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Mittwoch, 26. November 2025

18 Bronzemen Review

18 Bronzemen

Story:

Wan (Carter Wong) und Tang (Tien Peng) lernen im Shaolin Tempel 20 Jahre Kung Fu Techniken. Beide verfolgen Motive der Rache. Tang will den Tod von Herrscher Hei (Yi Yuan), der für den Tod seines Vaters (Chang Yi) verantwortlich ist, rächen. Hilfe bekommt er von seiner Schwester (Polly Shang-Kuan Ling-Feng). 

Meine Meinung (Rekonstruierte Originalfassung):

18 Bronzemen dürfte wohl der bekannteste Eastern von Regisseur Joseph Kuo (The Death Duel, The Mighty One, The 36 Deadly Styles) sein. Ich dachte immer, dass wäre die taiwanesische Antwort auf den Shaw Brothers Klassiker Die 36 Kammern der Shaolin. Aber wenn die Daten (der HK-Filmdatenbank) stimmen, wurde dieser erst ein Jahr nach 18 Bronzemen realisiert. Somit war 18 Bronzemen wohl einer der ersten seiner Art. Noch für den Shaw Brothers oder weiteren Arbeiten durch Dritte (Lo Wei und Jackie Chan mit Wooden Man).

Der Inhalt war wegweisend und eine Inspiration. Das harte Training im Shaolin Tempel dient der Rache, es gibt Bronzemänner und am Ende wird ausserhalb des (Shaolin) Klosters gekämpft. Ich sah den Film bisher nur einmal. Das ist sehr lange her (Okt. 2007). Damals sah ich die reguläre HK-Fassung, welche jedoch einer stark veränderten Fassung entspricht, die für den japanischen Markt kreiert wurde. Viele Szenen aus der Original-Fassung, die es früher nur auf VHS und Co. gab, wurden entfernt. Joseph Kuo hat den Film für den jap. Markt mit Szenen aus Filmen wie The Unbeaten 28, Der Bronzeschwur der Shaolin sowie The Blazing Temple aufgepeppt.

Der Film ist solide, aber dennoch kein Kracher. Die Kampfszenen sind gut, aber nicht überragend und zudem waren mir die Helden zu wenig charismatisch. Tien Peng (The Elimination Pursuit) kann sein Talent erst gegen Ende abrufen, Polly Shang (Seven to One) kommt nur im letzten Viertel vor und Carter Wong (The Legendary Strike) war mehrheitlich sehr unsympathisch. Chang Yi (The War of the Boundary) spielt leider nur in einer Flashback-Szene mit d.h. einen sehr kleinen Auftritt. Dennoch: solide und viele Trainings- und Kampfszenen erwarten den Zuschauer = es wird kaum langweilig.

Fazit: Für Kung Fu Fans zu empfehlen!

Gefolgt von: The Return of the 18 Bronzemen

Infos:

O: Shao Lin Si Shi Ba Tong Ren

Taiwan 1975

R: Joseph Kuo Nan-Hong

D: Carter Wong, Tien Peng, Yi Yuan, Chang Yi, Polly Shang-Kuan Ling-Feng

Laufzeit der UK-Blu: 100:50 Min.

Gesehen am: Okt. 2007 / Neusichtung: 18.08.25

Fassungen: Früher sah ich den Film als HK-Fassung via Koch Media DVD. Diese «HK-Fassung» entsprach aber einer massiv stark veränderten Fassung, die dazumal für den japanischen Markt erstellt wurde. Diese wurde mit Szenen aus The Unbeaten 28, Der Bronzeschwur der Shaolin sowie The Blazing Temple integriert. Die Originalfassung gab es nur als VHS-Fassungen. Eureka haben mit ihrer Cinematic Vengeance Box nebst der japanischen Fassung im durchgängigen HD auch eine rekonstruierte Uncut Fassung gebastelt. 90% HD, aber es wurden auch Szenen aus 35mm Prints und VHS (Vollbild-Inserts) integriert. O-Ton mit englischen Subs. Löblich.

Mittwoch, 3. September 2025

The Lady Constable Review


 

The Lady Constable

Story:

Coldwater Tiger (Chang Yi) und sein Team überfallen einen Escort-Service und erbeuten Perlen. Drei Helden (Angela Mao, Judy Lee, Wang Kuan-Hsiung) nehmen den Kampf gegen Coldwater Tiger auf…

Meine Meinung:

Aka The Lady Constables. Bei dieser Ende der 70er Jahre Produktion aus Taiwan von Regisseur Cheung San-Yee (Secret Rivals 3, The Thrilling Sword) handelt es sich um einen sehenswerten Eastern, der mir sehr gut gefallen hat. Das der Film aus Taiwan stammt, sieht man The Lady Constable zu jeder Sekunde positiv an. Der Film bietet kaum einen Plot und inhaltlich sind diverse fantasievolle Kämpfer, Gimmicks und Waffen zu sehen. Das hebt den Film von Hong Kong Produktionen aus der Zeit ab.

Bis auf zwei bis drei Running Gags (Sarg und Zettelchen mit Texten und komischen Soundeffekten) verzichtet der Film zudem auf Klamauk, was dem Film gut zu stehen bekommt. Der Plot ist jedoch schon sehr dünn und die Handlungen der Figuren naiv. Trotz 2-3 Foltersequenzen ist der Film in Sachen Härte harmlos. Die Kampfszenen sind die Highlights des Filmes. Dabei wartet der Film mit einem starken Cast auf. Selten gibt es Italo-Western Musik zu hören.

Als Helden fungieren drei Namen: Angela Mao (Bandits, Prostitutes & Silver, The Association, Kung Fu Zombie - Der Gorilla mit der stählernen Klaue), Judy Lee (The Swift Shaolin Boxer, Assassin) sowie Wang Kuan-Hsiung (Dirty Trick, Chase Step by Step). Dabei überzeugt Angela Mao durch ihre Präsenz am meisten. Intensiv und stark, wie sie das verkörpert. So überrascht es auch nicht, dass es dann sie (und Judy Lee) sind, die am Ende gegen den Bösewicht antreten.

Der Bösewicht, natürlich weisshaarig, wird von Chang Yi (7 Commandments of Kung Fu, Two Assassins of the Darkness) verkörpert. Diesen sehe ich immer gerne als Bösewicht. Er hat in so vielen sehenswerten Filmen mitgewirkt, dass ich schon aufgehört habe, zu zählen in wie vielen. Fans von ihm sollten aber wissen, dass er nur eine kleine Rolle spielt und nur im Finale kämpft. Ansonsten bleibt er im Hintergrund und die drei Helden knöpfen sich erst Mal seine Untertanen vor, bevor es im Finale zur direkten Konfrontation kommt. In dieser macht Chang Yi eine tolle Figur. Er kämpft u.a. mit versteckten Fallen und einem Regenschirm, der mit Messern bestückt ist. Cool.

