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Sonntag, 21. Juni 2026

Thirteen Worms

Thirteen Worms

Story:

Nachdem ein Meister (Chiang Kuang-Chao) ein menschliches Schachspiel gewonnen hat, versprechen die «13 Worms» (u.a. Shih Feng, Li Yi-Min, Wang Yu, Chang Peng-I, Liu Chu) inklusive einem «Beggar Boy» (Violet Pan Ying-Zi), eine entführte Prinzessin (Fong Wan-Wan) zu finden und zu befreien…

Meine Meinung:

Thirteen Worms wirklich wiederzugeben fällt nicht einfach, da bei diesem Film wirklich auch verständliche sprich englische Untertitel von Vorteil gewesen wären. Daher werde ich dem Film mit meiner Meinung sicher nicht gerecht. Der Film von Hou Cheng (The Fight for Shaolin Tamo Mystique) ist ein spezieller Mix aus Eastern, Komödie und Musical. Und letztere sollen für den Plot auch wichtig sein. Der Film ist zuweilen sehr drüber und abgefahren. Ich denke, Untertitel hätten geholfen, mehr Hintergründe zu verstehen (z.B. die Kannibalen im Inn) oder den Plot zu verstehen (die Lieder) oder den Film als lustiger zu empfinden. 

Dazu kommt, dass ich keinen der Schauspieler namentlich aus anderen Filmen kenne, wie das sonst oft der Fall ist. Das heisst ich konnte mich inhaltlich auch nicht einfach an Schauspieler XY orientieren. Der Film zeigt ggf. sogar einige phantastische Elemente, wobei ich in der Hinsicht nicht sicher bin. Sind die 13 Worms jetzt Menschen oder Spirits in menschlichen Körpern? Ich weiss es nicht ganz genau. Das menschliche Schachspiel war innovativ und erinnerte mich an One Armed Swordsman Vs. 9 Killers. Da wurde schon ein gewissen Aufwand betrieben, der cool war.

Die mir unbekannten Darsteller waren überzeugend. Obwohl ich Figuren im Bettler-Look nicht mehr sonderlich mag, machte Violet Pan Ying-Zi in der Hinsicht eine überzeugende Figur. Zum Humor kann ich teilweise nichts sagen, da erneut das Problem der fehlenden englischen Untertitel. Die Musik war teilweise aus dem Archiv und billig. Es gibt nur vereinzelt Schwertkampfszenen zu sehen. Im Vergleich zum Plot wenig und keine Einzige war wirklich herausragend. Wer also nur auf Action und (Schwert)Kampfszenen aus ist, sollte den Film meiden.

Fazit: Das VHS wird verkauft und eine 2. Sichtung als US-DVD (in Widescreen und mit englischen Subs) ist für die Zukunft angedacht!

Infos:

O: Shi San Tiao Chong

Taiwan 1970

R: Hou Cheng

D: Violet Pan Ying-Zi, Fong Wan-Wan, Chiang Kuang-Chao, Shih Feng, Li Yi-Min, Wang Yu, Chang Peng-I, Liu Chu

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 83:53 Min.

Gesehen am: 21.06.26

Fassungen: Mir lag die VHS aus Südkorea von A-Joo Video Production vor = Mandarin O-Ton mit koreanischen Subs, Vollbild (und somit an den Seiten beschnitten), dürftige (unscharf) Bildqualität, leichte Schimmelsporen (Film lief dennoch einwandfrei). Das war ein Blindkauf während meines Südkorea Urlaubes. Erst danach gesehen, dass es davon eine Crash Cinema DVD in Mandarin mit englischen Subs inklusive Widescreen Formt gäbe. Und verständliche Subs wären bei dem Film sicherlich noch von Vorteil. Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Juni 2026).

Sonntag, 18. Januar 2026

Yellow Killer

Yellow Killer

Story:

Ein Profikiller (Pai Ying) will aus dem Geschäft aussteigen. Er ist verliebt. Eine Frau (Li Hsiang) ist der Grund. Das passt Gangster-Boss Mr. Lo (Chiang Nan) nicht. Dieser versucht nun, seinen Schützling selbst unter die Erde zu bringen. Männer (Hwang In-Shik, Bruce Leung Siu-Lung) hat Mr. Lo genug. Und die Polizei (Paul Chun) mischt auch noch mit…

Meine Meinung:

