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Donnerstag, 20. November 2025

Wicked City Review

Wicked City

Story:

Die Dämonen-Welt ist in Aufruhr. Dämon Shudo (Roy Cheung) will der alleinige Herrscher über die Dämonenwelt werden. Zwei Dämonenjäger (Jacky Cheung, Leon Lai) sind hinter den Dämonen her. Doch dann verliebt sich einer der Dämonenjäger in eine Dämonin (Michelle Reis) und umgekehrt…

Meine Meinung:

Wicked City ist ein Anfang der 90er Jahre Film aus Hong Kong und basiert auf einem japanischen Comic von Hideyuki Kikuchi. Wicked City ist nicht zu verwechseln mit dem japanischen Anime. Der Film aus Hong Kong wurde von Tsui Hark (The Butterfly Murders, We're Going to Eat You) produziert.  Regie führte der mir unbekannte Peter Mak Tai-Kit (Enemy Shadow). Das ist das zweite Mal, dass die Filmemacher aus Hong Kong einen japanischen Comic verfilmt haben (der andere Film stellt Story of Ricky dar).

Mir gefällt der Film, den ich bisher immer nur als Laserdisc sah. Der Film hat eine ziemlich abgefahrene Handlung voller verrückter Ideen, einen wirklich grossen und bizarren Ideen- und Fantasiereichtum und bietet viele sehenswerte Gummimonster, Verwandlungs- und sonstige CGI-Effekte. Für Fans solcher charmanten Effekte und Fantasy-Action-Szenen ist Wicked City sehenswert geworden. Die Action rockt. Die Liebesgeschichte hätte man vielleicht etwas straffen können, aber bringt noch etwas Dilemma in den Plot.

Zwar sitzt nicht jeder (CGI)Effekt, die Musik empfand ich als belanglos und lahm und von Leon Lai (Fun and Fury, Run) bin ich kein allzu grosser Fan, dennoch gefällt der Film mit Namen wie Roy Cheung (der spielt natürlich den Bösewicht, Jacky Cheung (Tiger Cage, Pom Pom & Hot Hot), Michelle Reis (The Sword of Many Lovers, A Chinese Ghost Story 2), Yuen Woo-Ping (Iron Monkey, Wing Chun) und Japaner Tatsuya Nakadai (Battle of the Japan Sea). Wicked City wurde zu Ehren von Tatsuya Nakadai angesehen.

Tatsuya Nakadai verstarb vor zehn Tagen. Er war eine Legende des japanischen Kinos. Er spielte in Klassikern wie Harakiri, Sword of Doom und in den Filmen von Akira Kurosawa. Er spielt nebst Jacky Cheung, Leon Lai und Michelle Reis die vierte Hauptrolle im Film. Er spielt den Vater von Roy Cheung und bekommt deutlich mehr Screentime als Roy Cheung. Tatsuya Nakadai ist von Anfang an bis zum Finale dabei. In einer japanischen Comic-Verfilmung einen Japaner im Cast zu haben, war sicher auch aus kommerziellen Gründen eine gute Idee, um möglichst viele Japaner in die Kinos zu locken.

Fazit: Abgefahrene Comic-Verfilmung!

Infos:

O: Yao Shou Du Shi

HK 1992

R: Peter Mak Tai-Kit

D: Roy Cheung, Jacky Cheung, Leon Lai, Michelle Reis, Tatsuya Nakadai, Yuen Woo-Ping, Carman Lee

Laufzeit der US-LD: Ca. 87 Min.

Gesehen am: Aug. 2016 / Neusichtung am: 17.11.25

Fassungen: Gesehen via US-LD von Image Entertainment = durchschnittliche Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs. Inzwischen gibt es davon nicht nur eine deutsche Uncut-DVD (als Mutant City in Deutsch oder Kantonesisch ohne Untertitel), sondern auch eine Blu-Ray (in HK mit O-Ton und englischen Subs). In Japan gibt es eine leicht längere Fassung, dafür wurde eine Nacktszene durch eine harmlosere Einstellung ausgetauscht.