Fazit: Sehenswerter Eastern!

Infos:

O: Fei Yan Shuang Jiao

Taiwan 1978

R: Cheung San-Yee

D: Angela Mao, Judy Lee, Chang Yi, Wang Kuan-Hsiung

Laufzeit der China VHS: 87:10 Min.

Gesehen am: 07.06.25

Fassungen: Mir liegen zwei VHS-Fassungen zum Film vor. Zum einen die HK-VHS von Ocean Shores, welches Angela Mao 2022, als ich sie in Queens traf, signiert hat. Dieses VHS ist leider nur Englisch Dubbed. Die Fassung habe ich mir nicht angesehen. Aus China liegt mir noch eine Bootleg-VHS vor. Die Kassette selbst ist eine Kopie, aber die Hülle scheint ein Original zu sein. Eine Papp-Verpackung der HK-VHS von Omni Video (= Ocean Shores). Der Vorteil dieser Fassung: O-Ton Mandarin mit englischen Subs. Es gibt keine DVD, keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Juni 2025).

Mittwoch, 27. August 2025

Dragon Squad Review

Dragon Squad

Story:

Eine Gangsterbande (u.a. Lung Fei, Phillip Ko, Shan Mao) terrorisiert ein Dorf. Diverse Parteien (u.a. Jimmy Wang Yu, Chang Yi, Chin Kang und Chen Sing) nehmen den Kampf gegen die Bande auf…

Meine Meinung:

Aka Four Real Friends. Bei Dragon Squad handelt es sich um einen Mitte der 70er Jahre Basher und eine First Films Produktion aus Hong Kong, welche in Taiwan gedreht wurde. Der Film hat kaum Plot. Der Inhalt erinnert ans japanische Samurai Kino und/oder an den Italo Western. Dazu passen auch der wunderbare Vorspann und die Musik. Regie führte Shaw Brothers Legende Jimmy Wang Yu (The Shanghai Thirteen, The Killer Meteors, Boxers of Loyalty and Righteousness), der im Film auch noch gleich einer der Hauptrollen spielt.

Im Film geht es quasi um vier Einzelkämpfer, die sich am Ende vereinen müssen, um gegen den Gegner bestehen zu können. Es geht um Gold, das zu Beginn des Filmes gestohlen wird. Alle vier Helden haben persönlich negative Erfahrungen mit den Gangstern gemacht und tun sich im Finale zusammen, um das Dorf von der Plage zu befreien. Jimmy Wang Yu spielt einen der vier Helden. Nebst ihm sind Chen Sing (The Kung Fu Emperor, Tough Guy, The 13 Styles Strike), Chin Kang (Shaolin Warrior, A Girl Called Tigress, The Legendary Strike) sowie Chang Yi (7 Commandments of Kung Fu, Two Assassins of the Darkness, The Ming Patriots) als Helden zu sehen.

Von den vier Kämpfern dürfen Jimmy Wang Yu und Chang Yi am meisten zeigen. Die andern beiden halten sich relativ bedeckt. Dass nicht alle gleich viel Kampfszenen abbekommen, versteht sich bei der Anzahl Figuren von selbst. Die Bösewichte werden von Lung Fei (Tai Chi Shadow Boxing, Little Flying Dragon, The New Game of Death), Phillip Ko (Enter Three Dragons, The Gold Connection, The Mysterious Heroes), Shan Mao (Showdown) sowie dem mir unbekannten Luk Chuen (Deadly Chase for Justice, Soul of Bruce Lee, Fire on the Great Wall) gespielt. Letzterer ist zu meiner Überraschung sogar der Hauptbösewicht (ich hatte zuerst auf Lung Fei getippt). Seine Kampfszenen und Waffen sind stark. Ansonsten bekommt Phillip Ko erstaunlich viele Kampfszenen spendiert.

Die Kampfszenen sind hart und zum Teil blutig anzusehen. Auf Humor wird, bis vielleicht eine Szene, verzichtet, was dem Film gut bekommt. Der Film verzichtet bis auf wenige Ausnahmen auch auf Musik. Diese fiel mir vor allem im Intro und kurz vor dem Finalkampf auf (Erneut: Italo Western Vibes). Dass Chen Sing einen bemitleidenden Säufer spielt, fand ich leicht schade. Von ihm hätte ich zudem gerne auch mehr Kampfszenen gesehen. Aber man kann nicht alles haben…

Fazit: Starker Basher, sehr zu empfehlen!

Infos:

O: Si Da Tian Wang

HK 1974

R: Jimmy Wang Yu

D: Jimmy Wang Yu, Chang Yi, Chen Sing, Lung Fei, Chin Kang, Yee Hung, Luk Chuen, Shan Mao, Phillip Ko

Laufzeit der jap. VHS: 89:34 Min.

Gesehen am: 27.05.25

Fassungen: Mir lag die jap. VNS von CBS/FOX vor = Uncut, Vollbild (fällt nicht störend auf und die Bildqualität ist gut), Mandarin Print, jap. Subs. Andere Fassungen (DVD aus Japan, alle deutschen Fassungen = Die stahlharten Vier) sind zensiert. Fassungen im O-Ton und mit englischen Subs sind mir nicht bekannt. Es gibt keine Blu-Ray (Stand: Mai 2025).

Samstag, 14. Juni 2025

The Cannibals

The Cannibals

Story:

Master Pao Liang (Chang Yi) will den Tod seines Mentors rächen und die Täter finden, welche den Überfall geplant haben. Dabei wurde Geld gestohlen. Master Pao findet einen der drei Täter, doch der wahre Auftraggeber ist der Gangsterboss und Casino-Besitzer Tsang (Chen Hung-Lieh)…

Meine Meinung:

The Cannibals ist ein Anfang der 70er Jahre Basher von der weiblichen Regisseurin Kao Pao-Shu, die ihr Handwerk bei den Shaw Brothers gelernt hat, um danach unabhängig Filme zu drehen (The Desperate Chase, Female Fugitive, The Jade Fox), nachdem sie bei den Shaw Brothers vor und hinter der Kamera stand (Trilogy of Swordsmanship, Lady with a Sword). The Cannibals hat im Gegensatz zu anderen Titeln wie z.B. Wir kommen und werden euch fressen nichts mit Kannibalen oder dem Horrorgenre zu tun.

Im Film geht es um die simple Story um einen Überfall mit Toten, einer Rache-Story, gestohlenes Gold und um Gerechtigkeit. Chang Yi (A Taste of Cold Steel, The Thrilling Sword, The War of the Boundary), den ich vor allem als Bösewicht gerne sehe, macht hier als rechtschaffener Held und Aufklärer eine gute Figur. Er spiel den Helden. Er macht das überzeugend, auch in den Kampfszenen und auch das Charisma stimmt. Auf der Gegenseite haben wir mit Chen Hung-Lieh (Come Drink with Me, Midnight Cowgirl, The Devil) die perfekte Wahl des Bösewichts. Dank den beiden gewinnt der Film bereits an Qualität.