Aka The Yellow Killer. Bei dieser Anfang der 70er Jahre Produktion handelt es sich um einen Streifen aus Hong Kong. Im Gegensatz zu anderen Filmen aus der Zeit spielt die Produktion in der Gegenwart. Der Film ist ein Mix aus Gangster- und Action-Film. Ein kleiner, dreckiger und ruppiger Film, dem ein Gesicht wie Michael Chan Wai-Man gutgestanden wäre. Denn dieser spielte in viele ähnlichen 70er Jahre Filmen mit. Es gibt genug Dramatik und Figurenzeichnung, um überzeugen zu können. Folgerichtig wird auf Klamauk verzichtet. Die Action-Momente sind hart, die Bösewichte schmierig und fies und es gibt auch einige hübsch schmuddelige Szenen (die Disco-Szene mit dem Gegenschnitt auf den Duschmord).

Der Plot ist selbstverständlich nicht neu und es gibt die ein oder andere lahme Sequenz. Aber im Grossen und Ganzen fühlte ich mich gut unterhalten und hatte Freude am Kontrast des modernen Settings. Pai Ying (Green Killer, The Woman of Wrath, Devil Design) gibt zudem einen wunderbaren Antihelden ab. Dem Plot und Verlauf konnte ich auch ohne verständliche Untertitel gut folgen. Die Actionszenen bestehen hauptsächlich aus harten Kampfszenen. Da kommen dann auch Mal Messer oder andere Waffen (Nunchakus) zum Einsatz. Und hier und da gibt es auch Attentate mit Schusswaffen oder Strangulation.

Der Film wurde zu Ehren von Bruce Leung Siu-Lung (Kidnap in Rome, Black Belt Karate) angesehen, der Mitte Januar verstorben ist. Sein Mitwirken fand diesmal vor allem hinter der Kamera statt. Bruce Leung Siu-Lung hat die Actionszenen choreographiert und diese waren gelungen inszeniert. Besonders die z.T. speziellen Kameraeinstellungen waren optisch cool anzusehen. Einer der besten Kämpfe war jener von Pai Ying gegen den Gegner mit Messern mitten auf einem Häuserdach. Das war ziemlich cool. Im Finale, wenn es zum dramatischen, nihilistischen Ende kommt, darf Bruce Leung Siu-Lung dann sogar noch als Scherge des Bosses im Gruppenkampf mitmischen. Zudem sind noch Paul Chun (The Killer) und Hwang In-Shik (The Way of the Dragon) mit von der Partie.

Fazit: Wer diese 70er Jahre Gangster- und Crime-Filme aus Hong Kong mag, kann einen Blick riskieren!

Infos:

O: Huang Se Sha Shou

HK 1972

R: Jimmy Shaw

D: Pai Ying, Li Hsiang, Chiang Nan, Paul Chun, Hwang In-Shik, Bruce Leung Siu-Lung

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 81:09 Min.

Gesehen am: 18.01.26

Fassungen: Mir lag das VHS von A-Joo Video Production aus Südkorea vor = Vollbild und zusätzlich gezoomt, um englische und chinesische Untertitel aus dem Bild zu schieben (stelle ich auf 16:9, siehe ich noch 1% der festen chinesischen Untertitel), Mandarin O-Ton, solide Bildqualität (Master mit Charme), mir unbekannt ob Uncut. Es gab diverse brutale Momente und nackte Tatsachen. Die Szenen, die in Deutschland fehlen (Titel: 2 stahlharte Fäuste der Rache), waren auf den ersten Blick vorhanden. Dennoch scheint die VHS aus den USA noch länger zu laufen (86:36 Min. vs. 81:09 Min.). Es gibt keine Blu-Ray (Stand: Jan. 2026).

The Three & Half Dumb Kung-Fu Girls

The Three & Half Dumb Kung-Fu Girls

Story:

Lady Shui und Chief Huo wollen sich beide zu den Anführern und Beschützern des Dorfes wählen lassen. Da taucht De Flato (Li Min-Lang) auf, der sich suizidieren möchte. Die Schülerinnen von Lady Shui und Chief Huo (Elsa Yang Hui-Shan, Sun Chia-Lin, Wu Jia-Shan) retten De Flato mehrfach vor dessen Tod. Scheinbar wurde De Flatos Ehefrau von King Oolong Lair entführt. Die Mädels machen es sich zur Aufgabe, die Ehefrau zu retten. Ein mysteriöser Bettler (Yueh Hua) beobachtet die Situation…

Meine Meinung:

