Dieses Blog durchsuchen

Posts mit dem Label Bruce Campbell werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Bruce Campbell werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 16. Februar 2026

Send Help

 

Send Help

Story:

Die kaufmännische Angestellte Linda (Rachel McAdams) und ihr Chef (Dylan O'Brien) überleben als einzige einen Flugzeugabsturz und finden sich auf einer Insel wieder, wo sie angespült wurden. Linda, die zuvor von ihrem Chef schikaniert und lächerlich gemacht wurde und zudem ein Survival-Fan ist, bekommt nun die Chance, dass sich das Blatt wendet, als sie ihren Chef verletzt und ausgeliefert vorfindet…

Meine Meinung:

Als ich den Trailer zu Send Help im Kino sah, fand ich die Ausgangslage amüsant und originell. Als ich sah, dass der Film dann noch von Sam Raimi (The Evil Dead, Evil Dead II, Intruder), sollte ein Kinobesuch beschlossene Sache sein. Leider wurde der geplante Kinobesuch nicht umgesetzt (siehe Fassungen). Und das war sogar besser so, denn Send Help hat mir leider nicht wirklich sonderlich gut gefallen. Da war Drag Me to Hell für meinen Geschmack nach wie vor sein letzter guter Film von ihm. Leider wurde Send Help auch hier und da mit Drag Me to Hell vergleichen. Ob ich zu viele Erwartungen hatte?

Ich denke nicht. Das Hauptproblem war, dass mir beide Hauptfiguren nicht gefallen haben. Natürlich stark gespielt, aber beide waren mir null sympathisch. Im Gegenteil: beide haben mich sogar genervt. Ihre Wandlungen sind unglaubwürdig, was irgendwo auch okay ist, da fiktiver Film. Aber wenn die Hauptpersonen nerven und keine Identifikationsfiguren darstellen, dann hat ein Film, egal wie gut er ist, schon verloren. Auch der Verlauf der Handlung war zäh und am Ende eigentlich auch unlogisch. Es wird zu wenig daraus gemacht. Und mit einer Laufzeit von fast zwei Stunden war mir der Film auch zu lang und dafür passierte zu wenig.

Schlimm waren leider auch viele CGI-Effekte, was schade ist. Und das gilt auch für einige der Ekel-Szenen (mit dem Schwein z.B.). Das war schade. Einzig und allein die Szene mit dem Erbrechen am Strand war toll, da wirklich super eklig und sehr an Drag Me to Hell erinnernd (in welcher die Hauptdarstellerin Leichenwasser in den Mund bekommt). Hier ist es nun Erbrochenes. Das war die einzige Szene, in der ich Schmunzeln musste. Bruce Campbells Cameo-Auftritt habe ich nämlich verpasst, sonst hätte ich auch in dieser Szene geschmunzelt. Die anderen Nebenfiguren sind uninteressant.

Fazit: Geschmackssache. Kommt leider definitiv nicht an Drag Me to Hell ran. Wäre auf Netflix und Co. besser aufgehoben gewesen, als im Kino…

Infos:

O: Send Help

USA 2026

R: Sam Raimi

D: Dylan O'Brien, Rachel McAdams

Laufzeit der Originalfassung: Ca. 113 Min.

Gesehen am: 15.02.26

Fassungen: Da der Film in Bern leider nur synchronisiert und nicht im O-Ton lief, sah ich mir den Film in Englisch via Stream an. Eine deutsche DVD, Blu-Ray und UHD sind noch nicht angekündigt (Stand: Feb. 2026).

Montag, 17. November 2025

Maniac Cop Review


Maniac Cop

Story:

Ein Cop (Robert Z'Dar) bringt Menschen um. Die Bevölkerung sorgt sich. Polizist Frank (Tom Atkins) versucht den Fall zu lösen, während ein anderer Cop (Bruce Campbell) zum Buhmann wird, da falsch verdächtigt, der «Maniac Cop» zu sein…

Meine Meinung:

Einige Regisseure müssen nicht viele Filme realisiert haben, um im Genre-Bereich bekannt zu sein. So einer ist William Lustig. 1980 schlug mit Maniac seine Stunde und an dessen Erfolg konnte er nie mehr anknüpfen (was den Kultstatus angeht, finanziell weiss ich es nicht). William Lustig, der heute ein Label-Chef ist (Blue Underground), hat danach nur noch einige Filme realisiert. Mehrere spielen in New York und/oder befassen sich mit Themen wie der Selbstjustiz. Man merkt es seinen Filmen an, dass er in der Bronx geboren und aufgewachsen ist.

