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Sonntag, 7. Juni 2026

Scary Movie

Scary Movie

Story:

Tuesday Campbell (Savannah Lee Nassif) wird von einem maskierten Killer niedergestochen, überlebt aber. Dessen Schwester Sara (Olivia Rose Keegan) sucht nach Jahren ihre Mutter Cindy Campbell (Anna Faris) auf, die damals im ersten Scary Movie bereits von einem Killer gejagt wurde. Zusammen mit alten Bekannten (u.a. Marlon Wayans, Regina Hall, Shawn Wayans, Lochlyn Munro, Dave Sheridan) versuchen sie, den Killer zu schnappen…

Meine Meinung:

Scary Movie ist der inzwischen sechste Teil der Reihe, dessen erster Film 2000 ein voller Erfolg war. Mir gefiel der erste Film immer sehr. Das hat auch nostalgische Gründe. Die Fortsetzungen sah ich alle. Im Gegensatz zum ersten Film fand ich diese aber alle schwächer und keiner der Fortsetzungen hat es in meine Filmsammlung geschafft (oder flogen wieder raus). Der Trailer zum neuen Film, der kreativ vermarktet wurde, gefiel mir. Die Art des Humors (unter der Gürtellinie) erinnerte an die alten Filme aus der Reihe. Ich vermutete, dass mir der Film für eine einmalige Sichtung gefallen würde.

Heute war ich jedoch zu faul für ins Kino zu gehen. Ich habe mir den Film gestreamt und bekam mehr oder weniger genau das, was ich erwartet habe. Ich empfand Scary Movie als kurzweilig, nie langweilig aber nicht als Kracher. Das heisst der Film wird, wie erwartet, nicht auf meine Wunschliste gesetzt. Der Humor war grösstenteils unter der Gürtellinie, Fäkalhumor, lustig und unlustig. Natürlich haben die Segmente gefallen, die Filme durch den Kakao gezogen haben, welche ich kannte. Da sind schon einige Titel dabei wie die Final Destination Reihe, Terrifier Reihe, Get Out, Sinners, The Substance, die Serie Wednesday, Weapons, Ich weiss, was du letzten Sommer getan hast, John Wick oder Smile.

Daneben werden auch zeitgemässe Themen wie Social Media, Influencer oder die Epstein Files in den Plot integriert. Auch das fand ich amüsant, da der Film kein Blatt vor den Mund nimmt und politisch unkorrekten Humor bietet. Zudem war es cool, dass ein grosser Teil des Original-Cast aus dem 2000er Film zu sehen war: Anna Faris, Regina Hall, die Wayans Brüder, Lochlyn Munro (Freddy vs. Jason) oder Dave Sheridan (Victor Crowley). Die neuen Hauptfiguren werden von Olivia Rose Keegan sowie Cameron Scott Roberts gespielt. Die machen das gut. Die Identität des Killers war jedoch vorhersehbar.

Fazit: Wer die Scary Movie Fortsetzungen mochte, kann bedenkenlos einschalten!

Infos:

O: Scary Movie

USA 2026

R: Michael Tiddes

D: Savannah Lee Nassif, Olivia Rose Keegan, Anna Faris, Marlon Wayans, Regina Hall, Shawn Wayans, Lochlyn Munro, Dave Sheridan

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 96 Min.

Gesehen am: 07.06.26

Fassungen: Gesehen via Stream in Englisch. Der Film läuft auch in den Schweizer Kinos (in Deutsch oder Englisch, Uncut). Es gibt noch keine deutsche DVD, Blu-Ray oder UHD (Stand: Juni 2026).

Freitag, 8. Mai 2026

Marooned

Marooned

Story:

Ein Cop (Andy Hui) und das Leben seiner Freundin (Gigi Leung) werden schlagartig auf den Kopf gestellt, als sie zufällig Geld eines Gangsters in ihrem Besitz wiederfinden, welches danach gestohlen wird. Darüber ist der Gangster selbstverständlich nicht erfreut...

Meine Meinung:

Marooned bekam ich von einem Verkäufer/einer Verkäuferin geschenkt. Das war im Juni 2018. Der Film hat mich allerdings nicht interessiert und ich wusste bereits vor der Sichtung, dass das nichts für mich ist. Marooned ist eine HK-Produktion aus dem Jahr 2000 und Regie führte Lo Kim-Wah. Die Hauptrollen werden von Andy Hui (Wonder Seven, Cop Image) sowie Gigi Leung (First Option, Hitman) gespielt. Regisseur Lo Kim-Wah bleib die grosse Karriere verwehrt. Nach der Sichtung von Marooned ist das auch nur richtig so.

Marooned hat mir, wie nicht anders erwartet, nicht gefallen. Ich bin leider auch kein allzu grosser Fan vom Cast. Speziell Andy Hui und Gigs Leung sehe ich nicht wirklich gerne. Sie machen einen Film durch ihre Anwesenheit nicht besser. Das Drehbuch ist schwach und der Film hat Längen. Der Film erinnert an Filme von Johnnie To. An Filme mit Cops und Gangstern und Macau. Der Film wirkt wie ein armer und billiger Versuch, auf diesem Trend mitzuschwimmen. Doch gelingt es dem Film von Lo Kim-Wah nie, an die Johnny To Produktionen, welche auch nicht zu meinen Favoriten im Genre zählen, heranzureichen.

Der Film ist ein Mix aus Drama, Action, Komödie, Thriller, Gangster- sowie Polizeifilm inklusive Romanze. Action gibt es wenig und es gibt keine einzige Szene, die mich staunen oder erfreuen liess. Alles ist belanglos, wie der ganze Verlauf oder Plot des Filmes. Das einzige Positive ist die Tatsache, dass wirklich vor Ort in Macau gedreht wurde. Dadurch hebt sich der Film gekonnt von anderen HK-Produktionen ab und macht Lust auf mehr = Ferien in Macao!

Fazit: Marooned ist einfach nur uninteressant und langweilig!

Infos:

O: Lan Yan Huo

HK 2000

R: Lo Kim-Wah

D: Andy Hui, Gigi Leung, Edmond Leung Woody Chan Chin-Pang, Joe Ma Tak-Chung

Laufzeit der HK-VCD: 1. Disc (43:46 Min.), 2. Disc (43:58 Min.)

Gesehen am: 08.05.26

Fassungen: Mir lag die HK-VCD von Universe vor = Uncut, durchschnittliche (da recht verpixelte) Bildqualität, solide Tonqualität (Kantonesisch und Mandarin mit englischen und chinesischen Subs). Es gibt vom gleichen Label auch eine DVD und auch in Taiwan mind. noch eine VCD. Alle drei Fassungen sind vergriffen und out of Print. Eine Blu-Ray und eine deutsche Fassung gibt es nicht (Stand: Mai 2026).