Aka Kung Fu Girls. The Three & Half Dumb Kung-Fu Girls ist eine Ende der 70er Jahre Kung Fu Komödie und eine Hwa Liang Movie Company Ltd. Produktion (The Thrilling Sword) von Chen Chun-Liang (King of the Children, The 3-D Army, The Child of Peach) aus Taiwan. Der Film wartet mit einem Frauenpower-Cast um Elsa Yang Hui-Shan (The Guy with Secret Kung-Fu), Sun Chia-Lin (The Iron Monkey) und Wu Jia-Shan auf. Wie das kämpfende Mädchen heisst, konnte ich hingegen nicht verifizieren. Yueh Hua (The Green Dragon Inn) spielt eine Nebenrolle.

Von dieser Kung Fu Komödie habe ich nicht viel erwartet und wurde positiv überrascht. Das jedoch nicht aufgrund der Kampfszenen. Diese waren eigentlich nie spektakulär und viel zu wenig vorhanden. Nein, The Three & Half Dumb Kung-Fu Girls gefiel mir aufgrund des (für Kung Fu Verhältnisse) innovativen Plots, des Inhalts und vor allem aufgrund des Humors und seiner extrem grossen Albernheit. Der Film war in der Hinsicht so drüber, dass der Film wirklich amüsant und lustig war. Was musste ich schmunzeln. Und im Finale werden dann noch mehr skurrile Einfälle aus dem Hut gezaubert. Muss der Fan gesehen haben, um es zu glauben.

Die Mädels als Leads haben eine gute Figur gemacht. Die waren alle vier total überzeugend, sympathisch, haben toll miteinander harmoniert und ihre Szenen waren lustig und charmant. Dass ein gewisser Fantasy- und Zauber-Aspekt in den Plot und die Kampfszenen integriert wird, vor allem im letzten Viertel, empfand ich als cool. Der eine Zauberer bot z.B. eine eindrückliche «Zatoichi» Performance. Die war klasse und sehenswert. Der Ober-Boss mit Maske war so crazy. Vor allem in Kombination mit der Musik und mit dem Klamauk. Da wird dann sogar noch in der Luft gekämpft. Und als dann noch der Frosch aus Shaolin Drunkard auftaucht, werden auch noch Kaiju-Fans befriedigt. Der Plot war wirklich nicht vorhersehbar. Eine der lustigsten Szenen war jene im Bordell, indem sich zwei der vier Mädels als Prostituierte und eines der Mädels als Mann verkleidet tarnen, um De Flatos entführte Ehefrau zu finden.

Fazit: Spassig und sehenswert! Da freue ich mich auf die noch nicht gesehene Kung Fu Komödie Three Shaolin Musketeers mit Lo Lieh, der ebenfalls von Chen Chun-Liang stammt!

Infos:

O: Hu Tu Da Xia San Ge Ban

Taiwan 1978

R: Chen Chun-Liang

D: Elsa Yang Hui-Shan, Sun Chia-Lin, Wu Jia-Shan, Li Min-Lang, Yueh Hua, Lee Teng-Tsai, Yu Bong

Laufzeit der südkoreanischen VHS: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 17.01.26

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von A-Joo Video Production vor = O-Ton Mandarin mit englischen, chinesischen und koreanischen Subs, Vollbild, solide Bildqualität. Das VHS aus Taiwan hat auch englische Subs, während die US-Ausgabe von Rainbow Audio & Video in Kantonesisch Dubbed vorliegt. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Jan. 2026).

Donnerstag, 12. Dezember 2024

The Chinese Whimsy

The Chinese Whimsy

Story:

Ein Gelehrter (Ang Fung) und sein Gehilfe übernachten in einem Tempel. Nachts wird der Gehilfe von einem Geist getötet. Der Gelehrte wird hingegen von einem weiblichen Geist (Lu Hsiao-Hui) gerettet. Diese erzählt ihm ihre Geschichte, wie sie in den Tod getrieben wurde. Der Gelehrte, in ihrer Schuld stehend, verspricht ihr, ihr zu helfen, damit sie sich an den Tätern, die ihren Tod zu verantworten haben, rächen kann…

Meine Meinung:

Dank Videokassetten aus Südkorea kam ich schon oft in den Genuss von Raritäten. Zumeist kaufe ich Kung Fu Filme aus Hong Kong / Taiwan aus Südkorea, da oft den Vorteil des O-Tones. The Chinese Whimsy hingegen ist ein taiwanesischer Gruselfilm von Lee Siu (Midnight Cowgirl), der öfters Filme mit Shaw Brothers Legende Jimmy Wang Yu drehte (The Criminal, The Adventure, The Magnificent Chivalry). Mit The Chinese Whimsy wagt es sich in klassische Grusel- und Geistersetting.

