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Samstag, 28. März 2026

Cunning Kids

Cunning Kids

Story:

Little knight-errant und Little Monkey (Huang I-Lung und Ou Ti) führen eine Bettler-Gruppe (u.a. Pan Yao-Kun) in einem Dorf an. Sie sorgen für Chaos, stiften Unruhe aber setzen sich auch für Gerechtigkeit und die Schwachen ein. Sie geraten zwischen die Fronten, als Li Tie-Sheng (Xie Jian-Wen) von Fu Chun (Eddy Ko) und seinen Männern verfolgt wird…

Meine Meinung:

Cunning Kids ist eine Anfang der 80er Jahre Produktion aus HK/Taiwan (je nach Quelle). Cunning Kids ist nach Sleeping Fist, Kung Fu Kids Break Away, The Jade Fox sowie The Thundering Mantis eine weitere Zusammenarbeit mit dem Kinderstar Huang I-Lung (Snuff-Bottle Connection) sowie Eddy Ko (Drugs Area, The Butterfly Murders, Blood Sister) als Bösewicht. Nebst Huang I-Lung ist mit Ou Ti (The Devil, The Woman from Hell, Love and Sword) ein weiterer Kinderstar mit von der Partie. Regie führte Teddy Yip Wing-Cho (The Black Tavern, Miss Magic, Slickers Vs Killers).

Aufgrund eines Online-Kommentars konnte ich mich relativ gut auf den Film einstellen, so dass ich daran, auch wenn kein Kracher, Freude hatte. Der Film startet zunächst mit Funky Disco-Sound. Geklaut. Das Intro kommt damit aber gut. Die Musik kommt auch später stellenweise immer wieder zum Einsatz. Die Filmemacher aus Hong Kong und Taiwan nahmen es dazumal nicht so genau, mit Rechten und dem Einsatz von geklauter Musik. Regisseur Lee Tso-Nam meinte in einem Interview (Challenge of the Lady Ninja Blu-Ray) zur geklauten Star Wars Musik, dass dies i.d.R. vom Komponisten des Filmes entschieden wird.

Etwas, was heute undenkbar wäre. Der Film startet mit Eddy Ko und endet mit Eddy Ko. Die besten Szenen hat der Film selbstverständlich im Finale. Dort überzeugen Eddy Ko, Huang I-Lung und der mir unbekannte Xie Jian-Wen als Held. Er spielte in vielen Filmen kleine Rollen (Princess and the Toxicant, Dragon Fist, Retreat of the Godfather) und war auch als Martial Arts Regisseur tätig und soll zu Jackie Chans Stuntteam gehört haben. Er überzeugt in den Kampfszenen, wie auch Eddy Ko, den ich als Bösewicht immer gern sehe. Der Humor ist wie erwartet debil, infantil aber dennoch auch amüsant. Ein echter Plot ist jedoch kaum vorhanden. Nach dem Start blödeln die Kids und die Bettler-Bande umher, ehe es am Ende mit dem eigentlichen Plot weitergeht.

Fazit: Wer sich vom Klamauk und Blödelhumor aus den damaligen asiatischen Filmen nicht abschrecken lässt (und «nervenden» Kinderfiguren), kann durchaus einen Blick riskieren!

Infos:

O: Xiu Xiao Zi

HK, TW (je nach Quelle) 1980

R: Ip Wing-Cho

D: Eddy Ko, Huang I-Lung, Ou Ti, Xie Jian-Wen, Pan Yao-Kun, Chang Hai-Fen, Ma Chin-Ku, Hung Ji-Yue

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 79:11 Min.

Gesehen am: 28.03.26

Fassungen: Ich habe den Film in zwei Versionen Zuhause. Einmal als indonesische Betamax von Trio Tara (= ungesehen, Englisch Dubbed) und die VHS von Sam Boo Production aus Südkorea. Letzteres sah ich mir an und holte ich mir in der Hoffnung auf eine O-Ton Fassung. Zu meinem Glück hat das VHS sogar englische Untertitel (nebst koreanischen und chinesischen). Diese sind zudem, es scheint wohl ein Widescreen Master zu sein, zu 95% an den Seiten auch nicht beschnitten. Ob der Film Uncut ist, weiss ich nicht. Die Bild- und Tonqualität ist okay. Ton ist Kantonesisch (Mandarin soll O-Ton sein). In Deutschland unter dem gleichen Titel auf VHS zu haben (auch Widescreen). In HK gibt es eine VHS in Canto oder Mandarin von Lex Video (super selten). Es gibt keine DVD und Blu-Ray (Stand: März 2026).

Dienstag, 10. März 2026

Hitman in the Hand of Buddha

 

Hitman in the Hand of Buddha

Story:

Wong Chin (Hwang Jang-Lee) arbeitet in der Reis-Verarbeitung. Die Konkurrenz versucht, der Firma Schaden zuzufügen. Wong Chin wehrt sich und zieht so den Zorn der Gangster auf sich. Diese setzen einen Kämpfer (Tino Wong Cheung) auf Wong Chin an. Dieser hat jedoch keine Chance. Also taucht der Boss (Eddy Ko) höchstpersönlich auf und schlägt Wong Ching in die Flucht. Der flieht in den Shaolin Tempel und bereitet sich dort auf seine Rache vor…

Meine Meinung (Koreanische Fassung):

Hitman in the Hand of Buddha ist ein Film von und mit Hwang Jang-Lee, je nach Quelle und für seine Fans absolutes Pflichtprogramm. Der Film aus dem Jahr 1981 wirkt eher wie eine Ende der 70er Jahre Produktion à la Die Schlange im Schatten des Adlers. Der Mix aus Klamauk und Kung Fu, die Choreographie erinnern an diese typischen 1979er Kung Fu Komödien.  Es herrschen unterschiedliche Infos, ob der Film eine Produktion aus Hong Kong oder Südkorea ist (mehr dazu unter Fassungen). Wie dem auch sei: der Film ist Old School Kung Fu Fans wärmstens zu empfehlen!

Der Plot ist dünn und minimalistisch. Was überzeugt sind die Hauptrollen, die Anzahl von Kampf- und Trainingsszenen und die Choreographie. Das sind die Stärken des Filmes. Die Kampfszenen und die Choreographie hat Yuen Woo-Ping Vibes. Jedoch waren Corey Yuen (Ninja in the Dragon's Den, Heroes of Shaolin) und Mang Hoi (The Blonde Fury, Encounters of the Spooky Kind 2) dafür zuständig. Besonders die Kampfszene mit den Essstäbchen und der Finalkampf zwischen Hwang Jang-Lee und Eddy Ko waren die Highlights des Filmes. Der Hammer!