Keiner versteht es, die Gasen und Strassen New Yorks so gekonnt einzufangen, wie er. Nebst Maniac dürfte seine Maniac Cop Trilogie zu den bekanntesten Werken seiner Regie-Karriere zählen. So wie ich das im Kopf habe, ist der 2. Teil mein Favorit. Die Fortsetzungen sah ich aber beide jeweils nur einmal. Maniac Cop macht Spass und er gefällt mir. Man wird anspruchslos gut unterhalten. Die nebligen und dunkeln Schauplätze der Story sind atmosphärisch dicht in Szene gesetzt. Auch die Musik mag ich. Nur schon der Start in den Film finde ich äusserts vielversprechend.

Die 1. Hälfte ist mehr Horror lastig, während die 2. Filmhälfte dann mehr in den Actionbereich gleitet inklusive Stunts (aus dem Fenster fallen), Auto-Crashs und Verfolgungsjagden. Der Maniac Cop agiert hier und da fast wie eine Art, Jason, Michael Myers oder Terminator. Der Cast besteht aus sympathischen und bekannten B-Movie-Namen: Tom Atkins (Lethal Weapon, Two Evil Eyes), Bruce Campbell (The Evil Dead, Evil Dead II), Richard Roundtree (Amityville - A New Generation). Und natürlich Robert Z'Dar (Tango & Cash), der perfekt in die Rolle des irren Cops passt.

Fazit: Für Horror- und B-Actionfans zu empfehlen!

Gefolgt von: Maniac Cop 2

Infos:

O: Maniac Cop

USA 1988

R: William Lustig

D: Tom Atkins, Bruce Campbell, Robert Z'Dar, William Smith, Laurene Landon, Richard Roundtree

Laufzeit der jap. DVD: 85:09 Min.

Gesehen am: März 2010 / Neusichtung am: 13.08.25

Fassungen: Gesehen als jap. DVD von King Records = Uncut, Englischer O-Ton, gute Bild- und Tonqualität. Die DVD wurde am NIFFF von Regisseur William Lustig signiert. Inzwischen gibt es den Film auch Uncut, in Deutsch und auf Blu-Ray (von NSM Records).

Montag, 1. April 2024

Sundown - The Vampire in Retreat

Sundown - The Vampire in Retreat

Story:

In einer Kleinstadt leben Vampire (David Carradine, M. Emmet Walsh, Deborah Foreman) eine friedliche Co-Existenz mit Menschen. Doch radikale Vampire (Maxwell Caulfield, John Ireland) gieren nach echtem Menschenblut, was gewissen Touristen (Morgan Brittany, Jim Metzler, Dana Ashbrook, Elizabeth Gracen) nicht gut bekommt. Die radikalen Vampire planen einen Aufstand. Und dann taucht noch Van Helsings Nachfahre (Bruce Campbell) in der Ortschaft auf…

Meine Meinung:

Sundown - The Vampire in Retreat wurde zu Ehren von M. Emmet Walsh (Blood Simple) geschaut, der im März 2024 verstorben ist und sich in Genre-Filmen wie Blade Runner, Missing in Action, Critters oder Red Scorpion einen Namen machte und im Film fast die beste Szene spendiert bekommt. Sundown - The Vampire in Retreat sah ich genau vor zehn Jahren das erste und bisher einzige Mal. Inzwischen sind einige der Filme von Regisseur Anthony Hickox (Full Eclipse) nach Neusichtungen aus der Sammlung geflogen (Titel wie Hellraiser 3: Hell on Earth oder Warlock: The Armageddon). Ob es Sundown - The Vampire in Retreat auch erwischen wird?

