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Samstag, 18. Juli 2026

In the Mouth of Madness

In the Mouth of Madness

Story:

Privatdetektiv John Trent (Sam Neill) nimmt einen neuen Auftrag an. Er soll einen verschwundenen Horrorautoren (Jürgen Prochnow) finden. Was zunächst als einfacher Auftrag beginnt, endet in einem Horrortrip…

Meine Meinung:

In the Mouth of Madness wurde zu Ehren von Sam Neill (Possession) gesichtet, der am 13.07.26 verstorben ist. In the Mouth of Madness ist ein Mitte der 90er Jahre Horrorfilm von John Carpenter (Pro-Life, Cigarette Burns). Ich sah den Film in meinem Leben bisher sehr wenig (ich glaube nur 1-2x) und ich wusste nicht mehr sonderlich viel. Nach der Sichtung kann ich sagen, dass der Film zwar sehr gut ist, ich ihn aber nicht ganz zu meinen aktuellen John Carpenter Highlights zähle (zu denen gehören Halloween, Das Ding aus einer anderen Welt und Vampire).

In the Mouth of Madness würde ich zu den besseren Filmen im Mittelfeld zählen. Ich denke, dass z.B. auch Die Fürsten der Dunkelheit in dieser Kategorie landen würde. Und danach Filme wie Sie leben, Ghosts of Mars, Christine oder Escape from New York. Praktisch alle diese Filme sah ich bisher nur einmal und müsste ich dringend auffrischen. In the Mouth of Madness dürften Sam Neill Fans voll auf ihre Kosten kommen, da sehr viel Screentime und Hauptrolle. Er erzählt in der Gummizelle, wie es dazu kam, dass es in dieser gelandet ist. Wenn ich am Film etwas kritisieren muss, dann dass der Film nicht wirklich gruselig, ziemlich blutleer und die Musik unauffällig ist.

Zu den Stärken gehören ansonsten der Plot, der inhaltlich spannend, interessant, unterhaltsam und durch und durch phantastisch ist. Alles scheint möglich. John Carpenter hat sich stark an H.P. Lovecraft orientiert. Am meisten erinnern die Tentakel-Wesen an das grosse Autorenvorbild. In einer Szene kommen auch Hellraiser Vibes auf. Nebst Sam Neill ist der Film mit Namen wie Julie Carmen (sammelte bereits in Fright Night Part 2 Horrorerfahrungen), Jürgen Prochnow (Beverly Hills Cop II, The Keep) oder David Warner (Necronomicon) solide besetzt. Für die spektakulären Make-Up-Masken und Wesen aus einer anderen Dimension war die KNB-FX Group (House III, Nightwish) verantwortlich.

Fazit: Horrorfans zu empfehlen!

Infos:

O: In the Mouth of Madness

USA 1994

R: John Carpenter

D: Sam Neill, Julie Carmen, Jürgen Prochnow, David Warner, John Glover, Bernie Casey, Peter Jason

Laufzeit der US-Blu: 95:22 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: Juli 2026

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von New Line Cinema/Warner vor = Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität. Nebst dem O-Ton befindet sich sogar die deutsche Sprachfassung an Bord. Ich sah mir den Film in Deutsch an. Die Synchronisation ist gelungen und Sam Neill hat seine bekannte deutsche Stimme abbekommen. Die US-Blu-Ray soll inhaltsgleich mit der deutschen Blu-Ray sein. In England gibt es bereits eine UHD.

Samstag, 11. Juli 2026

Sleep No More

NIFFF 2026 Spezial

Sleep No More

Story:

Nach dem Tod ihrer Mutter, die in einer Perückenfabrik arbeitete, beginnen deren Töchter zu ermitteln und stellen fest, dass es in der Perückenfabrik schon diverse mysteriöse Todesfälle gab…

Meine Meinung:

Sleep No More ist ein wirklich interessanter Film. Ich war schon erstaunt, als ich las, dass sich der Regisseur nur «Edwin» nennt. Von Edwin kenne ich keine anderen Filme. Neue indonesische Horrorfilme sah ich in den letzten Jahren, vor allem auf Filmfestivals oder auch Zuhause (vor allem Remakes von Rapi Films Klassikern), schon einige. Die meisten haben mich nicht überzeugt und taugten nur für eine Sichtung und/oder fanden erst gar nicht den Weg in die Sammlung.

Sleep No More ist wahrscheinlich der beste neue indonesische Horrorfilm, den ich in den letzten Jahren gesehen habe. Das aufgrund der fantasievollen und innovativen Story, die sich erst Mal von anderen Geister-Filmen aus Indonesien abhebt. Es muss auch klar gesagt werden, dass es viele Dinge gibt, die im Film nicht erklärt werden und die übernatürlich und phantastisch sind. Das dürfte nicht allen gefallen. Stark waren handgemachte Monster- und Verwandlungsszenen, die ich in dem Film nicht erwartet hätte.

Als ich die Kreatur im Finale sah, war das einfach nur schön. Wobei es schon zuvor viele praktische Effekte zu sehen gibt. In einzelnen Momenten fühlte ich mich an Filme wie Exte: Hair Extensions, Das Ding aus einer anderen Welt, Bride of Re-Animator, Seeding of a Ghost sowie Street Trash erinnert. Und das heisst schon was. Toll war auch, wie schnell der Film nach seiner inhaltlichen Abschliessung, endet. Sofort wie zu guten alten Shaw Brothers Zeiten. Kein langes blablabla. Die Darsteller waren solide bis gut. Inhaltlich gibt es eine sozialkritische Note à la Species (Kritik an den Arbeitsbedingungen).

Fazit: Nicht uninteressant!

Infos:

O: Monster Pabrik Rambut

Indonesien, Singapur, Japan, Deutschland, Frankreich 2026

R: Edwin

D: Rachel Amanda, Lutesha, Iqbaal Dhiafakhri Ramadhan

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 96 Min.

Gesehen am: NIFFF 2026

Fassungen: Gesehen am NIFFF 2026 im Originalton und ggf. mit englischen Untertiteln. Es gibt noch keine DVD, Blu-Ray oder UHD (Stand: Juli 2026).

Samstag, 4. Juli 2026

Fifteen

NIFFF 2026 Spezial

Fifteen

Story:

Ligia und Mayte (Greta Martí, Macarena Oz) werden bald 15 Jahre alt und freuen sich auf ihre Quinceañera (= «ein traditionelles lateinamerikanisches Fest zum 15. Geburtstag eines Mädchens»). Doch als Ligia von ihrem Freund, der infiziert scheint, schwanger wird, hat das ungewollte Folgen und die Quinceañera wird anders, als erhofft…

Meine Meinung:

Fifteen ist ein mexikanischer Beitrag und ein Mix aus Sozialkritik (Abtreibungen, Klassenunterschied, Mobbing, Gesellschaftliche Erwartungen), Coming of Age, Komödie und Body- sowie Schwangerschaftshorror und erinnert dabei inhaltlich an Filme wie Carrie oder Ginger Snaps. Der Film ist kein Kracher, aber am heutigen ersten NIFFF-Tag fühlte ich mich während Fifteen am besten unterhalten, was meine drei Vorstellungen betrifft.

