy, Michael Currie, Ralph Strait

Laufzeit der US Blu Ray: 98:02 Min.

Gesehen bzw. Review überarbeitet am: 28.10.17

Fassungen: Siehe Teil 1! Unterschied: in Deutschland von NSM auf Blu Ray zu haben (auch mit O-Ton und im Gegensatz zur US Disc mit Subs zum O-Ton).