Negativ! Der Film ist zwar kein Kracher, aber charmant und unterhaltsam. Es handelt sich bei Sundown - The Vampire in Retreat um eine Vampir-Komödie mit starken Western-Vibes: so spielt der Plot in einer Kleinstadt in der Wüste, die Kostüme, Shoot-Outs sowie Musik erinnern ans Western-Genre. Man hat eher das Gefühl, einen Western zu schauen, statt einen Horrorfilm. Western und Horror. Gab es das schon? Später sollten Filme wie From Dusk Till Dawn 3 – The Hangman’s Daughter (ganz ok), Gallowwalkers (Billig) oder Bone Tomahawk (habe ich als sehenswert in Erinnerung) das ebenfalls versuchen.

Sundown - The Vampire in Retreat gefällt durch den Humor, die verschiedenen Genre-Stars, seinen amüsanten Unterhaltungswert und einige charmante Make-Up-Effekte, auch wenn es davon gerne mehr hätte dürfen geben. Ich kann mir zudem vorstellen, dass sich, gerade bei den (teilweise) blutigen Shoot-Outs, ein Upgrade auf eine Blu-Ray Fassung lohnt. Viele der Stars haben schon in anderen Filmen zusammen mit Anthony Hickox zusammengearbeitet (Waxwork 1 + 2).

Der Cast besteht aus Namen wie David Carradine (Kill: Bill Vol. 1 + 2), den bereits erwähnten M. Emmet Walsh, Bruce Campbell (The Evil Dead, Evil Dead II) Deborah Foreman (Waxwork, April Fool’s Day), Jim Metzler (976-EVIL, Children of the Corn III: Urban Harvest), Maxwell Caulfield (Waxwork II: Lost in Time, The Supernaturals), John Ireland (Salon Kitty, Incubus), Dana Ashbrook (bekannt aus der grossartigen Twin Peaks Serie) oder Elizabeth Gracen (Marked for Death).

Fazit: Horrorfans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Sundown - The Vampire in Retreat

USA 1989

R: Anthony Hickox

D: David Carradine, M. Emmet Walsh, Morgan Brittany, Bruce Campbell, Deborah Foreman, Jim Metzler, Maxwell Caulfield, John Ireland, Dana Ashbrook, Elizabeth Gracen

Laufzeit der US-DVD: Ca. 104 Min.

Gesehen am: Aug. 2014 / Neusichtung am: 30.03.24

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Lions Gate vor = Horror Collection 6 Movie Pack. Sundown - The Vampire in Retreat wurde zusammen mit fünf anderen Filmen (Blood Diner, Parents, Boy Eats Girl, Fido und Earth Girls are Easy) auf zwei DVDs veröffentlicht. Abgespeckte Low-Budget Vö d.h. keine Extras, keine Untertitel, nicht anamorph. Inzwischen gibt es den Film (in den USA und UK) auf Blu-Ray. In Deutschland als Sundown – Der Rückzug der Vampire auf DVD zu haben.

Sonntag, 13. November 2022

From Dusk Till Dawn 2 - Texas Blood Money Review

From Dusk Till Dawn 2 - Texas Blood Money

Story:

 

Bankräuber (u.a. Robert Patrick, Duane Whitaker, Raymond Cruz) bekommen es nicht nur mit der Polizei (u.a. Bo Hopkins) zu tun, sondern auch mit Vampiren (u.a. Danny Trejo)…

 

Meine Meinung:

 

Nach dem grossen Erfolg von From Dusk Till Dawn ist es auf eine Art verständlich, dass drei Jahre später die erste von zwei Fortsetzungen erschien. Deutlich später erschien noch eine TV-Serie, die es auf bisher auf drei Staffeln brachte. Robert Rodriguez und Quentin Tarantino fungierten bei From Dusk Till Dawn 2 - Texas Blood Money, der ausserdem eine Direct to Video Produktion darstellt, nur noch als Produzenten.

 

Wenn der Fan mit der Qualität des ersten Filmes vergleicht und diese erwartet, kann er am Ende nur enttäuscht werden. Mit den richtigen Erwartungen macht der B-Film aber Spass. Ich denke sogar, dass der besser ist, als spätere Direct to Video Horror-Fortsetzungen (z.B. die Hellraiser, God’s Army oder Pumpkinhead Reihe betreffend). Auf dem Regiestuhl nahm Scott Spiegel Platz.

