Dieses Blog durchsuchen

Sonntag, 18. Januar 2026

Yellow Killer

Yellow Killer

Story:

Ein Profikiller (Pai Ying) will aus dem Geschäft aussteigen. Er ist verliebt. Eine Frau (Li Hsiang) ist der Grund. Das passt Gangster-Boss Mr. Lo (Chiang Nan) nicht. Dieser versucht nun, seinen Schützling selbst unter die Erde zu bringen. Männer (Hwang In-Shik, Bruce Leung Siu-Lung) hat Mr. Lo genug. Und die Polizei (Paul Chun) mischt auch noch mit…

Meine Meinung:

Aka The Yellow Killer. Bei dieser Anfang der 70er Jahre Produktion handelt es sich um einen Streifen aus Hong Kong. Im Gegensatz zu anderen Filmen aus der Zeit spielt die Produktion in der Gegenwart. Der Film ist ein Mix aus Gangster- und Action-Film. Ein kleiner, dreckiger und ruppiger Film, dem ein Gesicht wie Michael Chan Wai-Man gutgestanden wäre. Denn dieser spielte in viele ähnlichen 70er Jahre Filmen mit. Es gibt genug Dramatik und Figurenzeichnung, um überzeugen zu können. Folgerichtig wird auf Klamauk verzichtet. Die Action-Momente sind hart, die Bösewichte schmierig und fies und es gibt auch einige hübsch schmuddelige Szenen (die Disco-Szene mit dem Gegenschnitt auf den Duschmord).

Der Plot ist selbstverständlich nicht neu und es gibt die ein oder andere lahme Sequenz. Aber im Grossen und Ganzen fühlte ich mich gut unterhalten und hatte Freude am Kontrast des modernen Settings. Pai Ying (Green Killer, The Woman of Wrath, Devil Design) gibt zudem einen wunderbaren Antihelden ab. Dem Plot und Verlauf konnte ich auch ohne verständliche Untertitel gut folgen. Die Actionszenen bestehen hauptsächlich aus harten Kampfszenen. Da kommen dann auch Mal Messer oder andere Waffen (Nunchakus) zum Einsatz. Und hier und da gibt es auch Attentate mit Schusswaffen oder Strangulation.

Der Film wurde zu Ehren von Bruce Leung Siu-Lung (Kidnap in Rome, Black Belt Karate) angesehen, der Mitte Januar verstorben ist. Sein Mitwirken fand diesmal vor allem hinter der Kamera statt. Bruce Leung Siu-Lung hat die Actionszenen choreographiert und diese waren gelungen inszeniert. Besonders die z.T. speziellen Kameraeinstellungen waren optisch cool anzusehen. Einer der besten Kämpfe war jener von Pai Ying gegen den Gegner mit Messern mitten auf einem Häuserdach. Das war ziemlich cool. Im Finale, wenn es zum dramatischen, nihilistischen Ende kommt, darf Bruce Leung Siu-Lung dann sogar noch als Scherge des Bosses im Gruppenkampf mitmischen. Zudem sind noch Paul Chun (The Killer) und Hwang In-Shik (The Way of the Dragon) mit von der Partie.

Fazit: Wer diese 70er Jahre Gangster- und Crime-Filme aus Hong Kong mag, kann einen Blick riskieren!

Infos:

O: Huang Se Sha Shou

HK 1972

R: Jimmy Shaw

D: Pai Ying, Li Hsiang, Chiang Nan, Paul Chun, Hwang In-Shik, Bruce Leung Siu-Lung

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 81:09 Min.

Gesehen am: 18.01.26

Fassungen: Mir lag das VHS von A-Joo Video Production aus Südkorea vor = Vollbild und zusätzlich gezoomt, um englische und chinesische Untertitel aus dem Bild zu schieben (stelle ich auf 16:9, siehe ich noch 1% der festen chinesischen Untertitel), Mandarin O-Ton, solide Bildqualität (Master mit Charme), mir unbekannt ob Uncut. Es gab diverse brutale Momente und nackte Tatsachen. Die Szenen, die in Deutschland fehlen (Titel: 2 stahlharte Fäuste der Rache), waren auf den ersten Blick vorhanden. Dennoch scheint die VHS aus den USA noch länger zu laufen (86:36 Min. vs. 81:09 Min.). Es gibt keine Blu-Ray (Stand: Jan. 2026).