Mittwoch, 5. November 2025

Kiss of Death Review

Kiss of Death

Story:

Chu Ling (Chen Ping) wird aus dem Nachhauseweg von einer Gruppe Männer (Fan Mei-Sheng, Hui Siu-Hung, Chan Shen, Lin Wen-Wei, Chiang Tao) vergewaltigt und steckt sich mit einer Krankheit an. Hilfe findet sie später im Nachtclub von Krüppel Wong Ta (Lo Lieh). Dort bereitet sich Chu Ling, als sie einen der Täter wiedererkennt, auf ihre Rache vor…

Meine Meinung:

Als ich Kiss of Death zum ersten Mal sah (vor elf Jahren), war mir nicht bewusst, dass Her Vengeance ein Remake zu Kiss of Death darstellt. Ich scheine Her Vengenace zu dem Zeitpunkt noch nicht gekannt zu haben. Kiss of Death wurde nun Ehren von Hui Siu-Hung gesichtet, der von paar Tagen aufgrund einem Multiorganversagen (Krebs war der Auslöser) verstorben ist. Das hat im westlichen Social Media mehr Aufmerksamkeit erregt, als bei anderen HK-Stars, die verstorben sind.

Ich bin ehrlich. Mir sagte Hui Siu-Hung weder vom Namen noch vom Gesicht etwas. Ich weiss auch nicht, ob er in den 70ern und 80ern Haupt- oder eher kleine Rollen spielte. Eine seiner ersten Rollen spielte er in Kiss of Death. Einer mehr, der seine Karriere bei den Shaw Brothers startete. Hier spielt er einen Vergewaltiger. Der Film erinnert in der Tat an Her Vengeance, den ich erst vor paar Monaten (als US-Blu-Ray) aufgefrischt habe. Ich könnte fast von einem 1:1 Remake sprechen. Die Macher hielten sich an die Vorgaben. Beide Filme sind lohnenswert.

Kiss of Death macht «Spass» und stellt beste 70er Jahre Exploitation à la I Spit on Your Grave dar. Chen Ping (Queen Hustler, The Psychopath) spielt die Rächerin überzeugend. Lo Lieh mimt den Part, den später (in Her Vengeance) Lam Ching-Ying spielte sollte: den Krüppel, der sich ins Mädchen verliebt und sie in ihrer Rache unterstützt und sie beschützt. Lo Lieh (The Concrete Jungle, The Big Boss Part II, Ghosts Galore) gefällt in dem Part. Die hübsch überzeichneten Bösewichte gefallen auch. Nebst Hui Siu-Hung sind da noch namhafte Personen wie Fan Mei-Sheng (Die Eroberer, Last Breath), Chan Shen (Die 7 goldenen Vampire, Lost Souls) oder Chiang Tao (The Savage 5, The Mysterious Foot-works of Kung Fu) an Bord. Simon Yuen (Ol' Dirty & the Bastard, Crystal Fist) legt einen amüsanten Gastauftritt hin.

Fazit: Für Fans des Rape & Revenge Genres zu empfehlen!

Infos:

O: Du Nu

HK 1973

R: Ho Meng-Hua

D: Fan Mei-Sheng, Hui Siu-Hung, Chan Shen, Lin Wen-Wei, Chiang Tao, Chen Ping, Lo Lieh, Lily Chen Ching, Simon Yuen

Laufzeit der US-DVD: 98:25 Min.

Gesehen am: Okt. 2014 / Neusichtung: 30.10.25

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Image Entertainment vor = Uncut, O-Ton, sehr gute Bild- und Tonqualität, englische Subs. Es gibt keine Blu-Ray, keine UHD und keine deutsche Fassung (Stand: Okt. 2025).