In der koreanischen Fassung, welche ich mir zuerst ansah, wurden einige wenige humoristische Szenen mit Kindern und Fan Mei-Sheng als Bettler entfernt. Das ist gut so. Hingegen gibt es in der HK-Fassung mehr Italo-Western Musik zu hören, als in der koreanischen Fassung. Der Eastern, der in Südkorea gedreht wurde, wartet mit Hwang Jang-Lee (The Eagle's Killer, Buddha Killer) in einer Heldenrolle auf. Ich mag ihn i.d.R. mehr als Bösewicht, doch seine Technik und Kampfszenen hier waren absolut klasse, so dass das zu verschmerzen war. Ihm gegenüber steht Eddy Ko (Mountain Warriors, The Thundering Mantis), der als fieser Bösewicht und harter Endgegner zu gefallen weiss. Speziell wenn sie im Finale zuerst mit Stöcken gegeneinander kämpfen, ist Spektakel garantiert.

Fazit: Muss See Titel für Fans von Hwang Jang-Lee!

Infos:

O: Che Diy Saai Yan, 借刀殺人, The Swordsman (Inmuga-in), 인무가인

HK, Südkorea 1981

R: Hwang Jang-Lee, Park Yun-gyo

D: Hwang Jang-Lee, Eddy Ko, Hwang Choon-Soo, Won Jin, Park Hui-Jin, Fan Mei-Sheng, Tino Wong Cheung, To Siu-Ming

Laufzeit der UK-DVD (Koreanische Fassung): 81:25 Min.

Gesehen am: 10.03.26

Fassungen: Mir ist nicht 100% klar, ob es ein HK oder ein südkoreanischer Film oder eine Co-Produktion ist. Laut dem koreanischen Filmarchiv ist es ein südkoreanischer Film, produziert von Dae Yang Films Co. und Regie führte Park Yun-gyo. Der Film wurde auch in Südkorea gedreht. Laut der Hong Kong Movie Database ist es eine HK-Produktion entstanden durch Hwang Jang-Lee, der nicht nur die Hauptrolle spielte, sondern auch Regie führte und seine Firma Hwang Jang Lee Production Company produzierte den Film. Laut der UK-DVD, die nebst der HK-Fassung (Englisch Dubbed) auch die kürzere koreanische Fassung anbietet (In Koreanisch mit englischen Untertiteln), soll die koreanische Fassung der Director’s Cut sein und soll durch die Hand von Hwang Jang-Lee entstanden bzw. editiert worden sein. Es soll auch seine Originalstimme sein, die im Koreanischen Dub zu hören ist. Daher sah ich mir zuerst die koreanische Fassung an. Die liegt in Vollbild vor. Die Bild- und Tonqualität sind (für meinen Geschmack) noch immer gut. Die HK-Fassung sah mich mir als China VHS von Pacific an. Der Film liegt statt im chinesischen O-Ton Kantonesisch in Mandarin mit englischen & chinesischen Subs vor. Es handelt sich um eine Kopie der HK-VHS von Wild West Video (einem Ocean Shores Ableger). Die deutschen Hauptfassungen (Titel: Im Auge des Taifun) sind zensiert aber in Widescreen. Als Bonus haben einige deutsche Anbieter auch die Uncut Fassung in Englisch auf die Disc gepackt (Vollbild = wohl auch eine Ocean Shores Kopie). Es gibt keine Blu-Ray (Stand: März 2026). Die Koreanische Fassung läuft 81:25 Min. Die HK-Fassung 89:30 Min. Grössere Unterschiede fielen mir, speziell in den Kampfszenen, nicht auf. Ggf. fehlt im Korea-Cut die angedeutete Rape-Szene und einige lustige Szenen fehlen dort, was die koreanische Fassung kurzweiliger werden lässt. Dafür nahm ich in der HK-Version mehr Italo Western Musik wahr. Mit der Korea-Fassung via UK-DVD bin ich jedoch bestens bedient.


Montag, 5. Januar 2026

The Miracle Fighters

The Miracle Fighters

Story:

Sorcerer Bat (Yuen Shun-Yi) will den Tod von Kao Hsiung (Eddy Ko) und will zudem durch den jungen Prinzen an die Macht kommen. Kao Hsiung nimmt daraufhin den jungen Prinzen als Geisel, um entkommen zu können. Auf seiner Flucht stirbt der junge Prinz. Viele Jahre später gelingt es Sorcerer Bat und seinen Leuten (u.a. Brandy Yuen Jan-Yeung, Tino Wong Cheung) Kao Hsiung zu finden. Dieser lebt inzwischen mit Shu Gut (Yuen Yat-Choh) zusammen. Sorcerer Bat will an Shu Gut ran um diesen als Prinz auszugeben. Als Kao Hsiung getötet wird gelingt Shu Gut die Flucht. Er flüchtet zu einem alten Mann (Leung Kar-Yan) und einer alten Frau (Yuen Cheung-Yan), von welchen er im magischen Martial Arts unterrichtet wird. Am Ende kommt es an einem Turnier zum Duell gegen Sorcerer Bat…

Meine Meinung:

The Miracle Fighters ist der Auftakt in eine fantastische, originelle, fantasievolle, irrwitzige und innovative Film-Reihe, die Humor, Martial Arts und magische Inhalte miteinander verbindet. Dahinter steht der Yuen-Clan (Six Directions of Boxing, Heroes Among Heroes, The Champions). Diese nahmen auf dem Regiestuhl Platz, haben die spektakulären Kampfszenen choreographiert und haben im Film auch mitgespielt. Das gilt auch für die sehenswerten Fortsetzungen, von denen vor allen die ersten beiden dem ersten Film in Sachen Originalität und Unterhaltungswert in nichts nachstehen.

The Miracle Fighters, in dem Yuen Woo-Ping (Tough Guy, Magnificent Butcher, Wing Chun) Regie führte, wurde zu Ehren von Yuen Cheung-Yan (The Buddhist Fist, The Big Deal, Drunken Tai Chi) angesehen. Dieses Multitalent starb Anfang 2026. Er spielt hier eine Frau. Etwas, was er u.a. auch in der Fortsetzung tat. Er ist einer der Brüder von Yuen Woo-Ping. Er spielte in unzähligen Filmen mit (A Heroic Fight, Lucky Diamond), war für die Action-Choreographie zuständig (Madam City Hunter, Deadly Dream Woman) oder führte selbst Regie (Live Hard, Funny Ghost).

Ich sah The Miracle Fighters seit ca. 15 Jahren nicht mehr. Der Film hat die Neusichtung bestanden. Der Mix aus Fantasy, Zaubereien und Kung Fu macht unglaublich viel Spass. Vor allem die ganzen Gimmicks, welche in die Kampfchoreographie integriert wurde, hat unglaublich viel Freude und Spass bereitet. Es gibt so viele sehenswerte und bizarre Highlights, dass es schwer fällt zu sagen, welches die Beste-Szene war. Der Film steigert in der Hinsicht sein Tempo immer mehr und mehr. Das Finale, in dem Yuen Yat-Choh ein Turnier beschreitet und am Ende Bösewicht Sorcerer Bat gegenübersteht, ist ebenso ein Spektakel seinesgleichen, welches einfach nur unterhält und toll anzusehen ist.