Die Kung Fu Szenen sind zahlenmässig hoch ausgefallen, so dass es wenig Längen gibt. Was dem Film vielleicht angekreidet werden kann ist die Tatsache, dass er zu lieb und harmlos ist (so wird der Bösewicht im Finale z.B. verhaftet statt getötet). Positiv fielen auch die Frauenrollen auf. Ob es daran lag, dass weiblicher Regisseur? Chen Chen (sie sah man in interessant klingenden Ende der 60er Jahre Swordplay-Produktionen wie Vengeance of Snow-Maid oder Wizard of the Sword aus Taiwan) spielt gut und Mang Lee (Blind Boxer, Blood Reincarnation) bringt etwas Humor und Schmollen in den Film. Zudem gibt es einige Gamble-Szenen zu sehen.

Fazit: Sehenswerter Basher mit gutem Cast und vielen Kämpfen!

Infos:

O: Hei Chi Hei

HK 1972

R: Kao Pao-Shu

D: Chang Yi, Chen Hung-Lieh, Chen Chen, Mang Lee

Laufzeit der HK-VHS: 87:25 Min.

Gesehen am: 21.03.25

Fassungen: Mir lag die HK-VHS von Ocean Shores vor = Uncut, solide Bild- und Tonqualität, Vollbild, Englischer Dub. Der Dub ist leider schlecht. Es gibt auch eine Ocean Shores VHS im O-Ton mit englischen und chinesischen Subs. Die sah ich aber noch nie zum Kaufen. In China finde ich nur eine Bootleg VHS mit dem Ocean Shores Artwork. Ggf. hole ich mir das, um den Film in Zukunft im O-Ton schauen zu können. Die deutsche Fassung (VHS, DVD) sind in Gewalt zensiert. Titel: Die Wut, der Schrei und der Tod.

Samstag, 17. Mai 2025

7 Commandments of Kung Fu

7 Commandments of Kung Fu

Story:

Hsiao Peng (Li Yimin), der in der Apotheke seines Onkels (Ku Cheng) arbeitet, findet eines Tages den verletzen Martial Arts Meister Lung Szu-Hai (Chang Yi). Dieser zieht durch das Land, um Kung Fu Meister herauszufordern. Hsiao Peng pflegt ihn gesund und wird zu Meister Lungs Schüler. Danach ziehen sie durchs Land. Doch nach und nach bröckelt die Fassade von Lung Szu-Hai, der sich als Killer entpuppt. Nachdem dieser Hsiaos Onkel tötet, plant Hsiao dessen Tod zu rächen…

Meine Meinung:

Aka The Seven Commandments of Kung Fu. Nach dem Erfolg von Drunken Master und Co. waren Kung Fu Komödien angesagt. 7 Commandments of Kung Fu von Ko Pao (Ninja Kids) macht dabei keine Ausnahme, auch wenn es mit den humoristischen Momenten doch schneller vorbei ist, als in anderen Kung Fu Komödien dieser Art. Andere Kung Fu Komödien starten kurz vor der 60. Minute mit dem eigentlichen Plot und/oder der Zunahme von Ernsthaftigkeit. 7 Commandments of Kung Fu startet dabei deutlich früher. Somit sind die Szenen mit pubertierendem Klamauk (die viele abführende Medikamente beinhalten) gut auszuhalten.

Inhaltlich macht der Film dabei also keine Überraschungen. Der Film wird sogar als eine Art HK-Remake des Italo-Western Day of Anger mit Lee Van Cleef und Giuliano Gemma angesehen. Dabei schlüpft unser akrobatischer Held Li Yimin (The 7 Grandmasters) in die Rolle des Giuliano Gemma und Dauer-Bösewicht Chang Yi (Die Tödliche Rache) spielt auch hier schlussendlich den Bösewicht, und nicht, wie ich das zuerst falsch erwartet habe, Lung Fei (The Ming Patriots). Letzterer spielt nur eine kürzere Nebenrolle. Das gibt dem Film eine interessante Wendung, da Chang Yi nicht von Beginn an als super fieser Bösewicht dargestellt wird.

Die Musik, gerade in den lustigen Momenten, ist keine bekannte Dudelei, die der Fan aus unzähligen solchen Filmen kennt. Schade, hat man passend zum Italo-Western Inhalt, keine gestohlene Italo-Western Musik in die Szenen integriert. Das wäre cool gewesen. Li Yimin macht als Schüler eine starke Figur, gerade auch dank seiner Akrobatik und Physis. Im Vorspann zeigt er bereits, teilweise im Split-Screen, sein Können. Lung Fei gefällt als Bösewicht und an Chang Yi als, natürlich weisshaariger Bösewicht, hatte ich auch Freude. 

Er gefällt mir als Bösewicht einfach besser statt als Held. Er gibt einen starken Gegner ab. Allgemein wechselt der Ton schnell von der Komödie zum härteren Eastern. Ab einem gewissen Zeitpunkt folgt praktisch nur noch Kampfszene auf Kampfszene. Die Choreographie kann sich dabei sehen lassen. Die Ringe und/oder übergrossen Gottesanbeterinnen aus Stroh, die zum Trainieren dienen, sind innovativ.

Fazit: Für Old School Kung Fu und Chang Yi Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Gong Fu Qi Jie

HK 1979

R: Ko Pao

D: Li Yimin, Ku Cheng, Chang Yi, Lung Fei, Hsiao Hou-Tou, Ma Chin-Ku

Laufzeit der US-VHS: Ca. 84 Min.

Gesehen am: 19.02.25

Fassungen: Ich sah beim Kollegen die US-VHS von Tai Seng = eine 1:1 Kopie der HK-VHS von Video Village = Vollbild, Mandarin O-Ton, feste englische und chinesische Subs, die an den Seiten stark beschnitten sind. Das zweite HK-VHS von Ocean Shores ist zwar auch im O-Ton, hat aber keine englischen Subs. DVDs gibt es z.B. in England (nur Englischer Dub). Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Feb. 2025).