Samstag, 21. Oktober 2023

Vampyros Lesbos


Am NIFFF 2008 signiert / Horroktober 2023

Vampyros Lesbos

Story:

Anwältin Linda (Ewa Strömberg) gerät auf einer Job-Mission auf einer abgelegenen Insel in den Bann einer lesbischen Vampirin (Soledad Miranda)…

Meine Meinung:

Vampyros Lesbos sah ich ewig nicht mehr. Ich wusste gar nichts mehr vom Film. Ich habe den Film auch mit einem anderen Jess Franco Film (Female Vampire) verwechselt und habe Linda Romay erwartet. Vampyros Lesbos hat mir sehr gut gefallen. Sicher einer der besseren Filme von Jess Franco (A Virgin Among the Living Dead, Sinfonía erótica, The Silence of the Tomb), auch trotz dem Fernbleiben von Lina Romay. Die Schönheiten Ewa Strömberg und Soledad Miranda stellen dabei einen sehenswerten Ersatz dar.

Beide haben schon öfters mit Jess Franco, der auch einen Cameo-Auftritt hinlegt, vor der Kamera gestanden (in Filmen wie She Killed in Ecstasy, Count Dracula, Eugenie de Sade, X312 - Flight to Hell). Vampyros Lesbos, in dem es allgemein weniger nackt zugeht, als der Titel suggeriert, bietet wenig Inhalt und viel fürs Auge: einen style over Substance Faktor, würde man heute sagen. Der Film fesselt und ist Traum ähnlich in Szene gesetzt. Ruhig aber fesselnd.

Der Film wirkt surreal, hypnotisch und psychedelisch. Die Farben, Kameraeinstellungen und die grossartige Musik und laszive und oft auch unterschwellige Erotik sind eine sehenswerte Kombination. Und auch die wenigen Nackt- und Erotik-Szenen sind knisternd und stark in Szene gesetzt. Auch die männlichen Nebenfiguren (kommen ohne Sexszenen aus), gespielt von Dennis Price und José Martínez Blanco (The Mummy’s Revenge, The Bloody Judge), passen gut zum mysteriösen, kaum vorhandenen Plot.

Für Mainstream-Zuschauer dürfte der Film uninteressant, wirr, lahm und langweilig erscheinen, aber Jess Franco Fans finden mit Vampyros Lesbos einen sehenswerten Beitrag vor!

Infos:

O: Vamypros Lesbos

Deutschland, Spanien 1971

R: Jess Franco

D: Ewa Strömberg, Soledad Miranda, Heidrun Kussin, Dennis Price, José Martínez Blanco, Jess Franco

Laufzeit der US-DVD: Ca. 89 Min.

Neusichtung: Okt. 2023

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Image Entertainment vor = Uncut, O-Ton (Deutsch), gute Bild- und Tonqualität. Inzwischen gibt es auch diverse Blu-Ray Fassungen, die sich lohnen: USA (Severin Films), UK (Severin Films) oder Österreich (ILLUSIONS). Die US-Disc ist zu bevorzugen, da Unmengen an Bonusmaterial.

Samstag, 28. August 2021

A Virgin Among the Living Dead Review


Mit Jess Franco am NIFFF 2008

A Virgin Among the Living Dead

Story:

 

Nach dem mysteriösen Tode ihres Vaters reist die junge Christina (Christina von Blanc) aus London nach Frankreich, um vor Ort die restliche Familie im Familienanwesen zu treffen und das Erbe entgegen zu nehmen. Doch der Trip wird zum Alptraum…

 

Meine Meinung:

 

Diesen Jess Franco (The Sadist of Notre Dame, The Bloody Judge, Bahia Blanca) Film sah ich seit Jugendzeiten nicht mehr. Damals wusste ich um seine Qualität noch nicht Bescheid und schätzte seine Art und Weise des Filmschaffens zu wenig. Daher war ich gespannt auf die Neusichtung. Es fühlte sich fast so an, als schaute ich mir einen neuen Film an, da ich so gut wie nichts mehr wusste.