Der ganze Cast um Yuen Cheung-Yan (RIP), Yuen Yat-Choh (Dreadnaught, In the Line of Duty 4, Challenge of the Gamesters), Eddy Ko (Challenge the Invincible, Sleeping Fist, The Postman Fights Back), Yuen Shun-Yi (Tiger Cage III, Two Toothless Tigers, Snake in the Eagle's Shadow), Leung Kar-Yan (Kaum zu erkennen) oder Brandy Yuen Jan-Yeung (Doppel-Rolle) überzeugen in ihren Rollen. Es ist dem Cast und der Qualität ihrer Arbeit anzusehen, dass diese bereits öfters zusammen vor und hinter der Kamera standen. Der Film wirkt wie ein Familientreffen (ist der Yuen Clan natürlich auch) und ebnete danach weiteren ähnlich gelagerten Filmen den Weg.

Fazit: Ein doch in meinen Augen unterschätzter und zu wenig wertgeschätzter Film!

Gefolgt von: Shaolin Drunkard

Infos:

O: Kei Moon Dun Gaap

HK 1982

R: Yuen Woo-Ping

D: Yuen Shun-Yi, Eddy Ko, Yuen Yat-Choh, Leung Kar-Yan, Yuen Cheung-Yan, Brandy Yuen Jan-Yeung, Tino Wong Cheung

Laufzeit der HK-DVD: 96:00 Min.

Gesehen am: Okt. 2011 / Neusichtung am: 05.01.26

Fassungen: Mir lag die Code Free HK-DVD von Joy Sales / Fortune Star (The Legendary Collection) vor = Schuber, solide Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs, Uncut. In den USA gibt es den Film von Eureka inzwischen auf Blu-Ray: Uncut, O-Ton, englische Subs, restauriert und mit exklusiven Extras. Ggf. werde ich über ein Upgrade nachdenken. Eine deutsche Fassung gibt es nicht (Stand: Jan. 2026).

Sonntag, 14. Dezember 2025

The Big Risk Review

The Big Risk

Story:

Boss Shih Da-Hu (Tong Tin-Hei) und seine Männer (u.a. Eddy Ko) arbeiten mit den Japanern (u.a. Lee Wan-Chung) zusammen. Held Zhang Li-Hang (Nick Cheung Lik) arbeitet für die Regierung. Der Agent will Boss Shih und die Japaner aufhalten. Es geht auch um eine wichtige Liste, die es zu finden gilt. Als Zhangs Freundin Chao Hsiao-Lan (Queenie Kong Hoh-Yan) entführt wird, entführt Zhang den Sohn des Bosses (Dean Sheak) um einen Geiselaustausch vorzuschlagen…

Meine Meinung:

The Big Risk ist ein solider Basher aus dem Jahr 1974 von Joseph Kong (Tiger Force, Bruce's Fingers, Enter Three Dragons, The Furious Killer), der mit Tough Guy wohl einen der besten und sehenswertesten Bashers überhaupt auf die Leinwand gezaubert hat. The Big Risk ist simple Unterhaltung und für Fans des Genres zu empfehlen, auch wenn der Film in meinen Augen (natürlich) nicht an einen Film wie Tough Guy heranreicht. Joseph Kong, der viel mit Michael Chan Wai-Man zusammengearbeitet hat, drehte bereits in Tough Guy mit Star Nick Cheung Lik, der hier die Hauptrolle spielt.

Was The Big Risk in noch höhere Sphären kapituliert hätte, wären ein auffallender Soundtrack gewesen (z.B. Italo-Western Musik), ein gewisser Blutgehalt à la die taiwanesischen Filme mit Jimmy Wang Yu aus der Zeit (z.B. The Hero) oder ein charismatischerer Cast. Abgesehen davon kann ich an The Big Risk nichts bemängeln. Die Darsteller verstehen ihr Hand- und Fusswerk. Die Anzahl Kampfszenen ist enorm, die taiwanesischen Settings abwechslungsreich und der Film versucht, so viel Abwechslung wie möglich zu bieten. Auf Klamauk und Humor wird verzichtet.

Nick Cheung Lik zeigt eine eindrückliche Beinarbeit. Seine Kicks sind erste Sahne. Aber er war mir, wie auch die Bösewichte, nicht sonderlich charismatisch. Bei den Bösewichten meine ich damit den Japaner inklusive Hitler-Bärtchen und den Glatzkopf, gespielt von Tong Tin-Hei (2 tödliche Fäuste im Schatten der Schlange). Überrascht war ich, dass der Film, obwohl so gut wie nicht blutig, kompromisslos agiert. Eine nackte Frau wird erstochen und auch Queenie Kong Hoh-Yan (The Delinquent), immerhin eine der Hauptfiguren, überlebt den Film nicht. Dean Shek (Bruce, Hong Kong Master) war solide und Eddy Ko (Sleeping Fist) spielt eine grosse Nebenrolle (mit Kampfszenen).

Fazit: Solider Basher mit kaum Längen und einer schier unglaublichen Anzahl von Kampfszenen!

Infos:

O: Hu Dou Hu

HK 1974

R: Joseph Kong

D: Tong Tin-Hei, Eddy Ko, Lee Wan-Chung, Nick Cheung Lik, Queenie Kong Hoh-Yan, Dean Shek

Laufzeit der koreanische n VHS (inklusive einer kurzen Unterbrechung für einen Werbespot): 84:58 Min.

Fassungen: Mir lag die VHS von Südkorea vor. Diese ist in Vollbild, in Mandarin und bietet koreanische Subs. Die Bildqualität ist okay, wenn auch etwas dunkel und unscharf. Der Film spielt jedoch nie nachts, so dass das mit dem leicht zu dunklen Bild nicht negativ ins Gewicht fällt. Der Film sah Uncut aus (inklusive der nackten Frau, die erstochen wird). Eine O-Ton Fassung mit englischen Untertiteln ist mir nicht bekannt. Es gibt keine DVD, Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Nov. 2025).

Donnerstag, 25. September 2025

Drugs Area Review

Drugs Area

Story:

Gangster-Boss Kenneth (Kenneth Tsang Kong) will mit den illegalen Geschäften brechen. Sehr zur Missgunst von Lam (Lam Wai), der erst vor kurzem in Kenneths Gang aufgenommen wurde. Dieser lässt sich in Thailand von seinem Onkel Eddy (Eddy Ko) beeinflussen und macht sich dort einen Namen. Bald plant Lam, Kenneth zu exekutieren. Die Polizei (u.a. Sibelle Hu Hui-Chung) ermittelt…

Meine Meinung:

Cheung Bing-Chan, der seine Karriere in Filmen wie Bruce Li – Faust der Vergeltung, The Kung Fu Warrior oder Lovers Blades als Darsteller startete (meist sehr kleine, relativ unbedeutende Rollen), versuchte sich ab 1991 als Regisseur. Daraus resultieren jedoch, gemäss Datenbank, nur zwei Filme und einer davon war Drugs Area, wobei Cheung Bing-Chan (zusammen mit Ma Yuk-Sing) die Action-Szenen ebenfalls als Action Director inszenierte.