Freitag, 16. Mai 2025

Two Assassins of the Darkness

Two Assassins of the Darkness

Story:

Killer Chopper Hsiung Fei (Chang Yi) und Killer Dagger Kuan (Don Wong Tao) treffen in einer Kleinstadt aufeinander. Chopper Hsiung Fei verliebt sich im Verlauf in die schöne Hua (Doris Lung Chun-Erh), dessen Bruder (Stephen Tung Wai) auch auf der Todesliste steht. Hintermänner planen, die zwei Killer gegeneinander aufzuhetzen…

Meine Meinung:

Two Assassins of the Darkness stammt von Regisseur Ting Chung, der schon sehenswerte Eastern wie Tiger Jungle, Ten Brothers of Shaolin, Of Cooks and Kung Fu oder 7 Kampfmaschinen des Todes realisiert hat. Sein Shaolin – Eine Faust die tötet fand ich etwas schwächer. Ungesehen liegt mir noch Mars Villa vor. Wie bei Shaolin – Eine Faust die tötet ist auch in Two Assassins of the Darkness der Plot etwas wirr, konfus und wartet am Ende auch mit offenen Fragen auf. Das habe ich schon vor der Sichtung gelesen.

So schlimm, wie es bei anderen Reviews aber dargestellt wird, empfand ich es dann trotzdem nicht. Vor allem wenn man die Figuren und Schauspieler kennt, geht es eigentlich trotzdem ziemlich gut zum Schauen, auch wenn der Film am Ende nicht alles erklärt. Die Kampfszenen machen Spass, der Cast ebenso. Es wird viel mit Messer getötet und im Film tummeln sich Namen wie Don Wong Tao (Slaughter in San Francisco), Chang Yi (Kung Fu Zombie - Der Gorilla mit der stählernen Klaue), Doris Lung Chun-Erh (The Jade Fox), oder ein junger Stephen Tung Wai (Killer Wears White).

Gegen Ende werden die Kampfszenen sogar richtig sehenswert. Es wird mit oder ohne Waffen gekämpft. Das Duo Chang Yi und Don Wong Tao stand ja bereits mehrfach zusammen vor der Kamera (Eagle's Claw, Fatal Needles Vs. Fatal Fists, Phantom Kung Fu). Schade ist, dass das Finale dann z.T. einer Potenzialverschwendung gleicht. Der Kampf von Chia Kai, der rechten Hand des echten Bösewichts, ist leider zu kurz ausgefallen. Doris Lung Chun-Erh kämpft im Finale leider gar nicht und auch der Bösewicht selbst greift nicht kämpfend ein. Da hätte man durchaus mehr daraus machen können. Das war schon schade.

Fazit: Der Plot und die Potenzialverschwendung am Ende verhindern, dass der Film zu den besten Arbeiten von Ting Chung zählt. Dennoch solide, mit sehenswerten Kämpfen und einem starken Cast ausgestattet!

Infos:

O: Kuai Dao Luan Ma Zhan

HK 1977

R: Ting Chung

D: Chang Yi, Don Wong Tao, Doris Lung Chun-Erh, Stephen Tung Wai, Chen Pei-Ling, Sun Yueh, Chia Kai, Shan Mao

Laufzeit der deutschen DVD: 83:21 Min.

Gesehen am: 19.02.25

Fassungen: Gesehen via deutsche DVD von VZM unter dem Titel Zwei gelbe Höllenhunde = Sah Uncut aus, schöner Widescreen Print und die deutsche Synchronisation ist hochwertig und besser als ein englischer Dub. O-Ton Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Feb. 2025).

Montag, 17. Februar 2025

The Ming Patriots




Von Gordon Liu signiert

The Ming Patriots

Story:

Bösewicht Prince Yu (Chang Yi) jagt einer entflohenen Prinzessin und deren Meister nach. Diese sind im Besitz von Perlen und einer Liste, welche sie einem General der Opposition (Roy Chiao) übergeben wollen. Später werden die Gejagten von weiteren Bösewichten gejagt (u.a. Michael Chan Wai-Man, Lung Fei). Auf der Gegenseite werden die Prinzessin und ihr Meister von Zhao Yu-Jun (Judy Lee) und Li Tia-Long (Bruce Lai) begleitet, welche sie beschützten und gegen die Bösewichte ankämpfen…

Meine Meinung:

The Ming Patriots steht schon länger, vor allem aufgrund Michael Chan Wai-Man (The Big Boss Part II, Blooded Treasury Fight, Dragon Lord), auf der Wunschliste. Und jetzt kommt es: ich habe den Film schon in der Sammlung und den Streifen im Jahr 2009 schon gesehen! Doch das wusste ich bis Mitte Dez. 2024 nicht (mehr). Ich sah mir den Film sogar beim Kollegen an (mehr dazu unter Fassungen) und ich erinnerte mich nicht, den Film 2009 schon gesehen zu haben. Ob ich an Demenz leide? Oder zu viele gleiche Eastern schaue? Wohl letzteres plus die unterschiedlichen (Alternativ)Titel und Fassungen…

The Ming Patriots von Ulysses Au-Yeung Jun (The Nude Body Case in Tokyo, King of the Children, Island Warriors), eine Produktion von First Films, 1975 gedreht (zusammen mit anderen Klassikern wie u.a. The Secret Rivals, The 18 Bronzemen) ist ein sehenswerter Eastern. Der Plot ist weder originell noch neu. Im Grossen und Ganzen kann der Plot als eine lange Verfolgungsjagd beschrieben werden. Es gibt viele Kampfszenen. Nur vor dem Finale gibt es 2-3 kleinere Hänger. Abgesehen davon wird ein hohes Tempo mit vielen Kampfszenen an den Tag gelegt. Einzelkämpfe aber auch Gruppenkämpfe. Dazu: z.T. mit Italo-Western Musik, cool!

Die Kampfchoreographie stammt von Lau Kar-Wing (The 36th Chamber of Shaolin, Master of the Flying Guillotine, His Name Is Nobody) und Liu Chia-Liang (Shaolin and Wu Tang, Executioners from Shaolin, Dirty Ho). Das ist auch der Grund, warum der Film in der US-DVD-Collection Gordon Liu and the Lau Family zu finden ist (mehr dazu unter Fassungen). Der Film hat einen grossartigen Cast mit Namen wie Michael Chan Wai-Man, Chang Yi (Shaolin Traitorous, The Shaolin Kids, Profile in Anger), Bruce Lai (Dragon Force, The Gold Connection, The New Game of Death), Judy Lee (The Unique Lama, Imperial Sword, The Legend of Mother Goddess), Lung Fei (Story in Temple Red Lily, Right Overcomes Might), Carter Wong (The Mysterious Heroes), Roy Chiao (Good Bad & Losers) oder Lung Fong (The Rebellious Reign). Carter Wong und Roy Chiao haben nur kleine Rollen am Anfang bzw. am Ende.