The Chinese Whimsy ist zwar kein Kracher, aber doch einer der besseren Filme dieser Art. Der Film verzichtet mehrheitlich auf Humor und Klamauk. Der Plot wird gradlinig erzählt, so dass diesem auch ohne (englische) Untertitel gefolgt werden kann. Langweilig wird es nicht und seine besten Momente hat der Film definitiv in den Gruselparts. Der Film und seine Horrorszenen sind zwar nicht blutig, aber extrem stimmungsvoll eingefangen worden. Schaurige Settings und Studiokulissen sorgen für viel Atmosphäre. Die Kameraarbeit ist gelungen, trotz der Schmälerung des Formats (VHS = nur Vollbild statt Widescreen).  Die simplen Make-Up-Effekte sind gelungen und auch der Kampf der zwei Geister nahe dem Tempel in den Feldern sind toll inszeniert.

Die besten Momente hat der Film am Anfang und im Finale. Im Mittelteil folgen dann Handlung, Rückblenden und Motive der Charaktere. Ang Fung (Princess and the Toxicant, One Foot Crane) spielt solide und Lu Hsiao-Hui überzeugt als weiblicher Geist. Sie fängt die Dramatik um ihre Rolle glaubhaft und überzeugend ein. Ang Fung sammelte in Filmen wie The Blue Lamp in Winter Night (= Wunschliste) oder Revenge of Two Exorcists bereits Erfahrungen im Gruselfilm. Lu Hsiao-Hui kann leider nur auf eine kleine Filmographie zurückblicken (zwei Kung Fu Filme mit Philip Ko, ein Drama und ein WIP-Streifen), schade.

Fazit: Fans von klassischen, seltenen Gruselfilmen aus Hong Kong und Taiwan, können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Zhong Guo Guai Tan

Taiwan 1974

R: Lee Siu

D: Lu Hsiao-Hui, Ang Fung, Grace Chen Shu-Fang, Sit Hon, Shang-Kuan Liang

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 79:55 Min.

Gesehen am: 07.11.24

Fassungen: Mir lag die Videokassette aus Südkorea von A-Joo Videoproduction vor = Im Originalton Mandarin mit koreanischen Subs. Statt 2,35:1 nur Vollbild. Sah Uncut aus. Durchschnittliche bis solide Bildqualität. Der Ton am Anfang wirkt hallend (als ob im Kino von einer Leinwand aufgenommen). Vor dem Film wird der Originaltrailer gezeigt: in diesem sehen wir auch englische und chinesische Untertitel. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Nov. 2024). Das Artwork ziert ein Motiv aus einem anderen Film (aus Thousand Year Old Wolf?).

Donnerstag, 23. Februar 2023

Evil Hits Evil Review



Evil Hits Evil

Story:

Chan Sing lässt Holzfäller Kwan Yung-Moon und dessen Familie töten, da dieser ein Auge auf Chans Tochter Doris Lung Chun-Erh geworfen hat. Kwans Geist kehrt zurück und schlüpft in den Körper von Holzfäller Alan Liu Te-Kai. Dieser wird nun als Mordwerkzeug missbraucht, um an Chan und dessen Männern (u.a. Fan Feng-Shan, Lui Wan-Biu, Yang Hsiung) Rache üben zu können. Doch dieser setzt mit diversen Priestern (u.a. Robert Tai) zur Gegenwehr…

Meine Meinung:

Evil Hits Evil aka Three Dark Spirits ist eine Co-Produktion aus Taiwan des unbekannten Lai Wei-Han und Südkorea durch den 2019 verstorbenen Nam Gi-Nam (Who Broke the Red Rose Stem, Fairy of the Night, Black Dragon's Last Warning). Jede Fassung soll Szenen haben, die in der anderen fehlen, wobei dies z.T. zensurbedingt der Fall ist (mehr unter Fassungen). Es gibt auch Gerüchte, dass die humoristischen Szenen durch Nam Gi-Nam gedreht wurden.