Der Film hat mir leider zu wenig gut gefallen, so dass Drugs Area nicht in die Sammlung aufgenommen wird. Zwar gibt es gegen Ende etwas mehr Action (paar Shoot-Outs und paar Kämpfe) und das Thailand-Setting ist hier und da eine willkommene Abwechslung, aber im Grossen und Ganzen konnte mich der Film, der mit Stars wie Kenneth Tsang Kong (Paragon of Sword and Knife), Eddy Ko (Challenge the Invincible), Lam Wai (No Way Back) sowie Sibelle Hu (The Master Strikes Back) aufwartet, nicht überzeugen.

Warum nicht? Der Grund ist der, dass der Film vor allem einfach langweilig ist. Ja, ich schaute eine Fassung ohne englische Untertitel. Aber das wäre ja nicht das erste Mal und das hielt mich zu 95% nie davon ab, einen Film in die Sammlung aufzunehmen. Fehlende englische Untertitel sind also nicht der Grund, sondern mehr die Tatsache, dass der Plot einfach lahm in Szene gesetzt ist und es bis zum Finale kaum Action gibt. Längen. Gegen Ende des Filmes bessert sich der Zustand (= es gibt mehr Actionszenen), aber dann ist der Zuschauer mit den Gedanken schon ganz wo anders. Lam Wai wirkte auch lustlos. Sibelle Hu war ok und richtig gut war eigentlich nur Eddy Ko.

Fazit: Zu viele Längen, zu wenig Action!

Infos:

O: Du Wang

HK 1991

R: Cheung Ping-Chun

D: Kenneth Tsang Kong, Lam Wai, Eddy Ko, Sibelle Hu Hui-Chung, Michael Miu Kiu-Wai, Yip Yuk-Ping, Sovilai Boontiwaporn

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 95:17 Min.

Gesehen am: 28.06.25

Fassungen: Da ich die HK-VCD (Canto mit Englischen Subs, Uncut) nicht fand, kaufte ich mir aus Südkorea die VHS von SKC. Diese ist jedoch nur Dubbed in Mandarin und hat keine englischen Subs (nur koreanische Subs). Die Bildqualität ist solide. Der Film sah Uncut aus. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Juni 2025).

Montag, 3. Februar 2025

Kung Fu Kids Break Away

Kung Fu Kids Break Away

Story:

Mr. Chu (Eddy Ko) terrorisiert und kontrolliert ein Dorf. Als ein koreanischer Wanderer namens Eagle (Casanova Wong) und «drei Kung Fu Kids» (u.a. Huang I-Lung, Au Dai) auftauchen, nehmen sie den Kampf gegen Mr. Chu auf…

Meine Meinung:

Kung Fu Kids Break Away ist ein weiterer taiwanesischer Mix aus Komödie, Kung Fu und Kinderfilm mit Kinder-Stars. Huang I-Lung (Snuff-Bottle Connection, The Jade Fox) und Au Dai (A Woman from Hell, The Devil) waren dazumal gern gesehen und können viele Rollen vorweisen, in denen sie zu sehen waren. Wie das dritte Kind heisst und von wem es gespielt wird, ist mir nicht bekannt.

Ebenso unbekannt ist mir der «Plot» und die Motive der Figuren. Eigentlich reicht es nur zu wissen, dass die drei Kinder mehr oder weniger für eine Stunde rumblödeln und nerven und am Ende kämpft Held und Koreaner Casanova Wong (Bloody Mafia, The Legendary Strike, South Shaolin vs. North Shaolin) gegen Feind und Bösewicht Eddy Ko (The Deadly Breaking Sword, We're Going to Eat You, The Butterfly Murders). Warum? Ich weiss es nicht. Es ist eigentlich auch egal und unwichtig. Wichtig ist zu wissen, dass Fans von Kung Fu Filmen in Kung Fu Kids Break Away enttäuscht werden.

Der Film und Plot sind einfach zu langweilig und die Kinder und deren Humor waren sehr nervend. Zwar wird der Film auf der 2. Disc kurz vor dem Finale besser da mehr Kampfszenen (oder sagen wir Mal überhaupt Kampfszenen) und das Finale macht durch eine wuchtige und starke Kampf-Choreographie, Vollbild hin oder her, viel Spass. Das liegt aber auch daran, dass die Kids in den Hintergrund geraten und der Finalkampf zwischen Eddy Ko und Casanova Wong ausgetragen wird. Eddy Ko mag ich als Bösewicht. Er stand mit Huang I-Lung schon in Sleeping Fist und The Thundering Mantis vor der Kamera. Ungesehen liegt mir noch Cunning Kids vor.

Fazit: Zu wenig Kämpfe, zu viel alberner Kinderhumor. Kommt nicht in die Sammlung…

Infos:

O: San Mao Liu Lang Ji

Taiwan, Hong Kong (je nach Quelle) 1980

R: Yue Ham Ping

D: Huang I-Lung, Au Dai, Casanova Wong, Cheung Hoi-Fan, Eddy Ko

Laufzeit der HK-VCD: 82:51 Min.

Gesehen am: 05.12.24

Fassungen: Mir lag die HK-VCD von Worldtrade Entertainment vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, Vollbild. Die Bild- und Tonqualität sind sehr mässig Gibt es in den USA von Billiganbietern auf DVD (Vollbild, Englisch Dubbed, wohl VHS-Kopien). Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Dez. 2024).

Sonntag, 11. August 2024

The Deadly Breaking Sword

Shawgust 2024

The Deadly Breaking Sword

Story:

Lian San (Michael Chan Wai-Man) wird im Duell von Tuan Changqing (Ti Lung) tödlich verletzt und danach von Killer Doctor (Ku Feng) gerettet. Edel-Prostituierte Liu Yinxu (Shih Szu) will sich an Killer Doctor rächen, da dieser ihren Bruder ins Gefängnis hat bringen lassen. Um ihre Rache vollenden zu können, versucht sie, dafür Tuan Changqing zu gewinnen. Als dies nicht klappt, soll es Dieb und Casino-Bodyguard Xiao Dao (Alexander Fu Sheng) richten…

Meine Meinung:

Ich sah den Film seit März 2008 nicht mehr und wusste nichts mehr über den Film. So fühlte sich diese 2. Sichtung mehr wie eine Premiere an. Der Film wurde Dank dem Mitwirken von Michael Chan Wai-Man (The Mysterious Foot-works of Kung Fu, Carry On Yakuza, Crimson Street) für den ersten «Shawgust» auf diesem Blog ausgewählt. The Deadly Breaking Sword hat die 2. Sichtung bestanden: grosse Klasse und für jeden Shaw Brothers Fan sehenswert!