Ich hatte vor allem an Michael Chan Wai-Man als Bösewicht, an Chang Yi als Endboss und Bösewicht (ich könnte schwören, dass er im gleichen Outfit schon in einem anderen Film als Bösewicht zu sehen war), an Judy Lee als toughe Kämpferin und Heldin und an Bruceploitation-Star Bruce Lai als Held Freude, der hier ausserhalb des Bruceploitation eine starke Performance bietet. Nebst den lahmen Hängern vor dem Finale wird der Film durch einen Comic-Charakter, der leider dann auch im Finalkampf mitmischt (plus das überraschende Auftauchen von Roy Chiao und seinen Männern) «gestört». Ich hätte mehr Freude gehabt, wenn der schier unbesiegbare Chang Yi durch Judy Lee und Bruce Lai besiegt worden wäre. Desweitern gibt es, ganz im Stil von Ital. Kannibalenfilme, eine unschöne Tiersnuff-Szene mit einem Schwein zu sehen. Abgesehen davon aber sehenswert!

Fazit: Eastern Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Zhong Yuan Biao Ju

HK 1976

R: Ulysses Au-Yeung Jun

D: Michael Chan Wai-Man, Chang Yi, Bruce Lai, Judy Lee, Lung Fei, Roy Chiao, Carter Wong, Lung Fong, Jack Long Shi-Chia,

Laufzeit der libanesischen Betamax: Ca. 87 Min.

Gesehen am: Sept. 2009 / Neusichtung: 11.12.24

Fassungen: Ich sah den Film beim Kumpel, nachdem ich einmal nicht erfolgreich versuchte, aus einem Auktionshaus in Hong Kong, einem VHS zu dem Film zu kaufen (Der Verkäufer fand die VHS angeblich in seinem Warenhaus nicht mehr). Mein Kumpel hat drei Versionen zu dem Film: Das US-VHS von World Video (Mandarin mit festen englischen & chinesischen Subs, 1,33:1), das deutsche VHS mit klarer Gewalt-Zensur (Titel: Stärker als 1000 Drachen) und eine Betamax aus dem Libanon (Englisch mit französischen und arabischen, gelben Subs, beste Qualität und an den Seiten am meisten Bild). Dazu kommt, dass bei der US-VHS, bei einem Rollenwechsel, längere Sequenzen am Stück fehlen, die auch Kampfszenen betreffen. Bei der Fassung aus dem Libanon fehlt auch eine Mini-Sequenz, aber im Grossen und Ganzen sah dort die Sequenz praktisch am komplettesten aus. Und am meisten Bild. Und die beste Qualität. Und davon habe ich sogar noch eine DVD von VideoAsia (als Revenge of the Patriots) = gemäss meinem alten Reviewe in einer schlechten Bildqualität (sogar von Work-Print Qualität spreche ich da oder längeren Sequenzen ohne Bild). Englisch. K.A. ob Uncut/Cut. Habe die Fassung verglichen. Die in der US-VHS fehlende Sequenz ist bei der DVD einfach ca. acht Sekunden schwarz (schwarzes Bild). Die Bildqualität ist deutlich schlechter als beim US-VHS oder der libanesischen Betamax. Die DVD wurde von Gordon Liu signiert (siehe Foto). Es gibt keine Blu-Ray (Stand: Dez. 2024).

Freitag, 29. November 2024

Shaolin Traitorous

Shaolin Traitorous

Story:

Shang Yung (Carter Wong) macht sich nach jahrelangem Training im Shaolin Kloster auf den Weg, den Tod seiner Eltern zu rächen. Die Täter sind First Head of East Chang (Sammo Hung) und Officer of N. City (Huang Feilong), welche ihren Meister Tin Erh Keng (Chang Yi) dienen. Hilfe bekommt Shang Yung von Hsiao Yun Erh (Polly Shang-Kuan Ling-Feng), die es ebenfalls auf Tin Erh Keng abgesehen hat…

Meine Meinung:

Aka The Traitorous. Shaolin Traitorous ist ein taiwaneischer Kung Fu-Film aus dem Jahr 1976 von Sung Ting-Mei. Wer das Genre mag, wird auch den Film mögen. Mich sprach vor allem der Cast an. Obwohl einige Datenbanken auch Hong Kong als Herstellungsland angehen, würde ich auch definitiv auf Taiwan tippen. Der Film vereint glanzvolle Namen wie Carter Wong (The Shaolin Kids, The Association, The Furious Killer), Sammo Hung (Hand of Death, Twilight of the Warriors: Walled In, Knockabout), Chang Yi (Profile in Anger, Imperial Sword, Killer from Above) und Polly Shang-Kuan Ling-Feng (Heroes Behind the Enemy Lines, General Stone, The Invincible Super Guy).

Ich empfand den Film als sehr gut. Etwas über dem Durchschnitt angesiedelt. Das lag nicht nur am sehenswerten Cast, sondern auch an zwei weiteren Tatsachen. Erstens verzichtet der Film auf Slapstick, Klamauk und Humor. Etwas, was ich begrüsse, da der Humor in solchen Kung-Fu-Filmen nicht selten auch wirklich doof und kindisch ist. Der zweite Grund ist die Tatsache, dass es wenig Längen und wenig lahme Füllszenen gibt. Es gibt fast nur Action und der Plot wurde auf das nötigste reduziert. Ich mag solche simplen 08/15 Rache-Plots. Die Filme schaut der Fan wegen den Stars und den Kämpfen, nicht aufgrund interessanter Story-Plots.

Die Kampfszenen sind solide, auch wenn etwas wenig mit den Füssen und Beinen gekämpft wird. Carter Wong ist Carter Wong. Solide. Aber wenig charismatisch und immer mit gleicher Mimik à la Steven Seagal. Polly Shang-Kuan Ling-Feng Schauspiel hat mir gefallen. Auch im Finalkampf überzeugt sie. Am besten haben mir Sammo Hung und Chang Yi gefallen. Beide Bösewichte. Vor allem Sammo Hung hat dabei fast einige der besten Kampfszenen überhaupt abbekommen, abgesehen vom Finalkampf zwischen Carter Wong/ Polly Shang-Kuan Ling-Feng gegen Chang Yi. Sammo Hung spielt, wie sein Meister, auch einen weisshaarigen Gegner.

Chang Yi mag ich als Bösewicht lieber, statt ihn in Heldenrollen zu sehen. Unvergessen sind seine Auftritte in Filmen wie Phantom Kung Fu, The War of the Boundary, The Thrilling Sword, Eagle’s Claw7 Men of Kungfu oder The Secret of Shaolin Poles. Fans von Chang Yi sollten wissen, dass er praktisch nur im Finale kämpft. Zuvor lässt er seine beiden rechten Hände, Sammo Hung und Huang Feilong (auch weisshaarig), ran. Nur um falsche Erwartungen von vornerein im Keim zu ersticken. Das Finale dauert ca. sechs Minute ist fantasievoll und brutal anzusehen. Unser Trio gibt ihr alles und liefert, wenn er darum geht, dem Kung Fu Fan ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

Fazit: Sehenswert!

