Yellow Killer
Story:
Ein Profikiller (Pai Ying) will aus dem Geschäft aussteigen. Er ist verliebt. Eine Frau (Li Hsiang) ist der Grund. Das passt Gangster-Boss Mr. Lo (Chiang Nan) nicht. Dieser versucht nun, seinen Schützling selbst unter die Erde zu bringen. Männer (Hwang In-Shik, Bruce Leung Siu-Lung) hat Mr. Lo genug. Und die Polizei (Paul Chun) mischt auch noch mit…
Meine Meinung:
Aka The Yellow Killer. Bei dieser Anfang der 70er Jahre Produktion handelt es sich um einen Streifen aus Hong Kong. Im Gegensatz zu anderen Filmen aus der Zeit spielt die Produktion in der Gegenwart. Der Film ist ein Mix aus Gangster- und Action-Film. Ein kleiner, dreckiger und ruppiger Film, dem ein Gesicht wie Michael Chan Wai-Man gutgestanden wäre. Denn dieser spielte in viele ähnlichen 70er Jahre Filmen mit. Es gibt genug Dramatik und Figurenzeichnung, um überzeugen zu können. Folgerichtig wird auf Klamauk verzichtet. Die Action-Momente sind hart, die Bösewichte schmierig und fies und es gibt auch einige hübsch schmuddelige Szenen (die Disco-Szene mit dem Gegenschnitt auf den Duschmord).
Der Plot ist selbstverständlich nicht neu und es gibt die ein oder andere lahme Sequenz. Aber im Grossen und Ganzen fühlte ich mich gut unterhalten und hatte Freude am Kontrast des modernen Settings. Pai Ying (Green Killer, The Woman of Wrath, Devil Design) gibt zudem einen wunderbaren Antihelden ab. Dem Plot und Verlauf konnte ich auch ohne verständliche Untertitel gut folgen. Die Actionszenen bestehen hauptsächlich aus harten Kampfszenen. Da kommen dann auch Mal Messer oder andere Waffen (Nunchakus) zum Einsatz. Und hier und da gibt es auch Attentate mit Schusswaffen oder Strangulation.
Der Film wurde zu Ehren von Bruce Leung Siu-Lung (Kidnap in Rome, Black Belt Karate) angesehen, der Mitte Januar verstorben ist. Sein Mitwirken fand diesmal vor allem hinter der Kamera statt. Bruce Leung Siu-Lung hat die Actionszenen choreographiert und diese waren gelungen inszeniert. Besonders die z.T. speziellen Kameraeinstellungen waren optisch cool anzusehen. Einer der besten Kämpfe war jener von Pai Ying gegen den Gegner mit Messern mitten auf einem Häuserdach. Das war ziemlich cool. Im Finale, wenn es zum dramatischen, nihilistischen Ende kommt, darf Bruce Leung Siu-Lung dann sogar noch als Scherge des Bosses im Gruppenkampf mitmischen. Zudem sind noch Paul Chun (The Killer) und Hwang In-Shik (The Way of the Dragon) mit von der Partie.
Fazit: Wer diese 70er Jahre Gangster- und Crime-Filme aus Hong Kong mag, kann einen Blick riskieren!
Infos:
O: Huang Se Sha Shou
HK 1972
R: Jimmy Shaw
D: Pai Ying, Li Hsiang, Chiang Nan, Paul Chun, Hwang In-Shik, Bruce Leung Siu-Lung
Laufzeit der südkoreanischen VHS: 81:09 Min.
Gesehen am: 18.01.26
Fassungen: Mir lag das VHS von A-Joo Video Production aus
Südkorea vor = Vollbild und zusätzlich gezoomt, um englische und chinesische
Untertitel aus dem Bild zu schieben (stelle ich auf 16:9, siehe ich noch 1% der
festen chinesischen Untertitel), Mandarin O-Ton, solide Bildqualität (Master
mit Charme), mir unbekannt ob Uncut. Es gab diverse brutale Momente und nackte
Tatsachen. Die Szenen, die in Deutschland fehlen (Titel: 2 stahlharte Fäuste
der Rache), waren auf den ersten Blick vorhanden. Dennoch scheint die VHS aus
den USA noch länger zu laufen (86:36 Min. vs. 81:09 Min.). Es gibt keine
Blu-Ray (Stand: Jan. 2026).