Broken Oath


Broken Oath

Story:

Liu Chieh Lien (Angela Mao) will den Tod ihrer Eltern (u.a. Ho Mei) rächen. Nach ihrer Ausbildung in einem Shaolin Kloster zieht sie in die weite Welt los, um die Bösewichte (u.a. Michael Chan Wai-Man, Fong Yau, Jin Bong-Jin) zu finden und zu töten. Auch ein Geheimagent (Bruce Leung Siu-Lung) ist den Bösewichten auf der Spur…

Meine Meinung:

Broken Oath stammt vom ehemaligen Shaw Brothers und King Boxer Regisseur Chung Chang-wha (The Double Crossers). Der Koreaner ist nach seiner Zeit bei den Shaw Brothers (Heads for Sale) zu Golden Harvest gewechselt und drehte einige Filme mit dem damaligen weiblichen Golden Harvest Superstar Angela Mao (The Association). Ich sah mir den Film, den ich seit dem Dezember 2011 nicht mehr sah, zu Ehren von Bruce Leung (Bruce and the Iron Finger, The Dragon Lives Again, Gang Master) an.

Der 70er Jahre Eastern Star starb Mitte Januar 2026. Bruce Leung war vor allem als Darsteller und Choreograph bekannt. Zu seinen besten Werken zählen für mich Filme wie Bruce, Hong Kong Master, Call Me Dragon, The Good and the Bad oder Little Super Man (trotz dem Klamauk im ¼). Ihm zu Ehren habe ich drei Filme ausgewählt, welche ich aktuell schauen werde. Den Anfang machte Broken Oath. Der Angela Mao Klassiker gilt als Hong Kongs Antwort auf Lady Snowblood. Broken Oath hat die Neusichtung bestanden.

Der Plot ist simpel und die Kampfszenen sind solide und zuweilen spektakulär. Gegen Ende wird der Film besser und besser und gewinnt an Fahrt. Es gibt diverse spannende Waffen und Gimmicks, besonders bei den Bösewichten. Krallen aus Metall, Feuer oder mit messerscharfen bestückten Waffen im Finale (Sammo Hungs Waffe). Das war cool. Dazu kommt ein toller Cast von diversen Schauspielern, die über genug Martial Arts Wissen verfügen, um zu überzeugen. Angela Mao macht in den Kampszenen eine gute Figur, auch wenn sie leicht Charisma vermissen lässt und ihre Geheimtechnik mit den Skorpionen auf Dauer öde wirkt.

Was mich aber teilweise an ihr störte, aber das ist nur ein kleines Detail und Geschmackssache, war ihr Outfit. Das, was die meiste Zeit trägt, gefiel mir ebenso wenig wie ihre Frisur. Schade, dass sie während dem Film nicht so auftrat, wie im Finale. Die anderen zwei grossen Namen sind wie erwähnt Bruce Leung, der hier einen Agenten spielt. Er bekommt fast die spektakulären Kampfszenen spendiert, vor allem jene im Finale sind eine Augenweide. Dazu Michael Chan Wai-Man (The Delivery, The Kung Fu Kid, The Furious Killer) als harter Brocken, der sich im Finale mit Bruce Leung einen eindrücklichen Kampf liefert.

Der in Südkorea gedrehte Film wartet mit einer Choreographie von Yuen Woo-Ping (Wicked City, Snake in the Eagle’s Shadow) auf. Sogar Dean Shek (The Big Risk) bekommt einen kurzen Schlagabtausch spendiert. Rollen, in denen er kämpft, sind selten, aber vorhanden = (The Bravest Fist). Gegen Ende taucht Sammo Hung (Pantyhose Hero) als Bösewicht auf. Der liefert sich einen tollen Kampf gegen Angela Mao. Die beiden standen zusammen mit Carter Wong in mehreren Golden Harvest Produktionen vor der Kamera. Die Musik hätte des Filmes hätte besser sein können. Das waren lahme Archivklänge. Zu den tollen Duellen hätte Italo-Western Musik bestens gepasst und die Szenen noch aufgewertet.

Fazit: Für Angela Mao und Kung Fu Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Po Jie

HK 1977

R: Chung Chang-wha

D: Angela Mao, Michael Chan Wai-Man, Fong Yau, Bruce Leung Siu-Lung, Ho Mei, Ha Yue, Wang Lai, Dean Shek, Sammo Hung, Han Ying-Chieh, Jin Bong-Jin

Laufzeit der HK-DVD: 93:08 Min.