Zwar ist der Plot d.h. die Motive und leichte Naivität einiger Figuren inklusive der letzten Szene des Filmes (und wie es dazu kam = durch eine Unachtsamkeit) etwas störend, aber das ist Meckern auf hohem Niveau. Der Film von Sun Chung (My Rebellious Son, Revenge of the Corpse) ist ansonsten sehr schön gefilmt. Die Kameraarbeit in den Kampfszenen ist exzellent. Der Plot ist nicht langweilig. Es gibt tolle Kampfszenen und einen starken Cast. Der war besser, als ich den in Erinnerung hatte.

Nebst Michael Chan Wai-Man, natürlich als Bösewicht (er kommt aber praktisch nur zu Beginn und im Finale wieder vor), überzeugen Namen wie Ti Lung (Perils of the Sentimental Swordsman), Alexander Fu Sheng (Friends), Ku Feng (Cheap Killers), Kara Hui (That’s Money), Shih Szu (Karate King), Lily Li (Mission to Kill), Eddy Ko (Shaolin Drunkard) oder Yuen Wah (The Enchantress). Ti Lung spielt einen sehr arroganten Antihelden (mit Schnauz). Dies kommt ihm gut zu stehen. Alexander Fu Sheng fand ich toll, bis auf seine Unachtsamkeit im Finalkampf, da eigentlich unnötig. Er bringt humorvolle Einlagen in den Streifen, überzeugt aber auch in den Kampfszenen.

Ku Feng ist nebst Michael Chan Wai-Man der 2. Bösewicht des Filmes (ohne wirkliche Kampfszene). Eddy Ko und Yuen Wah sind in Nebenrollen als Kämpfer und Bodyguards von Ku Feng zu sehen. Bei den Mädels haben mir vor allem Kara Hui (keine Kampfszenen) und Lily Li sehr gut gefallen. Mehr noch als Shih Szu. Vor allem das viele Schmollen von Lily Li fand ich herrlich gespielt. Ihre Szenen diesbezüglich sind köstlich. Sie verguckt sich in Alexander Fu Sheng, der ihre Lust jedoch nicht erwidert und diese Szenen waren sehr amüsant. Die Kampfszenen sind auch prima, so dass ich den Film nur empfehlen kann!

Fazit: Lohnenswert!

Infos:

O: Fung Lau Duen Kim Siu Siu Do

HK 1979

R: Sun Chung

D: Ti Lung, Alexander Fu Sheng, Ku Feng, Michael Chan Wai-Man, Kara Hui, Shih Szu, Lily Li, Eddy Ko, Yuen Wah

Laufzeit der HK-DVD: Ca. 101 Min.

Gesehen am: März 2008 / Neusichtung: Shawgust 2024

Fassungen: Mir lag die Code-3-Disc aus HK von IVL/Celestial vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Die Tonspur soll ein Upmix und nicht Original sein. Bei der VCD soll der Ton original sein. Die deutschen Fassungen (VHS) unter dem Titel Die grausame Rache der Shaolin sind zensiert. Es gibt keine Blu-Ray/UHD (Stand: Aug. 2024).

Mittwoch, 22. Mai 2024

We're Going to Eat You

We're Going to Eat You

Story:

Agent 999 (Norman Tsui) ist hinter dem Dieb Rolex (Melvin Wong) her. Dieser versteckt sich in einem kleinen Dorf. Agent 999 und ein weiterer Dieb (Hon Kwok-Choi) landen in diesem Dorf, in welchem sich Rolex versteckt hält. Agent 999 hofft auf Hilfe des örtlichen Chiefs (Eddy Ko). Dumm nur, dass das Dorf vom Kannibalismus lebt und sich über das «Frischfleisch» freut…

Meine Meinung:

Tsui Hark (Knock Off, The Twin Dragons, Black Mask 2: City of Masks) hat Blut geleckt. Nach seinem Erstlingswerk, The Butterfly Murders, dreht er nur ein Jahr später einen zweiten Film für Seasonal Film: We're Going to Eat You! Diesmal liess sich Tsui Hark vom Ital. Kannibalenfilm und vor allem dem Backwood- und Terrorklassiker Blutgericht in Texas inspirieren. Dazu kommt knackige Martial Arts und amüsanter Slapstick und Klamauk und fertig ist das nächste, sehenswerte Kapitel in der damals noch jungen Karriere von Regisseur Tsui Hark.

Obwohl ich z.B. die Ernsthaftigkeit und den Verzicht von Humor in The Butterfly Murders genossen und gelobt habe, so will ich gerade den Slapstick in We're Going to Eat You nicht missen. Dies in Verbindung mit blutigen Kannibalen-Gore und Kung-Fu macht den Film zu einem herrlich irrwitzigen und unterhaltsamen Vergnügen. Aus dem «Vorgänger» kehrt Eddy Ko (Das Todesduell der Shaolin, The Jade Fox) zurück, der nun eine der Hauptrollen als böser Chief des Kannibalen-Dorfes spielt.

Sein Overacting ist herrlich und jede Szene mit ihm ist ein Genuss. Sein Gegenüber wird von Shaw Brothers Star Norman Tsui (The Dragon Chronicles - The Maidens of Heavenly Mountains, The 36th Chamber of Shaolin) gespielt. Er ist eine wirklich coole Socke und geniesst es sichtlich, als Held und Hauptstar des Filmes im Mittelpunkt zu stehen. Beide machen in den Kampfszenen eine gute Figur. Diese sind spektakulär. Das resultiert aus Corey Yuen (Buddha Killer, Fong Sai Yuk), der die rasanten Action-Szenen meisterhaft choreographiert hat.

Besonders jene in der engen Gasse oder dem Schlachthaus sind sehenswert geworden. Aber auch die restlichen Kampfszenen machen Laune, zumal viele Waffen und Gegenstände involviert sind. Hon Kwok-Choi (Crocodile Evil) gibt zudem einen aberwitzigen Comic-Charakter ab, während Melvin Wong (Two Fists Against the Law, Crimson Street) mehr eine Nebenrolle spielt und vielleicht von allen genannten Stars am schwächsten agiert. Nebst Eddy Ko kehrt auch Michelle Yim (Ambitious Kung Fu Girl) aus The Butterfly Murders zurück. In einem Gastauftritt darf Tai Bo (Back Home, Two Toothless Tigers) gegen Norman Tsui antreten und aufgespiesst werden. Längen gibt es keine und es wurde Musik aus Dario Argentos Suspiria geklaut. Die hat gut zu den Szenen gepasst.

Fazit: Auch die 2. Regie-Arbeit von Tsui Hark kann bedenkenlos empfohlen werden!