 

A Virgin Among the Living Dead hat mir sehr gut gefallen und die Neusichtung bestanden. Der Film hat mich, teilewiese auch nur aufgrund einzelner Szenen an Filme wie Dead & Buried, Cannibal Girls, The Texas Chainsaw Massacre, City of the Living Dead, Zombi 2, Trio Infernal und Last House on the Left erinnert. Nüchtern betrachtet bietet der Film kaum einen Plot und um den Zustand der Familie wird auch von der ersten Sekunde an kein Geheimnis gemacht.

 

Mit einer Laufzeit von nur 79 Minuten ist der Film kurzweilig. Der Film gefällt vor allem von der Optik, den Kameraaufnahmen, der Wahl der Darsteller und durch die Stimmung. Der Film wirkt wie ein surrealistischer Traum – von Anfang an bis zum passenden Ende. Das Jess Franco selbst mitspielte und somit oft vor und nicht hinter der Kamera stand, wirkte sich, wie bereits erwähnt, positiv auf die Kameraeinstellungen aus. Dazu ein traumhafter Score von Bruno Nicolai (Emanuelle in America, A Pistol for Ringo).

 

Nebst Jess Franco und Howard Vernon (Seven Women for Satan) überzeugen auch die Mädels – allen voran Lead Christina von Blanc. Obwohl der Film so gut wie keine Sex-Szenen bietet, wird auf nackte Haut nicht verzichtet und der Film ist stellenweise (auch unterschwellig) erotisch und knisternd. Dass Christina von Blanc nur in einer kleinen Anzahl Filmen mitwirkte, ist daher eigentlich ungewöhnlich. Die Frauen laufen hier den Männern klar den Rang ab – körperlich wie auch schauspielerisch.

 

Der Film wurde später während der Zombie-Welle in den 80ern mit durch Jean Rollin neu gedrehten (und peinlichen) Zombie-Szenen neu vermarktet (inklusive neu hinzugefügten Sex-Szenen). Diese Fassung kann ich nicht wirklich empfehlen, da die neuen Szenen wie ein Fremdkörper wirken und nicht zum Franco-Rest passen wollen. Nur die Original-Version von Jess Franco lohnt!

 

Fazit: Einer der besten Filme von Jess Franco!

 

Infos:

 

O: Christina, princesse de l'érotisme

 

Belgien, Frankreich, Italien, Liechtenstein 1973

 

R: Jess Franco

 

D: Christina von Blanc, Britt Nichols, Rosa Palomar, Anne Libert, Howard Vernon, Paul Muller, Jess Franco

 

Laufzeit der US-DVD: Ca. 79 Min.

 

Gesehen am: ? / Neusichtung: 01.06.21

 

Fassungen: Mir lagen zwei DVDs vor: die US-DVD von Image Entertainment und die jap. DVD von Pioneer. Zur US-DVD: Uncut-Fassung in Franz./Englisch mit englischen Subs. Die von Jean Rollin später gedrehten Szenen für seine «Version» des Filmes sind als Bonus auf der Disc. Die jap. DVD bietet beide Fassungen. Die US-DVD wurde am NIFFF 2008 von Jess Franco signiert. Die Bild- und Tonqualität sind gut. Gibt es auf Blu-Ray von Redemption (USA) oder X-Rated (Deutschland).