 

Scott Spiegel, der auch für das Drehbuch verantwortlich war, hat Horrorerfahrungen im Horror-Genre vorzuweisen. So stammt der legendärere 80er Jahre Slasher Intruder von ihm. Später sollte er in eine weitere Horrorreihe einsteigen: Hostel! So drehte er die 2. Fortsetzung dazu, die auch direkt auf DVD/Blu-Ray erschienen ist. Ansonsten war er vor allem im Kurzfilm-Sektor, Drehbuchautor (Evil Dead II) und als Produzent (2001 Maniacs) tätig.

 

From Dusk Till Dawn 2 - Texas Blood Money geht einfach alles etwas kleiner an. Weniger bekannte Stars, weniger Effekte, weniger Splatter, weniger Titty Twister, weniger Qualität. Dem muss man sich bewusst sein. Das Titty Twister wird durch eine Bank ersetzt, in der es am Ende knallt (Gangster Vs. Vampir-Gangster Vs. Cops). Das ist zwar nicht so geil wie beim Vorgänger, aber alles in allem auch nicht übel. Danny Trejo kehrt in einer Nebenrolle zurück und als Cameo darf Evil Dead Star Bruce Campbell ran.

 

Scott Spiegel bringt einige innovative Kamerawinkel und Aufnahmen in den Film, die er schon in Intruder demonstriert hat. Der Cast und die Figuren sind cool = Robert Patrick (Tone-Deaf), Duane Whitaker (Leatherface: Texas Chainsaw Massacre III), Raymond Cruz (Under Siege), Danny Trejo, Bo Hopkins (The Wild Bunch). Viele Machos, viel Overacting, aber ohne ins Lächerliche abzudriften. Für die Effekte war einmal mehr die KNB-FX Group (Jason Goes to Hell) zuständig. An den Effekten und Monstern (plus Fledermäuse in Nahaufnahme) hatte ich Freude. Da gab es schon paar nette Gore-Szenen. Nur die Shoot-Outs im Finale und miesen digitalen Effekte (Lift, Fledermäuse) waren mies getrickst…

 

Fazit: Kein Kracher und eine Fortsetzung, die es eigentlich nicht gebraucht hätte. Hätte man gut unter einem anderen Titel statt als direkte Fortsetzung vermarkten sollen. So gesehen kann der Film "nur verlieren". Schlecht ist aber anders und Horrorfans finden mit dem Film einen kurzweiligen, sympathischen Genre-Film vor.

 

Gefolgt von: From Dusk Till Dawn 3 - The Hangman's Daughter

 

Infos:

 

O: From Dusk Till Dawn 2 - Texas Blood Money

 

USA 1999

 

R: Scott Spiegel

 

D: Robert Patrick, Duane Whitaker, Raymond Cruz, Danny Trejo, Bo Hopkins, Bruce Campbell

 

Laufzeit der US-DVD: 88:02 Min.

 

Neusichtung am: 09.10.22

 

Fassungen: Mir lag die alte US-DVD von Dimension Films vor = Uncut, O-Ton und englische Subs. Leider für heutige Verhältnisse sehr mässige Bild- und Tonqualität (und ich habe eigentlich kaum Ansprüche): nicht anamorph, viel zu dunkel, unscharf etc. Daher wird die DVD verkauft/entsorgt mit dem Ziel, eine Blu-Ray Ausgabe (UK Disc?) zu kaufen! Gibt es auch in Deutschland auf DVD/Blu-Ray (aber wohl zum O-Ton ohne Subs). Nachtrag 08.12.23: Wie im Okt. 2022 angekündigt, habe ich mir nun die UK-Blu-Ray (von Miramax und Lions Gate) als Upgrade zur US-DVD (= entsorgt) angesehen und diese Fassung hat mich qualitativ überzeugt = Uncut, sehr gute Bildqualität, anamorph, englische Subs vorhanden. Der Film macht, vor allem mit angepassten B-Film Erwartungen, Spass. Robert Patrick ist einfach eine coole Socke und der Film hat vereinzelt sehenswerte Momente und ist allgemein unterhaltsam und abwechslungsreich. Anspruchslose Unterhaltung garantiert. 