Ich sah am NIFFF zwar schon bessere Coming of Age Filme (= Alpha, Grave), aber auch schlechtere (= Mi bestia) oder in etwa gleich gute (Teddy, It Lives Inside). Fifteen war für meinen Geschmack mehr oder weniger unterhaltsam, auch wenn es hier und da einige Mängel und Hänger gab. Manchmal ging der Film ein Schritt vorwärts, und danach gleich wieder zwei Schritte zurück. Das Brüder-Regisseuren-Paar ist zumindest in Mexiko für ihre Independent-Filme bekannt. Vor Fifteen drehten sie bereits einen Horrorfilm mit Bodyhorror-Elementen (The Containment).

Fifteen hat mir vor allem deshalb gefallen, da sich der Film nicht ernst nimmt, ich ihn auf eine Art und Weise wirklich auch amüsant fand, es praktische Effekte gab statt CGI Gore (auch wenn nur wenige) und am besten waren die zwei jungen Schauspielerinnen Greta Martí und Macarena Oz. Die waren herausragend. Auch die anderen Jung-Darstellerinnen haben Spass gemacht, auch wenn ihre Rollen bewusst überzeichnet dargestellt wurden (z.B. die reiche Göre). Da haben die Filmemacher aber auch gekonnt damit gespielt. So wird z.B. die Figur, die am meisten nervt, am Ende am brutalsten getötet.

Von den beiden Mädels scheint zumindest Greta Marti keine Erfahrungen im Filmgeschäft zu haben. Ein beachtliches Debüt. Einige der Erwachsenendarsteller spielten bereits in Genre-Filmen mit, welche ich auch am NIFFF oder am BIFFF gesehen habe (Huesera: The Bone Woman, Deus Irae). Richtig spannend ist der Film nicht, dennoch fühlte ich mit den Mädels mit und hoffte, dass am Ende beide wieder zusammenfinden. Dass ich mit den Figuren sympathisiert habe, spricht auch für die Inszenierung. 

Inhaltlich und wie der Film inszeniert wurde, wirkte der Film aber hier und da steinig. Nach Nachvollziehbarkeit und Logik sollte nie gesucht werden. Wer den Film zu realistisch nimmt, dürfte sich dabei den Kopf zerbrechen. Mehr Tempo, mehr Horrorparts und mehr handgemachte Effekte wären dem Film sicher gutgestanden. Dass es jedoch bei solchen Independent-Produktionen nicht unendlich Budget für Effekte gibt, sollte sich jedoch auch von selbst verstehen.

Fazit: Absolut ok!

Infos:

O: Quince

Mexiko, Argentinien 2026

R: Jack Zagha Kababie, Yossy Zagha

D: Greta Martí, Macarena Oz, Aminta Ireta, Enrique Arreola, Mercedes Hernández, Cloe Juresa Furgan

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 97 Min.

Gesehen am: NIFFF 2026

Fassungen: Gesehen am NIFFF 2026 im Originalton und ggf. mit englischen Untertiteln. Es gibt noch keine DVD, Blu-Ray oder UHD (Stand: Juli 2026).

Freitag, 3. Juli 2026

Gaua

NIFFF 2026 Spezial

Gaua 

Story:

17. Jahrhundert in Spanien, Baskenland:

Kattalin (Yune Nogueiras) flüchtet nachts vor ihrem Ehemann in die tiefen Wälder. Als ihr Kreaturen nachjagen, weiss Kattalin noch nicht, wohin sie ihre Reise führen wird…

Meine Meinung:

Gaua ist meine erste NIFFF-Buchung in diesem Jahr. Ich habe einen Film über Geister und Hexen im spanischem 17. Jahrhundert-Setting erwartet. Ähnlich wie zuletzt in Akelarre, übrigens auch einem spanischen Film. Oder sollte mich ein zweiter Pans Labyrinth erwarten, in dem sich die Protagonistin in eine Zauberwelt flüchtet? Der genaue Inhalt von Gaua war mir schlicht nicht bekannt. Aber so habe ich meine NIFFF-Besuche am liebsten, wenn ich ohne grosses Vorwissen und somit ohne falsche Erwartungen Filmvorstellungen besuchen gehen kann.

Leider hatte ich heute kein Glück. Der Film hat mir nicht gefallen und am Ende des Tages war Gaua in meinen Augen auch der schwächste filmische Beitrag, den ich am ersten NIFFF-Tag gesehen habe. Ich wurde auch müde und hatte am meisten Mühe, wach zu bleiben. Mein Kumpel, der hier und da eingenickt ist, hat den Film am Ende eigentlich nicht schlecht beschrieben: «Wie The Witch (von Robert Eggers) von Temu». Dem kann ich mich nur anschliessen. Gaua startet interessant, aber umso weiter der Plot voranschreitet, umso mehr Längen gibt es. Und umso uninteressanter wurde das Gezeigte.

Zwar ist der Film mit Ausnahme von CGI-Feuer und CGI-Kaninchen (sehr übel) technisch gut gemacht und die Darsteller gut, aber inhaltlich konnte mich der Film nicht überzeugen. Eine richtige Grusel-Stimmung wollte sich nicht einstellen, die Figuren waren mit total egal und die Zeit ging nicht vorbei. Die Rückblenden erklären zwar inhaltlich einiges, aber ein gradliniger Plot wäre mir in dem Film, der in diverse Kapitel gegliedert wurde, lieber gewesen. Der Plot wurde mit viel weiblicher Empowerment gegen das Patriarchat gestaltet, was mir nicht gefallen hat (alle männlichen Figuren waren negativ und schlecht).

Fazit: Geschmackssache. Leider war Gaua nicht mein Fall…

Infos:

O: Gaua

Spanien, USA 2025

R: Paul Urkijo Alijo

D: Jon Jauregui González, Ane Gabarain, Iñake Irastorza, Elena Irureta, Yune Nogueiras

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 87 Min.

Gesehen am: NIFFF 2026

Fassungen: Gesehen am NIFFF 2026 im Originalton und ggf. mit englischen Untertiteln. Es gibt noch keine DVD, Blu-Ray oder UHD (Stand: Juli 2026).

Montag, 1. Juni 2026

Erotic Ghost Story

Erotic Ghost Story

Story:

Drei Fuchsschwestern (Kudo Hitomi, Amy Yip, Man Siu) begegnen zufällig einem Gelehrten (Tan Lap-Man) und beginnen, diesen nach und nach zu verführen. Mit fatalen Folgen…

Meine Meinung:

Erotic Ghost Story ist vielleicht nüchtern betrachtet der zweitschwächste filmische Beitrag von Regisseur Nam Nai-Choi (Story of Ricky, The Seventh Curse, The Cat, Her Vengenace, Men from the Gutter, The Peacock King, Brothers from the Walled City). Nur Saga of the Phoenix fand ich noch weniger gelungen. Erotic Ghost Story ist die Erotik- und CAT. III Antwort auf den Erfolg von A Chinese Ghost Story. Wie auch diese Filmreihe brachte es Erotic Ghost Story auf mind. zwei Fortsetzungen und diverse andere Nachzügler. Ich sah den Film lange nicht mehr. Mehr als zehn Jahre. Ich würde meine aktuelle Meinung mit jener von früher vergleichen. Der Film verbindet die Genres Soft-Sex, Wuxia/Fantasy, Kostümfilm und Komödie. Zwei der Hauptdarstellerinnen kehrten auch für die erste Fortsetzung zurück.