Gesehen am: Dez. 2011 / Neusichtung am: 18.01.26

Fassungen: Gesehen via HK-DVD von Joy Sales / Fortune Star (The Legendary Collection) = 2022 von Angela Mao signieren lassen, Uncut (= HK-Kinofassung), O-Ton mit englischen Subs, gute Bild- und Tonqualität. Auf der UK-Blu-Ray von Eureka befindet sich nebst Kinofassung noch eine ca. fünf Min. längere Extended Version. Mir persönlich reicht die HK-Kinofassung (auf der HK-DVD). Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2026).

The Three & Half Dumb Kung-Fu Girls

The Three & Half Dumb Kung-Fu Girls

Story:

Lady Shui und Chief Huo wollen sich beide zu den Anführern und Beschützern des Dorfes wählen lassen. Da taucht De Flato (Li Min-Lang) auf, der sich suizidieren möchte. Die Schülerinnen von Lady Shui und Chief Huo (Elsa Yang Hui-Shan, Sun Chia-Lin, Wu Jia-Shan) retten De Flato mehrfach vor dessen Tod. Scheinbar wurde De Flatos Ehefrau von King Oolong Lair entführt. Die Mädels machen es sich zur Aufgabe, die Ehefrau zu retten. Ein mysteriöser Bettler (Yueh Hua) beobachtet die Situation…

Meine Meinung:

Aka Kung Fu Girls. The Three & Half Dumb Kung-Fu Girls ist eine Ende der 70er Jahre Kung Fu Komödie und eine Hwa Liang Movie Company Ltd. Produktion (The Thrilling Sword) von Chen Chun-Liang (King of the Children, The 3-D Army, The Child of Peach) aus Taiwan. Der Film wartet mit einem Frauenpower-Cast um Elsa Yang Hui-Shan (The Guy with Secret Kung-Fu), Sun Chia-Lin (The Iron Monkey) und Wu Jia-Shan auf. Wie das kämpfende Mädchen heisst, konnte ich hingegen nicht verifizieren. Yueh Hua (The Green Dragon Inn) spielt eine Nebenrolle.

Von dieser Kung Fu Komödie habe ich nicht viel erwartet und wurde positiv überrascht. Das jedoch nicht aufgrund der Kampfszenen. Diese waren eigentlich nie spektakulär und viel zu wenig vorhanden. Nein, The Three & Half Dumb Kung-Fu Girls gefiel mir aufgrund des (für Kung Fu Verhältnisse) innovativen Plots, des Inhalts und vor allem aufgrund des Humors und seiner extrem grossen Albernheit. Der Film war in der Hinsicht so drüber, dass der Film wirklich amüsant und lustig war. Was musste ich schmunzeln. Und im Finale werden dann noch mehr skurrile Einfälle aus dem Hut gezaubert. Muss der Fan gesehen haben, um es zu glauben.

Die Mädels als Leads haben eine gute Figur gemacht. Die waren alle vier total überzeugend, sympathisch, haben toll miteinander harmoniert und ihre Szenen waren lustig und charmant. Dass ein gewisser Fantasy- und Zauber-Aspekt in den Plot und die Kampfszenen integriert wird, vor allem im letzten Viertel, empfand ich als cool. Der eine Zauberer bot z.B. eine eindrückliche «Zatoichi» Performance. Die war klasse und sehenswert. Der Ober-Boss mit Maske war so crazy. Vor allem in Kombination mit der Musik und mit dem Klamauk. Da wird dann sogar noch in der Luft gekämpft. Und als dann noch der Frosch aus Shaolin Drunkard auftaucht, werden auch noch Kaiju-Fans befriedigt. Der Plot war wirklich nicht vorhersehbar. Eine der lustigsten Szenen war jene im Bordell, indem sich zwei der vier Mädels als Prostituierte und eines der Mädels als Mann verkleidet tarnen, um De Flatos entführte Ehefrau zu finden.

Fazit: Spassig und sehenswert! Da freue ich mich auf die noch nicht gesehene Kung Fu Komödie Three Shaolin Musketeers mit Lo Lieh, der ebenfalls von Chen Chun-Liang stammt!

Infos:

O: Hu Tu Da Xia San Ge Ban

Taiwan 1978

R: Chen Chun-Liang

D: Elsa Yang Hui-Shan, Sun Chia-Lin, Wu Jia-Shan, Li Min-Lang, Yueh Hua, Lee Teng-Tsai, Yu Bong

Laufzeit der südkoreanischen VHS: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 17.01.26

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von A-Joo Video Production vor = O-Ton Mandarin mit englischen, chinesischen und koreanischen Subs, Vollbild, solide Bildqualität. Das VHS aus Taiwan hat auch englische Subs, während die US-Ausgabe von Rainbow Audio & Video in Kantonesisch Dubbed vorliegt. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Jan. 2026).