Der Film wurde nach dem Erfolg von Encounters of the Spooky Kind (1980) realisiert. Die Taiwanesen wollten zeigen, dass auch sie gute Filme mit Geistern, Ritualen, Magiern und besessenen Menschen drehen können. Der Film gefällt vor allem durch seine übernatürlichen Geister-Szenen, Rituale, Magier (u.a. Robert Tai) und durch seinen mehrheitlich düsteren, unheimlichen Grundton. Ich fühlte mich nebst Encounters of the Spooky Kind an westliche Filme wie Evil Dead, Der Exorzist oder Lucio Fulcis Zombiefilme (Stöhnen und Geräuschkulisse der Zombies) erinnert. Zudem gibt es Musik aus Jaws und Dawn of the Dead (Goblin Theme) zu hören. Cool.

Der Cast macht auch definitiv Laune: Chan Sing (Rage of the Wind) mimt den Bösewicht, Doris Lung Chun-Erh (The Secret of Shaolin Poles), die im Film von einem Geist vergewaltigt wird, dessen Tochter, Kwan Yung-Moon (My Young Auntie) & Alan Liu Te-Kai (The Nude Body Case in Tokyo) die Rächer und Robert Tai (Secret Rivals 3) legt einen sehenswerten Auftritt als Priester hin, der dann nur noch die die weibliche Priesterin (schwebender Spagat in der Luft) getoppt wird, welche im Finale das Böse bekämpfen darf (leider konnte ich nicht verifizieren, wer sie spielt). Vom Aussehen her könnt sie glatt aus Zodiac Fighters stammen.

Es gibt charmante Effekte, coole Kameraeinstellungen, stimmungsvolle Momente, Chan Sing als Bösewicht geht immer (plus hat er hier einen Folterkeller) und auf etwas Klamauk (mehrere Urin-Jokes oder stereotype, abwertende Darstellung von Homosexuellen) wird dann doch nicht gänzlich verzichtet. Das VHS hat etwas Schimmel und englische Subs und der Film ist in der ofdb nicht gelistet. Während dem Film gibt es einen kurzen Unterbruch für Werbung (siehe Bilder): zwei Kinder, die Hand in Hand durch eine Wiese hüpfen (Slow-Mo), gefolgt von einer ganzen Gruppe fröhliche Kinder, Szenenwechsel auf LDs und VHS. Solche Werbespots während dem Film sind auf südkoreanischen VHS nicht unüblich.



Fazit: Ich hatte mit Evil Hits Evil, vor allem aufgrund seiner fantasievollen Szenen, den stimmungsvollen Gruselmomenten und dem Cast, meinen Spass! Sehenswert, nicht nur, weil selten!

Infos:

O: Xie zhuang xie / Heugsamgwi

Aka: Three Dark Spirits

Taiwan, Südkorea 1983, 1985 (Korea Film-Archiv)

R: Lai Wei-Han, Nam Gi-Nam

D: Chan Sing, Kwan Yung-Moon, Doris Lung Chun-Erh, Alan Liu Te-Kai, Fan Feng-Shan, Lui Wan-Biu, Yang Hsiung, Robert Tai

Laufzeit der südkoreanischen-VHS: 78:51 Min. (inklusive paar Sekunden, in denen ein VHS/LD Werbespot mit Kindern gezeigt wird)

Gesehen am: 01.11.22

Fassungen: Mir lag das VHS aus Südkorea von A Joo Video Production vor = Mittelmässige bis schlechte Bildqualität, Vollbild, zensiert (Köpfung von Kwan Yung-Moon oder wie Chan Sing seine besessene Frau bekämpft/tötet), aber immerhin in Mandarin mit englischen Subs. Online Fassungen haben eine bessere Bildqualität und zeigen die Köpfung, sind aber teilweise (viel) dunkler als das VHS. Es gibt eine 2. VHS in Südkorea. In dieser liegt der Film in Koreanischer Sprache vor. Die Fassung soll Szenen haben, welche bei A Joo Video Production fehlen und umgekehrt. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Nov. 2022).

Mittwoch, 11. Mai 2022

The One Armed Swordsmen Review




The One Armed Swordsmen

Story:

Die beiden einarmigen Schwertkämpfer Fong (Jimmy Wang Yu) und Li (David Chiang) werden des Mordes verdächtigt, da der maskierte Killer nur einen Arm hatte. Doch sind sie wirklich die Killer? Fong und Li beginnen zu ermitteln und beginnen die Suche nach dem wahren Mörder…

Meine Meinung:

Nach dem Shaw Brothers Hit The One-Armed Swordsman war das Krüppel-Motiv im Eastern gern gesehen. Es folgten Filme wie The Crippled Masters, Two Crippled Heroes, Six Kung Fu Heros, Shadow Girl, Vier Schlitzaugen rechnen ab, Crippled Avengers, One Armed Against Nine Killers oder The Death Duel inklusive offizielle Fortsetzungen zu The One-Armed Swordsman.