Erotic Ghost Story ist solide, aber kein Meisterwerk. Dazu hätte es für meinen Geschmack mehr Action, Effekte und Fantasy-Szenen gebraucht. Zudem gab es im Mittelteil definitiv auch Längen, die halt einfach wirklich repetitiv und lahm waren (wenn auch ästhetisch gefilmt). Wirklich erotisch wurde es nämlich, trotz vieler Nackt- und Sexszenen, nur selten. Die stärksten Momente hat der Film für mich persönlich am Anfang und am Ende, da sich in diesen Szenen der Plot am meisten entwickelt und es eben auch einige Fantasy-Momente mit Monster, Make-Up-Effekten, CGI-Strahlen und fantasievolle Kämpfe zu bestaunen gibt (die leider alle relativ kurz ausgefallen sind).

Das Monster im Finale war für mich tricktechnisch die beste Effekte-Sequenz. Ich würde sogar sagen, dass der Kopf (die Monster-Attrappe) ans Geschöpft aus Story of Ricky erinnert hat. Ob es sogar die gleiche Maske war? Gut möglich, aber sicher bin ich nicht. Die Mädels um Man Siu (Legend of the Drunken Tiger), Japanerin Kudo Hitomi (Porno-Darstellerin und Stripperin) sowie die grossbusige Amy Yip (ihre Brüste sieht man, wie auch in etlichen anderen erotischen Filmen, nie nackt von vorne = dies nahm sie immer in den Vertrag rein) machten ihren Job mit viel Hingabe. Amy Yip war dazumal ein gefragter Star in solchen Rollen (Sex and Zen, Robotrix, China Dolls).

Fazit: CAT. III Fans können einen Blick riskieren! 

Gefolgt von: Erotic Ghost Story II

Infos:

O: Liao zhai yan tan

HK 1990

R: Nam Nai-Choi

D: Kudo Hitomi, Amy Yip, Man Siu, Tan Lap-Man, Ha Chi-Chun, Manfred Wong Man-Chun, Lam Chung

Laufzeit der US-Blu: Ca. 89 Min.

Gesehen am: Dez. 2013 / Neusichtung am: 01.06.26

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von Shout Factory (Golden Harvest Vol. 1: Supernatural Shockers) = Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs. Als Extras gibt es u.a. die alternative Mandarin Fassung zum Film (die jedoch nicht wirklich Interessantes bietet). Schade, dass die 88 Films Extras (vor allem die Archive-Episode von "Celebrity Talk Show") nicht übernommen wurde. Die hört sich sehr amüsant an. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Juni 2026).

Freitag, 29. Mai 2026

Der Blob

Der Blob

Story:

Ein militärisches Experiment schlägt fehl = Der Blob droht die Einwohner (Kevin Dillon, Shawnee Smith) einer Kleinstadt zu vertilgen…

Meine Meinung:

Der Blob ist eine Kindheit/Jugenderinnerung von mir und damit mit viel Nostalgie verbunden. Der Film von Chuck Russell (A Nightmare on Elm Street 3: Dream Warriors) ist ein Remake des Ende des 50er Jahre Filmes The Blob. Dieses sah ich nie (glaube ich) und muss sagen, dass mich dieses auch nicht interessiert (so alte Filme sagen mir i.d.R. kaum zu). Damit gleicht Der Blob John Carpenters Das Ding aus einer anderen Welt. Wie in diesem überzeugen in Der Blob auch die phänomenalen Effekte- und Make-Up-Sequenzen.

Die Monster- Schleim- und Zersetzungs- und Splatter-Effekte in Der Blob sind der Wahnsinn. Da einzelne Namen rauszupicken, die dafür verantwortlich waren, ist kaum möglich, bei der schier grossen Auswahl an Personen, die an den Effekten gearbeitet haben. Auf jeden Fall sind es absolut sehenswerte Effekte und Horrorfans werden voll auf ihre Kosten kommen. Zudem mag ich die 80er Jahre sowie die typische US-Kleinstadt-Stimmung, in der jeder jeden kennt. So was mag ich einfach. Der Film hat mich von der ersten bis zur letzten Sekunde unterhalten. Dazu kommt, dass mir die Mehrheit der Figuren gefällt. Diese sind, bis in die kleinsten Rollen, toll gewählt und wirken authentisch. Oder zumindest so, wie ich mir das vorstellen würde.

Kevin Dillon (der Haarverlängerungen trug) und Shawnee Smith (Summer School, Saw X) geben ein sympathisches Duo ab. Als Zuschauer fiebert man mit ihnen mit. Was die Figuren angehen, gibt es zwei Überraschungen. Zum einen, dass die von Donovan Leitch gespielte Figur, die zuerst als Hauptfigur eingeführt wird, ein schnelles Ende findet und dann die Szene mit Eddie in der Kanalisation. Das war für einen US-Mainstream Film ungewöhnlich, auch wenn es nicht immer ganz ausgeschlossen werden kann (siehe die Swimming-Pool Szene mit dem Kind in Der Horror-Alligator). Und als Twin Peaks Fan war es eine nette Überraschung, Jack Nance (Blue Velvet) in einem Gastauftritt erleben zu dürfen. Cool.

Fazit: Für mich der beste «Blob»!

Infos:

O: The Blob

USA 1988

R: Chuck Russell

D: Kevin Dillon, Shawnee Smith, Jeffrey DeMunn, Joe Seneca, Del Close, Donovan Leitch, Paul McCrane, Jack Nance

Laufzeit der deutschen DVD: 91:02 Min.

Gesehen am: Kind- oder Jugendzeit / Neusichtung: 29.05.26

Fassungen: Gesehen via deutsche DVD von Columbia TriStar (Horror Box zusammen mit Ghosts of Mars und Candyman’s Fluch) = Uncut, Deutsch/Englisch (die deutsche Synchronisation ist sehr gelungen), gute Bild- und Tonqualität. Den Film gibt es in Deutschland inzwischen auch auf Blu-Ray.

Donnerstag, 28. Mai 2026

Mutant Girls Squad


NIFFF 2010

Mutant Girls Squad

Story:

Rin (Yumi Sugimoto) stellt an ihrem 16jährigem Geburtstag fest, dass sie ein Mutant ist. Danach wird sie von einer Sondereinheit, die ihre Eltern getötet haben, verfolgt. Rin flüchtet sich zu Kisaragi (Tak Sakaguchi), der sie unter seine Fittiche nimmt. Dort lernt sie, wie mit ihren Kräften umzugehen. Danach findet sich Rin in einem blutigen Kampf zwischen Menschen und Mutanten wieder…

Meine Meinung:

Mutant Girls Squad hat mir damals am NIFFF 2010 sehr gut gefallen. Eine Meinung, die ich heute nicht mehr teilen kann. Die damalige Euphorie ist schon lange verflogen. Ähnliche Titel wie The Machine Girl oder Tokyo Girl Police vermochten mich ebenfalls weniger zu überzeugen. Mutant Girls Squad, der in drei Kapitel gegliedert ist und von drei Regisseuren inszeniert wurde, wurde zu Ehren von Yoshihiro Nishimura (Meatball Machine Kodoku, Tag) neu angesehen. Yoshihiro Nishimura verstarb überraschend mit nur 59 Jahren. So wie ich das mitbekommen habe, wohl an einem Nierenversagen nach einem zweiwöchigen Krankenhausaufenthalt.

