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Montag, 8. November 2021

The Dentist Review

The Dentist

Story:

 

Zahnarzt Dr. Alan Feinstone (Corbin Bernsen) findet heraus, dass seine Ehefrau Brooke (Linda Hoffman) ihn betrügt. Da drehen beim Zahnarzt die Sicherungen durch, was dem Umfeld (Hund der Nachbarin, seine Zahnarzt Klienten, seine Mitarbeiter) nicht gut bekommt, während die Polizei (u.a. Ken Foree) zu ermitteln beginnt…

 

Meine Meinung:

 

The Dentist schätze ich mehr als früher. Der Film von Brian Yuzna (Bride of Re-Animator, Beyond Re-Animator) stellt eine kleine, feine Genre-Perle dar, die zudem fortgesetzt wurde. Leider gab es nie einen dritten Teil. Der Film hat mir auch nach Neusichtung gut bzw. sogar besser als früher gefallen.

 

Der Film hat mir aufgrund von drei Gründen gefallen:

 

1. Der Inhalt ist originell, innovativ und fies! Zahnarzt-Besuche als Horrorfilm-Setting, cool! Gibt es Schlimmere Settings? Toll, wie der Film mit Urängsten spielt. Wer Angst vor dem Zahnarzt hat, sollte den Film definitiv meiden. Es gibt zwei-drei herrlich fiese (und schmerzhafte Szenen) die zudem gut getrickst wurden, trotz des geringen Budgets!

 

2. Der Film ist kurzweilig, unterhaltsam und nicht langweilig. Kurz: einfach unterhaltsam! Nur gegen Ende geht dem Film leicht die Puste aus bzw. nimmt die Spannung ab (das Finale).

 

3. Corbin Bernsen. Der B-Darsteller macht seine Sache mehr als ordentlich! Er trägt den Film mit einem genialen Schauspiel von alleine! Ähnlich wie ein Jeffrey Combs in Re-Animator. Starke Performance von ihm. Ohne dessen wäre der Film nur halb so gut gewesen.

 

Abgesehen davon wartet der Film mit schwarzem, bitterbösem Humor, Overacting und anderen Genre-Stars wie Ken Foree (From Beyond, Dawn of the Dead, Leatherface: The Texas Chainsaw Massacre III) oder Earl Boen (Zum Töten freigegeben, Terminator 2 - Tag der Abrechnung) auf.

 

Fazit: Wer gerne Horrorfilme mag und Zahnarztbesuche hasst, dem sei The Dentist vor dem nächsten Termin beim Zahnarzt ans Herz gelegt!

 

Gefolgt von: Dentist II

 

Infos:

 

O: The Dentist

 

USA 1996

 

R: Brian Yuzna

 

D: Corbin Bernsen, Linda Hoffman, Michael Stadvec, Ken Foree, Tony Noakes, Molly Hagan, Patty Toy, Jan Hoag, Virginya Keehne, Earl Boen

 

Laufzeit der deutschen DVD: 88:41 Min.

 

Neusichtung am: 26.07.21

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Laser Paradise (Red Edition) vor = Uncut, Vollbild, nicht anamorph, gute Bild- und Tonqualität vor. Aufgrund des Cannibal Ferox Trailer soll die DVD beschlagnahmt sein. Eine Blu-Ray in Deutsch gibt es daher über Österreich von NSM.

Donnerstag, 26. März 2020

From Beyond Review

From Beyond

Story:

Dr. Edward Pretorius (Ted Sorel) und Crawford Tillinghast (Jeffrey Combs) starten ein Experiment, welches zur Folge hat, dass andere Dimensionen sichtbar werden – und auch die darin lebenden Monster und Geschöpfe, welche uns ansonsten nicht sehen und wahrnehmen würden. Dies hat den Tod von Dr. Edward Pretorius zur Folge, während Crawford verhaftet wird. Zusammen mit einer Ärztin (Barbara Crampton) und einem Cop (Ken Foree) wollen sie das Experiment wiederholen – keine gute Idee…

Meine Meinung:

From Beyond erreicht zwar nicht ganz die Qualität eines Re-Animator, dennoch ist der Film aber besser, schleimiger, Effekte beladener und blutiger als ich den in Erinnerung hatte. Stuart Gordon nahm sich, nach Re-Animator, erneut einer H.P. Lovecraft Geschichte an und verfilmte diese für Empire International Pictures, die viele tolle Genre-Filme auf die Leinwand gezaubert haben (Intruder, Prison, Rawhead Rex, Breeders).