Mittwoch, 15. April 2020

Intruder Review

Intruder

Story:

In einem Supermarkt geht nachts ein unbekannter Killer umher und dezimiert die Angestellten…

Meine Meinung:

Dem Dream Team aus The Evil Dead um Scott Spiegel (Regie), Sam Raimi (Nebenrolle), Ted Raimi (Nebenrolle) und Bruce Campbell (Cameo am Ende als Polizist) gelang mit Intruder ein bekannter 80er Jahre Slasher, der vor allem durch seinen überdurchschnittlichen Blutgehalt für Furore sorgte.

Der Film hat die Neusichtung aktuell bestanden, auch wenn der Film in meinen Augen ausser den Effekten und den kreativen Tötungsszenen sonst kaum mehr etwas zu bieten hat, sieht man Mal von paar speziellen Kameraperspektiven à la Scott Spiegel und dem fiesen, bösen Ende ab.

Das Ende gefiel. Was weniger gefiel war die erste lahme Hälfte. In den ersten 30 Minuten passiert gar nichts. Da kann man gut nebenbei noch andere Dinge erledigen. Den ersten Mord gibt es ab 33 Minuten und selbst in der Unrated Fassung ist der Film nicht gänzlich Uncut – mind. zwei Morde sind im Workprint länger und deutlich blutiger/brutaler. Schade, dass diese zwei Szenen nicht komplett restauriert und in die Unrated eingefügt wurden…

Die Effekte sind sehr gut getrickst worden. Wenn man mit anderen Slasher aus der Zeit vergleicht (z.B. die Freitag der 13. oder Halloween Reihe), so haben diese zusammengefasst in Sachen Effekte und Blutgehalt keine Chance gegen Intruder, der einer der blutigsten 80er Slasher überhaupt ist. Die starken Effekte stammten, und dies überrascht wenig, von der KNB-FX Group, die einen durch und durch hervorragenden Job gemacht haben.

Bei Intruder handelt es sich um einen Low-Budget Film. Dies sieht man dem Film, ausser bei den Effekten und Kameraführung, auch an. Vor allem der ein oder andere der Laiendarsteller war nicht immer überzeugend und das Overacting des Killers zuweilen gar lächerlich.

Interessantes Detail zum Killer: auf vielen Motiven (VHS Cover etc.) wird der Killer sichtlich erkennbar als Hauptmotiv aufs Front-Cover geklatscht – da kommen schon fast Erinnerungen an DVD-Menüs zu Der New York Ripper auf, die auch die Identität des Killers preisgaben.

Fazit: Zwar kein Kracher (bzw. nur was die Effekte angehen), aber für 80er Slasher Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Intruder

USA 1989

R: Scott Spiegel

D: Elizabeth Cox, Renée Estevez, Dan Hicks, David Byrnes, Sam Raimi, Ted Raimi, Bruce Campbell

Laiufzeit der US-Blu: 87:35 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Review überarbeitet: 24.02.20

Fassungen: Mir lag die Code Free US-Blu Ray von Synapse films vor = Erstklassige Bild- und Tonqualität, keine Subs, exklusive Extras, Uncut. Diese liebevolle Synapse Vö lässt keine Wünsche offen. Eine weitere Limited Edition bieten als dritte Disc den Workprint an, der in einigen Mordszenen sogar noch länger und blutiger ist als die Unrated Fassung. In Deutschland Uncut auf Blu-Ray von CMV zu haben.

Montag, 14. Oktober 2019

Evil Dead II Review


Horroktober 2019
Evil Dead II

Story:

Ash (Bruce Campbell) schlägt sich in einer Waldhütte gegen Dämonen, heraufbeschworen aus dem Buch der Toten, dem Necronomicon, herum und kämpft um sein Leben. Zu seiner Person stösst später eine Gruppe dazu…

Meine Meinung:

Teil zwei der kultigen «Tanz der Teufel» Reihe ist weniger gut als Teil eins. Dies ausfolgenden Gründen: Teil eins war bedrohlicher, ernster, unheimlicher. Man spielte mit den Erwartungen des Zuschauers. Es wird mehr Stimmung und Nostalgie geboten und es gibt deutlich mehr Splatter als im 2. Film.