Infos:

O: Da Tai Jian

Taiwan (je nach Quelle HK) 1976

R: Sung Ting-Mei

D: Carter Wong, Sammo Hung, Huang Feilong, Chang Yi, Polly Shang-Kuan Ling-Feng

Laufzeit der US-DVD: Ca. 88 Min.

Gesehen am: 15.10.24

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Xenon vor = Double Feature. Nebst Shaolin Traitorous befindet sich noch der Carter Wong Film Wu Tang Swordsman im Set. Zu Shaolin Traitorous = Uncut, Mandarin Print in Widescreen (aber nicht anamorph), gute Bild- und Tonqualität mit englischen Subs. Es gibt keine Blu-Ray, keine UHD und keine deutsche Fassung (Stand: Okt. 2024).

Sonntag, 12. Mai 2024

The Shaolin Kids

The Shaolin Kids

Story:

Der Kaiser (Ko Hsiang-Ting) ist in Gefahr. Es geht um eine Liste, welche zu ihm gelangen soll. Rebellen (Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Carter Wong, Chang Yi, Tien Peng) gelingt es, diese dem tyrannischen Premier Minister, der den Kaiser stürzen lassen will, zu entwenden. Der Premier Minister schickt seine Killer (Huang Feilong, Cliff Lok) los, um die Liste zu finden und die Rebellen zu töten…

Meine Meinung:

The Shaolin Kids erzählt die ewige Geschichte von einem Tyrannen, der die Herrschaft an sich reissen, und den Kaiser vernichten will und dabei von heldenhaften Rebellen gestört wird. Am Rande kommen in dem grundsoliden Film von Regisseur Joseph Kuo (Mystery of Chess Boxing, The Unbeaten 28, Born Invincible) auch böse Japaner vor, aber keine «Shaolin Kids», was nicht weiter schlimm ist. Und es gibt viel Pathos, Rache-Motive und Aufopferungen.

Es handelt sich um eine taiwanesische Produktion aus dem Jahr 1975. Der Film wartet mit einem grossen Cast auf. Es sind fast zu viele Parteien dabei, so das nicht allen gerecht wird. Allgemein würde ich den Film als gut und solide betiteln, aber nicht als Meisterwerk. Dazu waren die Kampf- und Schwertkampf-Szenen mehrheitlich zu wenig speziell und/oder zu wenig spektakulär, um aus der Masse herauszuragen. Für die Kampfszenen zeigte sich u.a. Cliff Lok (Shaolin Death Squads) zuständig, der mir als rechte Hand des bösen Premier Minister gefallen hat.

Nebst Cliff Lok wartet der Film mit Stars wie Polly Shang-Kuan Ling-Feng (General Stone), Carter Wong (Good Bad & Losers), Chang Yi (Gambling for Gold) oder Tien Peng (The Lost Swordship) auf. Polly Shang-Kuan Ling-Feng macht ihre Sache ordentlich. Carter Wong sieht mit Bart ungewohnt aus und Chang Yi sehe ich definitiv lieber als Bösewicht statt als Held. Gegen Ende werden die Kampfszenen besser, vor allem im Finale oder jene mit Huang Feilong und Cliff Lok. Letztere haben Pillen, mit denen sie nicht sterben und die sie einnehmen, wenn sie am Sterben sind. Das fand ich cool.

Fazit: Solide Kung Fu Unterhaltung!

Infos:

O: Yi Dai Zhong Liang

Taiwan 1975

R: Joseph Kuo

D: Ko Hsiang-Ting, Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Carter Wong, Chang Yi, Tien Peng, Huang Feilong, Cliff Lok

Laufzeit der UK-Blu-Ray: 87:59 Min.

Gesehen am: 21.02.24

Fassungen: Siehe The 7 Grandmasters! Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Feb. 2024). Zudem lag mir die Betamax aus Indonesien von Asaka Vision vor = Bekam ich geschenkt und behalte ich deshalb.

Mittwoch, 20. März 2024

Profile in Anger

Profile in Anger

Story:

Geschäftsmann Wai Kit (Chang Yi) soll sterben. Wong Kin Hang (Damian Lau) hat mit Wai Kit noch eine Rechnung offen, doch der Mordversuch schlägt fehl. Nun schickt Wai Kit seine Killer (Phillip Ko Fei, Michael Chan Wai-Man) los, um Wong Kin Hang und dessen Freund Leung Chun Yue (Leung Kar-Yan) zu töten…

Meine Meinung:

Profile in Anger hat die 2. Sichtung mehr als bestanden. Der Film ist der Wahnsinn und ein echter Kracher und Geheimtipp! Schade, dass der Film nicht bekannter ist und/oder in einer qualitativ besseren Fassung zugänglich ist. Leung Kar-Yan, auch bekannt als Beardy, gibt mit dem Film sein Regiedebüt. Leung Kar-Yan war vor allem als Schauspieler bekannt (in Filmen wie Sleeping Fist, Die Tödliche Rache, Cantonen Iron Kung Fu, Demon Strike). Ich denke, viele Fans werden ihn vor allem als Darsteller, nicht als Regisseur, kennen.

Leung Kar-Yan führte jedoch nicht nur Regie, sondern schrieb auch am Drehbuch, übernahm die Action-Choreographie und spielte die Hauptrolle. Der Film bietet all das, was das HK-Kino der 80er Jahre zu bieten hatte, wobei sich Leung Kar-Yan auch beim westlichen Kino wie Mad Max (oder die Italo-Ableger à la The Riffs und Co.), Death Wish, Halloween oder dem Giallo/Slasher-Film (Phenomena kommt mir in den Sinn) bediente. Der Film ist quasi in zwei Hälften unterteilt: in der ersten wird der Plot erklärt, die Figuren vorgestellt inklusive deren Motive.

Danach ist hammerharte Action angesagt inklusive spannender Verfolgungsjagden (Michael Chan Wai-Man jagt Leung Kar-Yans Filmfrau durch die Wohnung), brutaler Folter (Bohrer-Action), tollen Stunts (Fahrzeuge, Explosionen), machohaften Kampfszenen (Arena-Kampf), Tiersnuff (einer lebenden Ratte/Maus wird der Kopf abgebissen) und übertriebenen, irren & verrückten Schurken, die direkt aus einem Comic stammen könnten. Auf Logik sollte man ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr achten, sondern einfach den erblickten Wahnsinn (Rockerbande im Pub oder die Szene mit dem Kind und der schwangeren vor dem Finale) geniessen.