Montag, 30. März 2026

Shelter

Shelter

Story:

Mason (Jason Statham) lebt einsam in einem Leuchtturm. Als die verletzte Jessie (Bodhi Rae Breathnach) anspült wird, rettet Mason das Mädchen. Als Mason auf dem Festland von einer Überwachungskamera gefilmt wird taucht später ein Trupp bewaffneter Soldaten auf, die Mason umbringen wollen…

Meine Meinung:

Shelter ist der neuste Streich mit Jason Statham (Death Race, Safe, The Expendables, The One). Der Film von Ric Roman Waugh wurde u.a. auch selbst von seinem Star und Hauptdarsteller mit produziert. Ich habe etwa das erwartet, was Jason Statham auch zuletzt abgeliefert hat. Für mich persönlich ist Shelter dabei schlechter als The Beekeeper aber besser als A Working Man. Aber, und das ist das Gesamtfazit, handelt es sich bei Shelter im Grunde genommen nicht um einen Film, der ins Kino gehört.

Und keiner seiner letzten Filme gehört (in meine) Filmsammlung. Mit anderen Worten denke ich, dass das Kapitel Jason Statham und Low-Budget Actionfilme im Kino, für mich in Zukunft der Vergangenheit angehören (The Beekeeper 2 wird sicher noch geschaut, aber sonst werde ich auf weitere Werke verzichten). Shelter ist okay und kann einmal angesehen werden, aber hier wird absolut nichts Neues oder Spektakuläres erzählt. Alles solide Mittelmass.

Die Laufzeit war mit über 100 Minuten zu lang, Höhepunkte fehlen und leider rockt der Film auch nicht in den Actionszenen (Schiessereien, Autoverfolgungsjagd, kurze Kämpfe). Jason Statham macht als einsamer Held dennoch eine gute Figur. Er spielt gut. So auch Bodhi Rae Breathnach als Jessie. Sie hat für eine Kinder-Figur so gut wie nicht genervt. Sie wird später dieses Jahr in Robert Eggers Werwulf vor der Kamera stehen. Schwach waren hingegen die Bösewichte und billig die aufgesetzte Sozialkritik an Gesichtserkennung und Geheimdienstmethoden.

Fazit: Unspektakuläre Action-Unterhaltung mit zu ruhigem Start. Nur für Hardcore Jason Statham Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Shelter

Grossbritannien, USA 2026

R: Ric Roman Waugh

D: Jason Statham, Harriet Walter, Bill Nighy, Daniel Mays, Naomi Ackie, Bodhi Rae Breathnach

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 107 Min.

Gesehen am: 30.03.26

Fassungen In Bern im Kino gesehen = Uncut, Originalton mit Untertiteln. Soll Ende Jahr in Deutschland auf DVD, Blu-Ray und UHD erscheinen.

Samstag, 21. Februar 2026

The First Omen

The First Omen

Story:

Die junge Nonne Margaret (Nell Tiger Free) reist aus den USA nach Rom, wo sie einem Kloster beitritt. Bald schon merkt sie, dass dort merkwürdige Dinge vor sich gehen…

Meine Meinung:

The First Omen habe ich dazumal im Kino verpasst. Dafür sah ich damals den ähnlich gelagerten Immaculate. Und Immaculate hat mir deutlich besser gefallen als The First Omen. Wir schauten The First Omen zu dritt und wir fanden den alle schlecht. Leider. The First Omen erzählt, wie der Titel schon andeutet, die Vorgeschichte des Horrorklassiker The Omen. Letzterer ist zusammen mit Der Exorzist wohl der beste Film dieser Art und löste mehrere Fortsetzungen aus.

Mit einer Laufzeit von zwei Stunden ist der Film viel zu lang geworden. Es hätten locker 30 Minuten oder so entfernt werden können, ohne dass etwas Wichtiges aus dem Film geflogen wäre. Der Plot kommt nicht vom Fleck, ist spannungsarm (dass Damien am Ende geboren wird ist ja klar) und Twists sind vorhersehbar (wer die Mutter von Damien sein wird). Die erste Hälfte des Filmes ist schlecht und einfach stinklangweilig. Ich bin fast eingeschlafen.

Leider sind auch die Figuren allesamt mässig gecastet. Vor allem Lead Nell Tiger Free war eine schlechte Wahl. Unglaubwürdig und überfordert. Ihre Possession Darbietung im Finale war dreist und einer Isabelle Adjani nicht würdig. Ich kenne sie nur aus der Serie Too Old to Die Young, die ich auch schlecht fand. In dieser spielt sie die minderjährige Freundin eines Cops. Leider gibt es keine einzige Figur, die im Film wirklich interessant erscheint oder gut gespielt ist.

Zu sterile, saubere Bilder, zu viele nervende Kinder und billige CGI-Momente (brennende Nonne) inklusive vorhersehbarer Jump-Scares plus einen uninteressanten Soundtrack (nur im Finale gibt es die Musik aus The Omen zu hören) sind weitere Defizite dieses Filmes. Gut waren 2-3 Szenen wie z.B. die Geburtsszene, die Margaret beobachtet, bevor sie in Ohnmacht fällt. Laut Regisseurin Arkasha Stevenson sollte die Szene eine Kritik darstellen, wie Frauen (Körper) als Objekte dargestellt werden. Weniger Botschaften und stattdessen mehr Grusel, Stimmung und Qualität wären wünschenswert gewesen…

Fazit: Langweilig und nicht zu empfehlen. Ich gehöre definitiv zum Team Immaculate!

Gefolgt von: The Omen

Infos:

O: The First Omen

Italien, Kanada, Serbien, USA 2024

R: Arkasha Stevenson

D: Nell Tiger Free

Laufzeit der UK-Blu: Ca. 119 Min.

Gesehen am: 21.02.26

Fassungen: Mir lag die UK-Blu-Ray von 20th Century Studios vor = Schuber, Uncut, O-Ton, englische Subs (auch Deutscher Ton ist dabei), Region-All-Disc.

Montag, 16. Februar 2026

Send Help

 

Send Help

Story:

Die kaufmännische Angestellte Linda (Rachel McAdams) und ihr Chef (Dylan O'Brien) überleben als einzige einen Flugzeugabsturz und finden sich auf einer Insel wieder, wo sie angespült wurden. Linda, die zuvor von ihrem Chef schikaniert und lächerlich gemacht wurde und zudem ein Survival-Fan ist, bekommt nun die Chance, dass sich das Blatt wendet, als sie ihren Chef verletzt und ausgeliefert vorfindet…

Meine Meinung:

Als ich den Trailer zu Send Help im Kino sah, fand ich die Ausgangslage amüsant und originell. Als ich sah, dass der Film dann noch von Sam Raimi (The Evil Dead, Evil Dead II, Intruder), sollte ein Kinobesuch beschlossene Sache sein. Leider wurde der geplante Kinobesuch nicht umgesetzt (siehe Fassungen). Und das war sogar besser so, denn Send Help hat mir leider nicht wirklich sonderlich gut gefallen. Da war Drag Me to Hell für meinen Geschmack nach wie vor sein letzter guter Film von ihm. Leider wurde Send Help auch hier und da mit Drag Me to Hell vergleichen. Ob ich zu viele Erwartungen hatte?