Samstag, 13. Februar 2021

Madam City Hunter Review

Madam City Hunter

Story:

 

Polizistin Ching (Cynthia Khan) arbeitet zusammen mit ihrem Chef (Tommy Wong Kwong-Leung) und einem Privatdetektiv (Anthony Wong) an zwei Fällen, in denen sie gar eine Verbindung sieht: nach Morden an Jugendlichen mit ihrer Dienstwaffe will sie sie Mörder stellen. Zum anderen sieht sie in der neuen Freundin (Kara Hui) ihres Vaters (Wu Fung) eine wenig vertrauenswürdige Person und kommt mehr und mehr zum Schluss, dass diese mit den Killern der Jugendlichen zusammen arbeiten muss…

 

Meine Meinung:

 

Madam City Hunter gefiel mir nach der 2. Sichtung (Film sah ich 2007 zum ersten Mal) deutlich besser als früher. Dies ist sicher auch angepassten Erwartungen geschuldet. Madam City Hunter ist nämlich eine Actionkomödie und kein reiner Actionfilm. Soll heissen: phasenweise gibt es viel Humor und Klamauk und so gut wie keine Action zu sehen.

 

Wenn man das HK-Kino der damaligen Zeit und der damit verbundenen Humor und die Stars des Filmes mag, wird man an Madam City Hunter hingegen grosse Freude haben können. Mir gefiel sowohl der Actionanteil wie auch die humoristischen Einlagen im langen Mittelteil des Filmes. Der Film bietet vor allem am Anfang (dem ¼ des Filmes) und im Finale Action. Zwischendurch wird auch hier und da gekämpft, aber so lässt sich dies zusammenfassen.

 

Im Mittelteil ist der Film eine Komödie und Cynthia Khan (In the Line of Duty III), die selten so sexy auftrat wie hier, macht mit ihren Co-Stars Anthony Wong (Black Mask), Tommy Wong Kwong-Leung (Slickers Vs Killers), Kara Hui (Dirty Ho), Wu Fung (Inspector Wears Skirts IV) oder Sheila Chan (Ghost for Sale) in diesen Szenen eine sehr gute Figur. Es hatten sichtlich alle Spass an ihren Rollen. Nur Sheila Chans Charakter nervt ab und zu.

 

Als Shaw Brothers Fan hatte ich natürlich grosse Freude an Kara Hui. Cynthia Khan sehe ich in Actionrollen immer gerne und Anthony Wong überzeugt sowohl in Action- wie auch in lustigen Szenen. Tommy Wong Kwong-Leung tut es ihm gleich: ansonsten oft als Bösewicht oder Psychopath zu sehen (Point of No Return, Vendetta, A Day Without Policeman), so überzeugt er auch in Rollen als guter Kerl und in lustigen Szenen.

 

Die Actionszenen bestehen aus echten Explosionen (z.B. zu beginn mit Standbild, in welchem drei Stuntmänner runterspringen), Stunts (siehe Beginn mit Explosion oder später Bambusgerüst), blutigen Shoot-Outs (Star des Filmes), Mordversuche (tolle Kampfszene mit Kara Hui) oder das Finale, in welchem vor allem gekämpft wird. Die Kampfszenen sind absolut solide, zackig und sehenswert in Szene gesetzt. Gegenstände und Settings werden gut integriert. Trotz modernem Setting wird teilweise auch mit klassischen Waffen gekämpft. Für die Action war der Yuen Clan zuständig und Yuen Woo-Ping hat den Film produziert.

 

Fazit: Wer gerne HK-Komödien und rasante HK-Actionfilme im modernen Setting mag (plus Cynthia Khan und Co.), dem sei Madam City Hunter zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: Sing Si Lui Lip Yan

 

HK 1993

 

R: Johnny Kong

 

D: Cynthia Khan, Kara Hui, Tommy Wong Kwong-Leung, Anthony Wong, Sheila Chan, Wu Fung

 

Laufzeit der US-DVD: 87:57 Min.