Stuart Gordon (Regie), der einmal mehr mit seinem Kollegen Brian Yuzna (Produzent und zusammen die Story geschrieben) zusammenarbeitete, liefert dem 80er Jahre Splatterfan genau das, was er sich wünscht: Eine fantastische Geschichte, extrem viele und spektakuläre Effekte- und Masken-Szenen und einen liebevollen Genre-Cast.

Es gibt ein Wiedersehen mi den Re-Animator Stars Jeffrey Combs und Barbara Crampton, wobei letztere erneut nackte Tatsachen präsentieren darf. Combs war klasse, wie schon in Re-Animator. Aus Dawn of the Dead und Co. (Leatherface: Texas Chainsaw Massacre III) sehen wir den sympathischen Ken Foree als Cop.

Die Spezialeffekte, die in dieser Form pure Kunst sind, stammen von John Carl Buechler (Carnosaur 2) und sind nebst Cast und Story die wahren Highlights des Filmes. Es gibt viele Monster, viel Gore, viel Schleim vermischt mit sexueller Erotik und S/M-artigen Szenen. Die Mischung machts – Lovecraft hätte sicher Freude gehabt, wäre er noch nicht Tod.

Fazit: Jedem Fan des klassischen 80er Jahre Horrorfilmes zu empfehlen, macht viel Spass!

Infos:

O: From Beyond

USA 1986

R: Stuart Gordon

D: Jeffrey Combs, Barbara Crampton, Ken Foree, Ted Sorel, Carolyn Purdy-Gordon

Laufzeit der US-DVD: 85:29 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet: 25.03.20

Fassungen: Mir lag die US-DVD von MGM vor = dieser bot nebst US-Pay TV zum ersten Mal die echte Uncut Fassung zum Film. Alle anderen Fassungen entsprachen der zensierten Kinofassung. Zur DVD: erstklassige Bild- und Tonqualität, englische Subs, exklusive Extras vorhanden. Den DC gibt es inzwischen auch in Deutschland von diversen Anbietern auf Blu-Ray. Es gibt auf einer Stephen King Horror-Doku und im Workprint eine Effekte-Szene, die verlängert ist und die es leider NICHT in den DC geschafft hat. Schade.

Mittwoch, 1. November 2017

Halloween (Remake) Review



Halloween

Story:

Der junge Michael Myers (Daeg Faerch) tötet seine Schwester (Hanna Hall), dessen Freund und seinen Stiefvater (William Forsythe). Er kommt zur Therapie zu Dr. Sam Loomis (Malcolm McDowell). Dieser versucht den Jungen zu therapieren – ohne Erfolg, was sich auch auf Myers Umfeld überträgt = seine Mutter (Sheri Moon Zombie) begeht Suizid. Nach 16 Jahren in der Anstalt bricht Michael Myers (Tyler Mane) aus. Sein Ziel: seine jüngere Schwester (Scout Taylor-Compton) in Haddonfield zu töten. Dr. Loomis und der Sheriff (Brad Dourif) versuchen Myers zuvorzukommen…

Meine Meinung:

Auf das Halloween Remake von Rob Zombie (31) habe ich mich damals 2007 sehr gefreut. Meinem alten Review entnehme ich, dass mir dazumal das Original nicht gefiel – und nun ist es der beste Teil der Reihe. Schon lustig wie sich ein Filmgeschmack in zehn Jahren ändern kann.

Nach dem miesen achten Teil und dem Erfolg von Dawn of the Dead und anderen Remakes war es für die Macher klar, keine erneute Fortsetzung zu produzieren, sondern ein Remake. Rob Zombie landete dazumal mit seinen House of 1000 Corpses und The Devil’s Reject grosse Erfolge, sodass dieser verpflichtet wurde, seine Version von Halloween auf die Leinwand zu zaubern.

Mit Remakes ist es immer so eine Sache. Aber ich bin diesen nicht immer negativ entgegengestellt. Zudem gab es auch früher schon Remakes die wirklich tolle Filme darstellen (Die Fliege von David Cronenberg, Der Blob von 1988, Das Ding aus einer anderen Welt von John Carpenter, Die Rückkehr der Untoten von Tom Savini, 70er Jahre Die Körperfresser kommen).

Doch Dawn of the Dead von 2004 trat eine neue Remake Welle los.
Ich unterteile Mal in «gut, kann man schauen», in «gefielen mir nicht» und «werde ich mir nie ansehen»:

Gute Remakes, die man schauen kann (inklusive für einmal okay):
Night of the Demons
Silent Night
The Hitcher
Der Blob
Poltergeist
Mother’s Day
Piranha 3D
I Spit on Your Grave
It’s Alive
Michael Bay’s Texas Chainsaw Massacre
2001 Maniacs
Wolfman
The Grudge
Mirrors
Body Snatchers
A Chinese Ghost Story
My Bloody Valentine 3D

Remakes die mir nicht gefielen:
The Stepfather
Day of the Dead
Children of the Corn
Freitag der 13.
Das Omen
The Punisher
Long Weekend
Godzilla
Quarantäne
Pusher

Remakes welche ich nie ansehen werde:
Total Recall
RoboCop
Fright Night
Carrie
Das Ende – Assault On Precinct 13
Straw Dogs
Dark Water
Ein tödlicher Anruf
Oldboy
Der Fluch der 2 Schwestern
Freeze – Alptraum Nachtwache
Martyrs
Brick Mansions
Prom Night

Halloween kommt nach mehrfacher Sichtung in die erste Kategorie. Rob Zombie hatte quasi freie Hand was sein Inszenierungsstil angeht und der Film ist nicht uninteressant geworden. Doch passt das zusammen? Der ruhige, unheimliche Stil des Original Halloween und das laute Donnerwetter und Schnittgewitter à la House of 1000 Corpses von Rob Zombie?

Ich sage ja. Teilweise gewöhnungsbedürftig, was vor allem die Charakterzeichnung angeht im ersten Viertel des Filmes. Rob Zombie erzählt nämlich nicht ein 1:1 Remake und mit einer Laufzeit von zwei Stunden ist der Film klar länger als die offiziellen Halloween Fortsetzungen. Es wechseln sich laute, wilde und verrückte Szenen mit langsamen und stimmungsvollen Bildern ab. Rob Zombie schenkt Michael Myers als Kind mehr Szenen. Er tötet im Gegensatz zum Original nicht nur eine Schwester, sondern auch deren Freund und seinen Stiefvater. Die Familie wird sehr übertrieben dargestellt (White Trash Familie erster Güte). Dieses Overacting kann nerven oder vor den Kopf stossen, dem bin ich mir bewusst. Aber das ist die Welt vom Rob Zombie, wenn man sich auch seine anderen Filme und Figuren ansieht. So verwundert es nicht, dass Zombie in Kurz- und Nebenrollen auch viele seiner House of 1000 Corpses Stars aufgeboten hat: William Forsythe, Sheri Moon Zombie, Bill Moseley (The Texas Chainsaw Massacre 2, kommt jedoch nur in der Kinofassung vor) oder Sid Haig.

Aber auch sonst wartet der Film mit vielen Genre-Namen auf: Malcolm McDowell (Death Race 2050), Brad Dourif (Cult of Chucky), Richard Lynch (Das Trauma), Udo Kier (Suspiria), Clint Howard (Evilspeak), Danny Trejo (Machete), Ken Foree (From Beyond) oder Danielle Harris (aus den Halloween Teilen 4 und 5). Besonders Malcolm McDowell, Danielle Harris, Daeg Faerch, Brad Dourif und Tyler Mane haben mir gut bis sehr gut gefallen. Die anderen Figuren fand ich teilweise nervend, wenig überzeugend oder eben mit extremen Overacting spielend oder einfach unsympathisch (Laurie).

Weiterhin sind Szenen zu sehen, wie Dr. Loomis Myers zu therapieren versucht. Das Laurie adoptiert wurde und seine Schwester ist (was im Original ja erst in Halloween 2 offenbart wird), wird hier schon erwähnt. Die Vorstellung in das kaputte Leben des jungen Michael, sein Werdegang zum Mörder, die erfolglose Therapie und der Fluchtversuch sind anders dargestellt und nehmen die erste Filmhälfte ein.

Die 2. Filmhälfte ähnelt dann sehr dem Original Halloween und einigen Szenen werden gar 1:1 übernommen. Dort kommt richtige Slasher/Halloween/80er Jahre Suspense auf. Das hat Zombie sehr schön eingefangen. Sehr stimmungsvolle Bilder, sehr unheimlich, ein sehr böser und intensiver Michael Myers, höherer Bodycount und mehr physische Gewalt inklusive dem oft gespielten Halloween Theme von John Carpenter (was ich in den letzten Halloween Teilen der Originalreihe recht vermisst habe).

Die 2. Filmhälfte ist eigentlich jene, die wenig Eigenständigkeit und Originalität besitzt. Sie hat mir aber, als Fan der Reihe und wahrscheinlich auch aus nostalgischen Gründen, besser gefallen als die erste Hälfte, in welcher Zombie zu sehr «sein Ding» durchgezogen hat.

Fazit: Trotz der gewöhnungsbedürftig und übertriebenen Szenen im ersten Viertel (oder auch der Ausbruch im Unrated Director’s Cut) des Filmes ein gutes Remake, welches man sich als Halloween Fan durchaus ansehen kann! Ob es schlussendlich gefällt liegt daran, wie man mit Rob Zombies teilweise eigenem Stil zurechtkommt oder vor den Kopf gestossen wird.

Gefolgt von: Halloween 2

Infos:

O: Halloween

USA 2007

R: Rob Zombie

D: Daeg Faerch, Hanna Hall, William Forsythe, Malcolm McDowell, Sheri Moon Zombie, Tyler Mane, Scout Taylor-Compton, Brad Dourif

Weitere im Inhalt nicht erwähnte (bekannte) Horror-Namen in Kurz/Nebenrollen: Richard Lynch, Udo Kier, Clint Howard, Danny Trejo, Bill Moseley (nur Kinoversion), Danielle Harris, Ken Foree, Sid Haig

Laufzeit der US Blu: 121:30 Min.

Gesehen am: Oktober 2007 (Kino Schweiz) / Review überarbeitet am: 29.10.17

Fassungen: Mir lag die US Blu Ray vor, welche in der Halloween Komplettbox von Anchor Bay / Shout Factory enthalten ist. Inhalt: Beide Filme von Rob Zombie mit viel Bonus in den Unrated DC Fassungen. Erstklassige Bild- und Tonqualität. Englische Subs vorhanden. Dazu sind die original Halloween Filme enthalten (Teile 1, 2 und 6 auch in Alternativ-Fassungen) inklusive eine ganze Bonus Disc und ein 49seitiges Booklet und insgesamt 15 Discs. In Deutschland gibt es den Director’s Cut von Universum auf Blu Ray (Uncut, auch O-Ton und dazu deutsche Subs). In der Unrated Fassung gibt es mehr Dialoge / Handlung, Michael Myers Ausbruch ist alternativ zur Kinofassung und etwas mehr Nacktszenen sind zu sehen /Intimbereich der z.B. im Kino Cut fehlte. Keine längeren Gewaltszenen.

Freitag, 21. Juli 2017

Dawn of the Dead Review



 
Webmaster mit George A. Romero am NIFFF 2006
Dawn of the Dead

Story:

Problem: Zombie Apokalypse
Rettung: Hubschrauber und grosses Einkaufszentrum
Inhalt: Eine Gruppe bestehend aus drei Männern und eine Schwangeren (u.a. David Emge, Ken Foree)
Problem: Zombies
Problem Nr. 2: Rockerbande (u.a. Tom Savini) versuchen ins Kaufhaus zu kommen und mit ihnen die Zombies…

Meine Meinung:

Dawn of the Dead, der 2. Teil nach Die Nacht der lebenden Toten, führt Romeros Zombie Trilogie (Night of the Living Dead, Dawn of the Dead, Day of the Dead), welche später aufgerundet wurde mit Land of the Dead, Diary of the Dead, Suvival of the Dead, weiter.

Der Film wurde zu einem weltweiten Erfolg und gilt als Klassiker im Horror- und Zombiefilm. Es existieren mehrere Versionen zum Film der an unzähligen Festivals lief und viele Preise gewann und 2004 folgte ein Remake.

Der Film führt Themen aus seinem Vorgänger weiter. Die Apokalypse ist da – unerklärt und der Vorspann setzt mitten im Chaos ein. Danach werden die Figuren eingeführt und die eigentliche Story beginnt – die Flucht aus dem Chaos ins Kaufhaus, wo sich eine Gruppe Menschen versteckt um zu überleben. War es in Teil eins ein Haus ist es hier ein ganzes Kaufhaus – dieser Wandel und die Szenen am Ende (mit den Rockern und dem Plündern, obwohl die Welt im Chaos versinkt und Geld nicht mehr wichtig scheint) soll gar die Konsumgesellschaft kritisch darstellen.

Vordergründig ist Romero jedoch ein starker Horror- bzw. Zombiefilm gelungen, der mir jedoch im Argento Cut besser gefällt. Regisseur George A. Romero hat mit Dario Argento, dem Regisseur und Italiener von solch namhaften Klassikern wie Tenebre, Deep Red oder Suspiria, einen Deal abgeschlossen, der es Dario Argento ermöglichte, für Europa bzw. Italien und nicht englischsprachige Ländern, seine eigene Version rauszuhauen. Diese hat Argento auch selbst geschnitten. Dabei blieben u.a. einige humoristische Szenen und Handlung auf der Strecke, was den Film etwas ernster und actionreicher macht, was ich begrüsse. Zudem wartet der Film mit dem tollen Soundtrack der Ital. Band Goblin auf – nur schon deshalb schaue ich mir lieber diese Fassung an.

Jedoch scheint es in beiden Fassungen auch unterschiedliche Gewaltszenen zu geben, d.h. in einer Fassung fehlt etwas oder ist expliziert als in der anderen. Das ist jedoch nur in 1-2 Szenen erwähnenswert (Hubschrauber köpft Schädeldecke vom Zombie gibt es z.B. nur im Romero Cut zu sehen, dafür werden in der Argento Fassung die Kinder-Zombies expliziter erschossen) und ansonsten gibt es genug Effekte im Argento Cut, damit auch der Splatterfan auf seine Kosten kommt.

Die Spezialeffekte stammen von Tom Savini, den Horrorfans ein Begriff ist – er war u.a. für die Effekte in Freitag der 13., Freitag der 13. – Das letzte Kapitel, The Prowler, Deathdream, Nightmare, Creepshow 2, The Burning oder The Texas Chainsaw Massacre 2.

Mit Zombie und einigen der anderen erwähnten Filme machte er sich einen Namen und durfte in einer Vielzahl von Streifen sein Können, welches er live im Vietnamkrieg erlebte bzw. sich davon inspirieren liess, zeigen. Er ist auch in einer Nebenrolle als Rocker am Ende zu sehen. Nebst vielen blutigen Shoot-Outs sind es sicherlich die Machete im Kopf, der explodieren Kopf und die Fressszenen am Ende, welches die Highlights in Sachen Effekte im Film darstellen. Was das Aussehen der Zombies angeht muss man, vor allem aus heutiger Sicht, Abstriche machen. Make-Up Veränderungen wurden nur selten vorgenommen, meist wurde die Hautfarbe einfach anders bemalt (bläulich). Dafür hat Savini dann im 3. Teil Day of the Dead einige seiner bis dato besten Effekte Kreationen auf die Leinwand gezaubert, so dass das Dawn of the Dead Make-Up Thema vom Tisch ist bzw. ihm verziehen sei.

Nebst Tom Savini, Dario Argento und George. A. Romero machte sich der Schwarze Darsteller Ken Foree nach dem Film einen Namen in Sachen Horrorfilme. Unter anderem war er zu sehen in: From Beyond, Leatherface: The Texas Chainsaw Massacre 3, The Dentist oder Joshua Tree (mit Dolph Lundgren).

Dario Argento war also für seinen Schnitt, die Wahl der Musik und als Skript-Berater zuständig. Dessen Bruder Claudio hat Romeros Werk zudem produziert – wahrscheinlich resultiere daraus der Deal zwischen Argento und Romero.

Mir gefällt der Film wegen seiner Stimmung, der Action, den Effekten, dem Kammerspiel, dem Soundtrack von Goblin und weil die Figuren sympathisch gezeichnet sind – was deren Schicksal also nicht egal macht. Verbesserungswürdig wäre das Aussehen der Zombies und als negativ müssen, auch im Argento Cut, einige Längen und paar humoristische Szenen in Kauf genommen werden (gerade die Rocker am Ende betreffend).

Fazit: Ein toller Klassiker den jeden Horrorfilmfan gesehen haben sollte! 

Gefolgt von: Day of the Dead

Infos:

O: Dawn Of The Dead

USA 1979

R: George A. Romero

D: David Emge, Ken Foree, Scott H. Reiniger, Gaylen Ross, David Crawford, Tom Savini

Laufzeit der US DVD: 119:09 Min. (Argento Cut)

Erstsichtung: Schulzeit (7. 8. Klasse) (Noch als Trilogy Of The Dead Version)

Review überarbeitet: 17.07.17

Fassungen: Mir lag vor: jap. Blu Ray = Booklet, Sonderverpackung, drei Blu Ray Discs = US Kinofassung, Langfassung, Argento Cut. Gesehen als Argento Cut = Englischer Ton, u.a. in 5.1. Die Bildqualität ist sehr gut. Es gibt nur jap. UT (nicht fest im Bild). Mir liegt zudem noch die US DVD Box von Anchor Bay vor, ebenfalls mit allen drei Fassungen (auch hier: keine englischen UT). Wer englische UT will muss zur Arrow Fassung aus England greifen. In Italien bereits als Blu Ray in 4K Restauration und als Ultra HD Blu Ray erhältlich (jedoch auch hier: keine englischen Subs). In Deutschland in diversen Fassungen Uncut erhältlich (Deutschland und/oder als angebliche Fassungen aus Österreich, da Film unverständlicherweise noch immer "verboten").