Ich denke nicht. Das Hauptproblem war, dass mir beide Hauptfiguren nicht gefallen haben. Natürlich stark gespielt, aber beide waren mir null sympathisch. Im Gegenteil: beide haben mich sogar genervt. Ihre Wandlungen sind unglaubwürdig, was irgendwo auch okay ist, da fiktiver Film. Aber wenn die Hauptpersonen nerven und keine Identifikationsfiguren darstellen, dann hat ein Film, egal wie gut er ist, schon verloren. Auch der Verlauf der Handlung war zäh und am Ende eigentlich auch unlogisch. Es wird zu wenig daraus gemacht. Und mit einer Laufzeit von fast zwei Stunden war mir der Film auch zu lang und dafür passierte zu wenig.

Schlimm waren leider auch viele CGI-Effekte, was schade ist. Und das gilt auch für einige der Ekel-Szenen (mit dem Schwein z.B.). Das war schade. Einzig und allein die Szene mit dem Erbrechen am Strand war toll, da wirklich super eklig und sehr an Drag Me to Hell erinnernd (in welcher die Hauptdarstellerin Leichenwasser in den Mund bekommt). Hier ist es nun Erbrochenes. Das war die einzige Szene, in der ich Schmunzeln musste. Bruce Campbells Cameo-Auftritt habe ich nämlich verpasst, sonst hätte ich auch in dieser Szene geschmunzelt. Die anderen Nebenfiguren sind uninteressant.

Fazit: Geschmackssache. Kommt leider definitiv nicht an Drag Me to Hell ran. Wäre auf Netflix und Co. besser aufgehoben gewesen, als im Kino…

Infos:

O: Send Help

USA 2026

R: Sam Raimi

D: Dylan O'Brien, Rachel McAdams

Laufzeit der Originalfassung: Ca. 113 Min.

Gesehen am: 15.02.26

Fassungen: Da der Film in Bern leider nur synchronisiert und nicht im O-Ton lief, sah ich mir den Film in Englisch via Stream an. Eine deutsche DVD, Blu-Ray und UHD sind noch nicht angekündigt (Stand: Feb. 2026).

Sonntag, 15. Februar 2026

Battle Drone

Battle Drone

Story:

Eine Gruppe Söldner (Dan Southworth, Louis Mandylor, Richard Alan Reid, Jason Earles, Natassia Malthe) bekommt es mit Killer-Robotern zu tun...

Meine Meinung:

Battle Drone bekam ich vor einigen Jahren geschenkt. Nun holte ich die Sichtung nach. Battle Drone war ein mir unbekannter Filmtitel. Der Film von Mitch Gould stellt einen Direct to Video Mix aus Action- und Sci-Fi dar. Der Plot, in dem Menschen gegen Maschinen kämpfen (à la The Terminator, RoboCop, Monsters of Man, Robotrix, Nemesis), ist nichts Neues, aber immer gern gesehen und unterhaltsam. So war Battle Drone dann auch anspruchslos unterhaltsam, aber am Ende auch nichts Spezielles. Soll heissen kein Film für meine Sammlung.

Dafür bot mir Battle Drone dann doch zu wenig Spektakel und vor allem zu wenig Abwechslung. Der Film hätte für meinen Geschmack auch gerne härter ausfallen dürfen. Der Film und die Actionszenen sind sehr harmlos. Zudem sind die Actionszenen auf Dauer sehr repetitiv und ermüdend. Vor allem die Stilmittel (Zeitlupenaufnahmen etc.) hat der Zuschauer irgendwann satt. Was pseudo cool wirken soll, wird zunehmend unspektakulär, auch wenn die Actionszenen an sich cool inszeniert sind. Einige CGI-Effekte die Roboter betreffend, wirkten billiger.

Der Plot ist absolut 08/15 und zum Teil unglaubwürdig. Die Figuren haben mir nicht Besonders gefallen. Mit Ausnahme von vielleicht Louis Mandylor, den ich aus den Scott Adkins Filmen The Debt Collector, Avengement, Debt Collectors kenne, war keine einzige Person dabei, dir mir sonderlich sympathisch oder mit der ich mit gefiebert habe. Austauschbare Truppe. Vor allem die lustigen Dialoge und One-Liner waren zum Teil etwas peinlich und nervend, vor allem von Jason Earles (den konnte ich als Söldner sowieso nicht ernst nehmen).

Fazit: B-Action Fans können einen Blick riskieren, für meinen Geschmack jedoch nichts fürs meine Filmsammlung…

Infos:

O: Battle Drone

USA 2018

R: Mitch Gould

D: Dan Southworth, Louis Mandylor, Richard Alan Reid, Jason Earles, Natassia Malthe

Laufzeit der holländischen DVD: Ca. 93 Min.

Gesehen am: 14.02.26

Fassungen: Gesehen via holländische DVD von Source 1 Media = Uncut, O-Ton Englisch mit/ohne holländische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. In Deutschland von Sony auf DVD oder Blu-Ray zu haben (Uncut, Deutsch/Englisch mit deutschen Subs).

Mittwoch, 4. Februar 2026

The Shadow's Edge

 

The Shadow's Edge

Story:

Um eine Diebesbande (Tony Leung Ka-Fai, Junhui Wen, CiSha, Qiunan Lin, Zhenwei Wang) zu fangen, muss die Polizei in Macau (Melvin Wong, Zifeng Zhang) auf einen pensionierten Cop (Jackie Chan) zurückgreifen…

Meine Meinung:

Auf The Shadow's Edge war ich nicht gespannt und der Film stand auch nicht auf meiner Wunschliste. Jackie Chan (Battle Creek Brawl, City Hunter, Fearless Hyena II) in der Hauptrolle hin oder her. Zudem hat mir ein Kumpel, der den Film 2025 in Malaysia sah, auch vor dem Film (sprich einem möglichen Blu-Ray Kauf) abgeraten. Allgemein bekam der Film jedoch relativ gute Reviews. Just for Fun sah ich mir die Produktion aus Hong Kong und dem Propaganda-Land China an. In wenigen Szenen wurde der Film in Macau gedreht.