Dazu kommt ein superber Cast: Leung Kar-Yan hat gleich ein Trio von filmischen Bösewichten im Film vereint. Als Ober-Boss ist Shaw Brothers Star Chang Yi zu sehen, der mir schon oft als Bösewicht in Filmen wie The War of the Boundary, Kung Fu Zombie - Der Gorilla mit der stählernen Klaue, Phantom Kung Fu, 7 Men of Kungfu oder The Secret of Shaolin Poles zusagte. Er spielt den nahezu unantastbaren, reichen Geschäftsmann, der seine Killer diverse Probleme lösen lässt. Und diese werden perfekt vom Duo Phillip Ko Fei und Michael Chan Wai-Man gespielt - beide haben auch ausreichend Erfahrung in Rollen als Bösewichte = Unreal Dream, Duell der 7 Tiger, Fatal Termination, Angel’s Mission, The Handcuff, Dress Off for Life, V.I.P., The Concrete Jungle, My Heart Is That Eternal Rose oder Jumping Ash sind einige dieser Titel. Beide in diesem Film als tödliche und durchgeknallte Killer zu sehen, war ein Hochgenuss!

Fazit: Must See Titel für HK-Filmfans. Fans sollten auch die späteren Regiearbeiten von Leung Kar-Yan (= My Hero und Bogus Cops) auf die Wunschliste setzen (vor allem Bogus Cops!).

Infos:

O: Miu Ming Feng

HK 1984

R: Leung Kar-Yan

D: Chang Yi, Damian Lau, Leung Kar-Yan, Phillip Ko Fei, Michael Chan Wai-Man

Laufzeit der HK-DVD: 83:22 Min.

Gesehen am: Feb. 2012 / Neusichtung am: 29.01.24

Fassungen: Mir lag die HK-DVD von Joy Sales / Fortune Star (The Legendary Collection) vor: soll Uncut sein, O-Ton, englische Subs, Code Free-Disc, solide bis mässige (Nachtszenen) Bild- und Tonqualität, Schuber. Uncut ist nur die alte HK-VCD, die aber a) keine englischen Untertitel und b) nur Vollbild bietet. Es gibt weder eine deutsche Fassung noch eine Blu-Ray (Stand: Feb. 2024). Eine restaurierte Fassung (Blu-Ray), völlig Uncut, wäre ein kleiner Wunschtraum!

Dienstag, 27. Februar 2024

Imperial Sword

Imperial Sword

Story:

Ein Richter wird vor korrupten Offizieren ermordet. Die Tochter des Richters (Judy Lee) sinnt auf Rache. Die Bösewichte (Chang Yi, Blacky Ko Shou-Liang, Lung Fei, Jack Long Shi-Chia, Chin Lung, Yueh Yang) suchen nach dem Blood Rain Sword, werden von der Rächerin aber immer wieder gestört…

Meine Meinung:

Imperial Sword hat mir ziemlich gut gefallen. Das durch die Tatsachen, dass es eher wenig Klamauk und dafür viel fantasievolle Action gibt (vor allem Gimmicks und Waffen der Kämpfer) und auch der Cast kann sich sehen lassen, vor allem bei den Bösewichten. Der Ende der 70er Jahre Eastern aus Taiwan von Regisseur Chen Chi-Hwa (The Ape Girl, Retreat of the Godfather, The Young Taoism Fighter) hat mich gut unterhalten und mich von der Operation meiner Katze abgelenkt.

Die Story ist etwas verworren und es lohnt sich, diese zuvor zu studieren und in Erfahrung zu bringen. Wer die einzelnen Stars kennt, wird dem Plot danach problemlos folgen können. Ansonsten wird es schwierig, da, trotz englischen Untertiteln (mehr dazu unter Fassungen), diese in dieser Form und Fassung wenig brauchbar sind. Der Fan solcher Filme muss nicht selten schlechte Bildqualitäten in Kauf nehmen - Imperial Sword ist dabei leider auch schlechter als andere VHS.

Es wird mit Schwertern, Metallstangen, Metall-Krallenhänden oder einer fliegenden Guillotine gekämpft. Da kamen mir Filme wie Master of the Flying Guillotine, Shaolin – Eine Faust die tötet, A Sword Renounced, The Flying Guillotine oder The Avenging Eagle in den Sinn. Vor allem die Guillotine und die Krallenhände von Bösewicht Chang Yi (The File of Heroes) haben es mir angetan. Er hat mich dabei an Ku Feng und seinen Finalkampf gegen Ti Lung und Alexander Fu Sheng aus The Avenging Eagle erinnert.

Allgemein hat der Film, auch aufgrund des Casts, Shaw Brothers Vibes. Chang Yi spielt, Mal wieder, den Bösewicht und er macht dies sehr gut. Leider hat er dabei nur zwei Kampfszenen abbekommen, die aber zu den Highlights des Filmes zählen. Auch die anderen Bösewichte haben mir sehr gefallen, allen voran Lung Fei (The 7 Grandmasters), Blacky Ko Shou-Liang (Der Silberspeer der Shaolin) mit Tomas Milian Frisur (aus Die Strickmütze) sowie das Duo Jack Long Shi-Chia und Chin Lung. Was die Helden angehen überzeugen Judy Lee (The Legend of Mother Goddess) und Tien Peng (The Lost Swordship). Das Kind ist erträglich.

Fazit:

Für Kung Fu und Swordplay-Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Sheng Jian Feng Yun

Taiwan 1977

R: Chen Chi-Hwa

D: Chang Yi, Tien Peng, Judy Lee, Yueh Yang, Hsieh Hsing, Ho Kang, Suen Ling, Blacky Ko Shou-Liang, Lung Fei, Jack Long Shi-Chia, Chin Lung

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 83:34 Min.

Gesehen am: 09.01.24

Fassungen: Mir lag das VHS von Dong Yang Production aus Südkorea vor = durchschnittliche Bildqualität d.h. unscharf, verwaschen und die englischen Subs sind oft kaum lesbar, da heller Hintergrund. Dafür nicht abgedunkelt. O-Ton, wahrscheinlich Uncut. Auf DVD gibt es den Film in den USA und England (Vollbild, nur Englisch Dubbed). Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2024).

Mittwoch, 21. Februar 2024

Killer from Above

Killer from Above

Story:

Chen Wu-Hai (Lo Lieh) sorgt in der Martial Arts Welt für Sorgen, als er einige namhafte Meister (u.a. Robert Tai, Wilson Tong) tötet. Der aktuelle Präsident der Martial Arts Welt, Hsueh Ko-Shu (Carter Wong), setzt auf Chen Wu-Hai ein Kopfgeld aus und spielt in Wahrheit ein falsches Spiel, welches Chen Wu-Hai aufzudecken versucht…

Meine Meinung:

Als ich im Jahr 2011 Killer from Above, einen taiwanesischen Low-Budget Kung-Fu-Film, beim Kollegen sah, hatte ich den nach der Sichtung als Kracher abgespeichert. Trotz schlechter Fassung (Vollbild, Englischer Dub). An Einzelheiten, warum mir der Film so gefiel, konnte ich mich aber nach so langer Zeit nicht mehr erinnern. Nun habe ich den Film in einer besseren Fassung (Mandarin mit englischen Subs) neu gesichtet und bleibe dabei: Killer from Above ist ein sehenswerter Kung Fu-Film!