Infos:

O: Di Yu Wu Men

HK 1980

R: Tsui Hark

D: Norman Tsui, Melvin Wong, Eddy Ko, Fung Fung, Hon Kwok-Choi, Tai Bo

Laufzeit der HK-DVD: 89:49 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: 10.03.24

Fassungen: Mir liegen die franz. DVD von HK Vidéo (Tsui Hark Box) und die HK-DVD von Mei Ah vor. Für das Review wurde die HK-DVD gesichtet = Schuber, O-Ton, englische Subs, Uncut HK-Fassung, sehr gute Bild- und Tonqualität. Gibt es in Deutschland (zensiert) unter dem Titel Wir kommen und werden euch fressen nur als VHS (Stand: März 2024). Es gibt keine Blu-Ray (Stand: März 2024).

Dienstag, 21. Mai 2024

The Butterfly Murders


The Butterfly Murders

Story:

Tien Lung (Wong Shu-Tong), Leder des Tien Clans, wird von Master Shum (Chang Kuo-Chu) um Hilfe gebeten: um und im Schloss Shum sollen tödliche Attacken von Schmetterlingen erfolgt sein. Tien Lung macht sich zusammen mit seinen Männern (u.a. Danny Chow Yun-Kin) und anderen Martial Arts Helden, z.B. Green Shadow (Michelle Yim), auf dem Weg zum Schloss. Dort finden sie in den unterirdischen Katakomben u.a. Master Shum, dessen Frau (JoJo Chan Kei-Kei) und den Gelehrten Fong (Lau Siu-Ming) vor. Master Shum scheidet ebenfalls aufgrund der Schmetterlinge dahin, was zur Folge hat, dass sein Wille verlesen wird. Dessen Aufruf folgen die Thunders (Tino Wong Cheung, Eddy Ko). Als diese vor Ort ankommen und gleichzeitig ein maskierter Killer beginnt, die Teilnehmer anzugreifen, eskaliert die Situation…

Meine Meinung:

The Butterfly Murders sah ich vor ca. 20 Jahren oder so erstmals als französische DVD d.h. ich verstand kein Wort, da keine englischen Subs. Dazumal war ich jünger und schaute mit dem Kumpel am Wochenende oft 5-7 Filme am Stück bis tief in die Nacht hinein. Damals gab es viele Filme noch nicht (auf DVD) und HK Vidéo hat (in Frankreich) viele tolle Filme auf DVD veröffentlicht: erstmals restauriert und/oder im Originalbildformat. Darunter war auch eine Box mit den drei Erstlingswerken* von Tsui Hark (*The Butterfly Murders, We're Going to Eat You & Dangerous Encounter - 1st Kind).

Den Film nun nach all den Jahren wieder zu sehen, diesmal mit englischen Subs, war ein absoluter Genuss. Es fühlte sich wie eine Erstsichtung an, da ich kaum mehr was wusste. Mir waren die Schmetterlinge, die Katakomben, der maskierte Killer und Eddy Ko im Gedächtnis geblieben. Mehr nicht. Also war eine Spannung, bis zum Ende, gegeben. Der Film ist eine Seasonal Film Produktion. Produzent Ng See-Yuen feierte mit Jackie Chan grosse Erfolge (Snake in the Eagle's Shadow, Drunken Master) und wollte auf dem Markt nebst den Shaw Brothers und/oder Golden Harvest bestehen können.

Also nahm Tsui Hark (Once Upon a Time in China 5 - Dr. Wong gegen die Piraten, A Better Tomorrow 3, Aces Go Places III) die Herausforderung an und feierte mit The Butterfly Murders ein beachtliches Regiedebüt. Der Film ist innovativ, alles andere als 08/15 und die New Wave Vibes und der Verzicht auf Slapstick und HK-Klamauk, sonst oft im HK-Kino der Zeit zu sehen, waren ein kluger Schachzug. Der Film ist ein wilder Genre-Mix aus Krimi, Tierhorror, Mystery und Kung-Fu-Film. Der in Taiwan gedrehte Film bietet einen tollen Soundtrack (z.B. Vorspann), eine spezielle Kameraführung (fühlte mich an Dario Argentos Phenomena und dessen Insektenszenen erinnert) und abwechslungsreiche Settings. Viele Aufnahmen erinnern ans jap. Samurai und/oder Italo-Western Kino.

Der Plot ist zunächst wirr und verschachtelt. Viele Parteien und vieles wird lange nicht beantwortet. Das sorgt für eine pausenlose Spannung. Auch die dunklen, verwinkelten Räume in den Katakomben lassen hier und da Suspense und Grusel-Stimmung entstehen. Ich empfand den Film als interessant, fesselnd und zu keiner Sekunde langweilig. Ich mochte auch die 1. Filmhälfte, in welches es kaum Martial Arts zu sehen gibt. Der Cast war glaubhaft, superb und passend. Lead Wong Shu-Tong (Kopfgeldjäger aus Dirty Kung Fu) strahlt eine unglaubliche Präsenz aus. Aber auch der restliche Cast war einfach klasse. Von den Namen kenne ich nur Eddy Ko (Kwan-Fu – Das Schwert des Todes), der in Zukunft in weiteren Filmen mit Tsui Hark mitspielen sollte.

Fazit: In meinen Augen einer der besten Filme von Tsui Hark!

Infos:

O: Dip Bin

HK 1979

R: Tsui Hark

D: Wong Shu-Tong, Chang Kuo-Chu, Danny Chow Yun-Kin, JoJo Chan Kei-Kei, Michelle Yim, Lau Siu-Ming, Tino Wong Cheung, Eddy Ko

Laufzeit der HK-DVD: 88:30 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: 10.03.24

Fassungen: Mir liegen die franz. DVD von HK Vidéo (Tsui Hark Box) und die HK-DVD von Mei Ah vor. Für das Review wurde die HK-DVD gesichtet = Schuber, O-Ton, englische Subs, Uncut HK-Fassung, sehr gute Bild- und Tonqualität. Gibt es inzwischen auch in Deutschland unter dem Titel Die Todesgrotten der Shaolin auf DVD (Deutsch/Canto mit Subs). Es gibt keine Blu-Ray (Stand: März 2024). Auf der HK Vidéo DVD gibt es ein 22minütiges Interview mit Tsui Hark, welches sich auf für nicht Französisch sprechende Personen eignet, da Tsui Hark in Englisch spricht.

Freitag, 1. September 2023

Kwan-Fu – Das Schwert des Todes

Kwan-Fu – Das Schwert des Todes

Story:

Die Tang Familie (u.a. Charlie Chin Chiang-Lin, Tien Feng, Chiu Tak-Ming, Ingrid Hu Yin-Yin) nimmt den Kampf gegen Japaner Okada, der mit Verbündeten (Eddy Ko, Kim Yeong-In) ein Dorf nach dem anderen, mittels auch mit Gewalt und Mord, in seinen Besitz bringt, auf…

Meine Meinung:

Bei Kwan-Fu – Das Schwert des Todes aka The Invasion handelt es sich um einen Anfang der 70er Jahre Basher, der mir deutlich besser gefiel, als erwartet. Dies lag sicherlich auch an der Fassung (35mm Print = Widescreen, erstklassige deutsche Synchronisation, die den Film zusätzlich aufwertet), die Vorteile parat hält. Der Film vom Regiegespann Suen Ga-Man und Sul Tai-ho überzeugte mich durch eine gradlinige, unkomplizierte, actionreiche und unterhaltsame Story.