Lohnte sich die Sichtung? Nein, nicht wirklich. Abgesehen von drei guten Szenen ist der Film 08/15 Kommerzschund und wenig sehenswert. China-Mainstream-Schrott. Ehrlich gesagt habe ich auch nicht mehr erwartet. Obwohl ich Jackie Chan früher mochte, hebt sein Mitwirken mein Interesse an neuen Filmen nicht mehr an. Er ist zu alt und seine letzte gute Arbeit zu lange her (2017 in The Foreigner). Ich las mehrfach, dass der Film eine Rückkehr des guten alten HK-Kinos sei. Sogar von Old School Vibes war die Rede. Pustekuchen.

Von Old School Vibes zu sprechen, ist vernebelte und eingeschränkte Sichtweise, "befangen" durch Sichtung von zu vielen neuen Filmen. Old School Vibes wäre z.B. ein Film à la Gallants, aber nicht so was wie The Shadow’s Edge. The Shadow’s Edge ist übrigens ein Remake des HK-Filmes Eye in the Sky (auch mit Tony Leung Ka-Fai). Was mir an The Shadow's Edge missfiel? Die Laufzeit ist zu lang, die Kameraführung in vielen Actionszenen schlecht, 90% der Figuren sind 08/15 & uninteressant, einige Effekte sind peinlich (Cop der vom Turm springt), die Musik ist billig & entspricht nicht meinem Geschmack (Hip-Hop), einige Szenen sind aus anderen Filmen geklaut (Die Hard, Old Boy, The Raid) und die jungen Bösewichte sind Luschen à la New Police Story.

Der Film hat nur drei gute Momente: Jackie Chans Kampf in seiner Wohnung mit dem Attentäter, Tony Leung Ka-Fais Kampf à la Old Boy sowie Jackie Chan Vs. Tony Leung Ka-Fai im Finale auf engstem Raum (auf dem "Dachboden" des Shops). Die restlichen Actionmomente zünden nicht und sind nicht wirklich gut. Opi Jackie Chan macht in den genannten Szenen eine gute Figur. Ansonsten wirkt er jedoch sichtlich zu alt, um zu überzeugen. Opi Tony Leung Ka-Fai schwankt zwischen amüsant und unfreiwillig komisch und peinlich. Yu Rongguang (Musa) habe ich nicht bemerkt und Melvin Wong (Above the Law) in einer Nebenrolle zu sehen, war eine nette Überraschung.

Fazit: Lohnt sich nicht!

Infos:

O: Bu Feng Zhui Ying

HK, China 2025

R: Larry Yang

D: Jackie Chan, Tony Leung Ka-Fai, Melvin Wong, Zifeng Zhang, Junhui Wen, CiSha, Qiunan Lin, Zhenwei Wang, Yu Rongguang

Laufzeit der Originalfassung: Ca. 141 Min.

Gesehen am: 04.02.26

Fassungen: Via Stream gesehen = Uncut, O-Ton mit englischen Subs. In Deutschland wurde der Film als Shadow Chase - Im Netz der Diebe veröffentlicht. Uncut, in Deutsch oder im O-Ton mit Untertiteln auf DVD, Blu-Ray oder UHD von Plaion Pictures.

Samstag, 24. Januar 2026

Freaky Tales

Freaky Tales

Story:

Es werden vier Geschichten erzählt, die am Ende miteinander verknüpft werden. Es beginnt damit, dass Punks (Ji-young Yoo, Jack Champion, Marteen) und Schwarze (Normani, Dominique Thorne) nach dem Kinobesuch von The Lost Boys von Nazis beschimpft werden. Danach kommt es zu einem Schlagabtausch zwischen den Punks und Nazis. Später geht es u.a. mit einem Battle-Rap weiter, in dem zwei Freundinnen (Normani, Dominique Thorne) gegen zwei Rapper antreten…

Meine Meinung:

Freaky Tales schaute ich mir ohne Vorwissen an. Ich wusste nur, dass es ein Film ist, der Kurzgeschichten erzählt. Eine Ansammlung von Anthologien. Dabei erinnert der Film von seinem Aufbau her leicht an den Horrorfilm Weapons. Hier werden diverse Momente aus diversen Blickwickeln erzählt. Die Episoden laufen am Ende z.T. zusammen und werden verknüpft. Eine Spur Quentin Tarantino Hommage darf dabei auch nicht fehlen. Der Film versteht sich als Hommage an die 80er Jahre und spielt 1987 in Oakland. Es werden vier Episoden erzählt. Freaky Tales war einer der schlechtesten Filme, den ich in den letzten Monaten sah. Schlechter geht es kaum.

Ich fühlte mich genervt und wollte die Sichtung abbrechen. Der Film, der eine Laufzeit von fast 110 Minuten bietet, fühlte sich deutlich länger an. Die Episoden waren sehr langweilig. Der Inhalt stark nervend. Der Film soll zwar als Hommage ans 80er Jahre Kino verstanden werden, aber die Figuren und Inhalte erinnern mehr an die heutige Woke-Kultur. Minderheiten in Opferrollen, Stereotypen (Nazi-Darstellungen), viel Sozialkritik (Rassistische Cops). Wurde in den 80ern im Mainstream z.B. wirklich schon von Homophobie gesprochen? Ich denke nicht. Heutige Botschaften in einem angeblichen 80er Jahre Setting, das passt nicht zusammen. Wer sehen will, wie sich Nazis und Punks bekämpfen, sollte sich stattdessen lieber Green Room notieren.

Charaktere wie Punks, Basketball-Spieler (NBA) oder Rapper sind nicht Figuren-Zeichnungen, welche ich mag. Nicht mein Fall. Eher das Gegenteil ist der Fall. Ich nerve mich daran. Passend (z.B. zur zweiten Episode mit dem Battle Rap) gab es selbstverständlich auch viel Hip-Hop-"Musik" zu hören. Das mag ich persönlich auch nicht. Da rettet auch Tom Hanks Gastauftritt nichts (er arbeitet im Film in einer Videothek). Am schlimmsten war der Schwarze Martial Arts Held/Superheld. Peinlich und eine Beleidigung für das (Martial Arts) Auge und Grössen wie Carl Scott (Die Depesche des Todes), Michael Woods (Tiger Cage) oder Eugene Thomas (Ninja in U.S.A.). Die können nämlich auch kämpfen und tun nicht nur so.

Fazit: Abgesehen von einem Bruce Lee Plakat und der Musik aus Hardware (The Order of Death), die einmal kurz läuft, ein absoluter Totalausfall! 

Infos:

O: Freaky Tales

USA, Kanada 2024

R: Anna Boden, Ryan Fleck

D: Too $hort, Ji-young Yoo, Jack Champion, Marteen, Zack Roberts, Normani, Dominique Thorne, Tom Hanks

Laufzeit der US-DVD: Ca. 107 Min.

Gesehen am: 24.01.26

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Lions Gate vor. Diese stammt aus einem Blu-Ray/DVD-Set und die Disc bekam ich geschenkt. Uncut, Englischer O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Es scheint noch keine deutsche Fassung zu geben (Stand: Jan. 2026).