Der Original-Star des Shaw Brothers Klassikers, Jimmy Wang Yu (Wang Yu - Der Karatebomber), führte in diesem Mitte der 70er Jahre Billig-Krüppel-Eastern zusammen mit Kollegen David Chiang (Sword with the Windbell) Regie und beide spielten zudem die Hauptrollen. Der Hauptplot basiert auf einer Gu Long Story, ist aber dennoch gut verständlich, auch wenn viele Twists.

Der Film wartet zuerst mit jeder Menge potenziellen einarmigen Kämpfern auf – ca. 5-6 Stück. Nebst Jimmy Wang Yu, der leicht steif agiert, und David Chiang, der das ganze lockerer angeht, sind im Film noch Lo Lieh (Revenge of the Corpse), Chang Yi (Gambling for Gold) und Lung Fei (fiel mir nicht Mal auf) zu sehen. Dafür gründeten Jimmy Wang Yu und David Chiang sogar eine eigene Firma: die Wang Jiang Film Company. Doch es sollte bei diesem einen Film bleiben, wenn man Datenbanken aus dem Internet Glauben schenken darf.

The One Armed Swordsmen ist nämlich kein Kracher und eigentlich nur für Fans von Jimmy Wang Yu und David Chiang interessant. Es handelt sich um einen Mix aus Krimi und Eastern. Die Laufzeit von 109 Minuten ist dabei klar zu lang geworden, so dass sich auch lahme Passagen auftun, die oft zu dialoglastig sind. Und inhaltlich passiert nicht wirklich viel. Immerhin bietet der Film einen guten Cast und Italo-Western Musik, die gut zur Szenerie passt.

Einige der Duelle sind optisch schön eingefangen worden – z.B. Kampf auf einer hohen Klippe. Sehr schön, auch gerade in Verbindung mit der Italo-Western Musik. Die Kampfszenen sind teilweise innovativ, blutig und mit coolen Waffen versehen. Dennoch hätte das Fantasy- und Trash-Gehalt, immerhin haben wir es mit einer taiwanesischen Produktion zu tun, höher ausfallen dürfen/müssen wie auch die Anzahl von Kampfszenen.

Fazit: Kein übler Film, aber halt auch definitiv kein Kracher! Daher besser gleich das grosse Vorbild – The One-Armed Swordsman schauen! Das ist Klasse und Qualität! Dennoch: Jimmy Wang Yu und David Chiang Fans können einen Blick riskieren…

Infos:

O: Du Bi Shuang Xiong

Taiwan 1976

R: Jimmy Wang Yu, David Chiang

D: Jimmy Wang Yu, David Chiang, Lo Lieh, Chang Yi, Liu Meng-Yan, Viola Ku Yin, Lung Fei, Yeh Hsiao-Yee

Laufzeit der UK-DVD: 109:26 Min. / Laufzeit der südkoreanischen VHS: 87:33 Min. / Laufzeit der 2. südkoreanischen VHS: 87:29 Min.

Gesehen am: Nov. 2008 / Neusichtung am: 30.03.22 / Neusichtung der koreanischen VHS: 20.03.24 / Sichtung der neuen südkoreanischen VHS: 28.02.26