Mutant Girls Squad gefiel mir zwar weniger, dennoch bleibt der Film vorerst in der Sammlung. Das natürlich auch aufgrund der Unterschrift, welche ich bekam (mehr dazu unter Fassungen). Yoshihiro Nishimura, der nicht nur als Regisseur, sondern auch als Effekte Spezialist zuständig war, führte in dem dritten Kapitel Regie. Im ersten Kapitel führte Versus Star Tak Sakaguchi (One Percenter, Re:Born, Bad City) Regie und im mittleren Noboru Iguchi. Dabei ist das Segment von Yoshihiro Nishimura am besten. Das bot auch die einzigen Szenen und Momente, die mich wirklich Schmunzeln und erfreuen liessen. Yoshihiro Nishimuras Arbeit bot die höchste Anzahl an handgemachten Effekten und das Monster allein war klasse getrickst.

Die ersten zwei Kapitel von Noboru Iguchi und Tak Sakaguchi hatten vereinzelt auch sehenswerte Effekte zu bieten inklusive eines sonderbaren Humors (fliegende Geburtstagstorte oder die Frau als «Brot»), aber im Grossen und Ganzen gab es am Anfang und Mittelteil auch viel zu viele billige und digitale Bluteffekte zu sehen, die mir nicht gefallen haben. Zudem ist der ganze Look des Filmes billig und die Mehrheit der Figuren fand ich, auch durch das Overacting, anstrengend. Einzelne Momente luden zum Fremdschämen ein. Die Hauptdarstellerinnen Yumi Sugimoto, Yuko Takayama und Suzuka Morita waren okay und besser als die Nebendarstellerinnen. Etwas, was ich bei der Erstsichtung verpasst habe, war die Tatsache, dass der Oberbösewicht von Tak Sakaguchi verkörpert wird. Und das machte dieser, trotz tuntigem Overacting, grandios. Er ist der einzige, dem sein Talent und seine Erfahrung aus anderen Produktionen wirklich anzusehen sind. Die Musik gefiel mir auch.

Fazit: Fans von The Machine Girl und Co. können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Sentô shôjo: Chi no tekkamen densetsu

Japan 2010

R: Noboru Iguchi, Yoshihiro Nishimura, Tak Sakaguchi

D: Tak Sakaguchi, Yumi Sugimoto, Yuko Takayama, Suzuka Morita

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 89:19 Min.

Gesehen am: Juli/NIFFF 2010 / Neusichtung am: 28.05.26

Fassungen: Mir lag die deutschsprachige DVD/Blu-Ray Fassung von 8Films vor = limitiertes Mediabook mit drei Discs und Booklet (in welchem mein altes Review abgedruckt wurde), O-Ton mit deutschen Subs, gute Bild- und Tonqualität, Uncut. Die Edition wurde von Regisseur Noboru Iguchi am NIFFF 2014 signiert.

Samstag, 16. Mai 2026

Pakt der Wölfe

Pakt der Wölfe

Story:

Frankreich im Jahr 1766:

Morde im ganzen Land, begangen von einer Bestie, sollen im Auftrag des Königs untersucht werden. Dieser schickt Grégoire de Fronsac (Samuel Le Bihan) und seinen Helfer (Mark Dacascos) los, um den Fall aufzuklären…

Meine Meinung (Kinofassung):

Pakt der Wölfe sah ich 2002 mit meinem Bruder und meinem Vater im Kino. Ich war damals noch ein Jugendlicher. Pakt der Wölfe gefällt mir auch heute noch extrem gut. In meinen Augen ist Pakt der Wölfe einer der besten Filme von Christophe Gans (Crying Freeman, Necronomicon). Dass Christophe Gans ein Fan des HK-Kinos ist, sieht man auch Pakt der Wölfe in den Actionszenen an. Dazu kommt, dass Christophe Gans hier nach Crying Freeman erneut mit Mark Dacascos (Sabotage, John Wick: Chapter 3 - Parabellum, China Strike Force) zusammenarbeitete.

Pakt der Wölfe ist ein nicht uninteressanter Mix aus Historienfilm, Kostümdrama, Actionfilm (Martial Arts), Krimi sowie Monster- und Tierhorrorfilm. Der Mix ist in der Tat speziell, originell und innovativ. Mir gefiel er. Trotz seiner stolzen Laufzeit von über zwei Stunden (auch in der regulären, von mir gesichteten Kinofassung) wurde mir zu keiner Sekunde langweilig. Der Film sieht mit Ausnahme von einzelnen Aufnahmen des Biestes, dem man hier und da etwas billiges CGI ankreiden darf, einfach toll aus. Superbe Kameraarbeit und Choreographien, viel Einsatz von Zeitlupe und einfach schöne gefilmt und passende Settings.

Mark Dacascos macht in den Kampfszenen, wenig überraschend, eine starke Figur. So aber auch Samuel Le Bihan. Samuel Le Bihan gibt einen sympathischen Helden ab.  So stark Samuel Le Bihan als Held agiert, so toll macht das auf der anderen Seite Vincent Cassel als Bösewicht. Vincent Cassel, der dazumal mit Monica Bellucci (Beetlejuice Beetlejuice) zusammen war, die im Film auch mitwirkt, war dazumal im franz. Kino ein grosser Star. So war es damals nicht ungewöhnlich, ihn und seine Freundin in vielen Kinofilmen gesehen zu haben (z.B. Dobermann, Irreversible, Die purpurnen Flüsse). In einer Nebenrolle ist noch Genre-Star Philippe Nahon (High Tension) zu sehen.

Fazit: Abgefahren und fantasievoll. Der beste Film von Christophe Gans!

Infos:

O: Le Pacte des loups

Frankreich 2001

R: Christophe Gans

D: Samuel Le Bihan, Mark Dacascos, Émilie Dequenne, Vincent Cassel, Monica Bellucci, Jacques Perrin, Christian Marc, Karin Kriström, Philippe Nahon

Laufzeit der deutschen DVD (Kinofassung): 136:57 Min.

Gesehen am: 21.02.2002 / Neusichtung am: 16.05.26

Fassungen: Mir lag die deutsche Doppel-DVD von Helkon / Columbia TriStar vor = Kinofassung sowie der längere Director’s Cut (etwas mehr Figurentiefe) plus viele Extra verteilt auf zwei Discs. Ich sah mir die Kinofassung an = Deutsch/Franz. mit Untertiteln (sehr gute deutsche Synchronisation), exzellente Ton- und Bildqualität (DTS-Deutsch). Den Film gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray und UHD.

Mittwoch, 13. Mai 2026

Godzilla vs. Hedorah

Godzilla vs. Hedorah

Story:

Aus den Folgen der Umweltverschmutzung entsteht das Monster Hedorah. Godzilla sagt der Kreatur den Kampf an…

Meine Meinung:

Die grosse Mehrheit der Godzilla Filme sah ich bisher nur einmal. Zeit, dass nach und nach zu ändern. Nach einer Diskussion mit dem Kumpel sah ich mir heute Abend Godzilla vs. Hedorah an. Den Godzilla mit Öko-Botschaft. Und ich muss sagen, dass mir dieser Beitrag zur langlebigen Reihe sehr gut gefallen hat. Warum Regisseur Yoshimitsu Banno danach keine weiteren Filme mehr drehte, ist mir nicht bekannt.