Freitag, 23. Januar 2026

The Housemaid


The Housemaid

Story:

Millie Calloway (Sydney Sweeney) wird bei dem Ehepaar Nina (Amanda Seyfried) und Andrew (Brandon Sklenar) Winchester als Nanny angestellt. Keine gute Idee…

Meine Meinung:

Als ich The Housemaid von Paul Feig (von ihm kenne ich nur Spy = den habe ich als lustig in Erinnerung), nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Klassiker aus Südkorea, im Kino sah, wusste ich nur drei Dinge über den Film. Erstens: Es handelt sich um eine Roman-Verfilmung (diesen kenne ich nicht). Zweitens: die Hauptdarstellerin aus Immaculate (Sydney Sweeney) spielt auch hier eine der Hauptrollen. Drittens: in einem Forum las ich einige Spoiler freie Zeilen zum Film, die vielversprechend tönten. Mehr wusste ich nicht. Weder Plot (wobei ich dies beim Titel erraten konnte) noch Trailer waren mir bekannt.

Leider ist aus der Roman-Verfilmung kein guter Film geworden. Der Inhalt basiert, wie bereits erwähnt, auf einem Roman, dessen 08/15 Inhalt vorhersehbar und für Gen Z Frauen (was dem Film zu jeder Sekunde anzusehen ist) geschrieben wurde. Dessen «Erfolg» wurde durch Social Media gehyped (wohl ein Zeitgeist Phänomen wie in der Vergangenheit bei der Bibel oder Mein Kampf) und ist zu vernachlässigen. Der Film und auch die Bilder dazu sollen lediglich junge Menschen, die sich von X, TikTok und Co. blenden lassen, beeindrucken. Daher sehen der Film und die Figuren auch uninteressant, oberflächlich und austauschbar aus.

Der Plot ist absolut unglaubwürdig (die Polizistin im Finale und ihre Vernehmung) und voraussehbar. Twists gab es eigentlich keine. Wer noch nicht durch Social Media verblödet ist, wird die «Twists» schnell ausmachen. Die lange Laufzeit (der Film läuft über zwei Stunden) tut ihr übriges dazu. Vor allem die ersten ¾ waren sehr öde und langweilig. Die Musik-Wahl gefiel mir persönlich gar nicht und war absolut schrecklich. Eine echte Spannung ist nicht auszumachen und die Figuren, die aus der Social Media und Influencer Hölle stammen könnten, sind dem Zuschauer total gleichgültig. Der Film wirkt gegen Ende mehr und mehr unfreiwillig komisch.

Fazit: Geld- und Zeitverschwendung!

Infos:

O: The Housemaid

USA 2025

R: Paul Feig

D: Sydney Sweeney, Amanda Seyfried, Brandon Sklenar

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 131 Min.

Gesehen am: 23.01.26

Fassungen: In Bern im Kino gesehen = Uncut (ab 16 Jahren), Englisch, mit deutschen Subs. Die deutsche Disc (Blu-Ray, UHD, DVD) soll am 01.05.26 erscheinen (Stand: Jan. 2026).

Montag, 22. Dezember 2025

Gremlins Review



Gremlins

Story:

Billy (Zach Galligan) bekommt von seinem Vater (Hoyt Axton) ein besonderes Weihnachtsgeschenk: einen Mogwai. Ein niedliches, flauschiges und liebeswertes Haustier, welches Billy Gizmo tauft. Es gibt drei Regeln zu beachten. Leider werden diese nicht eingehalten. Die Folge ist, dass sich Gizmo vermehrt und seine Nachkömmlinge sind das Gegenteil von lieb, flauschig und niedlich. Sie beginnen, die Gegend zu terrorisieren…

Meine Meinung:

Gremlins ist ein Klassiker von Joe Dante, produziert von Jaws-Regisseur Steven Spielberg. Daher wirkt der Film auch wie Jaws, Poltergeist oder Zurück in die Zukunft. Der Fingerabdruck von Steven Spielberg ist unverkennbar. Steven Spielberg und Joe Dante haben zudem auch Änderungen am Drehbuch vorgenommen (wäre das ursprüngliche Drehbuch verfilmt geworden, wäre wohl ein R-Rated Film daraus geworden) und Spielberg hat auch einige eigene Ideen in den Film gebracht, wobei er sich nicht immer (gegen Joe Dante) durchsetzen konnte.

Ich sah Gremlins nur einmal. Das war vor zehn Jahren. Ich war dazumal ca. 30 Jahre alt. Die Fortsetzung sah ich hingegen schon als Kind/Jugendlicher öfters. Als mich der Kollege aus Zürich fragte, ob ich Gremlins in Zürich im Kino ansehen wolle, sagte ich zu. Die Sichtung fühlte sich nicht wie eine 2. Sichtung, sondern wie eine Premiere für mich an. Ich wusste nämlich seit der Sichtung vor zehn Jahren praktisch nichts mehr. Ich wusste um die Kleinstadt und um die verschneiten Bilder. Mehr blieb nicht hängen. Zu einer guten Stimmung im Kino hat der Film die 2. Sichtung bestanden.

Der Humor von Joe Dante (Piranha, Meine teuflischen Nachbarn) macht viel Spass und der Film vermag zu unterhalten. Nebst sympathischen Hauptfiguren wie Zach Galligan (Hellraiser III - Hell on Earth, Warlock: The Armageddon) oder der schnuckeligen Phoebe Cates gefallen auch bekannte Namen in Nebenrollen. So sehen wir hier Namen wie Corey Feldman (Friday the 13th: The Final Chapter), Dick Miller (Ritter der Dämonen) oder Judge Reinhold (Beverly Hills Cop Reihe). Die Schauspieler machen ihre Sache ordentlich. Der Film war spassig, unterhaltsam, kommt mit Herz und mit sensationellen Effekten daher. CGI wird das nie toppen können. Die Kreaturen-Effekte (inklusive Verwandlungen, die z.T. an Alien erinnert haben) waren der Wahnsinn. Spektakuläre Arbeit von Chris Wales (Die Fliege 1 + 2, Naked Lunch, Dragonslayer). Der Mix aus Grusel und Humor hat bestens funktioniert und andere Filmemacher liessen sich davon inspirieren (Critters-Reihe oder zuletzt in The Creeps).

Fazit: Gremlins wird seinem Klassiker-Status gerecht!

Gefolgt von: Gremlins 2

Infos:

O: Gremlins

USA 1984

R: Joe Dante

D: Zach Galligan, Phoebe Cates, Hoyt Axton, John Louie, Keye Luke, Corey Feldman, Dick Miller, Judge Reinhold

Laufzeit der CH-Kinofassung: Ca. 106 Min.