Fassungen: Mir lag die UK-DVD von Vengeance Video vor = Vollbild, durchschnittliche Bildqualität, englischer Dub (miese Synchro). Eine Fassung mit O-Ton ist mir nicht bekannt. Es gibt keine deutsche Fassung und auch keine Blu-Ray (Stand: März 2022). Nachtrag 20.03.24: um eine mögliche O-Ton Fassung in Mandarin zu bekommen, kaufte ich mir das VHS aus Südkorea von A-Joo Videoproduction. Und tatsächlich: das VHS, welches auf der Frontseite nebst Jimmy Wang Yu und David Chiang auch Bilder eines japanischen Filmes zeigt (dürfte Shintarō Katsu sein) inklusive falscher Bilder auf der Rückseite des Covers, ist tatsächlich in Mandarin. Nicht nur das: es gibt auch englische und chinesische Subs. Die Bildqualität ist allerdings dürftig. Zudem kommt, dass die englischen Untertitel ab der ca. 50. Minute aus dem Bild wandern und bis zum Ende nicht mehr zu sehen und lesen sind. Zudem kommt, dass der Film wohl zensiert ist: statt 109 Minuten (PAL) läuft die koreanische VHS nur 87:33 Min. Es dürften Szenen willkürlich entfernt worden sein, um ca. 90 Min. aufs Band zu bekommen und nicht aus "Zensurgründen". Damit ist das VHS aber wenig brauchbar. Dennoch bleibt es vorerst in der Sammlung. In Mandarin kommt der Film nämlich besser als mit der miesen englischen Synchro. Auf südkoreanischen Shops sah ich ein weiteres VHS zum Film. Dieses werde ich zu einem späteren Zeitpunkt auch zu kaufen versuchen. Vielleicht ist der Film dort komplett und die englischen Subs während der ganzen Sichtung lesbar. Bei der (Gu Long) Story voller Twists und vielen Dialogen wäre dies nämlich hilfreich. Nachtrag Feb. 2026: Wie bereits im März 2024 angekündigt, habe ich mir noch eine weitere VHS aus Südkorea geholt. Diesmal vom Label Bethel Home Video, in der Hoffnung, dass ggf. eine bessere Bildqualität, eine längere Fassung oder durchgehend mit englischen Untertiteln. Die Bildqualität ist leicht besser. Aber alles andere ist wie "gehabt" d.h. die englischen Untertitel sind auch hier ab der ca. 50. Minute nicht mehr im Bild und die Fassung ist auch zensiert (87:29 Min. statt ca. 109 Minuten). Die Fassung ist in Mandarin mit koreanischen, englischen und chinesischen Untertiteln. Im Gegensatz zu Englisch Dubbed Fassungen (auf YouTube) fehlt mehr Bild an den Seiten. Diesmal habe ich den Film auch hier und da mit Englisch Dubbed Fassungen (auf YouTube) vergleichen. Hier und da fehlen Dialoge. Schmerzhafter ist aber die Szene, in der David Chiang und Jimmy Wang Yu im Gasthaus von Gegnern mit unterschiedlichen Waffen angegriffen werden = Kampfszenen. Die minutenlang dauernde Sequenz fehlt in der südkoreanischen VHS, warum auch immer, komplett. Und leider fehlt auch praktisch der ganze, sehenswerte Klippen-Kampf zwischen Jimmy Wang Yu und David Chiang. Auch hier fehlen mehrere Minuten. Das könnte auch mit dem SKC Werbespot zusammenhängen, der genau an der Stelle bei der südkoreanischen VHS abläuft. Die VHS setzt dann wieder ein, als Lo Lieh in Zeitlupe zu den Kämpfenden rennt. So gesehen ist diese Mandarin Version eigentlich absolut unbrauchbar. Daher werde ich wohl die Version, die bildtechnisch noch schlechter ist, zu verkaufen versuchen, während ich die 2. Ausgabe als Skurrilität in der Sammlung behalte = d.h. da muss ich die Englisch Dubbed Ausgabe wieder kaufen, um den Film komplett zu haben. Schade. Und wie fand ich den Film? Der Mix aus Krimi und Kung-Fu Film voller einarmiger Kämpfer war solide. Es gab jedoch auch in dieser verkürzten Fassung dialoglastige Längen. Auf der anderen Seite fehlen hingegen mehrere Minuten an Kampfszenen. Eine bewusste Zensur fand nicht statt (die blutigen Morde am Anfang sind z.B. alle zu sehen). Bei der aktuellen Sichtung sind mir immerhin Lung Fei (er spielt den Mönch, der auf den Pflöcken gegen Jimmy Wang Yu kämpft) und Chang Yi (spielt den Constable, der am Anfang umgebracht und im Finale als Überraschungsendgegner auftaucht) aufgefallen. Besonders der Finalkampf, teilweise wieder schick mit Zeitlupe im Hühnerhaus (die anderen Chicken) gefilmt, war sehenswert. 