Killer from Above, der leider zu unbekannt und somit unterschätzt wird, kann ich Fans des Genres nur empfehlen. Der Film erzählt eine Geschichte, die im Verlauf aufgeklärt wird. Bis auf zwei Comic-Charaktere wird auf Klamauk verzichtet. Romanzen gibt es keine, dafür gibt es praktisch Non-Stop Martial Arts. Vor allem in den ersten 30-40 Min. wird dauernd nur gekämpft, so dass kaum Zeit zum Luft holen bleibt.

Dabei sind die Kampfszenen stark inszeniert und vor allem auch optisch interessant und cool gefilmt. Das muss an der Stelle erwähnt werden: schräge Kameraeinstellungen- und Winkel, Einsatz von Slow-Mo = die Kampfszenen sehen einfach toll aus. Aber natürlich sind im Film von Regisseur Joe Law Chi (Haunted House Elf, Huge Brothers, The Crippled Masters) auch viele Könner des Fachs dabei. Der Cast kann sich, bis in die Nebenrollen, sehen lassen.

Namen wie Lo Lieh (Fatal Needles vs. Fatal Fists), Robert Tai (Ninja - The Final Duel), Wilson Tong (Daggers 8), Carter Wong (Shaolin Death Squads), Cliff Lok (Chinese Kung Fu Against Godfather), Chang Yi (Shaolin Kung Fu - Der gelbe Tiger) oder Lung Fei (Haruschi – Das blanke Schwert der Rache) sind zu sehen. Robert Tai und Wilson Tong haben nur Gastauftritte. Lo Lieh und Carter Wong spielen den Helden und Bösewicht und sind die Hauptrollen, während Cliff Lok, Lung Fei und Chang Yi in grossen und längeren Nebenrollen zu sehen sind. Wang Ping (The Silver Spear) als Poison Queen hat auch gefallen.

Fazit: Klarer Must See Titel für Kung-Fu-Film-Fans!

Infos:

O: Dao Jian Ba Wang Quan

Taiwan 1977

R: Joe Law Chi

D: Lo Lieh, Carter Wong, Chang Yi, Robert Tai, Wilson Tong, Cliff Lok, Lung Fei, Wang Ping, Ko Yu-Min

Laufzeit der VHS aus China: 86:22 Min.

Gesehen am: Feb 2011 / Neusichtung am: 02.01.24

Fassungen: Im Feb. 2011 guckte ich den Film beim Kollegen als Vollbild und Englisch Dubbed DVD von Tai Seng. Die DVD kaufte ich später auch. Nun liegen mir aber zwei VHS aus China vor (wohl Bootlegs). Das VHS von «Mei Ai / Star Art» läuft nur fehlerhaft. Das 2. VHS läuft einwandfrei. Die Bildqualität würde ich als gut betiteln. Film wohl Uncut. Und wichtig: O-Ton Mandarin mit festen englischen und chinesischen UT. Eine legale Fassung im O-Ton mit Subs ist mir nicht bekannt. Es gibt weder eine Blu-Ray noch eine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2021).

Dienstag, 6. Februar 2024

File of Heroes

File of Heroes

Story:

Brother To (Chang Yi) gewinnt einen Wettkampf, der von den Japanern organisiert wurde. Sein Gegenüber, in Wahrheit ein chinesischer Spion (ein Jason Pai Piao Lookalike namens Charles Heung Wah-Keung), der sich als Japaner ausgibt, liess Brother To extra gewinnen um mit ihm zusammen den japanischen Aggressor bekämpfen zu können…

Meine Meinung:

Ein Basher aus Taiwan (eine Datenbank gibt auch noch Hong Kong als Herstellungsland an) aus dem Jahr 1974. Anfang der 70er dominierten nebst Swordplay-Streifen solche Basher. Vor allem billig in Taiwan oder Hong Kong inszeniert. File of Heroes scheint ein eher seltener Titel zu sein. Ich finde nur auf Youtube und Douban (Datenbank aus China) Infos zum Film (plus eine ofdb Besprechung). Andere Datenbanken (imdb, Letterboxd) sind ohne Reviews.

Wer gerne solche 70er Jahre Kung Fu-Filme mag, wird mit File of Heroes von Daniel Lau bestens bedient. Dieser hat, wie es scheint, nur wenige Filme realisiert. Zwei von ihm liegen mir noch ungesehen rum, nämlich Dragon and Tiger (US-VHS) und The Magnificent Kick (US-DVD). File of Heroes bietet eine wenig originelle Story: Böse Japaner, gute Chinesen, ein Kampfturnier und einen Undercover-Agenten. Alles schon gesehen. Aber bei dieser Art Film stört mich das nicht.

Was File of Heroes sehenswert macht sind die grosse Anzahl von Kampfszenen und der Cast. Langweilig wird es nie und es wird extrem viel gekämpft. Fans kommen daher voll auf ihre Kosten und Längen sind Mangelware. Freude hatte ich vor allem an Chang Yi (The War of the Boundary, Kung Fu Zombie - Der Gorilla mit der stählernen Klaue, Phantom Kung Fu, The Thundering Sword) als Held. Dazumal schlüpfte er nebst Shaw Brothers Produktionen oft in die Rolle des Helden, z.B. in Gambling for Gold. Und der Tatsache, dass auf Klamauk verzichtet wird.

Chang Yi macht seine Sache mehr als ordentlich. An seiner Seite gefallen die kämpfenden Mädels. Cecilia Wong Hang-Sau (Dirty Kung Fu) und Nancy Yen Nan-See (The Six Directions Boxing) sind das.  Charles Heung Wah-Keung (The Mysterious Foot-works of Kung Fu), der im Film vom Aussehen her Jason Pai Piao ähnelt, überzeugt als Agent. Er macht in den Kampfszenen eine fast noch agilere Figur als Held Chang Yi. Als böser Japaner (einer der Kämpfer) ist ein junger Blacky Ko Shou-Liang (My Father Is a Hero) zu sehen.

Fazit: Solide und sehenswert!

Infos:

O: Ying Xong Bang

Taiwan, HK 1974

R: Daniel Lau

D: Chang Yi, Charles Heung Wah-Keung, Shih Chung-Tien, Miao Tian, Blacky Ko Shou-Liang, Nancy Yen Nan-See

Laufzeit der indonesischen Betamax: Ca. 85 Min.

Gesehen am: 27.12.23

Fassungen: Mir lag die indonesische Betamax von Pan Video vor = Englisch Dubbed (schlecht), Vollbild und damit an den Seiten beschnitten, wahrscheinlich Uncut. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Dez. 2023).