Gesehen am: 2015 / Neusichtung am: 02.12.25

Fassungen: Ich habe die deutsche DVD Zuhause. Für diese Neusichtung sah ich mir den Film jedoch mit dem Kumpel in Zürich im Kino an (Iconic Night, Christmas Edition) = Uncut, im O-Ton, keine Subs. Obwohl die Vorstellung nicht ausverkauft war, war die Stimmung im Kino sehr gut. 

Sonntag, 14. Dezember 2025

47 Meters Down: Uncaged Review

47 Meters Down: Uncaged

Story:

Vier Mädels (u.a. Sistine Rose Stallone) kämpfen in einer Unterwasser-Höhle um ihr Leben, als sie es mit einem Hai zu tun bekommen…

Meine Meinung:

Der Regisseur von The Strangers: Prey at Night, der schon den Erstling 47 Meters Down realisierte, den ich 2017 in Berlin am FFF sah, inszenierte auch gleich die zwei Jahre später entstandene Fortsetzung. Ich sah den Vorgänger, wie ich bereits erwähnte, nur am FFF in Deutschland und kann mich kaum an den Film erinnern. Ich würde aber sagen, dass die Fortsetzung besser geworden ist. Allgemein war der Film besser als ich es erwartet habe. Klar, viele Dinge sind Zufälle, unglaubwürdig und die Handlungen der Figuren nicht nachvollziehbar, aber ich wurde doch bestens unterhalten.

Das ist schon fast Trash-Kino erster Güte. Sogar eine Szene à la Deep Blue Sea gibt es hier zu sehen (vorhersehbar). Andere Zuschauer vergleichen den Film mit einem Slasher (mit Haien statt einem meuchelnden, Masken tragenden Killer) oder mit dem grossartigen The Descent. Nur mit Haien statt Monstern. Der Film sieht unglaublich gut aus, ist schön gefilmt und wartet mit schicken Slow-Mo-Aufnahmen auf. Die Haie sind in einigen Szenen nicht sonderlich toll animiert. Wenn jedoch nur Close-Ups zu sehen sind, sehen die Dinger hier und da schon toll unheimlich aus.

Dem Film gelingt es, zu fesseln und eine gewisse Spannung aufzubauen. Das Setting, die Unterwasserhöhle, gibt mehr her, als zunächst erwartet. Gegen Ende übertreibt es der Film dann etwas und hetzt fast von einem Finale zum nächsten. Die letzten 15 Minuten oder so sind herrlich trashige Übertreibung. Muss man fast gesehen haben, um es zu glauben. Der Cast war passend zum Film. Keine bekannten Namen dabei und nichts, was aus der Masse herausragt (halt alles mehr oder weniger gut aussehende Frauen in knappen Bikinis). Darunter ist auch eine Tochter von Actionlegende Silvester Stallone.

Fazit: Wer Tierhorrorfilme mit Haifischen mag, dürfte mit 47 Meters Down: Uncaged seinen Spass haben!

Infos:

O: 47 Meters Down: Uncaged

Grossbritannien 2019

R: Johannes Roberts

D: Nia Long, John Corbett, Sophie Nélisse, Brec Bassinger, Sistine Rose Stallone

Laufzeit der US-DVD: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 15.11.25

Fassungen: Ich bekam vom Kumpel die US-DVD von Lions Gate geschenkt (es war eine DVD/Blu-Ray Combo-Fassung) sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs, Uncut. Gibt es in Deutschland auf DVD und Blu-Ray.

Freitag, 12. Dezember 2025

Breaking News Review

Breaking News

Story:

Die Polizei (u.a. Nick Cheung, Hui Siu-Hung) jagen Gangster (u.a. Richie Ren Xian-Qi), die sich in einem Häuserblock bei einem Taxifahrer (Lam Suet) verschanzt haben. Die Presse verfolgt das Spektakel…

Meine Meinung:

Breaking News bekam ich geschenkt. Ich hörte zuvor noch nie etwas von diesem Film. Bei Breaking News handelt es sich um einen Film von Johnnie To (Loving You, The Big Heat) aus dem Jahr 2004. Ich sehe mir HK-Produktionen, die nach 1995 erschienen sind, kaum an. Klar sind da einige Titel dabei (Black Mask, Sha Po Lang etc.) aber im Grossen und Ganzen mag ich die früheren HK-Filme deutlich lieber.

Breaking News hat mir dann, wenig überraschend, auch nicht sonderlich zugesagt und kommt nicht in meine Filmsammlung. Optisch hat der Film zwar einige nette Momente und auch einige der Shoot-Outs sind solide, aber alles in allem hat mich der Film einfach kaum angesprochen und es gab zu viel, was ich nicht mochte. Der sozialkritische und/oder satirische Plot hat mich nicht gefesselt. Die Musik mochte ich in vielen Phasen des Filmes nicht. Auch die Figuren haben mir nicht gefallen (der immer furzende Hui Siu-Hung war peinlich).

Von Nick Cheung (Keeper of Darkness, Shoot to Kill) bin ich allgemein kein Fan und Lam Suet (The Era of Vampires, Expect the Unexpected) ist halt Lam Suet. Simon Yam (Run and Kill, Full Contact, The Tenants Downstairs) spielt mehr eine Nebenrolle. Er allein macht den Film auch nicht besser. Die Gangster waren wenig charismatisch. Einer der interessantesten Namen im Film, habe ich nicht Mal erkannt: Alan Chui Chung-San (Two Fists Against the Law, The 7 Grandmasters, Angel Terminators). Er begann seine Karriere im Kung Fu Kino und starb vor einigen Jahren.

Fazit: Nur für Johnnie To Anhänger zu empfehlen!

Infos:

O: Dai Si Gin

HK 2004

R: Johnnie To

D: Kelly Chen, Nick Cheung Ka-Fai, Hui Siu-Hung, Lam Suet, Richie Jen, Simon Yam, Eddie Cheung, Alan Chui Chung-San

Laufzeit der HK-DVD: 89:29 Min.

Gesehen am: 04.11.25

Fassungen: Gesehen als HK-DVD mit Schuber von Mega Star = DTS-Sound, O-Ton, englische Subs, gute Bild- und Tonqualität. Gibt es in Deutschland von Kinowelt auf DVD (Deutsch/Kantonesisch mit deutschen Untertiteln, Uncut). Es scheint (noch) keine Blu-Ray zu geben (Stand: Nov. 2025).