Mittwoch, 23. Dezember 2020

Spirits of Bruce Li Review


Spirits of Bruce Li

Story:

Michael (Michael Chan Wai-Man) reist nach Thailand, um seinen seit einem Jahr verschwundenen Bruder zu suchen. Dieser wurde getötet. Zusammen mit einer lokalen jungen Frau (beide verlieben sich, sie wird gespielt von: Sun Chia-Lin), starten sie die Recherche mit dem Ziel der Rache am Mörder seines Bruders…

Meine Meinung:

Spirits of Bruce Li hat mit Bruce Lee nichts zu tun. Es handelt sich auch nicht um einen Bruceploitation-Film. Der Film heisst eigentlich Angry Tiger und wurde komplett in Thailand gedreht. Es wird eine typische Rache- und Liebesgeschichte erzählt. Star des Filmes ist Michael Chan Wai-Man (Shaolin Warrior).

Spirits of Bruce Li hat mir gut gefallen. Besonders als Fan von 70er Jahre Basher und/oder als Fan von Star Michael Chan Wai-Man gefällt der Film. Die Story ist simpel und wartet ein-zweimal mit gestohlener Musik aus Ital. Filmen auf (aus einem Italo Western oder aus What Have You Done to Solange?).

Die exotischen Drehorte (Thailand) und der Einbezug von Thai. Stars macht den Film sehr exotisch und stimmungsvoll. Dazu kommt, dass mit Nackt- und schmuddeligen Sex-Szenen nicht gespart wird, was dem Film teilweise eine verruchte Note / Flair verleiht. Das passt gut, besonders zu den Szenen der Gangster. Hier und da gibt es auch etwas doofen Klamauk zu sehen (vor allem mit dem Dicken Chan Fei-Lung). Schön ist, dass mit Sun Chia-Lin auch ein weiblicher HK-Star eine sympathische Hauptrolle bekommt (und eine Liebesgeschichte mit Michael Chan Wai-Man). Die Szenen, in denen Sun Chia-Lin am schmollen ist, sind grossartig gespielt!

Zum wichtigsten, der Action: diese besteht aus typischen 70er Jahre Kampfszenen inklusive ein-zwei Stunts. Michael Chan Wai-Man sieht man seine Martial Arts Fähigkeiten an, er gibt alles und seine Kampfszenen rocken und kommen mit viel Power und Gefühl daher! Er macht in den Action-Szenen eine gute Figur. Auch Sun Chia-Lin darf kämpfen. Im Finale bekommt es Michael Chan Wai-Man nebst Endgegner auch noch mit einem Japaner und einem peitschenschwingenden Bösewicht zu tun. Inwieweit diese etwas mit der Hauptgeschichte zu tun haben, ist fraglich.

Einziges Manko: in den ersten 30-40 Minuten gibt es nur eine Kampfszene und danach Längen. Das ist der einzige grössere Nachteil des Filmes. Ist sich der Zuschauer dessen bewusst, können die Erwartungen angepasst werde. Nach gut 40 Minuten wird der Film dann actionreicher, die Kampfszenen nehmen zu und lahme Füllszenen nehmen ab.

Fazit: Für Michael Chan Wai-Man Fas zu empfehlen!

Infos:

O: Meng jiao di she long nu

HK 1973

R: Shang Lang

D: Michael Chan Wai-Man, Sun Chia-Lin, Phairoj Jaising, Chan Fei-Lung

Laufzeit der HK-VHS: 90:30 Min. / Laiufzeit der O-Ton HK-VHS: 90:19 Min.

Gesehen am: 31.10.20 / 2. Sichtung am: 20.03.24

Fassungen: Mir lag das HK-VHS von Omni Video / Ocean Shores vor = Uncut, Vollbild, gute Bildqualität (in Nacht-Szenen jedoch zu dunkel), englischer Dub (ok bis schlecht), wahrscheinlich Uncut. O-Ton mit Subs oder O-Ton Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Okt. 2020). Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Okt. 2020). Nachtrag 20.03.24: In der Hoffnung, eine O-Ton Fassung zu bekommen kaufte ich mir das VHS aus Südkorea von A-Joo Videoproduction. Das VHS ist leider, zu meiner Überraschung, nur Englisch Dubbed. Kurze Zeit später wurde ich auf FB von einem Amerikaner angeschrieben, der mir das HK-VHS von Ocean Shores anbot - eine seltene Mandarin-Fassung. Diese erworben. Vollbild, Mandarin, keine Subs, solide bis schlechte (Nacht-Szenen) Bildqualität, Uncut. Film hat mir in Mandarin mehr zugesagt als Englisch Dubbed. Dem Plot kann man problemlos folgen und ich mochte Michael Chan Wai-Man in dem Film: Rache-Story, Love-Story, exotische Settings in Thailand, bisschen Schmuddel hier und da, cool!