Trotzdem ist Teil zwei alles andere als ein schlechter Film. Im Gegenteil: er hat mir aktuell besser denn je gefallen! Zwar handelt es sich fast mehr um ein Remake als um eine Fortsetzung (Story aus Teil eins wird quasi nur neu aufgelegt), doch der Unterhaltungswert des Fun-Splatters ist sehr hoch. Dasselbe gilt für das Tempo. Der Film hat eine Laufzeit von knapp etwas mehr als 80 Minuten (mit Abspann) und die Handlung und Action legen sofort los. Keine lange Einleitung, keine Längen. Ash ist praktisch permanent den Dämonen, dem Wahnsinn und skurrilen Gegnern ausgesetzt. Das macht enorm viel Spass und Bruce Campbells Karriere wurde danach so richtig lanciert (im B-Film).

Andere Namen sind wenig bekannt und interessant. Bruce Campbell hat den Film mit produziert. Auf dem Regiestuhl nahm erneut Sam Raimi Platz. Wo die zwei auftauchen, dürfen Namen wie Ted Raimi (spielt einen der Dämonen), Rob Tapert (Produzent von Teil eins oder der Ash Vs. Evil Dead Serie, die viel später erscheinen sollte) oder Scott Spiegel (Bruce Campbell legte in dessen Intruder einen Gastauftritt hin) nicht fehlen.

Nebst weniger Längen, mehr Ash, grossem Unterhaltungswert sieht man dem Film das höhere Budget deutlich an – vor allem die Effekte sind stark geworden und genug nach meinem Geschmack (nur der von Ted Raimi gespielte Dämon sieht doch arg billig aus). Das gilt nicht nur für Splattereffekte sondern für die Dämonen-Make-Up Masken, Stop-Motion Effekte und sonstige Effekte (die Monster-Bäume, die Baum-Hand, die lebenden Gegenstände wie Stühle, Lampe, Hirsch-Kopf) waren Spitzenklasse. Das farbige Blut (wegen der Freigabe) passte aber auch wunderbar dazu, da herrlich surreal. Für die Effekte war die KNB FX Group zuständig.

Fazit: Wer Teil eins mochte, kann sich Teil 2 bedenkenlos ansehen! Fun-Splatter vom Feinsten!

Gefolgt von: Die Armee der Finsternis

Infos:

USA 1987

R: Sam Raimi

D: Bruce Campbell, Sarah Berry, Dan Hicks, Kassie Wesley DePaiva, Ted Raimi

Laufzeit der US-DVD: 84:12 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet: Okt. 2019

Fassungen: Mir lagen die US-DVD von Anchor Bay vor (Book of the Dead Edition* und die Tin Box) = * Uncut (Kinofassung), Englischer Ton, keine Subs, exklusive Extras, sehr gute Bild- und Tonqualität. Für die Kinofreigabe wurde der Film zensiert. Es gibt Bootleg, Workprint- und Alternative-Fassungen (mexikanische TV-Fassung). Auf der deutschen Blu-Ray befindet sich eine Fassung mit mehr Szenen (die z.T. aus dem Making of stammen).

Dienstag, 30. Oktober 2018

The Evil Dead Review

Horroktober 2018 Spezial
The Evil Dead

Story:

Eine Gruppe von Freunden (u.a. Bruce Campbell) verbringen ihr Wochenende auf dem Land in einer Blockhütte. Durch Zufall wird das Böse in Form von Dämonen zum Leben erweckt, welche die Gruppe zu dezimieren beginnt…

Meine Meinung:

The Evil Dead ist ein Klassiker des Horrorgenres. Der Film hat in den Jahren zwei Fortsetzungen, ein gutes Remake und eine TV-Serie erfahren, die sich alle lohnen (mehr oder weniger), wobei mir Teil eins nach wie vor am besten gefällt. Ursprung des ganzen war der Kurzfilm Within the Woods (1978) von Sam Raimi, in welchem er die «The Evil Dead» Geschichte vorneweg nimmt. Star Bruce Campbell war in Within the Woods ebenfalls schon mit an Bord (dort jedoch als Bösewicht) wie auch im drei Jahre späteren Film The Evil Dead (jedoch neu in der Rolle des Helden).