Mittwoch, 10. Dezember 2025

Frankenstein Review

ZFF 2025

Frankenstein

Story:

Victor Frankenstein (Oscar Isaac) hat das Ziel, aus Leichenteilen einen Menschen zu kreieren und diesem Leben ein zu hauchen. In Harlander (Christoph Waltz) findet er einen mächtigen Finanzier, der sein Projekt finanziell deckt. Doch Victor Frankenstein ahnt nicht, was er mit seinem Experiment lostreten wird…

Meine Meinung:

2025 waren nur zwei Besuche in Zürich am Zürich Film Festival angesagt. Der Abschluss machte Ende Sept. Frankenstein. Eine Netflix-Produktion des Spaniers Guillermo del Toro (Blade II). Der Film, der in einigen wenigen ausgesuchten Kinos laufen wird (wohl damit Netflix den Film für die Oscars einreichen kann), ist ansonsten später auf dem Streaming-Anbieter Netflix zu sehen. Da passt der Film eigentlich auch ganz gut hin. Die Frankenstein-Story ist mir mehr oder weniger bekannt, auch wenn ich den Original Roman nicht kenne (sollte ich einmal nachholen) und/oder nur wenige Filme mit der Thematik gesehen habe.

Frankenstein ist solide. Der Plot ist halt relativ spannungsarm. Ob sich der Film im Vergleich zu anderen Verfilmungen mehr an den Roman hält oder nicht, ist mir nicht bekannt. Mit einer Laufzeit von über zwei Stunden empfand ich den Film, der in zwei Kapitel unterteilt ist, als zu lang. Hier und da gibt es optisch aufwändige und schöne Bilder zu sehen. Auf der anderen Seite sieht der Film auch zu unecht und künstlich aus. CGI-Hintergründe und Settings. Zudem gab es mir viel zu viele CGI-Tiere im Film zu sehen. So was mag ich nicht.

Es gibt jedoch auch einige handgemachte Effekte. Vor allem wie Frankenstein das Monster zusammenbaut, wurde stark getrickst. Tolle Effekte. Der Start in den Film, in dem das Monster im Eis wütet und die Matrosen wie Insekten in der Gegend herumwirft, hatte für mich mehr Marvel-Superhelden Charakter, was ich als störend empfand. Was für mich nicht funktioniert hat und wenig glaubhaft anmutete war der Sub-Plot zwischen dem Monster und der von Mia Goths (X, Pearl, MaXXXine) gespielter Figur. Da wäre es interessant zu wissen, ob das im Roman mehr Tiefe und somit mehr Glaubwürdigkeit widerfährt.

Nebst Mia Goth war mir ansonsten nur Christoph Waltz (aus Quentin Tarantinos Inglourious Basterds) ein Begriff. Er spielt, wie auch sie, eine Nebenrolle. Beide machen das solide, mehr aber auch nicht. Der mir unbekannte Oscar Isaac konnte mich nicht 100% überzeugen. Jacob Elordi als das Monster war schauspielerisch gut, vor allem im Finale, welches emotionaler war, als erwartet. Abgesehen davon empfand ich das «Monster-Make-Up» als wenig sehenswert. Schade. Frankenstein ist alles andere als schlecht, aber bei solchen Big-Budget Produktionen werte ich strenger, als z.B. beim Kung Fu Film aus Taiwan. Daher kann ich sagen, dass Frankenstein kein Film für meine Sammlung wird. Dafür bot der Film schlicht nichts Neues und war mir zu zäh erzählt.

Fazit: Ich bleibe lieber bei Flesh for Frankenstein und Frankenweenie!

Infos:

O: Frankenstein

USA, Mexiko 2025

R: Guillermo del Toro

D: Jacob Elordi, Oscar Isaac, Mia Goth, Christoph Waltz, Ralph Ineson, David Bradley

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 149 Min.

Gesehen am: 30.09.25

Fassungen: Am Zürich Film Festival 2025 im Kino gesehen = In Englisch mit deutschen Untertiteln. Der Film wird im Okt. auch einen regulären Kinostart erhalten, ehe er dann auch auf Netflix zu sehen sein wird (Netflix-Produktion).

Donnerstag, 4. Dezember 2025

The Conjuring: Last Rites Review

The Conjuring: Last Rites

Story:

Ed und Lorraine Warren (Vera Farmiga, Patrick Wilson) nehmen einen neuen Fall an. Und wer ist auch involviert? Ihre eigene Tochter Judy (Mia Tomlinson)…

Meine Meinung:

The Conjuring: Last Rites kann das Niveau der ersten zwei Filme nicht halten. The Conjuring: Last Rites, der die Reihe abschliessen soll und in den USA überraschend erfolgreich angelaufen ist (sehr hohe Anzahl Kinobesuche), beruht wie schon bei den Vorgängern (The Conjuring 1, 2 + 3) auf einer wahren Geschichte. Bild- und Tonaufnahmen davon sind im Abspann zu sehen und zu hören. Ich ging ohne grössere Erwartungen an den Film.

Was ich an dem Film mochte, war sein Aufbau und sein Charme. Der Film nimmt sich Zeit, seine Geschichte zu erzählen, den Verlauf darzulegen, dem Zuschauer die Figuren vorzustellen und näher zu bringen und die Sub-Plots miteinander zu verflechten. Dass diesmal ein Spiegel der Ausgang der Gruselgeschichte ist, erinnert an klassische Gruselfilme wie Mirror, Mirror. Als die Warrens kehren einmal mehr Vera Farmiga und Patrick Wilson zurück. Die spielen das einmal mehr sehr gut, wie auch der restliche Cast.

Allerdings ist der Film mit einer stolzen Laufzeit von über zwei Stunden zu lang geraten. Am Ende war ich müde. Da half auch das Gruselfinale mit vielen Action geladenen Momenten nichts: ich war im letzten Viertel des Filmes müde und kämpfte ohne Übertreibung gegen das Einschlafen an. Leider empfand ich den Film leider nicht als gruselig oder schreckhaft. Einige Set Pieces muteten sogar billig an. Das Finale, vor allem den Kampf gegen den Spiegel, fand ich sehr enttäuschend und schwach. Schlussendlich wird mit The Conjuring: Last Rites nichts Neues geboten…

Fazit: Fans der Reihe können zwar einen Blick riskieren, aber die Erwartungen sollten nicht zu hoch angesetzt werden…

Infos:

USA 2025

R: Michael Chaves

D: Vera Farmiga, Patrick Wilson, Ben Hardy, Beau Gadsdon, Elliot Cowan, Madison Lawlor

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 135 Min.

Gesehen am: 13.09.25

Fassungen: Im Kino gesehen (IMAX, Englisch mit deutschen Untertiteln, Uncut). In Deutschland soll der Film am 31.12.25 auf DVD, Blu-Ray und UHD erscheinen.

Dienstag, 2. Dezember 2025

Caught Stealing Review

 

Caught Stealing

Story:

Hank (Austin Butler) gerät zufällig zwischen die Fronten diverser Gangster (Vincent D'Onofrio, Liev Schreiber, Yuri Kolokolnikov, Nikita Kukushkin, Bad Bunny), welche ihn und sein Umfeld (Zoë Kravitz) bedrohen und ihm nach dem Leben trachten…

Meine Meinung:

Ich sah den Trailer im Kino und fand den Inhalt ansprechend. Ich fühlte mich sofort an Bube, Dame, König, grAS von Guy Ritchie erinnert. Da war ein Kinobesuch für mich beschlossene Sache. In meinem kurzen Frei hatte ich zu entscheiden, für welchen Film es mich ins Kino ziehen sollte: Caught Stealing von Black Swan Regisseur Darren Aronofsky oder die neuste Horrorfortsetzung der The Conjuring Reihe = The Conjuring: Last Rites.