 

Gesehen am: Okt. 2007 / Review überarbeitet am: 17.11.20

 

Fassungen: Bei meiner Erstsichtung (Okt. 2007) als US-DVD von Image Entertainment in einer Dubbed Fassung (Mandarin) gesehen. Uncut, gute Bildqualität, englische Subs. Die 2. Sichtung (17.11.20) erfolgte nun zum ersten Mal im O-Ton Canto mit englischen Subs. Die US-DVD von World Video hat jedoch eine schlechtere Qualität als die andere US-DVD. Aber für mich persönlich reicht die US-DVD von World Video qualitativ aus. Ich brauche kein Upgrade. In drei Tagen soll in Deutschland eine DVD mit Deutsch/Englisch/Canto und englischen Subs erscheinen. Nebst HK-Fassung soll auch die deutsche Fassung an Bord sein = die eine Szene mehr bietet als die HK-Fassung (eine Szene, die nichts mit dem Film zu tun haben soll und die scheinbar aus einem anderen Film eingefügt wurde). Der Film soll damit in Deutschland nebst Free-TV seine Uncut-Premiere feiern (das deutsche VHS war stark zensiert).

Mittwoch, 3. Februar 2021

The Killer Snakes Review

The Killer Snakes

Story:

Chan Chi-Hung (Kam Kwok-Leung) hat Pech im Leben: eine Freundin findet er nicht, er wird von Prostituierten bestohlen, er verliert seinen Job und wird gefeuert. Als er eine verletzte Schlange aufpäppelt und sich mit dieser «anfreundet», scheinen ihm Schlangen hörig – und er setzt diese als Racheinstrument gegen sein Umfeld ein…

Meine Meinung:

The Killer Snakes, ein untypischer Film für die Shaw Brothers, sah ich bis dato nur einmal und die Sichtung ist sehr lange her. Ich konnte mich an kaum mehr etwas erinnern. Horror- und Exploitation-Spezialist Kuei Chih-Hung drehte The Killer Snakes und ihm gelang es nicht, an seine besten (Exploitation) Arbeiten wie Spirit of the Raped, The Teenager's Nightmare, Die Wilden Engel von Hong Kong, Hex, Corpse Mania, Bewitched, Curse of Evil, Misfire oder The Boxer's Omen anzuknüpfen.

Schlangen, Hong Kong und Horror – da gibt’s nur einen Film: Calamity of Snakes! Und auch dieser bleibt unerreicht! The Killer Snakes ist ok, aber kein Kracher. Der Film ist ein Mix aus Drama, Tierhorror (nebst Schlangen sorgen auch Komodowarane für Horror!), Exploitation (jap. S/M und Bondage- Einflüsse) mit einem Schuss "CAT. III" (das Kindheitstrauma seitens des Protagonisten) und Willard/Ben Kopie (statt Ratten halt Schlangen, die man gleichzeitig für Schweig oder stirb brauchte).

Der Film wartet mit einem unbekannten Cast auf. Dass sich keine der grossen Stars für einen Film wie diesen hergaben, war selbstverständlich. Trotzdem mutige Leistungen – Nacktheit in Verbindung mit Sleaze, Schmuddel, S/M und Tieren wie Schlangen oder Komodowarane (auch wenn es nicht so grosse sind wie z.B. in Stone Age Warriors).

Warum der Film kein Kracher ist? Dafür sind Highlights zu rar gesät und es gibt Längen. Gegen Ende bzw. im letzten Viertel dreht der Film hingegen merklich auf. Hätte der Film zuvor schon dieses Tempo oder diesen Einfallsreichtum an den Tag gelegt (oder deutlich mehr Opfer in die Rache-Szenen des «Protagonisten» integriert), so wäre aus The Killer Snakes ein echter Knaller geworden! Eine Szene erinnerte an Lewd Lizard (nur halt mit Schlangen bzw. einer Schlange!).

Fazit: Für Exploitation-Fans des sonderbaren, bizarren Kinos aus Asien dennoch allemal sehenswert!

Infos:

O: She Sha Shou

HK 1974

R: Kuei Chih-Hung

D: Kam Kwok-Leung, Maggie Li Lin-Lin, Chen Chun, Ko Ti-Hua, Chow Gat

Laufzeit der US-DVD: Ca. 99 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Review überarbeitet am: 05.11.20

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Image Entertainment vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Nov. 2020).