Als Horrorfilmfan sollte man den Film kennen und früher oder später stösst man auf diesen legendären Titel, der in Deutschland eine tragische Zensur-Geschichte inklusive langem Verbot innehatte (inzwischen aufgehoben, mehr dazu unter Fassungen). Dies machte den Film für Horrorfilmfans nur umso interessanter. Es war in meiner Jugendzeit, als ich mir den Film als VHS holte (DVD gab es zu dem Zeitpunkt noch nicht). Kostenpreis schon damals: 99 Franken für das Astro VHS! Das waren noch Zeiten!

Die Erwartungen dazumal waren immens hoch und wurden nicht enttäuscht: der Film gefiel mir damals sehr gut und tut es auch heute noch! Sam Raimi, inzwischen zum Regisseur in Hollywood aufgestiegen (Darkman, Schneller als der Tod, The Gift, Spiderman 1-3, Drag Me to Hell), werde ich weiterhin vor allem mit The Evil Dead, seinem besten und bekanntesten Werk, in Verbindung bringen.

Gekonnt spielt Sam Raimi mit den Erwartungen des Zuschauers, um eine einfache und simple Story zu erzählen, die funktioniert, ohne ein grosses Budget verschlungen zu haben (ein Auto, eine Hütte, paar Effekte, fertig). Das liegt auch daran, dass es vor allem Freunde und Bekannte des Regisseurs waren, die am Film mitgewirkt haben. Diese konnten sich vor allem in der Horrorszene einen Namen machen.

Bruce Campbell war der einzige der Stars, welche danach Karriere machten. Er konnte eine grosse Fan- und Kultgemeinde um sich scharen. Es war in unzähligen Horrorfilmen zu sehen (Maniac Cop, Thou Shalt Not Kill... Except, Brain Slasher, Waxwork 2, My Name Is Bruce). Auch Ted Raimi, der Bruder vom Sam, und Scott Spiegel, waren am Film und im späteren Horrorfilm beteiligt: Intruder (toller 80er Jahre US-Slasher), From Dusk Till Dawn 2 (Direct to Video Fortsetzungen zum Klassiker), 2001 Maniacs (Remake), Blood Rage (toller 80er Jahre Slasher), Shocker (Film von Wes Craven), Candyman (Kurzauftritt in einer Clive Barker Verfilmung) oder Hard Target (bester US-John Woo Streifen).

The Evil Dead bietet abgefahrene, originelle und innovative Kamerafahrten, einen hübschen Score, stimmungsvolle Bilder, einen ruhigen Spannungsaufbau, WTF Momente (Szene mit dem Baum – anhand dieser überrascht die FSK16 Freigabe doch) und wunderbare Spezialeffekte. Hier und da sieht man einigen der Effekte (oder Dämonenmasken) ihr Alter an. Aber im Grossen und Ganzen, wenn man das Budget und Entstehungsjahr berücksichtigt, müssen die Effekte als grandios abgetan werden. Vor allem im Finale gibt der Film, was Blut- und Zerstörungseffekte angehen, nochmals alles (Schmelzen, durch Riesenkrallen zerfetze Dämonen-Körper etc.). Unglaublich und das Warten während dem Film (wie gesagt: der Film ist ruhig, baut sich langsam auf, wer von Beginn an Dämonen und Splatter erwartet, wird enttäuscht werden) lohnt sich!

Fazit: Horrorklassiker, den man als Horrorfilmfan gesehen haben sollte! 

Gefolgt von: Evil Dead II

Infos:

USA 1981

R: Sam Raimi

D: Bruce Campbell, Ellen Sandweiss, Richard DeManincor, Betsy Baker, Theresa Tilly

Laufzeit der US-DVD: 85:26 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet: 30.10.18

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Anchor Bay vor (Book of the Dead Version) = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, keine Subs, u.a. DTS Tonspur. Gibt es inzwischen in Deutschland Uncut und Frei vor Verbot, auf Blu-Ray (von Sony und Nameless) in Deutsch/Englisch mit deutschen./eng. Subs in diversen Fassungen und Auflagen. Wurde nach Freisprechung vom landesweiten Verbot in Deutschland neu ab 16 Jahren freigegeben. Einige Book of the Dead Ausgaben sollen sich zersetzen (die Verpackung) - mein Exemplar ist zum Glück nicht betroffen.