Die Tatsache, dass auch mit südkoreanischem Cast und vor Ort in Südkorea gedreht wurde, tat der Produktion sichtlich gut. Die Naturaufnahmen sind der Wahnsinn und geben dem Film eine ganz spezielle Note und Stimmung. Besonders wenn im letzten Viertel dann noch Schnee dazu kommt, wird es richtig cool. So was mag ich im Eastern-Genre. Desweitern ist der Film auch inhaltlich interessanter. Ich dachte zuerst, es geht per se um «böse Japaner» gegen «gute Chinesen». Zudem gibt es Seven Samurai Vibes.

Doch mit Okada (Haupt-Bösewicht) und seiner rechten Hand (gespielt vom Koreaner Kim Yeong-In) sind eigentlich nur zwei Japaner als Hauptfiguren zu sehen. Daneben gibt es noch andere ausländische Feinde, u.a. die Kosaken zu sehen, welche Okada auf den Feldzügen und Überfällen begleiten. Diese Schurken erinnern (Optisch) an jene Bösewichte, welche Jimmy Wang Yu in Die Todeskarawane der Shaolin bekämpft. Vor allem Eddy Ko (Chinese Kung Fu Against Godfather) hat mir als Bösewicht in der Hinsicht sehr gut gefallen, zumal er a) stark spielt und b) auch viel zu sehen ist.

Daneben stellt für mich nur Tien Feng (The Savior) den 2. bekannten Namen dar. Der Rest ist mir unbekannt, aber macht seine Sache sehr gut, egal ob Charlie Chin Chiang-Lin (On the Run) als Held, Ingrid Hu Yin-Yin (Kung Fu Gang Busters) als Frau oder ein sehr junger (wohl minderjähriger) Chiu Tak-Ming, der im Film die besten Kampfszenen zeigen darf. Unverständlich, dass dies seine einzige Filmrolle gewesen sein soll. Nebst dem souverän agierenden Cast, dem unterhaltsamen Plot und den schönen Landschaften sind es die Actionszenen, die punkten.

Die Action-Szenen bestehen aus, und davon war ich sehr überrascht, recht brutalen und vor allem blutigen Action-Szenen. Seien es Kämpfe ohne Waffen oder mit Waffen. Blut wird gespuckt, es gibt diverse (auch grössere) Wunden zu sehen und der ein oder andere Kämpfer verliert auch schon Mal ein Körperteil: es geht brutal, hart und blutig zu und her! Mit viel Wucht und tollen Kameraeinstellungen. Und das schon von Anfang an. Beim 1. Überfall werden keine Gefangene gemacht und die Bösewichte sind hübsch fies und böse, wie es sich für diese Art Film gehört.

Fazit: Für Fans von klassischen Kung Fu Filmen bedenkenlos zu empfehlen!

Infos:

O: Long Xiong Hu Di

HK 1972

R: Suen Ga-Man, Sul Tai-ho

D: Charlie Chin Chiang-Lin, Tien Feng, Chiu Tak-Ming, Eddy Ko, Kim Yeong-In, Ingrid Hu Yin-Yin

Laufzeit der deutschen DVD: 84:09 Min.

Gesehen am: 05.08.23

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Schröder Media vor = Asia Line Vol. 16, Wendecover, Deutsch/Mandarin mit englischen Subs, 35mm Print (ehemals zensierte Szenen haben eine schlechtere Qualität), charmanter Print und mehrheitlich sehr gute Bild- und Tonqualität. Die deutsche Synchronisation ist erstklassig und wertet den Film zusätzlich auf. Als Bonusfilm ist Kwan Fu - Die Bande der Tigerkralle = Deutsch, Widescreen, aber im Gegensatz zum spanischen Print noch immer um mehr als eine Minute zensiert (davon vier Sekunden Gewalt, Rest Handlung/Dialoge). Eine Blu-Ray gibt es nicht (Stand: Aug. 2023).

Donnerstag, 20. Juli 2023

Das Todesduell der Shaolin

Das Todesduell der Shaolin 

Story:

 

Der beste Kämpfer Japans, Hashimoto (Norman Tsui), macht sich auf den Weg nach China. Dort will er gegen den besten Kämpfer Chinas antreten – in einem Duell auf Leben und Tod. Sein Gegenüber ist Bo Ching Wan (Damian Lau). Der Shogun hat jedoch Bedenken, dass Hashimoto siegen wird und schickt seine Ninjas unter der Führung von Kenji (Eddy Ko) los. Diese versuchen, Bo Ching Wan unschädlich zu machen ganz zum Missfallen von Hashimoto…

 

Meine Meinung:

 

Das Todesduell der Shaolin aka Duel to the Death erinnert vom Setting und den Stars (Eddy Ko, Norman Tsui) an Patrick Tams Das Schwert. Im direkten Vergleich ist Das Schwert der deutlich bessere Film. Das soll aber nicht heissen, dass Das Todesduell der Shaolin ein schlechter Film ist. Aber die Musik fand ich wenig speziell, am Anfang gibt’s Längen und auch unpassenden Humor (Hon Kwok-Choi Rolle) und ein Damian Lau ist halt kein Adam Cheng.

 

Der Film stellt das Regiedebüt des späteren A Chinese Ghost Story Regisseurs Tony Ching Siu-Tung (Dragon Inn, Wonder Seven, The Sorcerer and the White Snake) dar und war ein voller Erfolg an den Kinokassen. Er war auch schon hier als Action-Regisseur tätig und schrieb auch am Drehbuch mit. Kein wirklich origineller Plot, aber bietet genug Unterhaltung, um zu überzeugen. Die Kampfszenen sind rasant und fantasievoll eingefangen worden, auch dank den japanischen Ninja-Gimmicks und Einflüssen.

 

Auch das Finale ist, wenn auch nur kurz, sehenswert und bietet genug blutiges Spektakel, um in Erinnerung zu bleiben. Wo Damian Lau schwächelt, überzeugen in den Hauptrollen Namen wie Norman Tsui (Invitation of Ghost) oder Eddy Ko (Chinese Kung Fu Against Godfather). Die machen beide einen fantastischen Job. Flora Cheung Tin-Oi, die einzige Frau im ganzen Film, ist auch überzeugend und in einem Gastauftritt ist Wilson Tong (Snake Deadly Act) zu sehen.