Da ich im Frei weniger Zeit als geplant zur Verfügung hatte, lag nur ein Kinobesuch drin. Ich entschied mich für Caught Stealing, da kürzere Laufzeit. Ich empfand den Film als ok und solide, aber nichts für die Sammlung. Der Funke sprang bei mir nicht wirklich rüber, auch wenn der Film per se nicht langweilig war. Im Gegenteil: als Zuschauer wurde ich gut unterhalten. Bis zum Ende. Aber das Gezeigte war einfach nichts Spezielles und speziell die Musik hätte ich mir besser gewünscht.

Der Plot ist eigentlich sehr dünn und repetitiv. Ein Story-Twist gefiel mir nicht (Zoë Kravitz Figur betreffend) und einige Dinge waren vorhersehbar (nicht angeschnallt im Finale). So gesehen eigentlich ein Film, der kaum Überraschungen bietet. Für einen Regisseur wie Darren Aronofsky ein sehr normaler und ruhiger Film. Die Mehrheit der Stars waren mir unbekannt. Scream 2 Star Liev Schreiber (Phantoms) als jüdischer Killer ist mir dank Bart nicht Mal aufgefallen und Austin Butler (Once Upon a Time… in Hollywood) gibt einen soliden Lead ab.

Fazit: Kein Must See Titel. Ich habe jetzt aber wieder Mal Lust, Bube, Dame, König, grAS aufzufrischen…

Infos:

O: Caught Stealing

USA 2025

R: Darren Aronofsky

D: Austin Butler, Vincent D'Onofrio, Liev Schreiber, Yuri Kolokolnikov, Nikita Kukushkin, Bad Bunny, Zoë Kravitz, Regina King, Matt Smith

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 107 Min.

Gesehen am: 05.09.25

Fassungen:  In Bern im Kino gesehen = Uncut, Originalton und deutsche Untertitel. Eine deutsche DVD, Blu-Ray oder UHD sind noch nicht angekündigt (Stand: Sept. 2025).

Donnerstag, 27. November 2025

Nobody 2 Review

 

Nobody 2

Story:

Hutch Mansell (Bob Odenkirk) macht zusammen mit seiner Familie (Connie Nielsen, Christopher Lloyd, Gage Munroe, Paisley Cadorath) in einem Vergnügungspark Urlaub. Doch vor Ort gerät er an lokale Gangster (Sharon Stone, Colin Hanks, Megan Hui, Rochelle Okoye, Daniel Bernhardt), die ihm den Kampf ansagen…

Meine Meinung:

Nobody war bei seiner Veröffentlichung ein Überraschungshit. Vier Jahre später bringt Hollywood die obligatorische Fortsetzung. Aus dem ersten Film kehrt die ganze Familie zurück, der Mittelsmann (Barber) und Hutchs «Bruder» (RZA) sowie der Schweizer Daniel Bernhardt. Letzterer spielt natürlich eine neue Rolle aber erneut einen Bösewicht. Er spielt diesmal eine grosse Nebenrolle und er war erneut für die Action-Szenen (Kämpfe und Choreographie) zuständig.

Zudem holte man sich Alt-Stars wie Sharon Stone (Nico) und den Indonesier Timo Tjahjanto (May the Devil Take You, Codename 13, Headshot, The Night Comes for Us) an Bord. Von dem Film, der erneut eine angenehm kurze Laufzeit aufweist, ging ich ohne grosse Erwartungen an die Sichtung. Ich sah mir einige Tage zuvor nochmals den Vorgänger an, den ich wirklich toll finde. Und das Niveau kann Nobody 2 in jeder Hinsicht nicht mehr erreichen.

Nobody 2 ist  eine unnötige Fortsetzung, auch wenn per se kein schlechter Film. Nobody 2 ist lustig, unterhaltsam und kurzweilig. Aber der Funke springt nicht mehr gleich rüber, wie bei Nobody. Zudem ist der Film zu lustig und die Actionszenen können mit jenen des Vorgängers nicht mithalten. Geniale Szenen wie die Bus-Szene, sucht man hier vergebens. Ich empfand eigentlich nur die Kampfszenen im Arcade-Saal und auf dem Boot als gut. Der Rest war zu billiges John Wick Getue. Einzelne Action-Momente (der Kampf von Daniel Bernhardt gegen RZA) waren sogar richtig schlecht (totale Wackelkamera).

Vom Aufbau her ist Nobody 2 seinem Vorgänger sehr ähnlich. Das ist zuerst Mal sympathisch und bringt die Vibes gekonnt mit in die Fortsetzung. Allerdings ist der Film mehr eine Action-Komödie als ein Actionfilm mit satirischem Unterton. Die Familienmitglieder bekommen viel mehr Screentime (cool war der Name der Katze = Lasagne). RZA mag ich noch immer nicht. Peinliche Darbietung von ihm (als schwarzer Ninja aus Osaka zurückgekehrt). Schade, hat man ihn nicht weggelassen. Die Bösewichte waren im 1. Film besser.

Sharon Stone war ein Witz. Eine Mumie. An Lächerlichkeit nicht zu überbieten. Kann man als Bösewicht nicht ernst nehmen. Colin Hanks, bekannt aus Dexter, war hingegen gut (stirb am blutigsten). Der Film ist ok und wie gesagt unterhaltsam und kurzweilig, aber gerade im Vergleich zu seinen früheren Werken ist der Werdegang von Timo Tjahjanto (Wechsel nach Hollywood) nicht gelungen. Nach wie vor sind Headshot und The Night Comes for Us seine besten Filme. Danach ging es, zwar langsam aber sicher, bergab. Asiaten verschwenden, wie schon zuvor Jackie Chan und Co., ihr Talent in Amerika.

Fazit: Erreicht nicht die Klasse des Vorgängers!

Infos:

O: Nobody 2

USA 2025

R: Timo Tjahjanto

D: Bob Odenkirk, Connie Nielsen, Christopher Lloyd, Gage Munroe, Paisley Cadorath, Sharon Stone, Colin Hanks, Megan Hui, Rochelle Okoye, Daniel Bernhardt, RZA

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 89 Min.

Gesehen am: 24.08.25

Fassungen: In Bern im Kino gesehen: Originalton mit deutschen Untertiteln, Uncut, ab 16 Jahren freigegeben. Soll in Deutschland (DVD, Blu-Ray, UHD) am 31.12.25 erscheinen.