Fakt ist, dass Godzilla vs. Hedorah einige Punkte bietet, die interessant sind. Ob diese gefallen oder nicht, ist Geschmackssache. Mir haben sie gefallen. Der Film wirkt dunkel und düster. Mit wenigen Ausnahmen wird auf Humor verzichtet. Natürlich gibt es einige komische Momente (fliegender Godzilla im Finale), aber im Grossen und Ganzen ist der Film erwachsener als andere Godzilla-Werke. Dazu passen dann auch ein höherer Bodycount sowie Skelette der Opfer oder aus dem Schädel entfernte Augen. Durch die vielen dunklen Szenen wirkt der Film zudem stimmungsvoll.

Dazu kommt, dass der Film teilweise sehr psychedelisch wirkt. Wie ein Fiebertraum. Auch die Musik war sonderbar und dann gibt es noch schräge Animationen, die in den Film eingeflossen sind. Das, und die Tatsache, dass der Film sehr viele Monster-Kämpfe bietet, machte den Film für meinen Geschmack sehr unterhaltsam und sehr sehenswert. Es geht eigentlich von Anfang an schnell zur Sache und die Figuren sind hier definitiv nur «Ballast». Hauptaugenmerk sind die zwei kämpfenden Monster. Und die Effekte sind, wie immer, sehr cool anzusehen. Hedorah ist definitiv ein vielversprechender Gegner mit einigen coolen Gimmicks.

Fazit: Für Godzilla-Fans zu empfehlen!

Gefolgt von: Godzilla vs. Gigan

Infos:

O: Gojira tai Hedora

Japan 1971

R: Yoshimitsu Banno

D: Akira Yamauchi, Toshie Kimura, Hiroyuki Kawase, Keiko Mari, Toshio Shiba, Yukihiko Gondo

Laufzeit der US-DVD: 85:43 Min.

Gesehen am: Jan. 2008 / Neusichtung am: 13.05.26

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Columbia TriStar vor = gute Bild- und Tonqualität, Uncut, O-Ton und englische Subs. Gibt es in Deutschland als Frankensteins Kampf gegen die Teufelsmonster auf Blu-Ray.

Sonntag, 26. April 2026

Deathstalker

Brugggore Filmfestival 2026 Spezial

Deathstalker

Story:

Der Deathstalker (Daniel Bernhardt) kommt in den Besitz eines Amuletts. Auf dieses haben es etliche Monster und Geschöpfe abgesehen. Derweil macht sich der Deathstalker zusammen mit Freunden (Christina Orjalo, Laurie Field) auf den Weg, das Königreich zu retten…

Meine Meinung:

Auf Deathstalker freute ich mich am diesjährigen Filmfestival. Es war auch einer der wenigen Titel, die mir im Voraus schon ein Begriff waren. Vor kurzem wurde der Film nämlich von Shout Factory auf Blu-Ray veröffentlicht und der Film stand so oder so auf meiner Wunschliste. Daher war der Kinobesuch eine beschlossene Sache. Deathstalker ist ein Remake eine Roger Corman Trash-Produktion, der dazumal nach dem Erfolg von Conan der Barbar ins Leben gerufen wurde und es auf drei Fortsetzungen brachte. Regie führte Steven Kostanski.

Steven Kostanski dürfte Horrorfans ein Begriff sein. Er realisierte nicht uninteressante Filme wie The Void, Leprechaun Returns, Father’s Day oder Manborg.  Zudem ist Steven Kostanski auch ein Spezialeffekte und Make-Up-Künstler (für etliche Produktionen, in denen er selbst Regie führte oder für Filme wie In a Violent Nature oder Scared Shitless). So erhoffte ich mir in Deathstalker auch die ein oder anderen sehenswerten Effekte und Monstermasken. Und als zweites Leckerli ist der Schweizer Daniel Bernhardt (Nobody, Nobody 2, John Wick) als Deathstalker in der Hauptrolle zu sehen.

Ich kenne keinen der Original-Deathstalker Filme. Mir hat dieser neue Deathstalker gut gefallen. Aus einer neutralen Position gibt es ggf. Punkte, die kritisiert werden könnten (keine Nacktszenen, zu lustig, die Musik fand ich unauffällig). Mich haben diese Punkte aber alle nicht gestört. Der Film war unterhaltsam und wie nicht anders erwartet gibt es etliche coole Monster-Effekte, Kostüme, Make-Up Masken und roter Lebenssaft zu sehen, der vergossen wird. Alle Effekte hatten Charme und das eine Monster hat mich sogar an einen Boss aus einem möglichen SNES-Game erinnert. Toller Retro-Charme. Daniel Bernhardt war solide, auch wenn er nicht allzu viel von seinen Martial Arts Künsten zeigen darf.

Fazit: Auf Steven Kostanski ist Verlass! Wer Genres à la Conen der Barbar und Co. mag, dürfte mit Deathstalker viel Freude haben!

Infos:

O: Deathstalker

Kanada, USA 2025

R: Steven Kostanski

D: Daniel Bernhardt, Christina Orjalo, Paul Lazenby, Nina Bergman, Laurie Field

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 102 Min.

Gesehen am: Brugggore Filmfestival 2026

Fassungen: Gesehen am Brugggore Filmfestival 2026 in Englisch. Uncut. Den Film gibt es seit Mitte Feb. in den USA und Kanada auf Blu-Ray. Es gibt noch keine deutsche Fassung (Stand: April 2026). 

Donnerstag, 23. April 2026

Omukade

Brugggore Filmfestival 2026 Spezial

Omukade

Story:

Zweiter Weltkrieg:

Japanische Soldaten halten Gefangene und Zwangsarbeiter in einem Lager. Es kommt zu einer Flucht. Bei dieser werden einige Soldaten wie auch die Gejagten in einem Höhlensystem eingefangen.  Dort haust ein uraltes Geschöpf und bald schon kämpfen alle ums Überleben…

Meine Meinung:

Auf den Tier- und Monsterfilm Omukade freute ich mich am Filmfestival fast am meisten. Der Trailer sah vielversprechend aus und einzelne Szenen erinnerten mich an The Deep Dark den ich am BIFFF sah und an der sehenswerten Tierhorrorfilm The Nest. Daher war es nur logisch, Omukade zu buchen. Gleichzeitig musste ich aufpassen, nicht zu viel zu erwarten.

Es handelt sich um einen thailändischen Film der zur Zeit der japanischen Besatzung im 2. Weltkrieg angesiedelt ist. Inhalt des Filmes ist ein fiktives Monster (Yokai Omukade = Riesentausendfüssler), welches für Angst und Schrecken sorgt. Zudem hat der Omukade viele kleine Helfer, die auch Opfer in willenlose «Zombies» verwandelt (einige Szenen erinnern dabei an Filme wie Die Nacht der Creeps oder Aliens). Der Film ist mehrheitlich Tier- und Monsterhorror. Aber auch etwas Drama, Krieg sowie Actionfilm. Auf asiatischen Humor wird gänzlich verzichtet.

Regie führte ein Regiegespann (Chalit Krileadmongkon sowie Pakphum Wongjinda), welches bisher mehrheitlich Tier- sowie Monsterhorrorfilme drehte. Ich glaube zumindest einen Titel Mal irgendwo zuvor aufgeschnappt zu haben = The Beast Below. NIFFF? BIFFF? In einem Forum darüber gelesen? Ich weiss es nicht mehr. Aber auf alle Fälle interessant, dass die Regisseure ein Faible für Tier- und Monsterinhalte hegen.

Der Cast war mir unbekannt. Bis auf einzelne, wenige Charaktere (z.B. den jap. General mit dem Hitlerschnauz) fand ich die Figuren gelungen. Jede Partie ist im Überlebenskampf vertreten: Engländer, Thailänder und Japaner. Vor allem mit dem kämpfenden Mädel habe ich mit gefiebert und hoffte, dass sie überlebenden würde. Den Engländer fand ich hingegen doof und es ist schade, dass er überlebt. Das mit dem Hitlerschnauz kenne ich zu Genüge aus 70er Jahre Kung Fu Filmen aus Taiwan und Hong Kong. Da wurden die Japaner auch gerne als Bösewichte dargestellt.

Und? Lohnt sich der Film? Omukade war nicht langweilig und positiv ist, dass er sehr abwechslungsreich ist. Natürlich gibt es auch einige CGI-Momente, welche ich stattdessen lieber mit altmodischen Effekten gesehen hätte. Hier und da hätte die Kamera länger und ruhiger sein dürfen (oft recht verwackelt und hektisch). Der Anfang des Filmes und die Erzählstruktur wirkte leicht gehetzt. Was mich hingegen nicht störte, war die Dunkelheit. Das wirkte authentisch und sehr stimmungsvoll (à la The Deep Dark, The Descent).

Für eine einmalige Sichtung war der Film absolut okay, aber an die Klasse eines The Deep Dark reicht Omukade doch nicht heran. Dafür waren die Highlights (Gore, Handgemachte Monster-Effekte) dann doch immer etwas zu kurz oder unübersichtlich zu sehen.  Zudem war die Kameraführung im ersten Viertel des Filmes, speziell in den Kriegs- und Actionszenen in den Erzählungen, zu unübersichtlich und viel zu nah dran. Das hat auch Punkte gekostet. Die besten Szenen hat der Film, wenig überraschend, sobald die Figuren in der Höhle gefangen sind.

Fazit: Tierhorrorfans können durchaus einen Blick riskieren!

Infos:

O: Omukade

Thailand 2025

R: Chalit Krileadmongkon, Pakphum Wongjinda

D: Narilya Gulmongkolpech, James Laver, Yasaka Chaisorn, Daung, Ohmi Ryota, Hideki Nagayama, Keerati Sivakua

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 93 Min.

Gesehen am: Brugggore Filmfestival 2026

Fassungen: Gesehen am Brugggore Filmfestival 2026 in Thailändisch mit Untertiteln. Uncut. Eine DVD, Blu-Ray oder UHD ist noch nicht angekündigt (Stand: April 2026).

Mittwoch, 22. April 2026

Mermaid

Brugggore Filmfestival 2026 Spezial

Mermaid

Story:

Doug (Johnny Pemberton) ist ein Junkie. Er verliert seinen Job, seine Ex findet ihn beknackt und seine Tochter sieht er zu selten und mit Dritten (u.a. Robert Patrick) hat er Probleme. Er will sich das Leben nehmen. Just in dem Moment findet er eine verletze Meerjungfrau und nimmt sie nach Hause…

Meine Meinung:

Von Mermaid, meinem ersten Film am diesjährigen Filmfestival in Brugg, habe ich nicht allzu viel erwartet. Gleichzeitig habe ich mich auch nicht wirklich um den Cast oder die Produktion informiert. Ich wollte mich ggf. positiv überraschen lassen. Wenn ich im Genre-Kino an Filme mit dem Titel Mermaid denke, kommen mir spontan Guinea Pig 6 - Mermaid in a Manhole, The Mermaid von Stephen Chow, The Lure (am NIFFF gesehen) sowie Mermaid Legend in den Sinn.

Mermaid stammt von Tyler Cornack. Einem sehr jungen Regisseur und mir unbekannt. Das gilt auch für die Mehrheit von Cast und Crew mit Ausnahme von Robert Patrick (grosse Nebenrolle) und Tom Arnold (Gastauftritt). Die Schauspieler haben ihre Sache im Grossen und Ganzen ordentlich gemacht. Robert Patrick spielt natürlich eine Art Bösewicht (sehr viel Overacting). Er war zuletzt öfters in solchen Rollen zu sehen (= Tone-Deaf, Tulsa King).

Mermaid erfüllte seinen Zweck. Anspruchslose Indie-Unterhaltung, aber kein Film für die Sammlung. Dafür fesselte der Inhalt zu wenig, die Grenzen durch das kleine Budget werden aufgezeigt, für eine Horrorkomödie war der Humor zu unlustig und der grösste Schwachpunkt waren die Figuren. Die waren uninteressant. Und ein Looser-Versager/Junkie als "Held" hat bei mir als Identifikationsfigur immer schlechte Chancen.

Der Film weiss zum Teil auch nicht Recht, was er sein will. Horror, Komödie, Sozialkritik oder Drama. Dabei haben die dramatischen Parts für mich nicht funktioniert und die sozialkritischen Untertöne wirkten aufgesetzt. Viel Gore gibt es nicht und das Meerjungenfrau-Make-Up ist selten im Detail zu sehen. Eine teilweise zu dunkle Ausleuchtung half dabei ggf. das niedrige Budget zu kaschieren. Die Musikauswahl traf nicht meinen Geschmack. Florida als Setting war cool. Hier und da kamen Dexter Vibes auf. Die Geburtstagsfeier der Tochter war die beste und lustigste Szene des Filmes.

Infos:

O:  Mermaid

USA 2025

R: Tyler Cornack

D: Johnny Pemberton, Avery Potemri, Robert Patrick, Nancy McCrumb, Tyler Rice, Kevin Nealon, Tom Arnold

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 105 Min.

Gesehen am: Brugggore Filmfestival 2026

Fassungen: Gesehen am Brugggore Filmfestival 2026 in Englisch. Uncut. Eine DVD, Blu-Ray oder UHD ist noch nicht angekündigt (Stand: April 2026).

Mittwoch, 1. April 2026

Mantis Fists and Tiger Claws of Shaolin

 

Mantis Fists and Tiger Claws of Shaolin

Story:

Pai Yung Feng (John Cheung Ng-Long) macht es sich zur Aufgabe, seine Schwester (Yu On-Kei), die als Prostituierte in einem Bordell arbeitet, freizukaufen. Auf dem Weg dorthin rettet er die Kellnerin Shuang Shuang (Sarina Sai Zhu-Juan) vor aufdringlichen Kerlen, die später alle tot im Wald gefunden werden. Darunter ist auch der Sohn von Hung Chun Piao (Dean Shek). Hung Chun Piao plant nun, Pai Yung Feng zu töten, da er meint, dass dieser der Mörder ist. Doch wer ist in Wahrheit der mysteriöse Killer?

Meine Meinung (SPOILER):

Mantis Fists and Tiger Claws of Shaolin lag seit 2017 ungesehen rum. Erst durch einen neu entstandenen Kontakt zu einem Deutschen Sammler wurde ich indirekt motiviert, den Film anzuschauen, jedoch in einer anderen Fassung (mehr dazu unter Fassungen). Bei Mantis Fists and Tiger Claws of Shaolin handelt es sich um einen Ende der 70er Jahre (1977) Eastern aus Hong Kong von Goldig Films (The Gold Connection, Cunning Kids, Two Wondrous Tigers).

Der Film von Simon Chui Yee-Ngau (auch Action-Regie) und Cheung Sum (war auch für das Drehbuch zuständig) wartet mit John Cheung Ng-Long (The Eagle's Killer, Kung Fu Master Named Drunk Cat, The 36th Chamber of Shaolin) als Star auf. Er hat in einigen Filmen, die von Goldig Films produziert wurden, mitgewirkt. Einer seiner bekanntesten Titel dürfte Snake in the Monkey's Shadow sein. Mantis Fists and Tiger Claws of Shaolin hat mir sehr gut gefallen. Der Film ist aus mehreren Gründen erwähnenswert, die ich so nicht erwartet hätte.

Zum einen die Rolle von Dean Shek (His Name Is Nobody, A Better Tomorrow 2, By Hook or by Crook). Dean Shek spielt oftmals übertriebene Comic-Charaktere. Dass er auch ernstere Rollen spielen kann, ist mir bewusst, auch wenn ich dies selten erlebt habe (z.B. in The Bravest Fist nebst Michael Chan Wai-Man). Hier spielt er nicht nur eine ernste Rolle, sondern auch den Hauptbösewicht. Und er macht das ausserordentlich gut. Seine Kampfszenen, egal ob mit oder ohne Waffen oder sonstigen Überraschungen (einem Krug aus giftigem Wein), sind stark choreographiert und im Finale gibt er einen harten Brocken ab.

Auf Humor und Klamauk wird im Film verzichtet. Ganz ohne kommt der Film dennoch nicht aus. Wobei es mehr ein Overacting ist, welches einige der Handlanger von Dean Shek an den Tag legen. Vor allem dann, wenn es um die Vergewaltigungen von der von Sarina Sai Zhu-Juan gespielten Figur geht. Da drehen die Herren im Film durch (Mimik, Lachen etc.). Sehr übertrieben und cartoonhaft dargestellt. Aber alles in allem ein ernster Eastern. Dazu passt dann auch der Genre-Mix. 

Der Film ist nämlich ein Genre-Mix aus Kung-Fu-Streifen, Monster-Film (an der Stelle will ich auch nicht mehr verraten, aber die Auflösung ist unglaublich amüsant und innovativ) und Rape & Revenge-Inhalten. Einige Zuschauer haben die Menge an Vergewaltigungen im Film kritisiert, aber am Ende wird deutlich, dass es mit dem Plot und dem Verlauf des Plots zu tun hat. Ein unschönes, aber wichtiges Merkmal der Geschichte. Hut ab vor der mir unbekannten Darstellerin Sarina Sai Zhu-Juan (The Dragon Lives Again, Hot Blood), die dabei gut agiert hat. Da auch die Kampfszenen und die Waffen, welche die Kämpfer brauchen, rocken, kann ich nur eine Empfehlung aussprechen!

Fazit: Sehenswerter Kung-Fu-Film, der leider viel zu wenig bekannt ist!

Infos:

O: Huet Hoi Tong Long Chau

HK 1977

R: Cheung Sum, Simon Chui Yee-Ang

D: John Cheung Ng-Long, Yu On-Kei, Sarina Sai Zhu-Juan, Dean Shek

Laufzeit der DVD-R-Fassung: 95:44 Min.

Gesehen am: 01.04.26

Fassungen: Mir lag seit 2017 ungesehen eine US-Bootleg-DVD rum. Diese ist, wie ich nun getestet habe, Englisch Dubbed und kommt nicht in die Sammlung. Warum nicht? Von einem Kumpel aus Deutschland habe ich eine selbst gebastelte Version als DVD-R erhalten. Diese hat mehrere Vorteile wie z.B. Widescreen Bild (Master = franz. VHS = Mantis, le tigre de Shaolin) und diverse Audio-Optionen. Für mich war vor allem der Mandarin-Track ausschlaggebend. Dazu gibt es zwei englische Untertitelspuren (einmal in Weiss, einmal in Gelb). Die Fassung findet sich inzwischen auch auf YouTube. Offizielle, mir bekannte Fassungen sind die VHS aus Frankreich (kostet auf Ebay ca. 100 Euro), eine VHS aus Algerien (Englisch Dubbed mit franz. und arabischen Subs) und eine US-DVD (Englisch Dubbed). Zudem gibt es noch eine UK-DVD von Vengeance Video. Dort ist mind. auch englischer Ton enthalten. Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: April 2026). In China und Taiwan finde ich nur Bootlegs (Taiwan) und auf dem chinesischen «YouTube» auch nur Mandarin Ausgaben (jedoch ohne irgendwelche Subs und in Vollbild).

Dienstag, 10. März 2026

Conquest


Conquest

Story:

In einer barbarischen und animalischen Welt, in der das Gesetz des Stärkeren regiert, ziehen zwei Männer (Andrea Occhipinti, Jorge Rivero), durch Schicksal vereint, durch die Welt, um diese vor dem Bösen (u.a. Sabrina Siani) zu befreien…

Meine Meinung:

Conquest wird von vielen Fans belächelt, als schwacher Fulci-Film oder als Trash angesehen und betitelt. Ich kann dem nicht zustimmen. Es ist unendlich viele Jahre her, seit ich mir diesen Film, eine italienisch-mexikanisch-spanische Koproduktion, angesehen habe. Heute hatte ich Lust darauf und habe die Sichtung nicht bereut. Conquest gefiel mir heuer sogar noch besser als früher. Ich sah mir den Film heute erstmals in Deutsch an. Die Synchronisation ist dem Englischen oder Ital. Dub klar vorzuziehen.

Ob der Film eine Conan (Conan der Barbar, USA 1982) Kopie ist, ist mir nicht bekannt. Jedoch ist das gut möglich. Lucio Fulci sprang schon auf andere Trends auf (z.B. folgte auf Dawn of the Dead Zombi 2). Conquest spielt in einer eigenen, nicht definierten Welt. Dem Film gelingt es, eine wunderbare Endzeit- und Fantasy-Stimmung zu generieren. Dies durch klug eingesetzt Stilmittel wie z.B. die Kameraoptik oder den Einsatz von viel Nebel. Die Settings sind abwechslungsreich, muten surreal und traumhaft an. Die Bilder sind stark und die Settings abwechslungsreich.

Dazu kommt, dass der Film viele charmante Effekte, Kostüme und Monster nach meinem Geschmack bietet. Es gibt diverse Ungeheuer, die Zombies ähneln, aber per se keine wirklichen Zombies sind. Zu der bösen Monster-Truppe gehören auch Kreaturen, die aus Star Wars entsprungen sein könnten (ein umgewandelter, monströser Chewbacca), fischartige Monster und eine fast splitternackte Anführerin, die den ganzen Film über eine Maske trägt (und erst im Finale ihr tolles Make-Up-Monster-Gesicht präsentiert). Hier und da schmust sie mit einer Schlange.

Dazu gibt es einige CGI-Laser-Effekte. Wenn unsere Helden den Pfeilbogen als Waffe einsetzen, so sind das ebenfalls charmante Effekte nach meinem Geschmack. Es gibt eine Szene, da waren die Effekte in der Tat «billig ins Bild kopiert». Dann, als unsere Helden in Deckung gehen und von unzähligen Pfeilbögen der Bösewichte beschossen werden. Das war die einzige Sequenz, welche tricktechnisch nicht genügt hat. Ansonsten waren es tolle Make-Up Kreationen, Masken und Kostüme. Für Lucio Fulci Verhältnisse mag es zwar eher harmlos zugehen, aber es gibt dennoch auch einige sehenswerte Splattereffekte und genug nackte Haut zu sehen, um Euro-Cult Fans zufriedenzustellen.

Der Film legt ein angenehmes Tempo an den Tag. Der kaum vorhandene Plot bietet immer wieder Verschnaufpausen. Dank den tollen Settings, den soliden Leistungen der Darsteller um Andrea Occhipinti (Der New York Ripper), Jorge Rivero oder Sabrina Siani (Aenigma) inklusive der tollen Musik von Claudio Simonetti (Mother of Tears) überzeugt der Film auch in diesen ruhigeren Momenten. Das Finale hätte etwas effektiver und länger ausfallen dürfen, aber im Grossen und Ganzen bietet Conquest ein unterhaltsames Sehvergnügen. Gehört Conquest also zu den schwächeren Filmen von Lucio Fulci (Lizard in a Woman's Skin, The House by the Cemetery)? Ich sage nein!

Fazit: Italo-Fantasy vom Feinsten!

Infos:

O: Conquest

Italien, Spanien, Mexiko 1983

R: Lucio Fulci

D: Andrea Occhipinti, Jorge Rivero, Sabrina Siani

Laufzeit der deutschen DVD: 85.00 Min.

Gesehen am: 27.07.04 / Neusichtung am: 10.03.26

Fassungen: Früher sah ich den Film via US-DVD von Anchor Bay oder Blue Underground. Als 84 Entertainment dann eine Fassung in Ital. mit Subs anbot, kaufte ich den neu. Die heutige Sichtung erfolgte daher über das deutsche Mediabook von 84 Entertainment. Der Film liegt in zwei Fassungen vor (regulär und als Grindhouse Version). Dazu gibt es ein Booklet und eine Soundtrack CD mit der Musik von Claudio Simonetti. Das Set wurde am Brugggore Filmfestival von Claudio Simonetti signiert. Der Film liegt in Deutsch, Englisch oder Ital. mit deutschen Subs vor. Ich sah mir den Film erstmals in Deutsch an und die Synchronisation ist gelungen und qualitativ besser als der Englische oder Ital. Dub. Wer eine Blu-Ray möchte, muss zur neuen US-Ausgabe von Cauldron Films greifen. Die haben den Film mit einer Soundtrack-CD, mit einer Bonus-Blu-Ray, einer Blu-Ray (Film) und einer UHD (Film) veröffentlicht. Dazu Ital./Englischen Ton mit englischen Untertiteln und vielen Extras (unzählige exklusive Interviews).

Samstag, 7. März 2026

Dracula, Prisoner of Frankenstein

 

Dracula, Prisoner of Frankenstein

Story:

Dem Vampirjäger Sewart (Alberto Dalbes) gelingt es, Dracula (Howard Vernon) zu töten. Doch Wissenschaftler Frankenstein (Dennis Price) erweckt Dracula wieder zum Leben. Dieser soll ihm nun, wie auch sein Monster (Fernando Bilbao), als Werkzeug dienen. Derweil nimmt Sewart den Kampf gegen Dracula wieder auf…

Meine Meinung:

Dass ich Dracula, Prisoner of Frankenstein irgendeinmal schonmal als japanische DVD unter dem Titel Drácula contra Frankenstein sah, daran konnte ich mich nicht erinnern. Auch nicht, als ich mir den Jess Franco (Die Liebesbriefe einer portugiesischen Nonne, Greta – Haus ohne Männer, The Sadist of Notre Dame) Film heute ansah. Der Film hat mir heute, wenn ich mit meinem uralten Review vergleiche, schlechter gefallen. Allerdings möchte ich mir erst in Zukunft bei einer weiteren Sichtung mit angepassten Erwartungen ein definitives Urteil erlauben.

Der Film ist, trotz der kurzen Laufzeit von nur 82 Minuten und trotz Beteiligung von diversen Moneten und Geschöpfen wie Dracula, Frankenstein, Frankensteins Monster und einem Werwolf (nur in den letzten acht Minuten oder so zu sehen), langweilig. Die 82 Minuten fühlten sich definitiv länger an. Der Film, der teilweise an Paul Naschy (Werwolf-Maske) oder Jean Rollin Werke erinnert hat, ist sehr dialogarm. Es wird praktisch nichts gesprochen in dem Film. Das war sonderbar. Der Film hat allgemein eine traumhafte und surreale Note. In Sachen Sex und Gewalt ist der Film völlig harmlos. 

Das sind dann auch die Pluspunkte des Filmes: die Bilder sind atmosphärisch dicht und stimmungsvoll eingefangen worden. Die Settings (Schloss) sind toll gewählt und wer Gothic-Stimmung mag, wird mehr als belohnt. Howard Vernon (Eine Jungfrau in den Krallen von Frankenstein, The Other Side of the Mirror, Faceless) hat zudem stark gespielt. Die Frauen machten ihre Sache auch ordentlich. Bei den anderen Herren ist ein gewisses Overacting auszumachen und auch eine unfreiwillige Komik (z.B. Kampf Frankenstein gegen den Werwolf im Finale). Nach Antworten und Logik sollte nicht gesucht werden. Jess Franco schuf mit Dracula, Prisoner of Frankenstein eine Hommage an die Universal Gruselklassiker der 40er Jahre.

Fazit: Jess Franco Fans können einen Blick riskieren.

Infos:

O: Drácula contra Frankenstein

Frankreich, Liechtenstein, Portugal, Spanien 1972

R: Jess Franco

D: Alberto Dalbes, Howard Vernon, Dennis Price, Paca Gabaldón, Carmen Yazalde, Josyane Gibert, Fernando Bilbao, Geneviève Robert

Laufzeit der US-Blu: 82:59 Min.

Gesehen am: ? / 2. Sichtung am: 07.03.26

Fassungen: Ich habe den Film als japanische DVD von Atlus (Drácula contra Frankenstein) in der Sammlung (Best of Jess Franco Special Pack). Dieses kaufte ich 2010 in Japan im Urlaub. Über die Spezifikationen weiss ich nicht mehr Bescheid. Für die 2. Sichtung lag mir die US-Blu-Ray von Severin Films vor = Schuber, Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität (vielleicht hier und da etwas dunkel), viele Extras (das Interview von Stephen Thrower ist interessant), Region-All-Disc und ganze fünf Audio-Optionen sind vorhanden inklusive englische Untertitel. Ich sah mir den Film in Deutsch an. In Deutschland ist der Film von Colosseo Film / AL!VE Uncut auf Blu-Ray zu haben (Titel: Die Nacht der offenen Särge).