 

Fazit: Kein 100%iger Kracher, aber für ein Regiedebüt erstaunlich gelungen. HK-Filmfans greifen zu!

 

Infos:

 

O: Saang Sei Kyut

 

HK 1983

 

R: Ching Siu-Tung

 

D: Norman Tsui, Damian Lau, Eddy Ko, Flora Cheung Tin-Oi, Paul Chang Chung, Yeung Chak-Lam, Wilson Tong

 

Laufzeit der deutschen DVD: 82:50 Min.

 

Neusichtung am: 25.05.23

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Eyecatcher DVD vor = Deutsch/Mandarin/Englisch mit deutschen und englischen Subs. Im Gegensatz zum ähnlichen Film Das Schwert kann die deutsche Synchro nicht überzeugen, so dass ich im O-Ton mit deutschen Subs guckte. Der Film ist Uncut und die Bild- und Tonqualität sind gut, aber man sieht dem Master das Alter an. Fans sollten daher die Blu-Ray aus England kaufen (Eureka!). Diese dürfte qualitativ deutlich besser sein plus exklusive Extras (Booklet, Interviews etc.).

Dienstag, 13. Juni 2023

Lethal Weapon 4

Lethal Weapon 4 

Story:

 

US-Cops (Mel Gibson, Danny Glover) und Co. (Joe Pesci, Chris Rock) legen sich mit chinesischen Menschenschmugglern und Gangstern (Jet Li, Kim Chan, Al Leong) an…

 

Meine Meinung:

 

Der vierte und bisher letzte Teil von Richard Donners Lethal Weapon-Reihe sah ich dazumal als Jugendlicher vor den drei ersten Filmen der Reihe. Das war sogar während dem Unterricht in der 10. Schulklasse. Ich glaube, ein Lehrer ist krank ausgefallen und wir guckten uns in der Klasse den Film an. So genau kann ich es nicht mehr sagen. Schon damals gefiel mir der Film und ich empfand den Film als unterhaltsam, amüsant und lustig.

 

Eine Meinung, welche ich nach wie vor Teile. Der Film ist von den vier Filmen der Unterhaltsamste. Besonders nach dem schwachen dritten Teil ist Lethal Weapon 4 sehr willkommen und eine klare Steigerung. Überraschend, dass es bisher nie einen weiteren Teil gab. Gerüchte gab es dazu jede Menge. Aber inzwischen dürften Mel Gibson (Fatman) und Danny Glover definitiv "zu alt sein für den Scheiss" (wobei Gibson noch hin und wieder in guten Filmen zu sehen ist).

 

Interessant ist, dass Lethal Weapon 4, zumindest auf Letterboxd (Social Media Datenbank für Filmfans), viele schlechte Bewertungen bekommt, da der Film angeblich "rassistisch" und "homophob" sein soll. Ich denke, dass sind wohl jüngere "Fans" der heutigen Woke-Generation, welche an allem etwas zu motzen haben, die so denken. Daher sind Reviews zu gewissen Filmen auf Letterboxd amüsant zum Lesen. Gilt auch für seltene Filme abseits des Mainstreams, die heutzutage viel einfacher die Runde machen (Grund: Streaming).

 

Lethal Weapon 4 ist natürlich weder rassistisch noch homophob, sondern bietet Stereotypen, die dazumal gern gesehen waren und macht sich gekonnt über Minderheiten lustig und die Szenen sind halt wirklich witzig. Ich empfand es als gelungenen Schachzug, Joe Pesci etwas in den Hintergrund zu drängen und mit Chris Rock eine neue Figur, die viel Humor in den Film bringt, zu präsentieren. Gelungen. Mel Gibson und Danny Glover sind ein blind eingespieltes Team. Beide machen ihren Job toll.

 

Der grosse Star ist für mich aber Jet Li (Kiss of the Dragon, The Sorcerer and the White Snake, Fong Sai Yuk). Lethal Weapon 4 ist sein US-Debüt. Zwar drehte er schon zuvor in den USA (The Master, Defector - Karate-Kickboxer), aber das waren HK-Produktionen. Spätere US-Filme konnten das Niveau von Lethal Weapon 4 nicht halten und flogen bereits aus der Sammlung (The One) und/oder werden in Zukunft nach Neusichtungen wohl entsorgt werden (Romeo Must Die, Born 2 Die). Bei einigen Titeln kann ich das noch nicht sagen (Forbidden Kingdom, War, The Expendables Reihe). In Lethal Weapon 4 spielte Jet Li erstmals einen Bösewicht. Etwas, was er selten tat (später, wenn ich nicht irre, wiederholte er dies in The Warlords).

 

Jet Li überzeugt in all seinen Szenen. Fies, böse, kaum zu besiegen, tolles Charisma. Er hätte mehr Bösewichte spielen sollen. Das hat er auch drauf. Oft gäbe man das einigen Stars gar nicht. So z.B. auch Chow Yun-Fat (in Scared Stiff). Auch seine Kampfszenen überzeugen mehrheitlich bis auf eine einzelne Sequenz, die zu sehr nach The Matrix ausschaut. Ansonsten macht er in den Kampfszenen eine gute Figur. Das Finale gegen Mel Gibson und Danny Glover (im Regen) ist eines der Highlights des Filmes. Die Choreographie steuerte Corey Yuen (Born Invincible) bei. Bei der Neusichtung stellte ich zudem fest, dass weitere bekannte HK-Stars an Bord sind, auch wenn nur in Nebenrollen aber dennoch erwähnenswert: Eddy Ko (Shaolin Drunkard) und Conan Lee (The Cyprus Tigers).

 

Der Film ist trotz seiner zwei Stunden Laufzeit zu keiner Sekunde langweilig. Der Mix aus Action, Figuren und deren Zusammenspiel sowie Humor funktioniert bestens. Eine Wohltat sind auch die Action-Szenen. Wäre der Film heute gedreht worden, wären wohl sämtliche Szenen mit Auto-Crashs, Verfolgungsjagden, Zügen, Explosionen oder Helikoptern sowie das Meer und Schiff am Anfang aus dem Rechner gekommen. So gibt es hier noch schön klassische, aufwändige und altmodische Action-Szenen mit echten Stunts, Crashs und Explosionen zu sehen (z.B. Zug der das Auto rammt und zur Explosion bringt). Toll!

 

Fazit: Starke Fortsetzung und sehenswerter Abschluss der Lethal Weapon-Reihe!

 

Infos:

 

O: Lethal Weapon 4

 

USA 1998

 

R: Richard Donner

 

D: Mel Gibson, Danny Glover, Joe Pesci, Chris Rock, Jet Li, Kim Chan, Al Leong, Rene Russo, Eddy Ko, Conan Lee

 

Laufzeit der deutschen DVD: 122:13 Min.

 

Neusichtung am: 02.05.23

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Warner vor = Sehr gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch mit diversen Subs, Uncut. Die deutsche Synchronisation ist gelungen. Gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray.